OCZ Trion 100 SSD mit 240 GB im Test

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teaserHeute erweitert OCZ das eigene SSD-Portfolio um das erste Laufwerk mit TLC-Speicher – die Trion 100 soll einen günstigen Einstieg in die Welt der flashbasierten Massenspeicher ermöglichen und vor allem neue Benutzer ansprechen, die bisher noch auf mechanische Festplatten setzen. Mit der OCZ Trion 100 soll außerdem die Zugehörigkeit zu Toshiba unterstrichen werden, denn erstmals kommt neben Flashspeicher auch ein Controller von Toshiba zum Einsatz. Ob die OCZ Trion 100 das Angebot für Leute ist, die bisher noch nicht den Umstieg auf eine SSD vollzogen haben und wie sich das Laufwerk gegen die Konkurrenz schlägt, untersuchen wir in diesem Artikel.

Dass OCZ von Toshiba gekauft wurde, ist inzwischen fast zwei Jahre her. Seitdem hat OCZ viele neue SSDs auf den Markt gebracht und aus Fehlern, die man vor der Übernahme durch Toshiba gemacht hat, gelernt. Die Qualität der OCZ-SSDs ist gestiegen, was nicht zuletzt an einer sichergestellten Versorgung mit Flashspeicher liegt. Musste OCZ früher darauf hoffen, von anderen Herstellern mit hochwertigem Speicher zu günstigen Preisen beliefert zu werden, kann man nun auf die Produktion von Toshiba zurückgreifen. Mit der OCZ Trion 100 manifestiert sich die Zusammenarbeit nun auch auf Controller-Ebene, der Austausch des geistigen Eigentums beider Firmen mündet in dem sogenannten Toshiba Alishan-Controller, den wir in der Trion 100 finden.

OCZ Trion 100: Die richtige Wahl für preisbewusste Käufer?

Wesentlich höher gewichtet wird bei OCZ nun auch die Validierungsphase von neuen Produkten, dementsprechend ist OCZ nicht mehr, wie früher, der erste Hersteller, der eine (neue) Technologie auf den Markt bringt. So ist es auch mit TLC-Speicher, den wir vor drei Jahren erstmals bei der Samsung 840 Basic gesehen haben. Dies ist ein durchweg positiver Aspekt, denn als Käufer erhält man so ein sehr viel ausgereifteres Produkt. Diesen Anspruch möchte OCZ auch mit der ShieldPlus-Garantie unterstreichen, die im Fall eines Defekts einen Vorabtausch ermöglicht - auch wenn keine Rechnung mehr vorhanden ist, die Seriennummer des Laufwerks reicht. Letztendlich müssen natürlich auch, wie bei jeder SSD, die Performance und der Preis stimmen, weswegen wir die OCZ Trion 100 auf den nächsten Seiten durch unseren Benchmark-Parcours schicken.

Die technischen Daten tabellarisch zusammengefasst:

Hersteller und
Bezeichnung
OCZ Trion 100 240 GB
UVP

84,99 Euro

Homepage de.ocz.com
Technische Daten  
Formfaktor 2,5 Zoll
Protokoll AHCI
Kapazität (lt. Hersteller) 240 GB
Kapazität (formatiert) 224 GiB
Verfügbare Kapazitäten 120, 240, 480, 960 GB
Cache 256 MB DDR3L-1600
Controller Toshiba Alishan
Chipart TLC (Toshiba, 19 nm)
Lesen (lt. Hersteller) 550 MB/s
Schreiben (lt. Hersteller) 520 MB/s
   
Herstellergarantie 3 Jahre mit Vorabtausch
Lieferumfang -

Die Trion 100 rundet das Produktportfolio von OCZ nach unten ab. Sortiert von Budget bis Power-User bietet OCZ damit jetzt folgende SSDs an: Trion 100, ARC 100, Vertex 460A, AMD Radeon, OCZ Vector 180 und das RevoDrive 350, wobei es sich bei letzterer um eine PCI-Express-SSD handelt. Auf allen SSDs von OCZ kommt inzwischen Flash-Speicher von Toshiba zum Einsatz, bisher in der in 19 nm gefertigten MLC-Variante. Auch haben wir bisher in jeder neuen OCZ SSD den hauseigenen Indilinx Barefoot-Controller gefunden, die Trion 100 bringt hier nun gleich zwei Neuerungen.

Für Einsteiger: Die Trion 100 ist die günstigste SSD von OCZ

Der Flashspeicher ist nach wie vor in 19 nm gefertigt und kommt von Toshiba, speichert jetzt aber 3 Bits pro Zelle (TLC). Der Speicher ist weiterhin planar aufgebaut, im Gegensatz zum 3D V-NAND, den Samsung inzwischen einsetzt. Wer die News im Bereich der SSDs verfolgt, wird mitbekommen haben, dass Samsung bei der 840 EVO über Monate große Probleme mit der Leseperformance von älteren Dateien hatte. Es hat mehrere Firmware-Updates gebraucht, um das Problem halbwegs in den Griff zu bekommen. TLC-Speicher mit 19-nm-Strukturgröße scheint eine große Herausforderung zu sein – es ist zu hoffen, dass OCZ die deutlich längere Zeit bis zur Markteinführung der ersten TLC-SSD genutzt hat, um ähnlichen Problem vorzubeugen. Davon ist auch auszugehen, denn Toshiba konnte bereits Erfahrung mit TLC-Speicher sammeln.

Die Platine füllt das Gehäuse nicht vollständig aus

Die zweite Neuerung betrifft den Controller, die OCZ Trion 100 setzt nicht auf den Barefoot-Controller, sondern auf einen Alishan getauften Controller von Toshiba. Dieser unterstützt den DEVSLP-Stromsparmodus, sodass das Laufwerk in diesem Zustand eine Leistungsaufnahme von lediglich 6 mW haben soll. Für Notebooknutzer ist das ein sehr wichtiges Kriterium, in Desktop-Rechnern spielt es keine Rolle. Eine Verschlüsselung gleich welcher Art unterstützt die Trion 100 nicht, hier muss wohl einfach die Distanz zum restlichen Produktportfolio gewahrt bleiben.

Die Haltbarkeit des Flashspeichers betreffend macht OCZ unterschiedliche Angaben je nach Kapazität. Das kleinste Modell ist für insgesamt 30 TB spezifiziert (TBW), was einer täglichen Schreiblast von 27 GB entspricht. Die Modelle mit 240, 480 und 960 GB sollen jeweils 60, 120 und 240 TB insgesamt bzw. 55, 110 und 219 GB pro Tag erreichen. Die typische Schreiblast in einem Desktopsystem liegt in praktisch keinem Fall über 20 GB pro Tag, sodass es hier keinen Grund zur Sorge gibt.

Die Trion 100 macht es deutlich: OCZ und Toshiba gehören zusammen

Wie jede OCZ-SSD ist auch die Trion 100 mit der bisher einzigartigen ShieldPlus-Garantie ausgestattet. Das Konzept dahinter ist es, einen Garantiefall für den Kunden so einfach wie möglich abzuwickeln. So kann man anhand der Seriennummer – eine Rechnung ist nicht notwendig – eine RMA beantragen und bekommt ein neues Laufwerk im Vorabtausch. Das alte Laufwerk wird dabei vom Paketdienst mitgenommen, sodass hier keine Versandkosten fällig werden. 

Bei der von OCZ zur Verfügung gestellten „SSD Guru“-Software handelt es sich um ein einfaches Werkzeug, um den Status der SSD zu überwachen, ein manuelles TRIM auszulösen, die Firmware zu aktualisieren und den korrekten Anschluss der SSD zu überprüfen, also ob die SSD an einem SATA-6 Gb/s-Port angeschlossen und der AHCI-Modus aktiviert ist. Außerdem lässt sich ein Report generieren, der an den Support von OCZ geschickt werden kann. Neben einer Windows-Version stellt OCZ auch eine Linux-Version des SSD Gurus bereit. Für Nutzer anderer Betriebssysteme oder für den Fall, dass das Betriebssystem gar nicht mehr starten sollte, gibt es außerdem eine bootbare Version der Software, sodass trotzdem eine schnelle Fehlersuche möglich ist. Auch die Firmware kann problemlos über die bootbare Version aktualisiert werden.

Da nach wie vor die Regel gilt, dass SLC-Speicher schneller ist als MLC, und MLC viel schneller ist als TLC, setzt auch die OCZ Trion 100 auf einen SLC-Cache bzw. Pseudo-SLC-Modus, um eine deutlich höhere Spitzenperformance bereitstellen zu können. Wir können dieses Verhalten mit dem folgenden HDTach-Benchmark analysieren:

trion100 hdtach

Die sequenzielle Schreibleistung von 450 MB/s wird nur für einen sehr kurzen Zeitraum gehalten, danach fällt die Schreibleistung auf 120-130 MB/s. Dieser Benchmark ist natürlich der Worst-Case für jede Art von Caching/Pseudo-SLC-Modus, denn gibt es Pausen zwischen den Schreibzugriffen, wird auch wieder die Spitzenperformance erreicht. Während sich der Pseudo-SLC-Modus bei anderen Laufwerken von OCZ immer auf 50% der Kapazität erstreckt, also das maximal Mögliche, wurde der Bereich bei der Trion 100 stark zusammengeschrumpft. Auch das ist wieder ein Tribut an die Produktdifferenzierung, die Trion 100 darf natürlich nicht schneller als die ARC 100 oder noch höher angesiedelte Produkte sein.


asrock-z97-extreme6

Hardware

Software

Anmerkungen

Sofern nicht anders angegeben, werden alle Laufwerke an einem SATA-6 Gb/s-Port des Z97-Chipsatzes getestet. Um zufällige Schwankungen bei den Messungen zu minimieren, wurden im BIOS SpeedStep, sämtliche C-States sowie der Turbo-Modus deaktiviert. Außerdem wurde LPM (Link Power Management) deaktiviert.


Iometer ist ein recht universeller Benchmark, mit dessen Hilfe sich die Rohleistung eines Laufwerks mit nahezu allen erdenklichen Zugriffsmustern untersuchen lässt. In der aktuellen Version ist außerdem die Möglichkeit hinzugekommen, das Datenmuster auszuwählen. Von besonderem Interesse sind hier die Optionen „Repeating bytes“ und „Full random“. Die erste Option erzeugt immer die gleichen Datenmuster, sodass ein Controller diese Daten stark komprimieren kann. Das machen bei weitem nicht alle Controller, manche (z.B. SandForce) besitzen allerdings eine transparente Kompression und erreichen so, stark abhängig vom Datenmuster, eine höhere oder niedrigere Datenübertragungsrate. Die zweite Option erzeugt einen 16 MB großen Puffer mit Daten hoher Entropie, sodass eine Kompression sehr schwer (allerdings nicht komplett unmöglich) wird. Controller, die komprimieren, werden daher mit beiden Datenmustern getestet und die Ergebnisse mit der Einstellung „Full random“ entsprechend gekennzeichnet. Die Standardeinstellung ist „Repeating bytes“, so werden meistens auch die Herstellerangaben ermittelt.

Während die minimale Anfragetiefe (auch Queue Depth, kurz QD) von eins typisch für ein Desktopsystem ist (sie kann auch geringfügig höher sein, befindet sich jedoch meistens deutlich im einstelligen Bereich), zeigt der Test mit QD 32 das Maximum dessen, wozu die SSD imstande ist. Derart hohe Anfragetiefen erreicht man unter normalen Umständen allerdings nur in Mehrbenutzer- bzw. Serverumgebungen.

Der 4K-Test wird über einen Bereich von acht Millionen logischen Sektoren (512 Byte) durchgeführt, der sequenzielle Test findet über die komplette Kapazität des Laufwerks statt.

Iometer

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Um es positiv zu formulieren, kann man sagen, dass die Performance der OCZ Trion 100 ungefähr auf dem Niveau liegt, das man von einem Budget-Laufwerk erwartet. Die OCZ ARC 100 ist als Einsteigerlaufwerk höher angesiedelt und beide Laufwerke trennt auch ein gebührender Abstand, die Produktdifferenzierung funktioniert also. Die schlechte Performance beim sequenziellen Schreiben ergibt sich aus der fehlenden Einschränkung auf einen bestimmten Bereich an Sektoren bei diesem Test. Lässt man den Test auf einem kleinen Bereich (ca. 500 MB) stattfinden, ist die sequenzielle Schreibleistung auf dem erwarteten Niveau. Der Grund dafür ist der sehr kleine Pseudo-SLC-Cache.


Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Es werden komplett inkompressible Daten verwendet, sodass dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario darstellt. Sequenzieller- und 4K-Test finden bei einer Queue Depth von eins statt. Für Desktopsysteme ist auch hier wieder der 4K-Test mit QD 1 am wichtigsten, wohingegen der Test mit QD 64 wieder das Maximum (mit aktiviertem NCQ) zeigt.

AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Hier schneidet die OCZ Trion 100 deutlich besser ab als beim Iometer-Benchmark, was der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass AS SSD den Test in einem 1 GB großen Bereich stattfinden lässt, während wir bei Iometer 4 GB für die 4K-Zugriffe und das komplette Laufwerk für sequenzielle Schreib-/Lesezugriffe verwenden. Der Unterschied zwischen Trion 100 und der ARC 100 ist bei diesem Benchmark deutlich kleiner, wobei die Trion 100 manchmal sogar schneller ist.


Der Kopierbenchmark gibt Aufschluss darüber, wie schnell innerhalb des Laufwerks Daten kopiert werden können. Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Iso

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Programm

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Spiel

MB/s
Mehr ist besser

Das eine Paket an Beispieldaten kopiert die OCZ Trion 100 unerwartet schnell, beim zweiten bildet sie das Schlusslicht, um beim dritten Teil schließlich im Mittelfeld zu landen. Die Performance der OCZ Trion 100 scheint stark davon abhängig zu sein, welche Art von Daten kopiert werden. Möglicherweise kann beim ISO-Profil der Pseudo-SLC-Cache auch noch seine volle Wirkung entfalten, während er beim Programm-Profil nicht mehr ausreicht.


Synthetische Benchmarks geben jeweils nur extreme Anwendungsfälle wieder. Bei der alltäglichen Nutzung eines Systems fallen sehr viele unterschiedliche Zugriffsmuster an, von sehr kleinen Blöcken bis hin zu großen sequenziellen Transfers. Ein Trace-Benchmark gibt genau diese Zugriffsmuster wieder, die zuvor während der Nutzung eines Systems aufgezeichnet wurden. PCMark 8 verwendet die Zugriffsmuster mehrerer Anwendungen, wobei sich auch die jeweils geschriebene bzw. gelesene Datenmenge unterscheidet, wie die folgende Tabelle zeigt. Die Testdaten sind vollständig inkompressibel.

Bestandteile des Storage-Benchmarks
AnwendungsprofilInsgesamt gelesenInsgesamt geschrieben
Adobe Photoshop light 313 MB 2.336 MB
Adobe Photoshop heavy 468 MB 5.640 MB
Adobe Illustrator 373 MB 89 MB
Adobe InDesign 401 MB 624 MB
Adobe After Effects 311 MB 16 MB
Microsoft Word 107 MB 95 MB
Microsoft Excel 73 MB 15 MB
Microsoft PowerPoint 83 MB 21 MB
World of Warcraft 390 MB 5 MB
Battlefield 3 887 MB 28 MB

Als Änderung im Vergleich zu PCMark 7 hat Futuremark die Komprimierung der Leerlaufzeit (idle time compression) entfernt, sodass sich die abgespielten Traces eher wie eine echte Anwendung verhalten. Im Gegensatz zu früher geben wir als Ergebnis dieses Tests nicht mehr die von PCMark berechnete Punktzahl an, sondern die rechnerische Transferrate. Diese berechnet sich aus der Menge an gelesenen und geschriebenen Daten (vgl. Tabelle) dividiert durch die Zeit, die das Laufwerk mit der Abarbeitung von mindestens einer Anfrage beschäftigt war. Eine höhere Transferrate bedeutet also, dass kürzer auf das Laufwerk gewartet werden musste und sich die Reaktionszeit einer Anwendung so auch insgesamt verkürzt.

Futuremark PCMark 8

Storage - Gesamtwertung

MB/s
Mehr ist besser

In diesem für die Alltagsperformance sehr relevanten Benchmark bildet die OCZ Trion 100 eindeutig das Schlusslicht, sie ist gut 20% langsamer als das vorletzte Laufwerk. Doch liegt auch die OCZ ARC 100 hier nur auf dem drittletzten Platz und die Trion 100 sollte nach ihrer Platzierung als Budget-Produkt langsamer sein - das Ergebnis ist also nicht ganz unerwartet. Schließlich soll die OCZ Trion 100 auch keine neuen Performance-Rekorde aufstellen, sondern ein möglichst preisgünstiges Laufwerk sein.

Die folgenden Diagramme zeigen die Transferrate der einzelnen Laufwerke in den jeweiligen Einzeldisziplinen. Die beiden Spieletests bestehen aus dem Login, bei Battlefield 3 aus dem Laden eines Spielstands und schließlich dem Start des Spielens.

Futuremark PCMark 8

Storage - Battlefield 3

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - World of Warcraft

MB/s
Mehr ist besser


Um die Geschwindigkeit der Laufwerke in einem Office-Szenario zu testen, werden Powerpoint, Excel und Word aus Microsofts Office-Suite verwendet. Dabei wird ein Dokument geöffnet, bearbeitet, gespeichert und das Programm wieder geschlossen.

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Powerpoint

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Excel

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Word

MB/s
Mehr ist besser

Während Office-Anwendungen für das Storage-System nicht sehr anspruchsvoll sind, fordern die Anwendungen von Adobe die Laufwerke deutlich mehr. Insbesondere beim "Adobe Photoshop (heavy)"-Test werden sehr viele Daten geschrieben, hier wird eine PSD-Datei geöffnet, bearbeitet und schließlich in verschiedenen Formaten gespeichert.

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe After Effects

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Indesign

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Illustrator

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (heavy)

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (light)

MB/s
Mehr ist besser

Auch in den jeweiligen Einzeldisziplinen gehört die OCZ Trion 100 eindeutig zu den langsamsten Laufwerken.


Der PCMark 8 „Expanded Storage"-Test besteht aus zwei Teilen, dem „Consistency test" und dem „Adaptivity test". Letzterer prüft, wie gut sich ein Storage-System an eine bestimmte Last anpassen kann. Für uns interessanter ist der erste Test, der den Performanceverlust eines Speichersystems messen soll. Bisher haben wir für diesen Zweck eine Kombination von HDTach und Iometer eingesetzt: Zuerst wurde die sequenzielle Performance im Neuzustand gemessen, dann das Laufwerk mit Iometer extrem stark beansprucht und anschließend wieder die Performance gemessen. Die Performance vieler Laufwerke ist dabei nicht selten um 50% und mehr eingebrochen. Dieses Vorgehen erlaubt eine Aussage über den Worst Case.

Das Vorgehen von PCMark 8 ist deutlich näher am Alltag: In der ersten Phase wird das Laufwerk zweimal komplett gefüllt, wobei der zweite Durchlauf sicherstellen soll, dass auch der dem Nutzer nicht zugängliche Speicher gefüllt wird. In der zweiten Phase (Degrade) wird das Laufwerk insgesamt achtmal hintereinander mit zufälligen Schreibzugriffen belastet, wobei der erste Durchgang 10 Minuten dauert und jeder weitere Durchlauf fünf Minuten länger. Nach jedem Durchgang wird die Performance gemessen. In der dritten Phase (Steady state) finden fünf weitere Durchläufe mit jeweils 45 Minuten Schreibdauer statt, auch hier wird die Performance gemessen. In der letzten Phase (Recovery) wird nach einer Leerlaufzeit von fünf Minuten die Performance gemessen. Diese Messung wird inklusive der Leerlaufzeit fünfmal wiederholt und soll dem Laufwerk die Möglichkeit geben, sich zu regenerieren.

Die beiden folgenden Diagramme zeigen, wie lange unterschiedliche Laufwerke in den verschiedenen Phasen durchschnittlich brauchen, um einen Lese- oder Schreibzugriff zu beantworten. Hierbei beschränken wir uns auf den größten Teil des Trace-Benchmarks, nämlich das Profil „Photoshop Heavy", bei welchem 468 MB gelesen und 5640 MB geschrieben werden. Sowohl dieser als auch die vorherigen Tests mit HDTach und Iometer haben ihre Daseinsberechtigung, für den Alltag relevanter sollten allerdings diese Ergebnisse sein.

 de consistency read access 500

 de consistency write access 500

Das nächste Diagramm zeigt wieder die Transferrate, wie wir sie von den beiden vorherigen Seiten kennen. Es werden alle Profile in die Berechnung miteinbezogen.

 de consistency bandwidth 500

Was das Verhalten unter starker Belastung angeht, platziert sich die OCZ Trion 100 im Mittelfeld. Die Samsung 850 EVO und Crucial BX100 reagieren beispielsweise deutlich empfindlicher auf starke Belastung, wohingegen die Samsung 850 PRO und OCZ ARC 100 wesentlich besser abschneiden.


Die Benchmarks auf den letzten Seiten haben gezeigt, was keine Stärke der OCZ Trion 100 ist: Performance. Doch muss man diese Ergebnisse natürlich ins Verhältnis setzen, denn das Produktlineup von OCZ besteht jetzt aus insgesamt fünf SATA-SSDs, die alle unterschiedliche Ansprüche bedienen sollen. Die OCZ Trion 100 ist dabei für den Budgetmarkt gedacht, ist also noch unterhalb des Einsteigerlaufwerks OCZ ARC 100 angesiedelt und soll insbesondere Leute ansprechen, die vorher noch keine SSD hatten und umsteigen möchten. Entprechend wurde der Fokus auf die Lese-Leistung gelegt. Viel schneller als eine Festplatte ist natürlich auch die OCZ Trion 100, denn sie kann als Halbleiterspeicher natürlich weiterhin von enorm kurzen Zugriffszeiten und vergleichsweise hohen Geschwindigkeiten bei zufälligen Zugriffen profitieren.

Die OCZ Trion 100 ist sehr günstig - das merkt man leider auch an der Performance

Die OCZ Trion 100 muss demzufolge hauptsächlich über den Preis punkten. Die UVP ist in der folgenden Tabelle eingetragen, zu Vergleichszwecken haben wir außerdem die OCZ ARC 100 und die Crucial BX100 aufgelistet.

Aktuelle Preise (Auswahl / Stand: 09.07.2015)
 OCZ Trion 100OCZ ARC 100Crucial BX100
120 GB 53,99 Euro (UVP) 61,90 Euro 59,50 Euro
240 GB 84,99 Euro (UVP) 85,75 Euro 83,79 Euro
480 GB 171,99 Euro (UVP) 159,00 Euro 169,90 Euro
960 GB 307,99 Euro (UVP) n. v. 345,00 Euro

Die OCZ ARC 100 und BX100 sind zwar deutlich schneller als die Trion 100, in den meisten Fällen allerdings auch teurer. Nicht vergessen darf man an dieser Stelle, dass es sich bei den Preisen der Trion 100 um die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers handelt, während die Straßenpreise bei entsprechender Verfügbarkeit deutlich darunter liegen werden. In sofern ist tatsächlich davon auszugehen, dass die OCZ Trion 100 eine der günstigsten SSDs werden wird, wenn nicht sogar die günstigste. Insbesondere der Preis des größten Modells ist beachtenswert.

So lautet dann auch unsere Empfehlung: Die Budget-SSD OCZ Trion 100 ist ein Laufwerk für Nutzer, die so günstig wie möglich in die Welt der SSDs einsteigen möchten - unter dieser Prämisse macht man mit der Trion 100 nichts verkehrt. Im Gegensatz zu anderen sehr günstigen SSDs von unbekannten Herstellern, bei denen man keinerlei Aussagen über die Qualität treffen kann, spielt ein Laufwerk von OCZ in einer anderen Klasse, denn die Vergangenheit hat sehr oft gezeigt, dass ein gesicherter Zugriff auf eine eigene Speicherproduktion der Schlüssel für hohe Qualität ist. Positiv zu erwähnen ist an dieser Stelle wieder einmal die Shield-Plus-Garantie zu erwähnen, die No-Name-Anbieter ebenfalls nicht bieten können. Wer nicht auf den letzten Euro achten will oder muss, dürfte mit einem Mainstream-Laufwerk allerdings besser bedient sein, denn dort erhält man für einen angemessenen Aufpreis eine deutlich höhere Performance. 

Positive Aspekte der OCZ Trion 100:

Negative Aspekte der OCZ Trion 100: