Samsung Portable SSD T1 mit USB 3.0 im Test

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teaserInzwischen besitzen die meisten Geräte einen USB 3.0-Anschluss, der mit einer theoretischen Bandbreite von bis zu 500 MB/s geradezu prädestiniert ist, um schnelle externe Speichermedien anzuschließen und so den gerade in mobilen Rechnern möglicherweise knapp bemessenen Speicher komfortabel zu erweitern. Mit der Samsung T1 zieht der südkoreanische Hersteller nun alle Register, denn dank moderner SSD-Technik soll das Laufwerk nicht nur äußerst schnell sein, es soll auch mit kompakten Abmessungen und einem geringen Gewicht punkten. Im Gegensatz zu mechanischen Festplatten ist die Samsung T1 natürlich auch stoßfest – gerade im mobilen Einsatz ein großer Pluspunkt.

Die Basis der Samsung T1 bildet die Technik, die wir bereits aus der Samsung 850 EVO kennen, d.h. 3-Bit (TLC) V-NAND gepaart mit dem hauseigenen Controller von Samsung. Der Begriff V-NAND ist Samsungs Bezeichnung für Speicher mit dreidimensionalem Aufbau, der im Vergleich zu herkömmlichen, planarem, NAND eine wesentlich höhere Datendichte ermöglicht. Anders wäre die sehr kleine Bauform der Samsung T1 wohl auch kaum möglich, das Laufwerk passt problemlos in jede Hosentasche.

Kompakt, leicht, schnell: Die Samsung Portable SSD T1

In das 71 x 53 x 9 mm große Gehäuse packt Samsung bis zu 1 TB Speicherkapazität, neben der von uns getesteten Version mit 500 GB wird auch noch eine Variante mit 250 GB und einem Terabyte angeboten. Für eine SSD-Performance ruft Samsung allerdings auch einen SSD-Preis aus, im Fall der Samsung T1 sogar noch deutlich mehr. Vergleicht man die Preise der Samsung T1 mit 850 EVO, so liegt der Straßenpreis für den mobilen Datenspeicher mindestens 30 % über dem der 850 EVO.

Die technischen Daten tabellarisch zusammengefasst:

Hersteller und
Bezeichnung
Samsung Portable SSD T1 500 GB
Straßenpreis ab 233 Euro
Homepage www.samsung.com
Technische Daten  
Formfaktor Externe SSD (USB 3.0) 
Kapazität (lt. Hersteller) 500 GB
Kapazität (formatiert) 466 GiB
Verfügbare Kapazitäten 250 GB, 500 GB, 1 TB
Controller Samsung MEX/MGX
Chipart Samsung TLC V-NAND
Transferrate (lt. Hersteller) 450 MB/s
   
Herstellergarantie Drei Jahre
Lieferumfang USB 3.0 Kabel (ca. 13 cm)

Wird die 30 Gramm leichte Samsung T1 an einen Rechner angeschlossen, sieht man zuerst nur eine 128 MB große Partition und ein kleines Setup-Tool öffnet sich. Dort lässt sich ein Name für das Laufwerk vergeben sowie optional die Verschlüsselung aktivieren. Ist das Setup abgeschlossen, wird die volle Kapazität der Samsung T1 nutzbar. Die Verschlüsselung ist hardwareseitig in Form des AES 256-Bit Standards implementiert, wobei die Qualität der Implementierung wie immer schwer zu beurteilen ist. Wer seine Daten sicher gespeichert wissen möchte, sollte daher auf anerkannte (Software-)Lösungen setzen.

Die T1 ist so leicht, dass man sie problemlos am Kabel hängen lassen kann

Sollte man das Laufwerk an einen USB-2.0-Port anschließen, warnt Samsung davor, dass das Laufwerk möglicherweise nicht richtig erkannt wird und das Betriebssystem dazu auffordert, das Laufwerk zu formatieren. Das sollte man ablehnen, da ansonsten alle Daten auf dem Laufwerk gelöscht werden.

Screenshot der Verwaltungssoftware für die Portable SSD T1

Als Mindestanforderung für die T1 nennt Samsung Windows 7 sowie Mac OS 10.7 und neuer. Möchte man das Laufwerk sowohl mit Windows als auch mit Mac OS benutzen, sollte man die SSD mit dem exFAT-Dateisystem formatieren, da nur so lesender und schreibender Zugriff unter beiden Betriebssystemen möglich ist. Für maximale Performance unterstützt die Samsung T1 das UASP-Protokoll (USB Attached SCSI Protocol), welches Windows ab Version 8 nativ unterstützt und bei Mac OS seit Version 10.8 an Bord ist. Windows 7 besitzt im Auslieferungszustand keine Unterstützung für UASP, sodass man ggf. auf Treiber von Drittanbietern angewiesen ist. Ohne UASP ist die Samsung T1 zwar voll funktionsfähig, erreicht jedoch nicht ihre volle Leistung.

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Zum Vergleich: Die Samsung SSD 850 EVO erreicht knapp 520 MB/s beim sequenziellen Lesen und rund 500 MB/s beim Schreiben. Nichtsdestotrotz ist die Performance der Samsung T1 für ein externes, via USB angebundenes Speichermedium sehr gut.

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Auch beim Kopieren von Dateien ist die Samsung T1 ziemlich flott unterwegs.

atto

Der ATTO-Benchmark zeigt die Abhängigkeit der Performance von der Blockgröße. Die maximale Performance wird ab einer Blockgröße von 2048K erreicht, darunter wird die Performance mit sinkender Blockgröße sehr schnell schlechter.


Die Samsung Portable SSD T1 ist, bezogen auf die Größe und das Gewicht in Verbindung mit einer Speicherkapazität von bis zu einem Terabyte praktisch konkurrenzlos. Samsung konnte bei der Entwicklung der T1 auf reichlich Wissen aus der SSD-Fertigung zurückgreifen, so ist die technische Basis der T1 die Samsung SSD 850 EVO (Hardwareluxx-Artikel). Es kommt der gleiche Controller zum Einsatz, wobei die hohe Speicherdichte durch Samsungs eigenen dreidimensionalen Flashspeicher ermöglicht wird.

Die Inbetriebnahme gestaltet sich absolut problemlos und performancemäßig gibt es ohnehin nichts auszusetzen. Die optional aktivierbare Verschlüsselung bietet außerdem einen Schutz der Daten vor neugierigen Blicken.

Die Samsung Portable SSD T1 im Größenvergleich mit einer Mignon-Batterie

In unserem Preisvergleich ist die Samsung Portable SSD T1 derzeit mit 142,99 Euro für das kleinste Modell mit 250 GB gelistet, die von uns getestete Variante mit 500 GB ist ab 233,99 Euro verfügbar und das Spitzenmodell mit einem Terabyte wechselt ab 462,99 Euro den Besitzer. Zu allen Attributen, die wir der T1 zugeschrieben haben, kommt damit noch „teuer“ hinzu. Die Samsung SSD 850 EVO mit 500 GB ist beispielsweise schon ab 188,07 Euro lieferbar, damit verlangt Samsung für die T1 einen deutlichen Aufpreis.

Wesentlich günstigere USB-3.0-Sticks sind auch spürbar langsamer, zumal das Angebot ab 256 GB Speicherkapazität sehr überschaubar wird. Wer den derzeit kompaktesten, leichtesten und schnellsten externen Speicher mit bis zu einem Terabyte Kapazität möchte, kommt an der Samsung Portable SSD T1 nicht vorbei.

Positive Aspekte der Samsung Portable SSD T1:

Negative Aspekte der Samsung Portable SSD T1:

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



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Hardware

Software

Anmerkungen

Sofern nicht anders angegeben, werden alle Laufwerke an einem SATA-6 Gb/s-Port des Z97-Chipsatzes getestet. Um zufällige Schwankungen bei den Messungen zu minimieren, wurden im BIOS SpeedStep, sämtliche C-States sowie der Turbo-Modus deaktiviert. Außerdem wurde LPM (Link Power Management) deaktiviert.