OCZ Vector 180 SSD mit 480 GB im Test

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teaserMit der Vector 180 stellt OCZ heute eine neue Reihe an SSDs vor, die vor allem Enthusiasten ansprechen soll. Die Vector 180 ist dabei die erste SATA-SSD aus dem Portfolio von OCZ, die mit einer Kapazität von bis zu 960 GB erhältlich ist, bisher lag das Maximum bei 480 GB. Neben größeren Kapazitäten bietet die Vector 180 auch einen verbesserten Schutz gegen Stromausfälle und soll auch unter starker Last eine gleichbleibende Performance liefern. Wir schauen uns in diesem Test das zweitgrößte Modell mit 480 GB an und sind gespannt, wie das neue High-End-Laufwerk von OCZ gegen das restliche Testfeld besteht.

Seit OCZ von Toshiba übernommen wurde, ist das Konzept klar: SSDs werden mit dem hauseigenen Barefoot-Controller ausgestattet und mit Flash-Speicher von Toshiba bestückt. Dabei kommt in allen aktuellen SSDs von OCZ 19 nm MLC-Flash der zweiten Generation zum Einsatz, kurz „A19 MLC“. Auch der Controller ist überall der gleiche, es handelt sich um den Barefoot-3-Controller, der jedoch je nach Modell unterschiedlich getaktet ist.

Das neue Flaggschiff von OCZ: Die Vector 180

Die Vector 180 ist die erste OCZ-SSD, die zumindest einen teilweisen Schutz gegen Einbruch oder Wegfall der Spannungsversorgung besitzt, ansonsten sind die Unterschiede, auch zum Vorgänger, gering. OCZ verspricht bei der Vector 180 im Garantiefall mit der „ShieldPlus“ genannten Leistung eine schnelle und problemlose Abwicklung, sodass man beispielsweise auch ohne Kaufbeleg und dank Vorabtausch schnell an ein neues Laufwerk kommt.

Die technischen Daten tabellarisch zusammengefasst:

Hersteller und
Bezeichnung
OCZ Vector 180 480 GB
Straßenpreis 299 Euro (UVP)
Homepage de.ocz.com
Technische Daten  
Formfaktor 2,5 Zoll
Kapazität (lt. Hersteller) 480 GB
Kapazität (formatiert) 447 GiB
Verfügbare Kapazitäten 120, 240, 480, 960 GB
Cache 1 GB (DDR3-1600)
Controller Barefoot 3 M00
Chipart MLC (Toshiba 19 nm, 2. Gen.)
Lesen (lt. Hersteller) 550 MB/s
Schreiben (lt. Hersteller) 530 MB/s
   
Herstellergarantie 5 Jahre inkl. Vorabtausch
Lieferumfang 3,5 Zoll Einbaurahmen

Den Markt für SATA-Laufwerke teilt OCZ in vier Bereiche: Das Einstiegssegment soll mit der OCZ ARC 100 bedient werden, der Mainstream-Markt wird mit der OCZ Vertex 460A versorgt. Speziell für Gamer sieht OCZ die Radeon R7 vor, die eigentlich unter dem Label von AMD verkauft wird.

Die Vector 180 im typischen Design von OCZ

Die Bedürfnisse von Enthusiasten soll schließlich die Vector 180 befriedigen, die überall ein bisschen besser ist als die anderen Modellreihen. Wie bereits erwähnt ist die Vector 180 die erste und bisher einzige Modellreihe, die meiner Kapazität von bis zu 960 GB verfügbar ist, bei der ARC, Vertex und Radeon R7 ist bei 480 GB das Maximum erreicht. Auch bei der Performance versucht OCZ die Produkte zu differenzieren, wobei die Vector 180 im Vergleich zur Radeon R7 lediglich bei den zufälligen Schreibzugriffen etwas schneller ist: 95.000 statt 90.000 IOPS sollen es laut Hersteller sein.

Bei der Haltbarkeit fangen die OCZ ARC und Vertex mit einem Schreibvolumen 20 GB pro Tag an, für Consumer-Laufwerke ein absolut ausreichender Wert. Bei der Radeon R7 sind es 30 GB und bei der Vector 180 schließlich 50 GB pro Tag. Sowohl die ARC als auch die Vertex stattet OCZ mit einer dreijährigen Garantie aus, bei den höherwertigen Modellen Radeon R7 und Vector 180 sind es jeweils fünf Jahre.

Die Platine der Vector 180: Controller, Cache und Flash-Speicher

In Sachen Hardware gibt es bei der Vector 180 keine große Überraschung: Sowohl den NAND-Speicher als auch den Controller haben wir schon mehrfach gesehen. Der Barefoot 3 M00 in der Vector 180 kommt auch in der AMD Radeon R7 zum Einsatz, ebenso der 19 nm NAND von Toshiba. Anders als die Radeon R7 besitzt die Vector 180 allerdings eine zumindest rudimentäre Absicherung gegen plötzlichen Verlust der Stromversorgung. Zwar können bei einem unerwarteten Stromausfall nicht alle Nutzerdaten gesichert werden, aber zumindest die Verwaltungsdaten. Damit können im schlimmsten Fall zwar immer noch Daten verloren gehen, die sich gerade im Cache befunden haben, allerdings auch nicht mehr, denn die Verwaltungsdaten werden konsistent gehalten. Damit ist also zumindest ein vollständiger Datenverlust ausgeschlossen.

Auffällig: Der orangene Kondensator schützt die SSD bei Stromausfall

Erfreulicherweise scheint sich OCZ bei der Vector 180 vom sog. Performance-Modus verabschiedet zu haben, den wir bisher auf jeder SSD von OCZ vorgefunden haben. Dabei versucht der Controller, möglichst viel Flashspeicher im Pseudo-SLC-Modus anzusprechen. Das sorgt dafür, dass stets möglichst viele Zellen mit nur einem Bit programmiert werden, was schneller geht, als eine Zelle mit zwei Bits zu programmieren - im Gegenzug müssen die Daten nachträglich umorganisiert werden, damit dem Nutzer tatsächlich die volle Laufwerkskapazität zur Verfügung steht.

vector 180 hdtach

Bei HDTach hat sich dieser Algorithmus geäußert, indem bei ca. 50% der Kapazität die Schreibleistung stark eingebrochen ist. Dieses Verhalten sehen wir bei der Vector 180 nicht mehr, es gibt zwar immer kleine Ausreißer nach unten, die Schreibleistung ist ansonsten aber über die komplette Kapazität  konstant, wie an dem Screenshot oben zu erkennen ist.


asrock-z97-extreme6

Hardware

Software

Anmerkungen

Sofern nicht anders angegeben, werden alle Laufwerke an einem SATA-6 Gb/s-Port des Z97-Chipsatzes getestet. Um zufällige Schwankungen bei den Messungen zu minimieren, wurden im BIOS SpeedStep, sämtliche C-States sowie der Turbo-Modus deaktiviert. Außerdem wurde LPM (Link Power Management) deaktiviert.


Iometer ist ein recht universeller Benchmark, mit dessen Hilfe sich die Rohleistung eines Laufwerks mit nahezu allen erdenklichen Zugriffsmustern untersuchen lässt. In der aktuellen Version ist außerdem die Möglichkeit hinzugekommen, das Datenmuster auszuwählen. Von besonderem Interesse sind hier die Optionen „Repeating bytes“ und „Full random“. Die erste Option erzeugt immer die gleichen Datenmuster, sodass ein Controller diese Daten stark komprimieren kann. Das machen bei weitem nicht alle Controller, manche (z.B. SandForce) besitzen allerdings eine transparente Kompression und erreichen so, stark abhängig vom Datenmuster, eine höhere oder niedrigere Datenübertragungsrate. Die zweite Option erzeugt einen 16 MB großen Puffer mit Daten hoher Entropie, sodass eine Kompression sehr schwer (allerdings nicht komplett unmöglich) wird. Controller, die komprimieren, werden daher mit beiden Datenmustern getestet und die Ergebnisse mit der Einstellung „Full random“ entsprechend gekennzeichnet. Die Standardeinstellung ist „Repeating bytes“, so werden meistens auch die Herstellerangaben ermittelt.

Während die minimale Anfragetiefe (auch Queue Depth, kurz QD) von eins typisch für ein Desktopsystem ist (sie kann auch geringfügig höher sein, befindet sich jedoch meistens deutlich im einstelligen Bereich), zeigt der Test mit QD 32 das Maximum dessen, wozu die SSD imstande ist. Derart hohe Anfragetiefen erreicht man unter normalen Umständen allerdings nur in Mehrbenutzer- bzw. Serverumgebungen.

Der 4K-Test wird über einen Bereich von acht Millionen logischen Sektoren (512 Byte) durchgeführt, der sequenzielle Test findet über die komplette Kapazität des Laufwerks statt.

Iometer

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Abgesehen vom Lesen kleiner Blöcke bei niedriger Anfragetiefe liefert die OCZ Vector 180 hier eine gute Performance.


Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Es werden komplett inkompressible Daten verwendet, sodass dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario darstellt. Sequenzieller- und 4K-Test finden bei einer Queue Depth von eins statt. Für Desktopsysteme ist auch hier wieder der 4K-Test mit QD 1 am wichtigsten, wohingegen der Test mit QD 64 wieder das Maximum (mit aktiviertem NCQ) zeigt.

AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Auch hier liefert die OCZ Vector 180 insgesamt ein solides Ergebnis.


Der Kopierbenchmark gibt Aufschluss darüber, wie schnell innerhalb des Laufwerks Daten kopiert werden können. Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Iso

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Programm

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Spiel

MB/s
Mehr ist besser

Beim Kopierbenchmark finden wir die OCZ Vector 180 im Mittelfeld wieder.


Synthetische Benchmarks geben jeweils nur extreme Anwendungsfälle wieder. Bei der alltäglichen Nutzung eines Systems fallen sehr viele unterschiedliche Zugriffsmuster an, von sehr kleinen Blöcken bis hin zu großen sequenziellen Transfers. Ein Trace-Benchmark gibt genau diese Zugriffsmuster wieder, die zuvor während der Nutzung eines Systems aufgezeichnet wurden. PCMark 8 verwendet die Zugriffsmuster mehrerer Anwendungen, wobei sich auch die jeweils geschriebene bzw. gelesene Datenmenge unterscheidet, wie die folgende Tabelle zeigt. Die Testdaten sind vollständig inkompressibel.

Bestandteile des Storage-Benchmarks
AnwendungsprofilInsgesamt gelesenInsgesamt geschrieben
Adobe Photoshop light 313 MB 2336 MB
Adobe Photoshop heavy 468 MB 5640 MB
Adobe Illustrator 373 MB 89 MB
Adobe InDesign 401 MB 624 MB
Adobe After Effects 311 MB 16 MB
Microsoft Word 107 MB 95 MB
Microsoft Excel 73 MB 15 MB
Microsoft PowerPoint 83 MB 21 MB
World of Warcraft 390 MB 5 MB
Battlefield 3 887 MB 28 MB

Als Änderung im Vergleich zu PCMark 7 hat Futuremark die Komprimierung der Leerlaufzeit (idle time compression) entfernt, sodass sich die abgespielten Traces eher wie eine echte Anwendung verhalten. Im Gegensatz zu früher geben wir als Ergebnis dieses Tests nicht mehr die von PCMark berechnete Punktzahl an, sondern die rechnerische Transferrate. Diese berechnet sich aus der Menge an gelesenen und geschriebenen Daten (vgl. Tabelle) dividiert durch die Zeit, die das Laufwerk mit der Abarbeitung von mindestens einer Anfrage beschäftigt war. Eine höhere Transferrate bedeutet also, dass kürzer auf das Laufwerk gewartet werden musste und sich die Reaktionszeit einer Anwendung so auch insgesamt verkürzt.

Futuremark PCMark 8

Storage - Gesamtwertung

MB/s
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Auch bei der Alltagsleistung landet die OCZ Vector 180 im Mittelfeld. Laufwerke mit PCI-Express-Interface sind natürlich deutlich schneller, aber auch zur schnellsten SATA-SSD, der Samsung 840 Pro, fehlen rund 13%.

Die folgenden Diagramme zeigen die Transferrate der einzelnen Laufwerke in den jeweiligen Einzeldisziplinen. Die beiden Spieletests bestehen aus dem Login, bei Battlefield 3 aus dem Laden eines Spielstands und schließlich dem Start des spielens.

Futuremark PCMark 8

Storage - Battlefield 3

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - World of Warcraft

MB/s
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Um die Geschwindigkeit der Laufwerke in einem Office-Szenario zu testen, werden Powerpoint, Excel und Word aus Microsofts Office-Suite verwendet. Dabei wird ein Dokument geöffnet, bearbeitet, gespeichert und das Programm wieder geschlossen.

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Powerpoint

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Excel

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Word

MB/s
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Während Office-Anwendungen für das Storage-System nicht sehr anspruchsvoll sind, fordern die Anwendungen von Adobe die Laufwerke deutlich mehr. Insbesondere beim "Adobe Photoshop (heavy)"-Test werden sehr viele Daten geschrieben, hier wird eine PSD-Datei geöffnet, bearbeitet und schließlich in verschiedenen Formaten gespeichert.

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe After Effects

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Indesign

MB/s
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Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Illustrator

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (heavy)

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (light)

MB/s
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Interessanterweise schneidet die OCZ Vector 180 beim leichten Photoshop-Profil deutlich schlechter ab als beim schweren. Ansonsten gibt es keine Auffälligkeiten.


Der PCMark 8 „Expanded Storage"-Test besteht aus zwei Teilen, dem „Consistency test" und dem „Adaptivity test". Letzterer prüft, wie gut sich ein Storage-System an eine bestimmte Last anpassen kann. Für uns interessanter ist der erste Test, der den Performanceverlust eines Speichersystems messen soll. Bisher haben wir für diesen Zweck eine Kombination von HDTach und Iometer eingesetzt: Zuerst wurde die sequenzielle Performance im Neuzustand gemessen, dann das Laufwerk mit Iometer extrem stark beansprucht und anschließend wieder die Performance gemessen. Die Performance vieler Laufwerke ist dabei nicht selten um 50% und mehr eingebrochen. Dieses Vorgehen erlaubt eine Aussage über den Worst Case.

Das Vorgehen von PCMark 8 ist deutlich näher am Alltag: In der ersten Phase wird das Laufwerk zweimal komplett gefüllt, wobei der zweite Durchlauf sicherstellen soll, dass auch der dem Nutzer nicht zugängliche Speicher gefüllt wird. In der zweiten Phase (Degrade) wird das Laufwerk insgesamt achtmal hintereinander mit zufälligen Schreibzugriffen belastet, wobei der erste Durchgang 10 Minuten dauert und jeder weitere Durchlauf fünf Minuten länger. Nach jedem Durchgang wird die Performance gemessen. In der dritten Phase (Steady state) finden fünf weitere Durchläufe mit jeweils 45 Minuten Schreibdauer statt, auch hier wird die Performance gemessen. In der letzten Phase (Recovery) wird nach einer Leerlaufzeit von fünf Minuten die Performance gemessen. Diese Messung wird inklusive der Leerlaufzeit fünfmal wiederholt und soll dem Laufwerk die Möglichkeit geben, sich zu regenerieren.

Die beiden folgenden Diagramme zeigen, wie lange unterschiedliche Laufwerke in den verschiedenen Phasen durchschnittlich brauchen, um einen Lese- oder Schreibzugriff zu beantworten. Hierbei beschränken wir uns auf den größten Teil des Trace-Benchmarks, nämlich das Profil „Photoshop Heavy", bei welchem 468 MB gelesen und 5640 MB geschrieben werden. Sowohl dieser als auch die vorherigen Tests mit HDTach und Iometer haben ihre Daseinsberechtigung, für den Alltag relevanter sollten allerdings diese Ergebnisse sein.

 de consistency read access 500

 de consistency write access 500

Das nächste Diagramm zeigt wieder die Transferrate, wie wir sie von den beiden vorherigen Seiten kennen. Es werden alle Profile in die Berechnung miteinbezogen.

 de consistency bandwidth 500

Bei der Langzeitperformance war OCZ schon immer recht gut aufgestellt und die Vector 180 macht hier keine Ausnahme. Nimmt man die PCI-Express-SSD Samsung XP941 raus, belegt die Vector 180 bei der Performance den zweiten Platz hinter der Samsung SSD 850 PRO. Die SanDisk Extreme PRO liefert zwar die konsistentere Leistung, denn die Messpunkte bewegen sich praktisch nicht, allerdings liefert die OCZ Vector 180 trotz höherer Schwankungen insgesamt mehr Leistung.


Die OCZ Vector 180 ist keine Revolution, aber eine konsequente Weiterentwicklung. Eine wichtige Neuerung ist dabei der Stützkondensator, der die Konsistenz der Verwaltungsdaten bei einem unerwarteten Stromausfall sicherstellt und damit einem größeren Datenverlust vorbeugt. Ebenfalls positiv hervorzuheben gilt es die Garantiebedingungen von OCZ: Sollte das Laufwerk defekt sein, bekommt man von OCZ im Vorabtausch ein neues Laufwerk. Dazu benötigt man nicht mal einen Kaufbeleg, die Angabe der Seriennummer reicht. Wir würden uns wünschen, dass andere Hersteller diese sehr kundenfreundliche Garantieabwicklung übernehmen.

Die OCZ Vector 180 liefert ein überzeugendes Gesamtpaket

Bei der Performance liefert die OCZ Vector 180 ein solides Ergebnis. Im Neuzustand mischt sie relativ gut beim restlichen Testfeld mit, wenn auch keine Rekorde aufgestellt werden. Dafür ist die Vector 180 in der Lage, diese Performance auch zu halten, denn die Leistung bricht unter Belastung sehr viel weniger als bei anderen Laufwerken ein. In unserem Belastungstest ist sie nach der Samsung SSD 850 PRO das schnellste SATA-Laufwerk und verspricht somit auch nach langer Nutzungsdauer eine gleichbleibende Performance. 

Letztendlich kommt es natürlich auch auf den Preis an: Von Crucial gibt es derzeit die MX100 mit 512 GB für weniger als 180 Euro (der Nachfolger MX200 ist mit 230 Euro noch deutlich teurer), Samsung bietet die 850 EVO für gut 200 Euro an. Die UVP für die OCZ Vector 180 mit 480 GB liegt derzeit bei 299,99 Euro. Bei entsprechender Verfügbarkeit wird dieser Preis natürlich noch etwas fallen und es wird spannend, wo er sich schließlich einpendelt. Bei einem Straßenpreis von um die 200 Euro könnten wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen, ansonsten bleibt es eine persönliche Entscheidung, ob die Garantieleistungen und die sehr gute Langzeitperformance einen eventuellen Mehrpreis rechtfertigen.

 

Positive Aspekte der OCZ Vector 180:

Negative Aspekte der OCZ Vector 180:

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar