Plextor M6 PRO SSD mit 256 GB im Test

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teaserMit der Plextor M6 PRO schicken wir heute das Flaggschiff des Herstellers durch unseren Benchmark-Parcours. Plextor stattet die M6 PRO wie üblich mit einem Marvell-Controller aus, wobei die Firmware im eigenen Haus entwickelt wird. Gespeichert werden die Daten auf MLC-Flashspeicher von Toshiba, der in der aktuellen 19 nm-Technologie der zweiten Generation gefertigt wird. Des Weiteren hat Plextor noch einen Trumpf in der Hinterhand, nämlich die neu und ebenfalls selbst entwickelte PlexTurbo-Software. Damit soll der Arbeitsspeicher des Rechners in die Cache-Hierarchie mit eingebunden werden und so einen signifikanten Leistungsschub bringen.

Plextor ist ein Hersteller, der sich weitestgehend nicht am Preiskampf im SSD-Markt beteiligt. Stattdessen möchte man mit durchgehend hoher Qualität punkten, ein Image, das Plextor seit der Herstellung hochwertiger optischer Laufwerke anhaftet. Dieses Konzept scheint auch weiterhin aufzugehen. Als Hersteller, der keinen Zugang zu einer eigenen Flashspeicher-Produktion hat, wäre ein Preiskampf mit Herstellern wie Micron/Crucial oder Samsung ohnehin sinnlos, diese würden immer gewinnen, denn selbst produzierten Flashspeicher zu verbauen ist stets günstiger als ihn einkaufen zu müssen.

Die Verpackung der Plextor M6 PRO sticht ins Auge

Mit der Plextor M6 PRO haben wir nun das neue Flaggschiff in der Redaktion, welches wir wie gewohnt testen werden. Dabei möchten wir auch der PlexTurbo Caching-Software auf den Zahn fühlen und feststellen, ob es sich hier nur um einen netten Marketing-Trick handelt oder ein echter Mehrwert geboten wird. Denn während Hersteller in diesem Zusammenhang – wir kennen eine ähnliche Lösung bereits von Samsung, dort heißt sie RAPID – meistens nur mit beeindruckenden Datenraten werben, ist die Frage, ob davon auch etwas im Alltag ankommt. Schließlich liegen bei der alltäglichen Nutzung eines Laufwerks sehr viel komplexere Zugriffsmuster vor.

Die technischen Daten tabellarisch zusammengefasst:

Hersteller und
Bezeichnung
Plextor M6 PRO 256 GB
Straßenpreis ab 135,90 Euro
Homepage www.plextor-digital.com
Technische Daten  
Formfaktor 2,5 Zoll
Kapazität (lt. Hersteller) 256 GB
Kapazität (formatiert) 238 GiB
Verfügbare Kapazitäten 128, 256, 512, 1024 GB
Cache 512MB DDR3 Low-Power
Controller Marvell 88SS9187
Chipart MLC (Toshiba 19 nm / 2. Gen.)
Lesen (lt. Hersteller) 545 MB/s
Schreiben (lt. Hersteller) 490 MB/s
   
Herstellergarantie Fünf Jahre
Lieferumfang 3,5 Zoll Einbaurahmen

Nachdem wir das Gehäuse der Plextor M6 PRO geöffnet haben, können wir sofort alle Komponenten identifizieren. Der Controller stammt von Marvell, es handelt sich um das 9187-Modell. Der gleiche Controller kam auch schon auf der M5 PRO zum Einsatz. Der aktuellste Controller von Marvell ist das inzwischen nicht mehr, auf der Crucial MX100 haben wir bereits den Marvell 9189 gesehen. Der Flash-Speicher stammt – ebenfalls wie bei der M5 PRO – von Toshiba. Im Gegensatz zur M5 kommt jetzt allerdings die zweite Generation des in 19 nm gefertigten MLC-Speichers zum Einsatz. Abgerundet wird die Hardware durch einen 512 MB großen DRAM-Cache von Hynix.

Die Plextor M6 PRO mit auffälliger Farbgebung in Rotgold

Bei der Vorstellung der M6 PRO wurde seitens Plextor besonders auf die neue PlexTurbo-Technik Wert gelegt. Dabei handelt es sich um eine Software-Lösung, die den Arbeitsspeicher des Rechners als Cache für die SSD nutzt und so die Performance erhöhen soll. Besonders kritisch bei jeglicher Art von Cache ist natürlich immer das Verhalten bei einem ungeplanten Stromausfall: Je größer die zwischengespeicherte Datenmenge, desto größer auch der potentielle Schaden.

Wie immer hat man auch bei einem Cache die Qual der Wahl, in diesem Fall zwischen Write-Through und Write-Back. Im ersten Fall wird gleichzeitig in den Cache und auf die SSD geschrieben, die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlusts steigt bei einem Stromausfall nicht an. Dafür wird die Schreibgeschwindigkeit natürlich auch wieder durch die SSD limitiert und man erfährt beim Schreiben keinen Geschwindigkeitszuwachs. Bei einem Write-Back-Cache steigt auch die Geschwindigkeit beim Schreiben, dafür können bei einem Stromausfall alle Daten, die nur im Cache, aber noch nicht auf der SSD liegen, verloren gehen.

Plextor setzt bei der M6 PRO auf Komponenten von Marvell und Toshiba

Plextor redet in Zusammenhang mit PlexTurbo nun von einer sogenannten Write Trough Plus Technology (WTP) – man möchte also die Vorteile aus beiden Welten ohne die Nachteile. Ohne genauere Details zu nennen verspricht Plextor für WTP die gleiche Schreibperformance wie bei einem reinen Write-Through-Cache, gleichzeitig soll aber die Datenintegrität zu einem höheren Grad gewährleistet sein. Aktiviert wird PlexTurbo über die PlexTools mit einem einfachen Klick und einem Neustart des Rechners. Welche Performancesteigerungen durch PlexTurbo im Alltag zu erwarten sind, untersuchen wir auf der nächsten Seite.


Um die Wirksamkeit der PlexTurbo Caching-Software zu untersuchen, haben wir Windows 8.1 direkt auf der Plextor M6 PRO installiert und PlexTurbo mittels des PlexTools-Softwarepakets aktiviert. Da wir die Benchmarks normalerweise mit einem eigenen Systemlaufwerk durchführen, weichen wir hier von unserer normalen Testprozedur ab. In diesem Fall interessiert uns allerdings auch nur der mögliche Performancegewinn durch PlexTurbo, und dieser soll unter einem möglichst realistischen Szenario - eben mit der Plextor M6 als Systemlaufwerk - ermittelt werden. Es gibt eine Einschränkung bei PlexTurbo: Der Storage-Controller muss im AHCI-Modus laufen, im RAID-Modus meldet die PlexTools-Software, dass kein kompatibles Laufwerk gefunden wurde, auch wenn die SSD als Einzellaufwerk betrieben wird und sich nicht in einem RAID-Verbund befindet. 

Wir verzichten an dieser Stelle bewusst auf effekthascherische Benchmarks mit Iometer oder AS SSD Benchmark, denn diese würden zwar extrem hohe Werte liefern, hätten allerdings keinerlei Aussagekraft. Wir würden in diesem Fall einfach eine RAM-Disk testen, die SSD wäre kaum am Test beteiligt. Das entspricht natürlich ganz und gar nicht der Realität. Deswegen beschränken wir uns auf den PCMark 8 Storage-Benchmark, der realistische Alltagsszenarien testet.

Futuremark PCMark 8

Storage - Gesamtwertung

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Battlefield 3

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - World of Warcraft

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Powerpoint

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Excel

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Word

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe After Effects

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Indesign

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Illustrator

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (heavy)

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (light)

MB/s
Mehr ist besser

Das Ergebnis ist so ernüchternd wie eindeutig: PlexTurbo führt zu keinem Performancegewinn, die Plextor M6 PRO hat mit oder ohne PlexTurbo die gleiche Geschwindigkeit. Eine Abweichung von wenigen Promille in der Gesamtwertung geht als Messungenauigkeit durch. Nicht einmal die besonders schreibintensiven Traces wie Photoshop Heavy profitieren vom zusätzlichen RAM-Cache. Selbstverständlich haben wir uns vergewissert, dass PlexTurbo aktiv ist. Wie anfangs erwähnt erreichen wir beim AS SSD Benchmark mehr als 1 GB/s bei den sequenziellen Transferraten, sobald wir den vermeintlichen Turbo aktivieren.

Ein ähnlich schlechtes Zeugnis haben die Kollegen von The Tech Report damals dem RAPID-Modus von Samsung ausgestellt. Tatsächlich wurde sogar eine Verlangsamung festgestellt, insofern schneidet PlexTurbo besser ab, da es die Performance wenigstens nicht verschlechtert.


asrock-z97-extreme6

Hardware

Software

Anmerkungen

Sofern nicht anders angegeben, werden alle Laufwerke an einem SATA-6 Gb/s-Port des Z97-Chipsatzes getestet. Um zufällige Schwankungen bei den Messungen zu minimieren, wurden im BIOS SpeedStep, sämtliche C-States sowie der Turbo-Modus deaktiviert. Außerdem wurde LPM (Link Power Management) deaktiviert.


Iometer ist ein recht universeller Benchmark, mit dessen Hilfe sich die Rohleistung eines Laufwerks mit nahezu allen erdenklichen Zugriffsmustern untersuchen lässt. In der aktuellen Version ist außerdem die Möglichkeit hinzugekommen, das Datenmuster auszuwählen. Von besonderem Interesse sind hier die Optionen „Repeating bytes“ und „Full random“. Die erste Option erzeugt immer die gleichen Datenmuster, sodass ein Controller diese Daten stark komprimieren kann. Das machen bei weitem nicht alle Controller, manche (z.B. SandForce) besitzen allerdings eine transparente Kompression und erreichen so, stark abhängig vom Datenmuster, eine höhere oder niedrigere Datenübertragungsrate. Die zweite Option erzeugt einen 16 MB großen Puffer mit Daten hoher Entropie, sodass eine Kompression sehr schwer (allerdings nicht komplett unmöglich) wird. Controller, die komprimieren, werden daher mit beiden Datenmustern getestet und die Ergebnisse mit der Einstellung „Full random“ entsprechend gekennzeichnet. Die Standardeinstellung ist „Repeating bytes“, so werden meistens auch die Herstellerangaben ermittelt.

Während die minimale Anfragetiefe (auch Queue Depth, kurz QD) von eins typisch für ein Desktopsystem ist (sie kann auch geringfügig höher sein, befindet sich jedoch meistens deutlich im einstelligen Bereich), zeigt der Test mit QD 32 das Maximum dessen, wozu die SSD imstande ist. Derart hohe Anfragetiefen erreicht man unter normalen Umständen allerdings nur in Mehrbenutzer- bzw. Serverumgebungen.

Der 4K-Test wird über einen Bereich von acht Millionen logischen Sektoren (512 Byte) durchgeführt, der sequenzielle Test findet über die komplette Kapazität des Laufwerks statt.

Iometer

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 3)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K lesen (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

4K schreiben (QD 32)

MB/s
Mehr ist besser

Iometer

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
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Iometer

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

Beim Iometer-Benchmark erreicht die Plextor M6 PRO relativ gute Werte. Insbesondere das Lesen von kleinen Blöcken bei niedrigen Anfragetiefen erledigt das Laufwerk angenehm schnell.


Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Es werden komplett inkompressible Daten verwendet, sodass dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario darstellt. Sequenzieller- und 4K-Test finden bei einer Queue Depth von eins statt. Für Desktopsysteme ist auch hier wieder der 4K-Test mit QD 1 am wichtigsten, wohingegen der Test mit QD 64 wieder das Maximum (mit aktiviertem NCQ) zeigt.

AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K lesen (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

4K schreiben (QD 64)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell lesen (QD 1)

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Sequenziell schreiben (QD 1)

MB/s
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Auch beim AS SSD Benchmark liefert die Plextor M6 PRO ein gutes Bild ab.


Der Kopierbenchmark gibt Aufschluss darüber, wie schnell innerhalb des Laufwerks Daten kopiert werden können. Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Iso

MB/s
Mehr ist besser

AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Programm

MB/s
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AS SSD Benchmark

Kopierbenchmark - Spiel

MB/s
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Beim Kopierbenchmark schneidet die Plextor M6 PRO bestenfalls durchschnittlich ab. Allerdings hat auch die M5 PRO hier nicht wirklich geglänzt.


Synthetische Benchmarks geben jeweils nur extreme Anwendungsfälle wieder. Bei der alltäglichen Nutzung eines Systems fallen sehr viele unterschiedliche Zugriffsmuster an, von sehr kleinen Blöcken bis hin zu großen sequenziellen Transfers. Ein Trace-Benchmark gibt genau diese Zugriffsmuster wieder, die zuvor während der Nutzung eines Systems aufgezeichnet wurden. PCMark 8 verwendet die Zugriffsmuster mehrerer Anwendungen, wobei sich auch die jeweils geschriebene bzw. gelesene Datenmenge unterscheidet, wie die folgende Tabelle zeigt. Die Testdaten sind vollständig inkompressibel.

Bestandteile des Storage-Benchmarks
AnwendungsprofilInsgesamt gelesenInsgesamt geschrieben
Adobe Photoshop light 313 MB 2336 MB
Adobe Photoshop heavy 468 MB 5640 MB
Adobe Illustrator 373 MB 89 MB
Adobe InDesign 401 MB 624 MB
Adobe After Effects 311 MB 16 MB
Microsoft Word 107 MB 95 MB
Microsoft Excel 73 MB 15 MB
Microsoft PowerPoint 83 MB 21 MB
World of Warcraft 390 MB 5 MB
Battlefield 3 887 MB 28 MB

Als Änderung im Vergleich zu PCMark 7 hat Futuremark die Komprimierung der Leerlaufzeit (idle time compression) entfernt, sodass sich die abgespielten Traces eher wie eine echte Anwendung verhalten. Im Gegensatz zu früher geben wir als Ergebnis dieses Tests nicht mehr die von PCMark berechnete Punktzahl an, sondern die theoretische Bandbreite. Diese berechnet sich aus der Menge an gelesenen und geschriebenen Daten (vgl. Tabelle) dividiert durch die Zeit, die das Laufwerk mit der Abarbeitung von mindestens einer Anfrage beschäftigt war. Eine höhere Bandbreite bedeutet also, dass kürzer auf das Laufwerk gewartet werden musste und sich die Reaktionszeit einer Anwendung so auch insgesamt verkürzt.

Futuremark PCMark 8

Storage - Gesamtwertung

MB/s
Mehr ist besser

Die Alltagsleistung der Plextor M6 PRO ist vergleichsweise gut. PCI-Express-Laufwerke wie die Samsung XP941 oder Plextor M6e schneiden hier noch einmal wesentlich besser ab.

Die folgenden Diagramme zeigen die Bandbreite der einzelnen Laufwerke in den jeweiligen Einzeldisziplinen. Die beiden Spieletests bestehen aus dem Login, bei Battlefield 3 aus dem Laden eines Spielstands und schließlich dem Start des spielens.

Futuremark PCMark 8

Storage - Battlefield 3

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - World of Warcraft

MB/s
Mehr ist besser


Um die Geschwindigkeit der Laufwerke in einem Office-Szenario zu testen, werden Powerpoint, Excel und Word aus Microsofts Office-Suite verwendet. Dabei wird ein Dokument geöffnet, bearbeitet, gespeichert und das Programm wieder geschlossen.

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Powerpoint

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Excel

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Microsoft Word

MB/s
Mehr ist besser

Während Office-Anwendungen für das Storage-System nicht sehr anspruchsvoll sind, fordern die Anwendungen von Adobe die Laufwerke deutlich mehr. Insbesondere beim "Adobe Photoshop (heavy)"-Test werden sehr viele Daten geschrieben, hier wird eine PSD-Datei geöffnet, bearbeitet und schließlich in verschiedenen Formaten gespeichert.

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe After Effects

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Indesign

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Illustrator

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (heavy)

MB/s
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Storage - Adobe Photoshop (light)

MB/s
Mehr ist besser

Bei den Einzeldisziplinen zeigt die Plextor M6 PRO keine Auffälligkeiten.


Der PCMark 8 „Expanded Storage"-Test besteht aus zwei Teilen, dem „Consistency test" und dem „Adaptivity test". Letzterer prüft, wie gut sich ein Storage-System an eine bestimmte Last anpassen kann. Für uns interessanter ist der erste Test, der den Performanceverlust eines Speichersystems messen soll. Bisher haben wir für diesen Zweck eine Kombination von HDTach und Iometer eingesetzt: Zuerst wurde die sequenzielle Performance im Neuzustand gemessen, dann das Laufwerk mit Iometer extrem stark beansprucht und anschließend wieder die Performance gemessen. Die Performance vieler Laufwerke ist dabei nicht selten um 50% und mehr eingebrochen. Dieses Vorgehen erlaubt eine Aussage über den Worst Case.

Das Vorgehen von PCMark 8 ist deutlich näher am Alltag: In der ersten Phase wird das Laufwerk zweimal komplett gefüllt, wobei der zweite Durchlauf sicherstellen soll, dass auch der dem Nutzer nicht zugängliche Speicher gefüllt wird. In der zweiten Phase (Degrade) wird das Laufwerk insgesamt achtmal hintereinander mit zufälligen Schreibzugriffen belastet, wobei der erste Durchgang 10 Minuten dauert und jeder weitere Durchlauf fünf Minuten länger. Nach jedem Durchgang wird die Performance gemessen. In der dritten Phase (Steady state) finden fünf weitere Durchläufe mit jeweils 45 Minuten Schreibdauer statt, auch hier wird die Performance gemessen. In der letzten Phase (Recovery) wird nach einer Leerlaufzeit von fünf Minuten die Performance gemessen. Diese Messung wird inklusive der Leerlaufzeit fünfmal wiederholt und soll dem Laufwerk die Möglichkeit geben, sich zu regenerieren.

Die beiden folgenden Diagramme zeigen, wie lange unterschiedliche Laufwerke in den verschiedenen Phasen durchschnittlich brauchen, um einen Lese- oder Schreibzugriff zu beantworten. Hierbei beschränken wir uns auf den größten Teil des Trace-Benchmarks, nämlich das Profil „Photoshop Heavy", bei welchem 468 MB gelesen und 5640 MB geschrieben werden. Sowohl dieser als auch die vorherigen Tests mit HDTach und Iometer haben ihre Daseinsberechtigung, für den Alltag relevanter sollten allerdings diese Ergebnisse sein.

de consistency read access-500

de consistency write access-500

Das nächste Diagramm zeigt wieder die Bandbreite, wie wir sie von den beiden vorherigen Seiten kennen. Es werden alle Profile in die Berechnung miteinbezogen.

de consistency bandwidth-500

In jeder Belastungsstufe fällt die vergleichsweise hohe Schreib- und Leselatenz der Plextor M6 PRO auf. Lediglich die Plextor M6e schneidet noch schlechter ab, hat allerdings auch nur 128 GB und ist damit gegenüber einem Laufwerk mit 256 GB benachteiligt, denn PCMark passt die Menge der geschriebenen Daten nicht der Laufwerkskapazität an. Ansonsten ergeben die einzelnen Messpunkte eine gerade Linie, was eigentlich ein gutes Zeichen ist, denn das bedeutet, dass das Laufwerk in jedem Belastungszustand die gleiche Performance liefert. Allerdings ist die Linie insgesamt ungewöhnlich niedrig. Die Plextor M6 PRO und M6e fangen ungefähr gleich an, letztere wird in der Erholungsphase allerdings wieder deutlich schneller, während die M6 PRO auf ihrem (niedrigen) Niveau bleibt.

Die Messpunkte der SanDisk Extreme PRO liegen ebenfalls ungefähr auf einer Linie, allerdings ingesamt deutlich höher. Die Plextor M6 PRO schneidet in diesem Test also nicht besonders gut, sondern eher schlecht ab: Durch das zweimalige vollständige Füllen des Laufwerks wird direkt der Zustand niedriger Performance erreicht und auch in der Erholungsphase nicht mehr verlassen. Wie schnell dieser Punkt im Alltag erreicht wird ist sicher stark unterschiedlich und hängt maßgeblich davon ab, wie das Laufwerk beansprucht wird. Die Plextor M6 PRO sollte, genau wie der Vorgänger M5 PRO, auf keinen Fall ohne TRIM eingesetzt werden.


Mit einem Blick auf die Benchmark-Ergebnisse stellen wir fest, dass die Plextor M6 PRO performancemäßig zu den High-End-Laufwerken gezählt werden kann. Dominiert wird die Rangliste ganz klar durch PCI-Express-Laufwerke, doch diese spielen natürlich in einer anderen Liga als SATA-SSDs. Wer den Vorgänger in Form der M5 PRO besitzt, bekommt keinen Anreiz für ein Upgrade – beide Laufwerke sind praktisch gleichschnell. Der Samsung SSD 850 PRO kommt die Plextor M6 PRO zwar nahe, das Samsung-Laufwerk behält jedoch die Oberhand. Vom Vorgänger übernommen hat die Plextor M6 PRO die unterdurchschnittliche Performance bei starker Belastung. Von einem Einsatz in einer nicht-TRIM-fähigen Umgebung ist daher dringend abzuraten.

Was die Versorgung mit Flashspeicher angeht, ist Plextor als Drittanbieter abhängig von anderen Herstellern. Man verspricht jedoch ausschließlich auf 19 nm MLC-Speicher von Toshiba zu setzen. Während andere Hersteller schon dabei „erwischt" wurden, nachträglich den Speichertyp zu ändern, hat sich Plextor in dieser Hinsicht noch nichts zu Schulden kommen lassen. Auch sonst hat es in der Vergangenheit mit Plextor-Laufwerken praktisch keine Probleme gegeben, die eigene Firmware-Entwicklung scheint sich zu lohnen.

Die Plextor M6 PRO: Gut, aber teuer.

Doch selbstverständlich bezahlt man für all das auch einen entsprechenden Preis: Die von uns getestete Version mit 256 GB ist erst ab 135 Euro zu bekommen. Die aktuelle Preis-Leistungs-Referenz Crucial MX100 kostet knapp 90 Euro und ist damit deutlich günstiger, kommt allerdings auch mit zwei Jahren weniger Garantie. Die Samsung 850 PRO ist mit mindestens 152 Euro noch einmal deutlich teurer, kommt wiederum mit zehn Jahren Garantie und dem momentan am weitesten entwickelten Flash-Speicher in Form von 3D V-NAND. Als weitere mögliche Alternative bliebe noch die OCZ ARC 100, die zur Zeit mit 110 Euro spürbar günstiger ist, wie die Crucial MX100 allerdings nur mit drei Jahren Garantie kommt – dafür beinhaltet die „Shield Plus"-Garantie von OCZ einen Vorabtausch und die Versandkostenübernahme durch OCZ.

Die PlexTurbo Caching-Software können wir leider nicht als zusätzliches Kaufargument durchgehen lassen, da sie nach unseren Tests im Alltag keinen spürbaren Vorteil bringt. Zwar lassen sich bei einfachen Benchmarks sequenzielle Transferraten messen, die selbst PCI-Express-SSDs nicht erreichen, doch scheint die Caching-Software vor den weit komplexeren Zugriffsmustern, die im Alltag auftreten, zu kapitulieren. Allerdings bietet hier noch kein Hersteller eine überzeugende Lösung an und es besteht die Möglichkeit, dass wir unser Urteil mit zukünftigen Versionen der Software revidieren müssen.

Zusammengefasst ist die Plextor M6 PRO ein schnelles und hochwertiges Laufwerk. Leider leidet das Laufwerk unter dem gleichen Problem wie alle Laufwerke von Herstellern, die keine eigene Fertigung für Flashspeicher besitzen – nämlich einem hohen Preis.

Positive Aspekte der Plextor M6 PRO:

Negative Aspekte der Plextor M6 PRO:

Preise und Verfügbarkeit
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