14 Notebook-HDDs im Test

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palit-680-logoWer unmittelbar vor der Kaufentscheidung einer Notebook-HDD steht, wird festgestellt haben, dass die Vielfalt an Modellen die schnelle Auswahl nicht sonderlich einfach gestaltet. Neben Kriterien wie verfügbarer Menge des Speicherplatzes, Geschwindigkeit bei Datentransfers, Kaufpreis oder der Bauhöhe der HDD gesellt sich durch die Hybrid-Kategorie (SSHDs) ein weiteres Merkmal hinzu. Um einen guten Überblick über die momentane Marktsituation zu erhalten, haben wir insgesamt 14 Probanden im 2,5-Zoll-Format mit unterschiedlichen Ausprägungen gegeneinander antreten lassen. Mit dabei sind mehrere Exemplare der großen vier Hersteller (HGST, Seagate, Toshiba und Western Digital). Das Teilnehmerfeld rangiert beim Speicherplatz von 500 Gigabyte bis hin zu massiven 2 Terabyte, wir haben HDDs und SSHDs mit im Programm und die Bauhöhe variiert von schlanken 7 bis ausladenden 15 mm. Auf den nächsten Seiten finden sich neben den technischen Details der Probanden natürlich auch ein Performance-Check.

Während wir bei den 3,5-Zoll-Modellen mehrere Roundups gestaffelt nach Speicherplatz erstellt haben, erschien uns diese Vorgehensweise für die Notebook-Fraktion nicht geeignet. Der angebotene Speicherplatz ist bei den mobilen Boliden zwar auch ein Kriterium, in vielerlei Hinsicht jedoch nicht das Hauptargument. Vielmehr zählen hier Lautstärke, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung zu den gängigen Auswahloptionen. Wir haben daher bewusst ein großes Sammel-Roundup erstellt, welches alle Probanden gegenüberstellt, wohl wissenend, dass einige Vergleiche dabei eher unpassend sein können bzw. bei den Herstellern als Betriebsszenario gar nicht im Fokus standen.

Sämtliche Probanden haben wir in den folgenden vier Tabellen mit ihren technischen Eckdaten zusammengefasst:

Hersteller HGST HGST HGST Seagate
Modellreihe Travelstar 5K1500 Travelstar 7K1000 Travelstar Z7K500 Laptop SSHD
Modellbezeichnung HTS541515A9E630 HTS721010A9E630 HTS725050A7E630 ST1000LM014
Bezugsquelle Hersteller Hersteller Hersteller Hersteller
Straßenpreis ab 93€ (7 ct/GiB) ab 75€ (8 ct/GiB) ab 50€ (10 ct/GiB) ab 92€ (10 ct/GiB)
Homepage hgst.com hgst.com hgst.com seagate.com
Technische Daten        
Firmware A500 A3B0 A3A0 SM11
Formfaktor 2,5 Zoll (9,5mm) 2,5 Zoll (9,5mm) 2,5 Zoll (7mm) 2,5 Zoll (9,5mm)
Gewicht 118 g 115 g 95 g 100 g
Kapazität (lt. Hersteller) 1500 GB (3 Platter) 1000 GB (2 Platter) 500 GB (1 Platter) 1000 GB (2 Platter)
Kapazität (formatiert) 1396 GiB 931 GiB 465 GiB 931 GiB
Schnittstelle SATA 6 Gbit/s SATA 6 Gbit/s SATA 6 Gbit/s SATA 6 Gbit/s
Sektorgröße 4096 Byte (512e) 4096 Byte (512e) 4096 Byte (512e) 4096 Byte (512e)
Cache 32 MB 32 MB 32 MB 64 MB
Umdrehungsgeschwindigkeit 5400 U/m 7200 U/m 7200 U/m 5400 U/m
         
Herstellergarantie 3 Jahre 3 Jahre 2 Jahre 3 Jahre

 

Hersteller Seagate Seagate Toshiba Toshiba
Modellreihe Laptop Thin SSHD Momentus XT MQ01ABB200 MQ01ABFxxx
Modellbezeichnung ST500LM000 ST750LX003 MQ01ABB200 MQ01ABF050
Bezugsquelle Hersteller Hersteller Hersteller Hersteller
Straßenpreis ab 63€ (13 ct/GiB) ab 212€ (30 ct/GiB) ab 160€ (9 ct/GiB) ab 45€ (9 ct/GiB)
Homepage seagate.com seagate.com toshiba.com toshiba.com
Technische Daten        
Firmware SM11 SM12 0U 1A
Formfaktor 2,5 Zoll (7mm) 2,5 Zoll (9,5mm) 2,5 Zoll (15mm) 2,5 Zoll (7mm)
Gewicht 100 g 100 g 180 g 92 g
Kapazität (lt. Hersteller) 500 GB (1 Platter) 750 GB (2 Platter) 2000 GB (4 Platter) 500 GB (1 Platter)
Kapazität (formatiert) 465 GiB 697 GiB 1862 GiB 465 GiB
Schnittstelle SATA 6 Gbit/s SATA 6 Gbit/s SATA 3 Gbit/s SATA 6 Gbit/s
Sektorgröße 4096 Byte (512e) 4096 Byte (512e) 4096 Byte (512e) 4096 Byte (512e)
Cache 64 MB 32 MB 8 MB 8 MB
Umdrehungsgeschwindigkeit 5400 U/m 7200 U/m 5400 U/m 5400 U/m
         
Herstellergarantie 3 Jahre 3 Jahre 2 Jahre 3 Jahre

 

Hersteller Toshiba Western Digital Western Digital Western Digital
Modellreihe MQ01ABFxxxH Black Blue Blue Slim
Modellbezeichnung MQ01ABF050H WD7500BPKX WD10JPVX WD10SPCX
Bezugsquelle Hersteller Hersteller Hersteller Hersteller
Straßenpreis ab 72€ (15 ct/GiB) ab 66€ (9 ct/GiB) ab 67€ (7 ct/GiB) ab 67€ (7 ct/GiB)
Homepage toshiba.com wdc.com wdc.com wdc.com
Technische Daten        
Firmware 2A A01 A01 A01
Formfaktor 2,5 Zoll (7mm) 2,5 Zoll (9,5mm) 2,5 Zoll (9,5mm) 2,5 Zoll (7mm)
Gewicht 92 g 115 g 120 g 90 g
Kapazität (lt. Hersteller) 500 GB (1 Platter) 750 GB (2 Platter) 1000 GB (2 Platter) 1000 GB (2 Platter)
Kapazität (formatiert) 465 GiB 697 GiB 931 GiB 931 GiB
Schnittstelle SATA 6 Gbit/s SATA 6 Gbit/s SATA 6 Gbit/s SATA 6 Gbit/s
Sektorgröße 4096 Byte (512e) 4096 Byte (512e) 4096 Byte (512e) 4096 Byte (512e)
Cache 32 MB 16 MB 8 MB 16 MB
Umdrehungsgeschwindigkeit 5400 U/m 7200 U/m 5400 U/m 5400 U/m
         
Herstellergarantie 3 Jahre 5 Jahre 2 Jahre 2 Jahre

 

Hersteller Western Digital Western Digital
Modellreihe Green Red
Modellbezeichnung WD20NPVT WD10JFCX
Bezugsquelle Hersteller Hersteller
Straßenpreis ab 146€ (7 ct/GiB) ab 64€ (6 ct/GiB)
Homepage wdc.com wdc.com
Technische Daten    
Firmware A01 A01
Formfaktor 2,5 Zoll (15mm) 2,5 Zoll (9,5mm)
Gewicht 180 g 115 g
Kapazität (lt. Hersteller) 2000 GB (4 Platter) 1000 GB (2 Platter)
Kapazität (formatiert) 1862 GiB 931 GiB
Schnittstelle SATA 3 Gbit/s SATA 6 Gbit/s
Sektorgröße 4096 Byte (512e) 4096 Byte (512e)
Cache 8 MB 16 MB
Umdrehungsgeschwindigkeit 5400 U/m 5400 U/m
     
Herstellergarantie 2 Jahre 3 Jahre

Auf den folgenden Seiten wird jedes der Laufwerke mit seiner Ausstattung und Besonderheiten vorgestellt, ebenso wie wir vorgreifend auf die Benchmarks eine kurze Aussage zur Performance bzw. dem spezifischen Abschneiden des jeweiligen Exemplars treffen.

 


Den Anfang des Roundups macht die HTS541515A9E630 aus der Reihe "Travelstar 5K1500" von HGST. Sie bringt dem Käufer eine Kapazität von 1,5 Terabyte im traditionellen 2,5-Zoll-Format mit 9,5-mm-Bauhöhe. Im Inneren arbeiten insgesamt drei Magnetscheiben, die sich mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 5400 Touren pro Minute drehen. Traditionell veröffentlich HGST seine Mobil-Festplatten unter der "Travelstar"-Reihe, wobei im Namen bereits Umdrehungszahl (5K/7K) bzw. die Kapazität zu erkennen ist.

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Als Transferschnittstelle kommt wie gewohnt SATA mit 6 Gbit/s zum Einsatz, während dem Laufwerk ein Zwischenspeicher von 32 Megabyte zur Verfügung steht. Neben der hier vorgestellten "Normalausführung" gibt es zwei weitere Modelle: einmal mit Bulk Data Encryption und einmal mit "Enhanced Availability"-Zertifizierung (= 24x7 Betrieb). Die physische Sektorgröße liegt bei 4096 Byte (4K), wird aber auf 512 per Controller emuliert (512e). Auf die HTS541515A9E630 gewährt HGST drei Jahre Garantie.

Die Performance der Travelstar liegt auf einem Niveau mit den vergleichbaren Laufwerken MQ01ABB200 von Toshiba und Western Digitals WD20NPVT. Während die 5K1500 bei den PCMark-Suites deutlich Boden gut machen kann, verliert sie bei den Datenraten und Zugriffszeit gegenüber der MQ01ABB200 leicht den Anschluss.

 


Ebenfalls aus HGSTs Travelstar-Serie entstammt die 7K1000, hier vertreten durch die HTS721010A9E630. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um ein Exemplar mit einer Kapazität von einem Terabyte. Den Speicherplatz bringt die HDD in Form von zwei Magnetscheiben zum Käufer, die mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 7200 rpm ihren Dienst verrichten. Für den Notebook-Bereich gehören die schneller rotierenden Modelle eher zu den Exoten, da deren erhöhte Performance zulasten von Stromverbrauch und Geräuschkulisse geht. Der interne Cache ist wie bei der 5K1500 auf 32 MB ausgelegt. Hinsichtlich Geschwindigkeit des SATA-Interfaces und der physischen/emulierten Sektorgröße gibt es keine Unterschiede. Käufer der HTS721010A9E630 erhalten einen dreijährigen Garantiezeitraum.

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Dank der hohen Umdrehungsgeschwindigkeit kann die HTS721010A9E630 sich den ersten Platz beim Random Access sichern. Bei den sequentiellen Schreib- und Leseraten liefert sie sich ein Kopf-An-Kopf-Rennen mit der WD7500BPKX. Auch in den weiteren Benchmarks geben sich die beiden 7200-rpm-Boliden nicht viel. Aufgrund der niedrigeren Werte beim Stromverbrauch, Temperatur und Geräuschentwicklung schlägt sich HGSTs 7K1000 aber etwas besser.

 


Der dritte Proband aus dem Hause HGST ist die HTS725050A7E630 aus der extra dünnen Z-Reihe Z7K500. Exemplare dieser Modellreihe besitzen die normalen Maße hinsichtlich Länge und Breite, allerdings eine reduzierte Bauhöhe von nur 7 mm. Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass die 500 GB Speicherplatz über eine einzige Scheibe realisiert werden. Kombiniert mit der Umdrehungsgeschwindigkeit von 7200 rpm dürfte diese HDD damit zu den performanteren Exemplaren gehören.

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Die SATA-Schnittstelle ist wie gehabt auf 6 Gbit/s festgezurrt und der Laufwerks-interne Cache beträgt 32 MB. Intern nutzt die HTS725050A7E630 4k Sektoren, die automatisch auf 512 emuliert werden. Wie auch bei der normalen Travelstar-Serie gibt es zusätzliche Exemplare mit Bulk Data Encryption und Enhanced Availability. Der Garantiezeitraum für HTS725050A7E630-Exemplare liegt bei zwei Jahren.

Entgegen unserer Erwartungen liegt die Z7K500 nur minimal oberhalb des Performance-Niveaus der übrigen 5400-rpm-HDDs. Den Anschluss an die beiden deutlich schnelleren 7200-rpm-Laufwerke verliert sie jedoch in den meisten Fällen. Obwohl die Ausrichtung eher auf mobile Zwecke (ultraflache externe Datenträger o.ä.) abzielt, hätten wir aufgrund des 1-Platter-Designs und der hohen Umdrehungsgeschwindigkeit mehr von der Z7K500 erwartet.

 


Aus Seagates neuer "Laptop SSHD"-Serie haben wir uns die ST1000LM014 kommen lassen. Unter dem Kürzel SSHD firmieren die Hersteller nun die ehemals als Hybrid-HDDs bekannten Laufwerken mit zusätzlichem Flash-Speicher. In der Vergangenheit hatte Seagate hier die Momentus XT im Portfolio, die wir ebenfalls zum Vergleich (dazu später mehr) aufgenommen haben. Ziel dieser SSHD-Synthese ist die Vorteile beider Welten zu vereinigen: Auf der einen Seite eine hohe Kapazität durch Magnetschreiben und auf der anderen Seite die schnellen Zugriffe durch den SSD-Bereich.

Der Kern von Seagates SSHD besteht in der "Adaptive Memory Technology". Dabei handelt es sich um einen Algorithmus, welcher die Datennutzung analysiert und häufig verwendete Informationen auf dem SSD-Bereich speichert. Ein ähnliches Verfahren kam bereits in der Momentus XT zum Einsatz, dort war es allerdings nur möglich, den Flash-Speicher lesend zu verwenden. Bei den neuen Laptop und Laptop Thin SSHDs kann nun auch direkt auf den NAND-Bereich geschrieben werden. Eher ungewöhnlich ist der große DRAM-Cache der ST1000ML014, der bei 64 MB liegt. Die SSHD besitzt eine Kapazität von einem Terabyte, bereitgestellt durch zwei Platter. Zusätzlich wurde ein SSD-Bereich auf Basis von MLC-Chips von insgesamt 8 GB verbaut. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Magnetscheiben liegt bei 5400 rpm und es werden 4k-Sektoren eingesetzt. Seagate gewährt auf die neuen SSHD-Boliden einen Garantiezeitraum von drei Jahren.

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Die versprochene SSD-ähnliche Leistung bringt die ST1000LM014 mit etwas "Anlernen" auch unmittelbar aufs Parkett: Die Random Access Time betrug im ersten Durchlauf 19,8 ms, in Folge-Tests lag sie dann bei 0,3 ms. Ähnliche Sprünge waren auch bei PCMark Vantage messbar: hier ging es von 5866 Punkte im Erstlauf auf 14825 Punkte im Zweiten und schließlich bis zu 17318 Punkte im dritten Lauf. PCMark 7 hingegen zeigte sich renitent gegenüber SSHDs, hier war zwischen den einzelnen Durchläufen keine signifikante Steigerung ersichtlich.

 


Mit der ST500LM000 präsentieren wir den zweiten Seagate-Probanden, diesmal aus der Schwester-Serie "Laptop Thin SSHD". Wie die Namensgebung bereits nahelegt, handelt es sich hier um sehr flache Exemplare. Die Bauhöhe der Serie wurde auf 7 mm reduziert, wobei die Kapazität ebenfalls gesenkt wurde: auf 500 GB. Dafür wird nur eine Magnetscheibe eingesetzt, was zu weniger Wärme- und Geräuschentwicklung führt. Der Flash-Bereich ist identisch dimensioniert und beträgt 8 GB, bereitgestellt von MLC-Chips. Hinsichtlich technischer Ausstattung gibt es zwischen Laptop und Laptop Thin keine Unterschiede, weshalb wir hier auf die Wiederholung der Daten verzichten. Wie bei der Laptop SSHD gewährt Seagate auch hier 3 Jahre Garantie.

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Vergleicht man ST1000LM014 und ST500LM000 in ihren Benchmark-Resultaten, so fallen die meisten Ergebnisse zugunsten der ST1000LM014 aus. Allerdings sei dazu gesagt, dass die Differenzen wirklich marginal sind. Lediglich beim Boot-Vorgang ergab sich ein deutlicher Vorteil der ST1000LM014 um fast sechs Sekunden, dafür lag die ST500LM000 bei der minimalen Leserate um knapp sieben MB/s besser. Obwohl die ST500LM000 eine Magnetscheibe weniger besitzt, sorgt die reduzierte Bauhöhe für eine erhöhte Erwärmung, sodass sie rund 2 °C wärmer wird, als die ST1000LM014.


Als dritten Seagate-Vertreter haben wir uns die ehemalige SSHD-Serie Momentus XT angeschaut. Laufwerke der Serie sind bereits seit geraumer Zeit erhältlich, aber der Vollständigkeit halber wollten wir auf die ST750LX003 nicht verzichten. Entgegen der neuen SSHD-Generation arbeitet die Momentus XT noch mit 8 GB SLC-Chips und die Platter rotieren mit 7200 rpm. Die Erkennung, welche Daten in den Flash-Bereich wandern läuft komplett automatisiert und im Hintergrund, es ist keinerlei Treiber oder Nutzereingriff nötig. Die Kapazität von 750 GB stellt die ST750LX003 über zwei Platter bereit. Der interne Zwischenspeicher liegt bei 32 MB. Seagate gewährt einen Garantiezeitraum von 3 Jahren, ansonsten besitzt das Laufwerk die von Desktop-HDDs bekannten Zuverlässigkeitswerte (Load/Unload-Zyklen von 600.000, non-recoverable read error rate von 1 pro 10^14 Bit).

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Im direkten Performance-Vergleich der Momentus XT mit den Nachfolger-Laufwerken der neuen Laptop SSHD-Serien zeigt sich, dass Seagate am Adaptive Memory-Verfahren (Erkennungs-Algorithmus zur Performance-Steuerung) deutliche Verbesserungen vorgenommen hat. Zwischen Erst- und Zweitlauf von PCMark Vantage schafft die Momentus XT lediglich eine Steigerung um ca. 3700 Punkte, während die beiden neun Laptop-SSHDs bereits 9000 Punkte mehr abliefern. In der Gesamt- und Secondary-Storage-Wertung von PCMark 7 liegt der Momentus-Bolide dann wieder knapp vorn.


Nachdem wir uns die Probanden von HGST und Seagate angeschaut haben, kommen wir nun zum dritten Hersteller: Toshiba. Von der PR-Agentur konnten wir ebenfalls drei Laufwerke unterschiedlicher Ausprägung ergattern, wobei wir mit der MQ01ABB200 beginnen möchten. Die mobile 2,5-Zoll-Platte ist mit einer Kapazität von 2 Terabyte ausgestattet, was sich natürlich in der angehobenen Bauhöhe niederschlägt. Anstelle des 9-mm-Standardformats misst die MQ01ABB200 satte 15 mm. Die verbauten vier Magnetscheiben rotieren mit 5400 Touren pro Minute. Erstaunlich ist, dass die HDD einen vergleichsweise winzigen Cache von lediglich 8 Megabyte besitzt. Dies ist für uns ein erstes Indiz, dass das Laufwerk fast ausschließlich für die Verwendung in externen Datenträgern gedacht ist, wo hauptsächlich sequentielles Lesen/Schreiben wichtig ist und ein kleinerer Cache dort verschmerzbar ist. Das SATA-Interface ist mit 3 Gbit/s ebenfalls nicht ganz up-tp-date. Als Besonderheit besitzt die MQ01ABB200 allerdings einen Schock-Sensor. Ab Werk bietet Toshiba eine Garantiezeit von zwei Jahren.

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Passend zur niedrigeren Umdrehungsgeschwindigkeit liegt die MQ01ABB200 bei der gemessenen Random Access Time zwischen 17 und 18 ms. Bei den Durchsatzraten waren ebenfalls keine Quantensprünge zu erwarten, die Ergebnisse liegen mit 56 – 91,6 MB/s (Lesen) und 54 – 88 MB/s (Schreiben) im Mittelfeld, ebenso wie die Platzierung in den PCMark Suites. Die Resultate passen zur Ausrichtung, denn der Fokus liegt hier klar auf Kapazität und nicht auf Performance. Als Datenhalde eignet sich die MQ01ABB200 damit hervorragend, als Systemlaufwerk oder Ablageort für Spieldateien ist sie aber denkbar ungeeignet.


Das nächste Modell von Toshiba ist die MQ01ABF050 aus der MQ01ABFxxx-Serie. Ausgestattet mit einer Datenscheibe bringt die HDD dem Käufer eine Speicherkapazität von 500 GB. Die Umdrehungsgeschwindigkeit von 5400 Touren pro Minute lässt bei der Performance keine Quantensprünge erwarten, ebenso wie der Cache von 8 Megabyte in unseren Augen etwas gering ausgelegt wurde. Passend zur geringen Kapazität und der Verwendung des 1-Platter-Designs kann Toshiba dafür die Höhe der MQ01ABF050 auf 7 mm beschränken. Die physische Sektorgröße liegt bei 4k, die nach draußen aber als 512 Byte emuliert werden. Das SATA-Interface ist mit 6 Gbit/s auf dem neusten Stand der Technik. Der Garantiezeitraum beträgt zwei Jahre.

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Die MQ01ABF050 ist ein solides Laufwerk, welches im Rahmen der technischen Eckdaten eine durchschnittliche Performance abliefert. Die Ergebnisse liegen im unteren Mittelfeld, wobei oftmals nur Wenig zum Anschluss an die Konkurrenz fehlt. Unter PCMark 7 und Vantage belegt sie leider den letzten Platz, während sie bei den HDTune-Tests etwas besser abschneidet. Durch die niedrige Bauhöhe eignet sich die HDD damit hauptsächlich für sehr flache externe Datenträger oder ultra kompakte Sub/netbooks.


Als drittes Laufwerk von Toshiba wurde uns die MQ01ABF050H aus der MQ01ABFxxxH-Reihe zur Verfügung gestellt. Neben der Kapazität von 500 GB (über eine einzige Magnetscheibe) stehen weitere 8 GB an NAND-Flash zur Verfügung, die von der SSHD automatisch zur schnellen Datenbereitstellung herangezogen werden. Da nur eine Magnetscheibe verwendet wird, kann die Toshiba die Bauhöhe problemlos auf 7 mm reduzieren. Die Umdrehungsgeschwindigkeit beträgt moderate 5400 rpm und der Cache ist mit 32 MB ebenfalls wie das SATA-Interface (6 Gbit/s) im Normalbereich dimensioniert. Die Garantiezeit der MQ01ABF050H liegt bei drei Jahren, wie für alle *ABFH-Modelle.

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In den einzelnen Test-Disziplinen zeigte die MQ01ABF050H gute Ergebnisse. Es bleibt dabei festzuhalten, dass die Güte der Erkennungs-Algorithmen für die Flash-Nutzung zwischen den Herstellern deutlich variiert: Während die beiden SSHDs von Seagate im Vantage-Erstlauf bereits deutlich mehr Punkte einfahren konnten (Seagate: 5866/5657 zu Toshiba: 3397), war auch im zweiten Lauf für Seagate mehr (Seagate: 14825/14494 zu Toshiba: 8715) möglich. Nach dem dritten Lauf waren alle drei Probanden jedoch fast auf einem Level (Seagate: 17318/17295 zu Toshiba: 17877). Bei den IOPS unter HDTune hatte die MQ01ABF050H dann deutlich die Nase vorn, ebenso wie der Gesamtwert und Einzeldisziplinen bei PCMark 7 höher lagen.


Aus der Palette von Western Digital haben wir ebenfalls einige Notebook-Festplatten erhalten können, die wir uns auf den folgenden Seiten anschauen. Den Anfang macht die Performance-orientierte WD7500BPKX aus der Black-Serie des Herstellers. Unser Modell hat schon mit dem schnellen SATA-Interface mit 6 Gbit/s ausgestattet, ältere Exemplare mit der BPKT-Bezeichnung bieten nur 3 Gbit/s. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der beiden Magnetscheiben liegt bei allen HDDs der Black-Serie bei flotten 7200 rpm, wobei der Cache mit 16 MB eher moderat gewählt wurde. Western Digital gewährt den Käufern einen sehr langen Garantiezeitraum von fünf Jahren.

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Das Performance-Versprechen von Western Digital kann die WD7500BPKX problemlos erfüllen, denn in den Benchmarks liegt sie deutlich vor den restlichen Boliden (mit Ausnahme der SSHDs) und muss sich die Spitzenplatzierungen nur manchmals mit HGSTs Travelstar teilen. Dafür ist sie aber auch Spitzenreiter bei der Leistungsaufnahme (unter Last) sowie der Geräuschentwicklung: Während der Benchmark-Durchläufe war durchweg ein deutlich wahrnehmbares Betriebsrauschen zu vernehmen. Die Temperatur bliebt jedoch im Rahmen, andere Laufwerke wurden wärmer.


Als zweites WD-Laufwerke sehen wir uns die WD10JPVX als ersten Vertreter der Blue-Serie an. Analog zur Black-Modellreihe gibt es unterschiedliche Versionen, die über das verwendete SATA-Interface Auskunft geben: die CX/VX-Kennungen haben 6 Gbit/s, die VT-Versionen nur 3 Gbit/s. Der Cache aller Exemplare beträgt 8 MB, bis auf WD10SPCX und WD7500LPCX welche 16 MB besitzen. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Platter ist dann wieder überall gleich und liegt bei 5400 Touren pro Minute. Western Digital gewährt für Exemplare seiner Blue-Reihe zwei Jahre Garantie.

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Die WD10JPVX ist ein Allrounder, der nicht großartig aus dem Rahmen fällt. Die Ergebnisse liegen im Durchschnitt des Teilnehmerfeldes, wobei keine positiven oder negativen Akzente gesetzt werden. Als Käufer erhält man eine gute HDD für vielfältige Einsatzzwecke zu einem fairen Preis, nicht mehr und nicht weniger. Der niedrige Cache prädestiniert sie jedoch für den Einsatz in externen Gehäusen, denn sobald vielfältige Datenanfragen an die HDD gehen, dürfte es schnell knapp werden und die Performance leidet.


Der zweite Vertreter der Blue-Serie ist die WD10SPCX. Hierbei handelt es sich um die "Thin"-Ausprägung, deren Bauhöhe lediglich 7 mm beträgt. Daneben gibt es noch die "Ultra Thin"-Variante WD5000MPCK mit 5 mm, die jedoch einen SFF-8784 Edge Connector besitzt und nicht für den Endkunden vorgesehen ist. Unsere WD10SPCX hat trotz der reduzierten Höhe eine Kapazität von einem Terabyte, bereitgestellt über zwei Platter. Umdrehungsgeschwindigkeit und Cache liegen bei 5400 rpm bzw. 16 MB. Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit dürfte die WD10SPCX damit im Mittelfeld einzuordnen sein.

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Unser Leistungsvergleich bestätige die Annahme, dass es sich bei der WD10SPCX um sein solides 2,5''-Laufwerke handelt. In allen Disziplinen liefert die HDD durchschnittliche Werte ab, die weder positiv noch negativ auffallen. Sie kann problemlos in Notebooks eingesetzt werden, ihre Ergebnisse bei der Verbrauchsmessung und der Geräuschkulisse zeigten keine negativen Ausschläge und mit ihrem 16-MB-Cache kommt sie problemlos mit der Alltagsnutzung klar.


Als viertes WD-Laufwerk erhielten wir mit der WD20NPVT ein Exemplar der Kapazitäts-orientierten Green-Serie. Mit einer massiven Bauhöhe von 15 mm packt Western Digital insgesamt 4 Platter ins Gehäuse, sodass dem Käufer zwei Terabyte Speicherplatz zur Verfügung steht. Mit dieser Bauform passt die WD20NPVT natürlich in kein Notebook, was angesichts des primären Einsatzzwecks in externen Datenträgern aber auch nicht schlimm ist. Die NPVT ist mit SATA 3 Gbit/s ausgestattet, der etwas größere Bruder NPVX hat hingegen bereits SATA 6 Gbit/s. Mit einem Cache von lediglich 8 MB wird immer klarer, dass WD es hier keinesfalls auf Performance abgesehen hat. Die Umdrehungsgeschwindigkeit liegt passend dazu bei 5400 rpm. Beim Garantiezeitraum belässt es Western Digital bei zwei Jahren.

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Betrachtet man die Allround-Benchmarkssuiten, so nimmt die WD20NPVT in der Leistungs-Skala am unteren Ende ihren Platz ein. Bei den sequentiellen Transfer-Tests unter HDTune zeigt sie dafür etwas bessere Durchsätze, was ihrem Einsatzgebiet als Datenhalde auch viel eher schmeichelt. Wer ein durchschnittliches 2,5-Zoll-Laufwerk mit dafür sehr hoher Kapazität sucht, der ist bei Western Digitals WD20NPVT genau richtig. Preislich liegt sie etwas oberhalb von Toshibas MQ01ABB200, welche günstiger zu haben ist.


Das fünfte WD-Laufwerk und gleichzeitig letzter Proband für dieses Roundup entstammt aus der brandneuen Red-Serie, die WD nun auch auf 2,5-Zoll-Laufwerke ausgedehnt hat. Die Red ist bislang in Kapazitäten von 750 und 1000 GB erhältlich, wobei uns das 1-TB-Exemplar WD10JFCX vorlag. Genau wie die größeren Brüder und Schwestern im 3,5-Zoll-Gewand sind die Notebook-Versionen mit WDs NASware 2.0 ausgestattet. Der Zwischenspeicher liegt hier bei 16 MB und die beiden Platter im inneren der Laufwerke rotieren mit 5400 rpm. Western Digital gewährt für beide Red-Boliden jeweils einen Garantiezeitraum von drei Jahren ab Kaufdatum.

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Western Digitals WD10JFCX positioniert sich hartnäckig im oberen Bereich, sowohl unter den synthetischen Benchmarks, als auch den eher anwendungsorientierten PCMark-Suites. Diese guten Leistungswerte möchten wir angesichts des eher niedrigen Stromverbrauchs und der moderaten Geräuschemission sehr loben. Bei der Wärmeentwicklung liegt die WC10JCFX dafür aber auch etwas höher. Angesichts der Positionierung von WDs Red-Serie im NAS-Umfeld, können wir der WD10JFCX hier uneingeschränkte Einsetzbarkeit bescheinigen. Der verlängerte Garantiezeitraum von drei Jahren gewährt dem Käufer ein weiteres Argument hinsichtlich Laufwerkszuverlässigkeit.


 

Hardware

Software / Treiber

Sonstige Einstellungen und Anmerkungen

Sofern nicht anders angegeben, wurden alle Laufwerke grundsätzlich an dem zweiten SATA-6 Gbit/s-Port des P67-Chipsatzes getestet, wobei die Ergebnisse der einzelnen Benchmark-Tools über mehrere Durchläufe per Mittelwert geglättet wurden. Einmalige Ausreißer im positiven wie negativen Fall wirken sich so nicht zu sehr auf das Gesamtergebnis aus.

Den Stromverbrauch der Festplatten haben wir über ein externes Strommessgerät in Kombination mit einer USB-Dockingstation ermittelt. Die Dockingstation verhält sich ohne eingesetzte HDD neutral und zeigt auf dem Messgerät im Betrieb ohne HDD keinen Verbrauch an. Ein etwaig anfallender "Betriebs-Overhead" fällt demnach bei allen Laufwerken identisch an. Die Messwerte sind daher nicht repräsentativ für jedes Betriebsszenario, sondern zeigen lediglich die von uns gemessenen Verbräuche dar. Über die Messung soll lediglich eine relative Verbrauchshierarchie der Modelle untereinander etabliert werden.

Die Messung der Geräuschemission der einzelnen Festplatten haben wir ebenfalls über die USB-Dockingstation vorgenommen. Dafür haben wir das Schallpegelmessgerät "3222 Datalogger" von Voltcraft in 10 cm Abstand platziert und sowohl den Schalldruck während eines sequentiellen Schreibzugriffs als auch im Active-Idle-Zustand gemessen. Analog zur Messung des Stromverbrauchs gilt auch hier, dass es um die relative Einschätzung der Emissionen zueinander geht.


Die Disziplin der gemessenen Random Access Time unter HDTach geht eindeutig an die hybriden SSHDs von Seagate und Toshiba. Einzig im Erstlauf zeigten sie "bekannte" Werte im Bereich von 15 bis 18 ms. In sämtlichen Folge-Läufen sank die Zugriffszeit umgehend auf 0,3 ms. Unter den normalen HDDs lag HGSTs Travelstar 7K1000 mit knapp unter 15 ms an der Spitze. Als Schlusslicht erwies sich die 5K1500.

Benchmark HDTach

Unter HDTune haben wir nun den Lese- und Schreibdurchsatz aller Boliden festgehalten:

Benchmark HDTune

Benchmark HDTune

Benchmark HDTune

In den Read-Benchmarks von HDTune 5.5 konnten sich Travelstar 7K1000/Z7K500 und WD7500BPKX deutlich von der Konkurrenz absetzen. Die drei profitieren von der hohen Umdrehungsgeschwindigkeit und Cache, den die Konkurrenz hier vermissen lässt. Mangels erlernbarer Muster und verfügbarer Flash-Kapazität müssen die SSHDs die Flügel strecken und sich komplett auf die Performance ihres HDD-Teils beschränken. Bedingt durch die Rotationsgeschwindigkeit von 5400 rpm können sie sich nicht durchsetzen.

Nachdem wir die Ergebnisse im Lesen festgehalten haben, sehen wir uns nun die Resultate im Schreiben an:

Benchmark HDTune

Benchmark HDTune

Benchmark HDTune

Die Write-Benchmarks geben ein ähnliches Bild ab, wie schon der Lese-Durchlauf. An der Spitze befinden sich die drei 7200-rpm-Boliden von Western Digital und HGST, gefolgt vom restlichen Teilnehmerfeld.

Die Random-Read-Sparte von HDTune dient der groben Ermittlung, wie viele Operationen von den Boliden lesend bzw. schreibend gleichzeitig absolviert werden können. Natürlich können die Ergebnisse keinesfalls mit SSDs konkurrieren, die gut und gerne mehr als 30.000 IOPS leisten.

Benchmark HDTune

Benchmark HDTune

Die Auswertung der IOPS-Ergebnisse zeigt interessanterweise die Unterschiede zwischen den Lern-Algorithmen und der Controller moderner SSHD-Laufwerke. Alle drei Seagate-Boliden lassen mehr als deutlich gegen die MQ01ABF050H von Toshiba Federn. Im direkten Vergleich zwischen Momentus XT und Laptop SSHD sieht man dann auch, dass Seagate die Güte der Erkennungs-Algorithmen fast um den Faktor 5 bis 10 steigern konnte. Die restlichen HDDs dümpeln bei den für sie gewohnten Bereichen von 50-60 IOPS (Lesen) und 120 - 160 (Schreiben) herum, also alles in bester Ordnung.


PCMark Vantage besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Zum einen wird die tatsächliche Geschwindigkeit des Systems ermittelt, in dem „echte“ Aktionen ausgeführt werden, z.B. Bild- und Textbearbeitung, Videowiedergabe uvm. – Hier ist es häufig schwer oder sogar unmöglich, einen Unterschied zwischen verschiedenen Laufwerken zu erkennen, denn diese Art von Benchmarks wird oft durch das restliche System (CPU, RAM, Grafikkarte) ausgebremst. Der HDD-Test von PCMark ist hingegen wieder eher synthetischer Natur, denn es werden nur sog. Traces abgespielt (aufgenommene Zugriffe beim Arbeiten mit verschiedenen Programmen). Angenommen, das restliche System würde eine SSD nicht limitieren, so würde die Leistung eines Systems mit den Ergebnissen des HDD Tests korrelieren – sofern man die gleichen oder wenigstens ähnliche Programme einsetzt wie bei der ursprünglichen Aufnahme der Traces.

Die Ergebnisse des Gaming- und Music-Benchmarks weisen leider eine relativ hohe Schwankung auf. Bei beiden Tests ist eine eindeutige Aussage daher erst ab ca. 10% Unterschied der Ergebnisse möglich. Die Ergebnisse der anderen Tests sind deutlich besser reproduzierbar (mittlerer Fehler nicht mehr als 3%).

Benchmark PCMark Vantage

PCMark 7 ist der direkte Nachfolger der älteren Vantage-Version und ist, wie der Name bereits vermuten lässt, auf die Verwendung mit Windows 7 optimiert. Im Vergleich zum Vorgänger wurden die Benchmarks in andere Kategorien eingeteilt, wobei, abgesehen vom Storage-Benchmark, alle Tests wieder die reale Leistung des Systems ermitteln, indem neben der SSD (oder HDD) alle anderen Komponenten des Systems (CPU, Arbeitsspeicher, Grafikkarte) ebenfalls in die Tests mit einbezogen werden. Wer an allen Einzelheiten interessiert ist, dem sei das umfangreiche PCMark 7 Whitepaper (PDF) als Lektüre empfohlen.

Erfreulicherweise hat die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse im Vergleich zur Vorgängerversion enorm zugenommen, so unterscheiden sich die Punktzahlen bei mehreren Durchläufen fast immer um weniger als 0,5 Prozent. Dadurch ist es nun deutlich einfacher, Performance-Unterschiede zwischen mehreren HDDs auszumachen, die nicht nur einer Messschwankung geschuldet sind.

Benchmark PCMark 7

Benchmark PCMark 7

Benchmark PCMark 7

Benchmark PCMark 7

Benchmark PCMark 7

Benchmark PCMark 7

Benchmark PCMark 7

Benchmark PCMark 7

Unter beiden PCMark-Suites konnten sie neuen SSHD-Laufwerke von Seagate und Toshiba ihr Können ausspielen. Ausnahmslos setzen sich die vier Boliden von der Konkurrenz ab, teilweise mit deutlichen Unterschieden. Aufgrund des Alters von PCMark Vantage sind dort die erreichten Punkte und Differenzen zum restlichen Teilnehmerfeld natürlich viel höher. Dennoch zeigen diese Benchmarks das enorme Potential der Lern-Algorithmen bei "erlernbaren" Aufgaben. Sie sind kein Allheilmittel, aber stellen einen guten Kompromiss zwischen "teurer" SSD und "langsamer" HDD dar. Gerade in der Flash-Ausstattung moderner HDDs sehen wir weiterhin Luft nach oben, auch wenn SSHDs den "echten" SSDs in der rohen Performance niemals den Rang ablaufen werden.


Um eine Aussage über die Tauglichkeit der Festplatten als potentielles Systemlaufwerk zu erhalten, haben wir das ursprüngliche Windows 7 des Testsystems kurzer Hand auf die vorliegenden Probanden geklont und mehrfach hintereinander starten lassen. Gestoppt wurde dabei die Zeit vom Einschalten des PCs bis zur Anzeige des Login-Bildschirms von Windows 7. Dementsprechend ist hier der gesamte Bootup-Vorgang des BIOS mit enthalten:

Benchmark Windows 7 Startzeit

Wie zu erwarten war, zeigen die drei Laufwerke mit hoher Umdrehungsgeschwindigkeit das schnellste Bootup-Verhalten. Insgesamt schlug die Momentus XT am besten ab, wobei hier der Adaptive-Memory-Algorithmus auch seinen Teil zu beigetragen haben dürfte. Die anderen SSHD-Laufwerke von Seagate und Toshiba konnten hier leider nicht glänzen. Mit knapp 63 Sekunden stellte die MQ01ABF050H sogar den Negativ-Rekord auf.

Um die Betriebstemperatur der Festplatten unter größtmöglicher Last zu ermitteln, wurde jedes Laufwerk nach Abschluss der jeweiligen Benchmarks über die Erase-Funktion von HDTune vollständig überschrieben. Dadurch konnten wir sicherstellen, dass die Laufwerke einer konstant hohen Belastung ausgesetzt sind und durch die permanent anliegenden Schreibvorgänge ein hohes Maß an Wärme freisetzen müssen. Die Temperaturen der Festplatten wurde durch Auslesen des entsprechenden SMART-Wertes unmittelbar nach Abschluss des Erase-Vorgangs protokolliert und mit der Umgebungstemperatur zum Zeitpunkt der Messung bereinigt, um eine Vergleichbarkeit herzustellen.

Benchmark Temperatur

Die Messungen zur Wärmeentwicklung während lastintensiven Schreibvorgängen zeigen die beiden Momentus XT, MQ01ABF050H und WD10JPVX an der (negativen) Spitze, während Travelstar 7K1000 und Z7K500 gut abschneiden, ebenso wie Toshibas MQ01ABF050 und die WD10SPCX von Western Digital.

Zu guter Letzt haben wir auch einen Blick auf den Energieverbrauch der Festplatten geworfen, einmal im Bereitschaftszustand (Idle) und einmal unter Last:

Benchmark Stromverbrauch

Benchmark Stromverbrauch

An der Spitze der Stromverbrauchs-Skala liegt wie erwartet die WD7500BPKX von WD, da sie ihre Performance jschließlich energetisch finanzieren muss. Die WD20NPVT liegt aufgrund ihres 4-Platter-Designs ebenfalls recht hoch, sowohl was Idle- als auch Last-Werte betrifft. Gut abgeschnitten hat Toshibas MQ01ABF050.

Die Entwicklung der Betriebslautstärke haben wir ebenfalls verglichen, einmal im Bereitschaftszustand (Idle) und einmal während der Seek-Phase im Zugriff:

Benchmark Lautstärke

Benchmark Lautstärke

Als besonders laut stellten sich natürlich die Laufwerke mit 7200 rpm heraus: Sowohl HGSTs Travelstar 7K100 als auch Seagates Momentus XT und Western Digitals Black liegen in der Auswertung "an der Spitze". Als Leisetreter stellten sich die beiden SSHD-Serien von Seagate und Toshiba heraus. Alle drei Laufwerke zeigen die insgesamt niedrigsten Werte in dieser Kategorie.


Aus den vorliegenden 14 Festplatten mit unterschiedlichsten technischen Eckdaten lässt sich natürlich nur schwierig ein "Gesamtsieger" ermitteln, denn viel zu differenziert sind die Anforderungen der jeweiligen Einsatzgebiete. Mancher will ein Laufwerk, das hauptsache leise ist. Andere benötigen brachiale Leistung, dann spielt der Preis (k)eine Rolle. Unsere abschließende Bewertung wird sich daher ausschließlich auf die Bereiche "Performance" und "Preis-Leistung" konzentrieren. Zusätzlich empfehlen wir noch ein "Allround"-Laufwerk.

Wem Performance und schnelle Datenzugriffe wichtig sind bzw. die Laufwerke für eher leistungsorientierte Zwecke einsetzen will, dem empfehlen wir in erster Linie eine der gezeigten Hybrid-Platten (Seagates Laptop SSHD oder Toshibas MQ01AFxxxH). Der Proband von Seagate ist dabei einen Tick besser, als Toshibas Bolide. Wer ausschließlich auf die altbekannte Scheiben-Technologie ohne jeden Flash-Zusatz setzen möchte, dem empfehlen wir entweder Western Digitals Black (WD7500BPKX) oder die 7K1000-Travelstar von HGST. Diese Modelle bieten erstklassige Leistung und lassen sich problemlos in Notebooks oder externe Datengehäuse einbauen. Preis, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung liegen dann natürlich etwas höher.

seagate st1000lm s

wd 7500 s

In der Kategorie Preis-Leistung gelangen drei Laufwerke (auf Basis ihres ct/GiB-Verhältnisses) in die nähere Auswahl. Konkret handelt es sich um HGSTs 5K1500, Toshibas MQ01ABB200 und Western Digitals WD10JPVX. Alle drei Laufwerke sind für günstige 7 Cent pro nutzbarem GB zu finden. Der niedrige Preis wird zwar durch etwas niedrigere Performance relativiert, ist jedoch beim Einsatz als Datenspeicher nicht weiter tragisch. Hier fiel unsere Wahl auf Toshibas MQ01ABB200, da sie dem Käufer den insgesamt meisten nutzbaren Speicherplatz bei dennoch akzeptablen Durchsatzraten liefert.

toshiba mq1 s

Für den Alltagsgebrauch ohne exzessive Leistungs-Ambitionen eignet sich die Travelstar 5K1500 von HGST sehr gut als Allround-Laufwerk. Hierbei handelt es sich um ein grundsolides Laufwerk, welches in allen Benchmarks bzw. Verbrauch/Wärme/Geräusch-Messungen Plätze im Mittelfeld eingenommen hat. Mit einer Kapazität von 1,5 TB bietet sie auch genügend Platz für Anwendungsdaten oder Multimediadateien. Im Einkauf gestaltet sich die HTS541515A9E630 auch nicht als sonderlich teuer, da sie ebenfalls zu unseren Preis-Leistungs-Empfehlungen gehört.