Akasa DuoDock X WiFi im Kurztest

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asustorFestplattendocks mit USB-Anschluss sind etwas Praktisches. Festplatten reinstecken, einschalten, fertig - funktioniert an jedem Rechner. Aber was, wenn man gerne mit seinem Smartphone auf die Daten einer Festplatte (Filme oder Bilder beispielsweise) zugreifen will? Ab hier wird es schwierig, denn so richtig gut funktioniert das weder an iPhone-Dockanschlüssen noch an USB-Host-Schnittstellen. Akasa hat für genau dieses Problem eine Lösung geschaffen.

Die simple aber geniale Lösung heißt: WLAN + App. WLAN ist Standard bei Smartphones und Tablets aller Art und zumindest für iOS- und Android-Nutzer stellt der Hersteller Akasa eine App namens "akasa air" zur Verfügung. Das einfache Prinzip des Festplatten-Docks bleibt: Festplatte reinstecken, einschalten und per W-Lan verbinden. Einmal verbunden kann man auf die Inhalte der eingesteckten Festplatte zugreifen - auch DLNA soll das Dock beherrschen.

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Technische Daten
Hersteller Akasa
Modell DuuDock X WiFi
Speicher Dock für eine 2,5" bzw. 3,5"-Festplatte
Verbindungsmöglichkeiten USB 3.0, n-Wlan
Preis ca. 70 Euro
akasa duodock 2

Lieferumfang

Auf den ersten Blick sieht Akasas DuoDock X Wifi aus wie jedes andere Dock auch, erst auf den zweiten Blick erkennt man die kabellosen Fähigkeiten des Geräts. Doch wie praktisch ist diese Funktion im Alltag wirklich? In diesem Test werden wir das herausfinden.


akasa duodock 3

Entweder oder:

Das Dock kann entweder via USB oder via W-Lan angesprochen werden, die Auswahl des Modus ist dabei denkbar einfach: Ist das Dock beim Einschalten via USB mit einem Rechner verbunden, ist es auch via USB verfügbar - fehlt die USB-Verbindung startet das Dock automatisch im WiFi-Modus.

Akasa Air auf dem iPhone

Einrichtung

Die Einrichtung gestaltet sich sehr einfach. Etwa 20 Sekunden nach Start des Docks kann man sich zu einem ungeschützten, nicht passwortgeschützen WLAN namens "akasa air" verbinden. Ist das geschafft, startet man die App auf dem Smartphone seiner Wahl und hat direkten Zugriff auf die Daten der Festplatte - leider werden die Bilder in unserem Test nur stark verkleinert angezeigt, ändern lässt sich das nicht.

Unterstützt werden Festplatten mit bis zu 3 TB, die mit NTFS, Fat32 oder ExFat formatiert sind. Standardmäßig kann man "10.10.10.254" als Netzlaufwerk (sowohl unter Windows als auch unter OS X) einhängen und hat dann auch direkten Vollzugriff.

Eine Frage der Sicherheit

Ein weiteres Problem stellen die Einstellungen dar. Man kann zwar die SSID (Netzwerknamen) ändern, das Tethering aktivieren und auch die Verbindung mit WPA2 verschlüsseln, aber die Einstellungen bleiben nur so lange im Gerät, bis es neu gestartet wird - danach ist alles wieder im Ausgangszustand. Das kann vor allem zum Problem werden, wenn man sich nicht zu Hause, sondern zum Beispiel an einem öffentlichen Ort befindet, denn da hat (zuimndest direkt nach dem Einschalten) erstmal jeder direkten Vollzugriff auf die Festplatte, ohne auch nur irgendein Kennwort eingeben zu müssen - hier muss Akasa auf jeden Fall nachbessern.

Leider lässt sich das das DuoDock X WiFi nur als Hotspot nutzen - in ein bestehendes kabelloses Netzwerk lässt es sich nicht integrieren. Ergo können auch nur Geräte auf das Dock zugreifen, die auch eine W-Lan-Schnittstelle besitzen. Bei Smartphones und Laptops ist das kein Problem, bei Desktoprechnern sieht das schon anders aus. Damit man beim Zugriff auf das Dock noch Internetzugriff hat, unterstützt das Dock einen Tethering-Modus, mit dem es sich zu einem bestehenden Netzwerk mit Internetzugriff verbindet und so eine Verbindung zum Internet bereitstellt. Warum man über diesen Weg das Dock nicht auch direkt in ein Netzwerk einhängen kann, ist dabei fraglich.

Benchmarks

Wir testen einmal die Übertragungsraten via USB 3.0 und einmal via WLAN. Die Ergebnisse via W-Lan sind natürlich mit Vorsicht zu genießen, da hier sehr viele Faktoren (Störquellen, Abstände etc.) eine große Rolle spielen. Getestet wird an einem Macbook Pro Retina von 2012, einmal direkt via USB 3.0 und einmal als eingehängtes Netzlaufwerk über W-Lan. Auf unserer Western Digital Black-Festplatte mit 1 TB ist eine Partition mit exFAT angelegt.

Via USB 3.0 macht das Dock eine sehr gute Figur. Wir messen lesend als auch schreibend 140 MB/s, hier limitiert eher unsere Festplatte als die Schnittstelle. Ganz anders sieht es da via WLAN aus - Lesen können wir mit sage und schreibe 2 MB/s, beim Schreiben bleibt davon nur noch 1 MB/s über. Vernünftig Daten übertragen kann man damit nicht, auch das Streamen von Filmen wird sehr schwierig. Hier hätten wir definitiv mehr erwartet.


Uns gefällt Akasas Ansatz, Smartphones und Tablets Zugriff auf "herkömmliche Festplatten" zu ermöglichen. Die Einrichtung ist dabei einfach gehalten und auch die verfügbaren Android- bzw. iOS-Apps sind verständlich und selbsterklärend. Auch der Tethering-Modus gefällt uns, wobei eine Option schön gewesen wäre, die das Einhängen des DuoDock X WiFi ins eigene W-Lan ermöglichen würde. Die Übertragungsraten via USB 3 sind sehr gut, mit einer anderen Festplatte ginge vermutlich sogar noch mehr. Anders sieht es via WLAN aus, hier muss Akasa deutlich nachbessern, sonst ist der Modus einfach kaum benutzbar.

Dass standardmäßig keine Passwörter bzw. Verschlüsselung eingerichtet ist, gestaltet sich als Sicherheitsrisiko - hier sollte man direkt nach dem Start zumindest die WPA2-Verschlüsselung einschalten. Das Hauptproblem ist aber, dass sämtliche Einstellungen nach dem Neustart des Geräts (was bei einem Dock ja durchaus häufiger vorkommen kann) weg sind und damit die gleichen Sicherheitsrisiken wie am Anfang entstehen - hier sollte Akasa dringend nachbessern.

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Das Konzept von Akasas ca. 70 Euro teurem Dock gefällt uns, auch Design und Herstellungsqualität gehen in Ordnung. Die Sicherheitseinstellungen aber werden einigen Bauchschmerzen bereiten, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass man alles bei jedem Neustart neu einrichten muss.

Positive Aspekte des Akasa DuoDock X WiFi

  • Zugriff auf Festplatten mit Smartphones und Tables möglich
  • einfach zu bedienende Apps für Android und iOS
  • Tethering-Modus für Internetzugriff
  • Negative Aspekte des Akasa DuoDock X WiFi