Revoltec Alu Book 2

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Externe Festplatten erfreuen sich einer immer größeren Nachfrage; nicht umsonst, denn sie sind groß an Speicherkapazität, nicht sonderlich teurer wie interne Platten, schnell, portabel und schnell anzuschließen. Nach dem von uns bereits getesteten Festplatten-Gehäuse Alu Book hat Revoltec nun den Nachfolger, die Alu Book 2-Serie veröffentlicht. Verändert wurde hauptsächlich das Äußere, im Inneren hat sich nur die Platine leicht verändert. Ob die neue Serie genauso überzeugen kann wie der Vorgänger?

Auffallend im Vergleich zu vielen anderen Festplatten-Gehäusen, insbesondere auch der ersten Serie aus dem Hause Revoltec, ist das Äußere. Das Aluminium ist exodiert und in drei verschiedenen Farben erhältlich: Schwarz, Blau und Rot. Im Kontrast zum Vorgänger wurde nun nicht mehr auf einen Standfuß verzichtet, sodass das Alu Book 2 auch hochkant stabil zu betreiben ist. Die komplette Ausstattung beinhaltet:

Etwas kurios aber lobenswert ist das mitgelieferte Putztuch mit den Maßen 145x145mm, so kann man immerhin seine Fensterputztücher schonen, wenn man die Fingerabdrücke, die nur bei einem bestimmten Lichteinfall zu sehen sind, entfernen möchte. Die teilweise bebilderte Anleitung ist in deutsch, englisch, französisch und spanisch abgedruckt, die Treiber-CD allerdings nur englisch und chinesisch. Die Installationsschritte des Treibers ist man allerdings auch von anderen Setups gewöhnt, sodass es hierbei keinerlei Probleme geben sollte.

Auf Seite zwei gibt es nähere Informationen zum Äußeren.


Neben dem neuen Lack wurde auch die Front etwas optisch abgeändert: Ein Tattoo wird von einer blauen Leuchtdiode, die als Statusleuchte sowohl für Betriebs- als auch für den Stromversorgungsstatus dient. Befindet sich die Festplatte im Leerlauf bleibt die Diode konstant eingeschaltet, beim Laden flachert sie auf.

Die Rückseite ist nichts außergewöhnliches: Es sind Strom, USB und Ein/Ausschalter vorzufinden.

Trotz der Tatsache, dass Revoltec einen stabilen Standfuß mitliefert, gibt es auch hier etwas zu bemängeln: Der Fuß ist nicht gummiert und überträgt somit die Schwingungen sehr stark auf den Tisch. Dies ist nicht nur fühlbar, sondern führt auch zu einer höheren Geräuschkulisse im Raum. Genervte Besitzer können sich mit einem Stück Dämmmaterial helfen, das einfach darunter gelegt wird - sollten aber auch die dadurch schwindende Stabilität beachten.

Wie wird eine Festplatte eingebaut? Was gibt es zu beachten? All dies auf Seite drei.


Wie beim Vorgänger auch ist die Festplatte verhältnismäßig schnell und einfach mittels Schrauben zu installieren. Ist diese erfolgreich installiert, sollte der herausfahrbare Teil folgendermaßen aussehen:

Wichtig beim Hineinschieben dieser Haltevorrichtung ist das Beachten der Schienen. Demnach sollte es vor dem entgültigen Schließen so aussehen:

Abschließend wird das Hinterteil mit Hilfe zweier Schrauben am Aluminium arretiert und die Festplatte ist bereit zum Betrieb.
Somit ist zu sagen, dass der Installationsvorgang nicht besonders aufwendig ist – im Grunde unterscheidet er sich kaum von dem einer internen Festplatte.

Bezüglich der Software gibt es auch etwas zu sagen - und zwar auf der nächsten Seite.


An den PC angeschlossen ist die Festplatte praktisch schon fertig installiert. Leidiglich eine Erkennung des Laufwerks und eine sofortige Treiberinstallation ist von Nöten, die Windows XP, 2000 und Mac 9.0 oder neuer aber automatisch machen. Bei den älteren Windows-Betriebssystemen ist die Installation des Treibers von der beiliegenden Treiber-CD notwendig, bei Mac 8.6 das Herunterladen von "USB Mass Storage Device 1.3.5".  Falls die eingebaute Festplatte neu und unpartitioniert ist, muss diese partitioniert werden. Hierbei wird genau wie bei einer internen Festplatte verfahren.



Windows XP erkennt die Festplatte sofort

 

Keine zusätzliche Software nötig: Partitionierung in der Computerverwaltung (Zum Vergrößern bitte anklicken)

Um die Übertragsungsgeschwindigkeit bei Verwendung des Alu Books zu messen, wurde HD-Tach in der Version 2.70 verwendet. Die Festplatte, eine Excelstor J680 mit 80GB, war mit NTFS formatiert und somit leer.

Deutlich zu sehen ist, dass der USB-Controller hier bei 20 MB/s limitiert. Auch an der Read Burst-Rate ist dies zu erkennen. Mehr als 21 MB/s lassen sich deshalb nicht vom externen Gehäuse lesen. Die Random Access Time ist hingegen sehr gut. Wie immer haben die USB 2.0-Geräte eine recht hohe CPU-Belastung.

Um die Geschwindigkeit zu vergleichen, wurde eine ähnlich schnelle, aber etwas kleiner Platte, die IBM IC35L060AVVA07-0, die intern im Testrechner an ATA100 angeschlossen war, eingesetzt. Hier ist deutlich der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Intern und Extern festzustellen: etwa 20MB/s gegen etwa 40MB/s:

Für die Benchmarks wurde ein MSI K7N2 Delta ILSR mit AMD Duron 1400 @ 1700 und 256MB Hauptspeicher und Windows XP Service Pack 2 verwendet. Aus diesem Grund ist die CPU-Belastung auch recht hoch. Die interne Festplatte hat natürlich keine Limitierungund ist somit gerade bei der Burst Rate schneller.

Das Alu Book 2 ist also schnell, aber natürlich nicht so schnell wie eine interne Festplatte. Trotzdem lassen sich fix Daten auf der externen Festplatte speichern, was vor allem praktisch ist, wenn man eine große externe Platte einbaut. Mit 250 GB-Festplatten möchte man schließlich nicht stundenlang warten, bis die Daten ausgelesen oder auf die Platte geschrieben worden sind.


Revoltec kann mit dem Alu Book 2 überzeugen. Gerade optisch macht dieses externe Festplattengehäuse einiges her, wofür sowohl Lackierung als auch Beleuchtung sorgen. Technisch gesehen hebt es sich nicht von dem Standard ab, denn ein FireWire- oder Serial-ATA-Anschluss fehlt, was aber aufgrund der 480mbit von USB2.0 auf jeden Fall zu verkraften ist. Zwar ist auch die Übertragungsrate nur Standard, dennoch reichen die gemessenen 20 MB/s für den schnellen Datenaustausch aus. Neben dem Gehäuse legt Revoltec noch eine reichliche Ausstattung bei, die alles beinhaltet, um den Betrieb und ein schickes Aussehen zu gewährleisten.

Auch in anderen Bereichen gab es kein Grund zur Kritik: Das Gehäuse ist solide und stabil aufgebaut, allenfalls der Fuß hätte noch ein paar Gummifüße benötigt. Auch technisch ist das Revoltec Alu Book 2 ohne Mängel geblieben. Auf dem Schreibtisch sieht es zudem äußerst schick und edel aus.

Wer gut und günstig seine Daten mitnehmen möchte, liegt beim Alu Book 2 richtig. Für 40 € bekommt man ein gutes Festplattengehäuse für die handelsübliche 3.5"-IDE-Festplatte, das zudem eine akzeptable Übertragungsrate hat und nebenbei eine sehr edle Optik besitzt. Der neidische Blick des Kollegen/Freundes ist garantiert.

Positive Punkte des Revoltec Alu Book 2

Negativer Punkt des Revoltec Alu Book 2

Das Revoltec Alu Book 2 ist bei Caseking in den Farben Schwarz, Blau und Rot für den Preis von jeweils 39.90€ zu erwerben.

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