Kurztest: Super Talent Teradrive CT 120GB

Veröffentlicht am: von

logoSolid States Drives mit SandForce-Controller sind so zahlreich am Markt vertreten wie kaum ein anderes Produkt der Kategorie. Dazu gehört aktuell auch die Teradrive CT 120GB von Super Talent. Nach einem Preisrutsch von knapp 300 Euro auf nunmehr 178 Euro innerhalb der letzten 90 Tage ist der Preis für das 120 GB große Flashspeicher-Laufwerk mit 1,48 Euro pro Gigabyte ohne Frage attraktiv. Dabei zeigten alle bisher von uns getesteten SSDs mit SandForce SF-1200 Controller eine durchweg überzeugende und homogene Performance. Ob die Teradrive CT 120GB an die Erfolgsserie der CT-1200-SSDs anknüpfen kann und für den nunmehr gebotenen Preis eine interessante Aufrüstoption für die ein oder andere Magnetscheibe im heimischen Rechner darstellt, haben wir in einem Kurztest überprüft.

Eckdaten Super Talent Teradrive CT 120GB
 
Bezeichnung: Super Talent Teradrive CT 120GB
Formfaktor: 2,5 Zoll
Kapazität (laut Hersteller): 120 GB
Kapazität (formatiert): 111 GiB
Cache: nur intern
Controller: SandForce SF-1200
Chipart: MLC NAND-Flash
Lesen (laut Hersteller): 285 MB/s
Schreiben (laut Hersteller): 275 MB/s
Herstellergarantie: 2 Jahre
Lieferumfang: Super Talent Teradrive CT 120GB, passende Schrauben
Straßenpreis 178 Euro (120 GB, 17.12.2010)
Homepage: www.supertalent.com

Die Super Talent Teradrive CT 120GB kommt in einer kleinen, farbig bedruckten Kartonage daher, auf deren Rückseite einige technische Daten aufgelistet sind. Wichtige Angaben über die Übertragungsraten oder die Garantiezeit fehlen indes. Nach dem Öffnen der Verpackung finden sich, neben der SSD, noch Schrauben und eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang wieder.

sttera_120gb_03

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Typisch für eine aktuelle SandForce-SSD besitzt auch unsere Teradrive CT 120GB keinen Cache im herkömmlichen Sinne und arbeitet komplett auf Basis des internen Speichers. Dieser setzt sich aus sechzehn Speicherbausteinen a 8GB zusammen und beläuft sich nativ auf 128GB, ein entsprechender Teil wird durch die Firmware, bei der Super Talent beträgt dieser sieben Prozent, als eine Art Cache verwaltet. Unser Testsample kommt mit der Firmware-Version STTMP2P1 daher.

Angeschlossen am Marvell 9123 SATA 6 Port unseres ASUS P6X58D Premium funktionieren Trim und Co. unter Windows 7 Ultimate 64 Bit erwartungsgemäß problemlos. Wir wählten bewusst den SATA-6-Port des Marvell 9123 und nicht den herkömmlichen SATA-2-Anschluss der ICH10R-Southbridge, da die Übertragungsraten je nach Benchmark um etwa 20 MB/s zugunsten des Marvell-Controllers höher lagen.

sttera_120gb_09

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht


Hardware/ Treiber

Software


sttera_120gb_15

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Im Test mit unserem ersten Benchmark-Tool Iometer zeigt die Super Talent Teradrive CT 120GB eine durchweg gute Leistung.

sttera_120gb_13

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Der CrystalDiskMark ist ein, im Gegensatz zum Iometer, weniger komplexer Benchmark und stellt weniger hohe Hardware-Anforderungen. Die hier gemessenen Werte bewegen sich absolut auf der Höhe der Zeit und müssen sich vor keiner anderen SSD mit SandForce-Controller verstecken.

sttera_120gb_12

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Gleiches gilt auch für den AS-SSD-Benchmark. Die Ergebnisse sind alle etwa im selben Bereich wie die High-End-SSDs mit SandForce-Chip.

sttera_120gb_13

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Zum Schluss schauen wir uns noch die drei Kopier-Benchmarks von AS-SSD an. Die Transferraten liegen auch hier absolut im grünen Bereich und es gibt nichts zu bemängeln. Ganz im Gegenteil: Die Leistung kann vollends überzeugen, etwaige Abweichungen sollte man aufgrund gewisser Messtoleranzen aber nicht allzu hoch ansiedeln.


Die Super Talent Teradrive CT 120GB hat all unsere Benchmarks hinter sich und wir kommen zum Fazit. Angefangen beim Lieferumfang beschränkt sich dieser auf das Nötigste, neben der SSD liegen lediglich eine Schnellstartanleitung und vier Schrauben bei. Trim und Co. funktionieren unter Windows 7 Ultimate 64 Bit erwartungsgemäß ohne Probleme und die SSD wird ebenso richtig vom Betriebssystem erkannt. Typisch für alle Solid States Drives mit SandForce-Controller liegt die Leistung auf einem durchweg guten Niveau, wenngleich sie in Extremsituationen, wie sie in der Realität nicht auftreten dürften, leicht hinter der Spitze zurückbleiben. Dafür ist der Preis mit aktuell 1,48 Euro pro Gigabyte - respektive 178 Euro - schon verlockend und so könnte kurz vor Weihnachten noch der ein oder andere seine in die Tage gekommene Festplatte gegen eine neue potente SSD austauschen.

sttera_120gb_07

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Positive Aspekte der Super Talent Teradrive CT 120GB

Negative Aspekte der Super Talent Teradrive CT 120GB

Egal für welche aktuelle SSD man sich nun im Einzelnen entscheidet, der Markt hat in den letzten Wochen einen erheblichen Preisrutsch erfahren und selten waren die kompakten Flashspeicher im Preis attraktiver.

Weiterführende Links