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Zur Computex stellte AMD mit dem Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition und Ryzen 7 7700X3D zwei (neue) Prozessoren vor. Diese sollen der AM4- und AM5-Plattform neues Leben einhauchen. Der Ryzen 7 7700X3D ist in der Hinsicht "neu", als dass dieser bei den Taktvorgaben einige Unterschiede vorzuweisen hat. Wo genau diese liegen und wie sich dies in der Leistung ausdrückt, schauen wir uns im Test an. Ob der Preis dann auch zur Leistung passt, dürfte der entscheidende Punkt beim Ryzen 7 7700X3D sein.
An den technischen Spezifikationen des Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition nimmt AMD im Vergleich zum ursprünglichen Modell des Ryzen 7 5800X3D keine Änderungen vor. Der Prozessor bietet weiterhin acht Zen-3-Kerne, einen maximalen Boost-Takt von 4,5 GHz sowie insgesamt 96 MB L3-Cache, aufgeteilt in 64 MB 3D V-Cache und 32 MB regulären L3-Cache. Die TDP liegt unverändert bei 105 W.
Der Ryzen 7 7700X3D hingegen bietet im Vergleich zum etablierten Modell Ryzen 7 7800X3D einen deutlich geringeren Boost-Takt, verbleibt aber auch bei einer TDP von 120 W. Besonders auffällig ist der nur 4,5 GHz hohe Boost-Takt. Wie sich dies in der Leistung auswirken lässt, ist der spannende Punkt, den wir uns im Rahmen der Benchmarks anschauen werden. Da die CPU aus der Ryzen-7000-Serie stammt, kommen hier noch die Zen-4-Kerne zum Einsatz – immerhin eine Generation aktueller als beim Ryzen 7 5800X3D. Ansonsten gibt es die für die AM5-Plattform üblichen Funktionen: DDR5-Unterstützung, 24 PCI-Express-5.0-Lanes, eine integrierte Grafikeinheit mit zwei RDNA-2-Compute-Units sowie die native Unterstützung von USB 3.2 Gen 2.
Das besondere Merkmal der X3D-Prozessoren ist der deutlich größere L3-Cache. Zu den 512 kB L1- sowie 8 MB L2-Cache der Zen-4-Kerne gesellen sich üblicherweise 32 MB an L3-Cache im CCD. Bei den X3D-Prozessoren kommt auf dem CCD mit den Zen-4-Kernen noch ein SRAM-Chiplet zum Einsatz, welches den Kernen zusätzliche 64 MB an L3-Cache bereitstellt. Insgesamt kommen wir dann also auf 96 MB L3-Cache.
CPU-Z erkennt die Ryzen 7 7700X3D noch nicht vollständig. Als Name wird noch der Ryzen 7 7700X angezeigt, in den Spezifikationen ist dann aber doch die Rede vom Ryzen 7 7700X3D.
| Kerne / Threads | Basis / Boost | L3-Cache | L2-Cache | TDP | Preis | |
| Ryzen 9 7950X3D | 16 / 32 | 4,2 / 5,7 GHz | 128 MB | 16 MB | 120 W | 910 Euro |
| Ryzen 9 7950X | 16 / 32 | 4,5 / 5,7 GHz | 64 MB | 16 MB | 170 W | 890 Euro |
| Ryzen 9 7900X3D | 12 / 24 | 4,4 / 5,6 GHz | 128 MB | 12 MB | 120 W | 590 Euro |
| Ryzen 9 7900X | 12 / 24 | 4,7 / 5,6 GHz | 64 MB | 12 MB | 170 W | 480 Euro |
| Ryzen 9 7900 | 12 / 24 | 3,7 / 5,4 GHz | 64 MB | 12 MB | 65 W | 300 Euro |
| Ryzen 7 7800X3D | 8 / 16 | 4,2 / 5,0 GHz | 96 MB | 8 MB | 120 W | 320 Euro |
| Ryzen 7 7700X3D | 8 / 16 | 4,0 / 4,5 GHz | 96 MB | 8 MB | 120 W | 329 US-Dollar |
| Ryzen 7 7700X | 8 / 16 | 4,5 / 5,4 GHz | 32 MB | 8 MB | 105 W | 205 Euro |
| Ryzen 7 7700 | 8 / 16 | 3,8 / 5,3 GHz | 32 MB | 8 MB | 65 W | 270 Euro |
| Ryzen 5 7600X3D | 6 / 12 | 4,1 / 4,7 GHz | 96 MB | 6 MB | 65 W | 329 Euro |
| Ryzen 5 7600X | 6 / 12 | 4,7 / 5,3 GHz | 32 MB | 6 MB | 105 W | 150 Euro |
| Ryzen 5 7600 | 6 / 12 | 3,8 / 5,1 GHz | 32 MB | 6 MB | 65 W | 160 Euro |
In der Serie der Ryzen-7000-Prozessoren positioniert sich der Ryzen 7 7700X3D im Mittelfeld. Preislich fällt derzeit vor allem auf, dass die auslaufenden Modelle der Ryzen-7000-Reihe mit hoher Kernzahl (12 Kerne und mehr) spürbar teurer geworden sind. Mit dem Ryzen 7 7700X3D bringt AMD nun ein Gegengewicht dazu auf den Markt – allerdings eines, das sich eindeutig an Gamer richtet. Nutzer, die auf mehr als acht Kerne angewiesen sind, sollten daher besser gleich zu den passenden Modellen aus der Ryzen-9000-Serie greifen.
Mit Blick auf den Ryzen 7 7700X3D und die Zukunft des Sockels AM5 lässt sich festhalten: PCIe 5.0 und DDR5 bleiben AM5 mindestens bis einschließlich der Zen-6-Generation erhalten. Erst wenn der Umstieg auf eine neue PCIe- oder DDR-Generation ansteht, wird auch AMD den Sockel wechseln. Wer aktuell auf AM5 setzt, ist also weiterhin gut versorgt.