Skylake und 14 nm am Limit: Der Intel Core i9-9900KS im Test

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core-i9-9900ksNach der offiziellen Ankündigung am Montag erfolgt heute der Startschuss des Intel Core i9-9900KS – er ist seit gestern verfügbar, womit wir nun die ersten Benchmarks präsentieren können. Mit dem Core i9-9900KS treibt Intel die Entwicklung der Skylake-Architektur und der Fertigung in 14 nm an die Spitze. Mehr wird man aus der aktuellen Technik wohl kaum für den Desktop bieten können. Der Core i9-9900KS ist aber auch eine Limited Edition, die in gewisser Weise aus dem üblichen Angebot heraussticht.

Dass wir heute – einen Tag nach dem offiziellen Verkaufsstart – diesen Test präsentieren können, ist alles andere als einfach gewesen. Intel konnte uns kein Sample des Core i9-9900KS zur Verfügung stellen: Caseking musste dankenswerterweise aushelfen.

Schauen wir uns nun die technischen Daten des Core i9-9900KS an:

Gegenüberstellung der Prozessoren
  Kerne/Threads Basis-/Boosttakt All-Core-Turbo Speicher TDPPreis
Core i9-9900KS 8 / 16 4,0 / 5,0 GHz 5,0 GHz DDR4-2666 127 W579 Euro
Core i9-9900K 8 / 16 3,6 / 5,0 GHz 4,7 GHz DDR4-2666 95 W507 Euro
Ryzen 9 3900X 12 / 24 3,8 / 4,6 GHz - DDR4-3200 105 W549 Euro
Ryzen 7 3800X 8 / 16 3,9 / 4,5 GHz - DDR4-3200 105 W378 Euro

Der Core i9-9900KS bietet einen Basistakt von 4 GHz auf acht Kernen und kann 16 Threads verarbeiten. Sowohl der Single-Core- als auch der All-Core-Turbo liegen bei 5 GHz. Bisher erreichte dies ein Core i9-9900K nur mit einem Kern und auch der ebenfalls selektierte Core i9-9990XE bringt es nur auf einem Kern auf 5,1 GHz. Nun offiziell bestätigt ist die Thermal Design Power von 127 W, die allerdings nur auf dem Papier eine Rolle spielt.

Der Core i9-9900KS basiert wie gesagt auf der hinlängst bekannten Skylake-µArchitektur. Allerdings wechselt Intel für den Core i9-9900KS vom P0- auf ein R0-Stepping. Die 9x00KF-Prozessoren mit deaktivierter Grafikeinheit, die bereits verfügbar sind, liegen ebenfalls im R0-Stepping vor. Der Core i9-9900KS ist als Prozessor der "Family 6 Model 158 Stepping 13" klar definiert und daher kennen wir auch die Maßnahmen, die Intel hier gegen die Sidechannel-Attacken vorgenommen hat. Intel hat dazu ein Dokument veröffentlicht. Laut diesem schließt Intel mit dem Stepping R0 Spectre v2 in Hardware. Außerdem Meltdown v4, MSBDS (Fallout), MLPDS und MDSUM in Hardware, was zuvor nur per Kombination aus MCU-Firmware und Software möglich war.

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Wie sich das Taktverhalten unter Last auf einer unterschiedlichen Anzahl an Kernen darstellt, haben wir einmal in einer gesonderten Tabelle aufgeführt:

Gegenüberstellung der Prozessoren
  Basistakt 1C 2C3C4C5C6C7C8C
Core i9-9900KS 4,0 GHz 5,0 GHz 5,0 GHz
5,0 GHz
5,0 GHz
5,0 GHz5,0 GHz5,0 GHz5,0 GHz
Core i9-9900K 3,6 GHz5,0 GHz 5,0 GHz4,8 GHz4,8 GHz
4,7 GHz4,7 GHz4,7 GHz4,7 GHz

Wir sehen also, dass der Core i9-9900KS immer mit 5 GHz arbeiten möchte, egal wie viele Kerne gerade verwendet werden. Der Core i9-9900K hingegen erreicht die 5 GHz nur für ein bis zwei aktive Kerne planmäßig und arbeitet darüber hinaus mit 4,7 bis 4,8 GHz.

Ein paar Worte zur TDP

Die Thermal Design Power ist weder bei AMD noch bei Intel ein Maßstab, nach dem eine konkrete Einordnung des Verbrauchs vollzogen werden sollte. Bei den Intel-Prozessoren ist die TDP auf den Basis-Takt bezogen. Beim Core i9-9900KS bedeutet dies 127 W bei 4,0 GHz. Wie hoch die Leistungsaufnahme bei allen acht Kernen auf 5 GHz ist, hängt von vielen weiteren Faktoren ab. Der Bezug von Basis-Takt und TDP stellt einzig und alleine sicher, dass die Prozessoren bei Basis-Takt gekühlt werden können. Ist das Potenzial der Kühlung größer, werden höhere Taktraten und schlussendlich ein höherer Verbrauchswerte erreicht.

So kann unter bestimmten Umständen ein Core i9-9900K unter Last einen ebenso hohen Takt erreichen wie ein Core i9-9900KS und ebenso viel verbrauchen. Dem Core i9-9900KS kommt das Binning seitens Intel zugute, denn er wird den Boost-Takt mit einer niedrigeren Spannung erreichen.

PL1-, PL2-, BIOS-Eigenheiten

Bei all dem müssen jedoch die Mainboardhersteller mitspielen. PL1 (Power Limit) entspricht der TDP und diese eben dem Verbrauch, wenn der Prozessor mit dem Basistakt läuft. Dazu gibt es ein Power Limit 2 (PL2), welches als PL1 x 1,25 für 8 s definiert ist. Demzufolge dürfte sich ein Core i9-9900KS bis zu 159 W für eben diese 8 s verbrauchen. Schon hier scheitern viele Mainboardhersteller bzw. ignorieren die Vorgaben und ermöglichen das PL2 deutlich länger.

Noch einen Schritt weiter geht es mit den Tau (Turbo Time Parameter). Diese spielen schon für das PL2 eine Rolle, gehen aber noch einmal etwas weiter. So ist das PL2 bisher als PL1 x 1,25 für 8 s definiert. Diese acht Sekunden können als Zeitfaktor ebenfalls im BIOS verändert werden. Teilweise nehmen Optionen wie das Multi Core Enhancement (MCE) Einfluss auf die Zeitvorgabe. Je nach BIOS können bestimmte Verbrauchsvorgaben gemacht werden – oder diese werden komplett offengelassen und lassen den Prozessor so viel verbrauchen, wie es die maximale Spannung und Temperaturen vorgeben.

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Wie PL1, PL2 und Tau behandelt werden, hängt ausschließlich vom BIOS ab. Je nach Hersteller kann es unterschiedliche Vorgaben geben. An die von Intel gemachten Vorgaben hält sich eigentlich kein Hersteller.

Im BIOS des ASRock Z390 Taichi gibt es eine Einstellung zu den Multi Core Enhancements. Ebenfalls vorzufinden sind Einstellungen für PL1, PL2 und Tau. Wir haben die verschiedenen Einstellungen einmal geprüft: Alles, was ASRock hergeben möchte, mit MCE und die Intel-Spezifikationen.

Dies sieht dann wie folgt aus:

Gegenüberstellung der TDP-Einstellungen

PL1PL2Tau Cinebench
Core i9-9900KS (Intel-Spezifikationen) 127 W159 W28 s* 4.741 Punkte
Core i9-9900KS (ASRock-Max) 4.095,9 W4.095,9 W- 5.124 Punkte
Core i9-9900KS (ASRock-MCE)
127 W159 W- 4.941 Punkte
Core i9-9900K (Intel-Spezifikationen) 95 W119 W8 s 4.586 Punkte
Core i9-9900K (ASRock-Max) 4.095,9 W4.095,9 W- 4.898 Punkte
Core i9-9900K (ASRock-MCE) 95 W200 W- 4.769 Punkte

* die Frage der 28 s klären wir nach den folgenden Screenshots

ASRock hält sich mit keiner automatischen Einstellung an die Spezifikationen von Intel. Wird das MCE deaktiviert und die Einstellungen für PL1, PL2 und Tau bleiben auf automatisch, darf sich der Core i9-9900KS 4.096 W genehmigen – sicherlich nur ein theoretischer Wert, der einfach die komplette Spannungsversorgung in Richtung des Sockels öffnet. Mit aktivierten MCE werden 159 W für eine unbeschränkte Zeit freigegeben. Analog gilt dies für den Core i9-9900K mit niedrigeren Werten für PL1, PL2 und Tau.

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Etwas verwundert sind wir über zwei unterschiedliche Spezifikationen, die Intel zur PL1, PL2 und Tau herausgibt. In seinem 9th Generation Intel Core Processor Families Datasheet, Volume 1 of 2 (PDF) nennt Intel einen 8-Kern-Prozessor mit 95 W, wie es beispielsweise der Core i9-9900K ist. Hier werden PL1, PL2 und Tau korrekt aufgeführt.

In einem weiteren Dokument aber, welches uns aktuell nur als Screenshot vorliegt, wird auch ein 8-Kern-Prozessor mit einer TDP von 127 W aufgeführt. Der Core i9-9900KS ist ein solcher und hier wird zumindest der Tau-Wert mit 28 s genannt. Darunter sind auch die Daten zu den 95-W-Prozessoren und auch hier tauchen plötzlich 28 s auf. Wir sind aktuell mit Intel in Kontakt, um die Frage zu klären, was denn nun offizielle Spezifikation seitens Intel ist und was nicht.

Update:

Offenbar hat es sich bei der Angabe von 8 s für Tau um einen Fehler gehandelt. Tau ist für die K-Prozessoren seit mindestens zwei Generationen mit 28 s definiert – nur hat Intel das in seiner Dokumentation nie geändert und den Fehler von 8 s immer wieder wiederholt. Inzwischen liegt eine Antwort von Intel vor:

"Intel's base configuration recommendation is PL2 = PL1 * 1.25 and Tau = 28 seconds. However, our customers are allowed to customize these values within specification to better align with their board capabilities.

We allow our customers to configure up to infinite Tau and high PL2 in support of the Core i9-9900KS's power dissipation during all core turbo when running complex workloads. Our customers can choose power delivery and thermal solutions as they see fit to meet their cost targets."

Wir werden die Core i9-9900KS demnach noch nach den Spezifikationen von Tau = 28 s und einem PL1 von 127 W bzw. einem PL2 von 159 W durch durch die Benchmarks schicken und die Diagramme entsprechend aktualisieren.


Uns stand für die Tests der Ryzen-Prozessoren folgende Hardware zur Verfügung:

Ryzen-3000-Serie:

Ryzen-3000G-Serie:

Ryzen-2000- und Ryzen-1000-Serie:

Ryzen-Threadripper-Prozessoren:

Intel LGA1151:

Auf allen Systemen installiert ist ein Windows 10 in der Version 1903 mit allen Patches für die Sicherheitslücken. Außerdem installierten wir die aktuellen Chipsatz-Treiber für AMD und Intel. Der Chipsatz-Treiber in der Version 1.07.07.0725 von AMD unterstützt unter anderem das CPPC2 (Collaborative Processor Performance Control).

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Cinebench R20

Multi-Threaded

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Single-Threaded

Punkte
Mehr ist besser


AIDA64

Lese- und Schreibdurchsatz

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68817 XX
77821 XX


62900 XX
77508 XX


62796 XX
71067 XX


67759 XX
47050 XX


48617 XX
43479 XX


44190 XX
43389 XX


44360 XX
40930 XX


38820 XX
40891 XX


38775 XX
40777 XX


37858 XX
40774 XX


37452 XX
40772 XX


37887 XX
40137 XX


37968 XX
39550 XX


40595 XX
39472 XX


40073 XX
39399 XX


40236 XX
32931 XX


30798 XX
25566 XX


45984 XX
25547 XX


45755 XX
25547 XX


45752 XX
MB/s
Mehr ist besser

AIDA64

Kopierdurchsatz

MB/s
Mehr ist besser

AIDA64

Speicherverzögerung

in ns
Weniger ist besser


Y-Cruncher

500M

Sekunden
Weniger ist besser

DigiCortex

Small 64 Bit

x real-time avg
Mehr ist besser


Blender

bmw27

Sekunden
Weniger ist besser

Blender

classroom

Sekunden
Weniger ist besser

V-Ray

Benchmark

Sekunden
Weniger ist besser

Corona

Benchmark

Sekunden
Weniger ist besser


Handbrake

UHD Demo Nature

Sekunden
Weniger ist besser

VeraCrypt

AES

GB/s
Mehr ist besser

7-Zip

32M - Gesamtwertung

MIPS
Mehr ist besser


Compiling

Firefox-Browser

Sekunden
Weniger ist besser


UL 3DMark

TimeSpy Extreme - Overall

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

UL 3DMark

TimeSpy Extreme - CPU

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

UL 3DMark

TimeSpy Extreme - Graphics

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


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Leistungsaufnahme

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Leistungsaufnahme

Gesamtsystem

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Während des Compiling-Benchmarks arbeitet ein Core i9-9900KS etwa 20 Minuten unter Volllast und beständig mit einem Takt von 5 GHz. 

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Die Temperaturen liegen auf allen Kernen im Bereich von 85 bis 100 °C – die Maximalwerte können dem Screenshot entnommen werden. Eine Drosselung findet jedoch nicht statt. Dies dürfte wohl an der H150iPro AiO-Wasserkühlung von Corsair liegen. Ohne eine gute AiO kann ein Core i9-9900KS sein Leistungspotenzial kaum erreichen.


Auf der ersten Seite haben wir uns bereits mit den Themen PL1, PL2 und Tau beschäftigt. Nun wollen wir noch einmal genauer auf die Zahlen schauen. Dazu haben wir im BIOS die Einstellungen derart gesetzt, dass der Core i9-9900KS mit den von Intel gemachten Vorgaben, unlimitiert und mit den MCE laufen muss.

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Zunächst schauen wir auf die Package Power, also den Verbrauch des Prozessors. Obwohl wir das PL2 nur für acht Sekunden laufen lassen wollen, dauert es einige Zeit, bis vom PL2 mit 159 W auf das PL1 mit 127 W gewechselt wird. Nach etwa 28 Sekunden ist dies der Fall. Hier könnten die geänderten Spezifikationen für Tau uns Spiel kommen. Was die Ursache dafür ist, wissen wir nicht. Mit aktiviertem MCE bleibt das PL2 mit 159 W einfach bestehen und so zeigt sich dies auch im Log.

Lassen wir dem Core i9-9900KS freien Lauf, findet keine Limitierung über die TDP mehr statt. Dementsprechend messen wir Werte von etwa 220 W. Die Kurve schwankt am Anfang noch etwas, stabilisiert sich dann aber. Die Spannungsversorgung des ASRock Z390 Taichi läuft am Limit – ebenso wie der Prozessor mit Temperaturen von über 90 °C.

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Das Plus an Leistung entwickelt sich natürlich über einen höheren Takt. Sind die von Intel gemachten Vorgaben eingestellt, arbeitet der Core i9-9900KS zunächst immer mal wieder mit 5 GHz. Nach acht Sekunden setzt eine Drosselung ein und der Takt wird stetig reduziert. Nach 36 bis 37 Sekunden arbeitet der Prozessor nur noch mit etwa 4,5 GHz – ist dann jedoch auf 127 W limitiert, wie wir eben gesehen haben.

Wird das MCE aktiviert, erreicht der Core i9-9900KS zu Beginn immer mal wieder die 5 GHz, aber weniger beständig als ohne MCE. Dort, wo der Prozessor innerhalb der Spezifikationen aber stärker eingebremst wird, verbleibt er schlussendlich bei 4,8 GHz. Hier schauen wir uns die Taktung ohne Limitierungen an. Durchgängig läuft der Core i9-9900KS mit 5 GHz auch über eine längere Zeit. Unseren Compile-Benchmark arbeitet der Prozessor in etwa 20 Minuten ab und verbleibt dabei beständig auf 5 GHz auf allen Kernen.

Man muss sich also je nach Mainboard genau anschauen, welche Einstellungen im BIOS bereits gesetzt sind und wie diese nach dem gewünschten Verhalten geändert werden können. Intel schreibt eine TDP von 127 W auf den Core i9-9900KS vor – dass es mehr sind, dürfte den meisten inzwischen klar sein, dass wir aber von beständigen 200 W und mehr sprechen, damit hat sicherlich nicht jeder gerechnet.

Power Limits und AVX

Der Core i9-9900KS erreicht die 5 GHz auch unter Verwendung von AVX (AVX und AVX2), wenn man dem Prozessor über das BIOS freien Lauf gibt. Dann genehmigt er sich allerdings noch einmal ein paar Watt mehr.

Gegenüberstellung der AVX-Taktraten des Core i9-9900KS

Verbrauch TaktSpannungTemperatur
Core i9-9900KS (unlimitiert) - ohne AVX 227,1 W 5 GHz1,287 V95 - 110 °C
Core i9-9900KS (unlimitiert) - mit AVX/AVX2 270,4 W 5 GHz1,262 V110 - 115°C
Core i9-9900KS (127 W) - ohne AVX 127,5 W 4,4 GHz1,115 V75 - 80 °C
Core i9-9900KS (127 W) - mit AVX/AVX 127,3 W 4,1 GHz1,146 V75 - 80 °C

Ohne Einschränkungen arbeitet der Core i9-9900KS auch mit AVX/AVX2 mit den vollen 5 GHz, verbraucht dann aber noch einmal mehr als 40 W mehr. Die Temperaturen steigen dementsprechend an. 115 °C sind sicherlich keine gesunden Temperaturen für einen dauerhaften Betrieb. Bremst man den Core i9-9900KS auf 127 W ein, erreicht der Prozessor auch nicht mehr die 5 GHz, schon gar nicht mit AVX/AVX2.


Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, dem Core i9-9900KS noch etwas die Sporen zu geben. Wenn fast jeder Core i9-9900K bereits die 5 GHz erreicht, dann sollte ein gut selektierter Core i9-9900KS, der ohne Limitierung bereits auf allen Kernen mit 5 GHz läuft, mehr schaffen. Dabei ist auffällig, dass ein Core i9-9900KS den Takt von 5 GHz mit 1,329 V erreicht. Das schafften bisher nur die besten Core i9-9900K, die Intel nun als Core i9-9900KS aussortiert.

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Allzu viel Spielraum schien unsere CPU aber nicht mehr zu haben. Ohne jegliche Erhöhung der Spannung konnten wir nicht über 5,1 GHz hinaus gehen. Für 5,2 GHz waren schon 1,375 V notwendig, die 5,3-GHz-Schranke fiel mit 1,4 V. Womöglich haben wir ein eher schlechtes Modell erhalten, denn die ersten Tests zeigten Ergebnisse des Core i9-9900KS mit 5,2 bis 5,3 GHz ohne jegliche Erhöhung der Spannung.

Pretested auch bei Caseking

An dieser Stelle sei noch einmal darauf verwiesen, dass ein Core i9-9900KS ein gut selektierter Core i9-9900K ist. Diese sind beispielsweise bei Caseking als pretested Prozessoren erhältlich. Dort gibt es den Core i9-9900K mit garantierten 4,8, 4,9 und 5,0 GHz. Ein solches Angebot wird es sicherlich bald auch für den Core i9-9900KS geben – dann eben mit garantierten 5,2, 5,3 oder gar 5,4 GHz.

Der bei Caseking für das Pretesting verantwortliche Roman der8auer Hartung hat auf seinem YouTube-Kanal schon ein Video veröffentlicht, in dem ein Core i9-9900KS mittels Trockeneiskühlung über 6 GHz erreichte. Auf einzelnen Kernen haben die Profi-Overclocker vereinzelt schon 7,5 GHz erreicht.


Ein Verbrauch von mehr als 200 W für 5 GHz auf allen Kernen sind nicht notwendig. Auch ein Core i9-9900K erreicht dies mit weniger Verbrauch und demnach haben wir für den Core i9-9900KS versucht die 5 GHz auch mit weniger Spannung bzw. einem geringerem Verbrauch zu erreichen. Dazu haben wir alle automatischen Einstellungen im BIOS deaktiviert – zumindest die, die Einfluss auf die Spannung haben.

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Ohne Limitierungen genehmigt sich ein Core i9-9900KS auf dem ASRock Z390 Taichi gerne mal 1,329 V, was in einer Leistungsaufnahme von 213 W resultiert. Wir haben die Spannung schrittweise von 1,3, 1,29, 1,28 auf 1,25 V reduziert und immer wieder mittels prime95 oder powerMAX überprüft, ob auch weiterhin stabil die 5 GHz gehalten werden bzw. das System nicht abstürzt. Bei weniger als den eingestellten 1,25 V gab es nach kürzer Last bereits Abstürze.

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Bei einer eingestellten Spannung von 1,25 V lagen unter Last 1,2733 V an. Der Verbrauch lag bei etwa 165 W – deutlich weniger als die mehr als 200 W zuvor. Dennoch rechneten alle Kerne auf 5 GHz. Auch ein Compile-Vorgang über 20 Minuten lief stabil mit diesen Einstellungen.

Leistungsaufnahme

Nur CPU

in W
Weniger ist besser

Ein Core i9-9900KS muss also nicht das unlimitierte Verbrauchsmonster sein. Unser Test konnte bislang durchaus diesen Eindruck hinterlassen. Aber mit nur wenigen Handgriffen kann ihm dieses Verhalten aberzogen werden. Eine reduzierte Leistungsaufnahme von 213,7 auf 165,4 W entspricht einer Einsparung von fast 50 W. Die 5 GHz liegen weiterhin auf allen acht Kernen an.

Solche Werte sind mit einem üblichen Core i9-9900K nicht oder nur extrem selten möglich und dies zeigt das Binning, welches von Intel vorgenommen wird, am deutlichsten.


Ob nun ein Ryzen-Prozessor oder der neue Core i9-9900KS der aktuell beste Desktop-Prozessor ist, kommt darauf an, für welche Anwendungen das System verwendet werden soll. Geht es ausschließlich darum, Spiele zu spielen, dann ist der Core i9-9900KS die aktuell beste Wahl. In Auflösungen, in denen dem Prozessor eine wichtige Rolle zukommt, liegt der Core i9-9900KS immer an der Spitze der Benchmarks. Doch je höher die Details und je höher die Auflösung, desto wichtiger wird die Leistung der Grafikkarte. Dann rücken die Prozessoren von AMD und Intel wieder eng zusammen. Der Unterschied zwischen einem Core i9-9900KS und einem Core i9-9900K ist in Spielen kaum mehr vorhanden, da auch der Core i9-9900K schon extrem hoch taktet und eben nicht immer alle acht Kerne verwendet werden.

Schaut man sich die Workstation-Benchmarks an, ist das Bild zwischen dem Core i9-9900KS und Core i9-9900K ein leicht anderes, da acht Kerne auf 5 GHz noch einmal ein Plus von bis zu 5 % bedeuten können. Je nach Umfang dauert ein Rendering oder ein Encoding aber genauso lange. Hier zeigt sich dann der Vorteil der zwölf Kerne des Ryzen 9 3900X. Werden von der jeweiligen Anwendung mehr als acht Kerne verwendet, hat AMD derzeit die Nase vorne. Mit dem Ryzen 9 3950X wird dies noch einmal deutlicher werden, wenn der Prozessor dann im November offiziell an den Start gehen wird.

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Vieles hängt außerdem mit der Frage zusammen, mit welchen Einstellungen man den Core i9-9900KS arbeiten lässt. Allerdings trifft dies schon für den Core i9-9900K und andere aktuelle Intel-Modelle zu, denn offenbar lässt man den Mainboardherstellern einen großen Spielraum, was die Vorgaben von PL1, PL2 und Tau betrifft. Hält sich der Mainboardhersteller an die Vorgaben von Intel, arbeitet der Core i9-9900KS spätestens nach 28 s nicht mehr mit 5 GHz auf allen Kernen, weil dies mit einer TDP von 127 W schlichtweg nicht möglich ist. Da es keine strikten Vorgaben von Intel, sondern eher Empfehlungen sind, werden diese auch gerne ignoriert, was im Falle des Core i9-9900KS aber auch dafür sorgt, dass dieser seine 5 GHz immer abrufen kann – dann allerdings mit einer Leistungsaufnahme von 200 W und mehr.

Lässt man dem Core i9-9900KS also freien Lauf, erreicht dieser immer 5 GHz auf allen acht Kernen, genehmigt sich dann aber auch etwa 200 W und damit weit mehr, als der Core i9-9900K oder ein Ryzen 9 3900X. Die Temperaturen bleiben dabei gerade noch so im Rahmen.

Ein Prozessor für Enthusiasten

Der Core i9-9900KS ist ein Prozessor für Enthusiasten. Dies wird auch beim Preis deutlich. Ab 579 Euro ist er aktuell zu bekommen, während ein Core i9-9900K ab 500 Euro zu haben ist. Wir sprechen also von einem Aufpreis von 80 Euro. Dafür gibt es besagte Garantie auf 5 GHz, aber auch einen höheren Verbrauch. Man muss sich also den Vorteil schon schönreden, um den Aufpreis auf den Tisch zu legen – oder man kann und will es sich einfach leisten. Hinzu kommt: Ein entsprechend leistungsstarkes Mainboard ist notwendig, denn ansonsten verpufft die Leistung in der Spannungsversorgung.

Ein Ryzen 9 3900X mit zwölf Kernen und einem deutlichen Plus in der Multi-Threaded-Leistung kostet 549 Euro. Ein Ryzen 7 3800X mit ebenfalls acht Kernen ist ab 389 Euro zu haben und damit deutlich günstiger.

Wir sehen den Core i9-9900KS vielmehr als Ablöse des Core i9-9900K – wenn man sich ein kleines Zusatzplus leisten möchte. Der in Spielen bereits starke Core i9-9900K wird noch besser. Das Overclocking kann ebenfalls ein Argument sein. Der Prozessor hat das Potenzial, recht leicht mit 5,2 bis 5,3 GHz zu arbeiten. Alleine dies macht ihn für den einen oder anderen Nutzer interessant.

An dieser Stelle geht unser Dank noch einmal an Caseking, die uns den Core i9-9900KS zur Verfügung gestellt haben. Dort ist der Prozessor ab 599 Euro zu haben und sogar noch auf Lager.

Preise und Verfügbarkeit
Intel Core i9-9900KS
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar