Core i9-7980XE und i9-7960X: Intels Konter für Threadripper

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Lange darf AMD den Platz an der Sonne nicht für sich beanspruchen: Nach etwas über einem Monat kontert Intel mit dem Core i9-7980XE und dem Core i9-7960X sowie zwei kleineren Modellen AMDs Ryzen Threadripper. Das klare Ziel ist es, in den Benchmarks wieder ganz vorne zu sein und AMD den Platz 1 nicht allzu lange zu überlassen. Bei CPU-Preisen von bis zu 2.000 Euro geht es dabei wohl ausschließlich um diesen Punkt. Wir schauen uns die beiden Core-Boliden trotzdem genauer an.

In diesem Jahr ist Musik im CPU-Markt: Erst Mitte August hatten wir mit dem Ryzen Threadripper 1950X einen neuen Spitzenreiter im Test. Zuvor hatten wir in diesem Jahr bereits AMDs Ryzen 7 1800X, 1700X und 1600X getestet, anschließend kam Intels Skylake-X. Ganz am Anfang des Jahres war von dieser CPU-Explosion noch nichts zu ahnen - der Kaby Lake Core i7-7700K machte aber im Januar den Start ins interessante CPU-Jahr.

Nach AMDs 16-Kerner kommen nun also auch von Intel noch zwei Modelle mit 16 und 18 Kernen für den HEDT-Markt (High-End-Desktop). Ausgerichtet für alle Anwendungen aus dem Bereich "Megatasking" sollen Intels Core i9-7980XE und Core i9-7960X in sämtlichen Benchmarks wieder ganz vorne stehen. Der Konter war von Intel schon zur Computex angekündigt worden, letztendlich ist der Vorstoß aber auch vollkommen verständlich.

Zuletzt konnte AMD im Handel bereits ein paar kleinere Erfolge verbuchen: Mindfactory meldete beispielsweise, dass im August mehr AMD- als Intel-Prozessoren verkauft worden sein. Allerdings betrifft dies natürlich nur den relativ kleinen DIY-Markt, oder aber den Großteil der Hardwareluxx-Leser. Nicht berücksichtigt sind aber der große OEM-Markt und auch der Notebook-Bereich, in dem weitaus größere Stückzahlen gehandelt werden und in denen auch längerfristige Verträge existieren. Trotzdem kann man auf Intels Seite einen Threadripper nicht allzu lange an der Spitze der Charts stehen lassen - sonst bekommen auch technisch weniger versierte Anwender mit, dass ein AMD-Prozessor schnell unterwegs ist.

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Intels neue Topmodelle schauen wir uns natürlich genauer an - und vergleichen sie mit den bislang getesteten CPUs am Markt. Beginnen wir zunächst einmal mit einer technischen Übersicht:

Core X und Threadripper im Vergleich
Modell Core i9-7980XE Core i9-7960X Core i9-7900X Threadripper 1950X
Preis 2.380 Euro 1980 Euro 940 Euro 960 Euro
Sockel Sockel 2066 Sockel 2066 Sockel 2066 TR4
Kerne / Threads 18 / 36 16 / 32 10 / 20 16 / 32
Basis-Takt 2,6 GHz 2,8 GHz 3,3 GHz 3,4 GHz
Boost-Takt - - - 4,0 GHz
All-Core-Boost/Turbo 3,4 GHz 3,6 GHz 4,0 GHz 3,6 GHz
Intel:
Max. Turbo
AMD:
XFR-Takt
4,4 GHz 4,4 GHz 4,5 GHz 4,2 GHz
L3 + L2-Cache 42,75 MB 38 MB 23,75 MB 40 MB
PCI-Express-Lanes 44 44 44 60 + 4
TDP 165 W 165 W 140 W 180 W

Beginnen wir mit einem kleinen technischen Vergleich: Um 16 oder sogar 18 Kerne auf einem Die unter zu bekommen, muss der CPU-Hersteller einige Kompromisse eingehen. Statt 140 W TDP wie beim 10-Kern-Modell besitzen der Core i9-7960X und 7980XE nun eine TDP von 165 Watt - immer noch weniger als bei AMDs Threadripper mit 180 Watt - allerdings sind die Werte bei den beiden Herstellern nur eingeschränkt miteinander vergleichbar und die tatsächliche Leistungsaufnahme sieht auch anders aus.

Um die TDP aber nicht noch weiter nach oben setzen zu müssen, bleibt nur der Kompromiss, die Taktfrequenz der Prozessoren abzusenken. Im Turbo-Betrieb mit allen Kernen leistet der 18-Kerner somit nur noch maximal 3,4 GHz, während der 10-Kerner noch 4,0 GHz schaffte. Nur wenn Intel den Turbo 3.0 auspackt, rechnen die beiden besten Kerne noch mit 4,4 GHz Taktfrequenz und somit fast so schnell wie bei den 4,5 GHz des Core i9-7900X. Auch der Basis-Takt ist entsprechend niedriger. AMD handhabt dies ähnlich.

Beim Cache - und das hatten wir auch schon in unserem Core i9-7900X-Testbericht ausgeführt - wechselt Intel auf einen non-inclusive L3-Cache, weiterhin wird auch die Zuordnung zu den Kernen geändert: Pro Kern existieren 1 MB privater L2-Cache sowie insgesamt 1,375 MB an L3-Cache. Diese entsprechen in Summe in etwa der Cache-Summe des Threadripper-Modells, der ebenso ungefähr 40 MB L2+L3-Cache mitbringt. Während bei Intel jedoch der Prozessor aus einem einzelnen Die besteht, setzt AMD die Threadripper aus zwei Dies zusammen, die über einen Interconnect verbunden werden. Das hatten wir ausführlich in unserem Threadripper-Test beschrieben.

Beide Prozessormodelle setzen auf Quad-Channel-DDR4 mit 2.666 MHz und bieten eine hohe Anzahl an PCIe-3.0-Lanes an. Bei Intel sind die Top-Prozessoren dabei mit vollen 44 Lanes ausgestattet, die kleineren Modelle mit nur 28 oder noch weniger PCIe-Lanes. AMD liefert alle Threadripper mit 60+4 PCIe-3.0-Lanes aus.

Bei einem Blick auf CPU-Z zeigen sich alle technischen Details der Core i9-7980XE und Core i9-7960X noch einmal:

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In diesem Test müssen wir auf die Architektur von Skylake X nicht weiter eingehen - diese hatten wir schon im Testbericht des Core i9-7900X ausführlich beschrieben. Wer über den Mesh-Bus statt Ring-Bus etwas lesen möchte oder über den X299-Chipsatz mehrere Details wissen möchte, dem empfehlen wir diesen Artikel oder unsere Mainboard-Tests zum X299.

Insofern steigen wir bei diesem Test gleich mit dem Testsystem und den Benchmarks ein.


Für den Skylake-X- und Kaby-Lake-X-Test haben wir das erste Mal ein neues Testsystem eingesetzt, das wir für Threadripper auch verwendet haben und auch bei zukünftigen CPU-Launches verwenden. Die beiden neuen Skylake-X-Modelle wollten wir in derselben Konfiguration testen. Allerdings hatte das verwendete ASUS Prime X299A in der BIOS-Revision 0208 Probleme mit der Turbo-Erkennung des Core i9-7980XE. Wir mussten also das Board wechseln - für den Core i9-7980XE kam also das ASUS X299 Apex zum Einsatz, das ohne Probleme funktionierte. Um die Platinen möglichst vergleichbar zu machen, wurden die Einstellungen im BIOS gleich übernommen. Aufgrund der besseren Ausstattung kann es - gerade im Idle-Betrieb - aber zu kleinen Verfälschungen beim Idle- und Last-Verbrauch kommen. Im Test haben wir das später entsprechend vermerkt.

Folgende Komponenten kommen für die verglichenen Prozessoren zum Einsatz:

TR4-Plattform:

LGA1151-Plattform:

LGA2011-3-Plattform:

LGA2066-Plattform:

AM4-Plattform:

Für alle Systeme identisch:

Die Benchmarks zu diesem Test wurden, wenn nicht anders angegeben, mit dem Energieprofil "hohe Leistung" durchgeführt. Nur bei den Stromverbrauchsmessungen haben wir dieses teilweise abgeändert. Für die Messungen des Stromverbrauchs und der CPU-Leistungstests kommt eine NVIDIA GeForce 1050 TI zum Einsatz. Für die Spiele nutzen wir eine GeForce 1080 GTX TI. Beim Speicher haben wir zunächst überprüft, dass keiner der Benchmarks von einem Speicherausbau oberhalb von 16 GB profitiert. Da wir festgestellt haben, dass bei Quad- und Dual-Channel-Systemen die Art des eingesetzten Speichers (zwei Module, vier Module, acht Module) einen größeren Einfluss auf die Performance hat, testen wir mit unterschiedlichem Speicherausbau, aber mit identischen Speichermodulen, um diesen Effekt zu beseitigen. Es hat also kein System einen Vor- oder Nachteil aufgrund einer anderen Speicheradressierung durch unterschiedliche Speichermodule.

Bei den Spiele-Benchmarks wurden alle Auflösungen auf Full-HD-Auflösung durchgeführt, da wir nicht die GPU als Schwachstelle im System haben wollen. Ist die GPU der Engpass, lassen sich keine Unterschiede für die Prozessoren mehr ablesen. Zum einen geben wir die durchschnittlichen fps (Frames pro Sekunde) in gewohnter Weise an, zum anderen aber auch die Frametimes. Dies ist die Zeit, in dem 99% aller Frames im Testablauf berechnet werden können. Das obere 1% wird verworfen, um Fehler im Rendering bei den Messungen auszuschließen. Ein niedriger Zeitwert bedeutet hier eine geringe Verzögerung, um den nächsten Frame zu berechnen und ist deshalb als besser zu betrachten. Dauert die Berechnung des nächsten Frames länger, ist auch ein "Ruckler" wahrscheinlicher.

Overclocking der Core i9-7980XE und i9-7960X

Beim Übertakten eines Prozessors mit derart vielen Kernen - sei er nun von AMD oder Intel - wird die Kühlung und die Leistungsaufnahme zu einem extremen Problem. Hierbei hat sich beim Skylake-X mit "nur" zehn Kernen schon gezeigt, dass die Stromversorgung des Systems ziemlich wichtig ist. Es wurde von Kabel-Überhitzung gesprochen, wenn nur ein 8-Pin-CPU-Stecker auf dem Mainboard anzuschließen ist, aber auch die VRMs wurden manchmal sehr heiss. Wer vor hat, einen derartigen Prozessor zu übertakten, muss also einige wichtige Punkte beachten:

Im Fall unserer 16- und 18-Kern-Modelle im Test nutzten wir zum Übertakten eine Custom-Wasserkühlung mit einem EK-Supremacy-Kühler und einem 480-mm-Radiator. Anders ließ sich die Abwärme nicht abführen, denn bereits der 16-Kerner Core i9-7960X erreichte mit 1,2 V Spannung und 4,7 GHz Taktfrequenz eine Abwärme für das Gesamtsystem von 540 Watt - bei reiner CPU-Last. Die CPU-Temperatur ging bei einigen Kernen zwar kurzzeitig im Maximum auf bis zu 83°C, blieb insgesamt aber eher im hohen 60°C-Bereich. Diese Tests mussten wir allerdings auch auf dem ASUS Rampage IV Apex durchführen - auf dem X299 Aorus Gaming 7 liefen die Cores beim Übertakten schon aufgrund einer Schutzfunktion bereits mit entsprechenden Wartezyklen, wir bekamen bei Cinebench R15 nur noch 2.100 Punkte trotz Übertaktung.

Der größere Core i9-7980XE erreichte nicht die 4,7 GHz des kleineren Bruders, aber immerhin 4,6 GHz in der Übertaktung. Auch hier mussten wir 1,2 V Spannung einstellen, die Temperaturen und auch die Leistungsaufnahme waren ähnlich. Knapp 550 Watt zog dieses Setup aus der Steckdose. Die Performance lag mit 4.431 Punkten im Cinebench R15 noch einmal etwas höher und somit auf einem neuen Rekordwert.

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Beeindruckende Ergebnisse also - und auch eine beeindruckende Leistungsaufnahme. Das Übertakten eines solchen Monsters wird also nicht einfach, sicherlich wird man an einigen Punkten zu kämpfen haben: Abwärme, Stromzufuhr, VRMs, aber sicherlich auch mit diversen Schutzmechanismen der Mainboardhersteller, denn eine solche Belastung könnte bei diversen Boards zu Problemen führen, wenn die Spannungsversorgung nicht dafür ausgelegt ist. Letztendlich ist eine fast 2,2-fache-Leistungsaufnahme bei "nur" 33% mehr Performance im Fall des Core i9-7960X aber auch ein Anzeichen dafür, dass dieser Betrieb ein brutaler Test für jede Komponente im PC ist.

Energieverbrauch

Folgende Benchmarks wurden durchgeführt, wobei wir immer den Wert für das komplette System angeben, also nicht nur für die CPU:

Um einem eventuellen Windows-Problem bei Ryzen aus dem Weg zu gehen, haben wir sowohl mit dem Energieprofil "Balanced" wie auch mit High Performance getestet. Wie aber auch im letzten Skylake-X-Test ergaben sich dazu fast keine Unterschiede. Hinzu kommt ein Rendering-Durchlauf eines 4K-Videos mit Premiere Pro. Beim Idle-Stromverbrauch und bei Premiere pro haben wir den Gesamtstromverbrauch über fünf Minuten protokolliert und ihn dann auf den Verbrauch umgerechnet.

Stromverbrauch – Idle

5 Min. gemittelt

Watt
Weniger ist besser

Stromverbrauch – Last

Cinebench 15

Watt
Weniger ist besser

Stromverbrauch – Last

Premiere Pro - 4K

Watt
Weniger ist besser

Beginnen wir mit dem Idle-Stromverbrauch: Das, was wir am Threadripper kritisiert haben, macht Intel besser. Auch mit 18 Kernen verbraucht ein X299-System nicht wirklich viel und schaltet größte Teile der CPU ab. AMDs Threadripper zeigte hingegen noch knapp über 70 Watt im Idle-Betrieb, in unseren Augen ein Kritikpunkt für die Plattform.

Unter Last bricht Intel hingegen Rekorde: 280 Watt Leistungsaufnahme vom Gesamtsystem sind beim Core i9-7980X ein sehr hoher Wert, den wir so bei einer CPU noch nicht gesehen haben. Aber die CPU ist natürlich in Cinebench auch super schnell - kann also vergleichsweise schnell wieder in den Idle-Betrieb zurückgehen. Das alte "hurry up and get idle"-Prinzip von Intel funktioniert hier also noch, auch wenn man natürlich den hohen Stromverbrauch trotzdem nicht wirklich positiv bewerten kann. Immerhin schenken sich AMD und Intel nichts: 16 Kerne brauchen unter Last ungefähr gleich viel.


Die folgenden Benchmarks beziehen sich auf die Erstellung von Content: Bei Adobe Lightroom 6 werden RAW-Fotos zu JPEGs mit diversen Filtern konvertiert. In Photoshop CC 2017 wird zum einen über ein Skript ein Bild bearbeitet, in einem zweiten Test werden mehrere hochauflösende Bilder zu einem Panorama zusammen gesetzt. Bei Adobe Premiere Pro 2017 wird ein 4K-Video zusammengestellt und gerendert, aus vier Quellen, mit Farbkorrekturen und anderen Effekten.

Photoshop CC 2017 – Fotobearbeitung

Sekunden
Weniger ist besser

Photoshop CC 2017 – Panorama

Sekunden
Weniger ist besser

Lightroom 6 – Export

Sekunden
Weniger ist besser

Premiere Pro 2017

4K Video Rendering

Sekunden
Weniger ist besser

Intel holt sich fast überall die Führung zurück: Wo Threadripper in unserem letzten Test den ersten Platz ergattern konnte, sitzt jetzt wieder Intel. Nur in unserem Premiere Pro-Benchmark ist es Intel um eine Sekunde nicht gelungen, am Threadripper 1950X vorbei zu kommen.


Nach der Content-Erstellung kommt das Encoding: Wir verwenden StaxRip, um HD Video in H.264 und H.265 zu konvertieren. Zudem messen wir, wie lange es dauert eine Stunde unkomprimiertes Audio mit FLAC zu konvertieren.

StaxRip - x264

fps
Mehr ist besser

StaxRip – x265

fps
Mehr ist besser

Flac

Wav-Datei zu Flac

Sekunden
Weniger ist besser

Bei StaxRip gibt es in beiden Benchmarks einen klaren Sieg für die neuen Core-X-Modelle.

Bei Flac zeigte sich, dass eventuell seit dem Test des Core i9-7900X auch BIOS-Versionen etwas bringen können: Wir mussten natürlich alle Boards "fit" für den Core i9-7980XE und Core i9-7960X machen, insofern waren neue BIOS-Varianten notwendig. Diese führten dazu, dass in einigen Benchmarks die "neuen" Modelle deutlich vor beispielsweise dem Core i9-7900X lagen. Die älteren CPUs werden wir zu einem späteren Zeitpunkt auf der Plattform nachtesten.

Der Core i9-7980XE liegt hier zudem hinter dem Core i9-7960X, da Flac nur mit bis zu 16 Kernen skaliert - darüber hinaus hat der Takt einen höheren Einfluss, also gewinnt der "kleinere" 16-Kerner gegen den 18-Kerner.


Cinebench steht natürlich auch auf unserem Testparcours, wobei wir die verschiedenen Tests dieses Mal einzeln angeben und nicht nur die reine Gesamtpunktzahl darstellen. Hinzu kommt Blender als 3D-Rendering-Software. Multicore-Optimierungen haben beide Benchmarks, also sollten sich die Prozessoren mit mehr Kernen auch weiter oben positionieren können:

Cinebench 10

(Multi-CPU, 32-bit)

Cinebench Punkte

Cinebench 15

Single Threaded

Cinebench Punkte

Cinebench 15

Multi Threaded

Cinebench Punkte

Cinebench 15

Multi Threaded (Energie-Profil Ausbalanciert)

Cinebench Punkte

Blender 2.78c

Sekunden
Weniger ist besser

Cinebench 10 wird langsam zu alt zum Messen - das merkt man beim Core i9-7980XE. Er schneidet hier schlechter ab als der 16-Kerner, da die Software die 18 Kerne nicht vollständig ausnutzt. Insofern wird dieser Benchmark von uns demnächst endgültig aussortiert.

Bei Cinebench 15 werden alle Kerne genutzt - und somit sehen wir hier neue Rekorde. Die 16 Kerne des Threadrippers und Core i9-7960X scheinen ungefähr dieselbe Performance mitzubringen, aber der Core i9-7980XE legt noch einen oben drauf. Auch bei Blender kann Intel wieder den Spitzenplatz zurückerobern.


Bei den Datenkompressions- und Verschlüsselungs-Benchmarks setzen wir ebenso auf alte Bekannte: 2GB an Daten haben wir mit 7Zip und Winrar gepackt. AIDA64 nutzen wir, um die Zlib Compression zu messen. Weiterhin haben wir die AES-, Hash-, VP8-, Julia- und Mandel-Tests des Benchmarks mit aufgelistet.

7-Zip

2 GB packen

Sekunden
Weniger ist besser

Winrar 5.40

2 GB packen

Sekunden
Weniger ist besser

AIDA64 (5.90.4247)

AES

MB/s
Mehr ist besser

AIDA64 (5.90.4247)

Hash

MB/s
Mehr ist besser

AIDA64 (5.90.4247)

Julia

Mehr ist besser

AIDA64 (5.90.4247)

Mandel

Mehr ist besser

AIDA64 (5.90.4247)

VP8

Mehr ist besser

AIDA64 (5.90.4247)

Zlib

MB/s
Mehr ist besser

Ein paar Anmerkungen hierzu: Winrar nutzt nicht sämtliche Cores - insofern sind die Threadripper-Modelle hier wie auch die Core i9 im Nachteil, sie können ihre Stärke nicht komplett ausnutzen. 7-Zip skaliert hingegen schön mit den Threads. Insgesamt kommt Intel in allen Benchmarks wieder auf die ersten Plätze.


Den Jetstream-Benchmark für Chrome nutzen wir auch in diesem Test, er testet den Prozessor auf seine Browser-Fähigkeiten, insbesondere für Javascript. Microsoft Office 2016 verwenden wir ebenso, wobei wir hier 1000 Seiten nach PDF exportieren lassen. Auch für Microsoft Excel haben wir einige Tests, unter anderem den bekannten Monte-Carlo-Algorithmus.

Microsoft Word 2016

Export: 1.000 Seiten als PDF

Sekunden
Weniger ist besser

Microsoft Excel 2016

Monte Carlo

Sekunden
Weniger ist besser

Chrome 58 – Jetstream

Mehr ist besser

Während Excel hervorragend skaliert, je mehr Threads zur Verfügung stehen, sieht man, dass Word nun nicht einer CPU mit vielen Kernen bedarf. Hier ist wieder einmal der Takt ausschlaggebend (Single-Core-Performance). Dies gilt auch für den Chrome 58-Jetstream-Benchmark. Für Word und den Browser wird man sich aber kaum einen Threadripper oder Core i9 kaufen.


Natürlich dürfen in einem CPU-Test auch einige synthetische Benchmarks nicht fehlen, so der PC-Mark und Geekbench. Die gesammelten Werte finden sich auf dieser Seite:

Geekbench 4.1 – Crypto

CPU Single-Core

Punkte
Mehr ist besser

Geekbench 4.1 – Floating Point

CPU Single-Core

Punkte
Mehr ist besser

Geekbench 4.1 – Integer

CPU Single-Core

Punkte
Mehr ist besser

Geekbench 4.1

CPU Single-Core

Punkte
Mehr ist besser

Geekbench 4.1

CPU Multi-Core

Punkte
Mehr ist besser

Zu PC Mark 8 eine kleine Anmerkung: Der Creativity-Teil des Benchmarks läuft auf Threadripper nicht, ein Durchlauf ist nur möglich, wenn man die Anzahl der Kerne im Taskmanager limitiert. Da dies aber natürlich die Benchmarkergebnisse verzerrt, haben wir in den Ergebnissen nur den Home- und Work-Teilbereich aufgeführt.


Bislang gehörte Battlefield 1 nicht in unser Portfolio, aber nach unserem Test des Ryzen 7 1800X und der Anmerkung unserer Community, das Spiel mit aufzunehmen, befindet es sich jetzt im Portfolio. Es ist ein CPU-intensives Spiel, bei unserer Full-HD-Auflösung schafft es aber die 1080 TI gerade einmal, größere Unterschiede messbar zu machen. So liegen hier die als "Gaming-Prozessor" bislang vermarkteten Core i7-7700K eigentlich mit am besten, sechs Kerne mehr bringen nur wenig Beschleunigung. AMDs Ryzen-Prozessoren hängen generell etwas hinterher.

FPS-Messungen

Battlefield 1 (DX12) – 1920x1080

Medium

fps
Mehr ist besser

Battlefield 1 (DX12) – 1920x1080

Ultra

fps
Mehr ist besser

Frametimes

Battlefield 1 (DX12) – 1920x1080

Medium

ms
Weniger ist besser

Battlefield 1 (DX12) – 1920x1080

Ultra

ms
Weniger ist besser

In Spielen - und das wird sich durch die komplette Spiele-Liste ziehen, die wir getestet haben - ist Intels Core i9 sowieso durchgehend schneller als AMDs Threadripper. Allerdings liegt so wie hier oftmals auch der Core i9-7960X vor dem Core i9-7980X, weil Spiele größtenteils nicht die hohe Kernanzahl nutzen und somit eher von einem höheren Takt profitieren. Aus diesem Grund liegen in der Regel auch die Modelle der Mainstream-CPU-Serie vorne, die durchweg höher getaktet werden.


Während Battlefield I ein sehr CPU-intensives Spiel ist, sieht man im Benchmark von Doom relativ schnell, dass die Grafikkarte der limitierende Faktor ist. Allerdings sausen hier bei Medium- und Ultra-Settings auch schon 200fps über den Bildschirm. Unterschiede lassen sich höchstens noch bei den Frametimes messen, aber auch hier ist der Unterschied vom Minimum (5,6 ms) zum Maximum (6,5 ms) quasi zu vernachlässigen.

FPS-Messungen

Doom (Vulkan) – 1920x1080

Medium

fps
Mehr ist besser

Doom (Vulkan) – 1920x1080

Ultra

fps
Mehr ist besser

Frametimes

Doom (Vulkan) – 1920x1080

Medium

ms
Weniger ist besser

Doom (Vulkan) – 1920x1080

Ultra

ms
Weniger ist besser


GTA V scheint zwar Berechnungen auf mehrere Kerne zu verteilen, aber so wie es aussieht auf maximal vier Threads, denn die Prozessoren mit mehr als vier Kernen können sich nicht signifikant absetzen. Zudem scheinen die Threads auch nicht den Turbo-Betrieb des Core i9-7900X auszunutzen, denn sonst würde er auf einem Niveau mit dem 7700K und dem 7740X an der Spitze liegen. Auch Threadripper hat mit dem Spiel seine Problemchen, das Abschalten von SMT soll in einigen Bereichen helfen. In unserem Benchmark kam es aber zumindest nicht zu Problemen.

FPS-Messungen

GTA V - 1920x1080

Medium

fps
Mehr ist besser

GTA V - 1920x1080

Ultra

fps
Mehr ist besser

Frametimes

GTA V – 1920x1080

Medium

ms
Weniger ist besser

GTA V – 1920x1080

Ultra

ms
Weniger ist besser


Prey zeigt immer sehr interessante Ergebnisse: Im Skylake-X-Test reihten sich die neuen Prozessoren hinter den alten Modellen ein und auch Threadripper zeigt ein interessantes Verhalten:

FPS-Messungen

Prey – 1920x1080

Medium

fps
Mehr ist besser

Prey – 1920x1080

Ultra

fps
Mehr ist besser

Frametimes

Prey – 1920x1080

Medium

ms
Weniger ist besser

Prey – 1920x1080

Ultra

ms
Weniger ist besser


The Whitcher 3 ist nicht Multicore-optimiert. Entsprechend sieht man die höhergetakteten CPUs auch an der Spitze - allen voran der Core i7-7700K.

FPS-Messungen

The Witcher 3 – 1920x1080

Medium