Test: Intel Xeon E3-1230 v5 (Skylake)

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logo xeonVor ein paar Tagen stellte Intel die Xeon-Prozessoren mit Sockel 1151 aus der Skylake-Familie vor. Diese sind hauptsächlich für den Workstation- und Entry-Level-Server-Bereich gedacht, die Vorgänger-CPUs fanden sich aber auch in vielen PCs unserer Leser wieder. Der Clou der Prozessoren ist das Vorhandensein von Hyperthreading und das gleichzeitige Fehlen der GPU bei vielen Modellen. Damit eignen sich die Prozessoren besonders für Systeme, die eine dedizierte Grafikkarte besitzen, die die normalerweise bei Skylake-Prozessoren integrierte Grafik somit überflüssig macht. Wir haben die aktualisierten Xeons in Form des Xeon E3-1230v5 im Test.

Gerne hätten wir schon zum Launch einen Test gezeigt, ähnlich wie bei den Skylake-Modellen Core i7-6700K und i5-6600K. Doch Intel hat für die Xeon E3-1200v5-Modelle trotz identischem Sockel erstmals einen Riegel beim Chipsatzsupport vorgeschoben: So probierten wir nach dem Erhalten des Prozessors mehrere Z170-Mainboards aus, größtenteils starteten die Platinen noch nicht einmal, auf anderen zeigte das Debug-LED nur CPU-Fehlermeldungen an. Die Mainboardhersteller bestätigten uns noch vor dem Launch des Prozessors, dass bislang kein Support der Xeon-Reihe in Z170 möglich sei und dedizierte Mainboards im November ausgeliefert werden sollten.

Doch wie sollten wir das gute Stück testen, ohne passendes Mainboard? Selbst Intel konnte hier nicht helfen, und so blieb nur das Warten auf das erste passende Mainboard, das bei uns in der Redaktion eintrudelt. Dieses kam letztendlich nicht von den üblichen Verdächtigen ASUS, ASRock, Gigabyte und MSI, sondern von... Fujitsu! Der Augsburger Hersteller kontaktierte uns direkt nach dem Xeon-Launch und schaffte es schon nach einer Woche, uns eine C236-Platine zuzusenden - in Form des brandneuen Industrial-Mainboards D3417-B. Diese Platine unterstützt die 6. Generation Core-Prozessoren, inklusive der i3/i5/i7-Modelle, aber auch die neuen Xeons. Natürlich ist die Platine keine "Rampage Godlike Gaming 1"-Variante, sondern für den OEM-Markt gemacht. Sie ist auf 24-Stunden-Betrieb ausgelegt und nicht auf Overclocking - aber für unseren CPU-Test ist die Platine vollkommen ausreichend.

Intel schickte kurz vor dem Xeon-Launch den Xeon E3-1230v5. Der mit 3,4 GHz eingestufte Prozessor läuft im Turbo auf mit bis zu 3,8 GHz bei einer TDP von 80 W. Beim Cache, Speicherinterface und den meisten weiteren Merkmalen ist er fast identisch mit dem Core i7-6700 (ohne K), der allerdings etwas mehr (Turbo-)Taktfrequenz mitbringt und eine integrierte GPU (Intel HD Graphics 530) besitzt. Das ist der einzige Unterschied, der jedoch wohl kaum ins Gewicht fällt, wenn eine dedizierte Grafikkarte eingesetzt wird. Der große Vorteil der Xeon-CPUs war für Privatanwender bislang der preisliche Vorteil: Der günstigste Core i7 mit Hyperthreading liegt momentan bei 308 Euro in unserem Preisvergleich, es ist der Core i7-6700T. Der ist aber mit "nur" 2,8 GHz deutlich langsamer, der Core i7-6700 liegt bei 316,69 Euro. Für vergleichbare Performance zahlt man beim Xeon also mindestens 40 Euro weniger:

Noch einen zweiten Vorteil hat der Xeon: Im Vergleich zu den preislich gleichen Core i5- und Core i7-Modellen bringt er auch oftmals die volle Ausbaustufe beim Cache mit. So sind die Core i5-Modelle auf 6 MB Cache beschnitten, der Xeon E3-1230v5 hat jedoch 8 MB Cache. Auch dies führt zu einer etwas besseren Performance. Alle Features im Überblick haben wir in der folgenden Tabelle festgehalten: 

Xeon und i7 im Vergleich
 Xeon E3-1230v5Core i7-6700KCore i5-6600K
Prozessor-
Kern
Skylake Skylake Skylake
Fertigungstechnologie 14 nm 14 nm 14 nm
Sockel 1151 1151 1151
Speicher 2 Channel DDR4/DDR3L
ECC-Unterstützung
2 Channel DDR4/DDR3L 2 Channel
DDR4/DDR3L
Cores / Threads 4 / 8 4 / 8 4 / 4
L3-Cache-Größe 8 MB 8 MB 6 MB
Grafikkern HD Graphics 530 HD Graphics 530
GPU-Frequenz 1,15 GHz 1,15 GHz
Basisfrequenz 3,4 GHz 4,0 GHz 3,5 GHz
max. Turbo (1 Core) 3,8 GHz 4,2 GHz 3,9 GHz
max. Turbo (4 Core) 3,5 GHz 4,1 GHz 3,6 GHz 
Offener Multiplikator nein K: ja, non-K: nein K: ja, non-K: nein
TDP 80 W 91 W 91 W
PCIe Lanes 16x PCIe 3.0 16x PCIe 3.0 16x PCIe 3.0
Preis 279 Euro 385 Euro 274 Euro

Nun gibt es natürlich auch einige Xeons, die sich hier deutlich unterscheiden, denn Intel liefert auch Modelle mit Grafik (zu erkennen an der letzten Nummer im Produktnamen: 5) und zukünftig wohl auch mit weniger Cores und ohne Hyperthreading aus. Die wichtigsten Modelle haben wir auf Seite 3 zusammengefasst. Auf Seite 2 schildern wir hingegen alles über die neuen Chipsätze, die eigentlich gar nicht so neu sind. Und dann gehen wir auch gleich in die Benchmarks. Ausfallen müssen das Overclocking und Undervolting bei unserem CPU-Test, denn zum einen ist der Xeon hierfür von Intel nicht freigegeben, weiterhin unterstützt das Fujitsu-Board aber auch keinerlei derartigen Optionen. 


Welches Board kann man nun eigentlich für den Xeon E3-1200v5 verwenden, wenn die Z170/H170/Q170/Q150/B150- und H110-Chipsätze nicht funktionieren? Momentan werden ausschließlich Platinen aus der "Greenlow" genannten C230-Serie, also die C232- und C236-Chipsätze, unterstützt. Der erstgenannte Chipsatz ist dabei noch nicht einmal vorgestellt - hier gibt es nur vage Informationen, die von Intel noch nicht bestätigt sind. Wir rechnen mit einer Einführung des Chipsatzes Mitte November.

Über den C236 darf man jedoch schon offiziell sprechen und so hatten wir hier in den letzten Tagen bereits ein paar Boardvorstellungen von Gigabyte, ASRock und Supermicro, weitere werden folgen. Allerdings sieht es so aus, dass die meisten Boards erst im November verfügbar werden. Das uns von Fujitsu zugesendete Micro-ATX-Board besitzt auch den C236-Chipsatz. Intel stellt für die Chipsatzserie vor allen Dingen heraus, dass die I/O-Anbindung der einzelnen Geräte verbessert worden ist und man weiterhin auf alle Skylake-Verbesserungen des "Tocks" und die bessere Energieeffizienz zurückgreifen kann. Das kommt bekannt vor: Es sind auch die entsprechenden Vorteile des Z170-Chipsatzes.

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Vergleicht man den C236 mit dem Z170, fallen einem zunächst keine Veränderungen auf: Der C236 hat ebenso 20 PCIe-3.0-Lanes, auch er kann maximal 10 USB-3.0-Ports bereitstellen. Der Chipsatz unterstützt jetzt aber auch acht SATA-6G-Schnittstellen, was für den Workstation-Bereich im Vergleich zu seinem Vorgänger eine deutliche Verbesserung ist und Zusatzschnittstellen obsolet werden lässt. Unterstützt wird auch die Rapid Storage Technology samt NVMe und M.2. Im Vergleich zum Desktop-Pendant kommt der Chipsatz - bzw. die CPU - jetzt auch mit ECC-Speicher zurecht (sowohl UDIMM ECC als auch SODIMM ECC), als Business-Feature ist auch vPro/AMT11.0 enthalten.

Interessanterweise unterstützen die C230-Chipsätze wohl auch alle Core i3/i5/i7-Modelle - zumindest tauchen alle in der Kompatibilitätsliste des Fujitsu-Boards auf. Auch sollen die kommenden Xeon-Prozessoren E3-1500v5 in den C230-Mainboards ohne Probleme laufen. Diese Prozessoren besitzen die GT4e-Grafik, also entsprechend mehr Execution-Units und den Embedded-DRAM. Für mobile Workstations soll es auch einen CM236 geben, der mit nur 3,4W TDP kommen soll und so für Notebooks mit Xeon-Prozessor eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger sein soll.


Der uns vorliegende Xeon E3-1230v5 ist eher eines der kleineren Xeon-Modelle am Markt. Aber auch der Xeon hat bereits Hyperthreading und 8 MB L3-Cache, was ihn im Vergleich zu den Desktop-Modellen auszeichnet. CPU-Z hat mit dem E3-1230v5 momentan noch so seine Probleme beim Auslesen. Allerdings kann man schon einige Dinge erkennen:

xeonV5

xeonV5 2

CPU-Z erkennt den Prozessor noch fehlerhaft als Core i7-6700, wobei er aber mit diesem Modell recht viel gemeinsam hat. Ähnliche Taktfreuenzen, Hyperthreading und der L3-Cache sind hier zu nennen. Die TDP gibt CPU-Z richtig mit 80 Watt an. Da keine GPU vorhanden ist, steht diese TDP ausschließlich den Kernen zur Verfügung. Unser Modell kann die Leistung zwischen 800 MHz und 3,8 GHz je nach Last anpassen, für die Spannungsangaben sollte man jedoch noch nicht die Hand ins Feuer legen.

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Wer etwas mehr Geld ausgeben will, bekommt bei Intel auch entsprechend schnellere Topmodelle, die sich jedoch nur bezüglich des Taktes unterscheiden. Das Topmodell, der Xeon E3-1280v5 ist bislang noch nicht bei uns im Preisvergleich gelistet, ebenso wie die "L"-Modelle mit einer niedrigeren TDP. Für die nicht gelisteten Modelle haben wir die Intel-Marktpreise in die Tabelle aufgenommen. Vergleicht man die bereits verfügbaren Modelle, wäre der Xeon E3-1230v5 sicherlich das interessanteste Modell, da für 100 MHz Taktgewinn bereits 50 Euro mehr gezahlt werden müssen. Wer wirklich ein schnelleres Modell benötigt, könnte zum Xeon E3-1270v5 greifen, der mit 349 Euro aber auch schon recht teuer ist. 

Alle Xeon-E3-1200v5-Modelle in der Übersicht
ModellKerneHTCPU-Takt/
Turbo
L3-CacheGrafikGPU-
Takt
TDPPreis
Xeon E3-1280v5 4 ja 3,7 / 4,0 GHz 8 MB n.a. n.a. 80 W $612
Xeon E3-1275v5 4 ja 3,6 / 4,0 GHz 8 MB HD P530 350 MHz 80 W 387 Euro
Xeon E3-1270v5 4 ja 3,6 / 4,0 GHz 8 MB n.a. n.a. 80 W 349 Euro
Xeon E3-1260Lv5 4 ja 2,9 / 3,9 GHz 8 MB n.a. n.a. 45 W $294
Xeon E3-1245v5 4 ja 3,5 / 3,9 GHz 8 MB HD P530 350 MHz 80 W 322 Euro
Xeon E3-1240Lv5 4 ja 2,1 / 3,2 GHz 8 MB n.a. n.a. 25 W $278
Xeon E3-1240v5 4 ja 3,5 / 3,9 GHz 8 MB n.a. n.a. 80 W 329 Euro
Xeon E3-1235Lv5 4 nein 2,0 / 3,0 GHz 8 MB HD P530 350MHz 25 W $250
Xeon E3-1230v5 4 ja 3,4 / 3,8 GHz 8 MB n.a. n.a. 80 W 279 Euro
Xeon E3-1225v5 4 nein 3,3 / 3,7 GHz 8 MB HD P530 350 MHz 80 W 249 Euro
Xeon E3-1220v5 4 nein 3,0 / 3,5 GHz 8 MB n.a. n.a. 80 W $193

Letztendlich haben alle Prozessoren noch eines gemeinsam: Sie sind keine "K"-Modelle, haben also auch keine Möglichkeit, übertaktet zu werden. Auch eine Übertaktung über die Base Clock Rate sollte ohne Erfolg sein, wenn sich die Erfahrungen in der Redaktion mit den kleineren Core-Modellen auf Skylake-Basis mit dem Xeon decken. Zudem ist nicht zu erwarten, dass die C236-Mainboards großartige Overclocking-Features erhalten werden. 


Unseren Test führten wir mit folgender Hardware durch:

Skylake-Testplattform Xeon E3-1230v5

Intel Xeon E3-1230v5
Fujitsu D3417-B
G.Skill Ripjaws V 3200 MHz, 4x 4 GB @ 2133 MHz, CL15

Skylake-Testplattform Core i7/i5

Intel Core i7-6700K und Core i5-6600K
ASUS Z170 Deluxe
G.Skill Ripjaws V 3200 MHz, 4x 4 GB @ 2133 MHz, CL15

Haswell-/Broadwell-H-Testsystem

Intel Core i7-4790K, Intel Core i7-5775C, Intel Core i5-4670K, Intel Core i5-5675C
ASUS Z97-Deluxe
G.Skill Ripjaws Z 1866 MHz, 4x 4 GB @ 1600 MHz, CL9

Identisch für alle Systeme:

ASUS Strix GeForce 970 GTX 4GB OC
Corsair H110GT Wasserkühlung
Seasonic P-Series 660XP2 Netzteil
OCZ Arc 100 SSD, 240 GB
Fractal Design Define R5

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Hinweise zu den Testsystemen:

Wir verwendeten für die Benchmarks weiterhin Windows 8.1 als Betriebssystem. Da wir alle Benchmarks in diesem Fall neu erzeugt haben, setzten wir jeweils auf die neuesten Treiber. Wie man sehen kann, verwenden wir möglichst identische Komponenten - und haben auch darauf geachtet, für beide Systeme dieselbe Speichermodul-Anzahl zu verwenden, um den Stromverbrauch und Speicherzugriffe nicht schon aufgrund der Modulanzahl zu beeinflussen. Beim Mainboard schalteten wir alle überflüssigen Onboard-Geräte ab, also zusätzliche SATA-Controller, zusätzliche USB-Controller, den zweiten LAN-Port des Boards und auch Zusatz-Features wie Bluetooth und WiFi. 

Die Benchmarks führten wir mit den von Intel spezifizierten Settings durch, dazu gehört zum einen der Speichertakt (1600 MHz, CL9 sowie 2133 MHz, CL15), wie auch Einstellungen bezüglich des Turbo-Betriebes und Stromsparmöglichkeiten. Gerade die ASUS-Boards bieten hier auch eigene (schnellere) Settings an, oder Stromsparmöglichkeiten durch eigenständiges Absenken der Spannung. Diese haben wir allerdings ausgeschaltet, da wir in diesem Test quasi die "Intel-Einstellungen" testen wollen und kein bereits aufgehübschte, übertaktete Werte darstellen wollen. Diese folgen in unserem Overcklocking-Artikel. 


Bei unserem Skylake-Test war der Stromverbrauch das Spannendste, denn die neue Architektur zeigte hier deutliche Vorteile. Zum anderen konnten wir auch einen Blick auf Intels 14-nm-Technik werfen. Der Xeon setzt auf denselben Kern, hat aber zudem noch den Vorteil, dass ihm eine integrierte Grafik fehlt. Allerdings sind hier keine großen Extra-Einsparungen zu erwarten, denn wenn eine dedizierte Grafikkarte zum Einsatz kommt, schaltet Intel auch die Onboard-Grafik zuverlässig ab. Ein paar Watt könnten wir allerdings noch einsparen, zudem ist das Fujitsu-Board sicherlich ein Stromsparkönig, da es kaum Gaming- und Overclocking-Features mitbringt und auch nicht überfrachtet mit Onboard-Komponenten ist. 

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Cinebench 1CPU

in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Cinebench xCPU

in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Prime 95

in Watt
Weniger ist besser

So war das zu erwarten: Im Idle-Betrieb ist der Xeon im Fujitsu-Board beeindruckend sparsam unterwegs - und auch unter Last macht der Xeon eine sehr gute Figur. Da das Z170-Board von ASUS allerdings auch eine etwas höhere Leistungsaufnahme hat, ist der Verbrauch des Prozessors auf ähnlichem Niveau wie der Core i7-6600K/6700K. Das Fujitsu-Board entpuppt sich aber als Stromspar-Genie. 

 

Einen kurzen Blick haben wir auf die Temperaturen geworfen, wobei hier natürlich auch die Lüftersteuerung reinspielt:

Prozessor-Temperatur

Idle

in Grad Celsius
Weniger ist besser

Prozessor-Temperatur

Last

in Grad Celsius
Weniger ist besser

Der Xeon liegt hier etwas niedriger als die Skylake-Modelle - vielleicht verwendet Intel bei den Xeons ein anderes Thermal Interface Material? Über 50 °C kam unser Sample auch im Last-Betrieb nicht.   
Eine Anmerkung zu den AMD-Prozessoren: Da der Temperatursensor der AMD-Modelle anders arbeiten, ist ein direkter Vergleich zwischen AMD und Intel nicht möglich. 


Steigen wir nun mit den Benchmarks ein - auf dieser Seite präsentieren wir die synthetischen Tests: 

Futuremark 3DMark

Fire Strike 1.1

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Sky Diver

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Ice Storm

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2015x

Arithmetik

GOPS
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2015x

Multimedia

MPixel pro Sekunde
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2015x

Kryptografie Bandbreite

GB pro Sekunde
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2015x

Cache

GB pro Sekunde
Mehr ist besser

SiSoft Sandra 2015x

Speicherbandbreite

GB pro Sekunde
Mehr ist besser

Der Xeon platziert sich hier genau da, wo er bezüglich seiner Taktraten auch hingehört: Zwischen dem etwas langsameren Core i5-6600K ohne Hyperthreading und dem Core i7-6700K mit Hyperthreading ist er immer zu finden. 


Auf dieser Seite haben wir den ersten Teil unserer CPU-Benchmarks zusammengestellt:

Cinebench R15

Overall

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11.5

1CPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11.5

xCPU

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

7-Zip

32M

MIPS
Mehr ist besser

TrueCrypt 7.1a

Serpent Twofish AES

MB pro Sekunde
Mehr ist besser

wPrime 2.10

1024M

123.671 XX


139.008 XX


159.663 XX


187.396 XX


193.719 XX


212.974 XX


216.921 XX


298.520 XX


304.566 XX


315.189 XX


324.158 XX


325.063 XX


332.533 XX


347.399 XX


357.143 XX


385.930 XX


411.579 XX


479.953 XX


526.889 XX


663.399 XX


724.206 XX


1080.701 XX


in Sekunden
Weniger ist besser

Auch bei unseren CPU-Benchmarks liegt der Xeon E3-1230v5 immer zwischen den beiden K-Modellen aus der Desktop-Serie. 


Auf dieser Seite befindet sich die zweite Hälfte unserer CPU-Benchmarks:

x264 HD 5

Test 1

FPS
Mehr ist besser

x264 HD 5

Test 2

FPS
Mehr ist besser

POV Rendering 3.7

Benchmark

Pixel pro Sekunde
Weniger ist besser

Frybench

64 Bit

in Minuten
Weniger ist besser

WinRAR 5.21

Benchmark

KB pro Sekunde
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

Overall

KB pro Sekunde
Mehr ist besser

Gleiches Ergebnis wie auf den letzten Seiten: Die CPU weicht von den Ergebnissen der Core i5-6600K/i7-6700K-CPUs auf Desktop-Seite nicht ab und platziert sich in der Mitte der beiden "K"-CPUs.


Die Spiele-Benchmarks haben wir in zwei Bereiche aufgeteilt, zunächst die Benchmarks mit niedriger Auflösung, damit die Grafikkarte möglichst wenig ins Spiel kommt:

Biostock Infinite

1.280 x 720 Pixel - Very Low

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

800 x 600 Pixel - Niedrig

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Metro: Last Light

640 x 480 Pixel

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Hitman Absolution

800 x 600 Pixel

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Spiele laufen auf dem Xeon wie auf einem Core i7 - hier gibt es keine Unterschiede. 


Auf dieser Seite folgen nun die Benchmarks mit höherer Auflösung (meistens 1920x1440/1080):

Biostock Infinite

1.920 x 1.080 Pixel - Ultra

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

1.920 x 1.440 Pixel - Ultra

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Metro: Last Light

1.920 x 1.440 Pixel

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Hitman Absolution

1.920 x 1.440 Pixel

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Auch bei hohen Auflösungen bringt der Xeon die erwartete Leistung. 


Für den Xeon E3-1200v5 müssen wir den Konjunktiv sehr häufig verwenden: Hätte Intel den Xeon E3-1200v5 kompatibel mit aktuellen Z170-Boards gemacht, wäre er weiterhin eine hervorragende Alternative zu den Core-i5- und Core-i7-Modellen. Das Fehlen der GPU wird den meisten unserer Leser nur ein lockeres Schulterzucken entlocken, denn wer eine High-End-AMD- oder NVIDIA-Grafikkarte zum Spielen einsetzt, nutzt die Funktion sowieso nicht. Statt dessen könnte man mit Hyperthreading und vollem Cacheausbau einen neuen Preis-Leistungstipp in sein System einbauen und die gesparten Euros in das restliche System stecken.

Aber genau das will Intel wohl nicht mehr: Xeons sollen nun mal nicht als Gaming-Prozessoren verwendet werden, dafür sind die Core-i5- und -i7-Modelle gedacht. Sie sollen in Workstations und Entry-Level-Servern eingesetzt werden, wo die Mainboards meist noch nicht mal ein schwarzes Coating erhalten, sondern in grüner Farbe mit Standard-BIOS auch nur das leisten, was Intel an Spezifikationen vorgibt. An Tweaking, Tuning oder Overclocking braucht man dabei gar nicht denken.

Aber Moment: In unseren bisherigen Tests zeigte sich, dass ein Core i5-6400, 6500T und 6600T sich sowieso mit keinem Mainboard übertakten ließ. Höchstens der Speichertakt ließ sich etwas anheben, aber diese "Tuningoption" bringt in den meisten Anwendungen nur ein paar Prozentpunkte Performance. Wer also überhaupt nicht mit Übertaktung plant und auch sein System nicht mit einem Fenster zur Schau stellen will, dem wird es recht egal sein, ob eine grüne Standardplatine mit Basisfeatures in seinem System sitzt. 

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Intel hat die Skylake-Kunden damit in zwei Bereiche eingeteilt: Die User, die übertakten wollen, können nur noch auf einen Core i7 oder Core i5 zurückgreifen, der sich durch das "K" zum Übertakten auszeichnet, müssen dann aber auch auf ein Z170-Board setzen, was die entsprechenden Funktionen mitbringt. Der Rest der Kundschaft, die "Nichtübertakter", können aus dem restlichen Pulk an Chipsätzen und CPUs wählen. Und dann macht plötzlich auch ein Xeon E3-1200v5 mit einem günstigen C230-Board einen Sinn, wenn eine dedizierte Grafikkarte eingesetzt werden soll.

Es hängt also am Mainboard: Unser Fujitsu D3417-B ist als Micro-ATX-Platine mit vier Dimm-Slots, einem PCIe-3.0-x16-Slot, Intel Gigabit-Ethernet und Multichannel-Sound sowie USB 3.0 noch nicht wirklich brilliant ausgestattet, liefert aber alle Standard-Funktionen und ein sauber programmiertes BIOS (ohne grafische Oberfläche) mit. Highlight des Fujitsu-Mainboards ist der Stromverbrauch, wo das Mainboard sich brilliant schlägt und gerade im Idle-Betrieb sehr effizient arbeitet. Wenn sich ein Hersteller dazu hinreissen lässt, auch ein Board mit besserer Ausstattung auf den Markt zu bringen, könnte sich die eigentliche Workstation-Plattform auch für ein schickes Einsteiger-Gaming-System eignen. Noch kann allerdings keine Prognose darüber gegeben werden, wie teuer die C236-Boards letztendlich werden. Das Fujitsu D3417-B fanden wir für 166 Euro im Handel - dafür bekommt man normalerweise eine High-End-Gaming-Platine mit Z170-Chipsatz. 

Der Xeon als CPU konnte wie schon die Skylake-Modelle gefallen. Seine Energieeffizienz ist super, die Performance kann ebenso überzeugen und im Vergleich zu den Core-Prozessoren hat er auch ein etwas besseres Preis-Leistungsverhältnis (unter der Vorgabe, dass man die fehlende Grafik nicht benötigt).

Positive Eindrücke der Intel Xeon E3-1230v5-Prozessoren:

Negative Eindrücke der Intel Xeon E3-1230v5-Prozessoren:

Persönliche Meinung

Da hat Intel wieder einen Geheimtipp zerstört - und eigentlich macht das doch genau die Leidenschaft für den PC-Freak aus: Etwas zu finden, was eigentlich gar nicht zusammenpasst, aber es läuft besser als der spezifizierte Mainstream. Mal war es ein Celeron 300A, oder auch umgelötete AMD-Prozessoren, NVIDIA Quadro-Modifikationen oder halt zuletzt Xeons im Desktopeinsatz. Schade, dass für den Bastler nun auch diese Variante wegfällt, sich ein besonderes System zusammen zu stellen. Die Xeon E3-1200v5-CPUs auf Skylake-Basis wären ansonsten wieder ein Renner in unserer Community geworden. (Dennis Bode)