Intel Core i5-4690K im Test

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devils canyonAnfang Juni entließ Intel seine neuen "Devils Canyon"-Prozessoren in den Handel. Sie sollten dank zahlreicher Verbesserungen am Heatspreader für neue Overclocking-Rekorde sorgen und die teils mauen Ergebnisse von "Haswell" deutlich übertrumpfen. Doch wie unser Test zum Intel Core i7-4790K wenig später zeigte, konnte man zwar die Temperaturen merklich verbessern, das Overclocking-Potential wurde allerdings nur geringfügig besser. Wie es um den kleinen Bruder bestellt ist, erfährt man in diesem Artikel. Wir haben den Intel Core i5-4690K ausführlich getestet.

Nach dem Start der ersten "Haswell Refresh"-Modelle, die lediglich ein kleines Taktupgrade im Vergleich zu den ersten "Haswell"-Prozessoren mit sich brachten, erwartete Intel von seinen "Devils Canyon"-Prozessoren weitaus mehr. Sie sollten dank zahlreicher Verbesserungen am Thermal-Interface-Material (TIM) deutlich niedrigere Temperaturen aufweisen und dank zusätzlicher Kondensatoren an der Spannungsversorgung auch deutlich höhere Taktraten im Overclocking ermöglichen. Zumindest bei unserem Testmuster zum Intel Core i7-4790K konnten wir dies nur teilweise bestätigen. Zwar verbesserten sich die Temperaturen durchaus, doch wirklich höhere Taktraten als noch beispielsweise beim Intel Core i7-4770K konnten wir nicht erreichen.

Inzwischen konnten wir auch den kleinen Bruder organisieren. Der Intel Core i5-4690K ist ab Werk mit einem deutlich geringeren Basistakt von nur 3,5 GHz unterwegs. Auch der maximale Turbo liegt mit 3,9 GHz deutlich unter dem des großen Bruders, der sich noch mit einer Geschwindigkeit von 4,0 bis 4,4 GHz ans Werk macht. Das HyperThreading-Feature hat Intel beim kleineren "Devils Canyon"-Modell ebenfalls ausgespart. Der Intel Core i5-4690K rechnet mit vier logischen Kernen. Der nach oben hin geöffnete Multiplikator und die Verbesserungen am TIM bleiben ihm aber erhalten. 

Wie sich der Intel Core i5-4690K im Leistungs- und Overclocking-Test schlägt, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten.


Zur Computex 2014 hat Intel insgesamt drei neue Prozessoren ins Rennen geschickt. Neben den beiden Modellen der "Devils Canyon"-Reihe gab es zum 20-jährigen Geburtstag der Pentium-Prozessoren ebenfalls ein neues Modell. Dieses muss zwar auf die Verbesserungen am Thermal Interface Material sowie der Strom- und Spannungsversorgung verzichten, besitzt dafür aber ebenfalls einen nach oben hin geöffneten Multiplikator und soll damit vor allem preisbewusste Übertakter ansprechen.

Intel Core i7-4790K

Das neue Flaggschiff unter den „Devils Canyon“-, aber auch „Haswell Refresh“-Prozessoren ist der Intel Core i7-4790K. Mit einem Basis-Takt von runden 4,0 GHz ist er der erste Core-Prozessor von Intel, der ohne Turbo-Funktion und vor allem auf allen vier Rechenkernen mit dieser Geschwindigkeit arbeitet. Dank Turbo-Boost können sich je nach Auslastung einzelne Cores aber auch auf bis zu 4,4 GHz beschleunigen. Die Non-K-Version ist hier mit 3,6 bis 4,0 GHz gut 400 MHz langsamer. Auch die integrierte Grafiklösung hat Intel im Vergleich zum Core i7-4790 leicht beschleunigt. Die Intel HD Graphics 4600 rechnet mit einem Takt von bis zu 1.250 MHz genauso schnell wie beim Intel Core i7-4770K.

basistaktturbotakt

CPUz-Screens vom i7-4790K - einmal ohne Turbo-Boost und einmal mit höchstem Boost-Takt.

An den restlichen Leistungsdaten hat sich im Vergleich zum Intel Core i7-4790 zunächst nichts weiter getan. Auch der i7-4790K kann dank Hyperthreading bis zu acht Threads gleichzeitig bearbeiten, auf einen 8 MB großen L3-Cache zurückgreifen und mit DDR3-Speicher nach 1600er-Standard bestückt werden. Alle aktuellen Befehlssätze wie SSE 4.1 und SSE 4.2 oder AVX und AES werden ebenfalls unterstützt.

Mit seinem Intel Core i7-4790K bricht Intel aber auch das Namensschema, denn anstatt den Prozessor aufgrund der höheren Taktraten wenige Modell-Nummern nach oben zu setzen, sowie man es von „Haswell“ auf „Haswell Refresh“ getan hat, fügt man lediglich ein Suffix hinten an, das bislang lediglich auf den freien Multiplikator hinwies. Beim kleinen Bruder der „Devils Canyon“-Reihe ist das wiederum anders.

Desktop-Modelle Core i7
ProzessorCore i7-4820KCore i7-4770KCore i7-4790Core i7-4790K
Preis etwa 279 Euro etwa 275 Euro etwa 255 Euro  etwa 285 Euro
TDP 130 Watt 84 Watt 84 Watt 88 Watt
Kerne /
Threads
4
8
4
8
4
8
4
8
CPU-Frequenz 3,7 GHz 3,5 GHz 3,6 GHz  4,0 GHz
Turbo-Frequenz 3,9 GHz  3,9 GHz 4,0 GHz  4,4 GHz
Speicherinterface Quad-Channel DDR3-1866  Dual-Channel DDR3-1600
L3-Cache 10 MB  8 MB
intel devils canyon-02
Rückseitiger Vergleich: Intel Core i7-4790K gegen Core i7-4770K.

Auf der Rückseite des Intel Core i7-4790K ist eine der Änderungen von "Devils Canyon" sichtbar. Hier sind im Vergleich zum Vorgänger-Modell, dem Intel Core i7-4770K, ein paar Kondensatoren hinzukommen bzw. anders angeordnet worden. An der Pinbelegung hat sich jedoch nichts weiter getan.

 

Intel Core i5-4690K

Der Intel Core i5-4690K steht leistungsmäßig seinem kleinen „Haswell Refresh“-Bruder in nichts nach. Er arbeitet mit einer Taktfrequenzen von 3,5 bis 3,9 GHz genauso schnell wie die Non-K-Version und kann weiterhin auf einen 6 MB großen L3-Cache zurückgreifen und ist ebenfalls mit der gleichen Intel-IGP bestückt, die sich allerdings wieder mit 1.200 MHz begnügen muss. Weggefallen ist wie bei allen Core-i5-CPUs der SMT-Support, womit das Modell maximal vier Threads gleichzeitig bearbeiten kann. Alle aktuellen Befehlssätze werden aber auch hier unterstützt. Der integrierte Speichercontroller kommt mit DDR3-1600 zurecht.

4690idle4690

CPUz-Screens vom i5-4690K - einmal ohne Turbo-Boost und einmal mit etwas Last.

Desktop-Modelle Core i5
ProzessorCore i5-4670KCore i5-4690Core i5-4690K
Preis

etwa 195 Euro

etwa 183 Euro etwa 199 Euro
TDP 84 Watt 84 Watt 88 Watt
Kerne /
Threads
4
4
4
4
4
4
CPU-Frequenz 3,4 GHz 3,5 GHz 3,5 GHz
Turbo-Frequenz 3,8 GHz  3,9 GHz  3,9 GHz 
Speicherinterface Dual-Channel DDR3-1600   
L3-Cache 6 MB

 

Intel Pentium G3258

Zum 20. Geburtstag der Pentium-Prozessoren schenkt sich Intel auch einen neuen Prozessor, der zwar nicht über die Verbesserungen an Die und Heatspreader verfügen soll, dafür aber ebenfalls mit einem offenen Multiplikator die Herzen ambitionierter Overclocker höher schlagen lässt. Ab Werk rechnet die Dual-Core-CPU mit 3,2 GHz, besitzt einen 3 MB großen Cache und verfügt über eine integrierte Grafiklösung der HD-Graphics-Reihe. Der Speichercontroller kommt mit 1.333 MHz schnellen DDR3-Speicher zurecht, die aktuellsten Befehlssätze gibt es hier jedoch nicht, dafür ist Quick-Sync mit an Bord. Mit einem Preis von etwa 65 Euro ist der Intel Pentium G3258 weitaus günstiger als so manch eine Z87- oder gar Z97-Platine, die nötig ist, um den Multiplikator des Overclocking-Pentiums verändern zu können. Den Dollar-Preis beziffert Intel auf 72 US-Dollar. 

Desktop-Modelle der G300er-Penium
ProzessorPentium G3440Pentium G3258Pentium G3240
Preis etwa 66 Euro etwa 55 Euro etwa 42 Euro
TDP 53 Watt 53 Watt 53 Watt 
Kerne /
Threads
2
2
2
2
2
2
CPU-Frequenz 3,3 GHz 3,2 GHz  3,1 GHz 
Turbo-Frequenz -
Speicherinterface Dual-Channel DDR3-1600  Dual-Channel DDR3-1333
L3-Cache 3 MB

Alle Prozessoren nehmen weiterhin im aktuellen Sockel-LGA1150 ihren Platz. Der Chipsatz ist hier der Z97, den Intel zusammen mit seinen "Haswell Refresh"-Prozessoren präsentierte. Um den Multiplikator auch tatsächlich verändern zu können, muss es zwingend ein Mainboard mit Z-Chipsatz sein, was auch für den kleinen Pentium-Prozessor gilt. Hier sind dann leider entsprechende Mainboards meist etwas teurer als die CPU mit ihren 60 Euro selbst. Zumindest ASUS scheint das Overclocking von K-CPUs auch auf Non-Z-Mainboards zu ermöglichen. Mit den älteren Z87-Chipsätzen arbeiten "Devils Canyon" und der Intel Pentium G3258 aber ebenfalls.


Die Testsysteme haben wir neu aufgebaut - entsprechend kommen bei diesem Vergleich die neuesten Treiber und Systemupdates zum Einsatz. Für alle Systeme haben wir eine Basisausstattung verwendet, die möglichst identisch belassen wurde. Ändern müssen wir natürlich neben der CPU das Mainboard und teilweise auch die Speicherausstattung. Folgende Basiskomponenten sind für alle Systeme identisch:

Für die Haswell-Modelle und kompatible Sockel-1150-Prozessoren setzten wir folgende Konfigurationen ein:

Für die Haswell-Refresh-Modelle setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für die Ivy-Bridge-Modelle und kompatible Sockel-1155-Prozessoren setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für den mitgetesteten Sockel 2011 setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für den mitgetesteten Sockel 2011-v3 setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für die mitgetesteten AMD-Modelle setzten wir folgende Konfiguration ein:

Als Software setzten wir Windows 8 64 bit ein, jeweils mit aktuellstem Service-Pack, Treibern und Benchmark-Versionen. Wir verwendeten für alle Systeme als Timings 9-9-9-24 1t, auch wenn dies von den Herstellern anders vorgesehen wird (z.B. Ivy Bridge: 11-11-11 2t mit vier Speichermodulen, 11-11-11- 1t mit zwei Speichermodulen), um Timing-Unterschiede möglichst nicht zu berücksichtigen.

Wie man sehen kann, haben wir einheitlich auf ASUS-Mainboards gesetzt. Hierbei ist jedoch teilweise durch eine automatische Übertaktung im Bios eine manuelle Turbo-Frequenz-Einstellung notwendig. Bei "Auto"-Settings setzt ASUS gerne mal auch für Volllast den höchsten Single-Core-Multiplikator an und übertaktet so automatisch die CPU. Diesen Effekt wollten wir hier natürlich nicht haben und setzten, sofern ASUS dies bei den Mainboards entsprechend umgesetzt hat, die Turbo-Frequenz manuell auf die von Intel spezifizierten Werte. Sofern möglich wurden alle Prozessoren mit bestmöglichen Einstellungen und aktiviertem Stromsparbetrieb betrieben.


Aufgrund des verbesserten Thermal Interface Material (TIM) zwischen Heatspreader und Prozessor-Die verspricht Intel deutlich bessere Temperaturen, da die Abwärme dank der neuen chemischen Verbindung spürbar schneller abgeführt werden soll. Wir haben die Temperaturen des Intel Core i5-4690K mit einem Core i5-4670K verglichen. Hierfür haben wir die Temperaturen nicht nur im Leerlauf gemessen, sondern auch unter Volllast mit Prime95. Gekühlt wurden beide Prozessoren von einem be quiet! Dark Rock Pro 3, der durchaus als ein aktueller High-End-Kühler zu bezeichnen ist. Tatsächlich haben wir trotz der unterschiedlichen Taktraten von bis 100 MHz im Turbo und der unterschiedlichen TDP-Klasse (84 zu 88 Watt) der beiden Modelle eine deutliche Besserung messen können. 

4690idle

Im Leerlauf haben wir für den neuen Intel Core i5-4690K 33 Grad Celsius gemessen, während es beim Vorgänger-Modell noch ein Grad mehr war. Unter Last schwillt diese Differenz von einem auf sieben Grad an. Der neue "Devils Canyon"-Prozessor wurde in dieser Disziplin 56, das "Haswell"-Gegenstück hingegen 63 Grad Celsius warm.

Temperatur-Vergleich

Leerlauf

in Grad Celsius
Weniger ist besser

Temperatur-Vergleich

Last (Prime 95)

in Grad Celsius
Weniger ist besser


Mit seinen "K"-Modellen der "Devils Canyon"-Reihe will Intel dem Wunsch nach taktfreudigeren Prozessoren innerhalb der Overclocker-Gemeinde nachkommen. Ihnen ist "Devils Canyon" schließlich gewidmet. Wir haben unseren Intel Core i5-4690K der Einfachheit halber mittels Multiplikator übertaktet und diesen jeweils für alle CPU-Kerne bestimmt. Ohne an den Spannungen zu drehen, konnten wir aus allen vier Rechenkernen eine Geschwindigkeit von 4,3 GHz herauskitzeln, was immerhin bei voller Belastung einem Taktplus von 800 MHz gegenüber dem Basistakt entspricht. Für einzelne Kerne fällt der Sprung je nach Belastung mit 400 MHz geringfügig niedriger aus.

Im zweiten Schritt setzten wir die Spannung auf 1,475 Volt fest und drehten weiter den Multiplikator nach oben. Den Stabilitätstest konnte unser Testmuster allerdings nur bei einer Geschwindigkeit von maximal 4,7 GHz bestehen, was immerhin noch einmal 400 MHz mehr waren. Im Vergleich zu den ersten "Haswell"-Prozessoren ist das Overclocking-Potential damit tatsächlich leicht verbessert worden. Die von vielen erwarteten Overclocking-Monster sind damit allerdings auch ausgeblieben. Zudem rangierte unsere Test-CPU trotz des be quiet! Dark Rock Pro 3 an der 90-Grad-Celsius Marke. Für einen Core-i5-Prozessor aber dennoch ein respektables Ergebnis.

46790


Neue Stromspartechniken hin, 22-nm-Technik her - wichtig ist, was am Ende auf dem Tacho steht. Wir haben also ein Komplettsystem einmal im Windows-Idle-Betrieb und einmal mit Prime 95 unter Volllast getestet, um herauszufinden, wie sich der Stromverbrauch von Haswell im Verbrauch zur Vorgängergeneration und anderen Prozessormodellen verändert hat. Wir verwenden dabei die Testsysteme, die wir auch für die Benchmarks verwendet haben (siehe Beschreibung auf der Seite "Testsystem"). Gemessen wird hier das Komplettsystem, inklusive einer Radeon-HD-7970-Grafikkarte. Der Stromverbrauch wird an der Steckdose gemessen, enthalten sind also auch Wirkungsverluste des Netzteils, wobei wir mit dem Seasonic P-660 ein sehr sparsames Modell mit 80-Plus-Platinum-Zertifikat eingesetzt haben.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in Watt
Weniger ist besser

Der Intel Core i5-4690K sorgt für keine großen Überraschungen bei der Leistungsaufnahme. Aufgrund der leicht höheren Taktraten im Basis- und Turbo-Takt genehmigt sich die kleine "Devils Canyon"-CPU sowohl im Leerlauf wie auch unter Last etwas mehr als sein direkter Vorgänger. Beträgt die Differenz im normalen Windows-Betrieb nur wenige Watt, sind es unter Volllast hingegen schon knapp 20 Watt. Hier zieht der Intel Core i5-4960K zusammen mit den restlichen Komponenten unseres Testsystems bis zu 127,4 Watt aus der Steckdose. Beim Intel Core i5-4670K waren es noch maximal 108,5 Watt. Insgesamt bewegt sich der Intel Core i5-4690K damit zwischen dem Intel Core i7-3770K und Intel Core i7-4790.


Wir beginnen mit einigen synthetischen CPU-Benchmarks:

SiSoft Sandra

Speicherbandbreite

GB/Sek.
Mehr ist besser

Bei der Speicherunterstützung hat sich bei "Devils Canyon" im Vergleich zu den Haswell Refresh"- oder gar "Haswell"-Modellen nichts weiter getan. Es wird weiterhin DDR3-Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.600 MHz unterstützt. Die Speicherbandbreite steigt beim Intel Core i5-4690K damit im Vergleich zum Vorgänger aufgrund der leicht höheren Frequenzen nur unwesentlich an. Wir haben 21,37 GB in der Sekunde gemessen.

SiSoft Sandra

Cache und Speicher

GB/Sek.
Mehr ist besser

Die jeweils 100 MHz im Basis- und Turbo-Takt mehr beschleunigen den Cache-Speicher des Intel Core i5-4690K auf 151,26 GB in der Sekunde. Die Vorgänger-Version mit Z87-Chipsatz bringt es hier noch auf 143,23 GB in der Sekunde. Beide Modelle positionieren sich in dieser Disziplin im breiten Mittelfeld.

SiSoft Sandra

Kryptografie

GB/Sek.
Mehr ist besser

Ein kleiner Leistungsanstieg zum Vorgänger gibt es auch bei der Kryptografie-Leistung. Hier kann der Intel Core i5-4690K im Vergleich zum Intel Core i5-4670K um knapp vier Prozent zulegen und positioniert sich damit auf dem Level eines Intel Core i7-4770K.

SiSoft Sandra

Arithmetik

GOPS
Mehr ist besser

Nicht ganz so stark steigt die Arithmetik-Leistung an. Hier kann der Intel Core i5-4690K lediglich um knapp unter drei Prozent auf 124,37 GOPS zulegen.

wPrime v2.09

1024M

Sekunden
Weniger ist besser

Beim wPrime-Benchmark trennen die beiden Kontrahenten nur wenige Sekunden.

TruCrypt 7.1a

50 MB

MB/Sek.
Mehr ist besser

Beim TrueCrypt-Benchmark kann der kleine "Devils Canyon" im Vergleich zum "Haswell"-Vorgänger um gut 4 MB/Sek. zulegen. Er leistet nun 177 MB pro Sekunde.


Wir starten mit den Anwendungs-Benchmarks:

Cinebench R11.5

Punkte
Mehr ist besser

Aufgrund der 100 MHz mehr fällt das Leistungsplus im altbekannten Cinebench-R11.5-Benchmark mit 0,2 Punkten Unterschied nur sehr gering aus. Damit positioniert sich die "Devils Canyon"-CPU unterhalb eines AMD FX-8350 und FX-8320, die es hier auf 6,91 bzw. 6,35 Punkte bringen.

Frybench

Minuten
Weniger ist besser

Beim Frybench-Benchmark rechnet die neue "Devils Canyon"-CPU gut acht Sekunden schneller als das bisherige "Haswell"-Gegenstück. 

Gimp 2.8

Filtertest

Sekunden
Weniger ist besser

Beim Filtertest des Bildbearbeitungsprogrammes Gimp trennt die beiden Kontrahenten nur eine knappe halbe Sekunde.

x264 HD Benchmark

32 Bit – Test 1

FPS
Mehr ist besser

x264 HD Benchmark

32 Bit – Test 2

FPS
Mehr ist besser

Beim x264-HD-5-Benchmark bringt der Intel Core i5-4690K gut 1,0 bzw. 0,3 FPS mehr als sein fast namensgleicher Bruder.


PoV Ray

Sekunden
Weniger ist besser

Keine großen Unterschiede zwischen dem Intel Core i5-4670K und Core i5-4690K sind beim PoV-Benchmarks ausfindig zu machen.

WinRar

Komprimierung

Sekunden
Weniger ist besser

Auch beim Komprimierungstest von WinRar rechnet der Intel Core i5-4690K nur zwei Sekunden schneller als sein Vorgänger.

7-Zip

32M

MIPS
Mehr ist besser

Bei 7-Zip kann die kleine "Devils Canyon"-CPUs sich nur unwesentlich vom Intel Core i5-4670K absetzen.


Weiter geht es mit diversen Spielen und dem 3DMark 2011:

3DMark und 3DMark 11

Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcours aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

3dmark11_2_rs 3dmark11_1_rs
3dmark11_4_rs 3dmark11_3_rs

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

Futuremark 3DMark 11

Performance

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Bei den synthetischen Spiele-Benchmarks gewinnt der Intel Core i5-4690K nur etwa 455 bzw. 1.380 Punkt hinzu und rangiert damit auf dem Niveau der alten "Sandy Bridge"- und "Ivy Bridge"-Flaggschiffe.

 

FarCry 3

Der neuste Teil der Far-Cry-Serie basiert auf der Dunia Engine 2 und wurde von Ubisoft entwickelt. Es entführt den Spieler auf eine tropische Insel, wo er den Protagonisten Jason Brody spielt, der dort mit seinen Freunden Urlaub macht. Als er und seine Freunde von Piraten gefangen werden, gelingt es ihm als einzigen zu entkommen. Mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung tritt er nun an, um seine Freunde zu retten und die Piraten zu besiegen. Far Cry 3 kann wie auch die ersten beiden Teile mit einer beeindruckenden Grafik überzeugen. Dabei kommt DirectX 11 in Verbindung mit Kantenglättung, Umgebungsverdeckung und schönen Texturen sowie einer hohen Detaildichte zum Einsatz, womit auch High-End-Grafikbeschleuniger an ihre Grenzen gebracht werden.

Screenshot zu Far Cry 3 Screenshot zu Far Cry 3
Screenshot zu Far Cry 3 Screenshot zu Far Cry 3

Zur Vollversion von Far Cry 3 gelangt man über diesen Link.

Far Cry 3

800x600, kein AA, niedrig

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Far Cry 3

1920x1080, Ultra

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Gleiches gilt für Far Cry 3. Hier kann sich der Intel Core i5-4690K nur unwesentlich absetzen.

 

Anno 2070

Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

Zur Vollversion von Anno 2070 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

Anno 2070

1024x768. kein AA. niedrig

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Mehr ist besser

Anno 2070

1920x1080, 4xAA, hoch

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Bei Anno 2070 rechnet die kleine "Devils Canyon"-CPU fast fünf Prozent schneller als ihr "Haswell"-Gegenstück.


Black Ops 2 ist der letzte und aktuellste Teil der "Call of Duty"-Reihe, die nun aber eine Überarbeitung erfahren soll. Die Welt befindet sich inmitten eines zweiten kalten Krieges zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten um die kostbaren Metalle der Seltenen Erden. Das Verbot des Exports verleitet die USA dazu, mit einem Cyberangriff die chinesische Börse lahmzulegen. Es kommt zum Konflikt zwischen den beiden Parteien, der allerdings nicht offen ausgefochten wird.

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Zur Vollversion von Call of Duty: Black Ops 2 gelangt man über diesen Link.

Call of Duty: Black Ops II

800x600, kein AA, niedrig

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Call of Duty: Black Ops II

1920x1080, 8xMSAA, hoch

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Bei Call of Duty: Black Ops 2 bewegen sich die Zuwächse mit etwa einem Prozent wieder auf einem niedrigeren Niveau.

 

Metro 2033

Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

Metro_1_rs Metro_2_rs
Metro_3_rs Metro_4_rs

Zur Vollversion von Metro 2033 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

Metro 2033

1920x1080, 4xAA, High, DX11

Bilder pro Sekunde
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Was auch für Metro 2033 gilt.

 

The Elder Scrolls V: Skyrim

Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

Crysis1_rs Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim
Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim

Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim gelangt man über diesen Link.

The Elder Scrolls V: Skyrim

1280x720, kein AA, niedrig

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The Elder Scrolls V: Skyrim

1920x1080, 8xFXAA, hoch

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Bei The Elder Scrolls V: Skyrim ist das Ergebnis ähnlich zu Metro 2033 und Call of Duty: Black Ops 2.


Abschließend an die Benchmarks möchten wir noch das Performance-Ranking aufzeigen. Darin haben wir alle Benchmarks berücksichtigt und gleich gewichtet. Als Basis diente dabei der jeweils langsamste Prozessor eines jeden Benchmarks. Die normierten Werte lassen den Intel Core i5-4690K etwas näher zu den einstigen "Sandy Bridge"- und "Ivy Bridge"-Flaggschiffen aufrücken. Im Vergleich zum Intel Core i5-4670K bietet die neue Overclocking-CPU eine etwa zwei Prozent höhere Leistung und siedelt sich damit in der oberen Hälfte des Mittelfeldes an.

Performancerating

normalisiert

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Auf dieser Seite schauen wir uns das Performance-pro-Watt-Verhältnis der Prozessoren an. Hierfür haben wir die Leistung über allen Benchmarks in einen Index zu gleichen Teilen einfließen lassen und zur Leistungsaufnahme unter Last in Bezug gestellt. Das Ergebnis: Das Performance-pro-Watt-Verhältnis des Intel Core i5-4690K hat sich im Vergleich zum Core i5-4670K leicht verschlechtert. Selbst der Intel Core i7-4770K und der Intel Core i7-4790K schneiden besser ab.

Performance-pro-Watt-Index

normalisiert

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Was bringt ein schneller Prozessor, wenn man sich ihn nicht leisten kann? Wir haben einen Blick in unseren Preisvergleich geworfen und die aktuellen Straßenpreise aller Prozessoren des Testfeldes miteinander verglichen. Gezählt wurde jeweils die günstigste Boxed-Version in unserem Preisvergleich in Deutschland. 

Zu beachten ist allerdings, dass sich die Preise meistens ein paar Tage nach dem Launch zugunsten der Neuvorstellungen verschieben, da die Shops die geringe Anzahl an lagernden Produkten zunächst zu einem höheren Preis an die Early Adopter verkaufen. Der Preis passt sich im Anschluss an.

Preis-Übersicht

Stand: 22. August 2014

in Euro
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Preis-Leistungs-Index

Stand: 22. August 2014

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Mit einem Preis von etwa 199 Euro ist der Intel Core i5-4690K gerade einmal fünf Euro teurer als sein Vorgänger. Dafür gibt es eine leicht höhere Leistung und bessere Temperaturen sowie ein minimal besseres Overclocking-Potential. Insgesamt fällt das Preis-Leistungsverhältnis aber etwas schlechter als beim Vorgänger aus.


Der Intel Core i5-4690K ist ein würdiger Nachfolger des Intel Core i5-4670K, der vor allem preisbewussten Käufern auch in unserem Forum immer wieder gerne empfohlen wurde. Zwar hauen die 100 MHz mehr im Basis- und Turbo-Takt niemandem vom Hocker, doch gibt es das kleine Taktupgrade fast zum selben Preis des Vorgängers. Gerade einmal 6,00 Euro trennen den Intel Core i7-4690K von einem Intel Core i7-4670K. Der kleine "Devils Canyon"-Prozessor hat jedoch mehr zu bieten als nur ein Taktupdate. Dank der Verbesserungen am Thermal-Interface-Material (TIM) bleibt die CPU deutlich kühler als der Vorgänger und verspricht so zusammen mit weiteren Kondensatoren bei der Spannungsversorgung des Prozessors auch im Overclocking bessere Ergebnisse als noch mit einer "Haswell"-CPU.

In unserem Test konnten wir das Modell ohne weitere Erhöhung der Spannung auf 4,3 GHz übertakten - wohl gemerkt auf allen vier Rechenkernen. Mit Erhöhung der Spannung auf 1,475 Volt waren sogar 4,7 GHz möglich. Das Ergebnis kommt zwar nicht an das des großen Bruders heran, für eine Mittelklasse-CPU der Core-i5-Familie kann sich dies aber durchaus sehen lassen, wenngleich das Overclocking-Monster leider ausblieb.

Mit Werks-Taktraten von 3,5 bis 3,9 GHz positioniert sich der Intel Core i5-4690K auf dem Niveau der älteren "Sandy Bridge"- und "Ivy Bridge"-Prozessoren und braucht sich leistungsmäßig nicht vor den großen Core-i7-Modellen zu verstecken - vor allem dann, wenn man nur Spielebenchmarks betrachtet. Bei synthetischen Benchmarks lässt der kleine "Devils Canyon"-Ableger aufgrund des fehlenden HyperThreading-Features etwas Federn.

Für unter 200 Euro bekommt man aber ein sehr leistungsfähiges Modell, das dem Vorgänger-Modell oder aber der einen oder anderen "Haswell Refresh"-CPU vorzuziehen ist.  

intel core i5 4690k test-01
Heute im Test: Intels Core i5-4690K. 

Positive Aspekte des Intel Core i5-4690K:

Negative Aspekte des Intel Core i5-4690K: