AMD A10-7800 unter die Lupe genommen

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AMD Logo 2013Auch wenn in den letzten Wochen schon die ersten Gerüchte zur Nachfolger-Generation aufgetaucht sind, hat AMD heute noch einmal die "Kaveri"-Reihe mit neuen Modellen aufgefrischt bzw. deren Verfügbarkeit endlich dingfest gemacht, denn vorgestellt oder auf der eigenen Homepage gelistet werden die drei neuen Modelle teilweise schon seit einigen Tagen. Heute aber dürfen wir offiziell über den AMD A10-7800, den AMD A8-7600 und über den AMD A6-7400K berichten sowie die ersten Benchmarks veröffentlichen. Passend zum Start hat uns AMD mit einem Testmuster des kleineren Topmodells versorgt. Wir fühlen dem AMD A10-7800 auf den nachfolgenden Seiten kräftig auf den Zahn.

AMDs Marketing-Maschine zu "Kaveri" wird vor dem Start des "Carrizo"-Nachfolgers noch einmal angeworfen. Nachdem die US-amerikanische Chipschmiede im Juni 2013 zur Computex ihre neuen Kombiprozessoren auf "Richland"-Basis präsentierte, zeigte man nur wenige Stunden später im Rahmen einer Pressekonferenz schon ein erstes Modell des "Kaveri"-Nachfolgers. Offiziell vorgestellt wurden die "Kaveri"-APUs aber erst zu Beginn des Jahres. Damals kündigte AMD drei verschiedene Modelle an, die sich in der Preisklasse zwischen 120 und 170 US-Dollar einfinden sollten. Lange Zeit verfügbar waren allerdings nur die beiden schnellsten Modelle. Der damals kleinste Ableger, der AMD A8-7600, sollte erst viel später in den Handel kommen. 

Zusammen mit dem AMD A10-7800, den man heute offiziell ankündigt, sollen ab sofort auch der AMD A8-7600 und der AMD A6-7400K im Handel erhältlich sein. An der Architektur oder den Features hat sich allerdings nichts weiter getan. Alle Modelle werden im 28-nm-SHP-Verfahren bei Globalfoundries gefertigt, bringen CPU-seitig Rechenkerne der "Steamroller"-Architektur mit sich und können auf eine Grafiklösung auf GCN-Basis zurückgreifen, die teils mit bis zu 512 Streamprozessoren ausgestattet ist.

Mit "Kaveri" entschied sich AMD für einen leicht überarbeiteten Sockel. Auch die drei neuen Ableger nehmen im Sockel FM2+ ihren Platz, der abwärtskompatibel zu den "Richland"- und "Trinity"-Modellen ist. 

amd a10-7800 k
Heute im Test: Der AMD A10-7800.

Während die beiden kleinen Ableger der A8- und A6-Reihe die "Kaveri"-Familie leistungsmäßig und preislich nach unten hin abrunden, ist der AMD A10-7800 nur dicht unterhalb des amtierenden Flaggschiffs angesiedelt. Wie der Name bereits vermuten lässt, verfügt er nicht mehr über einen nach oben hin geöffneten Multiplikator und lässt sich damit nicht mehr ganz so einfach übertakten. Taktmäßig wurden die Frequenzen um 200 bzw. 100 MHz im Basis- und Turbo-Takt nach unten korrigiert. Bei der Grafiklösung gibt es hingegen keinerlei Unterschiede zum A10-7850K. Dafür sinkt die maximale Leistungsaufnahme von ehemals 95 auf nun 65 Watt TDP. Alternativ lässt sich diese mit einem passenden Mainboard auf 45 Watt festsetzen, was die Leistung allerdings etwas drückt. AMD spricht hier allerdings nur von einem Leistungsverlust von wenigen Prozentpunkten. 

Auf den nachfolgenden Seiten haben wir den neuen AMD A10-7800, gegen den AMD A10-7850K und einige Modelle der "Richland"-Familie antreten lassen.


Offiziell umfasst das "Kaveri"-Portfolio für den Desktop damit fünf verschiedene Modelle, wobei sich drei davon in der leistungsstärksten A10-Serie ansiedeln und jeweils ein Modell der A8- und A6-Familie. Insgesamt wirft „Kaveri“ auf einer Fläche von 246 mm² eine deutlich größere Anzahl an Transistoren in die Waagschale als sein Vorgänger. Waren es bei „Richland“ noch 1,3 Milliarden Schalteinheiten sind es jetzt 2,41 Milliarden.

Alle drei A10-Modelle sind jeweils mit zwei Modulen und vier Threads ausgestattet und machen zumindest auf Seiten der CPU mit Ausnahme der Taktraten keinerlei Unterschiede. Mit einem Basis- und Turbo-Takt von 3,7 bzw. 4,0 GHz ist der AMD A10-7850K das schnellste Modell, gefolgt vom 3,5 bzw. 3,9 GHz schnellen AMD A10-7800, den man heute offiziell vom Stapel lässt. Der A10-7700K siedelt sich CPU-seitig mit Geschwindigkeiten von 3,4 bis 3,8 GHz noch einmal etwas darunter an. Auch der Speichercontroller kommt bei allen drei Modellen mit 2.133 MHz schnellen Modulen zurecht. Unterschiede gibt es hier vor allem bei der Grafiklösung. Während die beiden schnellsten Modelle jeweils auf 512 GCN-Kerne mit einer Geschwindigkeit von 720 MHz zurückgreifen können, ist das kleinste Modell der A10-Reihe mit 384 Shadereinheiten nicht ganz so schnell unterwegs.

Über die gleiche Grafikeinheit verfügt der AMD A8-7600, ist im Vergleich zu seinem nächst schnelleren Modell aber noch einmal kräftig im Takt beschnitten worden. Je nach TDP-Ausführung (65 oder 45 Watt) arbeitet er mit einem Basistakt von 3,1 bis 3,3 GHz und mit einem Turbo zwischen 3,3 und 3,8 GHz. Der kleinste AMD A6-7400K ist hier mit Taktraten von 3,5 bis 3,9 GHz zwar höher getaktet, besitzt allerdings nur noch ein Modul mit zwei Threads. Zudem reduziert sich der L2-Cache von 4 MB auf 1 MB und der Speichercontroller unterstützt ab Werk nur noch 1.866 MHz schnellen DDR3-Speicher. Außerdem wurde die Grafiklösung weiter beschnitten. Sie zählt 256 Streamprozessoren und damit nur halb so viel wie beim Topmodell.  

Desktop-Modelle der A-Serie (Kaveri)
ProzessorA10-7850KAMD A10-7800A10-7700KA8-7600A6-7400K
Preis 173 US-Dollar 155 US-Dollar 152 US-Dollar 105 US-Dollar 77 US-Dollar
TDP 95 Watt 65/45 Watt 95 Watt 65/45 Watt 65/45 Watt
Module / Threads 2
4
2
4
2
4
2
4
1
2
CPU-Frequenz 3,7 GHz 3,5 GHz 3,4 GHz 3,3/3,1 GHz 3,5 GHz
Turbo-Takt 4,0 GHz 3,9 GHz 3,8 GHz 3,8/3,3 GHz 3,9 GHz
Speicherinterface Dual-Channel DDR3-2133
(Low Voltage Support)
Dual-Channel DDR3-1866
(Low Voltage Support)
L2-Cache 4 MB 4 MB 4 MB 4 MB 1 MB
Grafik 512 SPs, 720 MHz 512 SPs, 720 MHz 384 SPs, 720 MHz 384 SPs, 720 MHz 256 SPs, 756 MHz

Zunächst noch einmal ein kleiner Überblick unseres heutigen Testkandidaten, den AMD A10-7800:

cpuz a10-7800

Je nach Lastzustand arbeitet der AMD A10-7800 mit einem Multiplikator zwischen 14 und 39. Bei einem Bus-Speed von 100 MHz können sich so Frequenzen von 1.400 bis 3.900 MHz ergeben. Die Core-Spannung pendelt dabei laut CPUz zwischen etwa 0,9 und 1,44 Volt. Ein Zutun des Nutzers ist nicht notwendig. Bei unserem Mainboard waren alle Parameter mit Ausnahme des Speichers optimal eingestellt - auch die Stromsparmechanismen der APU.

gpuz-a10-7800

Highlight der "Kaveri"-APU ist natürlich die integrierte Grafiklösung. Sie stellt beim AMD A10-7800 512 Streamprozessoren, 32 Textureinheiten und acht Rasterendstufen bereit. Die Taktraten belaufen sich hier auf bis zu 720 MHz, die in der Praxis nicht nur erreicht, sondern auch durchgehend gehalten werden. Die Geschwindigkeit des Speichers hängt hingegen vom verwendeten Arbeitsspeicher ab. Da AMDs zweites Topmodell der aktuellen "Kaveri"-APUs hier mit 2.133 MHz (effektiv) schnellen Speicher zurechtkommt, arbeitet dieser mit 1.066 MHz. DirectX-11-Support und OpenCL-Features gibt es natürlich ebenfalls. Vor allem mit "Mantle"-API können die kleinen APUs so richtig aufdrehen, wie unser Dual-Graphics-Test in Verbindung mit einen AMD A10-7850K und einer Radeon R7 250 zeigte. 


War „Richland“ noch ein Facelift zu „Trinity“, wurde „Kaveri“ von Grund auf neu entworfen. Die „Steamroller“-Architektur der beiden Prozessor-Module ist laut Angaben AMDs die bisher größte Architektur-Änderung seit der Einführung von „Bulldozer“. Der inzwischen längst verstaubte VLIW4-Aufbau bei der Grafikeinheit wurde bei „Kaveri“ gegen die GCN-Architektur ausgetauscht und die lang umworbenen Features rund um HSA implementiert. Die fortschrittliche 28-nm-Fertigung rundet das Gesamtpaket ab.

Heterogene System-Architektur (HSA)

kaveri tech day presentation-hsa k

Die wohl größte Neuerung von „Kaveri“ ist die Umstellung auf eine heterogene System-Architektur (HSA), wodurch Grafik- und Prozessor-Kerne noch enger zusammenarbeiten sollen. Ein Grund, weswegen AMD beide Funktionseinheiten zusammenfasst und von Compute-Cores spricht. Vor allem immer wieder hervorgehoben werden zwei Funktionen: „Shared System Memory“ und „Heterogeneous Queuing“. Erstere Technologie schafft einen Speicher, der sowohl von den CPU- wie auch von den GPU-Kernen genutzt werden kann, womit beide Funktionseinheiten immer auf dem neuesten Stand bleiben und ihre Informationen direkt miteinander austauschen können. Ein langwieriges Kopieren der Daten entfällt.

Dieser gemeinsame Speicherbereich „hUMA“ ist Grundvoraussetzung für hQ. Bislang galt die CPU als Master-Einheit und war für den kompletten Programmablauf zuständig. Nun soll auch die GPU die CPU direkt mit Jobs füttern können, was beide Funktionseinheiten gleichstellt, sie aber auch unterschiedliche Aufgaben übernehmen lässt. Während sich CPUs besser für serielle Aufgaben eignen, liegen die Stärken einer GPU auf parallelen Rechenaufgaben. Durch die Verteilung dieser verspricht sich AMD eine höhere Effizienz. In Zahlen ausgedrückt: Die neuen „Steamroller“-Kerne sollen eine bis zu 20 Prozent höhere Leistung abliefern als die Vorgänger-Generation.

„Steamroller“-Architektur

kaveri tech day presentation-cpu k

Mit den neuen „Steamroller“-Kernen sollen die Probleme, die „Bulldozer“ noch hatte, behoben werden. Am Konzept von „Bulldozer“ hält AMD im Groben aber weiter fest. Am Pipeline-Anfang gibt es wie gehabt einen gemeinsamen Fetch-Schritt. Ein Modul besitzt zwei Integer-Kerne, die sich eine FPU und einen Instruktions-Cache, der auf 96 kB vergrößert wurde, teilen. Dafür gibt es neue Prefetcher und einen eigenen Befehlsdecoder für die Integereinheiten, womit die Fetch-Stufe im Frontend 30 Prozent weniger Cache-Fehlschläge bei Datenbank-Anwendungen erreichen soll. Weiterhin wurde die Dispatch-Bandbreite pro Thread um 25 Prozent erweitert. Vor allem bei Single-Core-Anwendungen dürfte „Kaveri“ damit bei gleichem Takt deutlich zulegen können. Die Pro-Megahertz-Leistung soll bei „Kaveri“ höher ausfallen als noch bei der Vorgänger-Generation, ein Grund, weshalb AMD die Taktraten leicht abgesenkt hat.

Umstieg auf GCN-Architektur

kaveri tech day presentation-gpu k

Die neue GPU-Architektur soll die Grafikleistung sogar um 50 Prozent beschleunigen. Möglich soll dies dank eines Grafikchips der Radeon-R7-Reihe und dem damit verbundenen Wechsel vom eingestaubten VLIW4-Aufbau hin zur GCN-Architektur, wie sie bereits in der „Volcanic Islands“-Generation und seit der Radeon-HD-7000-Familie zum Einsatz kommt, werden. Bei einer VLIW-Befehlsstruktur wird ein sequentieller Programmablauf mithilfe eines Compilers in kleinere Instruktionen aufgeteilt und entsprechend parallelisiert. Der Compiler muss diese nicht nur in eine bestimmte Gruppengröße zerlegen, sondern später auch wieder zusammenfassen, was in der Praxis nicht immer ideal war – es kam zu Leerinstruktionen. Bei GCN muss ein solcher „register port conflict“ nicht mehr gehandelt werden. GCN verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Die kleinste Einheit bildet hier die Compute-Unit, die wiederum aus vier Vektor-Prozessoren besteht, die sich aus vier SIMDs mit je 16 ALUs zusammenfügen. Im Falle des A10-7850K stehen der Grafiklösung acht Compute-Units und somit 512 Shader-Prozessoren (8 CUs x 4 SIMDs x 16 ALUs) zur Verfügung. Da an jeden Shadercluster vier Textureinheiten angeschlossen sind, stehen in der Summe 32 TMUs zur Verfügung. Das Speicherinterface weist eine Breite von 128 Bit auf.

Damit entspricht die Grafiklösung des A10-7850K einer AMD Radeon HD 7750, deren Taktraten allerdings reduziert wurden. AMD gibt den Grafik-Takt bei allen neuen „Kaveri“-APUs mit 720 MHz an. Die Radeon HD 7750 brachte es hier noch 800 MHz.

kaveri tech day presentation-mantle k

Darüber hinaus soll „Kaveri“ die notwendigen DSPs für AMDs True Audio besitzen, die neue Low-Level-API „Mantle“ unterstützen und PCI-Express-3.0-Support mit sich bringen. Der Speichercontroller kommt weiterhin mit 2.133 MHz schnellem DDR3-Speicher zurecht. Die neuen Modelle sollen sich auf dem Desktop in TDP-Klassen zwischen 45 und 95 Watt wiederfinden. Für Notebooks soll es auch Ableger mit nur 15 Watt TDP geben. Zu guter Letzt haben der Video-Encoder (VCE) und der Unified-Video-Decoder (UVD) einen Versionssprung nach vorne gemacht. 

Neue Mainboards werden fällig

Die Umstellung der Architektur macht leider eine neue Pin-Struktur notwendig, weshalb AMD bei „Kaveri“ wieder einmal mehr einen neuen Sockel einführen muss. Während „Richland“ bislang nach dem Sockel FM2 verlangte, ist es bei „Kaveri“ nun der Sockel FM2+. Dieser soll laut AMD jedoch abwärtskompatibel zu den Vorgänger-Modellen der A-Serie 6000 und 5000 sein, bringt mit dem A88X und A78 aber auch neue Chipsätze mit sich. Diese entsprechen mit Ausnahme kleinerer Änderungen aber ihren Vorgängern A85X und A75. Laut AMD soll auch der ältere A55-FCH unterstützt werden.

kaveri kurztest-04
Der A10-7850K besitzt zwei Pins mehr als der A10-6800K, was auch für die restlichen "Kaveri"-Vertreter gilt.

Die Testsysteme haben wir neu aufgebaut - entsprechend kommen bei diesem Vergleich die neuesten Treiber und Systemupdates zum Einsatz. Für alle Systeme haben wir eine Basisausstattung verwendet, die möglichst identisch belassen wurde. Ändern müssen wir natürlich neben der CPU das Mainboard und teilweise auch die Speicherausstattung. Folgende Basiskomponenten sind für alle Systeme identisch:

Für die Devils-Canyon-Modelle setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für die Haswell-Refresh-Modelle setzten wir folgende Konfigurationen ein:

Für die Haswell-Modelle und kompatible Sockel-1150-Prozessoren setzten wir folgende Konfigurationen ein:

Für die Ivy-Bridge-Modelle und kompatible Sockel-1155-Prozessoren setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für den mitgetesteten Sockel 2011 setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für die mitgetesteten AMD-Modelle setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für die AMD-APUs setzten wir folgende Konfiguration ein:

Als Software setzten wir Windows 8 64 bit ein, jeweils mit aktuellstem Service-Pack, Treibern und Benchmark-Versionen. Wir verwendeten für alle Systeme als Timings 9-9-9-24 1t, auch wenn dies von den Herstellern anders vorgesehen wird (z.B. Ivy Bridge: 11-11-11 2t mit vier Speichermodulen, 11-11-11- 1t mit zwei Speichermodulen), um Timing-Unterschiede möglichst nicht zu berücksichtigen.

Wie man sehen kann, haben wir einheitlich auf ASUS-Mainboards gesetzt. Hierbei ist jedoch teilweise durch eine automatische Übertaktung im BIOS eine manuelle Turbo-Frequenz-Einstellung notwendig. Bei "Auto"-Settings setzt ASUS gerne mal auch für Volllast den höchsten Single-Core-Multiplikator an und übertaktet so automatisch die CPU. Diesen Effekt wollten wir hier natürlich nicht haben und setzten, sofern ASUS dies bei den Mainboards entsprechend umgesetzt hat, die Turbo-Frequenz manuell auf die von Intel spezifizierten Werte. Sofern möglich wurden alle Prozessoren mit bestmöglichen Einstellungen und aktiviertem Stromsparbetrieb betrieben.


Cinebench R11.5

3.58 XX


3.57 XX


3.38 XX


3.33 XX


3.22 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R11.5

Punkte
Mehr ist besser

7-Zip

32M

11724 XX


11235 XX


10851 XX


9549 XX


9532 XX


MIPS
Mehr ist besser

SiSoft Sandra

Arithmetik

53.15 XX


47.74 XX


44.20 XX


41.10 XX


40.00 XX


GOPS
Mehr ist besser

SiSoft Sandra

Cache und Speicher

63.75 XX


61.88 XX


58.18 XX


50.48 XX


50.24 XX


GB/Sek.
Mehr ist besser

SiSoft Sandra

Kryptografie

3.34 XX


3.29 XX


2.35 XX


2.12 XX


2.00 XX


GB/Sek.
Mehr ist besser

SiSoft Sandra

Speicherbandbreite

14.32 XX


14.12 XX


13.37 XX


11.26 XX


11.14 XX


GB/Sek.
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 7

4180 XX


4088 XX


4079 XX


3975 XX


3919 XX


Punkte
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 8

3822 XX


3774 XX


3502 XX


3453 XX


3406 XX


Punkte
Mehr ist besser

x264 HD Benchmark

32 Bit – Test 1

29.77 XX


29.34 XX


28.92 XX


28.00 XX


27.21 XX


FPS
Mehr ist besser

x264 HD Benchmark

32 Bit – Test 2

8.72 XX


8.48 XX


7.63 XX


7.08 XX


6.76 XX


FPS
Mehr ist besser

Im Großen und Ganzen bewegt sich der AMD A10-7800 leistungsmäßig zwischen einem AMD A10-7850K und einem AMD A10-6800K. Einzig in 7-Zip fällt er auf den letzten Platz zurück und bewegt sich eher auf dem Niveau eines AMD A10-6700. Der Komprimierungstest scheint aber allgemein keine Paradedisziplin der "Steamroller"-Architektur von "Kaveri" zu sein, da auch schon das Topmodell hinter seinen Vorgänger zurückfiel. Gleiches gilt für den neusten Cinebench-Benchmark. Auch hier muss man sich dem alten "Richland"-Flaggschiff geschlagen geben. 


Futuremark 3DMark 11

Performance

2311 XX


2205 XX


1939 XX


1837 XX


1512 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

6866 XX


6799 XX


6206 XX


5767 XX


5702 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Anno 2070

1920x1080, Hoch

22.6 XX


22.3 XX


16.5 XX


15.2 XX


15.0 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Bioshock: Infinite

1920x1080, High

21.69 XX


20.83 XX


19.15 XX


16.80 XX


16.40 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Grid 2

1920x1080, Mittel

50.7 XX


48.8 XX


47.4 XX


42.1 XX


41.3 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Metro 2033

1920x1080, Medium

19.2 XX


18.9 XX


17.3 XX


15.6 XX


14.3 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Bei der Spiele-Leistung leistet der AMD A10-7800 nur geringfügig weniger als sein großer Bruder, was vor allem daran liegt, dass der CPU-Part des Kombiprozessors etwas langsamer ausfällt. Bei der Grafiklösung gibt es zwischen den beiden Modellen schließlich keinerlei Unterschiede. Insgesamt bewegt sich der "Kaveri"-Neuling auch hier zwischen der schnellsten "Kaveri"-APU und dem AMD A10-6800K. Insgesamt reicht die Grafikleistung aus, um aktuelle Spieletitel bei reduzierten Qualitätssettings ruckelfrei spielen zu können. Ältere bzw. grafisch nicht ganz so anspruchsvolle Spiele sind hingegen sehr gut spielbar.


Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

33.5 XX


35.4 XX


37.6 XX


38.2 XX


39.1 XX


in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

125.8 XX


126.7 XX


133.4 XX


144.8 XX


164.9 XX


in Watt
Weniger ist besser

Keine großen Überraschungen gibt es bei der Leistungsaufnahme. Im Leerlauf zieht das Gesamtsystem mit unserem heutigen Testkandidaten etwas weniger aus der Steckdose als der AMD A10-7850K, aber etwas mehr als AMDs A10-6700. Unter Last kann die neue "Kaveri"-Generation voll ihre Muskeln ausspielen und sich deutlich energieeffizienter als die Vorgänger- oder gar Vorvorgänger-Generation zeigen. Der AMD A10-7800 ist in dieser Disziplin das sparsamste Modell unseres Testfeldes, gefolgt vom "Kaveri"-Topmodell und dem AMD A10-6700.


Beim AMD A10-7800 lässt sich die maximale Leistungsaufnahme im BIOS bzw. UEFI festsetzen und so die Leistungsaufnahme weiter drücken, ohne groß über Performance-Einbußen klagen zu müssen. Das verspricht zumindest AMD in seinen Präsentationsfolien. Um die TDP allerdings per Hand einstellen zu können, mussten wir das BIOS/UEFI unseres ASUS A88XM Plus auf den neusten Stand bringen.

Cinebench R11.5

Punkte
Mehr ist besser

SiSoft Sandra

Arithmetik

GOPS
Mehr ist besser

SiSoft Sandra

Cache und Speicher

GB/Sek.
Mehr ist besser

SiSoft Sandra

Kryptografie

GB/Sek.
Mehr ist besser

SiSoft Sandra

Speicherbandbreite

GB/Sek.
Mehr ist besser

Futuremark PCMark 7

Punkte
Mehr ist besser

x264 HD Benchmark

32 Bit – Test 1

FPS
Mehr ist besser

x264 HD Benchmark

32 Bit – Test 2

FPS
Mehr ist besser

Ist die TDP auf 45 Watt festgesetzt, bewegen sich die Taktraten zwar weiterhin irgendwo zwischen 1.400 und 3.900 MHz, jedoch ist der Turbo-Takt und vor allem die Frequenz der Grafiklösung nicht dauerhaft auf dem höchstem Niveau und reduziert sich schon nach wenigen Sekunden. Die Leistung CPU-lastiger Benchmarks bricht im Schnitt zwischen einem und 15 Prozent ein.

Futuremark 3DMark 11

Performance

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Bei grafiklastigen Benchmarks sind die Leistungseinbußen deutlich größer. Hier bricht die Leistung in unseren Tests zwischen etwa 20 und 38 Prozent ein.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in Watt
Weniger ist besser

Dafür kann sich vor allem aber der Stromverbrauch sehen lassen. Sowohl im 2D- wie auch im 3D-Betrieb unterschreitet unser Testsystem dann die 30- bzw. 100-Watt-Marke. Die Konkurrenz steht dem fast schon kampflos gegenüber.


Mit seinen "Kaveri"-APUs konnte AMD die Leistung seiner Kombiprozessoren im Vergleich zu den vorhergehenden Generationen deutlich steigern und zudem die Feature-Liste kräftig ausbauen. Mit "Mantle"-Support, der Heterogenen System-Architektur (HSA) und TrueAudio-Unterstützung haben sie einiges zu bieten. Hinzu kommen viele weitere Neuerungen wie die "Steamroller"-Architektur oder die GCN-Grafiklösung. Mit seinem neuen AMD A10-7800 konnte AMD die Performance aber nicht weiter steigern. Warum auch? Schließlich offenbart das Namensschema doch eine geringfügig niedrigere Performance. Im Schnitt liegt der AMD A10-7800 bei CPU-lastigen Benchmarks etwa zehn Prozent hinter seinem großen Bruder, dem AMD A10-7850K. Bei grafisch anspruchsvollen Benchmarks kann man den Leistungsunterschied zwischen den beiden Topmodellen hingegen fast schon unter den Tisch kehren. Overclocker aber müssen auf den freien Multiplikator verzichten, der A10-7800 lässt sich lediglich durch Anheben des Bus-Taktes beschleunigen.

Für aktuelle Spieletitel müssen trotz der 512 GCN-Kerne und der neuen "Steamroller"-Einheiten allerdings ein klein wenig die Auflösung und Qualitätseinstellungen zurückgefahren werden, um diese ruckelfrei genießen zu können. Ältere Titel oder grafisch nicht ganz so anspruchsvolle Spiele lassen sich hingegen ruckelfrei spielen. "Kaveri" ist damit nahezu prädestiniert für den Einsatz in einem kleinen Multimedia-PC, der im Wohnzimmer direkt neben dem Fernseher und der Spielekonsole seinen Platz einnimmt. 

Dafür spricht auch die Leistungsaufnahme, die AMD aufgrund der niedrigeren Frequenzen im Vergleich zum AMD 10-7850K weiter verbessern konnte. Aufdrehen kann das neuste Mitglied der "Kaveri"-Reihe vor allem aber dann, wenn man die TDP auf 45 Watt begrenzt, standardmäßig ist diese auf 65 Watt festgesetzt. Dann zieht unser Testsystem im normalen Windows-Betrieb weniger als 30 Watt aus der Steckdose, wohingegen es unter Last gerade einmal knapp 90 Watt sind. Wird die TDP begrenzt, bleiben die Taktraten allerdings nicht durchgehend auf ihrem Maximal-Level - die Leistung reduziert sich. Vor allem der Grafikpart wird deutlich langsamer. Die APU leistet in CPU-Benchmarks zwischen einem und 15 Prozent weniger. Bei Grafiktests fällt der Unterschied mit 20 bis 38 Prozent deutlich stärker ins Gewicht. 

amd a10-7800 k
Heute im Test: Der AMD A10-7800.

Insgesamt ist der AMD A10-7800 in unseren Augen die derzeit interessanteste "Kaveri"-APU, die nur unwesentlich mehr als ein AMD A10-7700K kostet, dafür aber bei der unverbindlichen Preisempfehlung fast 20 US-Dollar im Hinblick auf das schnellste Modell günstiger ist. Leistungseinbußen im Vergleich zum Topmodell gibt es kaum, dafür kann sich die Leistungsaufnahme sehen lassen. Wir zücken unseren Technik-Award!

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