Intel Core i7-4790K im Test

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devils canyonMitte Mai entließ Intel seine neuen "Haswell Refresh"-Prozessoren in den Handel. Wesentlich mehr zu bieten als ihre Vorgänger haben die neuen Modelle jedoch nicht, bekamen sie doch lediglich ein kleines Taktupgrade von 100 bis 200 MHz spendiert und konnten so in unserem Test bei der Leistung gerade einmal um einstellige Prozentpunkte zulegen. Dafür drehte Intel nicht weiter an der Preisschraube und schickte seinen "Haswell Refresh" zu den gleichen Preisen in den Handel. Pünktlich zur Computex 2014 ließ die Chipschmiede dann auch ihre neuen Prozessoren der "Devils Canyon"-Reihe in den Markt, die sich vor allem an ambitionierte Übertakter richten sollen und hier und da auch mit ein paar Verbesserungen versehen wurden. Wir werfen in diesem Artikel einen näheren Blick auf das neue Flaggschiff der Z97-Plattform, den Intel Core i7-4790K.

Nach der Vorstellung der neuen "Haswell Refresh"-Prozessoren fehlten eigentlich nur noch die Modelle mit freiem Multiplikator. Mit dem Intel Core i7-4790K und dem Core i5-4690K schob Intel seine neuen "K"-Modelle pünktlich zur diesjährigen Computex vor wenigen Tagen nach. Während die bisherigen "Haswell Refresh"-CPUs lediglich mit einem höheren Basis- und Turbo-Takt von 100 bis 200 MHz ausgestattet wurden und ansonsten weiterhin auf die altbekannte "Haswell"-Architektur sowie das 22-nm-Fertigungsverfahren setzen müssen, gibt es bei den neuen "Devils Canyon"-Prozessoren auch die eine oder andere Verbesserung, die vor allem für ambitionierte Overclocker gedacht sind.

Neben dem frei wählbaren Multiplikator hat sich Intel auch an einen der größten Kritikpunkte gemacht. Seit der "Ivy Bridge"-Generation ist der Heatspreader bei den K-Prozessoren nicht mehr fest verlötet. Zwischen Die und Heatspreader befindet sich mit dem Thermal Interface Material (TIM) seitdem eine Art Wärmeleitpaste. Hier setzt Intel bei seinen neuen "Devils Canyon"-Prozessoren nun auf eine neue chemische Verbindung, die eine bessere Wärmeabgabe versprechen soll. Die Temperaturen sollen damit wieder das Niveau erreichen wie mit verlötetem Heatspreader. Das verbesserte TIM nennt Intel Next-Generation Polymer Thermal Interface Material (NGPTIM). Hinzu kommen zusätzliche Kondensatoren, die eine stabilere Strom- und Spannungsversorgung versprechen. Ansonsten hat Intel die Leistungsaufnahme im Vergleich zu den bislang schnellsten "Haswell"- und "Haswell Refresh"-Prozessoren leicht nach oben korrigiert. Die neuen "Devils Canyon"-Modelle kommen nun auf 88 Watt statt wie bisher auf 84 Watt TDP. 

intel devils canyon-01
Heute im Test: Intels neuer Core i7-4790K.

Wie sich der neue Intel Core i7-4790K im Leistungs- und Overclocking-Test schlägt, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten.


Zur Computex 2014 hat Intel insgesamt drei neue Prozessoren ins Rennen geschickt. Neben den beiden Modellen der "Devils Canyon"-Reihe gab es zum 20-jährigen Geburtstag der Pentium-Prozessoren ebenfalls ein neues Modell. Dieses muss zwar auf die Verbesserungen am Thermal Interface Material sowie der Strom- und Spannungsversorgung verzichten, besitzt dafür aber ebenfalls einen nach oben hin geöffneten Multiplikator und soll damit vor allem preisbewusste Übertakter ansprechen.

Intel Core i7-4790K

Das neue Flaggschiff unter den „Devils Canyon“-, aber auch „Haswell Refresh“-Prozessoren ist der Intel Core i7-4790K. Mit einem Basis-Takt von runden 4,0 GHz ist er der erste Core-Prozessor von Intel, der ohne Turbo-Funktion und vor allem auf allen vier Rechenkernen mit dieser Geschwindigkeit arbeitet. Dank Turbo-Boost können sich je nach Auslastung einzelne Cores aber auch auf bis zu 4,4 GHz beschleunigen. Die Non-K-Version ist hier mit 3,6 bis 4,0 GHz gut 400 MHz langsamer. Auch die integrierte Grafiklösung hat Intel im Vergleich zum Core i7-4790 leicht beschleunigt. Die Intel HD Graphics 4600 rechnet mit einem Takt von bis zu 1.250 MHz genauso schnell wie beim Intel Core i7-4770K.

basistaktturbotakt

CPUz-Screens vom i7-4790K - einmal ohne Turbo-Boost und einmal mit höchstem Boost-Takt.

An den restlichen Leistungsdaten hat sich im Vergleich zum Intel Core i7-4790 zunächst nichts weiter getan. Auch der i7-4790K kann dank Hyperthreading bis zu acht Threads gleichzeitig bearbeiten, auf einen 8 MB großen L3-Cache zurückgreifen und mit DDR3-Speicher nach 1600er-Standard bestückt werden. Alle aktuellen Befehlssätze wie SSE 4.1 und SSE 4.2 oder AVX und AES werden ebenfalls unterstützt.

Mit seinem Intel Core i7-4790K bricht Intel aber auch das Namensschema, denn anstatt den Prozessor aufgrund der höheren Taktraten wenige Modell-Nummern nach oben zu setzen, sowie man es von „Haswell“ auf „Haswell Refresh“ getan hat, fügt man lediglich ein Suffix hinten an, das bislang lediglich auf den freien Multiplikator hinwies. Beim kleinen Bruder der „Devils Canyon“-Reihe ist das wiederum anders.

Desktop-Modelle Core i7
ProzessorCore i7-4820KCore i7-4770KCore i7-4790Core i7-4790K
Preis etwa 271 Euro etwa 280 Euro etwa 253 Euro  etwa 300 Euro
TDP 130 Watt 84 Watt 84 Watt 88 Watt
Kerne /
Threads
4
8
4
8
4
8
4
8
CPU-Frequenz 3,7 GHz 3,5 GHz 3,6 GHz  4,0 GHz
Turbo-Frequenz 3,9 GHz  3,9 GHz 4,0 GHz  4,4 GHz
Speicherinterface Quad-Channel DDR3-1866  Dual-Channel DDR3-1600
L3-Cache 10 MB  8 MB
intel devils canyon-02
Rückseitiger Vergleich: Intel Core i7-4790K gegen Core i7-4770K.

Auf der Rückseite des Intel Core i7-4790K ist eine der Änderungen von "Devils Canyon" sichtbar. Hier sind im Vergleich zum Vorgänger-Modell, dem Intel Core i7-4770K, ein paar Kondensatoren hinzukommen bzw. anders angeordnet worden. An der Pinbelegung hat sich jedoch nichts weiter getan.

 

Intel Core i5-4690K

Der Intel Core i5-4690K steht leistungsmäßig seinem kleinen „Haswell Refresh“-Bruder in nichts nach. Er arbeitet mit einer Taktfrequenzen von 3,5 bis 3,9 GHz genauso schnell wie die Non-K-Version und kann weiterhin auf einen 6 MB großen L3-Cache zurückgreifen und ist ebenfalls mit der gleichen Intel-IGP bestückt, die sich allerdings wieder mit 1.200 MHz begnügen muss. Weggefallen ist wie bei allen Core-i5-CPUs der SMT-Support, womit das Modell maximal vier Threads gleichzeitig bearbeiten kann. Alle aktuellen Befehlssätze werden aber auch hier unterstützt. Der integrierte Speichercontroller kommt mit DDR3-1600 zurecht.

Entgegen anders lautenden Gerüchten sollen der Intel Core i7-4790K und Core i5-4690K noch im Laufe dieses Monats ausgeliefert werden. Preislich wird man etwa 350 bzw. 240 Euro einplanen müssen. Die Dollar-Preise bleiben mit 339 und 242 US-Dollar auf dem selben Niveau wie noch zu Einführung des Intel Core i7-4770K und Core i5-4670K. In unserem Preisvergleich sind die Prozessoren bislang aber nur spärlich zu haben.

Desktop-Modelle Core i5
ProzessorCore i5-4670KCore i5-4690Core i5-4690K
Preis

etwa 193 Euro

etwa 183 Euro etwa 210 Euro
TDP 84 Watt 84 Watt 88 Watt
Kerne /
Threads
4
4
4
4
4
4
CPU-Frequenz 3,4 GHz 3,5 GHz 3,5 GHz
Turbo-Frequenz 3,8 GHz  3,9 GHz  3,9 GHz 
Speicherinterface Dual-Channel DDR3-1600   
L3-Cache 6 MB

 

Intel Pentium G3258

Zum 20. Geburtstag der Pentium-Prozessoren schenkt sich Intel auch einen neuen Prozessor, der zwar nicht über die Verbesserungen an Die und Heatspreader verfügen soll, dafür aber ebenfalls mit einem offenen Multiplikator die Herzen ambitionierter Overclocker höher schlagen lässt. Ab Werk rechnet die Dual-Core-CPU mit 3,2 GHz, besitzt einen 3 MB großen Cache und verfügt über eine integrierte Grafiklösung der HD-Graphics-Reihe. Der Speichercontroller kommt mit 1.333 MHz schnellen DDR3-Speicher zurecht, die aktuellsten Befehlssätze gibt es hier jedoch nicht, dafür ist Quick-Sync mit an Bord. Mit einem Preis von etwa 65 Euro ist der Intel Pentium G3258 weitaus günstiger als so manch eine Z87- oder gar Z97-Platine, die nötig ist, um den Multiplikator des Overclocking-Pentiums verändern zu können. Den Dollar-Preis beziffert Intel auf 72 US-Dollar. Auch die Geburtstagsausgabe soll noch im Laufe dieses Monats ausgeliefert werden.

Desktop-Modelle der G300er-Penium
ProzessorPentium G3440Pentium G3258Pentium G3240
Preis etwa 69 Euro etwa 59 Euro etwa 42 Euro
TDP 53 Watt 53 Watt 53 Watt 
Kerne /
Threads
2
2
2
2
2
2
CPU-Frequenz 3,3 GHz 3,2 GHz  3,1 GHz 
Turbo-Frequenz -
Speicherinterface Dual-Channel DDR3-1600  Dual-Channel DDR3-1333
L3-Cache 3 MB

Alle neuen Prozessoren nehmen weiterhin im aktuellen Sockel-LGA1150 ihren Platz. Der neuste Chipsatz ist hier der Z97, den Intel zusammen mit seinen "Haswell Refresh"-Prozessoren präsentierte. Um den Multiplikator auch tatsächlich verändern zu können, muss es zwingend ein Mainboard mit Z-Chipsatz sein, was auch für den kleinen Pentium-Prozessor gilt. Hier sind dann leider entsprechende Mainboards meist etwas teurer als die CPU mit ihren 60 Euro selbst. Zumindest ASUS scheint das Overclocking von K-CPUs auch auf Non-Z-Mainboards zu ermöglichen. Mit den älteren Z87-Chipsätzen arbeiten "Devils Canyon" und der Intel Pentium G3258 aber ebenfalls.


Die Testsysteme haben wir neu aufgebaut - entsprechend kommen bei diesem Vergleich die neuesten Treiber und Systemupdates zum Einsatz. Für alle Systeme haben wir eine Basisausstattung verwendet, die möglichst identisch belassen wurde. Ändern müssen wir natürlich neben der CPU das Mainboard und teilweise auch die Speicherausstattung. Folgende Basiskomponenten sind für alle Systeme identisch:

Für die Devils-Canyon-Modelle setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für die Haswell-Refresh-Modelle setzten wir folgende Konfigurationen ein:

Für die Haswell-Modelle und kompatible Sockel-1150-Prozessoren setzten wir folgende Konfigurationen ein:

Für die Ivy-Bridge-Modelle und kompatible Sockel-1155-Prozessoren setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für den mitgetesteten Sockel 2011 setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für die mitgetesteten AMD-Modelle setzten wir folgende Konfiguration ein:

Als Software setzten wir Windows 8 64 bit ein, jeweils mit aktuellstem Service-Pack, Treibern und Benchmark-Versionen. Wir verwendeten für alle Systeme als Timings 9-9-9-24 1t, auch wenn dies von den Herstellern anders vorgesehen wird (z.B. Ivy Bridge: 11-11-11 2t mit vier Speichermodulen, 11-11-11- 1t mit zwei Speichermodulen), um Timing-Unterschiede möglichst nicht zu berücksichtigen.

Wie man sehen kann, haben wir einheitlich auf ASUS-Mainboards gesetzt. Hierbei ist jedoch teilweise durch eine automatische Übertaktung im BIOS eine manuelle Turbo-Frequenz-Einstellung notwendig. Bei "Auto"-Settings setzt ASUS gerne mal auch für Volllast den höchsten Single-Core-Multiplikator an und übertaktet so automatisch die CPU. Diesen Effekt wollten wir hier natürlich nicht haben und setzten, sofern ASUS dies bei den Mainboards entsprechend umgesetzt hat, die Turbo-Frequenz manuell auf die von Intel spezifizierten Werte. Sofern möglich wurden alle Prozessoren mit bestmöglichen Einstellungen und aktiviertem Stromsparbetrieb betrieben.


Aufgrund des verbesserten Thermal Interface Material (TIM) zwischen Heatspreader und Prozessor-Die verspricht Intel deutlich bessere Temperaturen, da die Abwärme dank der neuen chemischen Verbindung spürbar  schneller abgeführt werden soll. Wir haben die Temperaturen des neuen Intel Core i7-4790K mit einem Core i7-4770K verglichen. Hierfür haben wir die Temperaturen nicht nur im Leerlauf gemessen, sondern auch unter Volllast mit Prime95. Gekühlt wurden beide Prozessoren von einem be quiet! Dark Rock Pro 3, der durchaus als ein aktueller High-End-Kühler zu bezeichnen ist. Tatsächlich haben wir trotz der unterschiedlichen Taktraten von bis 500 MHz im Turbo und der unterschiedlichen TDP-Klasse der beiden Modelle eine deutliche Besserung messen können. 

idle 

Im Leerlauf haben wir für den neuen Intel Core i7-4790K 32 Grad Celsius gemessen, während es beim Vorgänger-Modell noch zwei Grad mehr waren. Unter Last schwillt diese Differenz von zwei auf fünf Grad an. Der neue "Devils Canyon"-Prozessor wurde in dieser Disziplin 64, das bislang schnellste "Haswell"-Modell hingegen 69 Grad Celsius warm.

Temperatur-Vergleich

Leerlauf

in Grad Celsius
Weniger ist besser

Temperatur-Vergleich

Last (Prime 95)

in Grad Celsius
Weniger ist besser


Mit seinen neuen "K"-Modellen der "Devils Canyon"-Reihe will Intel dem Wunsch nach taktfreudigeren Prozessoren innerhalb der Overclocker-Gemeinde nachkommen. Ihnen ist "Devils Canyon" schließlich gewidmet. Wir haben unseren Intel Core i7-4790K der Einfachheit halber mittels Multiplikator übertaktet und diesen jeweils für alle CPU-Kerne bestimmt. Ohne an den Spannungen zu drehen, konnten wir aus allen vier Rechenkernen eine Geschwindigkeit von 4,6 GHz herauskitzeln, was immerhin bei voller Belastung einem Taktplus von 600 MHz gegenüber dem Basistakt entspricht. Für einzelne Kerne fällt der Sprung je nach Belastung mit 200 MHz aber nicht ganz so hoch aus.

Im zweiten Schritt setzten wir die Spannung auf 1,475 Volt fest und setzten weiter den Multiplikator nach oben. Den Stabilitätstest konnte unser Testmuster allerdings nur bei einer Geschwindigkeit von maximal 4,8 GHz bestehen, was immerhin noch einmal 200 MHz mehr waren. Im Vergleich zu den ersten "Haswell"-Prozessoren ist das Overclocking-Potential damit tatsächlich leicht verbessert worden. Die von vielen erwarteten Overclocking-Monster sind damit allerdings auch ausgeblieben. Zudem rangierte unsere Test-CPU trotz des be quiet! Dark Rock Pro 3 an der 90-Grad-Celsius Marke. 

oc1


Neue Stromspartechniken hin, 22-nm-Technik her - wichtig ist, was am Ende auf dem Tacho steht. Wir haben also ein Komplettsystem einmal im Windows-Idle-Betrieb und einmal mit Prime 95 unter Volllast getestet, um herauszufinden, wie sich der Stromverbrauch von Haswell im Verbrauch zur Vorgängergeneration und anderen Prozessormodellen verändert hat. Wir verwenden dabei die Testsysteme, die wir auch für die Benchmarks verwendet haben (siehe Beschreibung auf der Seite "Testsystem"). Gemessen wird hier das Komplettsystem, inklusive einer Radeon-HD-7970-Grafikkarte. Der Stromverbrauch wird an der Steckdose gemessen, enthalten sind also auch Wirkungsverluste des Netzteils, wobei wir mit dem Seasonic P-660 ein sehr sparsames Modell mit 80-Plus-Platinum-Zertifikat eingesetzt haben.

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Idle

in Watt
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem)

Last

in Watt
Weniger ist besser

Intels Core i7-4790K ist der erste Core-Prozessor von Intel, der mit einem Basis-Takt von 4,0 GHz arbeitet. Obwohl sich die vier Rechenkerne zugunsten der Energieeffizienz im Leerlauf heruntertakten und ihre Betriebsspannung absenken, genehmigt sich der Intel Core i7-4790K etwas mehr als das bisherige "Haswell"- und "Haswell Refresh"-Flaggschiff. Insgesamt ist der Intel Core i7-4790K in dieser Disziplin aber noch sparsamer als die Mainstream-Modelle der "IvyBridge"-Generation. Wir haben im 2D-Betrieb für das Gesamtsystem 49,3 Watt gemessen. Unter Last steigt der Wert auf 139,8 Watt an. Die Non-K-Version begnügt sich hier noch mit 127,6 Watt, der Intel Core i7-4770K hingegen mit 118,7 Watt. 


Wir beginnen mit einigen synthetischen CPU-Benchmarks:

SiSoft Sandra

Speicherbandbreite

GB/Sek.
Mehr ist besser

Bei der Speicherunterstützung hat sich bei "Devils Canyon" im Vergleich zu den "Haswell Refresh"- oder gar "Haswell"-Modellen nichts weiter getan. Es wird weiterhin DDR3-Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.600 MHz unterstützt. Die Speicherbandbreite steigt damit im Vergleich zum "Haswell Refresh"-Flaggschiff nur unwesentlich an. Wir haben 21,52 GB in der Sekunde gemessen. 

SiSoft Sandra

Cache und Speicher

GB/Sek.
Mehr ist besser

Aufgrund des doch deutlicheren Taktplus von 400 bzw. 500 MHz macht der Intel Core i7-4790K bei der Leistung des Cache-Speichers einen größeren Sprung als noch "Haswell" zu "Haswell Refresh". Das neue Intel-Flaggschiff der Z97-Plattform bringt es hier auf 161,86 GB in der Sekunde. Beim Intel Core i7-4790 sind es noch 153,81 GB in der Sekunde.

SiSoft Sandra

Kryptografie

GB/Sek.
Mehr ist besser

Etwas geringer fällt der Leistungsunterschied bei der Kryptografie-Leistung aus. Hier kann der Intel Core i7-4790K im Vergleich zum Core i7-4790 nur noch um knapp 1,5 Prozent zulegen. Im Vergleich zum Vorgänger-Modell beträgt der Leistungsanstieg immerhin fast 3,6 Prozent. 

SiSoft Sandra

Arithmetik

GOPS
Mehr ist besser

Wieder etwas deutlicher steigt die Arithmetik-Leistung an. Sie legt beim Intel Core i7-4790K fast zwölf Prozent über dem Core i7-4770K. In dieser Disziplin stehen sich 146,91 und 130,64 GOPS gegenüber. 

wPrime v2.09

1024M

Sekunden
Weniger ist besser

Beim wPrime-Benchmark trennen die beiden Kontrahenten nur wenige Sekunden.

TruCrypt 7.1a

50 MB

MB/Sek.
Mehr ist besser

Konnte "Haswell Refresh" zu "Haswell" beim TrueCrypt-Benchmark gerade einmal um drei Megabyte in der Sekunde zulegen, sind es bei "Devils Canyon" noch einmal 28 MB in der Sekunde mehr. Der Intel Core i7-4790K erreicht hier einen Spitzenwert von 269 MB pro Sekunde


Wir starten mit den Anwendungs-Benchmarks:

Cinebench R11.5

Punkte
Mehr ist besser

Die 400 bzw. 500 MHz im Basis- und Boost-Takt mehr beflügeln den Intel Core i7-4790K im Cinebench-R11.5-Benchmark auf sehr gute 9,63 Punkte. Der Intel Core i7-4790 und Core i7-4770K bringen es hier nur auf 8,91 respektive 8,62 Punkte. 

Frybench

Minuten
Weniger ist besser

Beim Frybench-Benchmark rechnet die neue "Devils Canyon"-CPU gut 21 Sekunden schneller als noch das bisherige "Haswell"-Flaggschiff. 

Gimp 2.8

Filtertest

Sekunden
Weniger ist besser

Beim Filtertest des Bildbearbeitungsprogrammes Gimp trennt das K-Modell nur eine knappe halbe Sekunde vom Rest des Testfeldes.

x264 HD Benchmark

32 Bit – Test 1

FPS
Mehr ist besser

x264 HD Benchmark

32 Bit – Test 2

FPS
Mehr ist besser

Beim x264-HD-5-Benchmark bringt der Intel Core i7-4790K gut 5 bzw. 1,5 FPS mehr als sein fast namensgleicher Bruder.


PoV Ray

Sekunden
Weniger ist besser

Im PoV-Benchmark überholt der Intel Core i7-4790K sogar den Sechskern-Prozessor Intel Core i7-3960X, wenngleich die Differenz zwischen den beiden Modellen mit zwei Tausendstel nicht gerade ins Gewicht fällt.

WinRar

Komprimierung

Minuten
Weniger ist besser

Auch beim Komprimierungstest von WinRar rechnet der Intel Core i7-4790K eine gute Sekunde schneller als "SandyBridge-E".

7-Zip

32M

MIPS
Mehr ist besser

Bei 7-Zip kann "Devils Canyon" am Intel Core i7-3960X allerdings nicht mehr vorbeiziehen, überholt sein Vorgänger- und Schwestermodell aber deutlich.


Weiter geht es mit diversen Spielen und dem 3DMark 2011:

3DMark und 3DMark 11

Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcours aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

3dmark11_2_rs 3dmark11_1_rs
3dmark11_4_rs 3dmark11_3_rs

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

Futuremark 3DMark 11

Performance

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Bei der Spieleleistung nimmt es der Intel Core i7-4790K ebenfalls mit den deutlich teureren Sechskern-Prozessoren der Chipschmiede auf. Im Futuremark 3DMark 11 und dem aktuellen 3DMark-Benchmark überholt die neue "Devils Canyon"-CPU einen Intel Core i7-3960X und Core i7-3970X mit Leichtigkeit. Nur dem Intel Core i7-4960X muss sich die Overclocking-CPU geschlagen geben. 

FarCry 3

Der neuste Teil der Far-Cry-Serie basiert auf der Dunia Engine 2 und wurde von Ubisoft entwickelt. Es entführt den Spieler auf eine tropische Insel, wo er den Protagonisten Jason Brody spielt, der dort mit seinen Freunden Urlaub macht. Als er und seine Freunde von Piraten gefangen werden, gelingt es ihm als einzigen zu entkommen. Mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung tritt er nun an, um seine Freunde zu retten und die Piraten zu besiegen. Far Cry 3 kann wie auch die ersten beiden Teile mit einer beeindruckenden Grafik überzeugen. Dabei kommt DirectX 11 in Verbindung mit Kantenglättung, Umgebungsverdeckung und schönen Texturen sowie einer hohen Detaildichte zum Einsatz, womit auch High-End-Grafikbeschleuniger an ihre Grenzen gebracht werden.

Screenshot zu Far Cry 3 Screenshot zu Far Cry 3
Screenshot zu Far Cry 3 Screenshot zu Far Cry 3

Zur Vollversion von Far Cry 3 gelangt man über diesen Link.

Far Cry 3

800x600, kein AA, niedrig

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Far Cry 3

1920x1080, Ultra

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Gleiches gilt für Far Cry 3 - zumindest bei niedriger Auflösung, denn unter FullHD und mit maximalen Details führt der Intel Core i7-4790K sogar das Testfeld an.

 

Anno 2070

Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

Zur Vollversion von Anno 2070 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

Anno 2070

1024x768. kein AA. niedrig

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Anno 2070

1920x1080, 4xAA, hoch

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Bei Anno 2070 spielt der neue Intel Core i7-4790K ebenfalls ganz oben mit.


Black Ops 2 ist der letzte und aktuellste Teil der "Call of Duty"-Reihe, die nun aber eine Überarbeitung erfahren soll. Die Welt befindet sich inmitten eines zweiten kalten Krieges zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten um die kostbaren Metalle der Seltenen Erden. Das Verbot des Exports verleitet die USA dazu, mit einem Cyberangriff die chinesische Börse lahmzulegen. Es kommt zum Konflikt zwischen den beiden Parteien, der allerdings nicht offen ausgefochten wird.

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Zur Vollversion von Call of Duty: Black Ops 2 gelangt man über diesen Link.

Call of Duty: Black Ops II

800x600, kein AA, niedrig

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Call of Duty: Black Ops II

1920x1080, 8xMSAA, hoch

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... wie auch bei Call of Duty: Black Ops II ...

Metro 2033

Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

Metro_1_rs Metro_2_rs
Metro_3_rs Metro_4_rs

Zur Vollversion von Metro 2033 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

Metro 2033

1920x1080, 4xAA, High, DX11

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... und Metro 2033.

 

The Elder Scrolls V: Skyrim

Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

Crysis1_rs Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim
Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim

Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim gelangt man über diesen Link.

The Elder Scrolls V: Skyrim

1280x720, kein AA, niedrig

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The Elder Scrolls V: Skyrim

1920x1080, 8xFXAA, hoch

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Bei The Elder Scrolls V: Skyrim gibt sich das "Devils Canyon"-Topmodell wieder den hauseigenen Sechskernern geschlagen.


Abschließend an die Benchmarks möchten wir noch das Performance-Ranking aufzeigen. Darin haben wir alle Benchmarks berücksichtigt und gleich gewichtet. Als Basis diente dabei der jeweils langsamste Prozessor eines jeden Benchmarks. Die normierten Werte lassen den Intel Core i7-4790K etwas näher zu den Sechskern-Prozessoren alias "SandyBridge-E" aufrücken. Im Vergleich zum Intel Core i7-4770K bietet die neue Overclocking-CPU eine gut sechs Prozent höhere Leistung. Der Intel Core i7-4790 konnte hier im Mittel gerade einmal um knapp über ein Prozent zulegen.

Performancerating

normalisiert

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Auf dieser Seite schauen wir uns das Performance-pro-Watt-Verhältnis der Prozessoren an. Hierfür haben wir die Leistung über allen Benchmarks in einen Index zu gleichen Teilen einfließen lassen und zur Leistungsaufnahme unter Last in Bezug gestellt. Das Ergebnis: Das Performance-pro-Watt-Verhältnis des Intel Core i7-4790K hat sich im Vergleich Core i7-4790 leicht verschlechtert. Besser sind nur der Intel Core i5-4670K und Core i7-4770K.

Performance-pro-Watt-Index

normalisiert

Mehr ist besser


Was bringt ein schneller Prozessor, wenn man sich ihn nicht leisten kann? Wir haben einen Blick in unseren Preisvergleich geworfen und die aktuellen Straßenpreise aller Prozessoren des Testfeldes miteinander verglichen. Gezählt wurde jeweils die günstigste Boxed-Version in unserem Preisvergleich in Deutschland. 

Zu beachten ist allerdings, dass sich die Preise meistens ein paar Tage nach dem Launch zugunsten der Neuvorstellungen verschieben, da die Shops die geringe Anzahl an lagernden Produkten zunächst zu einem höheren Preis an die Early Adopter verkaufen. Der Preis passt sich im Anschluss an.

Preis-Übersicht

Stand: 16. Juni 2014

in Euro
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Preis-Leistungs-Index

Stand: 21. Mai 2014

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Mit einem Preis von 872 Euro ist der Intel Core i7-4960X der teuerste Prozessor des Testfeldes und liegt damit in Sachen Preis-Leistung leider auf dem hintersten Rang - dicht gefolgt von den früheren Vertretern des Sockel LGA2011. Insgesamt bietet der Intel Core i7-4790K das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. 


Keine Frage: Der Intel Core i7-4790K ist einer der schnellsten Spieleprozessoren, die man aktuell am Markt bekommen kann. Je nach Benchmark und Einstellung nimmt er es mit deutlich teureren Sechskern-Prozessoren wie dem Intel Core i7-3960X auf, der derzeit noch weit über das doppelte kostet und obendrein mit höheren Kosten für Mainboard und Speicher zu Buche schlägt. Mit einem Preis von knapp über 300 Euro ist das "Devils Canyon"-Topmodell in etwa genauso teuer wie einst sein Vorgänger. Im Vergleich zum Intel Core i7-4770K bietet der neue Core i7-4790K aber bis zu 500 MHz mehr Takt und rechnet damit ein gutes Stück schneller. Trotzdem bleibt die Neuauflage dank zahlreicher Verbesserungen am Thermal Interface Material (TIM) und der Strom- sowie Spannungsversorgung deutlich kühler und genehmigt sich in Sachen Leistungsaufnahme im 2D- wie auch 3D-Betrieb nur unwesentlich mehr Strom. 

Über das Overclocking-Potential des Intel Core i7-4790K dürften ambitionierte Overclocker aber weiterhin nur müde lächeln. Zwar sind mit 4,8 GHz noch einmal gut 200 MHz mehr drin als bei den ersten "Haswell"-Modellen, doch ist die von vielen gewünschte 5,0-GHz-Hürde noch immer nicht genommen. Wir konnten unserem Testmuster bei einer erhöhten Spannung von 1,475 Volt gerade einmal 4,8 GHz auf allen Kernen entlocken. Die Temperaturen erreichten dabei gerne die 90-Grad-Celsius-Marke. 

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Heute im Test: Intels Core i7-4790K.


Der Intel Core i7-4790K ist einer der schnellsten Spieleprozessoren, der zugleich einen kühleren Kopf behält als die bisherigen Modelle. Wir zücken unseren Excellent-Hardware-Award:

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Positive Aspekte des Intel Core i7-4790K:

Negative Aspekte des Intel Core i7-4790K: