Intel Core i7-4820K im Test

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Core i7 LGA 2011Anfang September ließ Intel mit "Ivy Bridge-E" neue Prozessoren für seine aktuelle X79-High-End-Plattform vom Stapel. Zum Start gab es mit dem Intel Core i7-4960X, dem Core i7-4930K und dem Core i7-4820K drei Modelle. Bislang konnten wir allerdings nur das Topmodell mit seinen sechs Kernen testen. Nun konnten wir uns den bislang kleinsten "Ivy Bridge-E"-Prozessor anschauen, der mit einem Preis von knapp 310 US-Dollar knapp unterhalb des schnellsten "Haswell"-Prozessors angesiedelt ist. Ob sich der Griff zu teureren Plattform im Vergleich zum Intel Core i7-4770K lohnt, klären wir auf den nachfolgenden Seiten. 

Intels Core i7-4960X ist ohne Frage der derzeit schnellste Prozessor. Doch nicht jeder benötigt gleich eine Sechskern-CPU für seine alltäglichen Aufgaben. Nicht jedes Spiel ist für mehr als vier Kerne optimiert, was sich auch in unseren Benchmarks gezeigt hat. Im Vergleich zum Intel Core i7-4770K oder zum Intel Core i7-3770K konnte sich der Sechskerner in den Spielebenchmarks mit nur einem winzigen Vorsprung an die Spitze des Testfeldes setzen. Trotzdem bietet die X79-Plattform für Spieler einen deutlichen Mehrwert: Sie stellt bei Multi-GPU-Betrieb von mehr als zwei Grafikkarten deutlich mehr Lanes zur Verfügung und kann die installierten 3D-Beschleuniger damit mit der vollen Geschwindigkeit ansprechen, was letztendlich auch in höhere Frameraten münden dürfte. Bevor wir die Plattform aber auf ihre Multi-GPU-Tauglichkeit testen, werfen wir zunächst einen näheren Blick auf den Intel Core i7-4820K, dem kleinsten "Ivy Bridge-E"-Prozessor, der obendrein auch noch ein Quad-Core ist. 

inte 4820k-01 k
Heute im Test: Intels kleinster "Ivy Bridge-E"-Prozessor: Der Core i7-4820K.

Im Vergleich zum aktuellen "Haswell"-Flaggschiff bietet er nicht nur einen etwas schnelleren Basis-Takt, sondern bringt auch eine größere Menge an Cache-Speicher mit sich und kommt mit schnellerem DDR3-Arbeitsspeicher zurecht. Ob der Intel Core i7-4820K mit den aktuellen "Haswell"-Prozessoren mithalten kann und wie sich das Topmodell gegen seine großen Sechs-Kern-Brüder schlägt, erfährt man in diesem Artikel.


Zum Start von "Ivy Bridge-E" schickte Intel insgesamt drei Modelle ins Rennen, die allesamt eine maximale Leistungsaufnahme von 130 Watt TDP besitzen, aber Unterschiede innerhalb der Taktfrequenzen, der Cache-Ausstattung und der Anzahl der Rechenkerne machen. Während das Topmodell mit sechs Kernen ausgestattet ist, muss der Einstiegs-Prozessor mit vier Kernen auskommen. Die Taktraten belaufen sich je nach Modell auf zwischen 3,4 und 3,7 GHz im Basistakt. Dank Turbo Boost 2.0 sind Taktraten von 3,9 bis 4,0 GHz möglich. Die Größe des L3-Caches beläuft sich auf zwischen 10 und 15 MB - mehr als das aktuelle Topmodell auf "Haswell"-Basis bereitstellt. 

Die Kennzahlen der neuen Desktop-Modelle im Vergleich haben wir in folgender Tabelle zusammengefasst:

Desktop-Modelle Core i7
ProzessorCore i7-4960XCore i7-4930KCore i7-4820KCore i7-4770K
Preis 990 US-Dollar 555 US-Dollar 310 US-Dollar 317 US-Dollar
TDP 130 Watt 130 Watt 130 Watt 84 Watt
Kerne /
Threads
6
12
6
12
4
8
4
8
CPU-Frequenz 3,6 GHz  3,4 GHz 3,7 GHz 3,5 GHz
Turbo 6 Core 3,7 GHz 3,6 GHz  - -
Turbo 5 Core 3,8 GHz 3,6 GHz  -
Turbo 4 Core 3,8 GHz  3,7 GHz  3,7 GHz  3,7 GHz
Turbo 3 Core 3,9 GHz  3,7 GHz  3,7 GHz  3,8 GHz
Turbo 2 Core 3,9 GHz  3,7 GHz  3,7 GHz  3,9 GHz
Turbo 1 Core 4,0 GHz 3,9 GHz  3,9 GHz  3,9 GHz
Speicherinterface Quad-Channel DDR3-1866 Quad-Channel DDR3-1866  Quad-Channel DDR3-1866  Dual-Channel DDR3-1600
L3-Cache 15 MB 12 MB  10 MB  8 MB

Das Topmodell ist klar der Intel Core i7-4960X. Er besitzt die vollen sechs Rechenkerne, kann auf einen 15 MB großen shared L3-Cache zurückgreifen und rechnet dank Turbo Boost mit bis zu 4,0 GHz. Der Basistakt liegt hingegen bei 3,6 GHz. Mit einem Preis von 990 US-Dollar ist er bei Weitem kein Schnäppchen. Die modernere Architektur besitzt dabei aber der Core i7-4770K, da er schon auf der "Haswell"-Architektur aufbaut.

Mit 555 US-Dollar zwar ebenfalls nicht günstig aber immerhin etwas erschwinglicher ist das nächstkleinere Modell, der Intel Core i7-4930K. Er ist mit einem Basistakt von 3,4 GHz nicht nur etwas langsamer getaktet als sein großer Bruder, sondern muss auch mit einem 12 MB großen L3-Cache auskommen. Zudem fällt der Turbo-Takt mit 3,9 GHz nicht mehr ganz so hoch aus.

Einstieg in die Welt von "Ivy Bridge-E" ermöglicht der Intel Core i7-4820K. Er muss jedoch mit vier Kernen vorliebnehmen, besitzt dafür mit 10 MB einen etwas größeren L3-Cache als der Intel Core i7-4770K und ist zudem mit einem Preis von 310 US-Dollar etwas günstiger als das schnellste "Haswell"-Modell. Die Taktraten belaufen sich hier auf zwischen 3,7 und 3,9 GHz. Neben den leicht höheren Taktfrequenzen und dem etwas größeren Cache gibt es auch eine deutlich höhere Anzahl an Lanes.

Innerhalb des Turbos ergeben sich ebenfalls Unterschiede. Hier kann der Intel Core i7-4770K mit zusätzlichen Schritten agieren. Bei Belastung eines Kerns, rechnen sowohl der 4820K wie auch der 4770K mit jeweils 3,9 GHz. Belastet man jedoch zwei oder drei Kerne, rechnet der Intel Core i7-4820K nur noch mit 3,7 GHz, wohingegen der "Haswell-Ableger mit 3,8 oder weiterhin mit 3,9 GHz ans Werk gehen darf. Erst bei Belastung aller vier Rechenkerne liegt der Takt mit 3,7 GHz bei beiden Modellen wieder gleichauf. 

cpuz 48200kcpuz 4670ks

CPUz-Screens vom i7-4820K - einmal ohne Turbo-Boost und einmal mit höchstem Boost-Takt.


Die Testsysteme haben wir neu aufgebaut - entsprechend kommen bei diesem Vergleich die neuesten Treiber und Systemupdates zum Einsatz. Für alle Systeme haben wir eine Basisausstattung verwendet, die möglichst identisch belassen wurde. Ändern müssen wir natürlich neben der CPU das Mainboard und teilweise auch die Speicherausstattung. Folgende Basiskomponenten sind für alle Systeme identisch:

Für die Haswell-Modelle und kompatible Sockel-1150-Prozessoren setzten wir folgende Konfigurationen ein:

Für die Ivy-Bridge-Modelle und kompatible Sockel-1155-Prozessoren setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für den mitgetesteten Sockel 2011 setzten wir folgende Konfiguration ein:

Für die mitgetesteten AMD-Modelle setzten wir folgende Konfiguration ein:

Als Software setzten wir Windows 8 64 bit ein, jeweils mit aktuellstem Service-Pack, Treibern und Benchmark-Versionen. Wir verwendeten für alle Systeme als Timings 9-9-9-24 1t, auch wenn dies von den Herstellern anders vorgesehen wird (z.B. Ivy Bridge: 11-11-11 2t mit vier Speichermodulen, 11-11-11- 1t mit zwei Speichermodulen), um Timing-Unterschiede möglichst nicht zu berücksichtigen.

Wie man sehen kann, haben wir einheitlich auf ASUS-Mainboards gesetzt. Hierbei ist jedoch teilweise durch eine automatische Übertaktung im BIOS eine manuelle Turbo-Frequenz-Einstellung notwendig. Bei "Auto"-Settings setzt ASUS gerne mal auch für Volllast den höchsten Single-Core-Multiplikator an und übertaktet so automatisch die CPU. Diesen Effekt wollten wir hier natürlich nicht haben und setzten, sofern ASUS dies bei den Mainboards entsprechend umgesetzt hat, die Turbo-Frequenz manuell auf die von Intel spezifizierten Werte. Sofern möglich wurden alle Prozessoren mit bestmöglichen Einstellungen und aktiviertem Stromsparbetrieb betrieben.


Neue Stromspartechniken hin, 22-nm-Technik her - wichtig ist, was am Ende auf dem Tacho steht. Wir haben also ein Komplettsystem einmal im Windows-Idle-Betrieb und einmal mit Prime 95 unter Volllast getestet, um herauszufinden, wie sich der Stromverbrauch von Haswell im Verbrauch zur Vorgängergeneration und anderen Prozessormodellen verändert hat. Wir verwenden dabei die Testsysteme, die wir auch für die Benchmarks verwendet haben (siehe Beschreibung auf der Seite "Testsystem"). Gemessen wird hier das Komplettsystem, inklusive einer Radeon HD 7970-Grafikkarte. Der Stromverbrauch wird an der Steckdose gemessen, enthalten sind also auch Wirkungsverluste des Netzteils, wobei wir mit dem Seasonic P-660 ein sehr sparsames Modell mit 80-Plus-Platinum-Zertifikat eingesetzt haben.

Unter Windows im Idle-Betrieb wurden von uns folgende Leistungswerte ermittelt:

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem) - Idle

strom-idle
in Watt

Sowohl "Haswell" wie auch "Ivy Bridge-E" werden im fortschrittlichen 22-nm-Prozess gefertigt. Dennoch hat es Intels neuer Core i7-4820K schwer, mit Intels Core i7-4770K mitzuhalten. Während sich die "Haswall"-CPU im Leerlauf mit 44,9 Watt fast an die Spitze des Testfeldes setzt und damit zu den sparsamsten Modellen am Markt zählt, ordnet sich der kleinste "Ivy Bridge-E"-Prozessor mit 57,3 Watt nur im Mittelfeld ein. 

Unter Last wurden von uns folgende Leistungswerte ermittelt:

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem) - Last

strom-last
in Watt

Gleiches gilt unter Volllast. Hier konkurriert der Intel Core i7-4820K eher mit den älteren "Sandy Bridge"- und "Ivy Bridge"-Modellen. Der Unterschied zum Intel Core i7-4770K beträgt rund 30 Watt. 

4820k idle
Auch der Intel Core i7-4820K taktet sich im Leerlauf herunter, die vier Rechenkerne agieren dann nur noch mit 1,2 GHz.

Um Leistungsaufnahme und Abwärme einzusparen, taktet sich der Intel Core i7-4820K automatisch auf 1.200 MHz zurück und senkt zudem seine Spannung auf etwa 0,98 Volt ab. 


Wir beginnen mit einigen synthetischen CPU-Benchmarks:

SiSoft Sandra 2012 - Speicherbandbreite

speicherbandbreite
GB/Sek.

Während Intels aktuelle "Haswell"-Prozessoren mit 1600 MHz schnellen DDR3-Arbeitsspeicher auskommen, kommen die neuen "Ivy Bridge-E"-Modelle mit 1866 MHz schnellem Speicher zurecht. Hinzu kommt ein Quad-Channel-Interface, das dem Intel Core i7-4960X und eben auch dem Intel i7-4820K zu neuen Rekorden bei der Speicherbandbreite verhilft. Im Vergleich zum aktuellen Flaggschiff leistet der Intel Core i7-4820K mit einem Durchsatz von bis zu 41,36 GB/Sek. ein klein wenig weniger.

 

SiSoft Sandra 2012 - Cache und Speicher

cache
GB/Sek.

Einen großen Sprung von "Ivy Bridge" zu "Ivy Bridge-E" macht man auch bei der Leistung des Cache-Speichers. Der Intel Core i7-4820K liefert mit 153 GB/Sek. sogar einen höheren Durchsatz als der schnellste "Haswell"-Prozessor.  

 

SiSoft Sandra 2012 - Kryptografie

kryptografie
GB/Sek.

Gleiches gilt für die Kryptografie-Leistung des Intel Core i7-4820K. Auch hier kann der Intel Core i7-4770K überflügelt werden. 

 

SiSoft Sandra 2012 - Arithmetik

arithmetik
GOPS

Bei der Arithmetik-Leistung fällt der Intel Core i7-4820K allerdings wieder etwas hinter den Core i7-4770K zurück. Groß ist der Unterschied allerdings nicht.

 

wPrime v2.09 1024M

wprime
Sekunden

Auch beim wPrime-Benchmark trennen die beiden Kontrahenten nur wenige Sekunden.

 

TrueCrypt 7.1a 50 MB

truecrypt
MB/Sek.

In unserem TrueCrypt-Benchmark schafft es der Core i7-4820K abermals nicht, sich vor seinen "Haswell"-Konkurrenten zu setzen. Seine "Ivy Bridge"-Brüder kann er allerdings mit kleinem Vorsprung überholen.


Wir starten mit den Anwendungs-Benchmarks:

Cinebench R11.5

cinebench
Punkte

Mit 7,42 Punkten liegt der Intel Core i7-4820K im Cinebench-R11.5-Benchmark fast mit dem Intel Core i7-2700K, -2600K und -3770K gleich auf. Der Intel Core i7-4770K schließt den Benchmark mit einem Punkt besser ab.

 

Frybench

frybench
Minuten

Beim Frybench-Benchmark ist der Intel Core i7-4770K um knapp 20 Sekunden schneller als der Intel Core i7-4820K oder der Intel Core i7-3770K.

 

Gimp 2.8 Filtertest

gimp
Sekunden

Knapp zwei Sekunden beträgt der Unterschied zwischen dem Intel Core i7-4770K und Core i7-4820K - zugunsten des "Haswell"-Prozessors.

 

x264 HD 5 Benchmark 32 Bit - Teil 1

x264-01
fps

x264 HD 5 Benchmark 32 Bit - Teil 2

x264-02
fps

Minimale Unterschiede bei x264 HD 5-Benchmark.


PoV Ray

pov
Sekunden

Mit 44,12 zu 46,03 trennen die beiden Kontrahenten gerade einmal nur wenige Hundertstel.

 

WinRar - Komprimierung

winrar
Minuten

Etwas mehr als ein paar Hundertstel beträgt der Unterschied in unserem WinRar-Test, was erneut zugunsten der "Haswell"-CPU geht.

 

7-Zip 32 MB

7zip
MIPS

Bei 7-Zip liegt der Intel Core i7-4820K eher auf dem Level seiner "Sandy Bridge"-Jünger.


Weiter geht es mit diversen Spielen und dem 3DMark 2011:

3DMark und 3DMark 11

Auch die neueste Generation des 3DMark wollen wir mit in den Benchmark-Parcour aufnehmen. Beim 3DMark 11 handelt es sich um den ersten vollständigen DirectX-11-Benchmark aus dem Hause Futuremark. Aus diesem Grund macht er auch ausgiebig Gebrauch von Tessellation, Depth of Field, Volumetric Lighting und Direct Compute. Obligatorisch ist natürlich auch die Unterstützung für Multi-Core-Prozessoren mit mehr als vier Kernen. Der Download ist in unserer Download-Area möglich.

3dmark11_2_rs 3dmark11_1_rs
3dmark11_4_rs 3dmark11_3_rs

Zum kostenlosen Download von Futuremarks 3DMark 11 gelangt man über diesen Link.

Futuremark 3DMark 11 - Performance

3dmark11
Punkte

Futuremark 3DMark - Cloud Gate

3dmark
Punkte

Bei den beiden Futuremark-Tests nehmen sich Intels Core i7-4820K und Core i7-4770K nicht viel. Während die "Ivy Bridge-E"-CPU im älteren 3DMark punkten und sich vor ihren Konkurrenten setzen kann, scheint der neue 3DMark der "Haswell"-CPU besser zu liegen.

 

FarCry 3

Der neuste Teil der Far-Cry-Serie basiert auf der Dunia Engine 2 und wurde von Ubisoft entwickelt. Es entführt den Spieler auf eine tropische Insel, wo er den Protagonisten Jason Brody spielt, der dort mit seinen Freunden Urlaub macht. Als er und seine Freunde von Piraten gefangen werden, gelingt es ihm als einzigen zu entkommen. Mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung tritt er nun an, um seine Freunde zu retten und die Piraten zu besiegen. Far Cry 3 kann wie auch die ersten beiden Teile mit einer beeindruckenden Grafik überzeugen. Dabei kommt DirectX 11 in Verbindung mit Kantenglättung, Umgebungsverdeckung und schönen Texturen sowie einer hohen Detaildichte zum Einsatz, womit auch High-End-Grafikbeschleuniger an ihre Grenzen gebracht werden.

Screenshot zu Far Cry 3 Screenshot zu Far Cry 3
Screenshot zu Far Cry 3 Screenshot zu Far Cry 3

Zur Vollversion von Far Cry 3 gelangt man über diesen Link.

Far Cry 3 - 800x600, kein AA, niedrig

farcry-low
Bilder pro Sekunde

Far Cry 3 - 1920x1080, Ultra

farcry-high
Bilder pro Sekunde

Bei Far Cry 3 liegen alle Prozessoren der 4er-, 3er- und 2er-Generation dicht aufeinander.

 

Anno 2070

Anno 2070 spielt entgegen seiner vier Vorgänger nicht mehr in der Vergangenheit sondern knapp 60 Jahre in der Zukunft. Das Spielprinzip blieb grundsätzlich gleich, das heißt fremde Inseln erkunden, besiedeln, Wirtschaftskreisläufe aufbauen, um die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsteile zu befriedigen, und sich in der Diplomatie üben. Neu sind die drei Fraktionen: Die Ecos setzen auf regenerative Energie und erhalten die Natur, während ihr Gegenpart, die Tycoons, durch Schwerindustrie die Umwelt verschmutzen. Die dritte Fraktion, die Techs, ermöglicht es, neue Techniken zu nutzen und auf dem Meeresboden zu siedeln. Die großen Inseln, die lebendige Flora und Fauna und die fantastischen Wassereffekte der eigens von Related Designs entwickelten Engine (DX11) verlangen auf der höchsten Detailstufe der Grafikkarte einiges ab.

 
 

Zur Vollversion von Anno 2070 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

 

Anno 2070 - 1024x768, keinn AA, niedrig

anno-low
Bilder pro Sekunde

Anno 2070 - 1920x1080, 4xAA, hoch

anno-high
Bilder pro Sekunde

Gleiches gilt für Anno 2070.


Black Ops 2 ist der letzte und aktuellste Teil der "Call of Duty"-Reihe, die nun aber eine Überarbeitung erfahren soll. Die Welt befindet sich inmitten eines zweiten kalten Krieges zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten um die kostbaren Metalle der Seltenen Erden. Das Verbot des Exports verleitet die USA dazu, mit einem Cyberangriff die chinesische Börse lahmzulegen. Es kommt zum Konflikt zwischen den beiden Parteien, der allerdings nicht offen ausgefochten wird.

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2 Screenshot zu Call of Duty: Black Ops 2

Zur Vollversion von Call of Duty: Black Ops 2 gelangt man über diesen Link.

Call of Duty: Black Ops II - 800x600, kein AA, niedrig

cod-low
Bilder pro Sekunde

Call of Duty: Black Ops II - 1920x1080, 8xMSAA, hoch

cod-high
Bilder pro Sekunde

... und für Call of Duty: Black Ops II. 

Metro 2033

Eine unwirtliche und verstrahlte Umwelt, Mutanten und ständige Bedrohungen - all diese Elemente nutzen die Ex-S.T.A.L.K.E.R. Entwickler 4A Games Studios, um den Spieler in die Welt von Metro 2033 zu entführen. Im Jahr 2033 hat sich die Menschheit mal wieder bekriegt und durch einen Atomschlag gegenseitig fast in die Luft gebombt. Eine Hand voll Überlebende hat sich in die Systeme der Moskauer U-Bahn zurückgezogen, um dort Zuflucht zu suchen. Zum Leidwesen der Flüchtlinge ist dieser Ort nicht ihre alleinige Heimat, auch feindselige Kreaturen, die sich an die giftige Atmosphäre gewöhnt haben, sind dort anzutreffen. Ihr Ziel: die verbleibenden Menschen ausrotten! Ob sie nun rohe Gewalt oder ausgeklügelte Taktik anwenden, es bleibt ihnen überlassen, wie sie das Ziel erreichen. Wie schon bei ihrem Erstlingswerk schaffen die Entwickler eine Wahnsinnsatmosphäre und lassen mit der A4-Engine (DX11) selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen kommen.

Metro_1_rs Metro_2_rs
Metro_3_rs Metro_4_rs

Zur Vollversion von Metro 2033 in unserem Preisvergleich gelangt man über diesen Link.

Metro 2033 - 1920x1080, 4xAA, High, DX11

metro-high
Bilder pro Sekunde

Bei Metro 2033 trennt den Intel Core i7-4820K vom Core i7-4770K nur eine Zahl hinter dem Komma.

 

The Elder Scrolls V: Skyrim

Der fünfte Teil der The-Elder-Scroll-Reihe spielt in der namensgebenden Provinz Skyrim (dt. Himmelsrand). Die Handlung dreht sich um die Rückkehr der Drachen, wie sie in den "Elder Scrolls" vorhergesagt wurde. Der Spieler übernimmt die Rolle eines "Dovahkiin", eines Individuums mit dem Körper eines Menschen und der Seele eines Drachen. Der Spieler durchstreift bei dem Kampf gegen die Drachen opulente Städte mit verschlungenen Gassen und atemberaubende Landschaften, deren Grenze buchstäblich der Himmel ist. Mit seiner hohen Weitsicht und der detaillierten Vegetation bringt Skyrim so manches System ins Schwitzen.

Crysis1_rs Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim
Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim Screenshot zu The Elder Scrolls V Skyrim

Zur Vollversion von Elder Scrolls V: Skyrim gelangt man über diesen Link.

The Elder Scrolls V: Skyrim - 1280x720, kein AA, niedrig

skyrim-low
Bilder pro Sekunde

The Elder Scrolls V: Skyrim - 1920x1080, 8xFXAA, hoch

skyrim-high
Bilder pro Sekunde

Bei The Elder Scrolls V: Skyrim sind es ebenfalls nur ein paar FPS hinter dem Komma.


Abschließend an die Benchmarks möchten wir noch das Performanceranking aufzeigen. Darin haben alle Benchmarks berücksichtigt und gleich gewichtet. Als Basis diente dabei der jeweils langsamste Prozessor eines jeden Benchmarks. Die normierten Werte zeigen den Intel Core i7-4820K nur knapp hinter dem Intel Core i7-4770K, aber erwartungsgemäß weiter hinter den größeren Sechs-Kern-Modellen. Weit abgeschlagen sind AMDs FX-Prozessoren und vor allem die kleinen APUs auf "Trinity"-Basis.

Performancerating

performancerating
normalisiert

Auf dieser Seite schauen wir uns das Performance-pro-Watt-Verhältnis der Prozessoren an. Hierfür haben wir die Leistung über allen Benchmarks in einen Index zu gleichen Teilen einfließen lassen und zur Leistungsaufnahme unter Last in Bezug gestellt. Folgende Prozessoren sind hier am effizientesten:

Performance-pro-Watt-Index

performance-watt

Der Intel Core i7-4820K bietet für den Sockel LGA2011 mit Abstand die meiste Performance pro Watt. Im Vergleich zum Intel Core i7-3770K oder gar Core i7-4770K fällt der kleinste "Ivy Bridge-E"-Vertreter allerdings zurück. 


Was bringt ein schneller Prozessor, wenn man sich ihn nicht leisten kann? Wir haben einen Blick in unseren Preisvergleich geworfen und die aktuellen Straßenpreise aller Prozessoren des Testfeldes miteinander verglichen. Gezählt wurde jeweils die günstigste Boxed-Version in unserem Preisvergleich in Deutschland. 

Zu beachten ist allerdings, dass sich die Preise meistens ein paar Tage nach dem Launch zugunsten der Neuvorstellungen verschieben, da die Shops die geringe Anzahl an lagernden Produkten zunächst zu einem höheren Preis an die Early Adopter verkaufen. Der Preis passt sich im Anschluss an und dementsprechend kann sich das Preis-Leistungsverhältnis der "Ivy Bridge-E"-Prozessoren noch etwas verbessern.

Preis-Übersicht (Stand: 26. September 2013)

preis
Euro

Preis-Leistungs-Index

preis-leistung

Mit einem Preis von 891 Euro ist der Intel Core i7-4960X der teuerste Prozessor des Testfeldes und liegt damit leider in Sachen Preis-Leistung auf dem hintersten Rang - dicht gefolgt von den früheren Vertretern des Sockel LGA2011. Der kleinste "Ivy Bridge-E"-Vertreter macht es da mit einem Preis von 276 Euro schon deutlich besser und ist selbst günstiger als das aktuelle "Haswell"-Modell, das am 26. September für 288 Euro zu haben war. 


Für unseren Overclocking-Test setzten wir die Spannung wie immer auf 1,45 Volt und erhöhten langsam den Multiplikator, der beim Intel Core i7-4820K dankenswerterweise auch nach oben hin geöffnet ist. Bei einer Taktfrequenz von 4,7 GHz arbeiteten die vier Kerne der "Ivy Bridge-E"-CPU noch fehlerfrei - selbst nach einem dreistündigen Prime-95-Run. Erhöhten wir den Takt auf 4,8 GHz konnten wir das System zwar starten und durch ein paar Benchmarks jagen, doch Prime 95 stürzte nach wenigen Minuten mit einem Fehler ab. Insgesamt lässt sich der Intel Core i7-4820K damit ein klein wenig besser übertakten als der Intel Core i7-4960X. 

Leistungsmäßig hatte unser Overclocking wie folgt Einfluss auf die Leistung des Prozessors.

Futuremark 3DMark 11 - Performance

oc1
Punkte

Cinebench R11.5

oc1
Punkte

x264 HD Benchmark 32 Bit - Teil 1

oc1
fps

TrueCrypt 7.1a 50 MB

oc1
MB/Sek.

Mit einem Preis von knapp 275 Euro ist Intels Core i7-4820K etwas günstiger als das aktuelle Flaggschiff unter den "Haswell"-Prozessoren. Dafür gibt es einen leicht höheren Basistakt, einen größeren shared L3-Cache und eine aufgemöbelte Speicherunterstützung von bis zu 1866 MHz und Quad-Channel - zumindest auf dem Papier sollte sich die kleinste "Ivy Bridge-E"-CPU, die erst Anfang September offiziell an den Start ging, schneller als Intels Core i7-4770K sein.

In der Praxis nehmen sich die beiden Quadcore-Prozessoren allerdings nicht viel. Vor allem in unseren Spielebenchmarks liefern sich die beiden Intel-CPUs ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auch bei den synthetischen Benchmarks und den Anwendungs-Programmen liegt mal die "Haswell"-CPU und mal der "Ivy Bridge-E"-Vertreter an der Spitze. Anders sieht es da schon bei der Leistungsaufnahme aus. Hier verbraucht der Intel Core i7-4820K doch ein gutes Stück mehr als der Intel Core i7-4770K - sowohl im Leerlauf wie auch unter Last. Der Unterschied beträgt zwischen knapp 10 und etwa 30 Watt. 

Warum sollte man also zu Intels teurer X79-Plattform, die obendrein noch keinerlei Unterstützung für USB 3.0 mit sich bringt und bei den SATA-III-Ports spart, greifen? Der Grund ist schnell erklärt: Wer mehr als zwei Grafikkarten im Multi-GPU-Betrieb einsetzen möchte, der sollte einen näheren Blick auf den Sockel LGA2011 werfen. Chipsatz und CPU stellen den Grafikkarten hier bis zu 40 Lanes zur Seite und können diese so mit der vollen Geschwindigkeit ansprechen, was sich bei aktuellen Spieletiteln im Multi-GPU-Betrieb durchaus bemerkbar machen dürfte. Das werden wir in einem kommenden Test aber noch näher durchleuchten.

Alle anderen, die ohnehin nur eine Grafikkarte verbauen, fahren mit "Haswell" besser. Zwar kostet die CPU ein paar Euro mehr, dafür kann man beim Mainboard und Arbeitsspeicher sparen und fährt unterm Strich günstiger und zugleich stromsparender. 

ivybridge e sockel k
Intels Core i7-4820K hat es gegen die Core i7-4770K-CPU schwer.

Wer sich mit einer Grafikkarte zufriedengibt, fährt mit "Haswell" deutlich besser. Die Performance ist in etwa die gleiche, dafür stimmen Leistungsaufnahme und Energieeffizienz sowie die Plattform-Preise.

 

Positive Aspekte des Intel Core i7-4820K:

Negative Aspekte des Intel Core i7-4820K:

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar