AMD Spider

Veröffentlicht am: von
569bigphenomsLange Zeit galten AMDs Prozessoren als das Non-Plus-Ultra wenn es um die Frage ging, welcher Prozessor der schnellere ist. Dies hat sich spätestens mit der Einführung der Core2-Duo-Architektur von Intel geändert. Mit der Fertigung in 45 nm scheint Intel nun endgültig dem Druck von AMD ausgewichen zu sein. Doch AMD möchte mit seiner Spider-Plattform die alten Verhältnisse wieder herstellen oder zumindest wieder zu Intel aufschließen.

 

 

 

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Es ist das erste Mal in der Geschichte von AMD, dass man eine komplette Plattform, bestehend aus Chipsatz, Prozessor und Grafikkarte vorstellen kann. Maßgeblich dafür verantwortlich ist natürlich der Aufkauf von ATI durch AMD, welcher gleich zwei neue Produktzweige beisteuern kann.

Die Komponenten der Spider-Plattform:

Chipsatz:

  • AMD 770
  • AMD 790X
  • AMD 790FX

    Prozessor:

  • AMD Phenom 9500
  • AMD Phenom 9600

    Grafikkarte:

  • ATI Radeon HD 3850
  • ATI Radeon HD 3870

     

     

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    Spinnen verfügen über acht Beine, was für AMD die bis zu vier Kerne des Prozessors und vier GPUs symbolisiert. Gleichzeitig sieht AMD in dieser Tatsache den großen Vorteil der Spider-Plattform, die sehr flexibel aufgebaut ist. Mit den erwarteten Dual-, Tripple und Quad-Core-Prozessoren hat der Anwender die freie Wahl. Im Grafiksegment sind auch ein bis vier Grafikkarten möglich und so bietet AMD für jeden Anwendungsbereich die richtige Lösung.

     

     

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    Auf den folgenden Seiten werden wir die drei Standbeine der Spider-Plattform einmal näher betrachten. 


  • Der Chipsatz bildet die wichtigeste Basis einer jeden Plattform. Mit dem 7-Series Chipsatz führt AMD dann auch gleich zwei neue Technologien ein.

    Unterschiede in den Chipsätzen sind nur in der Anzahl der PCI-Express Lanes und damit der maximalen PCI-Express x16 Slots vorhanden. Der AMD 770 unterstützt nur eine Grafikkarte auf dem verfügbaren PCI-Express x16 Steckplatz. Der AMD 790X verfügt schon über zwei PCI-Express x16 Slots und unterstützt daher auch bis zu zwei Grafikkarten. Das High-End-Modell, der AMD 790FX, verfügt insgesamt über 48 PCI-Express Lanes, wobei sechs davon für die Mainboardhersteller reserviert sind. Diese können über diese sechs Lanes weitere PCI-Express-Slots (x1/x2/x4) realisieren oder aber weitere Komponenten anbinden. Die weiteren 42 PCI-Express Lanes sind dann für die vier PCI-Express x16 Steckplätze vorgesehen. Auch hier haben die Mainboardhersteller die Wahl, ob sie dies mit x16/x16/x4/x4 oder aber x8/x8/x8/x8 realisieren wollen. Zu bedenken ist allerdings, dass acht PCI-Express-2.0-Lanes über die gleiche Bandbreite wie 16 PCI-Express 1.1 verfügen.

     

     

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    Zum einen bieten alle drei Chipsatzmodelle HyperTransport 3.0 und zum anderen auch PCI-Express 2.0.

    HyperTransport 3.0 arbeitet mit einem Takt von bis zu 2,60 GHz. Die Vorgängerversion 1.0 erreicht hier nur bis zu 1,40 GHz. Damit ist nun pro Link eine Bandbreite von 20.8 GB/s möglich. Da HyperTransport aber auch über einen Rückkanal verfügt, ist eine Bandbreite von insgesamt 41.6 GB/s möglich.

    Mit PCI-Express 2.0 stellt man eine weitere Neuerung vor, mit der bisher nur Intel mit seinem X38-Chipsatz aufwarten kann. Bei PCI-Express 2.0 wurde der Takt von vormals 2,50 GHz auf 5,00 GHz erhöht. Somit steigt auch die Übertragungsrate auf 16 GB/s für einen PCI-Express x16 Steckplatz an. Hinzu kommt eine Verdopplung der maximalen Leistungsaufnahme pro Slot auf bis zu 300 Watt.

     

     

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    Beide neuen Techniken können aber nur zusammen ihr Potenzial ausspielen. Verfügt das System nur über HyperTransport 1.0, es wird aber eine PCI-Express 2.0 Grafikkarte in einen entsprechenden Steckplatz eingesetzt, wird das System zwar insgesamt um bis zu 10 Prozent beschleunigt, der HyperTransport-Link stellt sich aber als Flaschenhals dar. Denn wird nun zusätzlich noch der HyperTransport 3.0 Bus eingesetzt, ist eine Leistungssteigerung von bis 20 Prozent möglich.

     

     

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    Dank der Unterstützung von bis zu vier Grafikkarten bietet die Spider-Plattform auch in diesem Punkt eine gewisse Flexibilität. So ist es entweder möglich bis zu acht Monitore an einer Spider-Plattform zu betreiben oder aber diese vier Grafikkarten zu einem CrossFire Verbund zusammen zu fassen. Sehr wichtig ist AMD auch das Skaling beim Einsatz von zwei, drei oder vier Grafikkarten. Beim Einsatz von zwei Grafikkarten geht AMD von einer Steigerung um den Faktor x1,8 aus. Bei drei Grafikkarten soll der Leistungsgewinn bei etwa x2,8 liegen. Beim Einsatz von vier Grafikkarten sollen die Steigerung immerhin noch x3,2 betragen.

     

     

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    Im BIOS der neuen Mainboards mit AMD-Chipsatz findet sich eine weitere Spider-exklusive Technologie namens Auto Xpress. Diese ermöglicht es dem Anwender beim Einsatz eines kompletten Spider-Systems die verbauten Komponenten weiter zu optimieren. Leider fehlte uns auf dem Event in Warschau die Zeit Auto Xpress genauer auf den Zahn zu fühlen. Vermutlich aber wird der Prozessor leicht übertaktet und der PCI-Express Takt angehoben um die Performance steigern zu können.

     

     

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    Was die Preise entsprechender Mainboards anbetrifft, geht AMD von oben abgebildeten Zahlen aus. Der Einstieg mit dem AMD 770 beginnt bei 109 bis 129 Euro. Mainboards mit AMD 790X-Chipsatz liegen bei 159 bis 169 Euro. Für gleich vier PCI-Express x16 Slots werden dann 199 bis 239 Euro fällig. Ein Blick in die üblichen Preisvergleiche zeigt allerdings, dass die Preise bereits jetzt deutlich unter den von AMD angeschlagenen liegen. Das ASUS M3A mit AMD 770 Chipsatz wird bereits mit 70 Euro gelistet. Das Gigabyte GA-MA790X-DS4 mit AMD 790X liegt bei 140 Euro. Der Einstieg für den AMD 790FX beginnt schon bei 165 Euro.

    Nach dem Chipsatz wollen wir uns auf der folgenden Seite den AMD Phenom-Prozessor einmal näher anschauen. 


    Mit der Stars-Prozessorserie möchte man bei AMD nicht nur bildlich nach den Sternen greifen, sondern verwendet das Bild des Sterns auch für die Verdeutlichung der fünf Eckpunkte.

     

     

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    Der AMD Phenom ist der erste native Quad-Core-Prozessor, dessen vier Kerne in einem Die implementiert wurden. Der integrierte Speichercontroller wurde weiter optimiert und unterstützt nun auch DDR2-1066-Speicher. HyperTransport 3.0 sorgt für eine schnelle Anbindung des Chipsatzes und des Speichers. Der Shared-L3-Cache soll die verbesserte K10-Architektur weitergehend unterstützen. Zuguterletzt sorgt Cool'n'Quiet 2.0 noch für ein ausgeglichenes Power Management.

     

     

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    Dank HyperTransport 3.0, den verschiedenen Cache Leveln, 128-Bit Floating Point Units (Gleitkommaeinheiten), Improved Branch Prediction (verbesserten Sprungvorhersage), dem 128-Bit breiten Dual-Channel DDR2-1066 Speichercontroller und dem nativen Quad-Core-Design soll der Phenom bei gleichem Takt um bis zu 25 Prozent schneller sein als sein Vorgänger.

     

     

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    Intel plant einen integrierten Speichercontroller erst für 2009, bei AMD ist er bereits seit der K8-Architektur Alltag und konnte dort seine Vorteile gegenüber der Anbindung über einen Front Side Bus schon unter Beweis stellen. In der K10-Architektur wurde dieser noch weiter optimiert und unterstützt nun DDR2-1066-Speicher. Die 2008 erwarteten in 45 nm gefertigten Prozessoren für den Sockel AM3 sollen dann auch DDR3 unterstützen. Theoretisch kann ein K10-Prozessor bis zu 256 TB Arbeitsspeicher addressieren.

     

     

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    Wie bereits erwähnt hat AMD auch an der Cool'n'Quiet-Technologie weiter gearbeitet. Die Independent Dynamic Core Technology erlaubt es dem Prozessor jeden Kern einzeln so zu takten, wie es die Last derzeit zulässt. Das Dual Dynamic Power Management macht es möglich, dass Speichercontroller und die vier Kerne getrennt voneinander mit der entsprechenden Spannung versorgt werden. Die AMD CoolCore-Technology kann bestimmte Teile des Prozessors deaktivieren wenn diese nicht gebraucht werden. Die AMD Wideband Frequency Control sorgt dafür, dass der Prozessor in seinen Performance States wechselt, ohne dass dabei mit Performanceeinbrüchen gerechnet werden muss.

    Die Phenom Prozessoren der ersten Generation können nur die Spannung des Speichercontrollers und der zwei bis vier Kerne zusammen getrennt voneinder ansteuern. Erst zukünftige Versionen werden auch in der Lage sein jeden einzelnen Kern mit seiner eigenen Spannung zu versorgen.

     

     

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    Bei der Spider-Plattform legt AMD besonderen Wert auf die Tatsache, dass verschiedenen Produkte weitestgehend kompatibel zu Vorgängerversionen und Zukunftsmodellen sein soll. So ist es möglich, AM2-Prozessoren sowohl in AM2- als auch AM2+-Mainboards zu betreiben. Die neuen Phenom-Prozessoren können in AM2+- und AM2-Mainboards betrieben werden. In einem AM2-Mainboard muss man dann allerdings auf einige Cool'n'Quiet-2.0-Features verzichten. Die in der zweiten Jahreshälfte 2008 erwarteten AM3-Prozessoren können auf allen drei Sockeln betrieben werden. Auch hier muss man dann allerdings auf einige Features verzichten. So wird ein AM3-Prozessor nur auf AM3-Mainboards DDR3 unterstützten. Auf AM2- und AM2+-Mainboards ist dann nur der Betrieb mit DDR2 möglich.

     

     

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    Zum heutigen Tag führt AMD die ersten zwei Phenom Prozessoren ein. Der AMD Phenom 9700 mit 2,40 GHz soll noch im Januar 2008 folgen.

    AMD Phenom 9500:

  • 2,20 GHz
  • TDP: 95 Watt
  • 2 MB L2 Cache
  • 2 MB L3 Cache

    AMD Phenom 9600:

  • 2,30 GHz
  • TDP: 95 Watt
  • 2 MB L2 Cache
  • 2 MB L3 Cache

    Bemüht man die einschlägigen Preisvergleiche, ergibt sich hier ein Preis von 220 Euro für den AMD Phenom 9500 und 245 Euro für den AMD Phenom 9600.

    Auch wenn die AMD Radeon HD 3850 und 3870 bereits am 15. November vorgestellt wurden, sind sie Bestandteil der Spider-Plattform und daher auch einen detailierten Blick wert.


  • Viele hatten von AMD einen Nachfolger der ATI Radeon HD 2900XT erwartet. Bei AMD hat man sich allerdings dafür entschieden die bestehende Architektur auf 55 nm zu schrumpfen. Damit war klar, dass die NVIDIA GeForce 8800 GTX und Ultra noch eine ganze Weile den Markt der High-End Karten alleine beherrschen werden.

     

     

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    Aufgrund der sehr guten Performance der NVIDIA GeForce 8800 GTX und Ultra Grafikkarten, hat sich AMD dazu entschieden die ATI Radeon HD 3850 und 3870 gegen sein eigenes Produkt antreten zu lassen. Die ATI Radeon HD 3870 soll nur leicht schneller als die ATI Radeon HD 2900XT sein. Die ATI Radeon HD 3850 liegt sogar deutlich unter dieser. Wie bereits erwähnt hat man sich bei AMD darauf konzentriert die 55 nm Fertigung in den Griff zu bekommen, was offensichtlich gelungen ist. Der Stromverbrauch konnte laut eigenen Angaben halbiert werden.

     

     

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    Bei den Preisen gibt AMD 179 Euro für die ATI Radeon HD 3850 an. Die ATI Radeon HD 3870 soll bei 229 Euro liegen.

        
    Mit den beiden ATI Radeon HD 3850 und 3870 Grafikkarten führte AMD auch die beiden ersten DirectX 10.1-Karten in den Markt ein. Nun muss sich AMD die Frage gefallen lassen, warum man dies bereits jetzt tut. Zum einen werden solche neuen Technologien immer wieder recht früh in den Markt eingebracht, um Kunden zu locken, bereits jetzt zuzugreifen. Zum anderen aber gibt man den Entwickeln jetzt schon die Chance ihre Titel und Engines auf DirectX 10.1 hin zu optimieren. Mit der zweiten Jahreshälfte 2008 werden auch erste DirectX-10.1-Spiele erwartet, die dann mit Shader Model 4.1, Mandatory 32-Bit Floating Point Filtering und Mandatory 4x Anti-Aliasing aufwarten können. Besonders sichtbar wird DirectX 10.1 aber durch die Verwendung von Global Illumination

     

     

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    Licht und damit Schatten werden aktuell einfach nur eine Vektorverlängerung berechnet. Dies bewirkt zwar, dass sowohl das Licht als auch die Schatten in Größe, Form und Position realistisch angezeigt werden, allerdings sieht dies in der Natur ganz anders aus. Oberflächen können Licht zu einem gewisssen Grad reflexktieren oder absorbieren. Ein Spiegel z.B. wirft mehr als 99 Prozent des einfallenden Lichtes wieder zurück. Aber jede Oberfläche reflektiert einen gewissen Teil des einfallenden Lichtes wieder, denn sonst wären sie für unser Auge gar nicht sichtbar. Eine einfache Vektorverlängerung sorgt auch dafür, dass die Schatten sehr hart brechen, harte Kanten haben. Dies ist allerdings in der Realität nur sehr selbte der Fall. Zudem werden Schatten aktuell noch "per Hand" nachgetragen und nicht direkt natürlich mit einfließen lassen.

     

     

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    Dies soll sich mit DirectX 10.1 und Global Illumination ändern. Hier wird jeder Oberfläche ein Wert zugeteilt, der angibt wieviel Licht absorbiert wird und wieviel reflektiert werden soll. Zudem wird festgelegt, welche Farbe das zu reflektierende Licht annehmen soll. Eine rote Wand z.B. reflektiert nur das rote Licht. Die Lichtverhältnisse werden also weitaus realistischer weitergegeben, als dies bisher der Fall ist. Die beiden Vergleichsbilder oberhalb sollen verdeutlichen wie sich Global Illumination auswirkt. Es wurden besonders starke Lichtquellen und Farben gewählt um den Effekt zu verdeutlichen.

     

     

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    Auch Anti-Aliasing ist mit Global Illumination möglich, was obiger Bildvergleich verdeutlichen soll.

    DirectX 10.1 wird von Microsoft zusammen mit dem Service Pack 1 für Vista auf den Markt kommen. In den aktuellen Beta Versionen des Service Packs ist es bereits enthalten. DirectX 10.1 wird das erste und vermutlich auch das letzte Update für DirectX 10 sein, danach ist ein großer Sprung zu DirectX 11 geplant.


    Neu für die ATI Radeon HD 3850 und 3870 wird die Möglichkeit sein, drei oder gar vier Grafikkarten in einem CrossFire-Verbund zusammen zu fassen. Der entsprechende CrossFireX-Treiber wird im Januar 2008 erwartet. Dieser ermöglicht es dem Anwender dann entweder möglichst viele Monitore anzusteuern oder aber die maximale Performance aus dem System zu holen.

     

     

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    Neu ist weiterhin eine überarbeitete CrossFire Bridge. Sollen zwei Grafikkarten im CrossFire Betrieb zusammen gefasst werden, kommt eine Bridge zum Einsatz. Bei drei Grafikkarten sind es zwei und bei vier Grafikkarten drei.

     

     

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    Im obigen Bild ist sehr schön zu sehen wie die vier Grafikkarten zusammengefasst werden.

     

     

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    AMD konnte sogar ein erstes lauffähiges Quad-CrossFire zeigen. Die bunten Quadrate in der linken obigen Ecke des Bildes zeigen die Funktione von Quad-CrossFire an. Jeder Bildpunkt steht für eine Grafikkarte, die einen Frame berechnet hat. Aufgrund der Belichtungszeit sind hier zwei Quadrate zu sehen, also zwei Frames zweier Grafikkarten.

     

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    Zum Abschluss noch ein paar Impressionen des Quad-CrossFire Systems. 


    Zusammen mit der Spider-Plattform will AMD auch ein neues Tool einführen: AMD OverDrive.

     

     

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    Wird AMD OverDrive gestartet, werden alle verfügbaren Informationen zum System angezeigt. "Basic" gibt dabei alle Details zum Prozessor, dem Cache, HyperTransport Link, Speicher und SPD des Speichers aus. "Detailed" gibt dann weiterführende Details preis.

     

     

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    Der Status Monitor soll alle wichtigen Spannungen und Temperaturen anzeigen. Leider aber war die von uns getestete OverDrive Version nicht auf das eingesetzte Mainboard angepasst und konnte daher nicht alle Werte korrekt auslesen.

     

     

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    Der CPU Monitor gibt Auskunft über den Status der verschiedenen Kerne, deren Last und Takt.

     

     

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    Unter Performance Control kann der Anwender dann entscheiden ob er alle Werte per Hand einstellen möchte oder aber einfach nur einen Regler verschiebt und Overdrive alle Einstellungen selbst vornimmt. Leider aber scheint es hier noch Probleme zu geben, denn wurde der Regler auch nur einen Schritt von seiner Default-Einstellung entfernt, wurde dies vom System mit einem Crash quittiert.

     

     

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    Wählt man den Advanced Mode aus, stehen alle erdenklichen Funktionen zur Verfügung. Der Multiplier eines jeden einzelnen Cores kann verändert werden. Hinzu kommen zahlreiche Taktraten und Spannungen.

     

     

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    OverDrive verfügt auch über einen eigenen Benchmark. Somit lassen sich dann verschiedene Einstellungen direkt testen oder aber Systeme miteinander vergleichen.

     

     

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    Mit Hilfe des Stability Tests können die vorgenommenden Einstellunge auf ihre Stabilität überprüft werden. In ersten Test mussten wir allerdings feststellen, dass trotz erfolgreichem mehrminütigem Stability Test das System instabil war und bereits beim Start des 3DMark06 abstürtzte.

     

     

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    Wer die Einstellungen nicht mehr Hand vornehmen möchte, aber auch den Novice-Einstellungen misstraut, dem steht noch die Auto-Clock Funktion zur Verfügung. Hier werden dann optimale Werte für das System ermittelt. Dies kann allerdings mehrere Stunden dauern und oftmals ist eine manuelle Einstellung auch deutlich besser gewählt.

     

     

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    Zu guter Letzt können die eingestellten Werte auch noch als Profil gespeichert werden um sie dann dann dem Systemstart sofort automatisch abrufen zu lassen.

     

     

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    Auch wenn es für keine Anwendung einen Sinn macht, OverDrive ermöglicht es dem Anwender jeden Kern anders zu takten.

    Insgesamt bleibt festzuhalten, dass AMD noch etwas Arbeit mit dem OverDrive-Tool hat. Es muss auf jedes einzelne Mainboard angepasst werden bzw. die Mainboardhersteller müssen dafür sorgen. Bereits seit einiger Zeit bietet NVIDIA ein ähnliches Tool an, welches mit den gleichen Problemen wie OverDrive zu kämpfen hat. 


    Zum Abschluss der Vorträge wurde den anwesenden Journalisten noch ein Ausblick in die Zukunft gegeben.

     

     

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    Im ersten Quartal 2008 werden die ersten Dual- und Triple-Core-Phenom-Prozessoren erwartet. Diese sollen bis auf die Anzahl der Kerne und Taktraten identisch mit den heute vorgestellten Modelle sein. Im Bereich der Grafikkarten wird AMD weitere 55-nm-GPUs vorstellen, die dann auch über ein PCI-Express-2.0-Interface und DirectX 10.1 verfügen. Was den Bereich der Chipsätze angeht will AMD zeitnah mit den ersten integrierten Lösungen AMD 780 IGP aufwarten können. Im gleichen Zeitraum wird auch die neue SB700 Southbridge erwartet.

     

     

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    Die Spider-Plattform soll nicht die erste und letzte aus dem Hause AMD sein. Für die zweite Hälfte 2008 plant AMD zusammen mit der Cartwheel-Plattform die neuen AM2+-45-nm-Prozessoren. Dann wird es auch einen überarbeiteten Chipsatz, sowie die ersten R7xx-Grafikkarten geben. 2009 wird dann die Copperhead-Plattform erwartet. Diese basiert auf den neuen 45-nm-AM3-Prozessoren, einem neuen Chipsatz samt SB8xx Southbridge und einer neuen Grafikkartengeneration.

    Zu guter Letzt wurde dann auch noch die ATI Radeon 3870 X2 erstmals offiziell vorgestellt. Bereits seit einigen Wochen kursieren die Gerüchte über eine mögliche Dual-GPU Grafikkarte aus dem Hause AMD. Auf einem mehrtätigen Event in Warschau zeigte AMD nun erstmals der Öffentlichkeit die ATi Radeon 3870 X2. Technische Details wollte man alledings noch nicht bekannt geben und verwieß auf den Januar 2008. Gerüchten zufolge arbeiten die beiden RV670 GPUs mit einem Takt von 777 MHz, über den Speichertakt gibt es keinerlei Informationen. Offenbar kann aber jede GPU auf 512 MB Grafikspeicher zurückgreifen. Bei AMD arbeitet man derzeit noch am CrossFireX Treiber, der ebenfalls Anfang 2008 erwartet wird und dann den Zusammenschluss von zwei oder mehr Grafikkarten erlaubt. Möglich sind bis zu vier Grafikkarten bzw. GPUs, bei gleich zwei ATi Radeon 3870 X2 Karten ist das Maximum dann erreicht. Theoretisch wäre natürlich auch ein 8-fach CrossFire möglich, das hier gezeigte MSI Mainboard besitzt gleich vier PCI-Express x16 Steckplätze. Allerdings ist der Platz wegen der Dual-Slot Kühlung nur sehr begrenzt. Was die Stromversorgung angeht würden sich dann weitere Abgründe auftun, denn mit jeweils einem 6- und 8-Pin-Stromstecker sind hier die 200 Watt pro Karte in Sicht.

     

     

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    Natürlich stellten wir AMD auch die Frage was uns in der Zukunft noch so alles erwarten wird. Auf die gezielte Frage ob AMD einen Dual-Sockel-Plattform für den Phenom plant, bekamen wir sehr wiedersprüchliche Antworten. Die Marketing-Abteilung glaubt nicht daran, dass es für AMD Sinn macht ein solches Produkt auf den Markt zu bringen. Die AMD-Techniker selbst sind dem nicht ganz so abgeneigt und zeigten sich sehr interessiert. Die Implementierung wäre sehr einfach, es müssten nur einige Technologien des K10-Opterons (Barcelona) auf den Desktop adaptiert werden. Intel hat mit dem SkullTrail-Konzept eine ähnliche Technologie in Planung. Zwar machen diese Produkte nur aus Prestige-Gründen Sinn, dennoch aber werden sie häufig mit viel Aufwand vorran getrieben. Besonders interessant dürfte in diesem Zusammenhang eine mögliche Konstellation zweier Prozessoren mit verschiedener Anzahl an Kernen sein.

    Auch auf die Frage hin ob es wieder Energy-Efficient-Modelle geben wird konnte keine eindeutige Antwort erhalten werden. Offenbar muss man bei AMD auch erstmal die Resonanz der Customer abwarten um zu wissen wie man zukünftig vorgehen wird. 


    AMD stellte den anwesenden Journalisten in Warschau 42 gleich ausgestattete Testsystem zur Verfügung. An diesen durften Benchmarks erstellt werden, wobei Vergleichswerte zu Core2-Systemen natürlich so leider nicht möglich waren. Entsprechende Tests reichen wir selbstverständlich nach.

    Die Konfiguration der Systeme:

     

  • AMD Phenom X4 T 9700 2,40 GHz Engeneering Sample
  • Gigabyte MA790FX-DQ6
  • 2x ATI Radeon HD 3850 im CrossFire
  • 2x 1 GB Corsair Dominator CM2X1024-8500C5D
  • Western Digital Raptor 150 GB
  • Tagan TG900-U33 900 Watt
  • Microsoft Windows Vista 32 Bit

     

    CPU-Z erkennt die CPU als Engeneering Sample. Die Spannung liegt bei 1,264 Volt und bei aktiviertem Cool'n'Quiet taktet der Prozessor auch ordnungsgemäß runter.

     

    Auch die beiden ATI Radeon HD 3850 Grafikkarten samt aktivierten CrossFire-Modus werden ohne Probleme von GPU-Z erkannt.

     

     

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    AMD spricht nicht mehr von Multi-Tasking sondern von Mega-Tasking. Wir haben dem AMD Phenom einmal ordentlich Dampf gemacht und den OverDrive Stability Test samt HD Video laufen lassen. Der Taskmanager zeigt an, dass alle vier Kerne unter 100 Prozent Last liegen.

    Um alle jetzt erscheinenden und zukünftigen AMD Phenom Prozessoren zu simulieren, takteten wir den uns zur Verfügung gestellten Prozessor von 2,20 bis 2,70 GHz. Hier die dazu passenden CPU-Z Screenshots:

     

     

     

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    Vor den ersten Benchmarks wollen wir uns noch mit dem Stromverbrauch der neuen Plattform und dem Overclocking derselbigen befassen.  


  • Stromverbrauch:

    Auf die Verbessungen von Cool'n'Quiet 2.0 sind wir bereits auf einer der vorangegangenen Seiten eingenangen. AMD präsentierte in Warschau auch einen direkten Vergleich zwischen einer alten "AMD-Plattform" und der neuen Spider-Plattform.

     

     

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    Bei der Wiedergabe eines HD Inhaltes liegt die alte "AMD-Plattform" bei einem Verbrauch von 294 Watt. Die neue Spider-Plattform erreicht hier einen Wert von 202 Watt. Da es sich hierbei im den Verbrauch des kompletten Systems handelt, darf die Frage gestellt werden wie groß der Einfluss der einzelnen Komponenten ist. Die Grafikkarten dürften einen Großteil ausmachen. Erst ein ausführlicher Test des Prozessors und eines AMD-Mainboards wird zeigen wie groß das Einsparpotenzial hier ist.

    Overclocking:

    Obwohl die Testsyteme nicht dafür vorgesehen sind, haben wir auch einen kurzen Overclocking-Test versucht. Folgende Werte konnten wir dabei in der Kürze der Zeit erreichen:

     

  • AMD Phenom X4 @ 2828 MHz
  • 2x ATI Radeon HD 3850 @ CF bei 760 MHz GPU- und 999 MHz Speichertakt

    Im Futuremark 3DMark06 Benchmark erreichten wir so diese Werte:

     

  • Overall: 14752
  • SM2: 5794
  • HDR/SM3: 7205
  • CPU: 3876

    Auch hier werden weitere ausführliche Tests folgen, sobald das Spider-System bei uns eingetroffen ist.

    Kommen wir zu den Benchmarks. 


  • Wie bereits erwähnt war in den uns zur Verfügung gestellten Testsystemen ein AMD Phenom-Prozessor mit einem Takt von 2,40 GHz verbaut. Dank freiem Multiplier waren wir so in der Lage diesen auf 2,20 und 2,30 GHz herunter zu takten, um so die beiden heute vorgestellten Phenom-Modelle zu simulieren.

     

     

     

    Bei beiden Diagrammen ist sehr schön zu sehen wie gut der Prozessor in den verschiedenen Taktstufen skaliert. Vermutlich im Januar 2008 wird AMD weitere Phenom-Prozessoren vorstellen. Dabei könnte es sich um die Modelle mit 2,40 bis 2,60 GHz handeln. Bis die eigenen Ziele mit 3,00 GHz erreicht sind, wird wohl noch einiges an Zeit vergehen.  


    Wie wir bereits auf Seite zwei beschrieben haben, geht AMD wegen HyperTransport 3.0 und PCI-Express 2.0 von einer Performancesteigerung von etwa 80 Prozent im CrossFire-Betrieb zweier Karten aus.

     

    Da die Gesamtpunktzahl des Futuremark 3DMark06 nicht nur von der Grafikleistungs abhängig ist, ist hier nur eine Leistungssteigerung von rund 30 Prozent möglich. Auch im SmartShader 2.0 Test wurden ähnliche Werte erreicht. Im High Dynamic Range und SmartShader 3.0 Benchmark konnten wir dann immerhin eine Steigerung von knapp 50 Prozent messen. Damit liegt man bei AMD immer noch hinter den eigenen Erwartungen zurück und kämpft mit den gleichen Problemen wie NVIDIA und SLI.

     

    Im Call-of-Juarez-Benchmark sieht nochmals schlechter aus, als im Futuremark 3DMark06. Egal ob mit PCI-Express 1.1 oder PCI-Express 2.0, CrossFire kann nicht in dem Maße skalieren, wie es die Kosten und der vermehrte Stromverbrauch rechtfertigen könnten. Leider war es uns aus zeitlichen und organisatorischen Gründen nicht möglich weitere Tests durchzuführen. AMD ließ nur vorher festgelegte Benchmark-Programme zu. 


    Besonders interessant dürfte die Frage sein, wie sich der Einsatz von PCI-Express 2.0 niederschlägt. Dank des Einsatzes von HyperTransport 3.0 im Zusammenspiel mit PCI-Express 2.0 geht AMD von einer deutlichen Performancesteigerung aus.

     

    Im Call of Juarez Benchmark lagen wir mit 9 bis 13 Prozent im erwarteten Bereich. Ohne CrossFire war fast gar kein Unterschied messbar, so dass wir auf einen entsprechenden Vergleich mit einer Grafikkarte verzichtet haben.

     

    Auch der Sysmark 2007 kann von PCI-Express 2.0 profitieren. Dies allerdings nur in Teilen, bei denen die Grafikkarte zum Einsatz kommt.

    Erst zukünftige Grafikkartengenerationen werden wohl merkbar von PCI-Express 2.0 positiv beeinflusst. Es kann allerdings nicht schaden bereits jetzt ein Mainboard mit PCI-Express 2.0 sein Eigen zu nennen, denn PCI-Express 2.0 ist abwärtskompatibel. 


    Den ersten Blick den wir in Warschau auf die Spider-Plattform, den Phenom und den neuen Chipsatz werfen konnten, lässt keine wirklich umfassende Schlussfolgerung zu. Erst in den kommenden Tagen werden wir den einzelnen Spider-Komponenten auf den Zahn fühlen können und so bleibt erst einmal die genauere Betrachtung des CrossFire- und PCI-Express 2.0 Skaling.

     

     

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    Was das CrossFire Skaling angeht muss AMD wohl noch etwas am Treiber arbeiten. Vielleicht wurden uns auch einfach nur die falschen Benchmarks zur Verfügung gestellt und ein anderer Benchmark würde bessere Werte ermitteln. Was den Leitungszuwachs von PCI-Express 2.0 angeht, sind ein Zugewinn von 10 Prozent bei 3D-Anwendungen mit der aktuellen PCI-Express 2.0 Hardware ein guter Wert. Zukünftige Grafikkartengenerationen werden wohl erst richtig von der höhere Bandbreite profitieren können.

    Etwas enttäuscht sind wir aufgrund der Tatsache, dass AMD nur die 2,20- und 2,30-GHz-Modelle auf den Markt bringt. Noch auf der Games Convention 2007 zeigte man uns ein Modell mit 3,00 GHz und betonte dies sei das Ziel der gesamten Entwicklung und man sei glücklich bereits jetzt einen solchen Takt zeigen zu können. Bis der erste 3,00-GHz-Phenom das Licht der Welt erblickt, dürfte noch einige Zeit vergehen.

    Verantwortlich für die Verzögerung und die niedrigen Taktraten ist ein Fehler im so genannten Translation Lookaside Buffer (TLB) des L3-Caches. Dieser Buffer produziert unter gewissen Bedingen einen Fehler und sorgt für einen Systemabsturtzt. AMD betont aber, dass dieser Fehler nur unter sehr unwahrscheinlichen Bedingungen auftritt. Im BIOS wurde der Translation Lookaside Buffer nun deaktiviert, was für einen Leistungseinbruch von rund 10 Prozent sorgt. Vielleicht schon im Januar des nächsten Jahres erwarten wir Vier-Kern Modelle mit 2,40 bis 2,60 GHz, die diesen Fehler nicht mehr besitzen sollen. Gegen Ende des 1. Quartals sollen dann auch die ersten Dual- und Triple-Core Phenoms auf den Markt kommen.

    Ausführliche Tests und ein Performancevergleich gegen die neuen Intel-Modelle zeigen wir in Kürze.

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