Athlon 64 Kühler Roundup

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Nach unseren Tests zu den neuen Athlon 64-Prozessoren ist klar: Der Athlon 64 ist gerade in Spielen schnell und damit in der Gunst der Spieler im Moment vor den Intel-Prozessoren. Allerdings sind die Prozessoren trotz Cool & Quiet und im Vergleich einer geringeren Stromaufnahme gegenüber dem Pentium 4 trotzdem nur leise, wenn auch ein guter Kühlkörper zum Einsatz kommt. Zudem ist der neue Athlon 64 FX-55 auch ein Abwärme-Monster und verbraucht mit 105 Watt ein üppiges Energiebudget. Für ihn und für Overclocker ist es notwendig, einen leistungsstarken Kühler auszuwählen. In unserem heutigen Test präsentieren wir insgesamt 16 Modelle unterschiedlicher Hersteller und untersuchen, welcher Hersteller mit seinem Kühlerdesign den besten Kompromiss aus Kühlleistung und Lautstärke gefunden hat.
 
Mit dabei in diesem Kühlkörper-Roundup sind die folgenden Kühlkörper:




Wie man sehr schön sehen kann, stehen eine Menge Kühler in diesem Roundup: Vom Standardkühler bis hin zum aufwendigen Heatpipe-Kühler ist alles dabei. Viele Hersteller wollen sich mit speziellen Beigaben, besonderem Design oder bunten Verpackungen besonders hervorheben, andere wiederum schicken andere ihre Modelle in ganz normalen Kartons. Hier sieht man die jeweilige Strategie des einzelnen Herstellers.
 
In diesem Test wollen wir untersuchen, welche Kühler am besten sind, es geht aber nicht nur um Kühlleistung, sondern auch um die Geräuschkulisse wie auch um eine schöne Optik. In erster Linie sollen aber die Kühlkörper eines erreichen: Eine ordnungsgemäße Kühlung des Athlon 64 mit möglichst geringem finanziellen Aufwand und möglichst geringer Geräuschkulisse.
 
Vielen Dank an die vier Firmen, die uns die Kühlkörper zur Verfügung gestellt haben:
 

Blacknoise

Gehen wir zunächst auf die Besonderheiten dieses Tests sowie der der verwendeten Hardware ein.

Zum Ablauf des Tests:
Notwendig, um eine Aussage über die Leistungsfähigkeit eines Kühlkörpers für alle Modelle geben zu können, ist, dass man die Abwärme des leistungsstärksten Modells erreicht - oder sogar darüber hinaus eine höhere Abwärme erzeugt, um auch für zukünftige Prozessoren eine Aussage treffen zu können, die in der Regel ja eine höhere Abwärme besitzen. Um die Leistung und Zukunftssicherheit jedes Kühlers besser beurteilen zu können, haben wir bei unserem Testsystem die Prozessorspannung (Vcore) statt der üblichen 1,5 Volt auf 1,65 Volt erhöht. Die Spannung ist der Haupteinflussnehmer auf die Temperatur, da gilt:

Power = C * V² * f + Leakage

Der Stromverbrauch wird also quadratisch von der Voltage (V) beeinflusst, zudem erhöht sich durch die Spannungserhöhung auch die Leakage.
 
Damit hat unser System bei einem Prozessortakt von 2000 MHz über den Daumen knapp 20% mehr Abwärme als im Normalzustand. Man beachte auch, das sich der Cool & Quiet-Wert verändert. Hier wird der Standard Wert von 1,1 Volt auf 1,3 Volt erhöht, wodurch sich eine maximale Verlustleistung von 33,54 Watt ergibt. Somit ist dieser Test auch optimal für Übertakter geeignet, die auf der Suche nach einem guten Kühler für ihr Schmuckstück sind, denn hier wird man in der Regel auch über die Spannung eine Stabilität bei höherem Takt anstreben.
 
Die Kühler wurden alle unter den selben Bedingungen getestet, die Teststation lag außerhalb des Gehäuses, damit wurde sichergestellt, dass keine zusätzlichen Einflüsse, wie Abwärme des Netzteils, der Festplatten oder der Grafikkarte den Test störten.
Die Umgebungstemperatur neben dem Board betrug immer zwischen 19°C und 20,0 °C und wurde möglichst identisch belassen. Eine Differenztemperatur lässt sich somit einfach über die angegebenen gemessenen Werte berechnen.
 
Getestet wurde in 3 Stufen:
  • 1. CPU im IDLE Modus mit aktiviertem Cool & Quiet
  • 2. CPU im IDLE Modus mit deaktiviertem Cool & Quiet
  • 3. CPU im LAST Modus mit deaktiviertem Cool & Quiet
Der Vollastbetrieb wurde durch zwei Programme generiert, zum einen das Programm CPUburnin und zum anderen mit dem Programm Prime95. Der Auslastungstest lief 15 Minuten lang und wurde mit Hilfe von den Programmen MBM5 und WebTemp 3.0.11 ausgelesen. Der gesamte Test pro Kühler dauerte 45 Minuten, welche sich aus 30 Minuten der einzelnen IDLE Tests und 15 Minuten des Vollast-Tests ergeben. Im ersten Drittel des Diagramms kann man den Temperaturverlauf ohne Last mit eingeschaltetem Cool &Quiet erkennen (15 Minuten), im zweiten Abschnitt wurde das Energiesparfeature deaktiviert (15 Minuten) und im dritten Abschnitt folgt dann schließlich die künstlich generierte Vollast, welche bei der maximalen Taktfrequenz des Athlon 64 3000+ mit CG-Stepping generiert wurde - demnach bei 2000 MHz. Im Test wurde auch die Temperatur der Stromversorgungseinheit (PWM) neben dem Sockel gemessen, denn diese Versorgung wird mit größeren Prozessoren immer heißer, sodass Temperaturen von 100°C keine Seltenheit sind, wenn eine unzureichende Kühlung vorhanden ist.
Hardware:
Prozessor:
AMD Athlon64 3000+ CG-Stepping
Takt: 2,0 GHz mit 200 MHz Referenztakt, 1,65 V Spannung
 
Mainboard:
ABIT KV8 Pro Version 1.0

Speicher:
2x 256 MB TwinMOS PC3200 BH5 Single Sided
Single-Channel Modus
Timings: 2.2.2.6

Sonstige Hardware:
Geforce 6800 LE
2x Maxtor Diamond Plus 9 80 GB 7200Upm
LG GSA- 4040B DVD Brenner
Software und Treiber:
Betriebssystem:
Windows XP Professional SP1
 
Treiber:
VIA Hyperion 4in1 Version 455vp1
nVidia Forceware 66.81
DirectX 9.0c
 
Testprogramme:
Prime95
CPUburnin
 
Sonstiges:
Arctic Silver 5 Wärmeleitpaste
Sharkoon Baymaster Lüftersteuerung
Die Kühler werden alphabetisch nacheinander vorgestellt.
 
Kommen wir nun zum ersten Kühler in unserem Test, dem AeroCool HT-101 SE.

AeroCool brachte als erste Firma einen Kühler mit dem getrennten 6-Heatpipe-System heraus. Heute hat sich dieses System durchgesetzt und immer mehr Kühlerhersteller verwenden ein ähnliches Design. Wie sich der AeroCool HT-101 SE schlägt, zeigen wir auf dieser Seite. Der AeroCool HT-101 SE kommt in einer durchsichtigen Verpackung daher. Diese lässt den Blick auf den Kühler sowie dem Lüfter zu. Auf der Rückseite sind einige Daten des Kühlers aufgeführt.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:

Der Kühler besitzt eine Vielzahlt an sehr dünnen Kupferlamellen. Diese sind in die 6 Heatpipe-Rohre eingelassen. Die Lamellen sind recht weit auseinander, sodass der Kühler auch mit langsamen Lüftern sehr gut zurecht kommen würde. Durch den großen Abstand der Lamellen tritt auch kein lästiges Geräusch des Lüfters auf. Umgeben ist der Kühlblock von einer Plexiglashaube, welche die Luft durch die Lamellen führt. Diese kann entweder 2x 72 mm oder 2x 80 mm Lüfter aufnehmen. Der Kühler ist hervorragend verarbeitet, es gibt keinen Punkt zur Kritik.

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Schön zu sehen ist die sehr feine Verarbeitung an dem mittleren Kühlblock, welcher wie ein Spiegel wirkt. Dieser dient als Halterung sowie zur zusätzlichen Kühlung. Die Heatpipes sind relativ dicht aneinander gebaut, jedoch sollte das kein Nachteil für die Kühlung sein.

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Die Lufthaube des AeroCool HT-101 SE dient dazu, das die Luft nicht seitlich aus dem Kühler strömen kann und linear durch die Kühllamellen geleitet wird.  Zusätzlich zur besseren Optik wurde das AeroCool Logo eingelassen.

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Die Bodenplatte ist sehr gut verarbeitet. Es sind keine lästigen Bearbeitungsspuren vorhanden. Sie ist plan und zudem poliert.

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Der mitgelieferte Lüfter stammt aus dem gleichen Hause. AeroCool verbaut serienmäßig einen blau beleuchteten, durchsichtigen 80 mm-Lüfter. Die Qualität ist wie beim Kühlköper erstklassig, es gibt weder abgeplatztes Plastik, sowie störende Kratzer. Der Lüfter dreht mit 2500 U/min und ist unter 12 V als leise und nicht störend einzustufen.  
 
Die Montage:
 
Der Kühler wird mittels einem Steg und zwei Schrauben befestigt. Der Steg wird auf den kleinen Kupferkühlbock gelegt und mittels der 2 Schrauben mit einem Retention Modul an der dem Board beiliegenden Backplate verschraubt. Jedoch weist der Kühler eine Inkompatibilität mit dem Abit KV8 Pro Board auf, denn die Schrauben sind ein Stück zu kurz. So haben wir den Kühler ohne Retention Modul befestigt, dies war ein ziemlicher Kraftakt und das Board war ungesund gebogen. Wie man nachfolgend an den Temperaturen erkennen kann, sollte diese Kombination so nur bedingt benutzt werden.
 
Der Leistungscheck:

 
 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 24°C, ohne C & Q beträgt diese 36°C und unter Vollast 61°C.
 
Unser Kommentar:
Der AeroCool HT-101 SE ist ein sehr gut verarbeiteter Kühler, mit einer guten Optik. Der Kühler ist zu unserem Mainboard inkompatibel, deswegen ist die recht "hohe" Temperatur für einen Heatpipekühler wahrscheinlich auf die Montage zurückzuführen. Deshalb bekommt der AeroCool HT-101 SE keine Wertung von uns.

Arctic Cooling hat sich einen Namen in der Silentszene mit ihrer Silencer-Reihe gemacht. Dasselbe versucht man nun auch beim Athlon 64. Dieser Kühler verspricht durch eine große Fläche, einem geregelten Lüfter sowie leichter Montage ein guter Allrounder zu werden. Der Kühler kommt in einer unscheinbaren Verpackung, welche die technischen Spezifikationen und eine Montageanleitung enthält.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
  • Drehzahl: ca. 1000 - 2500 U/min
  • Fördermenge: 31 - 78 m³/h
  • Geräusch: 0,4 - 1,5 Sone
  • Maße: 95mm x 92mm x 75mm
  • Gewicht: 448 Gramm
  • Geeignet bis: Athlon 64 4000+
  • Preis: 11,90 Euro bei Caseking.
Die Verarbeitung des Kühlers ist insgesamt in Ordnung. Er besteht komplett aus Aluminium, welches sauber geschnitten wurde. Die Bodenplatte ist 9 mm dick und verläuft ohne Unterbrechung in die recht dicken Lamellen. Die Gesamtqualität ist für diese Preisklasse sehr gut, es befinden sich keine störenden Fehler am Kühler. Fest an den Kühler montiert ist die Halterung mit der 6-Nasenklammer.

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Die Bodenplatte ist nicht poliert, es sind einige Bearbeitungsspuren vorhanden , welche aber nicht tief sind, diese können problemlos mit Wärmeleitpaste ausgeglichen werden.

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Der Lüfter des Silencers stammt aus dem eigenen Hause. Dieser ist besonders geformt, für absolute Laufruhe, bei jedoch hoher Umdrehungszahl. Es wurde der ganze Plastikrahmen bis auf vier Streben, die den Lüfter halten, komplett entfernt, was der Geräuschkulisse sehr entgegen kommt. Vom Lüfter geht ein Kabel direkt in die Lamellen hinein, in denen ein Temperaturfühler sitzt. Durch diesen dreht der Lüfter von 1000 U/min bis 2500 U/min je nach Temperatur.
 
Der Lüfter ist im Idle-Modus nahezu unhörbar, bei Last kann man ein leises Surren wahrnehmen, welches aber sehr leise ist.

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Montage:
 
Der Kühler wird mit Hilfe des beiliegenden Retention Moduls, welches auch serienmäßig auf vielen Athlon 64 Boards vorhanden ist, sicher per 6-Nasen-Klammer befestigt und mit zwei Hebeln verschlossen. Somit kann man den Rechner problemlos mit auf eine Lanparty mitnehmen, ohne das man Angst haben muss, das der Kühler abfällt.
 
Der Leistungscheck: 

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 27°C, ohne C & Q beträgt diese 47°C und unter Vollast bei 69°C.
 
Unser Kommentar: 
Der Arctic Cooling CPU Silencer Ultra 64-TC ist mit seinem 11,90 Euro ein wirklich guter Kühler für einen sehr niedrigen Preis. Wer seinen Prozessor nicht übertakten will und nicht viel Geld für einen Kühler ausgeben möchte, ist mit diesem Kühler bestens bedient, da er auch sehr leise ist. Für den Performance-Freak ist er hingegen nichts, da die CPU schon recht warm wird.
Kommen wir nun zu einem anderen Spitzenprodukt, dem PAL 8150T von ALPHA.

Von ALPHA kommt ein echter Koloss zu uns auf den Prüfstand. ALPHA machte sich ja bereits bei den Sockel A- und Pentium-Prozessoren einen guten Namen mit wahren Kühlmonstern. Ob es dieses mal wieder gelingt, zeigen wir nun. Der PAL 8150T kommt in einer simplen weißen Verpackung, welche die Aufschrift ALPHA enthält. Soweit nichts Neues - das sah auch schon vor fünf Jahren zu Pentium II-Zeiten so aus.

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Lieferumgang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Die Oberseite des Kühlers besteht aus vielen dünnen Aluminiumstäbchen, welche eine spezielle  Wabenform für bessere Wärmeableitung besitzen. Diese sind sehr gut verarbeitet und mit spezieller schwarzer Farbe lackiert. In den Kühler wurde eine 3 mm dicke Kupferplatte in das Aluminium eingelassen, welche die Wärme besser zum Kühleroberen transportiert. Insgesamt macht der Kühler einen gut verarbeiteten und sehr massiven Eindruck.

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Über dem Kühlkörper verwendet ALPHA eine Art Lufthaube. Diese verbessert die Luftführung, sodass die Luft nur über den Lüfter entweichen kann. Beim PAL 8150T wird der Lüfter saugend montiert.

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Die Unterseite ist plan geschliffen, jedoch sieht man Spuren der Verarbeitung. Diese können aber problemlos mit Wärmeleitpaste kompensiert werden.

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Als Lüfter wurde der Noiseblocker S4 80 mm Lüfter verwendet. Er verfügt, mit 1600 bis 3000 U/min, über ausreichend Power und ist trotzdem sehr Laufruhig. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Es gibt weder Bearbeitungsreste noch sonstige Makel. Der Lüfter hat ein transparentes Gehäuse, mit blauen Lüfterblättern. Die Lautstärke des Lüfters ist ungeregelt hörbar, bei 5V ist der Lüfter so gut wie nicht mehr hörbar.


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Montage:
 
Die Montage des Kühlers ist recht aufwändig, da das Retention Modul abgebaut werden muss und der Kühler per beiliegenden Schrauben + Federn mit der Backplate sicher verschraubt wird. Besitzer des Abit KV8 Pro Boardes müssen eine von ALPHA eigens gebaute Backplate kaufen, da die vorhandene nicht benutzt werden kann, da die Schrauben eindeutig zu kurz sind. Nachdem der Kühler montiert ist, wird die Lufthaube aufgesetzt und der Lüfter in saugender Richtung montiert.
 
Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 21°C, ohne C & Q beträgt diese 35°C und unter Vollast 60°C.
 
Unser Kommentar:
Mit dem PAL 8150T hat ALPHA ein sehr gutes Produkt rausgebracht, welcher gut verarbeitet ist. Gelungen ist die Lüftersteuerung, mit welcher man den Lüfter auf ein sehr niedriges Geräuschniveau regeln kann. Bedingt durch die große Fläche kann man auf diesem Kühler optimal einen langsamdrehenden Lüfter laufen lassen. Welche Platzierung der ALPHA schlussendlich erwerben kann, sehen wir am Ende dieses Tests.
Als Nächstes schauen wir einen besonderen Heatpipekühler an, den ASUS Star Ice.

Die Firma ASUS ist für ihre sehr guten Mainboards, Notebooks und Grafikkarten bekannt. Nun möchte man auch im Kühlermarkt Präsenz zeigen und entwickelt einen Kühler für alle aktuellen Sockel. Ob er sich auch an die Spitze setzen kann, werden wir herausfinden. Die Verpackung des ASUS Star Ice ist aus durchsichtigem Plastik, durch die man den mächtigen Kühler sehr schön sehen kann.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Der Kühler macht einen sehr mächtigen Eindruck. Es ist ein Heatpipe-Tower, um den für bessere Luftführung eine große Haube aufgeschraubt wurde. So ist sichergestellt, das die Luft auch wirklich nur durch die Lamellen strömt und nicht daran vorbei.

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ASUS hat auch an die Casemodder gedacht und dem Kühler eine blaue Plexiglasscheibe mit der Aufschrift ASUS und 2 LEDs spendiert.

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Im dunkeln leuchtet es in einem bläulichen Farbton

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Der Kühler besteht aus zwei Zonen: Der Bodenplatte mit 6 Heatpipes und der eigentliche Kühlkörper. Dieser besitzt viele dünne Kupferplatten. Der Kühler besteht komplett aus Kupfer, die Verarbeitung ist sehr sauber und es gibt keinen Grund zum Tadel.

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Die Bodenplatte besteht aus purem Kupfer und ist 6 mm dick. Der Unterboden ist plan, jedoch nicht auf Hochglanz poliert. Bearbeitungsspuren sind keine vorhanden.

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Der verwendete Lüfter kommt von ASUS selber. Er ist passgenau in die Lufthaube eingelassen. Die Verarbeitung ist auch hier sehr gut. Die Umdrehungsgeschwindigkeit beträgt ungeregelten 12V insgesamt 4500 U/min. Die Farbe ist im klassischen Schwarz gehalten. Die Lautstärke ist bei ungeregelten 12 V unerträglich laut, hier machen sich die 4500 U/min sehr negativ bemerkbar. Bei niedrigster Stufe ist der Lüfter zwar nicht mehr ganz so laut, aber man hört ein Pfeifen des Lüfters. Der Lüfter besitzt auch eine integrierte Lüftersteuerung, welche mit dem beigelegten Temperatursensor auf Wunsch die Lautstärke sowie die Kühlleistung selbstständig steuert.

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Montage:
 
Die Montage des Kühler ist sehr aufwändig. Erst muss die Halterung zusammengeschraubt werden, danach das Retention Modul mit Backplate gegen das ASUS eigene Haltesystem ausgetauscht werden. Die Befestigung der Schrauben geht schnell und recht einfach von der Hand. Die Montage sollte ausserhalb des Gehäuses stattfinden.
 
Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 23°C, ohne C & Q beträgt diese 34°C und unter Vollast 51°C.
 
Unser Kommentar:
Der ASUS Star Ice ist ein sehr kraftvoller Kühler, welcher sich durch seine Top-Kühlleistung auszeichnet. Leider ist der verbaute Lüfter zu laut, auch wenn er gedrosselt ist, hört man ihn noch. Wer ein gedämmtes Gehäuse sein Eigen nennt, den wird das nicht weiter stören, aber für ein ruhiges System ist er nicht geeignet. Die Verarbeitung ist hingegen hervorragend und durch die vielen Beigaben etwas Besonderes. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass er für alle aktuellen Plattformen genutzt werden kann.
Kommen wir nun zu einen weiteren Heatpipe Kühler, welcher durch seine Größe viel Gutes erwarten lässt - dem CoolerMaster Hyper 6.

CoolerMaster hat sich in der Kühlerszene bereits einen sehr guten Namen gemacht, mit außergewöhnlichem Design sowie Kühlleistung. Nun wurde ein weiteres Top-Modell vorgestellt, was nicht nur durch seine Größe beeindruckt. Der Hyper 6 kommt in einer durchsichtigen Verpackung. Der Kühler mit Lüfter ist wie bei ASUS demonstrativ ersichtlich, hier sieht der Anwender was ihn erwartet. Die Verpackung ist beidseitig bedruckt, auf der Hinterseite sind die Features sowie die Spezifikationen abgebildet.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Der Kühler ist wie der ASUS Star Ice in sehr großer, massiver Bauweise gehalten. Er besteht aus rund 1 Kilo purem Kupfer, was schon von vornherein gute Kühlleistung verspricht. Der Hyper 6 ist nach dem Heatpipe-Prinzip mit 6 Konduktorröhren gebaut, welche von der Bodenplatte die große Kühlfläche durchlaufen, die für eine bessere Effizienz viele kleine Zacken an der Luftfläche hat. Umgeben wird das Ganze von einer großen Halterung, ähnlich einer Haube, die den Lüfter trägt. Optional kann auch ein zweiter 80-mm-Lüfter angebracht werden. Die Bodenplatte ist sandgestrahlt und in den Deckel ist als optisches Schmankerl noch der CoolerMaster-Schriftzug eingraviert. Die Verarbeitung ist erste Klasse, es gibt keinen Grund zur Beanstandung.

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Zur zusätzlichen Kühlung und als Bestandteil der Befestigung auf dem Mainboard ist auf der Bodenplatte nochmals ein großes Stück Kupfer mit 11 Lamellen angebracht.

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Die Bodenplatte ist sehr sauber verarbeitet, sie ist plan und poliert, man kann sich fast darin spiegeln. Es sind keine störenden Riefen vorhanden. Sie ist der Form des Heatspreaders des A64 nachempfunden.

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Der beiliegende 80-mm-Lüfter ist von CoolerMaster. Dieser ist optisch sehr gut verarbeitet und durchsichtig. Er ist fest mit der beiliegenden Lüftersteuerung verbunden. Die Lautstärke bei 12 Volt ist unerträglich, man nimmt ein starkes Luftgeräusch und Luftsausen wahr, bei niedrigster Stufe ist der Lüfter immer noch hörbar, es macht sich ein starkes Rasseln sowie Klappern  bemerkbar. Hier hätte CoolerMaster einen anderen Lüfter verwenden sollen.

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Montage:

Um den Kühler zu installieren, muss das Mainboard ausgebaut werden. Das Retention Modul wird gegen das von CoolerMaster ausgetauscht. Ist dies geschehen, so muss der Kühler nur noch aufgesetzt und mit den beiliegenden Klammern befestigt werden.

Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 20°C, ohne C & Q beträgt diese 27°C und unter Vollast 47°C.
 
Unser Kommentar:
Der CoolerMaster Hyper 6 ist ein wahrer Kraftprotz. Er hat eine super Verarbeitung, eine tolle Optik sowie eine hervorragende Kühlleistung. Die  gebotene Geräuschkulisse ist störend, sodass dieser Kühler nur mit einem anderen Lüfter für Silent-User interessant werden dürfte.
Weiter geht es mit dem CoolerMaster Ultra Vortex KCC-V91.

Ein weiterer Kühler aus dem Hause CoolerMaster hat es zu uns auf den Prüfstand geschafft. Ob er die schon hohen Leistungen des Bruders Hyper 6 erreichen kann? Wir werden sehen - aber schon aufgrund seines Volumens ist dies sehr unwahrscheinlich. Der Ultra Vortex kommt in einer durchsichtigen Verpackung, welche den Blick auf den Kühler zulässt. Es sind die Features des Kühlers aufgedruckt.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Die Lamellen sowie der Kern bestehen komplett aus Kupfer. Die Lamellen sind in einer runden Form um den Kern angeordnet, was in Verbindung mit dem großen Lüfter für gute Durchlüftung sorgt. Die Verarbeitung der Lamellen ist sehr gut, der Kühler sieht sehr professionell hergestellt aus. Auf dem Kühler ist die Lüfterhalterung aus durchsichtigen Plastik gepresst. Anders als bei den meisten Athlon 64-Kühlern ist die Halterung schon fester Bestandteil des Kühlers. Diese wurde um den Kern gepresst. Dies könnte mit einigen Boards vielleicht zu Ärger führen, da die Pentium 4-Halterung ziemlich nahe an einige kleine Bauteile kommt.

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Ein weiterer Pluspunkt ist die Verarbeitung der Bodenplatte, diese ist sehr fein geschliffen und absolut gerade. Es sind keine störenden Kratzer vorhanden. Dies garantiert sehr gute Wärmeleiteigenschaften. Die Bodenplatte besteht aus Kupfer.

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Der beiliegende 92-mm-Lüfter ist von CoolerMaster und dreht mt 1400 – 3000 U/min. Dieser ist optisch sehr gut verarbeitet und durchsichtig. Er ist fest mit der beiliegenden Lüftersteuerung verbunden. Die Lautstärke bei 12 Volt ist laut, man nimmt ein starkes Luftgeräusch wahr, bei niedrigster Stufe ist der Lüfter leise, aber nicht unbedingt vollkommen laufruhig.

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Montage:

Die Installation des Kühlers erweist sich als Nervensache. Das Mainboard muss ausgebaut und das Retention Modul mitsamt Backplate demontiert werden. Als nächstes wird der Kühler auf den Prozessor gesetzt und mit der CoolerMaster Backplate von unten verschraubt. Bis dies alles einmal richtig sitzt, kann viel Zeit und Nerven vergehen.

Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 22°C, ohne C & Q beträgt diese 34°C und unter Vollast 55°C.
 
Unser Kommentar:
Der CoolerMaster Ultra Vortex KCC-V91 ist ein hübsch aussehender Kühler, der durch die besondere Plexi/Kupfer Optik viel für das Auge bietet. Von der Leistung her kann er zwar nicht mit einem Hyper 6 mithalten und die Befestigung ist auch nicht besonders gut, aber dennoch ist der Kühler empfehlenswert.
Kommen wir nun wieder zu einem außergewöhnlichen Kühler, dem Gigabyte GH-PCU22 SE Super Silent
 

Als Nächstes schauen wir uns den Gigabyte GH-PCU22 SE Super Silent an. Dieser ist ein Heatpipe-Hybrid-Kühler, welcher aus Kupfer und Aluminium besteht. Er ist der Nachfolger des PCU21-VG, dieser ist nun ein Stück größer geworden und braucht kein zusätzliches Relais für den Lüfter mehr. Der Kühler kommt in einer schicken Verpackung, welche ihn sehr schön präsentiert. Hier sieht man das Gigabyte sehr auf die Aufmachung des Produktes aus ist, es wird mit allen Features angepriesen.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Der Kühler besitzt eine außergewöhnliche Form. Er baut auf einer sandgestrahlten Grundplatte aus Kupfer auf, in die 4 Heatpipes eingelassen sind. Um die Aluminiumlamellen herum befindet sich eine kleine Lufthaube, welche den austretenden Luftstrom in Richtung der Stromversorgung des Boards leitet.  Die Aluminiumlamellen und die Heatpipes sind sehr gut verarbeitet.

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Die Heatpipes führen durch eine großflächige, sehr dicht aneinander gereihte Aluminiumlamellenkühleinheit, in der ein Radiallüfter eingelassen ist. Dieser saugt von dem oberen Teil des Kühlers die kalte Luft an und bläst im unteren Teil die warme Luft heraus. Durch diese Positionswahl des Lüfters wird eine sehr gute, großflächige Kühlung der Lamellen erreicht.

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Die Bodenplatte besteht aus 9 mm dicken Kupfer und ist sandgestrahlt. Die Verarbeitung ist hier wieder einmal sehr gut. Die Unterseite zum Kühler ist plan und poliert.

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Der integrierte Lüfter ist ein Radiallüfter. Im Gegensatz zu den meisten Axial-Lüftern wird die Luft durch eine ganze Reihe von kleinen Lüfterschaufeln durchgepresst, was sich wiederum um guten Luftdurchsatz zu bekommen in einer hohen Umdrehungszahl niederschlägt. Der Lüfter dreht im ungeregelten Zustand mit 3000 U/min, wo er recht laut ist, aber nicht stört. Wird die vorhandene Lüfterdrosselung dazwischen geschaltet, so dreht der Lüfter mit 2500 U/min und ist nun schon angenehmer als mit 3000 U/min.

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Montage:

Der Kühler lässt sich sehr leicht auf dem Mainboard installieren. Es kann das vorhandene Retention Modul weiter genutzt werden. Die Kühlerhalterung wird einfach in die 6 Nasen eingehakt, Hebel umgelegt und fertig.

Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 24°C, ohne C & Q beträgt diese 35°C und unter Vollast 53°C.
 
Unser Kommentar:
Der Gigabyte GH-PCU22 SE Super Silent besticht durch sein futuristisches Design und durch sehr gute Kühlleistung. Die Lautstärke ist bedingt durch den Radiallüfter nicht sehr leise, aber auch nicht störend. Die Verarbeitung ist sehr gut. Insgesamt ist der Kühler also zu empfehlen.
Kommen wir zum nächsten Kühler, dem Noiseblocker Cool Tower.

Der nächste Kühler in dieser Runde ist der Noiseblocker Cool Tower. Dieser setzt auf eine dicke Conductor-Röhre mit einer großen Aluminiumkühlfläche. Ob er mit dieser Kombination den Sprung an die Spitze schafft, sehen wir im Test. Die Verpackung ist, im Gegensatz zu der des Gigabyte Kühlers, recht schlicht gehalten. Der Kühler ist in einem allseitig bedruckten Karton verpackt. Auf diesem stehen die Kühlerdaten, weiterhin ist das Bild des Kühlers abgebildet.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Der Kühler ist in dieser Runde als einziger mit einer 25-mm-Conductor-Röhre ausgestattet. In dieser Röhre befinden sich verschiedene Mittel, die eine sehr schnelle Wärmeableitung vom Prozessor ermöglichen, eine riesige Heatpipe also. Die Verarbeitung des Kühler ist als sehr gut zu beurteilen. Die Aluminiumlamellen sind nicht scharfkantig und die Conductor-Röhre ist frei von Kratzern.

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Um die Conductor Röhre herum ist eine Vielzahl an Aluminiumlamellen gepresst, welche die Hitze von ihr abtransportieren. Der davor liegende Lüfter bläst auf die Aluminiumfläche. Dieser wird mittels beiliegender Haltklammern einfach am Kühler befestigt, es muss nicht geschraubt werden.

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Die Bodenplatte aus Kupfer ist 4 mm dick. Sie dient gleichzeitig als Halterung für die Befestigung des Kühlers. Die Unterseite ist Plan, jedoch nicht poliert. Es sind Drehspuren von der Bearbeitung sichtbar, dies ist aber für die Kühlleistung nicht nachteilig.

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Der im Lieferumfang enthaltene Lüfter kommt aus dem gleichem Hause. Der Noiseblocker S4 Ultra Silent ist ein 80-mm-Lüfter. Dieser ist in transparent/blau gehalten. Die Geschwindigkeit liegt bei ca. 2600 U/min. Bei 12 Volt ist der Lüfter laut, man hört ihn deutlich, ist er jedoch mit der beiliegenden Lüftersteuerung gedrosselt, so ist er sehr leise.

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Montage:

Die Montage ist sehr aufwändig. Es müssen viele Teile angeschraubt werden, dazu muss noch die Noiseblocker eigene Backplate benutzt werden. Daher ist die Montage nicht einfach und der Kühler richtet sich so eher an erfahrene Bastler.

Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 22°C, ohne C & Q beträgt diese 33°C und unter Vollast 51°C.
 
Unser Kommentar:
Der Noiseblocker Cool Tower ist ein sehr guter Allroundkühler. Er besticht durch seine gute Kühlleistung und der tollen Optik. Durch die Lüfterregelung ist er auch für Silent PCs gut geeignet. Auch hier ist die Verarbeitung sehr gut. Der nächste Kandidat ist der Thermalright SB2-K8-Pur.

Der SB2-K8-Pur kommt aus dem Hause Thermalright. Diese Kühlerschmiede ist für sehr gute Kühler mit bester Verarbeitung bekannt. Thermalright schickt gleich zwei Kühler bei uns ins Rennen, der erste muss sich jetzt beweisen. Der Kühler kommt in einem schlichten Karton, welcher das Firmenlogo und die Kühlerbezeichnung besitzt. Thermalright setzt wie bei den anderen Kühlern hier nicht auf eine auffallende und bunte Verpackung.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Der Kühler besteht aus einem Kern aus Kupfer, welcher in der Mitte ein großes Loch hat. Außen herum befinden sich die vielen dünnen Kupferlamellen, welche in luftoptimierter Richtung gebogen sind. Als Lüfter kann nur ein 92-mm-Lüfter verwendet werden. Dieser wird mittels vier Abstandhalter am Kühler befestigt. Die Verarbeitungsqualität des Kühlers ist Thermalright-typisch erste Klasse, es gibt nichts zu beanstanden.

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Sehr schön zu sehen ist die gleichmäßige Drehung der Kupferlamellen.

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Die Bodenplatte des Thermalrights besteht ebenfalls auf Kupfer und geht nahtlos in den oberen Teil des Kühler ein. Die Form der Bodenplatte ist rund gewählt, die Verarbeitung ist seht gut. Die Unterseite ist plan und kratzerfrei, jedoch ist diese ein wenig rau, was aber durch Wärmeleitpaste ausgeglichen wird.

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Da dieser Kühler ohne einen Lüfter ausgeliefert wird, haben wir einen Standard-92-mm-Lüfter mit 2800 U/min genommen.
 
Montage:
 
Die Montage ist ähnlich wie beim Noiseblocker Cool Tower sehr komplex. Es müssen viele Teile selbst zusammengeschraubt werden und das Retention Modul muss gegen das Thermalright eigene System ausgetauscht werden. Auch hier sollten wieder etwas geübtere Bastler sich versuchen.
 
Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 21°C, ohne C & Q beträgt diese 35°C und unter Vollast 54°C.
 
Unser Kommentar:
Thermalright hat mit dem SB2-K8-Pur einen sehr guten Kühler auf hohem Niveau gebaut. In der Verabeitung gehört er mit zu den Besten, die Kühlleistung ist sehr gut.
Kommen wir nun zum zweiten Probanden aus dem Hause Thermalright, dem XP-120.

Wie der SB2-K8-Pur kommt auch der XP-120 aus dem Hause Thermalright. Mit diesem Kühler versucht Thermalright sich an die Spitze der Allround-Kühler zu setzen, ob es gelingt, werden wir im Folgenden klären. Der Karton ist wieder sehr schlicht gehalten. Außer dem Thermalright-Schriftzug und der Bezeichnung ist nichts Besonderes an diesem Karton.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Der XP-120 ist ein sehr großer Kühler. Seine Maße sind derart groß, dass wir bei unserem Test-Mainboard den ersten RAM-Riegel rausnehmen mussten, da die Heatpipes sehr weit herausragen. Der Kühler besitzt eine 6 mm dicke Kupferplatte, welche zur besseren Optik wie der Rest des Kühlers vernickelt ist. In diese führen 5 Heatpipes, die in die sehr große Aluminiumkühlfläche mit vielen Lamellen hineingelötet wurden, welche über die Stromversorgung des Mainboards ragt und diese mitkühlt. Die Verarbeitung des gesamten Kühlers ist sehr gut, es gibt keine Fehler im Material.

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Fünf Heatpipe-Rohre verlaufen vom Kupferboden in die zahlreichen Aluminiumlamellen.

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Die Halteklammern sind bereits fest am Kühler montiert. Diese werden einfach in das Retentionmodul eingehakt.

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Der Unterboden des XP-120 ist plan und hat keine Kratzer oder Vertiefungen.

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Da dieser Kühler ohne einen Lüfter ausgeliefert wird, haben wir einen Standard-120-mm-Lüfter mit ca. 2000 U/min genommen. Durch den großen 120-mm-Lüfter ist die Lautstärke sehr angenehm, bei geschlossener Seitentür nimmt man das Lüftergeräusch gar nicht mehr wahr.
 
Montage:
 
Die Montage des Kühlers geht einfach von der Hand. Es muss lediglich das Retention Modul gegen das von Thermalright ausgetauscht werden, danach wird der Kühler an 4 Seiten einfach eingeklipst. 
 
Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 23°C, ohne C & Q beträgt diese 35°C und unter Vollast 54°C.
 
Unser Kommentar:
Der Thermalright XP-120 ist ein klasse Kühler. Er vereint gute Kühlleistung mit einem sehr leisen Lüftergeräusch. Er ist ein Kühler für eine leise Kühlung des Prozessors. Alternativ kann man einen leistungsstarken Lüfter aufsetzen und die Temperatur noch weiter senken. Die Verarbeitung ist sehr gut. Leider ist er durch seine Größe mit einigen Boards inkompatibel, Thermalright pflegt auf der Homepage eine Kompatibilitätsliste, auf welche vor dem Kauf geschaut werden sollte.
Der nächste Kühler kommt aus dem Hause Thermaltake, der 112 Tower-Pure Copper.

Aus dem Hause Thermaltake haben wir in diesem Test auch einige Kühler. Den Anfang macht der 112 Tower Pure Copper, welcher auf der Heatpipetechnologie aufbaut.
 
Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Der Thermaltake 112 Tower Pure Copper ist mit der größte Kühler im ganzen Test. Er besteht vollständig aus ca. einem Kilo Kupfer, welches sehr gigantisch ist. Er baut wie der Hyper6 von Coolermaster auf 6 Heatpipes auf, die vom Prozessor die Wärme direkt zu den kühleren Lamellen leiten. Die Heatpipes sind von vielen Kupferlamellen umgeben, die die Wärme der Pipes an die Umgebung abgeben. Diese sind  von einer Lufthaube umgeben, die den Luftstrom direkt ohne Verlust durch die Lamellen strömen lässt. Unterstützt wird dies durch den davor liegenden 92- oder 80-mm-Lüfter. Es ist eine Montageaufnahme für einen zweiten 92/80-mm Lüfter vorhanden. Die Verarbeitung der Lamellen, sowie der Heatpipe sind sehr gut, es sind keine optischen Mängel erkennbar.

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Die Lufthaube dient als Luftkanal, so durchströmt die Luft alle Lamellen, ohne irgendwo schon vorher auszuweichen.

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Die 6 Heatpipes verlaufen in einer gebogenen Form von der Kupferplatte in die großflächigen Kupferlamellen.

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Der Unterboden ist plan, jedoch nicht poliert. Es sind viele kleine Vertiefungen vorhanden, die von der Produktion stammen. Mit Wärmeleitpaste wird dieses ganz einfach kompensiert. Die dunkle Färbung kommt von der Korrosion des Kupfers, was natürlich ist. Wir hatten den Kühler schon längere Zeit in Gebrauch, im Neuzustand sind die dunklen Flecken nicht vorhanden.

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Als Lüfter verwendeten wir den Noiseblocker 92 mm SE2 Ultra Silent Fan. Dieser ist ausreichend stark und dennoch leise. Dieser dreht mit ca. 2000 U/min und ist wie geschaffen für diesen Kühler.
 
Montage:
 
Die Montage ist schwer, es muss das Mainboard ausgebaut werden, die Retetion Modul Einheit  entfernt und gegen das dem Kühler beiliegenden Befestigungsmaterial getauscht werden. Dies gestaltet sich als Geduldsspiel und sollte von erfahrenen Usern durchgeführt werden.

Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 21°C, ohne C & Q beträgt diese 33°C und unter Vollast 53°C.
 
Unser Kommentar:
Der Thermaltake 112 Tower-Pure Copper ist im Zusammenspiel mit einem 92-mm-Silent-Lüfter ein ähnlich guter Kühler wie der XP-120. Die Lautstärke ist sehr angenehm und dennoch ist eine sehr gute Kühlleistung, bedingt durch die riesige Masse, vorhanden. Durch die Möglichkeit, zwei lautere High-End-Lüfter einzusetzen, wird er auch für den Hardcore-Übertakter interessant.
Kühler Nummer 2 aus dem Hause Thermaltake ist der Fanless103, welcher ebenso interessant aussieht.

Der zweite Thermaltake-Kühler im Bunde ist der Thermaltake Fanless103,  welcher sich aus der Masse durch sein Kühlungsprinzip hervorhebt. Der Fanless103 ist sicher verpackt in einer durchsichtigen Plastikverpackung, welche freien Einblick auf den Kühlkörper erlaubt. Er ist riesig wie die Verpackung - und soll ohne dedizierten CPU-Lüfter funktionieren.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Mit dem Fanless103 zielt Thermaltake auf die Silent-Kühllösung. Der Fanless103 kommt ohne Lüfter aus, er bedient sich aus dem Luftstrom im Gehäuse. Um die Leistung des Kühlers zu beurteilen haben wir einen 120-mm-Lüfter auf die Kühlflächen blasen lassen, die im Gehäuse direkt am hinteren Ausgang sitzen sollte.
 
Der Kühler baut auf einer großen, teilweise 10 mm dicken Kupferbodenplatte auf. In diese gehen insgesamt 6 Heatpiperohre hinein. Der Raum des Kühlers ist in zwei Kühlzonen aufgeteilt. Drei Rohre werden von einer kleineren, die anderen drei von einer größeren Aluminiumkühlfläche umschlossen. Durch dieses Prinzip wird die zu kühlende Fläche enorm vergrößert. Die Aluminiumlamellen sind für die bessere Optik blau beschichtet worden. Diese stehen ausreichend weit auseinander, was einen langsam drehenden Lüfter begünstigt. Die Verarbeitung der Lamellen sowie der Heatpipes ist auf hohem Niveau.

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Der Unterboden des Kühlers ist plan, jedoch sind deutliche Bearbeitungsspuren zu sehen. Wie immer kann dies mit Wärmeleitpaste ausgeglichen werden, jedoch sollten diese Bearbeitungsspuren bei der ansonsten Top Verarbeitung nicht sein.

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Da dieser Kühler ohne einen Lüfter ausgeliefert wird, haben wir einen Standard-120mm-Lüfter mit ca. 2000 U/min als notwendigen Gehäuselüfter genommen. Durch den großen 120.mm-Lüfter ist die Lautstärke sehr gering, bei geschlossener Seitentür nimmt man das Lüftergeräusch nicht wahr.
 
Montage:
 
Der Fanless103 ist einfach zu installieren, es muss lediglich die obere Seite des Retention Moduls gegen das von Thermaltake mitgelieferte ausgetauscht werden, dann wird der Kühler ähnlich dem Thermalright XP-120 einfach mit einer Klammern befestigt.
 
Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei  21°C, ohne C & Q beträgt diese 27°C und unter Vollast 45°C.
 
Unser Kommentar:
Der Thermaltake Fanless103 kann sich souverän gegen den Hyper 6 in der Kühlleistung um 2 °C durchsetzen. Die Lautstärke ist durch den 120-mm-Lüfter sehr leise und deshalb optimal für Übertakter mit Drang nach Silent geeignet. Die gemessenen Temperaturen sind hervorragend - bei ebenso sehr guter Geräuschentwicklung.
Nach diesem guten Ergebnis sind wir schon bei dem dritten Kühler aus dem Hause Thermaltake gespannt...

Ein weiterer Heatpipe-Kühler ist der Pipe 101. Dieser baut auf einem etwas anderem Heatpipedesign auf. Die Pipes sind völlig in die Kühllamellen integriert, ob das eher positiv oder negativ ist, werden wir im Folgenden herausfinden. Der Pipe 101 kommt in einer durchsichtigen Plastikverpackung daher. Durch diese hat man einen guten Einblick auf den Kühler. Einige Features, sowie der Firmenname und der Kühlername sind ersichtlich.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Der Pipe 101 ist mit 4 Heatpiperohren ausgestattet. Diese sind vollständig in die vielen, eng aneinander stehenden Kupferlamellen eingelassen. Umgeben werden die Lamellen von einem Aluminiumgehäuse, welches der Aufnahme für einen 92-mm- oder 80-mm-Lüfter dient. Die Verarbeitung der Lamellen sowie der Heatpipes ist auf sehr hohem Niveau.

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Die Bodenplatte ist plan und poliert. Diese macht ebenfalls einen sehr guten Eindruck.

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Auch bei diesem Kühler ist kein Lüfter dabei, er ist nach dem "Do it yourself"-Prinzip gebaut, so kann jeder User das Beste für sich finden. Wir haben wieder den Noiseblocker SE 2 92-mm-Lüfter mit seinen knapp 2000 U/min und guter Laufruhe für diesen Test benutzt.
 
Montage:
 
Der Pipe 101 wird mit einer stabilen Halterung am Mainboard befestigt. Dazu werden 2 Schrauben mit jeweils einer Metallfeder durch die Halterung gesteckt und verschraubt. Das Retention Modul kann nicht verwendet werden, jedoch die Backplate, die bei jedem Board beiliegt.
 
Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 23°C, ohne C & Q beträgt diese 36°C und unter Vollast 59°C.
 
Unser Kommentar:
Mit dem Pipe 101 hat Thermaltake ein durchschnittliches Produkt herausgebracht. Die Verarbeitung ist sehr gut, aber der Kühler ist zu sehr auf starke Lüfter optimiert, die ja wiederum sehr laut sind. Die 59 °C sind noch ok, aber nach oben hin sind keine Reserven mehr vorhanden. Wer seinen Prozessor nicht übertaktet, der kann zu diesem Kühler greifen, andere sollten zu einem besseren Modell greifen.
Kommen wir zum vierten und letzten Thermaltake Kühler dieses Reviews, dem Golf 325.

Der Golf 325 ist der kleine Bruder des Pipe 101, jedoch muss dieser ohne eine Heatpipekonstruktion auskommen. Der Golf 325 kommt wie der Pipe 101 in einer durchsichtigen Plastikverpackung daher. Durch diese hat man einen guten Einblick auf den Kühler. Einige Features sowie der Firmenname und der Kühlername sind ersichtlich.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Der Golf 325 ist anders als der Pipe 101 ohne Heatpipes ausgestattet. Die Lamellenanzahl sowie die Abstände sind aber gleich geblieben. Das Design ist wieder auf einen sehr schnell drehenden Lüfter optimiert. Fairnesshalber haben wir einen nicht allzu schnell drehenden Lüfter genommen. Thermaltake spendiert dem Kühler eine silberne Lüfterhalterung, in welche der Firmenname eingraviert ist. Die Halterung nimmt einen 60-mm- oder 80-mm-Lüfter auf. Die Lamellen sowie die Halterung machen einen sehr professionellen Eindruck, es sind keine Mängel vorhanden.

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Die Kupfer-Bodenplatte ist plan und poliert. Diese macht ebenfalls einen sehr guten Eindruck. Der Firmenname ist in das Kupfer eingraviert.

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Auch bei diesem Kühler ist kein Lüfter dabei, er ist ebenso nach dem "Do it yourself"-Prinzip gebaut, so kann jeder User den besten Kühler für seine Zwecke kaufen. Wir haben den Noiseblocker S 4 80-mm-Lüfter mit ca. 3000 U/min für diesen Test benutzt.
 
Montage:
 
Der Golf 325 wird wie der Pipe 101 mit einer stabilen Halterung am Mainboard befestigt. Dazu werden 2 Schrauben mit jeweils einer Metallfeder durch die Halterung gesteckt und verschraubt. Das Retention Modul kann nicht verwendet werden, jedoch die Backplate, die bei jedem Board beiliegt.

Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 23°C, ohne C & Q beträgt diese 36°C und unter Vollast 59°C.
 
Unser Kommentar:
Der Golf 325 ist seinem teureren Bruder Pipe 101 in nichts unterlegen. Trotz fehlender Heatpipe liefert er fast die selben Ergebnisse. Daran sieht man wieder, das die Architektur zu stark auf Lüfter mit hoher Drehzahl optimiert ist. Damit ist der Golf 325 aber auch ziemlich laut und nichts für den Silentfan.
Nachdem wir die Thermaltake Kühler durch haben, widmen wir uns jetzt dem Verax Polargate 64FX Cu S.

Der Verax Polargate 64FX Cu S ist der teuerste Kühler im ganzen Testfeld. Sein Prinzip wurde in Deutschland speziell von einer Universität entwickelt, um eine besonders hohe Effizienz bei niedriger Geräuschkulisse zu erhalten. Unter den Namen "Thermischer Gegenstrom" ist diese Technik bekannt. Ob diese Technik einen Vorteil bringt, erfährt man in diesem Test. Der Verax Polargate 64FX Cu S kommt in einer Pappbox, welche ein kleines Fenster hat, wodurch der Verax-Kühler zu sehen ist. Die Box ist allseitig bedruckt.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Der Verax besticht besonders durch sein einzigartiges Aussehen. Der Kühler ist mit zwei sich gegeneinander drehenden Verax Lüftern ausgestattet. Diese sind mit einem durchsichtigen Lüftergehäuse genau in den vorgeformten Kupferkühlblock mit vielen dünnen Lamellen eingepasst. Die beiden Lüfter sind durch eine Plexiglasscheibe voneinander getrennt. Diese haben die Aufgabe, die eingesaugte Luft direkt auf den Kühlkörper zu befördern, ohne das ein toter Punkt über dem Prozessorkern entsteht. Dieses Prinzip wurde an einer deutschen Universität entwickelt und optimiert. Das Lüftergehäuse ist freischwingend mit Gummipuffern an den Kühlkörper aufgehängt, so werden lästige Vibrationen unterdrückt. Der Kupferblock wird von Aluminium umgeben, welches auch die Aufgabe der Halterung hat. Die Verarbeitung des Kühlers ist Spitzenklasse, es ist alles auf einem sehr hohen Niveau.

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Durch die Vielzahl an dünnen Kupferlamellen ist für eine gute Wärmeabgabe an die Luft gesorgt.

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Die Befestigung ist fester Bestandteil des Kühlers. Der Kühler wird einfach auf das Retention-Modul gesetzt und mit den zwei Rändelschrauben montiert.

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Die Bodenplatte besteht aus Kupfer. Diese ist plan und sauber poliert, man kann sich sogar in ihr spiegeln. Auch hier ist die Verarbeitung wieder erste Klasse. Vom Werk aus ist diese mit einer dünnen silikonhaltigen Wärmeleitpaste bedruckt, welche wir aber für den Test entfernt haben.

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Als Lüfter verwendet Verax die hauseigenen Lüfter. Diese sind luftstromoptimiert und besitzen eine sehr kleine Nabe. Die Lüfter zeugen von höchster Qualität und drehen jeweils mit 3300 U/min und können per Lüftersteuerung oder automatischer Regulierung von laut auf leise gestellt werden.

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Montage:

Der Verax Polargate besitzt eine 3 Nasen Klammer. Diese wird zwischen dem Retention Modul auf den CPU gesteckt, auf beiden Seiten die 3 Nasen auf die Halterung geschoben und per Rändelschraube befestigt.

Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 22°C, ohne C & Q beträgt diese 33°C und unter Vollast  51°C.
 
Unser Kommentar:
Der Verax Polargate 64FX Cu S zeigt hier ganz deutlich seine Stärke, er bietet eine sehr gute Kühlleistung  bei nicht zu hoher Lautstärke. Hier geht das Prinzip des thermischen Gegenstromes voll auf, er kann sehr gut mit den Heatpipekühlern mithalten. Die Verarbeitung ist spitzenmäßig, die Befestigung am Sockel ist sehr gut. Wäre da nicht der Preis von 139 Euro, aber wer das Geld hat, legt es in diesem Kühler gut an.
Kommen wir nun zum letzten Kühler in unserem Test, zum legendären Zalman CNPS 7000B CU.

Der Zalman CNPS 7000B CU kommt in einer neuen Version, welche nun eine Lüftersteuerung sowie eine kleine Designänderung enthält. Dieser durfte auch in diesem Test nicht fehlen, er hat schon viele Preise abgeräumt und besticht durch ein außergewöhnliches Design. Bislang ist er unser Referenzmodell - nur ist er dies schon lange und wird wahrscheinlich heute gestürzt.
 
Der Zalman CNPS 7000B CU kommt in einer durchsichtigen Verpackung daher. Diese ist bunt gestaltet und fällt einem sofort auf. Auf ihr sind die technischen Daten sowie die Features des Kühlers enthalten.

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Lieferumfang:

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Spezifikation laut Hersteller:
Der Zalman CNPS 7000B CU besticht besonders durch sein ausgefallenes Design. Ein 92-mm-Lüfter ist umschlossen von vielen Kupferlamellen, welche durch diese Bauart sehr gut mit Luft durchströmt werden. Dieses Design wurde schon oft kopiert, aber der Zalman konnte sich immer durchsetzen. Die Verarbeitungsqualität liegt auf allerhöchstem Level, die Lamellen sowie der Lüfter sind sehr fein verarbeitet. Durch diese besondere Form des Kühlers werden alle Teile mitgekühlt die im Umfeld liegen.

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Die vielen Kupferlamellen sind an einem großen Kupferblock angelötet. Diese verlaufen nach oben hin immer weiter auseinander, was einen thermischen Vorteil mit sich bringt.

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Der Kupferblock wird von zwei geschraubten Aluminiumblöcken zusammengehalten, welche auch als Befestigung des Kühlers am Mainboard dienen.

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Die Bodenplatte besteht aus Kupfer. Diese ist plan und sauber poliert, man kann sich sogar in ihr spiegeln. Die Verarbeitung ist spitze.

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Zalman verwendet beim CNPS 7000B Cu einen hauseigenen 92-mm-Lüfter. Dieser ist laufruhig und besticht durch gute Qualität. Bei 12 Volt rotiert er mit 2400 U/min, damit ist er hörbar, aber nicht störend. Durch die FanMate 2-Lüfterregelung kann der Lüfter auf bis zu 1200 U/min gedrosselt werden, wo er fast nicht mehr wahrnehmbar ist und somit als leise bezeichnet werden kann.

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Montage:

Die Montage des Zalman Kühlers ist recht schwer. Es muss das Retention Modul sowie die Backplate entfernt werden. Nun kommt die eigene Zalman Backplate zum Einsatz. Diese wird mittels 2 großen Schraubnippeln befestigt. Auf diese wird der CNPS 7000B aufgesetzt und mit 2 Schrauben befestigt.

Der Leistungscheck:

 
Nach 15 Minuten mit Cool & Quiet liegt die Temperatur bei 22°C, ohne C & Q beträgt diese 34°C und unter Vollast 57°C.
 
Unser Kommentar:
Der Zalman CNPS 7000B CU gehört immer noch zu den guten Kühlern. Mit einer maximalen Temperatur von 57°C ist die Kühlleistung auch bei Next-Generation Prozessoren ausreichend. Die Verarbeitung ist sehr gut, die Lautstärke ist im grünen Bereich.
Kommen wir nun zum Ende dieses Roundups und widmen uns dem Fazit.

In diesem Test zeigte sich sehr deutlich, welcher Hersteller sich an den Bedürfnissen der meisten User gehalten hat: Viel Kühlleistung mit wenig Lautstärke. Leider gelingt dies nicht allen, trotz beigelegter Lüftersteuerung und Spannungsdrosseln. Heutzutage sind unsere Leser nach einem Kühler, welcher gute Kühlleistung und eine geringe Lautstärke hat, aus - nur wenigen ist die Lautstärke egal. Da ist es ärgerlich, wenn man extra noch einen teuren Silentlüfter kaufen muss. 

Ein nächster Trend sind die Heatpipekühler. Fast jeder Hersteller verbaut in seinem Kühler eine Heatpipe. Diese werden in Zukunft den Markt beherrschen, wozu sie in der Lage sind haben wir ja im Test gesehen. Teilweise sind sie mit einem vergleichbaren Lüfter bis zu  4°C besser als die Konkurrenz ohne Heatpipe, was bei diesen hohen Kühlerqualitäten sehr gut ist. 

Zur besseren Übersicht unterteilen wir die besten Kühler in drei Kategorien: Einmal den Temperaturkönig, wo Lautstärke und Preis weniger Berücksichtigung finden, zum zweiten den besten Silentkühler, wo die Lautstärke bei guter Kühlleistung im Vordergrund stehen und zum Schluss den Preis/Leistungssieger.

Schauen wir zunächst die Gesamtergebnisse der Kühler an:

 
Kommen wir zur Krönung der besten Kühler:
 
Temperaturkönig:

Die beste Külleistung im Test erbrachte der Thermaltake Fanless 103. Dieser besticht in Zusammenarbeit mit einem 120-mm-Lüfter durch eine sehr geringe Lautstärke sowie mit einer mächtigen Kühlleistung. Für 39,90 Euro ist er bei Caseking verfügbar und damit preislich ebenso im attraktiven Bereich. Er muss nur ins Gehäuse passen - das sollte vorher auf jeden Fall überprüft werden.

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Neben dem Thermaltake Fanless 103 ist der CoolerMaster Hyper 6 ein weiterer Kandidat, der mit einer sehr guten Kühlleistung auftrumpfen kann. Dies wird durch eine hohe Lautstärke erkämpft, hier sollte CoolerMaster auf jedenfall einen anderen Lüfter verbauen. Für 48,90 Euro bei Frozen-Silicon ist er zudem etwas teurer als der Thermaltake Fanless 103 - aber er passt zuverlässiger auf jedes Mainboard.

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Silentkühler:
Der beste Kühler in dieser Kategorie ist der Thermalright XP-120. In Zusammenspiel mit einem leisen 120-mm-Lüfter erzielt er gute Kühlungswerte bei einer sehr geringen Lautstärke. Damit ist er perfekt geeignet für Silent-PCs, kostet mit 54,90 Euro aber bei Frozen-Silicon etwas mehr als die übrigen Kühler. Setzt man auf ihn einen High-End-Lüfter, der dann etwas lärmt, kommt er an die Leistungswerte der obigen Kühlkörper heran.

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Neben dem Thermalright XP 120 ist wieder einmal der Thermaltake Fanless 103 zu empfehlen. In der von uns getesteten Variante mit 120-mm-Lüfter liefert er ein sehr gutes Silentergebnis bei beachtlicher Leistung. Sollte der Thermaltake also nicht ins Gehäuse passen, kann man auf den teureren Thermalright zurückgreifen - ansonsten ist der Thermaltake Fanless 103 empfehlenswert. Der Noiseblocker Cool Tower wäre hier im Vergleich auch noch zu nennen - denn bei Blacknoise im Shop findet man auch gleich die richtigen Lüfter für den Silentbetrieb.
Preis/Performancekühler:
In dieser Klasse kann der Thermaltake Golf 325 Kühler punkten. Mit unserer verwendeten Kombination ist er zwar nicht der Leiseste, jedoch hat er eine recht gute Kühlleistung im Verhältnis zu seinem Preis. Die Verarbeitung ist in dieser Preisregion absolute Spitze. Er ist bei Frozen-Silicon schon für 19,90 Euro erhältlich, allerdings benötigt man dazu noch einen guten Lüfter. Noch günstiger ist nur der Arctic Cooling Silencer Ultra 64-TC - der Kühler ist durchaus ausreichend, allerdings zum Übertakten nicht mehr geeignet. Der Golf 325 ist hier somit sehr viel leistungsfähiger.

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Abschließend kann man sagen, dass jeder Kühler seine Daseinsberechtigung hat. Keiner der getesteten Kühler springt negativ aus der Reihe, die Verarbeitungsqualität der einzelnen Kühler liegt auf einem sehr hohem Niveau. Mit jedem dieser Kühler kann man also nichts falsch machen. Wer das nötige Geld hat, sollte sich am besten einen Kühler mit der Heatpipe-Technologie kaufen, wie z.B. dem Thermaltake Fanless 103, den CoolerMaster Hyper 6 oder den Noiseblocker Cool Tower, da diese durch ihre hohe Wärmeleitfähigkeit für die zukunftigen Prozessoren am besten geeignet sind.
 
Vielen Dank an die vier Firmen, die uns die Kühlkörper zur Verfügung gestellt haben:
 

Blacknoise

 
Weitere Links:

Weitere Mainboard- und CPU-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Prozessoren , Mainboards Intel oder Mainboards AMD. Interessante Informationen oder Probleme mit der getesteten Hardware? Support nötig und Probleme mit der Hardware? Ab in unser Forum!