AMD Sempron 3100+ vs. Intel Celeron D 335

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Große Kaufhausketten diktieren: "Geiz ist geil!" Genau nach diesem Prinzip lebt die deutsche Nation in diesen Tagen und nüchtern betrachtet, eigentlich auch gar nicht schlecht. Mittlerweile hat man offenbar gelernt, an den richtigen Ecken und Kanten zu sparen und so liefern sich nun auch die beiden bedeutenden Prozessorenhersteller AMD und Intel wieder ein heißes Rennen um die Marktanteile im Low-Cost-Bereich. Vor einigen Jahren hießen die Kontrahenten in diesem Kampf AMD Duron und Intel Celeron, heute hören sie auf die Namen AMD Sempron und Intel Celeron D. Das Prinzip ist immer noch das Gleiche, aber in der Technik hat sich viel verändert. In diesem Artikel soll es aber nicht nur um die Techniken und Besonderheiten der beiden Prozessoren gehen, sondern auch um einen direkten Leistungsvergleich.

Auf den ersten Blick kommt man an den beiden Prozessoren nicht vorbei, wenn man auf der Suche nach einem System für den Office-Einsatz ist, beziehungsweise eine Plattform sucht, auf der man gelegentlich auch einmal aktuelle Shooter genießen kann. Als Grundüberlegung haben wir uns eine Preisgrenze gesetzt, einen Richtwert von circa 400€ - mehr sollte das Basissystem erst einmal nicht kosten. In diesem Basissystem sind die Komponenten CPU, Speicher, Mainboard und Grafikkarte enthalten. Ausgehend von diesem Standpunkt sollte sich ein älteres System also problemlos aufrüsten lassen oder man schafft sich so einfach ein vollkommen neues System, welches noch durch entsprechende Komponenten wie Gehäuse, Netzteil und Laufwerke ergänzt werden muss. Hier kostengünstige Lösungen zu finden, sollte kein Hindernis sein.

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Im Bild erkennt man die beiden Kontrahenten - rechts der Intel Celeron D für Sockel 478, links der AMD Sempron für Sockel 754. Der AMD-Prozessor ist allgemein etwas größer als sein Kollege aus der Intel-Schmiede, wer am Ende aber wahre Größe zeigen wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass der Celeron, zumindest vom Namen und Image her schon länger bekannt ist und somit vielen Nutzern ein Begriff sein sollte, der Sempron hingegen ist eine Neukonstruktion aus dem Hause AMD, setzt auf bewährte Technik, muss sich aber dennoch erst einmal beweisen.

Bevor wir die beiden aber gegeneinander antreten lassen, stellen wir jeden einzeln im Detail vor. Auf der folgenden Seite beginnen wir mit den technischen Details sowie einigen Hintergrundinformationen zum AMD Sempron. Später werfen wir einen Blick auf den Intel Celeron D, auf die beiden Testplattformen und schlussendlich dann auf die Leistungsergebnisse.


Momentan wird in Dresden die zweite Fertigungsstätte für AMD-Prozessoren fertig gebaut. Nach der FAB30, welche ebenfalls in Dresden steht, sollen in der benachbarten FAB36 weitere Produktionskapazitäten entstehen. Dass AMD wirtschaftlich arbeiten muss, ist klar, denn die Konkurrenz schläft nicht. Kritiker haben sich immer wieder die Frage gestellt, warum AMD ausgerechnet Dresden als Standort für eine weitere Wafer-Fabrik auserkoren hat, zumal auch andere attraktive Standorte wie New York (USA) zur Wahl standen. Waren es die nicht zu knapp bemessenen Fördermittel, die Bund und Länder in Deutschland zur Verfügung gestellt haben? Waren es eventuell andere günstige Standortfaktoren wie Arbeitskräfte, Infrastruktur und andere? Oder war es einfach nur Prestige? Die Verbindung zwischen AMDs Prozessor-Codenamen und der sächsischen Stadt ist schnell gefunden: Die Ewigkeit. Im Herzen von Dresden steht seit 1838 ein weltbekanntes Bauwerk, welches 1869 durch einen Brand und 1945 durch den zweiten Weltkrieg zerstört wurde: Die Semperoper. Nun stellt sich natürlich die Frage, was diese geschichtlichen Fakten in einem Prozessorreview zu suchen haben. Richtig - der Zusammenhang zwischen Semper und Sempron.

Im lateinischen bedeutet das Wort "semper" soviel wie "immer", "ständig" oder "jederzeit" und auch der Kernname Duron kann auf "durus" (--> "hart", "ausdauernd," "ewig") im lateinischen zurückgeführt werden. So bleibt nur noch die Frage offen, ob dies alles Zufall oder doch ausgeklügelte Marketingarbeit ist, dass alle diese Kerne in Dresden gefertigt werden...

Nun jedoch zum eigentlichen Thema des Reviews - der modernen Technologie hinter der Fassade des "ständigen" Semprons. Zuerst einmal sei jedoch angemerkt, dass wir für diesen Test das leistungsstärkste Modell ausgewählt haben - wir setzten auf den AMD Sempron 3100+, einen auf Sockel 754 und abgespecktem Athlon 64-Core basierenden Prozessor. Schnell wird man bemerken, dass es innerhalb der Sempron-Reihe einige gravierende Unterschiede gibt, welche nicht unbedingt als bekannt vorausgesetzt werden können. Dennoch ist jede CPU, die nun unter dem Synonym Sempron Ende Juli auf den Markt kam, schon seit langer Zeit bekannt. Schon in den ersten Roadmaps zu den damals neuen Prozessoren der 64 Bit-Linie war auch eine CPU zu erkennen, die deutlich unter dem Niveau von Athlon 64 und Opteron lag. So sollten die "normalen" Athlon 64-Prozessoren mit K8-Kern mindestens 1 MB Cache haben, für die Low-End-Modelle wurden 256 kB veranschlagt. Schnell war die Verbindung zum damals noch topaktuellen AMD Duron hergestellt, der zu seiner Zeit das kostengünstigere Pendant zum AMD Athlon darstellte.

Im Laufe der Jahre hat sich so gesehen recht viel getan, es wurden Prozessormodelle mit 512 kB-Cache in das Sortiment aufgenommen und längst nicht alle Sempron-Modelle sind dem Athlon 64 so ähnlich, wie in früher Zeit angenommen wurde. AMD fertigt grundsätzlich zwei verschiedene Versionen des Sempron - eine auf Basis des altbewährten Sockel A, die andere auf Sockel 754-Basis. Insgesamt acht Modelle stehen zur Auswahl, vom 2200+ und 2300+, die AMD für besonders preisgünstige Systeme fertigt, über den 2400+, 2500+, 2600+, 2800+ und den 3000+ als Besonderheit im mittleren Segment alle auf Sockel A basierend, bis hin zum 3100+, welcher dann auf Sockel 754 gesetzt wird.

AMD Prozessor-Roadmap

In der letztmals Ende Juli aktualisierten Prozessor-Roadmap von AMD erkennt man recht gut die beiden unterschiedlichen Sempron-Versionen im Desktop-Segment. Orange dargestellt die Athlon 64-Fertigungstechnik mit Silicon on Isulator, auf den Sempron bezogen also der "wahre" K8-Kern, eingesetzt in ein Sockel 754-Chassis. Da der "wahre" K8-Kern aber der Clawhammer ist und beim Sempron nur eine abgespeckte Version dieses Chips zum Einsatz kommt, werden wir auf der nächsten Seite Licht ins Dunkel bzw. Ordnung ins Chaos bringen. Weiterhin und lila abgebildet die traditonelle Fertigung mit einen Thoroughbred-B-Kern in der Sockel A-Version des Semprons.


Eine gute Idee in einen besseren Plan umzuwandeln, ist oftmals gar nicht so leicht. Diese Weisheit kann man mit Sicherheit auf viele Bereiche des Lebens anwenden. Besonders gut erkennt man das Prinzip, wenn man sich AMD anschaut und über die gesamte Produktpalette von 32- und 64-bittigen Prozessoren nachdenkt. Wann die erste Ankündigung dieser CPUs kam, weiß sicher genauso niemand mehr, wie die zahlreichen Namen der Prozessoren und Kerne, die im Laufe der letzten Jahre auftauchten und untergingen. Hammer, Clawhammer, Sledgehammer - das waren die ersten Pioniere der neuen Generation. Ein Codename, ein Kernname und eine Quantispeed-Bezeichung - drei Synonyme für einen einzigen Prozessor. Wer hier noch durchblickt, ist fast schon genial. Im Folgenden haben wir kurz die wichtigsten Bezeichnungen noch einmal zusammengestellt, um Ordnung in diesem Chaos zu schaffen. Um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften, haben wir uns vornehmlich auf das Desktopsegment beschränkt.

Sockel A - Der Thoroughbred-A-Kern

  • Hinter der Bezeichnung Thoroughbred verbirgt sich ein Prozessorkern, welcher in der FAB30 in Dresden hergestellt wird. Das Modell der ersten Generation (Thoroughbred-A) besitzt 37,2 Millionen Transistoren, welche auf 80 mm² Kernfläche Platz finden. Die CPU wird in der 130 nm-Fertigungstechnologie produziert. Angesprochen wird der Prozessor mit einem FrontSideBus-Takt von 133MHz (DDR) und besitzt 128 kB L1- sowie 256 kB L2-Cache.

Sockel A - Der Thoroughbred-B-Kern

  • Architektonisch gesehen hat der Thoroughbred-B-Kern im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Thoroughbred-A, zwar keine großen Veränderungen erlebt, aber er bekam einen zusätzlichen Metall-Layer spendiert. Somit stieg die Zahl der Layerschlichten von acht auf neun Stück an. Auch dieses Modell wird weiterhin im 130 nm-Fertigungsablauf hergestellt, besitzt nun aber 37,6 Millionen Transistoren, die sich auf 84 mm² Die-Fläche verteilen. Erstmals war es auch möglich, mit der Peripherie mit einem FSB von 166 MHz zu kommunizieren. Parallel gab es aber auch noch Modelle, die mit 133 MHz FrontSideBus arbeiteten. Beim Cache hat sich nichts verändert - hier stehen immer noch 128 kB L1- und 256 kB L2-Cache zur Verfügung.

Sockel A - Der Barton-Kern

  • Der Barton-Kern ist der direkte Nachfolger des Thoroughbreds. Die wichtigste Veränderung bei ihm war die Verdoppelung des Level 2-Caches auf 512 kB, wohingegen der Execution- und Datacache bei 128 kB konstant blieb. Damit wurde auch eine Vergrößerung der Transistorenanzahl nötig, welche bei einem Wert von 54,7 Millionen Stück ein Ende fand. Mehr Transistoren benötigen natürlich auch mehr Platz, zumal das 130 Nanometer-Fertigungsverfahren gleich geblieben ist. So wuchs die Kernfläche nun weiter auf satte 101 mm² an. Beim Barton war der FrontSideBus von 166 MHz auch erstmals fixiert und das 133 MHz FSB-Kapitel ein für alle Mal beendet. Ab dem Modell 3200+ wird auch DDR400 unterstützt.

Sockel A - Der Thorton-Kern

  • Ganz zu Anfang wurde diese Version des Bartons als Aprilscherz deklariert, da sich die ersten Gerüchte über die Existenz Anfang April 2003 ausbreiteten. Lange Zeit blieb der Thorton ein Phantom, da er nirgends verfügbar war und auch AMD seine Existenz nicht bestätigte. Früher oder später tauchten dann Modelle auf, die tatsächliche eine Mischform zwischen Thoroughbred und Barton darstellten. So ist auch der Thorton im 130 nm-Herstellungsverfahren produziert worden und mit 54,7 Millionen Transistoren auf 101 mm² bestückt. Der Level 1-Cache beträgt immer noch 128 kB, aber der L2-Cache wurde auf 256 kB reduziert. Die FrontSideBus-Ansteuerung findet weiterhin mit 166 MHz statt, ab dem 3200+ Rating auch mit 200 MHz.

    Gründe für die Entscheidung, einen solchen Prozessor zu produzieren, sind vor allem in der Wirtschaftlichkeit zu suchen. Bei der Produktion von Prozessoren kommt es stets zu Ausschuss, sprich es werden einzelne Chips aus den Wafern gestanzt, die nicht einwandfrei funktionieren. Die Ursache hierfür sind vielfältig und umso schlimmer die Folgen. Defekte Wafer müssten im Prinzip verworfen werden und wären damit eine teure Materialverschwendung, es sei denn, man verkauft sie als "defekt". Theoretisch gesehen verfügt der Thorton also über 512 kB L2-Cache, von denen allerdings die Hälfte deaktiviert wurde. Nur werden die für die zusätzlichen 256 kB-Cache zuständigen Transistoren nicht mechanisch deaktiviert, sondern man setzt einfach Chips ein, die einen Defekt an diesen Transistoren aufweisen. So bekommt man die Leiter auf scheinbar "natürliche" Art abgeschaltet und findet noch eine positive Verwendung für die vermeintlich defekten Chips. Diese Kerne können dann kostengünstiger als der Barton verkauft werden, bringen aber immer noch mehr Profit, als wenn man die defekten Chips vernichten würde.

Sockel 754 - Der Clawhammer-Kern

  • Der Clawhammer-Kern ist im eigentlichen Sinne der "wahre" Athlon 64-Kern, den wir auf der vorhergehenden Seite angesprochen haben. "Wahr" zumindest in dem Sinne, dass er der erste Kern für die neue Prozessoren-Linie ist. Auch dieser Kern wird noch immer in der bewährten 130 nm-Technologie fertiggestellt, allerdings jetzt mit einer kleinen Verbesserung, die den Namen SOI (Silicon on Isulator) trägt. Auf riesigen 193 mm² Kerngröße finden jetzt 105,7 Millionen Transistoren Platz, die einen Level 2-Cache von 1024 kB und einen L1-Cache von 128 kB bieten. Weiterhin unterstützt der Clawhammer-Kern als erster AMD-Chip auch einen 64 Bit-Modus. Weitere Besonderheiten sind vor allem im integrierten Speichercontroller und im Cool´n´Quiet Feature zu finden.

    Auch in Bezug auf das Layout hat sich einiges geändert, denn dieser Kern muss nun in Prozessoren mit mindestens 754 Pins (mittlerweile auch für Sockel 939 verfügbar) verbaut werden. Auch kommen in dieser Verpackung zum ersten Mal Headspreader zum Einsatz, die den empfindlichen Prozessorkern vor mechanischen Beschädigungen bewahren. Zudem gibt es von diesem Kern mit dem Opteron auch eine Server-Variante für den Sockel 940.

Sockel 754 - Der NewCastle-Kern

  • Die erste Revision des NewCastle-Kerns ist im Prinzip vergleichbar mit der Beziehung zwischen Barton und Thorton, zunächst wurde auch der Cache des Clawhammers zur Hälfte deaktiviert. AMD kam dann allerdings mit einem eigenen Kern, um Kosten zu sparen. Auch beim NewCastle ist der Level 2-Cache nur halb so groß (512 kB). Ansonsten sind alle Details wie Fertigungsprinzip, 64 Bit-Modus, Speichercontroller, Cool´n´Quiet-Support und NX-Bit (Enhanced Virus Protection) genauso wie beim AMD Athlon 64-Clawhammer-Kern. Lediglich die Kerngröße konnte dank der Cache-Reduzierung auf 144 mm² genauso gesenkt werden, wie die Anzahl der Transistoren (nun 68,5 Millionen). Praktisch gesehen hat das Erscheinen des NewCastles zu einigen Verwirrungen bei den Kunden gesorgt, zumal er die selben Quantispeed-Ratings wie der Clawhammer besaß und die Unterschiede auf den ersten Blick kaum erkennbar waren.

Sockel 754 - Der Paris-Kern

  • Der Paris-Kern zielt in erster Linie auf die Erweiterung des Low-End-Segments im Sockel 754-Bereich ab. So gesehen stellt der Paris eine abgespeckte Version des NewCastles dar, bei welchem der Level 2-Cache noch einmal halbiert wurde und nun 256 kB beträgt (L1-Cache weiterhin bei 128 kB). Gefertigt im 130 nm-Verfahren sinkt hier natürlich mit der Abschaltung von existierendem L2-Cache nicht die Anzahl der Transistoren, sie beträgt weiterhin 68,5 Millionen. Die Leiter finden auf einer Kernfläche von ebenso 144 mm² Platz. Zwar verfügt der Paris weiterhin über einen integrierten Speicher-Controller für den Arbeitsspeicher, auch das Features NX-Bit wurden ihm gelassen, aber die 64 Bit-Fähigkeit wurde ihm zu Gunsten des Preises geraubt. Zum Thema Cool&Quiet kann man konkret keine Aussage treffen. Offiziell wird es in den Produktspezifiktionen nicht erwähnt, inoffiziell soll es aber, zumindest bei einigen CPU´s, tatsächlich funktionieren. Eine bestätigte Meldung seitens AMD liegt bis Dato nicht vor.

Der versierte AMD-Kenner bemerkt nun natürlich, dass dies längst nicht alle aktuellen bzw. kommenden Prozessorkerne sind. Vollkommen richtig, aber zum einen wollten wir uns auf den Desktopbereich beschränken (hier ist weder Server- noch Mobile-Markt integriert), zum anderen wollen wir auch unser Ziel nicht aus den Augen verlieren, schließlich wollen wir einen Vergleich zwischen Sempron und Celeron D anstreben. Auf den ersten Blick mag es vielleicht etwas konfus erschienen, dass wir nun sieben verschiedene Prozessorkerne detailliert darstellen, aber spätestens auf der nächsten Seite wird der ein oder andere aufmerksame Leser bemerken, dass diese Übersicht doch ganz nützlich erscheint.

So bleibt nun die Frage offen, was die Zukunft bringt. Und die Antwort ist sonnenklar: 90 Nanometer. Die neue Fertigungstechnologie wird nicht nur im Athlon 64-Bereich Fortschritte bringen, wo der Winchester-Kern bzw. verbesserte NewCastle-Versionen mit Dual-Channel-Controller für den Arbeitsspeicher die Performance steigern, sondern auch in Richtung Sempron wird sich die 90 nm-Fertigung auswirken. Hier soll im Jahre 2005 mit dem Palermo-Kern auch ein Sempron-Modell für den Sockel 939 auf den Markt kommen und somit den neuen Sockel noch mehr festigen, um auf lange Sicht den Sockel 754 schließlich abzulösen.


Auf den ersten Blick erkennt man in der Sempron-Serie zwei Modelle - das eine mit Sockel A und das andere mit Sockel 754. Bei genauerem Hinsehen wird aber deutlich, dass es deutlich mehr verschiedene Modelle gibt, als dies den Anschein hat. Nun dürfte langsam auch dem letzten klar werden, warum wir uns auf der letzten Seite die Mühe gemacht haben, eine Vielzahl verschiedener und ähnlicher Athlon-Kerne noch einmal detailliert vorzustellen. Insgesamt vier verschiedene Kerne kommen in der Produktion der verschiedenen Sempron-Modelle zum Einsatz.

 

Beginnen wir mit dem Sockel A. Generell bietet AMD im Moment sieben verschiedene Prozessoren an - angefangen beim Sempron 2200+, welcher für gewöhnlich nur für OEM-Kunden bestimmt ist, bis hin zum Sempron 3000+, welcher die Sockel A-Sparte der Sempron Familie nach oben hin abschließt. Ganz neu ist auch der kürzlich vorgestellte Semperon 3200+ - auch ein Sockel A-Modell. Die Modelle mit dem Quantispeed-Rating 2200+, 2300+, 2400+, 2500+, 2600+ und 2800+ werden bevorzugt auf Thoroughbred-B-Basis produziert. Wir erinnern uns - dieser Athlon-Kern setzt auf die 0,13 µm-Kupfertechnologie aus der FAB30 in Dresden. Hier werden 37,5 Millionen Transistoren bei einer Kerngröße von 84 Quadradmillimetern untergebracht. Für die verschiedenartigen Befehle stehen 64 kB L1-Cache sowie die bereits angesprochenen 256 kB L2-Cache zur freien Verfügung. Die Modelle 2200+ und 2800+ sind weiterhin mit Thorton-Kern zu haben, einer Mischung aus Barton und Thoroughbred, deren Besonderheit lediglich in der größeren Die und der höheren Transistorenzahl liegt. Leistungstechnisch sollte es hier keinerlei Differenzen geben, zumal FSB, Taktfrequenz und Cache identisch sind.

Das große Modell 3000+ schließt die Sempron-Sockel A-Generation nach oben hin ab. Die CPU basiert auf einem Barton-Kern und hat entsprechend den doppelten Second-Level-Cache, nämlich 512 kB. Der Sempron 3000+ wird mit 2,0 GHz getaktet und sollte in Folge dessen ungefähr die gleiche Leistung bringen wie ein Sempron 2800+, welcher mit 2,2 GHz getaktet ist, aber nur über den halben Cache verfügt. So gesehen bieten diese Sempron-Varianten keinerlei Neuerungen im Vergleich zu den bereits auf dem Markt etablierten AMD Athlon XP-Modellen mit Thoroughbred-B-, Barton- oder Thorton-Kern.

Die Luxusversion des AMD Sempron ist das Modell mit dem Rating 3100+. Er ist der einzige Prozessor dieser Serie, der auf einem "echten" K8-Kern basiert. Zum Einsatz kommt der abgespeckte Newcastle-Core mit dem Codenamen Paris. Um den Sempron entsprechend von den hochwertigeren Modellen abzuheben, darf dieser lediglich auf 256 kB der 512 kB großen L2-Cache zugreifen, die anderen technischen Einzelheiten wie Transistorenanzahl und Kerngröße sind aber identisch.Die verschiedenen Athlon 64-Prozessoren mit Newcastle-Kern bzw. Paris-Kern werden mit 68,5 Millionen Transistoren auf einer Kernfläche von 144 Quadradmillimetern in der 130 nm-Fertigungstechnologie hergestellt. Weiterhin soll der 3100+ die Cool´n´Quiet-Funktion beherrschen, welche von AMD aber nicht in der Art angepriesen wird, wie dies beim "normalen" Athlon 64 der Fall ist. Grund hierfür ist vermutlich die Tatsache, dass die Sockel A-Semprons diese Technologie nicht bewerkstelligen können und man Marketing-technisch kein zu großes Loch zwischen die beiden Versionen der Semprons reißen will.Tatsächlich sieht es so aus, dass bei manchen Prozessoren das Feature funktioniert, bei anderen hingegen nicht. Die Gründe hierfür sind unbekannt - man weiß nur, dass C&Q keine offizielle Spezifikation des Sempron ist. Im Gegensatz zum Sockel A-Modell kommuniziert der 3100+ über einen HyperTransport Bus, der mit 800 MHz getaktet ist, mit seinen Perepheriegeräten. Dem Sockel A-Modell steht hier nur der herkömmliche 333 MHz FSB zur Verfügung.

Generell wurde bei allen Sempron-Prozessoren der 64 Bit-Modus abgeschaltet (Notwendigkeit nur bei Sempron 3100+), natürlich um sie preisgünstiger verkaufen zu können. Ob das nun Vor- oder Nachteil ist, muss der Benutzer zunächst individuell entscheiden. Fakt ist, dass für den PC-Betrieb noch kein wirklicher Bedarf an 64 Bit-Fähigkeit diktiert wird, da alle Applikationen im 32 Bit-Modus operieren. Erst mit der Einführung der neuen Windows x86-64-Versionen von Microsoft in den nächsten Jahren sollte flächendeckend eine erhöhte Nachfrage nach 64 Bit-CPUs hervorgerufen werden.

Wenn man Modelle und Rating vergleicht, stellt man fest, dass der Sempron 3100+ mit 1,8 GHz die selbe Taktfrequenz hat wie sein Verwandter Athlon 64 2800+. Das verschiedene Rating ist zum einen mit dem Bestreben von AMD zu erklären, verschiedene Prozessorenserien auch mit einem eigenen P-Rating auszustatten, zum anderen aber auch mit den verschiedenen Benchmarks und Applikationen, die zur Errechnung dieses Wertes zu Hilfe genommen werden.

Im Folgenden haben wir uns noch einmal die Mühe gemacht, alle relevanten Daten der verschiedenen Sempron-Kerne zusammen zu tragen und tabellarisch gegenüber zu stellen:

Recht interessant ist natürlich auch immer ein direkter Vergleich der Preise der Modelle untereinander, aber auch mit anderen Modellen oder gar mit vergleichbaren Prozessoren anderer Hersteller. Auch hier haben wir noch einmal ein Tabelle erstellt, in der die wichtigsten Listenpreise veranschaulicht werden. Die Preise stammen von den offiziellen Herstellerwebseiten und sind als OEM-Preis zu verstehen, sprich als Preis pro Stück bei einer Abnahmemenge von mindestens 1000 Stück.

Abschließend soll natürlich auch ein Foto des Kandidaten nicht fehlen; wie bereits erwähnt, führen wir unser Review mit einem Sempron 3100+, der Luxusvariante durch. Anhand der Modellnummer lässt sich erkennen, dass es sich bei unserem Sample um ein Exemplar mit CG-Stepping handelt, also einen Prozessorkern der zweiten Generation, bei welchem schon einige Bugfixes integriert sind. Da zu Beginn der Athlon 64-Ära immer wieder Probleme mit dem integrierten Speichercontroller auftraten, wurde diese in einem neuen Stepping zum größten Teil gefixed.

AMD Sempron 3100+ auf Sockel 754 Basis

Nach der ausführlichen Betrachtung der AMD-Fraktion wollen wir uns nun dem Intel-Pendant zuwenden und einen genauen Blick auf dessen technische Einzelheiten werfen. Mehr zum Intel Celeron D 335 ist auf der folgenden Seite zu lesen.


Anderer Hersteller, gleiches Spiel. Auch Intel bietet seit Sommer 2004 eine neue Generation von Low-Cost-Prozessoren an, die sich an den klassischen Pentium 4-Modellen orientieren. Die bisherigen Celeron-Prozessoren basierten auf dem etablierten Northwood-Kern des Intel Pentium 4, welcher ebenfalls einer Diät unterzogen und auf 128 kB L2-Cache beschränkt wurde, weiterhin mit 400 MHz FSB betrieben und in der 130 nm-Fertigungsweise hergestellt wird. Allerdings hatten die Prozessoren einen recht schlechten Ruf aufgrund der nur mäßigen Performance.

Im Juni 2004 wurden dann die ersten Intel Celeron D-Prozessoren ausgeliefert. Mit dieser neuen Serie steigt man zum einen auf eine veränderte Technik um und rüstet sich zum anderen für einen neuen Konkurrenten - den AMD Sempron. Das zusätzliche D im Namen des "neuen" Celeron steht schlicht und einfach für Desktop. Doch auch bei Intel gleicht nicht eine CPU der anderen, denn auch Intel arbeitet zukunftsorientiert und wappnet sich mit neuen Sockellösungen, neuen Produktionsverfahren und Innovationen.

So werden nun alle neuen Celeron D-Modelle mit einen reduzierten Prescott-Kern ausgestattet, dessen Second-Level-Cache nur noch ein Viertel des echten Prescott und damit 256 kB beträgt. Natürlich wird der Prescott des Celeron D in der üblichen Produktionsweise hergestellt, nämlich dem 90 nm-Prozess. Damit hat Intel gegenüber dem Konkurrenten AMD schon einmal eine Nasenlänge Vorsprung, denn die Sempron-Modelle müssen immer noch auf Chips der 130 nm-Produktion zurückgreifen. Wie alle Prescott-CPUs kommuniziert der Celeron D über den 533 MHz schnellen FrontSideBus mit seiner Peripherie. HyperThreading beherrscht die neue Prozessorenfamilie hingegen immer noch nicht - denn hier zieht Intel die exakte Trennlinie zwischen den Pentium- und Celeron-Prozessoren.

Der Celeron D ist momentan in Form von elf Modellen zu haben. So werden Prozessoren mit 2,4 bis 3,06 GHz angeboten, deren Bezeichnung von Celeron D 320 bis zum Modell 345 reichen. Insofern sich zusätzlich der Buchstabe "J" am Ende der Produktbezeichnung befindet, ist davon auszugehen, dass es sich um einen Prozessor mit dem E0-Stepping handelt, welcher auf Sockel 775 zu montieren ist. Erst Ende September wurden die Modelle im LGA775 Package offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt, und seitens Intel wurde damit auch der neue Sockel in den Low-Budget-Markt mit einbezogen. Parallel zum neuen Spitzen-Celeron, der das Segment nach oben hin vorerst komplettiert, wurde der 910GL-Chipsatz angepriesen, der für sehr günstige PCs bereit steht.

Bei diesem Chipsatz handelt es sich um eine abgespeckte Variante des i915P-Chipsatzes, die man allerdings meistens nur in OEM-Rechnern und im Büro-Umfeld finden sollte. Grund hierfür sind limitierende Faktoren bei der Grafik, denn der 910GL-Chipsatz bietet maximal vier x1-Lanes an, aktuell verfügbar PCI-Express-Grafikkarten können nicht eingesetzt werden, da ein entsprechender x16-Slot fehlt. Somit kann momentan nur die integrierte Intel Graphics Media Accelerator 900-Grafiklösung genutzt werden, welche der Performance eines Celeron D 345J für Spiele und Heimanwendungen aber wohl kaum gerecht werden dürfte. Wir empfehlen somit eher den Einsatz in einem vollwertigen Pentium 4-Chipsatz wie dem i915P.

Intel 910GL Express Blockdiagramm

Zum Abschluss der allgemeinen Vorstellung dieser Prozessorenfamilie natürlich auch nochmal ein direkter Vergleich aller Modelle, der Übersicht zu Liebe in Form einer Tabelle.

Zu den Punkten Kerngröße und Anzahl der Transistoren konnten wir leider an dieser Stelle noch keine Angaben machen, da Intel noch keinerlei Spezifikationen zu diesem Thema veröffentlicht hat. Auch ansonsten war in keiner Quelle zu erfahren, welche Werte hier zu nennen seien. Klar ist jedoch, dass die Kerngröße und die Anzahl der Transistoren vermutlich identisch mit derjenigen des Prescotts liegen dürfte, da Intel hier den klassischen Weg wählt und den fehlenden Cache einfach nur deaktiviert.

Nachdem wir nun die neun Modelle des Celeron D detailliert vorgestellt haben, wollen wir es nicht versäumen, auch unser spezielles Testsample zur Schau zu stellen, mit welchem wir später die eigentlich Performancevergleiche gegen den AMD Sempron 3100+ durchführen werden. Mehr zu diesem Prozessor ist auf der nächsten Seite zu lesen.


Natürlich soll auch das von uns auserwählte Testsample noch einmal kurz vorgestellt werden. Im Gegensatz zur AMD-Fraktion handelt es sich hier nicht um das absolute Spitzenmodell der Serie, sondern um einen Stellvertreter, der schnellere Celeron D 340 war noch nicht lieferbar, zum Anschaffungszeitpunkt war zudem der D 345 noch nicht vorgestellt. Der von uns zum Test herangezogene Intel Celeron D 335 ist mit 2,8 GHz nunmehr das drittschnellste Pferd im Celeron D-Stall von Intel, welcher auf dem "alten" 478er-Sockel basiert. Anzumerken ist, dass die Prozessornummer keines Wegs auf ein Performancerating hindeuten, wie dies beispielsweise beim Konkurrenten AMD der Fall ist. Seit dem zweiten Quartal 2004 werden alle Intel-CPU über ein differenziertes Nummernsystem vertrieben, welches Auskunft über die Wertigkeit innerhalb einer Serie gibt.

Die bekannten Serien wie Pentium 4, Pentium M, Celeron und Celeron D werden wie gewohnt beibehalten, nur werden nun anstatt der Angabe der Taktfrequenz für die Bezeichnung spezielle Nummern eingeführt. Umso höher die Numerierung ist, umso hochwertiger ist der Prozessor in Bezug auf seine Leistung und seine Features innerhalb der definierten Serie. Intel entschied sich für diese Nomenklatur aus dem simplen Grund, dass es zunehmend mehr Prozessoren gibt, die mit der gleichen Taktfrequenz arbeiten, aber unterschiedliche Cachegrößen, Kerne oder Ähnliches haben.

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Unser Celeron D 335 wird in der 90 nm-Fertigungstechnologie hergestellt und greift auf 12 kB Level 1-Befehlscache sowie auf 16 kB Datencache zurück. Die detaillierte Unterteilung ist hier notwendig, da im Gegensatz zu den Sempron-Prozessoren der Second-Level-Cache beim Celeron D nicht exklusiv arbeitet. Bei AMD ist der L1-Cache 64 kB groß und arbeitet getrennt vom L2-Cache, sprich hier müssen die Daten nicht doppelt im L2-Zwischenspeicher abgelegt werden. Intel teilt die Ressourcen hier noch auf. Inwieweit sich das negativ auf die Performance auswirken kann, werden wir später noch ermitteln können.

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Im Bild unser 2,8 GHz schneller Celeron D - zumindest in Bezug auf die Taktrate legt Intel deutlich vor und arbeitet in Segmenten, die weit über 1 GHz mehr Takt an den Tag legen, als dies bei AMD der Fall ist. Zum Glück sind die Zeiten, in denen die Taktrate so ziemlich das einzig ausschlaggebende Element für gute Leistung war, beendet. Im Folgenden haben wir einmal die Preise der einzelnen Celeron D-Prozessoren tabellarisch zusammengestellt und sie mit einigen ausgewählten anderen Modellen aus dem Hause Intel verglichen.

In der Betrachtung der Preise ist eine Unterscheidung zwischen dem Sockel 478 und 775 nicht notwendig, da auch die Prozessoren für den LGA775 mit E0 Stepping den gleichen Preis kosten wie die Verwandten auf Sockel 478-Basis. Alle Preise sind selbstverständlich Angaben von Intel und beziehen sich auf Angebote für OEMs, die nur in Stückzahlen pro 1000 Einheiten einkaufen. Die letzte Preisänderung für das gesamte Sortiment wurde von Intel am 23. August 2004 vorgenommen.


Wenn wir die Erkenntnisse der letzten Seiten zusammenfassen wollen, erfahren wir, dass wir zwei vollkommen unterschiedliche Prozessoren mit ein und dem selben Ziel vor unseren Augen liegen haben. Beide zielen auf das Interesse im Office- und Low-Budget-Segment des Computermarktes ab und somit auf entscheidende Marktanteile. Voreilig könnte man nun Schlüsse ziehen, dass es der AMD Sempron hier deutlich leichter haben könnte, Fuss zu fassen, da er mit dem finanziellen Auge betrachtet wesentlich attraktiver erscheint als der Celeron D. Das kleinste Modell eines Sempron, mit dem Quantispeed-Rating 2200+ versehen, kostet den OEM im Schnitt 39 US-Dollar. Das erste Modell der Celeron D Serie, der D 320 mit 2,4 GHZ kostet schon 30 US-Dollar mehr, nämlich 69 US-Dollar.

Bei den Spitzenmodellen beider Hersteller unterscheiden sich die Anschaffungskosten ebenfalls, jedoch tendieren die Listenpreise hier geringfügig in Richtung Intel, zumal der AMD Sempron 3100+ mit 126 US-Dollar zu Buche schlägt, wohingegen bei Intel ein Celeron D 345 127 US-Dollar kostet. Praxisnahe Recherchen haben jedoch ergeben, dass man im Preisvergleich einen Sempron 3100+ schon für 112 Euro erstehen kann, für den schnellsten Celeron D aber immernoch knapp 120 Euro auf den Tisch legen muss. Bei allen Preisen in der Tabelle handelt es sich um OEM-Preise, die die Hersteller jeweils bei einer Abnahme von 1000 Stück gewähren. Folgende Rechnungen werden wir ebenfalls mit diesen Werten durchführen.

Kostenvergleich der Celeron D und Sempron CPUs
Celeron D 345 (J) (3.06GHz)
127
Sempron 3100+ (1.8GHz)
126
Sempron 3000+ (2.0GHz)
123
Celeron D 340 (J) (2.93GHz)
117
Sempron 2800+ (2.2GHz)
109
Celeron D 335 (2.8GHz)
103
Sempron 2600+ (1.833GHz)
85
Celeron D 330 (J) (2.66GHz)
83
Celeron D 325 (J) (2.53GHz)
79
Sempron 2500+ (1.75GHz)
74
Celeron D 320 (2.4GHz)
69
Sempron 2400+ (1.667GHz)
61
Sempron 2300+ (1.583GHz)
45
Sempron 2200+ (1.5GHz)
39

Preisvergleich der LowBudget Prozessoren

Kritisch betrachtet hat dies aber nichts zu sagen und ist nicht allein ausschlaggebend für eine eventuelle Kaufentscheidung. Weiterhin spielen natürlich vor allem die Leistung, aber auch die Leistungsaufnahme der Prozessoren und der damit verbundenen Systeme eine Rolle. Betrachtet man einzig und allein die Taktfrequenz liegen die CPUs aus den Produktionshallen von Intel natürlich weit an der Spitze. Teilweise 1000 MHz unterscheiden die Prozessoren auf vergleichbarem Niveau voneinander.

Beäugt man die verschiedenen Befehlssätze, welche die Prozessoren in der Lage sind auszuführen, stellt man ebenfalls viele Gemeinsamkeiten fest. Sowohl MMX, SSE und SSE2 haben sowohl Sempron als auch Celeron D gemein - bei letzterem kommt erfreulicherweise auch noch SSE3 hinzu. AMD ergänzt die Features seines Sempron natürlich noch durch 3Dnow! und 3Dnow!+. Wie schon bei der Erläuterung der Key-Features erwähnt, ist der Sempron nicht AMD 64-fähig, sprich er kann nur 32-bittige Befehle verarbeiten.

Immer wieder ein interessantes Thema ist mit Sicherheit auch das hausgemachte Kern-Chaos bei AMD. So wird der Sempron tatsächtlich mit vier verschiedenen Kernen abgeboten. Einen direkten Vergleich von Kern zu Kern kann man auf dieser Basis aber nicht heranziehen, da die Grundlagen der einzelnen Prozessoren, in denen sie eingesetzt werden, doch zu verschieden und die Ähnlichkeiten zwischen den Kernen zu groß sind. Interessant wird der Kampf natürlich dann wieder, wenn auch AMD auf die 90 nm-Fertigungstechnologie umrüstet und diese auch zu Gunsten der Sempron-Prozessoren einsetzt.

Auf der Ebene der technischen Spezifikationen hat der Sempron natürlich auch die Nase etwas vorn. Wenn man allein von der Cache-Vergabe ausgeht, stellt man fest, dass der AMD-Prozessor hier deutlich vorteilhafter bedient wurde. Mindestens 256 kB, maximal sogar 512 kB Second-Level-Cache stehen dem Sempron momentan zur Verfügung, wobei dieser exklusiv arbeitet, wie von AMD immer wieder betont wird. Die Exklusivität besteht hierbei in der Tatsache, dass Datenabbilder aus dem Level-One-Cache nicht mehr im sekundären Zwischenspeicher zusätzlich abgelegt werden müssen. Intel hingegen spendiert seinem Schützling maximal 256 kB L2-Cache und lässt diesen im traditionellen Betrieb arbeiten. So müssen die Daten aus dem First-Level-Cache, welcher 16 kB groß ist, zusätzlich im L2-Cache gesichert werden, um darauf Zugriff zu erlangen.

Andererseits ist der Celeron D natürlich mit der Peripherie etwas günstiger verbunden, da im abgespeckten Prescott-Kern ein FrontSideBus von 533 MHz gefahren wird. AMD kann hier nur mit den gewöhnlichen 333 MHz FSB aufwarten, wobei beim Sempron 3100+ natürlich die Technologie der Athlon 64-Reihe genutzt wird, um den "FSB" mit einem HyperTransport Protokoll auf 800 MHz zu beschleunigen. Der Semperon 3100+ kann dann auf volle 800 Mhz zurückgreifen und überträgt 6.4 GB/s. Auf kleinere Ausstattungsdetails braucht man natürlich in dieser kurzen Zusammenfassung nicht mehr allzu viel Wert legen. So hat der Celeron (D) zum Beispiel schon seit eh und je einen Headspreader, wohingegen man diesen Schutz über dem Prozessorkern bei AMD erst jetzt (bzw. mit der Einführung des Athlon 64) für sich erfunden hat.

Vergleich der AMD CPU´s : links mit - rechs ohne Heatspreader

Bevor wir uns unseren ersten praktischen Tests widmen, werden wir auf den nächsten Seite unser Testsystem, die Testabläufe und natürlich auch die anderen Komponenten, die von uns für ein Low-Cost-System ausgewählt wurden, näher vorstellen.


Einen Verwandten des Gigabyte K8NS hatten wir bereits im Test - Anfang Juli das Gigabyte K8NSNXP. Mit diesem Board hatten wir ein Produkt der absoluten Superlative, mit königlicher Ausstattung, tollen Features usw. Auf alle Fälle fanden wir damals genug Argumente, um dieses Board mit dem Hardwareluxx-Award auszuzeichnen. Leider ist dieses Produkt für unseren Sempron vs. Celeron D Test aber gänzlich ungeeignet, zumal es im Handel nicht unter 160€ erhältlich ist. Für den Aufbau eines sinnvollen Office- bzw. Low-Budget-Systems ist dies natürlich nicht tragbar. Wir brauchen günstigeres und finden dies auch bei Gigabyte.

Wir entschieden uns aus diesem Grund für eine abgemagerte Version - die Standardausführung der Gigabyte K8 Triton-Serie, nämlich das K8NS für Sockel 754. Dieses Board ist vergleichsweise preisgünstig und in unserem Preisvergleich schon für unter 75€ zu finden. Für diese Geld hat man immerhin zwei Serial ATA-Kabel mit Stromversorgung, je ein ATA133- und Floppy-Kabel, eine USB 2.0-Slotblende mit zwei zusätzlichen Ports sowie diverse Dokumentationen, CD-ROM und Case-Badges im Lieferumfang.

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Natürlich kommt uns auch das Gigabyte K8NS ganz stilecht in den gewohnten Gigabyte-Farben und -Formen ins Haus. Ein goldener Passivkühler auf der Northbridge des nVidia nForce3 250-Chipsatzes, ein grüner AGP 3.0-Port, insgesamt fünf PCI-Erweiterungssteckplätze, drei DIMMs für DDR400-RAM und im Zentrum des Geschehens natürlich der Sockel mit 754 Aussparungen für die Pins des Prozessors sind auf dem Board zu finden. Traditionell, wie dies normalerweise in unseren Mainboard-Reviews üblich ist, haben wir im Folgenden eine Tabelle mit allen technischen Spezifikationen des Mainboards vorbereitet.

Obwohl das Board derart kostengünstig angeboten wird, kommt es mit erstaunlich guter Ausstattung daher. Sechs verfügbare USB 2.0-Ports, Onboard-Sound über den Realtek ALC850-Chip, Onboard-10/100 MBit-Ethernet sowie zwei Serial ATA-Ports gehören zur Grundausstattung. Ein kleines Problem, was wir aber schon öfter bei diversen nForce3 250 (GB)-Boards beobachten konnten, ist die Tatsache, dass direkt neben dem AGP-Port im Abstand von wenigen Millimetern die beiden Serial ATA-Anschlüsse verlötet wurden. Hier kann es unter Umständen zu Konflikten zwischen den Kabeln der Festplatte und der Grafikkarte im AGP-Slot kommen.

Ansonsten ist das K8NS ein grundsolides Board, welches unsere Review-Checkliste ohne weitere Beanstandungen erfüllt hat. Da wir an dieser Stelle kein detailliertes Mainboard-Review abliefern wollen, sondern dieses Board nur kurz als Testplattform vorstellen wollen, bleibt uns an dieser Stelle nur zu sagen, dass in Bezug auf Layout, Ausstattung und die technischen Spezifikationen keine großen Kritikpunkte zu finden waren - selbst Overclocking-Features bietet das Mainboard. Auf den nächsten Seiten wird sich dann zeigen, ob es sich wirklich lohnt, genau dieses Mainboard für den AMD Sempron 3100+ auszuwählen, wenn man die Anschaffung eines Low-Cost-Systems plant.


Bei der Vorstellung der Plattform für unseren Celeron D haben wir es natürlich schon bedeutend einfacher. Hier haben wir uns einmal mehr für das MSI PT880 Neo FISR entschieden. Bereits Ende Juli hatten wir dieses Board im Test , damals auf unserer bewährten Intel-Station mit einem Intel Pentium 4 2,4C GHz, einer Creative GeForce 4 MX440-Grafikkarte sowie 2 x 256 MB Corsair PC3200LL-Arbeitsspeicher. Wir waren an dieser Stelle nicht nur von den Kosten, die sich auf knapp 70€ belaufen begeistert, sondern auch mit der gezeigten Performance im Vergleich zu unseren zahlreichen anderen Sockel 478-Mainboards, die wir im Laufe der Zeit durch unsere Review-Prozeduren laufen ließen. So konnte das PT880 Neo eine hervorragende Performance liefern, die teilweise sogar auf dem Niveau eines sehr guten i875P-Mainboards lag.

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Im Folgenden eine Liste des Lieferumfangs:

Auch dies ist in Ordnung - im Endeffekt hätte es vielleicht noch ein ATA/133-Kabel mehr sein können, aber dafür wird man durch gerundete Kabel entschädigt. Des Weiteren packt MSI auch noch eine USB 2.0-Slotblende mit D-LED hinzu - D-LED ist MSIs Debug-LED, womit man den Post-Vorgang des Boards überwachen kann und welches über vier LEDs den Status ausgibt. Bei einem Fehler kann so schnell eine Diagnose stattfinden und der Fehler schnell behoben werden. Da MSI sowohl ein Serial ATA-Kabel wie auch ein ATA/133-Kabel und ein Floppy-Kabel beilegt, könnte man das Mainboard ohne weitere Probleme mit unserem oben genannten Setup in Betrieb nehmen. Weitere Kabelkäufe müssen nicht notwendig sein.

Natürlich wollen wir auch bei diesem Mainboard noch einmal kurz auf die technischen Spezifikationen eingehen, bevor wir schlussendlich mit den eigentlichen Tests starten:

 

Erstaunlich, was man auf ein 70-Euro-Mainboard packen kann: Ein 7.1-Onboard-Sound, Firewire, USB 2.0 würde man vielleicht noch vermuten, allerdings packt MSI auch noch einen Gigabit-Ethernet-Controller mit auf das Board. Serial ATA-Raid unterstützt das Board schon aufgrund der VT8237-Southbridge, dort sind zwei Serial ATA-Ports integriert. Auch bei den Overclocking-Features ist einiges enthalten - beispielsweise umfangreiche Spannungsänderungen auch für die North- und Southbridge.

 

Dass sich dieses Board bereits für einen Test mit dem Celeron D qualifiziert hat, steht natürlich außer Frage. Gern kann unser ausführlicher Test vom 28. Juli 2004 noch einmal nachgelesen werden, aber an dieser Stelle wollen wir uns ausschließlich von der Performance der beiden CPUs überzeugen, um die es hier in erster Linie geht. Auf der nächsten Seite noch ein paar Worte zur Grafikkarte, die wir für das Low-Budget-System ausgewählt haben.


Auch bei der Wahl der Grafikkarte haben wir uns für eine Lösung entschieden, die sich nicht nur schon länger auf dem Markt etabliert hat, sondern auch schon in einem unserer Grafikkarten-Roundups ihr Können unter Beweis gestellt hat. Die Sapphire Atlantis 9800 Pro wurde in einer früheren Revision bereits im September 2003 von uns auf die Probe gestellt - heute haben wir ein neues Exemplar hier, welches in unserem Preisvergleich schon für unter 200€ zu haben ist. Mit einer Grafiklösung aus dem Hause Sapphire kann man eigentlich sicher sein, eine gute Wahl zu treffen, zumal der Hersteller aktuell wohl die Nummer eins auf dem deutschen Markt ist, wenn es um verkaufte ATI-Grafikkarten geht. Die Radeon 9800 Pro verwendeten wir, weil sie ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis besitzt und unser PC als Einsteiger-Gaming-Station ausgelegt werden soll.

Auf dem roten PCB-Layer der Sapphire-Karte wurde der ATI R350-Grafikchip verlötet, der sich hier unter einem aktiv belüfteten Aluminiumkühler verbirgt. Sapphire bringt in der neuen Revision Speicherchips aus dem Hause Hynix zum Einsatz, die bei unserem Modell eine Gesamtspeicherkapazität von 128 MB zur Verfügung stellen. Des Weiteren ist die Karte mit 256 MB-Grafikspeicher im Handel erhältlich. Aufpassen sollte man, dass man nicht die günstigere 128bit-Variante erwischt, der Speicher sollte bei der Karte auf jeden Fall mit 256 Bit angebunden sein.

Selbstverständlich handelt es sich bei den verlöteten Speicherchips noch um DDR-I Chips, da die zweite Generation der DoubleDataRate-Speicher im Grafikkartensegment doch noch zu einiger Kostenintensivierung führt, die wir bei diesem Low-Cost-System vermeiden wollten. Zur Bildausgabe stehen an der Slotblende jeweils ein VGA-, TV- und DVI-Ausgang zur Verfügung. In der Retailversion liegen dann in der Verpackung nicht nur ein CaseBadge, die Treiber-CD-ROM, sondern auch verschiedene Kabel für den TV-Ausgang sowie zwei Adapter für den DVI-Out und den TV-Out bei.

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Auch bei der Grafikkarte gehört es zum Prozedere, die technischen Spezifikationen tabellarisch aufzuführen und sie im Anschluss kurz auszuwerten:

 

Bei der 9800 Pro-Variante wird der Grafikchip mit 380 MHz getaktet, der DDR-I Speicher mit 340 MHz. Wenn DDR-II-Speicher auf der Platine eingesetzt wird, muss dieser mit 350 MHz angesteuert werden, da man die schlechteren Latenzzeiten dieser Speicherbauart kompensieren muss. Die restlichen Spezifikationen sollten klar sein und bedürfen keiner weiteren Erläuterungen, so dass wir nun die restlichen Komponenten unseres Testsystems vorstellen können und dann schließlich unsere ersten Praxistests starten können.


Selbst bei Low-Cost-Prozessoren ist Overclocking kein uninteressantes Thema. Der Gedanke, sich einen vergleichsweise billigen uns leistungstechnisch schwächeren Prozessor zu kaufen, macht teilweise durchaus Sinn. Warum sollte man sich nicht einen Prozessor kaufen, der orginal zwar weniger Megahertz an Taktfrequenz vorweisen kann, übertaktet aber wesentlich mehr Leistung auf die Waage bringt, als das vermeindlich wesentlich teurere Modell der nächst höheren Stufe. Ein Prozessor mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis kann also durchaus noch getrimmt werden. Im Folgenden wollen wir uns einmal anschauen, was bei AMD und was bei Intel noch aus den jeweiligen Prozessoren rauszuholen ist.

Beide eingesetzten Mainboards sind keine absoluten Overclocking-Cracker und somit bewusst ausgewählt worden. Zum einen ist es eine Kostenfrage, ein teures, sehr overclocking-freundliches Mainboard zu kaufen, nur um den Prozessor etwas mehr zu fördern, zum anderen macht es auch keinen Sinn für diesen speziellen Low-Cost-Test und passt somit nicht in unser Konzept. Bei beiden Mainboards sind die wichtigsten Einstellungen zum Übertakten vorhanden. Verstellbare Spannungen bei CPU, Speicher und AGP, ja sogar bei den Chipsätzen sind vorhanden. Selbiges gilt auch für sämtliche Einstellungen rund um den Arbeitsspeicher, was Timings usw. betrifft. Dass die FrontSideBus-Takte verstellbar sein müssen, setzen wir als gegeben voraus, genauso wie den Fakt, dass die Multiplikatoren im BIOS nicht ohne Modifikationen an der Hardware verändert werden können.

Beginnen wir zuerst mit dem AMD-System:

.

Standardmäßig wird der Sempron mit 1800 MHz getaktet. Mit einfachsten Mitteln und ohne zusätzliche Kühlung von Kondensatoren, Chipsätzen oder sonstigen Elementen brachten wir es immerhin auf 2124 MHz Taktfrequenz. Eine Steigerung um mehr als 300 MHz ist an sich schon eine beachtliche Leistung, zumal mit der Verbesserung einiger Umstände sicher noch mehr aus dem System herausgeholt werden kann. Mit einem entsprechend höheren FrontSideBus, der nun bei 236 MHz liegt, steigt natürlich auch der Speicherdurchsatz, welchen wir wie immer im SiSoft Sandra Memory-Benchmark betrachten:

Zusammenfassend kann man anhand einiger Statistiken zu einem recht erfreulichen Resultat kommen, welches die Leistungssteigerung betrifft. Mit ein einfachsten Mitteln konnten wir die Taktfrequenz um immerhin 18 Prozent gesteigert werden. Geht man davon aus, dass der Sempron 3100+ wie in unserem Vergleich auf Seite 7 126 US-Dollar kostet, kann man sich mit simpler Mathematik ausrechnen, dass ein Megahertz rund sieben US-Cent kosten würde. Bei einer Steigerung um 324 MHz sind dies rein rechnerisch immerhin knapp 23 Dollar, die man gespart hätte, wenn es ein leistungsfähigeres Modell gäbe.

Sicherlich werden wir aus diesem Vergleich beim Intel Celeron D 335 mehr Schlüsse ziehen können, zumal es dort noch den Celeron D 340 als Upgrade-Variante gibt. Hier die Ergebnisse des Celeron-Prozessors:

Auch die Intel CPU konnte in ihrer Taktfrequenz erhebliche Leistungssteigerungen erfahren. Auch hier gilt für uns der Grundsatz des Einsatzes simpelster Mittel - keine Veränderung der Umgebungskomponenten oder sonstige Modifikationen, schlichtes Übertakten im BIOS ohne den Einsatz komplizierter Kniffe, die nicht jeder kennen würde. So schafften wir eine Steigerung um 453 MHz - was einer FrontSideBus Erhöhung von knapp 21 MHz entspricht. Hier gilt für uns das Kriterium, dass das System beim übertakteten Wert noch vollkommen stabil lauffähig sein muss. Auch hier erfährt das System eine Leistungssteigerung, die sich besonders gut im Speicherdurchsatz erkennen lässt.

Auch für das Intel-System wollen wir unsere Überlegung bezüglich der Kosten einmal anstellen. Ein Celeron D 335 kostet im Einkauf laut unseres Vergleichs rund 103$. Dieser Prozessor ist mit 2800 MHz getaktet, unser übertaktetes Ergebnis mit 3253 MHz übertrifft die spezifizierte Leistung also um knapp 16%. Rechnet man nun zurück, was ein MHz allein kostet, landet man bei circa drei US-Cent - verglichen mit dem AMD-Prozessor schon einmal gute vier Cent billiger. Geht man von diesem Megahertz-Preis aus und rechnet ihn auf das übertaktete Ergebnis von 3253MHz hoch, würde ein solcher Prozessor circa 119$ kosten. Nun steht der Vergleich zum nächsten Modell, dem Celeron D 340 natürlich nahe. Dieser ist mit 1,93 GHz getaktet und kostet 117$. Nüchtern gesehen bekommt man also für weniger Geld mehr Leistung. Nun müsste man noch einen Vergleich mit der Overclocking-Leistung des D340 heranziehen, um des Resultat abrunden zu können. Soweit können wir an dieser Stelle aber nicht gehen, zumal wir in unserem Test nur über den D335 verfügen.

Schlussendlich lässt sich aber klar befürworten, dass es durchaus Sinn machen kann, einen preisgünstigen Prozessor zu kaufen und diesen dann auf die Leistung, die man sozusagen haben möchte, zu übertakten. Durchschnittlich 17% Übertaktbarkeit ließen unsere beiden Vergleichsprozessoren zu - und dies ist in den heutigen Tagen, in denen die Hersteller immer mehr dafür tun, um das Tunen ihrer CPUs zu verhindern, schonmal ein recht beachtlicher Wert.


In Zeiten, in denen Öl nicht unbedingt knapp, aber zumindest sehr teuer wird, die Energieerzeugung an immer höhere Auflagen gebunden ist und somit die Strompreise auch kontinuierlich steigen, ist es nicht mehr lange selbstverständlich, dass der Strom in Hülle und Fülle aus der Steckdose kommt - ganz egal welche Farbe er hat. Ein oftmals unterschätzter Faktor beim Kauf von Computersystemen ist deren Energiebedarf. Beim Autokauf ist es schon Gang und Gebe, dass niemand mehr ohne die Angabe des Spritverbrauchs auf 100 Kilometer ein Auto guten Gewissens kauft. Bei Computern und deren Bauteilen geben die Hersteller zwar den Stromverbrauch mittlerweile schon mit an - allerdings wird beim Kauf von den wenigstens darauf geachtet. Nichtsdestotrotz widmen wir uns diesem Thema seit kurzem in unseren Testberichten.

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Mit einem simplen Voltcraft Energy Check 3000 kann man prüfen, wieviel Watt der gesamte Computer tatsächlich aus der Steckdose zieht. Das Gerät wird einfach zwischen Steckdose und Computer gesteckt und ermittelt fortlaufen den Energieverbrauch aller angeschlossenen Geräte. Wir ermitteln demnach den Verbrauch von:

Als Stromversorungseinheit kommt immer noch das schon seit langem bewährte TSP 350 Watt-Netzteil zum Einsatz, welches univserell sowohl für AMD als auch für Intel Plattformen einsetzbar ist. Von diesem Vorteil machten wir auch Gebrauch, da unterschiedliche Netzteile für die beiden Plattformen das Testresultat verfälschen würden. Aufgrund von unterschiedlichen Leistungsaufnahmen könnte so das eine oder andere System bevorteilt werden. Gemäß den gleichen Testbedingungen haben wir folgende Daten ermitteln können:

Stromverbrauch idle
Celeron D 335 (2,8GHz)
139,2
Sempron 3100+ (1,8GHz)
121,6



Stromverbrauch load
Celeron D 335 (2,8GHz)
215,1
Sempron 3100+ (1,8GHz)
197,9

In beiden Tests, sowohl unter Nutzlast im Desktop-Betrieb als auch unter Volllast, welche mit einem FutureMark 3DMark03 Durchlauf generiert wurde, verbraucht die Intel CPU mehr Energie, was schlichtweg auf die wesentlich höhere Taktfrequenz zurück zu führen ist. Auf Stromsparfunktionen wie Cool&Quiet kann hier leider nicht zurückgegriffen werden, da keiner der Prozessoren eine solche oder ähnliche Technologie unterstützt.

Um das Thema Cool&Quiet noch einmal aufzugreifen. Bei dem Sempron 3100+ ist dieses Thema mindestens genauso konfus zu sehen wie die allgemeine Verwirrung um die vielen verschiedenen Kerne. Tatsächlich hat Jan Gütter, Sprecher von AMD Europe, einmal auf eine Nachfrage hin bestätigt, dass das Spitzenmodell der Sempron Serie die Energiespartechnologie beherrscht. Jedoch sei Cool&Quiet beim Sempron 3100+ kein offiziell unterstützes Feature, und würde auch nicht als solches vermarktet werden. In der Praxis sieht es allerdings so aus, dass C&Q teilweise genutzt werden kann, teilweise aber auch nicht - eventuell ist es wohl auch Mainboardabhängig, denn einige Hersteller schalten gerne einmal nicht offiziell unterstützte Features frei. Aus diesem Grund verkauft AMD die Prozessoren ohne die Spezifikation für dieses Features.

In unseren Tests funktionierte Cool&Quiet nicht. Fraglich ist nun, ob dies am Prozessor selbst liegt, sprich ob die Ausbeute in der Produktion nicht bei 100% liegt und somit einige Prozessoren mit "defektem" C&Q Feature vom Band laufen, oder ob es schlicht und einfach an der Kombination mit anderen Komponenten liegt. Tatsächlich fanden wir im BIOS unseres Testboards keine Hinweis auf eine Option zum aktivieren bzw. deaktivieren des CPU-Features, wie dies sonst normalerweise der Fall ist.


Da es in diesem Review in erster Linie um den Vergleich der Prozessoren untereinander geht, ziehen wir hier natürlich auch unsere Benchmarklisten hinzu. Das etwas modifizierte Testsystem haben wir zum größten Teil auf den vorhergehenden Seiten schon vorgestellt, zumindest was Grafikkarte, Mainboards und Prozessoren anging. Im Folgenden nun alle Komponenten und Softwarelösungen, die auf beiden Plattformen adäquat zum Einsatz kommen. Neben der Grafikkarte werden auch der Arbeitsspeicher, die Laufwerke sowie alle Treiber, sofern dies auf AMD und Intel Basis möglich ist, gleichermaßen eingesetzt, um den Sempron möglichst gut dem Celeron D gegenüber stellen zu können.

Hardware:

Intel Testplattform für Sockel 478 (Celeron D 335)

Soweit zu unseren Testplattformen. Sonstige Umgebungsvariablen wie die Belüftung mit dem in unseren Testlabors schon bewährten Zalman CNPS 7000A CU 3200 wurden bei beiden System konstant gelassen. Im Folgenden haben wir noch zwei Screenshots vorbereitet, welche die Prozessoren mit ihrer Standardtaktung aufzeigen. Hierfür verwenden wir traditionell CPUZ, um die Daten auszulesen.

Semperon 3100+:

Celeron 335D:

Der Referenztakt / FSB weicht geringfügig um 1 Mhz beim AMD-System und 0,6 Mhz beim Cerelon D von seiner technischen Vorgabe ab. Somit sollten sich beide Werte kompensieren und keine nennenswerten Leistungsvorteile einbringen können.


Sysmark 2002 Internet Content Creation (Bapco)

Ein typischer Office-Benchmark ist der Sysmark 2002, ein professioneller Benchmark zur Messung der Application Performance. Er ist sogar dank der Verwendung von einigen Programmen, die SMP unterstützen, multiprozessorfähig, deshalb könnten wir ihn auch in derartigen Reviews zur Darstellung von Hyperthreading sehr gut verwenden. Über Macros werden bei diesem Benchmark bestimmte typische Befehle in Programmen ausgeführt und die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems gemessen. Nicht nur die CPU-Performance spielt dabei natürlich auch eine Rolle, auch das Memory-Subsystem ist nicht unbeteiligt. Sonstige Komponenten, die ebenso ins Gewicht fallen würden, haben wir konstant gelassen: Die Festplattenperformance ist ebenso maßgebend, diese ist jedoch in beiden Systemen aufgrund der gleichbleibenden Festplatte gleich.

Betrachten wir zuerst den Sysmark 2002 Internet Content Creation Test. Dieser beinhaltet die folgenden Applikationen:

 

Sysmark 2002 Internet Content Creation
Intel Celeron D 335
377
AMD Sempron 3100+
373

Sysmark 2002 Office Productivity (Bapco)

Als Nächstes haben wir den Office Productivity Test von Sysmark 2002. Auch hier sind einige bekannte Programme enthalten, die vor allen Dingen im Office-Bereich oft verwendet werden:

Bei diesem Test erhalten wir folgendes Ergebnis:

 

Sysmark 2002 Office Productivity
Intel Celeron D 335
219
AMD Sempron 3100+
217

In reiner Office- und Internetperformance vermag der Celeron D aus dem Hause Intel knapp aber entschieden zu punkten. Wir sind gespannt, wie dies im weiteren Verlauf unseres Performance-Tests aussehen wird.

ScienceMark 2.0

Science Mark 2.0 ist ein recht umfangreicher Benchmark, wir verwenden jedoch in diesem Fall nur die Cache- und Memory-Benchmarks des Tools. Sicherlich gibt es auch ein paar andere interessante Bereiche, aber für einen CPU-Benchmark macht dieser Ausschnitt am meisten Sinn. Science Mark kann man sich selber hier herunterladen, wir haben uns dafür entschlossen, die Ergebnisse hier als Grafiken darzustellen.

Im Screenshot dargestellt ist die Speicherperformance unter ScienceMark von Intels Celeron D. Dieser kann hier einen recht guten Speicherdurchsatz generieren, auch die Reaktionszeiten gehen mehr als in Ordnung. Gründe hierfür sind natürlich vorallem der externe Dual-Channel-Speichercontroller. Einen Screenshot von AMD vermögen wir an dieser Stelle nicht zu liefern, da der Benchmark mit dem Sempron 3100+ hier regelmäßig abstürtzte. Ausschließen als Grund hierfür können wir zumindest den von uns eingesetzten Speicher, denn auch mit anderen Modulen von TwinMos, Corsair sowie TakeMS kamen wir zu keinem verwertbaren Resultat. Ob es hier eine geringfügige Unstimmigkeit im integrierten Speichercontroller des Prozessors gibt, vermögen wir nicht zu sagen.


Sisoft Sandra CPU Drystone ALU (Sisoftware)

Sisoft Sandra ist ein synthetischer Benchmark und aufgrund seiner leichten Anwendung und dem kompakten Download-Umfang ein recht beliebtes Tool zum Vergleich des PCs. Für Mainboard-Reviews wird dieser Benchmark oft verwendet, doch zeigt er dabei nur die genaue CPU-Frequenz in der Leistungsbeurteilung wieder - dort ist er also nur ein abschreckendes Beispiel. Recht sinnig ist er jedoch hier einsetzbar, auch wenn die Performance-Bewertung nichts mit der realen Performance eines CPUs zu tun hat, sondern eher einen Trend aufzeigt, denn die Berechnungen, die Sisoft Sandra anstellt, sind wirklich rudimentär.

Zunächst wollen wir die CPU-Benchmarks kurz ansehen:

Sisoft Sandra CPU Drystone ALU
Intel Celeron D 335
7357
AMD Sempron 3100+
7348

Sisoft Sandra CPU Whetstone FPU

Sisoft Sandra CPU Whetstone FPU
AMD Sempron 3100+
2856
Intel Celeron D 335
1860

Sisoft Sandra MMX Integer

Sisoft Sandra MMX Interger
Intel Celeron D 335
15641
AMD Sempron 3100+
13500

Sisoft Sandra MMX FP

Sisoft Sandra MMX FP
Intel Celeron D 335
17950
AMD Sempron 3100+
17816

Sisoft Sandra Memory Int

Sisoft Sandra Memory Int
Intel Celeron D 335
3333
AMD Sempron 3100+
3043

Sisoft Sandra Memory Float

Sisoft Sandra Memory Float
Intel Celeron D 335
3333
AMD Sempron 3100+
3044

Die ersten vier Benchmarks der SiSoftSandra Serie sind reine CPU-Belastungstests. Durch die höhere Taktfrequenz des Celeron D kann sich dieser hier auch vom Sempron distanzieren, lediglich bei der Berechnung von FloatPoints hat das AMD Modell die Nase vorn. Die letzten beiden Tests der Memory-Sparte gehen natürlich klar an den Celeron D, da dieser auf ein DualChannel-Interface des von uns eingesetzt VIA PT880-Chipsatzes setzen kann. Mit dieser Technologie kann der Speicher mit einer wesentlich höheren Bandbreite angebunden werden und so deutlich mehr Leistung entfalten. Beim AMD Sempron ist DualChannel-Betrieb leider nicht möglich, da der Speichercontroller hier direkt in der CPU integriert ist.


Cinebench 2003 - Rendering 1 CPU (Maxon)

Cinebench ist ein Benchmark, der zur Performancemessung von Systemen für die Software Cinema 4D von Maxon entwickelt worden ist. 3D Modelling ist natürlich auf leistungsfähige CPUs angewiesen und so ist Cinema 4D auch SMP-fähig. Wir haben den Cinebench bislang auch für unsere Mainboard-Tests und für Dual-CPU-Tests verwendet, da er in diesem Bereich sehr gut ist und wir noch keinen vergleichbaren Benchmark im Portfolio hatten. Cinebench 2003 basiert auf CINEMA 4D R8 von Maxon, diese Version kann mit bis zu 16 Prozessoren umgehen. Einige typische Arbeitsvorgänge von Cinema 4D werden simuliert und über den Benchmark abgespult, dieser berechnet dann die Frames pro Sekunde.

CineBench 2003 - Rendering CPU1
AMD Sempron 3100+
255
Intel Celeron D 335
215

Cinebench 2003 C4D Shading

CineBench 2003 - C4D Shading
AMD Sempron 3100+
299
Intel Celeron D 335
290

Cinebench 2003 OpenGL SW-L

CineBench 2003 - OpenGL SW-L
AMD Sempron 3100+
1380
Intel Celeron D 335
1083

Cinebench 2003 OpenGL HW-L

CineBench 2003 - OpenGL HW-L
AMD Sempron 3100+
2817
Intel Celeron D 335
1893

Es gab tatsächlich einmal eine Ära, in der Intel die CineBench-Tests deutlich dominiert hat. Heute fällt Intel in dieser Leistungsbewertung gerade im Low-End-Bereich deutlich ab. Auch sonst mussten wir feststellen, dass Intel-Prozessoren, die über kein HyperThreading verfügen, in diesem Benchmark nicht besonders gut dastehen. Wird von der CPU die Multiprozessortechnologie jedoch unterstützt, vermag Intel dem Konkurrenten AMD davon zu ziehen. Der Celeron D zeigt hier zum ersten Mal Schwächen.


SpecViewPerf 7.0 3DSMax (SPEC)

SpecViewPerf ist ein Benchmark der SPEC.org, er ist kostenlos und kann ebenfalls heruntergeladen werden, allerdings ist die 7.0er Version mit mehreren hundert MB doch ein ganz schöner Brocken. Was macht der Benchmark?

quote:
The first benchmark released by the SPECopc group was SPECviewperf®, which measures the 3D rendering performance of systems running under OpenGL.

Unsere Grafikkarte ist nun aktuell und schnell, aus diesem Grund präsentieren wir jetzt wieder alle sechs Teilbereiche: 3DSMax-01, UGS-01, DRV-08, DX-07, Light-05 und Proe-1.

 

SPECViewPerf 7.0 - 3Dsmax-01
AMD Sempron 3100+
11,67
Intel Celeron D 335
10,71

SpecViewPerf DRV-08

SPECViewPerf 7.0 - DRV-08
AMD Sempron 3100+
32,88
Intel Celeron D 335
27,01

SpecViewPerf DX-07

SPECViewPerf 7.0 - DX-07
AMD Sempron 3100+
68,65
Intel Celeron D 335
63,15

SpecViewPerf Light-05

SPECViewPerf 7.0 - Light-05
AMD Sempron 3100+
12,88
Intel Celeron D 335
11,72

SpecViewPerf Proe-01

SPECViewPerf 7.0 - Proe-01
AMD Sempron 3100+
11,48
Intel Celeron D 335
9,863

SpecViewPerf UGS-01

SPECViewPerf 7.0 - UGS-01
AMD Sempron 3100+
23,35
Intel Celeron D 335
17,74

In diesem Test zeichnet sich der Favorit deutlich ab: AMDs Sempron CPU lässt den Celeron D hier eiskalt hinter sich.


KibriBench (Adept Development)

KibriBench ist ein 3D-Renderer - und deutlich CPU-belastend. Wir verwenden die Map "City", die ziemlich leistungsfressend ist. Kribi ist SMP-fähig und somit kommt auch Hyperthreading hier zum Einsatz. Auch diesen Benchmark haben wir neu für unsere CPU-Tests entdeckt, auch er nutzt neue Technologien wie Hyperthreading aus.

Kibri Bench
AMD Sempron 3100+
2,45
Intel Celeron D 335
2,0166

Kibri ist einmal mehr ein sehr CPU-lastiger Test. Hier zeigt sich, dass es nicht allein auf die Taktfrequenz der Prozessoren ankommt. Mit dem größeren Cache kann der Sempron 3100+ hier eine Leistungssteigerung gegenüber dem Celeron D verzeichnen.

XMpeg 5.03 (XMpeg)

Xmpeg 5.0.3 ist ein Komprimierungs-Tool, welches mit DivX umgehen kann. Wir verwenden für diesen Test den neuen Codec 5.1.1 in der Version und komprimieren ein Video. Es wurde dabei eine ca. 200 MB große MPEG-2 Datei umgewandelt, wobei wir die Audio-Verarbeitung deaktivierten. Zwar zeigt das Programm die durschnittliche Frame-Zahl pro Sekunde an, wir dividieren aber die kompletten Frames durch die benötigte Zeit. Derartige Komprimierungen waren schon immer ein kräftiger Leistungstest für Prozessoren.

XMPEG
AMD Sempron 3100+
58,75
Intel Celeron D 335
31,03

Nicht zum ersten Mal sehen wir in diesem Video-Editing-Test, dass AMD 64-Prozessoren hier besser in Schwung kommen. Vergleicht man mit unseren anderen Proezssorenreviews, erkennt man auch dort die bessere Leistung der aktuellen AMD Athlon 64-Prozessoren. Da der Sempron sozusagen ein naher Verwandter der Athlon 64-Familie ist, wundert es nicht, dass sich die mit 1,8 GHz getaktete CPU hier an die Spitze im direkten Vergleich setzen kann.


PCMark 2004 - CPU (Futuremark)

PCMark 2004 ist der nächste Benchmark in unserer Sammlung. Dieser Benchmark ist die neueste Kreation aus dem Hause Madonion und prüft die Leistung von CPU und Speicher. Heruntergeladen werden kann dieser Benchmark in unserer Download-Area oder bei Futuremark. Enthalten sind zwei Tests - ein reiner CPU-Benchmark und ein sogenannter Memory-Test, der die Bandbreite des Systems messen soll. Als dritten Benchmark findet man einen Harddisk-Benchmark, der jedoch eine sehr hohe Messungenauigkeit besitzt und deshalb für Festplattentests nicht zu empfehlen ist. Der CPU-Test gibt hauptsächlich die Taktung wieder. Beim Memory-Test merkt man deutlich, wenn ein Prozessor einen größeren Cache besitzt.

FutureMark PCMark04 - CPU-Test
Intel Celeron D 335
3708
AMD Sempron 3100+
3385

PCMark 2004 Memory

FutureMark PCMark04 - Memory
Intel Celeron D 335
3722
AMD Sempron 3100+
3399

In der aktuellen Version von PCMark kann sich die Intel-CPU aus verständlichen Gründen vom Sempron absetzen. Obwohl der Sempron den insgesamt größeren Cache besitzt, weiß der Celeron D mit seinem einem Gigahertz mehr an Taktfrequenz sowie seinem Dual-Channel-Einsatz zu punkten. Im CPU Test ist 1 GHz-Differenz einfach zuviel, als dass der Sempron noch irgendwie nachsetzen könnte. Der Memory-Test wird hier entscheidend durch den Dual-Channel-Einsatz begünstigt und somit auch von Intel gewonnen.

TMPGEnc MPEG Encoder (TMPGEnc)

TMPGEnc ist der nächste Benchmark in unserem Test. TMPGEnc ist ein sehr guter Video-Encoder, der ebenfalls SMP-fähig ist und somit von Hyperthreading Gebrauch macht. Da TMPGEnc zunehmend verwendet wird, eignet er sich als guter Benchmark im Vergleich zu anderen ähnlichen Programmen, wie beispielsweise Flask Mpeg.

TMPGEnc MPEG Encoder
AMD Sempron 3100+
56,18
Intel Celeron D 335
49,62

Diesen Videobearbeitungsbenchmark kann Intel für sich entscheiden, auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht. Hier sei zu beachten, dass weniger gleich mehr ist. Die Werte sind in Sekunden angegeben und so schafft der Celeron D das Video in unter 50 Sekunden, wohingegen der Sempron gut sechs Sekunden mehr benötigt.


Lame MP3 Codec und CDex (Lame)

LAME ist ein weiteres Kompressionstool. Es handelt sich um einen freien MP3-Codec, den wir zusammen mit CDex zum Komprimieren einer CD verwenden. Wir komprimieren hier den Inhalt einer kompletten CD mit elf Songs zu MP3-Dateien mit einer Bitrate von 128 MBit. Interessant ist dabei, dass zu Beginn des MP3-Booms dies noch lange dauerte - das Rippen der .wav-Dateien von der CD dauerte mit 4x oder 8x CD-ROM-Laufwerken eine Ewigkeit, anschließend war der Rechner eine Stunde mit dem Encodieren beschäftigt. Jetzt ist die CD in knapp zwei Minuten ausgelesen, während der Rechner bereits im Hintergrund die Dateien komprimiert. Schneller als die CD wieder ins Regal eingeordnet ist, hat man also die Dateien per USB 2.0 auf seinem MP3-Player:

Lame MP3 Codec und CDex
Intel Celeron D 335
121
AMD Sempron 3100+
104

Auch in den folgenden drei Benchmarks gilt der Grundsatz - weniger ist gleich besser, das auch hier die Werte in Sekunden angegeben werden. Obwohl eben beim TMPGEenc noch Intel die Nase vorn hatte, ist AMD hier nun deutlich schneller. Siebzehn Sekunden Unterschied trennen die Konkurrenten.

WinRAR (RARLab)

WinACE und WinRAR sind neben WinZIP die am weitesten verbreiteten Datei-Komprimierungsprogramme. WinZIP haben wir indirekt bereits mit Sysmark 2002 mitgetestet, hier wollen wir genauer auf die beiden Programme eingehen. Während WinRAR nach unseren Erfahrungen auf Pentium 4-Systemen - eventuell aufgrund von SSE2-Optimierungen - schneller ist, nutzt WinACE wohl keine derartigen Optimierungen, hier liegen Athlon XP und Pentium 4 immer näher zusammen. Wie sieht es hier aus?

WinRAR
Intel Celeron D 335
57
AMD Sempron 3100+
39

Eine Sekunde mehr als bei der Musikdekodierung, also 18 Sekunden liegen nun zwischen den direkt verglichenen CPUs - einmal mehr zu Gunsten von AMD.

WinAce (WinAce)

WinAce
Intel Celeron D 335
49
AMD Sempron 3100+
48

Im WinAce Komprimierungstest ist der Abstand auf eine Sekunde zusammengeschmolzen. Für uns ein unerklärliches Phänomen, zumal wir bei WinRAR und WinAce die selbe Datei zur Kompression verwenden.


3DMark 2001 SE (Futuremark)

3DMark 2001 ist sicherlich einer der beliebtesten Benchmarks - nicht nur bietet das Gamers Headquarter von Futuremark auch eine tolle Vergleichsbasis, sondern es lassen sich mit diesem, eigentlich als Grafikkarten-Benchmark konzipierten Programm auch recht gut Performance-Vergleiche anstellen. Je nach Auflösung erreicht man dabei eher eine Grafikkarten-Auslastung oder eine CPU-Auslastung - aus diesem Grund haben wir den Benchmark auch mit 1024x768 durchgeführt, wo ein stärkerer CPU mehr Leistung bringen kann.

FutureMark 3DMark 2001
AMD Sempron 3100+
10311
Intel Celeron D 335
10027

Eine knappe Führung für AMD sehen wir in diesem Benchmark.

3DMark 2003 (Futuremark)

3DMark 2003 kennt auch jeder - nur ist das Programm leicht in den Verruf gekommen, weil die Grafikkartenhersteller hier gerne etwas "optimiert" haben. Für unsere CPU-Tests ist das allerdings nicht erheblich, da wir immer bei demselben Treiber und derselben Grafikkarte bleiben. Aus diesem Grund können wir 3DMark 2003 für den Vergleich recht gut einsetzen, auch wenn die Unterschiede recht gering sind - die Grafikkarte trägt hier die Hauptlast.

FutureMark 3DMark 03
AMD Sempron 3100+
5646
Intel Celeron D 335
5582

Momentan setzen so ziemlich alle Gamer auf AMD-Prozessoren. Und das ist nicht verwunderlich. Nicht nur die Athlon 64-CPUs haben den Pentium-Prozessoren in der Spieleperformance einiges voraus, sondern auch der hier angetretene Sempron kann sich in der 2003er-Version des beliebten 3DMark-Benchmarks augenscheinlich ein wenig absetzen .

Quake 3 Arena 640x480 (ID Software)

Als Nächstes werfen wir einen Blick auf Quake 3 Arena. Quake 3 Arena ist schon ein Klassiker im Bereich der Benchmarks, deshalb setzen wir ihn auch weiterhin ein, haben ihn für unsere CPU-Tests aber erst jetzt wieder aus dem Archiv geholt. Die Demo 001 wird in der Konsole mit dem Befehl "timedemo 1" und "demo demo001" aktiviert, den Benchmark haben wir bei 640x480 mit 16 Bit laufen lassen, um die CPU am meisten zu fordern. Hier sehen wir die Ergebnisse:

Quake 3 Arena 640x480
AMD Sempron 3100+
316,5
Intel Celeron D 335
285,3

Nicht anders sieht es bei Quake 3 aus. Dieser zwar schon recht alte Benchmark darf dennoch in keinem unserer Reviews fehlen und zeigt mal für mal wieder deutliche Performanceunterschiede auf. Auch hier kann AMD seine Performancekrone im direkten Vergleich aufbehalten.

Return to Castle Wolfenstein 640x480 (Activision)

Return to Castle Wolfenstein basiert auf der Quake 3-Engine, ist aber ungleich anspruchsvoller. Getestet wurde nach den 3DCenter-Regeln für dieses Spiel und mit der dort beschriebenen Time-Demo Checkpoint durchgeführt. Das Spiel muss man sich selbst besorgen, denn eine Demo ist im Internet leider nicht verfügbar.

Return to Castle Wolfenstein 640x480
AMD Sempron 3100+
159,1
Intel Celeron D 335
131,6

Auch RtCW basiert auf der bewährten Quake3-Engine. Nicht verwunderlich ist es somit, dass auch hier ähnliche Resultate zu Buche stehen. Einmal mehr vermag der Sempron-Prozessor seine Trümpfe auszuspielen und gewinnt dieses Duell.


UT2003 Flyby 640x480 (Epic)

Unreal Tournament 2003 ist als Demo verfügbar, in die eine Benchmark-Funktion eingebaut ist. Ein Skript testet bei verschiedenen Auflösungen, es gibt eine Flyby-Demo und ein Botmatch, die die Leistungsfähigkeit des Systems für die Vollversion zeigen soll. Hier die Ergebnisse bei 640x480 mit 16 Bit, denn auch hier wollen wir natürlich die Belastung auf die CPU verlagern:

UT2003 Flyby 640x480
AMD Sempron 3100+
227,39
Intel Celeron D 335
186,55

UT2003 Botmatch 640x480

UT2003 Botmatch 640x480
AMD Sempron 3100+
74,15
Intel Celeron D 335
61,29

Die "alte" Version des beliebten Unreal Tournament geht ebenso an die AMD-Fraktion. Sowohl im Flyby- als auch im Botmatch-Bench kann der AMD-Prozessor punkten und gewinnt die Wertung. Selbst die erheblich höhere Taktrate des Celeron D kann hier nicht viel ausrichten.

Unreal Tournament 2004 - Assault 1024x768 (Epic)

Etwas hungriger bezüglich der Grafikkartenleistung ist UT2004 - aber in einigen Bereichen limitiert auch die CPU, weshalb sich auch dieser Benchmark perfekt für das Messen der CPU-Performance eignet. Wir haben den Benchmark wie immer mit niedriger Auflösung getestet.

Unreal Tournament 2004 - Assault 1024x768
AMD Sempron 3100+
413,04
Intel Celeron D 335
325,71

Die Engine von UT2004 ist immer noch die selbe wie bei UT2003 - allerdings mit einigen ausgemachten Verbesserungen. Nichtsdestotrotz kann sicher der Prozessor aus Dresden hier erneut profilieren.


Comanche 4 640x480 (Novalogic)

Comanche 4 ist für Auflösungen von 1024x768 durchaus noch als CPU-Benchmark zu gebrauchen, bei höheren Auflösungen limitiert jedoch die Grafikkarte. Der Benchmark nutzt viele Pixel- und Vertexshader, allerdings wird neben einer hervorragenden Grafikkarte auch ein starker CPU benötigt. Das Spiel basiert auf DirectX 8 und ist in der Demo zum Downloaden erhältlich. Die Demo besitzt einen integrierten Benchmark, hier kann man also vor dem Kauf auch feststellen, ob das Spiel auf dem gewünschten PC ruckelfrei läuft. Wir verwenden ihn zur Leistungsmessung.

Comanche 4 640x480
AMD Sempron 3100+
50,49
Intel Celeron D 335
41,84

Auch die Hubschraubersimulation Comanche 4 geht mit guten neun Frames mehr pro Sekunde an den Sempron 3100+.

Serious Sam 640x480 (Croteam)

Serious Sam ist auch neu bei unseren CPU-Tests - das Game ist hinreichend bekannt, wir verwenden die integrierte Benchmark-Funktion, natürlich mit 640x480 und niedrigsten Settings, um die Grafikkarte möglichst nicht zu belasten und die CPU zu fordern. Hier das Ergebnis:

Serious Sam 640x480
AMD Sempron 3100+
145,6
Intel Celeron D 335
118,5

Selbiges gilt für Serious Sam - auch hier findet die Prozessorbelastung beim Sempron mehr Anklang als beim Celeron D. Jedoch werden die Unterschiede hier schon sehr deutlich - fast 40Fps trennen die beiden Kontrahenten voneinander.

DroneZMark 640x480 (Zetha Games)

DroneZMark liefert nur mit einer starken Grafikkarte eindeutige Werte für einen CPU-Test - mit einer Radeon 9800 Pro ist dies jedoch kein Problem. So haben wir hier ziemlich eindeutige Werte, DroneZ reagiert allerdings sehr gerne auch auf einen großen Cache, wie man in unseren bisherigen Tests sehen konnte.

DroneZMark 640x480
AMD Sempron 3100+
299,34
Intel Celeron D 335
238,94

Wie ist nahezu allen vorrangegangenen Spielebenchmarks kann der Sempron seine Führungsposition auch hier weiter festigen. Der Intel Celeron D hingegen verliert deutlich an Boden.


Codecreatures 1024x768 (Codecult)

Auch Codecreatures ist ein Benchmark für Grafikkarten - und dabei sogar ein recht anspruchsvoller. Ursprünglich wollten wir diesen Benchmark in den Reviews nur dazu verwenden, um aufzuzeigen, wo die CPU- und Chipsatzhersteller noch etwas verbessern könnten und wo eher eine neue Grafikkarte angebracht ist. Aus diesem Grund handeln wir Codecreatures auch recht schnell mit nur einer Auflösung (1024x768) ab, die zeigt, das hier unsere Radeon 9800 Pro zwar gute Werte bringt, aber die Frameraten immer noch sehr niedrig sind.

Codecreatures 1024x768
AMD Sempron 3100+
49
Intel Celeron D 335
48,4

Codecreatures ist extrem Grafikkarten-lastig und limitiert hier, aus diesem Grund liegen beide Prozessoren fast gemeinsam gleich auf.

Aquamark 3 Score (Massive Development)

Aquamark 3 ist ein leistungsfähiger Test für Grafikkarten, aber auch bei ihm sieht man einen Effekt bei einer schnellen CPU. Wir verwenden die kostenlose Version, die man unter obigem Link herunterladen kann. Die Score ist dabei ähnlich wie bei den Benchmarks von Futuremark auch online vergleichbar mit anderen Systemen.

Aquamark 3 Score
AMD Sempron 3100+
41305
Intel Celeron D 335
36552

Auch dieser Benchmark geht wieder klar an AMD.

X2 The Threat - 640x480 (Egosoft)

X2 ist ein Weltraum-Egoshooter, der auch in einer Demoversion zum Herunterladen existiert, die wir hier für diesen Test verwenden. Die Software wird von uns in einer niedrigen Auflösung getestet, da das Spiel bei höheren Auflösungen beginnt, Grafikkarten-lastig zu werden.

X2 The Thread - 640x480
AMD Sempron 3100+
120,67
Intel Celeron D 335
95,59

Auch im letzten Benchmark lässt sich AMD das Zepter nicht mehr aus der Hand reißen und gewinnt somit auch diesen letzten Vergleich souverän.


In diesem Test haben wir uns zwei Low-Cost-Prozessoren gewidmet, die auf Seiten beider Hersteller die jeweiligen Zielgruppen möglichst positiv ansprechen sollen. Wie wir finden, ist dies auch gut gelungen. Im direkten Vergleich stellt man fest, dass die Intel Prozessoren der Celeron D-Serie tatsächlich noch um eine Ecke kostengünstiger sind als die vergleichbaren Produkte der Sempron-Reihe auf Basis der AMD Athlon 64-Technologie. Aber allein der Preis ist es nicht, der den Ausschlag gibt. In unserem Test hatte der Sempron 3100+ auch die Nase vorne, wobei das aktuelle Celeron D 345-Topmodell den Abstand sicherlich zugunsten des Intel-Prozessors verschoben hätte.

Intel bietet mit der Celeron D-Serie eine abgespeckte Version des Prescott an, die gewohnter Maßen nicht an Taktfrequenz spart. Satte 3,06 GHz bietet das Spitzenmodell, der Celeron D 345 - der hier im Test befindliche Celeron D335 wartet immerhin noch mit 2,8 GHz auf. Zu Beginn unserer Tests war das 2,93 GHz- und das 3,06 GHz-Modell noch nicht lieferbar, also mussten wir mit dem im Vergleich mäßig getakteten Prozessor Vorlieb nehmen. Mit 533 MHz FSB angetrieben arbeitet der Sockel 478-Prozessor besonders im Office-Bereich sehr effizient. Ein kleiner L1-Cache und 256 kB L2-Cache limitieren den Celeron D zeitweise etwas, wenn man den direkten Vergleich zum AMD Sempron heranzieht. Das günstigste Modell ist mit 2,4 GHz ab 70€ zu haben und damit wirklich ein wahres Schnäppchen. Der Top-Prozessor ist mit 3,06 GHz natürlich noch etwas schneller unterwegs als der Celeron D 335 im Test, kostet aber auch nur maximal 120 Euro. Auch Overclocking-technisch geizt der Celeron D335 keineswegs. In unserem Praxistest waren es immerhin 16% Mehrleistung, die aus der CPU ohne größeren Aufwand herauszuholen waren.

So ist zusammenfassend zu sagen, dass ein Prozessor bzw. ein System auf Basis der Celeron D-Serie sich besonders dann rentiert, wenn eine kostengünstige Office-Plattform mit Multimediaambitionen geschaffen werden soll, die von Zeit zu Zeit auch für aktuelle Spiele nicht zu schade ist. Sucht man hingegen einen Computer, auf dem vorwiegend PC-Spiele laufen sollen, ist man mit einer AMD-Plattform besser bedient, wie unsere Performancebenchmarks ergeben haben. In unseren zahlreichen Spieletests war der AMD Sempron 3100+ ungeschlagen, lediglich im Office-Bereich und sonstiger Applikationen musste er einige Male zurückstecken. Generell macht der Sempron aber nicht nur mit der Performance auf sich aufmerksam, sondern auch mit seiner Vielfalt, in der er den Markt erreicht.

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Selbst einem gestandenen AMD-Kenner verlangt es einiges an gutem Willen und Geduld ab, um durch die zahlreichen Sempron Modelle und ihre technischen Spezifikationen durch zu steigen. So gibt es insgesamt vier verschiedene Serien innerhalb der Sempron-Familie, die allesamt auf verschiedenen Kernen bzw. verschiedenen Sockeln basieren. Der Sempron kommt demnach sowohl auf dem alten Sockel A als auch auf dem neueren, mittlerweile aber auch aus dem Fokus geratenen Sockel 754 zum Einsatz, der ursprünglich für die AMD 64-Familie konzipiert wurde.

So gesehen ist der Sempron 3100+ zwar eng mit dem Athlon 64 verwandt, technisch gibt es aber dennoch einige Unterschiede. Die wichtigsten Features des Athlon 64 wie die 64 Bit-Erweiterung fehlen beim Sempron weiterhin und machen somit den wichtigsten Unterschied zwischen Athlon64 und Sempron deutlich. Ob es bei einer Weiterentwicklung der Sempron Serie auch irgendwann einmal einen vollständigen Support des Cool&Quiet Features geben mag, bleibt offen. Momentan muss man sich damit begnüngen, C&Q im Glücksfall nutzen zu können, ansonsten aber damit leben, dass das Feature nicht offiziell zu den Produktspezifiktionen gehört.

Auch der Sempron machte beim Overclocking auch keinen schlechten Eindruck. Satte 18% Zusatzleistung vermochten wir aus seinen Schaltkreisen herauszuquetschen. Wie schon angesprochen, ist der Sempron eine Ecke kostenintensiver als der Celeron D, das billigste Modell schlägt zwar nur mit 39$ zu Buche, für das Spitzenmodell, den 3100+ müssen aber immerhin 126$ im Einkauf veranschlagt werden. Dennoch ist es eine Überlegung wert, diese Investition zu tätigen, zumal unser Praxistest auch hervorbrachte, dass der Stromverbrauch der AMD-Prozessoren etwas niedriger ist als jener der Intel-Familie.

Weitere Links:

Weitere Mainboard- und CPU-Reviews findet man in unserer Testdatenbank unter Prozessoren, Mainboards Intel oder Mainboards AMD. Interessante Informationen oder Probleme mit der getesteten Hardware? Support nötig und Probleme mit der Hardware? Ab in unser Forum!

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