MSI Delta 15 im Test: Schneller Gamer mit Ryzen und Radeon RX 6700M

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msi delta 15 6700m review-teaserDas MSI Delta 15 ist eines der ersten Gaming-Notebooks, das nicht nur auf einen Ryzen-Prozessor setzt, sondern diesem auch gleich eine dedizierte Grafiklösung der Radeon-Familie zur Seite stellt und somit bei den beiden wichtigsten Komponenten komplett auf AMD zurückgreift. Wie das harmoniert und wie sich die mobile AMD Radeon RX 6700M in der Praxis schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Test auf den nachfolgenden Seiten. Wir haben das kompakt schlichte und edle MSI Delta 15 in einer Konfiguration für rund 2.050 Euro ausführlich auf den Prüfstand gestellt.

In den letzten Jahren hatte AMD einen schweren Stand auf dem Notebook-Sektor und das Feld fast komplett der Konkurrenz überlassen, sodass im Bereich der Gaming-Laptops meist ein Intel-Prozessor mit einer GeForce-Grafik kombiniert wurde. Spätestens seit dem Launch der mobilen Ryzen-Prozessoren auf Zen-Basis spielt AMD zumindest in dieser Disziplin wieder ganz vorne mit. Die Modelle der Ryzen-5000-Generation überzeugen mit einer hohen Single-CPU-Performance, können vor allem bei der Multicore-Leistung glänzen und weisen trotzdem eine recht gute Effizienz auf. 

Nun will AMD auch bei den mobilen Grafikkarten zurück ins High-End-Segment und hatte hierfür im Juni mit der Radeon RX 6800M, RX 6700M und Radeon RX 6600M drei entsprechende Ableger mit RDNA-2-Architektur präsentiert, die man leistungsmäßig ganz selbstbewusst gegen die GeForce-RTX-30-Serie von NVIDIA positionierte. Selbst Techniken wie AMD Smart Access Memory, das Gegenstück zu NVIDIAs Resizable BAR, gehören nun mit zum Grundrepertoire. 

Das MSI Delta 15 ist eines der ersten Gaming-Notebooks, das auf eine solche Grafikkarte setzt. Dabei stellen ein AMD-Ryzen-5000H-Prozessor und eine AMD Radeon RX 6700M das Grundgerüst, während es bis zu 64 GB DDR4-Arbeitsspeicher und Platz für zwei schnelle NVMe-SSDs gibt. Das Display misst stets 15,6 Zoll in seiner Diagonalen und löst mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf, wobei es Unterschiede bei der Bildwiederholrate gibt. Schon die Basisversion bietet schnelle 144 Hz, gegen Aufpreis gibt es optional ein noch schnelleres IPS-Panel mit 240 Hz. 

Moderne Schnittstellen bis hin zu USB-C und WiFi 6E gehören ebenso zur Grundausstattung wie eine RGB-hintergrundbeleuchtete Tastatur und natürlich ein hochwertiges Aluminiumgehäuse, das sich mit einer Bauhöhe von nur etwa 19 mm als vergleichsweise schlank erweist. Insgesamt zeigt sich das MSI Delta 15 optisch sehr schlicht und edel, womit die eigentliche Leistung fast schon versteckt wird, sich das Gerät damit aber auch im Arbeitsalltag problemlos sehen lassen kann. 

Je nach Konfiguration und Ausstattung ist das MSI Delta 15 zu einem Straßenpreis ab etwa 1.850 Euro erhältlich. Die Spitzenmodelle können jedoch mit einem Preis von fast 2.100 Euro zulangen

MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
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Für unseren Test hat uns MSI mit genauso einem Modell versorgt. Die MSI Delta 15 Advantage Edition wird von einem AMD Ryzen 9 5900HX mit acht Kernen und 16 Threads befeuert und hält die besagte AMD Radeon RX 6700M mit 10 GB GDDR6-Videospeicher bereit. Auf Seiten des Speichers stehen insgesamt 16 GB DDR4 mit 3.200 MHz und eine 1 TB große NVMe-SSD zur Verfügung. Rund 2.049 Euro müssen für diese Konfiguration derzeit über den virtuellen Ladentresen geschoben werden. 

Ob sich das lohnt und wie sich die AMD-GPU gegenüber der Konkurrenz schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Test auf den nachfolgenden Seiten. Wir haben dem MSI Delta 15 gehörig auf den Zahn gefühlt. 

Preise und Verfügbarkeit
MSI Delta 15 AMD Advantage Edition A5EFK-009
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 2.049,00 EUR



Herzstück des MSI Delta 15 ist ein AMD Ryzen 9 5900HX. Er wurde zu Beginn des Jahres im Rahmen der digitalen CES 2021 präsentiert und gehört seitdem zu den schnellsten Mobil-Prozessoren. Er setzt natürlich auf die verbesserte Zen-3-Architektur und wird bereits im 7-nm-Prozess gefertigt. Zur Verfügung stehen der Ryzen-CPU insgesamt acht Kerne mit 16 Threads, die sich je nach Auslastung und Temperatur mit einem Takt von 3,3 bis 4,6 GHz ans Werk machen. Die TDP wird von AMD mit 45+ W angegeben, was daran liegt, dass die CPU in der Spitze höhere Werte von rund 56 W erreichen darf, dann jedoch schnell auf 45 W gedrosselt wird, um mit Blick auf die Möglichkeiten bei Kühlung und Stromversorgung innerhalb eines Notebooks keine Probleme zu machen. Dazu gibt es einen 16 MB großen L3-Cache und eine integrierte Vega-8-Grafik, die beim MSI Delta 15 dank AMD-Dynamic-Switchable-Graphics-Technik jedoch nur im 2D-Betrieb aktiv ist.

Für aufwendige 3D-Beschleunigungen bietet der 15-Zöller eine dedizierte AMD Radeon RX 6700M an, womit das MSI Delta 15 eines der ersten Geräte überhaupt ist, das auf die neuen AMD-GPUs der High-End-Klasse setzt. Dass es AMD damit durchaus ernst meint, zeigen die Leistungsdaten des Grafikchips: Zum Einsatz kommt nämlich die fast 17,2 Milliarden Transistoren starke Navi-22-GPU, die es auf eine Chipgröße von 336 mm² bringt und 36 Compute Units bereit stellt. Damit stehen insgesamt 2.304 Shadereinheiten zur Verfügung, die sich auf dem Papier mit einem Basis- und Boost-Takt von 1.088 respektive 1.836 MHz ans Werk machen. Für aufwendige Raytracing-Berechnungen stehen außerdem 36 dedizierte Ray-Accelerators und ein 80 MB großer Infinity-Cache zur Verfügung. Beim Speicher gibt es gleich 10 GB GDDR6, der über einen 160 Bit breiten Datenbus angesprochen und mit einem Takt von 912 MHz angesprochen wird. Damit erreicht er eine Bandbreite von theoretisch 320 GB/s. 

Zum Vergleich: NVIDIAs GeForce RTX 3070 Laptop bietet nur 8 GB VRAM an, bei der kleineren GeForce RTX 3060 Laptop sind es sogar nur 6 GB. Die TDP der AMD Radeon RX 6700M wird mit 135 W angegeben. Gefertigt wird der RDNA-2-Chip in 7 nm bei TSMC.

GPUz und CPUz des MSI Delta 15
GPUz und CPUz des MSI Delta 15
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Zu weiteren Ausstattung unseres Testgeräts gehören insgesamt 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher mit 3.200 MHz und eine 1 TB fassende NVMe-SSD, die jedoch noch per PCIe 3.0 angebunden wird. Das Display bietet 15,6 Zoll und löst nativ mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf. Das Testgerät ist mit der Upgrade-Option auf ein 240 Hz schnelles Panel ausgerüstet. Für die Stromversorgung unterwegs ist ein 82 Wh starker Akku integriert. Das alles findet in einem 357 x 247 x 19 mm und etwa 1,9 kg leichten Aluminium-Gehäuse seinen Platz. Rund 2.049 Euro müssen dafür derzeit investiert werden. 

MSI Delta 15 A5EFK-009
 
Prozessor: AMD Ryzen 9 5900HX
Prozessor - Kerne: 8
Prozessor - Grundtakt: 3,3 GHz
Prozessor - Turbotakt: 4,6 GHz
Prozessor - Fertigung 7 nm
Prozessor - Cache 16 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4-3200
Grafikkarte

AMD Radeon RX 6700M

Grafikkarte - Grafikspeicher 10 GB GDDR6
Festplatte/SSD

1x 1 TB NVMe

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 2.159,9 / 1.987,6 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync nein
Display - Bildwiederholfrequenz 240 Hz
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 17 x 16 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 70
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Abmessungen: 105 x 66 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DisplayPort -
USB 2.0:

-

USB 3.1 Gen1: -
USB 3.1 Gen2: 4
USB Typ-C: 2
Thunderbolt: -
Audio: 1x 3,5 mm Klinke
Gehäuse 
 
Akku: 82 Wh
Material: Aluminium
Abmessungen: 358 x 248 x 19,25 mm
Gewicht 1,90 kg
Preis und Garantie 
 
Preis:etwa 2.049 Euro
Garantie: 24 Monate

Preise und Verfügbarkeit
MSI Delta 15 AMD Advantage Edition A5EFK-009
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 2.049,00 EUR



Das MSI Delta 15 zeigt sich optisch recht zurückhaltend und verzichtet auf viele aggressive Design-Elemente, wie sie oftmals bei Gaming-Notebooks dieser Leistungsklasse anzutreffen sind. Gegenüber anderen Gaming-Boliden aus dem eigenen Hause fehlt sogar das sonst übliche Drachenemblem inmitten des Display-Deckels. Dieser ist nun durchgehend in einem sehr dunklen Grau gehalten, ein etwas verschnörkeltes Phoenix-Logo gibt es immerhin im rechten oberen Eck. Die Lüftungsschlitze sind sehr dezent. Lediglich an der Rückseite des Gerätes sowie an den Seiten direkt vor den Anschlüssen und an der Unterseite sind diese vorhanden. Auch direkt über der Tastatur auf dem Topcase gibt es eine Wabenstruktur, die gleichzeitig der Optik dient. Hier wird das MSI Delta 15 dann doch etwas verspielter.

Mit Abmessungen von 357 x 247 x 19 mm und einem Gesamtgewicht von etwa 1,9 kg erweist sich der 15-Zöller als relativ kompakt und leicht und ist damit durchaus sehr portabel. Damit konkurriert er mit Modellen wie dem Gigabyte AORUS 15P KD, dem Lenovo Legion 7 oder dem XMG Core 15 aus unserem letzten Test.

MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
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Was die Verarbeitungsqualität und Stabilität anbelangt, so befindet sich diese auf einem für MSI inzwischen typischen, sehr gutem Niveau. Das Aluminium-Chassis ist hervorragend verarbeitet, scharfkantige Ecken gibt es dank der zahlreichen Rundungen keine, störende Spaltmaße konnten wir bei unserem Testmuster keine feststellen. Selbst auf stärkeren Druck hin gibt das Gehäuse an keiner Stelle nach. Das gilt auch für die Wabenstruktur oberhalb der Tastatur sowie für die zahlreichen Lüftungsschlitze an der Unterseite. Das war bei früheren Geräten von MSI immer eine Achillesferse. Das Display lässt sich ebenfalls kaum verwinden, die beiden Scharniere könnten jedoch verwindungssteifer sein, denn bei stärkeren Erschütterungen wackelt der aufgeklappte Bildschirm leider etwas nach. Dafür lässt sich der 15-Zöller problemlos mit nur einer Hand öffnen. Dann beträgt der Öffnungswinkel bis zu 180 °.

MSI Delta 15 im Test
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Die Aluminium-Oberfläche ist insgesamt in einem sehr dunklen Grauton gehalten, der je nach Lichteinfall und Blickwinkel leicht ins rötliche abdriftet. Ein Phänomen, das wir schon von anderen Geräten, wie beispielsweise dem Huawei MateBook X Pro her kennen. Die Oberfläche ist nicht ganz so anfällig für Fett- und Schmutzflecken wie bei anderen Geräten. Über ein paar Aufkleber an den Seiten des Touchpads informiert das Gerät über die Hardware-Komponenten, die in ihm stecken, was für etwas farbliche Abwechslung sorgt. 

Anschlüsse

Nicht nur bei der Optik zeigt sich das MSI Delta 15 zurückhaltend, auch bei den Anschlüssen. Hier fehlt mit Blick auf die AMD-Hardware wenig überraschend ein Thunderbolt-Port, aber auch einen Kartenleser oder gar eine Ethernet-Schnittstelle hat MSI ausgespart. Dafür unterstützen alle USB-Schnittstellen den schnellen 3.2-Gen2-Standard. Auf beiden Geräteseiten gibt es diese davon jeweils einmal ausgeführt als Typ-A und Typ-C. Links daneben ist noch eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern sowie die Ladebuchse vorhanden, die rechte Seite stellt gegenüberliegend noch einen HDMI-Ausgang bereit. 

Alle Anschlüsse sind jeweils mittig angebracht, wohingegen der hintere Bereich für die Frischluftzufuhr der Kühlung verwendet wird. Drahtlos wird per WiFi 6E und einem Intel-AX210-Chip samt Bluetooth 5.2 kommuniziert. 

MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
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Tastatur und Touchpad

Bei der Tastatur setzt MSI abermals auf einfache Chiclet-Tasten, die mit 17 x 16 mm überaus großzügig dimensioniert sind. Das macht ein schnelles und vor allem treffsicheres Tippen möglich. Der Druckpunkt könnte zwar einen Ticken knackiger sein, das allgemeine Tastenfeedback ist insgesamt jedoch gut. Die Tastatur ist damit sehr gut für den Arbeitsalltag brauchbar. 

Abzug gibt es wieder einmal mehr beim Layout. Hier weicht MSI abermals vom Standard ab. Das zeigt sich nicht nur bei den direkt im Layout integrierten Pfeiltasten, sondern auch an weiteren Stellen. So fällt die Return-Taste deutlich kleiner aus, die rechte STRG-Taste könnte größer und selbst die FN-Taste, über die zusätzliche Einstellungen wie Display-Helligkeit oder Lautstärke in Verbindung mit den F-Tasten durchgeführt werden können, befindet sich nur rechts von der Leertaste und ist obendrein ebenfalls sehr klein ausgeführt. Einen dedizierten Nummernblock gibt es nicht.

Die Tastatur verfügt über eine einfarbige RGB-Hintergrundbeleuchtung, die durchaus leuchtstark und vor allem sehr gleichmäßig ist. Die Farbe wird für die gesamte Tastatur bestimmt, eine Einzeltasten-Beleuchtung gibt es beim MSI Delta 15 nicht. Über die F8-Taste kann durch verschiedene Farben und Beleuchtungsmodi geschaltet werden. 

MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
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Im Gegensatz zu den Tastenkappen der Tastatur fällt das Touchpad im Vergleich kleiner aus. Dieses bringt es auf Abmessungen von 105 x 66 mm und ist mittig direkt unterhalb der Tastatur angebracht. MSI setzt auf ein klassisches Clickpad und verzichtet damit auf dedizierte Maustasten für den rechten und linken Mausklick. Sie werden direkt im Touchpad durchgeführt. Die gläserne Oberfläche ist leicht angeraut, was dem Mausersatz gute Gleiteigenschaften verleiht. Präzision und Geschwindigkeit sind gut, für den Mausklick muss jedoch etwas viel Kraft aufgewendet werden. Der ambitionierte Spieler wird auch hier nicht um einen waschechten Gaming-Nager, den er per USB an das MSI Delta 15 anschließt, herumkommen. Für schnelle Eingaben unterwegs ist das Touchpad jedoch sehr gut brauchbar.


Display

Beim Display setzt das MSI Delta 15 auf ein blickwinkelstabiles IPS-Panel, das es auf eine Diagonale von 15,6 Zoll bringt. Insgesamt stehen zwei verschiedene Panels zur Auswahl, die jedoch beide nativ mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auflösen und damit die Full-HD-Auflösung im klassischen 16:9-Format bieten. Während die Basisversion 144 Hz bietet, sind es bei unserer Upgrade-Option schnelle 240 Hz. In beiden Fällen wird AMDs FreeSync unterstützt, womit sich die Bildwiederholfrequenz automatisch an die Bildausgabe der Grafikkarte anpasst. Das macht das Display des MSI Delta 15 zu einem echten Gaming-Modell. 

Die restlichen Leistungsdaten fallen recht durchwachsen aus. So erreicht das Sharp-Panel in unseren Tests eine maximale Helligkeit von gerade einmal 289 cd/m², womit es für den Außenbereich oder sehr helle Umgebungen nur bedingt zu empfehlen ist. Da zwischen dem hellsten und dunkelsten Sektor etwa 36 cd/m² liegen, ist die Homogenität mit fast 88 % gut, die Ausleuchtung damit recht gleichmäßig. Die Kontrastwerte könnten vor allem für ein IPS-Panel besser ausfallen. In unserem Test wurden nur 766:1 erreicht. Die Farbwerte sind etwas zu kühl und blaustichig eingestellt und erreichen im Durchschnitt Temperaturen von über 7.700 K. Ein solches Phänomen müssen wir jedoch bei so ziemlich jedem aktuellen Gaming-Notebook feststellen. Anwender aus der Kreativbranche müssen nachjustieren.

MSI Delta 15 im Test
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Die Software-Ausstattung

Bei der Software-Ausstattung setzt MSI auf Windows 10 Home und dabei wie gewohnt auf eine recht saubere Installation, die auf viele meist unnötige Dreingaben verzichtet. Einzig eine 30-Tages-Version von Microsoft Office 365 ist ab Werk vorinstalliert. Deutlich spannender ist das neue MSI Center, welches vor allem in diesem Jahr deutlich aufgewertet und modularer wurde, denn einzelne Bereiche lassen sich jetzt nachträglich installieren, wenn sie vom Anwender benötigt werden. 

Das MSI Center dient wie gewohnt als zentrale Anlaufstelle für alle Einstellungen des Gaming-Boliden und wurde im Vergleich zum bisherigen Dragon Center optisch deutlich schlichter gestaltet, was gut zum Gesamtauftreten des MSI Delta 15 passt. Wie gewohnt lassen sich zahlreiche Parameter der verbauten Hardware auslesen. Dazu zählen natürlich die Auslastung von Prozessor, Grafikkarte, SSD und RAM, aber auch weitere Angaben wie Temperatur-Werte oder die Übertragungsgeschwindigkeit im Netzwerk. Sogar Lüftergeschwindigkeiten lassen sich auslesen. 

Einfluss auf den Leistungsmodus des Notebooks lässt sich ebenso nehmen, wie einige Tasten der Tastatur abschalten, was beim Spielen Fehleingaben verhindert. So lässt sich zum Beispiel die Windows-Taste deaktivieren. Natürlich ist eine Konfiguration der RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur ebenfalls möglich. Mit nur wenigen Klicks lassen sich Treiber-Updates installieren oder ein Wiederherstellungs-Medium erstellen.

Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
Die Software des MSI Delta 15
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Temperaturen

Probleme bei der Kühlung des MSI Delta 15 konnten wir im Test keine feststellen. Im Gegenteil: Prozessor und Grafikkarte bleiben ausgesprochen kühl. So erreicht der AMD Ryzen 9 5900HX in der Spitze gerade einmal 71 °C und machte sich dabei stets mit den spezifizierten 3,3 GHz ans Werk. Für die AMD Radeon RX 6700M beträgt der Takt 1.021 MHz, was ebenfalls innerhalb der Vorgaben des Herstellers liegt und das sogar bei noch kühleren 67 °C. Die Hardware und damit das MSI Delta 15 kann seine maximale Leistung also durchgehend abrufen. 

An der Oberfläche wird das Aluminiumgehäuse stellenweise jedoch recht warm, trägt damit aber auch sehr gut zur Kühlung bei. Den Hotspot ermittelten wir mit 44,8 °C im zweiten Quadranten an der Unterseite und damit genau dort, wo die Kühlung von CPU und GPU zusammenkommt. Allgemein wird das MSI Delta 15 an der Unterseite etwas wärmer als im Bereich von Tastatur und Touchpad. Im Schnitt haben wir 33,1 °C gemessen, wohingegen es an der Oberseite durchschnittlich nur 31,3 °C waren. Im 2D-Betrieb, wenn die Hardware weniger gefordert wird, fallen die Temperaturen deutlich. Dann sinken die Höchstwerte auf 35,3 °C, die Durchschnitts-Temperaturen gehen auf 29,5 und 28,8 °C zurück. 

Ein Leisetreter ist das MSI Delta 15 jedoch nur bedingt. Aufgrund der Lüfterabschaltung im Leerlauf arbeitet das System bis zum Erreichen bestimmter Temperatur-Werte passiv und damit völlig lautlos. Setzt man Prozessor und Grafikkarte jedoch unter Last und zwingt die Kühlung an ihre Leistungsgrenzen, können es bis zu 49,1 dB(A) werden, was insgesamt jedoch in einem typischen Rahmen für ein Gaming-Notebook liegt, die teilweise gerne die magische 50-dB(A)-Marke durchbrechen. Im Spielebetrieb bleibt die Kühlung mit 48,6 dB(A) etwas laufruhiger.

Akku

Für unterwegs steckt im MSI Delta 15 ein kapazitätsstarker 82-Wh-Akku. Er ermöglicht dank der zahlreichen Energiesparfunktionen des AMD Ryzen 9 5900HX und natürlich dank der automatischen Abschaltung der dedizierten AMD Radeon RX 6700M bei Nichtgebrauch auf vergleichsweise lange Laufzeiten. Bis zu 578 Minuten und damit über 9,5 Stunden lang hielt der Akku bei geringer Last durch. Wenn man den 15-Zöller jedoch fordert, dann sinken die Laufzeiten deutlich und die hohen TGP- und TDP-Werte zollen ihren Tribut. Dann wird der Bildschirm schon nach 214 Minuten und damit nach etwa 3,5 Stunden schwarz. Für ein Gaming-Notebook dieser Leistungsklasse sind das allerdings durchaus keine schlechten Werte. 

Wieder voll einsatzbereit ist der Akku nach etwa zwei Stunden. Dann zieht das System 11,3 W im Leerlauf und bis zu 195,5 W im Worstcase-Szenario, das wir gewohnt mittels Prime95 und Furmark simuliert haben, aus der Steckdose. Wird nur gespielt, bleibt der 15-Zöller mit 165,6 W etwas sparsamer. Damit beweist AMD, dass man durchaus schnelle und effiziente Hardware bauen kann. 


Cinebench 23

CPU

Punkte
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Cinebench 20

CPU

Punkte
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Cinebench 15

CPU

Punkte
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Cinebench 11

CPU

Punkte
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PCMark 10

Home

Futuremark-Punkte
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7-Zip

MIPS
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Massenspeicher

Datenrate (Lesen/Schreiben)

7058.1XX


5108.2XX
7055.3XX


5102.5XX
7042.9XX


5130.8XX
6675.5XX


4983.1XX
3568.2XX


3235.8XX
3483.4XX


3267.6XX
3472.4XX


2503.7XX
2470.0XX


1812.1XX
2159.9XX


1987.6XX
2155.9XX


1154.2XX
1985.9XX


974.6XX
MB/s
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Speicherdurchsatz

Datenrate

GB/s
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Display

Helligkeit

cd/m2
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Kontrast

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Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

Grad Celsius
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Lautstärke

Idle/Load

dB(A)
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme und Akkulaufzeit

Leistungsaufnahme

Idle/Load

133.0XX


21.0XX
165.6XX


11.3XX
195.8XX


27.1XX
Watt
Weniger ist besser

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

Minuten
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Akkulaufzeit

PCMark 10 – Modern Office / Gaming

Minuten
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Blender

bmw27

Sekunden
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Blender

classroom

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Corona

Benchmark

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Handbrake

UHD Demo Nature

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VeraCrypt

AES

GB/s
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PCMark 10

Video Editing Score

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PCMark 10

Photo Editing Score

Futuremark-Punkte
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V-Ray

CPU

Sekunden
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V-Ray

GPU

Sekunden
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Y-Cruncher

ST / nT

86.78XX


26.39XX
88.39XX


21.56XX
89.14XX


20.29XX
92.98XX


29.39XX
124.56XX


24.83XX
126.63XX


31.16XX
132.81XX


25.45XX
134.21XX


30.47XX
140.32XX


29.9XX
Sekunden
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Futuremark 3DMark

FireStrike

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Futuremark 3DMark

FireStrike Extreme

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FireStrike Ultra

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Time Spy

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Futuremark 3DMark

Time Spy Extreme

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Call of Duty: Black Ops Cold War

1.920 x 1.080 – Extra Settings

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Control

1.920 x 1.080 – Hoch

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Doom Eternal

1.920 x 1.080 – Ultra

240.4XX


164.3XX
207.8XX


141.1XX
207.5XX


143.5XX
197.2XX


139.1XX
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107.3XX
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106.1XX
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F1 2020

1.920 x 1.080 – Ultrahoch

153.5XX


110.2XX
134.5XX


87.4XX
121.7XX


88.6XX
46.9XX


24.1XX
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Metro Exodus Enhanced

1.920 x 1.080 – Ultra

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Mehr ist besser

Watch Dogs: Legion

1.920 x 1.080 – Ultra

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Bei den mobilen Notebook-Prozessoren hatte AMD seine Rückkehr in den Markt schon länger erfolgreich beschritten. Mit der Radeon RX 6700M und dem MSI Delta 15 gelingt dieser Schritt nun auch auf dem Sektor der mobilen High-End-Grafikkarten. Die Kombination aus AMD Ryzen 9 5900HX und dieser dedizierten Grafiklösung schafft es, selbst die grafisch anspruchsvollsten Spieletitel ruckelfrei auf den Bildschirm zu zaubern und liefert sich je nach Benchmark und Spiel ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Konkurrenz. 

Das zeigt sich schon bei den bloßen Eckdaten: Während die NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop über 6 GB Videospeicher verfügt und die GeForce RTX 3070 Laptop als nächst schnelleres Modell auf 8 GB kommt, stellt die mittlere Navi-Karte gleich 10 GB VRAM zur Verfügung. Insgesamt liegt die Leistung der AMD Radeon RX 6700M in etwa auf dem Niveau einer GeForce RTX 3070, pendelt sich manchmal jedoch mit etwas Abstand darunter ein. Sie ist ein würdiger Gegenspieler zu den GeForce-RTX-30-Grafikkarten.

Die restliche Leistung stimmt ebenfalls. Die acht CPU-Kerne, die 16 GB Arbeitsspeicher und die 1 TB fassende NVMe-SSD ermöglichen eine hohe Arbeits- und Multicore-Performance, die für alle Lebenslagen schnell genug ist. Einzig die SSD könnte schneller sein, bindet allerdings auch nur per PCI-Express 3.0 an. Trotz der hohen Leistung bleibt die Hardware ausgesprochen kühl, die Lautstärke hält sich selbst unter Volllast in Grenzen, wenngleich der 15-Zöller noch lange kein Leisetreter ist. Dafür ist er im normalen Office-Betrieb passiv und somit völlig lautlos. Dank automatischer Abschaltung der dedizierten Grafiklösung bei Nichtgebrauch stimmen außerdem die Laufzeiten. Bis zu 9,5 Stunden lang hält das MSI Delta 15 durch. Unter Last sind nur noch 3,5 Stunden drin. 

Punktabzug gibt es vor allem beim Display. Dieses ist relativ dunkel und zu kühl eingestellt, was in einem deutlichen Blaustich resultiert. Auch die Kontrastwerte könnten besser ausfallen. Dafür ist das IPS-Panel mit 240 Hz sehr schnell und gleicht seine Bildwiederholrate dank FreeSync mit der Bildausgabe der Grafikkarte an. Bei den Anschlüssen hätten wir uns zumindest noch einen SD-Kartenleser, eine Ethernet-Schnittstelle und eine intelligentere Verteilung der Ports gewünscht. Thunderbolt gibt es aufgrund der AMD-Basis ohnehin nicht. 

Tastatur und Maus sind gut, das Aluminiumgehäuse hervorragend verarbeitet und optisch weniger auffallend, was das Gerät zu einem echten Allrounder im Alltag macht.

MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
MSI Delta 15 im Test
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Rund 2.049 Euro müssen für unsere Testkonfiguration mit AMD Ryzen 9 5900HX, Radeon RX 6700M, 16 GB Arbeitsspeicher und 1-TB-SSD bezahlt werden. Dafür bekommt man einen schnellen Gaming-Laptop, der mit der Komponenten-Konkurrenz endlich wieder mithalten kann und sehr gut verarbeitet ist. Preislich startet die Serie bei knapp 1.850 Euro, was beides im Rahmen des derzeit Üblichen liegt.

Positive Aspekte des MSI Delta 15:

Negative Aspekte des MSI Delta 15:

Preise und Verfügbarkeit
MSI Delta 15 AMD Advantage Edition A5EFK-009
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 2.049,00 EUR