XMG Core 15 AMD E21 im Test: Undercover-Gamer mit Ryzen 5000

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xmg core15 e21 amd review-teaserDas XMG Core 15 will auch in der neuesten Modellgeneration ein eher unauffälliges Gaming-Notebook sein und damit auch all diejenigen ansprechen, die einen leistungsfähigen Allrounder für den Alltag suchen. Trotzdem steckt in ihm richtig potente Hardware. Kombiniert werden wahlweise ein Ryzen-5000-Prozessor oder Intels mobile Tiger-Lake-Chips mit einer dedizierten GeForce RTX 30 mit vergleichsweise hoher TGP. Auch ein reaktionsschnelles Display, eine RGB-Tastatur und viele Konfigurationsmöglichkeiten beim Speicher gehören zur Grundausstattung. Wie sich der 15-Zöller mit AMD Ryzen 7 5800H und NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop in der Praxis schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Test auf den nachfolgenden Seiten. 

Das XMG Core 15 von Schenker Technologies gibt es in zwei verschiedenen Modellvarianten: Einmal als M21-Version auf Basis der mobilen Tiger-Lake-Prozessoren von Intel und einmal als E21-Modell mit einem AMD-Ryzen-Prozessor. Auch eine größere 17-Zoll-Version ist bei den Leipzigern im Angebot. 

Zum Einsatz kommen jeweils die schnellen H-CPUs, die mit einer dedizierten Grafiklösung der Ampere-Generation von AMD kombiniert werden und für die es eine Vielzahl an unterschiedlichen Speicher-Konfigurationen gibt. Damit sortiert sich das XMG Core in der oberen Mittelklasse ein, will dank seines schlichten Auftretens aber auch als Allrounder im Alltag all diejenigen überzeugen, die ein extrem leistungsstarkes Notebook haben wollen. Schenker Technologies bewirbt das Gerät daher als Undercover-Gamer, der seine Leistungsfähigkeit optisch versteckt. 

Für unseren Test entschieden wir uns für die AMD-Variante. Die gibt es wahlweise mit einem älteren AMD Ryzen 7 4800H oder einem AMD Ryzen 7 5800H der Nachfolge-Generation. Neben der integrierten AMD Radeon RX Vega 8 verbaut man eine NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop, die mit vergleichsweise hohen 130 W daherkommt und ein 15,6 Zoll großes Display befeuern darf. Dieses löst in der Basisversion mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf, wird optional aber auch mit einem QHD-Panel ausgerüstet. Dann sinkt die hohe Bildwiederholrate von 240 auf 165 Hz, was noch immer mehr ist als bei den meisten anderen Gaming-Notebooks ist. Beim Speicher überlässt man als klassischer Build-to-Order-Anbieter den Kunden die Wahl und stellt zahlreiche verschiedene Komponenten namhafter Hersteller zur Wahl. Jeweils zwei SO-DIMM- und M.2-Steckplätze stehen hierfür bereit. 

Zur weiteren Grundausstattung des XMG Core 15 AMD E21 zählen hochwertige Stereo-Lautsprecher, eine Chiclet-Tastatur mit RGB-Hintergrundbeleuchtung, ein Microsoft-Precision-Touchpad, moderne Anschlüsse bis hin zu USB Typ-C, 2,5-GBit/s-Ethernet und WiFi 6. Für unterwegs ist ein 62 Wh starker Akku integriert. All das verbaut man in einem schlichten, mattschwarzen Tongfang-Barebone mit einer Bauhöhe von 22,9 mm. 

Ab 1.249 Euro ist das XMG Core 15 AMD E21 über den hauseigenen Onlineshop des Herstellers erhältlich. Die Intel-Variante ist mit einem Startpreis von 1.499 Euro etwas teurer. 

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Unser Testgerät wurde von Schenker Technologies vorkonfiguriert und verfügt über einen AMD Ryzen 7 5800H, eine NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop mit 6 GB Videospeicher, 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher mit 3.200 MHz und über eine 500 GB große NVMe-SSD. Das Display ist auf die QHD-Version mit 165 Hz aufgerüstet worden, womit für das XMG Core 15 AMD E21 etwa 1.641 Euro bezahlt werden müssen. 

Wie sich der 15-Zöller im Arbeits- und Spielealltag schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten.


Herzstück unseres XMG Core 15 AMD E21 ist ein AMD Ryzen 7 5800H. Ihn hatte die US-amerikanische Chipschmiede zu Beginn des Jahres offiziell in den Dienst gestellt und damit der Konkurrenz vor allem aus Sicht der Multicore-Performance endlich wieder einen würdigen Gegenspieler entgegengesetzt. Er ist eines der schnellsten Modelle am Markt und gehört zurecht in einen Gaming-Boliden wie unseren heutigen Testkandidaten.

Zur Verfügung stehen insgesamt acht Zen-3-Kerne mit 16 Threads und einem 16 MB großen L3-Cache, die sich mit einem Basis- und Boost-Takt von 3,2 bis 4,4 GHz ans Werk machen. AMD sortiert ihn in der 45-W-Klasse ein, womit das Modell auch in dieser Disziplin mit der Konkurrenz gleich auf liegt. Zur Seite steht ihm eine integrierte Vega-8-Grafiklösung, die beim XMG Core 15 jedoch nur bei Nichtgebrauch der dedizierten Lösung und damit in der Regel im Office-Betrieb zum Einsatz kommt. 

Für fordernde 3D-Aufgaben steckt eine zusätzliche, dedizierte Grafiklösung im System. Die NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop basiert auf der GA106-GPU mit fast 13,3 Milliarden Transistoren, die NVIDIA im 8-nm-Prozess fertigen lässt. Um die 3D-Beschleunigung kümmern sich insgesamt 3.840 Shadereinheiten, 48 ROPs und 120 TMUs sowie natürlich die dedizierten Raytracing- und Tensor-Cores. Im XMG Core 15 wird diese mit einer vergleichsweise hohen TGP von 130 W betrieben, womit hohe Taktraten erreicht werden können. Auf dem Papier sollen das 900, bzw. mindestens 1.425 MHz im Grund- und Basistakt sein. In der Praxis erreicht das Testgerät sogar einen Takt von bis zu 1.567 MHz und liegt damit noch ein klein wenig über den Vorgaben. Der 6 GB große GDDR6-Videospeicher bindet hingegen über ein 192 Bit breites Interface an und macht sich mit 1.750 MHz ans Werk, womit eine theoretische Bandbreite von bis zu 336 GB/s erzielt werden kann. Das XMG Core 15 erreicht damit die volle Max-P-Power.

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Dazu gibt es insgesamt zwei DDR4-Module mit jeweils 8 GB und einem Takt von 3.200 MHz. Damit wird der Dual-Channel-Controller der Ryzen-CPU voll ausgereizt. Für das Betriebssystem und die eigene Spielesammlung sowie natürlich für die wichtigsten Daten hat unser Schenker Technologies eine 500 GB große NVMe-SSD montiert. Konkret eine Samsung SSD 970 EVO Plus, die besonders hohe Lese- und Schreibraten erreichen kann. Theoretisch ist sogar noch ein zweiter M.2-Steckplatz für ein ergänzendes Laufwerk im XMG Core 15 AMD E21 frei. 

Zur restlichen Ausstattung zählen eine RGB-hintergrundbeleuchtete Tastatur, zahlreiche moderne Anschlüsse und ein 62 Wh starker Stromspeicher für unterwegs. Beim Gehäuse setzen die Leipziger auf ein Tongfang-Barebone mit einer Bauhöhe von nur knapp unter 23 mm sowie einem Gesamtgewicht von rund 2,0 kg. 

Knapp 1.640 Euro müssen für diese Testkonfiguration über den virtuellen Ladentresen geschoben werden. Der Startpreis dieser Serie liegt bei bereits 1.249 Euro. Die Intel-Variante kostet etwas mehr.

XMG Core 15 AMD E21
 
Prozessor: AMD Ryzen 7 5800H
Prozessor - Kerne: 8
Prozessor - Grundtakt: 3,2 GHz
Prozessor - Turbotakt: 4,4 GHz
Prozessor - Fertigung 7 nm
Prozessor - Cache 16 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4-3200
Grafikkarte

NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop

Grafikkarte - Grafikspeicher 6 GB
Festplatte/SSD

1x 500 GB NVMe

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 3.568,2 / 3.235,8 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 2.560 x 1.440
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync nein
Display - Bildwiederholfrequenz 165 Hz
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 99
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 116 x 74 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DisplayPort -
USB 2.0:

1

USB 3.1 Gen1:2
USB 3.1 Gen2:1
USB Typ-C: 1
Thunderbolt 3/4: -
Audio: 1x 3,5 mm Klinke
Gehäuse 
 
Akku: 62 Wh
Material: Aluminium + Kunststoff
Abmessungen: 359,8 x 243 x 22,9 mm
Gewicht 1,99 kg
Preis und Garantie 
 
Preis:1.641 Euro
Garantie: 24 Monate

Das XMG Core 15 AMD E21 ist ein echter Undercover-Gamer, denn seine leistungsfähigen Hardware-Komponenten sieht man ihm gar nicht an. Dicke Lufteinlässe für die Kühlung, eine typische Gamer-Optik oder eine auffällige Farbgebung gibt es nicht. Das gesamte Gehäuse ist in mattschwarz gehalten und verzichtet auf unnötige Auffälligkeiten. Damit sollen auch diejenigen angesprochen werden, die einen überaus leistungsfähigen Allrounder für den Alltag suchen. 

Einzig hinter dem Bildschirm und an den Seiten sowie an der Unterseite gibt es Luftschlitze. Schenker Technologies und Tongfang setzen auf zwei separate Kühlkammern für Prozessor und Grafikkarte, die über ein aufwendiges Heatpipe-System mit insgesamt vier Pipes miteinander verbunden sind. Die Frischluft wird über die Unterseite in das Innere gezogen und rückseitig sowie an den Seiten wieder aufgewärmt nach draußen befördert. Um jedoch den Speicher aufzurüsten oder auszutauschen, muss die gesamte Unterseite abgenommen werden, was in der Praxis jedoch recht einfach von der Hand geht. Eine Wartungsklappe gibt es nämlich nicht.

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Schenker Technologies setzt auf ein Barebone aus dem Hause Tongfang mit der genauen Modellbezeichnung "GM5ZG0O". Dieses bringt es auf Abmessungen von 359,8 x 243 x 22,9 mm und stemmt rund 1,99 kg auf die Waage. Damit bleibt das Gerät deutlich kompakter als die teuren High-End-Boliden, zeigt sich jedoch nicht ganz so schlank und portabel wie die Thing-&-Light-Gamer, welche derzeit voll im Trend sind. Das XMG Core 15 AMD E21 ist also auch hier ein echter Hybrid.

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Während der Bildschirmdeckel und die obere Ummantelung der Basiseinheit aus hochwertigem Aluminium bestehen, ist das restliche Chassis mit Komponenten aus Kunststoff versehen. Für die Verarbeitungsqualität oder gar die Stabilität ist der Materialmix jedoch nicht nachteilig. Im Gegenteil: Das XMG Core 15 AMD E21 ist hervorragend verarbeitet. Scharfe Ecken oder Kanten gibt es keine, selbst auf stärkeren Druck hin gibt das Chassis an keiner Stelle nach. Das gilt sogar für das Tastaturbett, welches sich häufig stärker eindrücken lässt. Auch die beiden Display-Scharniere des 15-Zöllers sind recht verwindungssteif und verhindern ein störendes Nachwackeln in Bus oder Bahn. Trotzdem lässt sich der Gaming-Bolide problemlos mit nur einer Hand öffnen. Der Öffnungswinkel erreicht dann etwa 135 °.

Anschlüsse

Auf Seiten der Anschlüsse bietet das XMG Core 15 AMD E21 von Schenker Technologies eigentlich alles, was das Herz begehrt. Als AMD-Modell muss man jedoch auf eine echte Thunderbolt-Schnittstelle verzichten. Die gibt es nur bei der teureren Intel-Variante mit Tiger-Lake-CPU. 

Auf der linken Seite gibt es ganz hinten noch vor den eigentlichen Lüftungsschlitzen den Steckplatz für ein Kabelschloss, gefolgt von einer älteren USB-2.0-Buchse und zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen für den Anschluss eines Headsets. Gegenüberliegend gibt es zwei weitere Typ-A-Ports, die allerdings beide nach dem 3.2-Gen2-Standard arbeiten und damit deutlich höhere Übertragungsraten versprechen. Sogar einen SD-Speicherkartenleser hat der 15-Zöller an dieser Stelle noch zu bieten.

Alle weiteren Anschlüsse sind an der Rückseite und damit hinter dem Bildschirm untergebracht. Hier gibt es noch eine moderne Typ-C-Buchse, HDMI 2.1 und eine vollwertige 2,5-GbE-Schnittstelle. Drahtlos wird per WiFi 6 und Bluetooth 5.1 kommuniziert.

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Tastatur und Touchpad

Bei der Tastatur setzen Tongfang und Schenker Technologies auf einfache Chiclet-Tasten, die jedoch über ein sehr gutes Tastenfeedback verfügen und damit selbst für längere Schreibphasen bestens geeignet sind. Dank großzügiger 15 x 15 mm ist ein treffsicheres und schnelles Tippen möglich. Es wird zwar ein Standard-Layout geboten, allerdings sind die Pfeiltasten direkt im Layout integriert. Dafür gibt es rechts einen separaten Nummernblock, der direkt an die eigentliche Tastatur anschließt. Die RGB-Hintergrundbeleuchtung ist recht leuchtstark und gleichmäßig und lässt sich in vier Stufen regeln. Die Konfiguration erfolgt über das neue Control Center.

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Das Touchpad ist leicht nach links gerückt direkt unterhalb der Tastatur untergebracht und bringt es auf Abmessungen von 116 x 74 mm, womit es eine typische Größe besitzt. Zum Einsatz kommt ein klassisches Clickpad, das auf dedizierte Maustasten für den rechten und linken Mausklick verzichtet und deren Ausführung direkt per Multitouch möglich macht. Eingaben werden zwar recht schnell und präzise umgesetzt, zu den Ecken und Rändern hin nehmen Präzision und Geschwindigkeit jedoch ab. Das Clickpad ist auch hier etwas leichtgängig. Dem ambitionierten Spieler sollte das egal sein, er dürfte ohnehin einen echten Gaming-Nager per USB anschließen. 


Display

Das XMG Core 15 AMD E21 gibt es wahlweise mit einem FHD- oder QHD-Panel, das eine Bildwiederholrate von 240, bzw. 165 Hz erreichen kann. Unser Testgerät ist mit der Upgrade-Option ausgerüstet und bietet somit 2.560 x 1.440 Bildpunkte bei 165 Hz an. Dabei erweist sich das IPS-Panel von BOE als durchaus alltagstauglich und macht sogar vieles besser als so manch anderes Gaming-Notebook dieser Preis- und Leistungsklasse. Der sonst in diesem Segment sehr ausgeprägte, kühle Blaustich ist nicht vorhanden. Wir haben durchschnittlich etwa 6.597 K gemessen und damit fast den Optimalwert von 6.500 K getroffen. 

Die maximale Helligkeit erreicht bis zu 350 cd/m² und ist so für helle Umgebungen gut geeignet. Die Ausleuchtung könnte jedoch gleichmäßiger sein, denn die Homogenität erreicht nur knapp über 87 %, zwischen dem hellsten und dunkelsten Quadranten liegen 43 cd/m². Die Kontrastwerte sind mit 1.121:1 für ein IPS-Panel gut. Der sRGB-Farbraum wird zu 95 % abgedeckt. 

Andere Gaming-Features, wie Adaptive Sync, werden beim XMG Core 15 AMD E21 leider nur über externe Displays realisiert.

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Die Software-Ausstattung

Beim Betriebssystem setzt Schenker Technologies auf eine sehr saubere Installation von Windows 10 Home und verzichtet ausnahmslos auf störende Demo-Versionen oder gar Bloatware. Wohl aber ist auf den meisten Geräten ein Tool installiert, das viele Konfigurationsmöglichkeiten bietet. Dies ist auch beim XMG Core 15 wieder der Fall. Das Control Center wurde mit der Einführung der AMD-Version deutlich aufgewertet, was nicht nur den Funktionsumfang anbelangt, sondern auch das Design. 

Das Tool dient als zentrale Anlaufstelle für alle wichtigen Einstellungen. So lassen sich darüber nicht nur die Windows-Taste oder der FN-Lock aktivieren, auch Einfluss auf das Leistungsprofil und damit auf die Power-Limits der CPU oder die TGP der GPU kann genommen werden. Selbst eine manuelle Änderung wichtiger Performance-Werte wie SPL oder PPT kann vorgenommen werden, was es so selten im Notebook-Segment gibt und eigentlich nur im Desktop anzutreffen ist. Hier hat man einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht. 

Standardmäßig ist der Enthusiast-Modus aktiviert, mit dem wir alle Benchmarks durchgeführt haben. Sogar die Lüftersteuerung lässt sich in Abhängig der CPU- und GPU-Temperatur verändern. Ansonsten können das Lade-Profil angepasst, die Display-Farben reguliert und natürlich die Tastatur-Beleuchtung konfiguriert werden. Das Auslesen wichtiger Temperatur- und Auslastungs-Werte versteht sich dabei fast schon von selbst. 

Das neue Control Center ist ein äußerst mächtiges Tool und zählt auf jeden Fall mit zu den umfangreichsten am Markt. Respekt! 

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Temperaturen

Probleme bei der Kühlung konnten wir während unserer Tests keine feststellen. Im Gegenteil: Hardware und Gehäuse blieben teilweise recht kühl. Zwar erreicht der AMD Ryzen 7 5800H unter Last eine Temperatur von bis zu 88 °C, zu einer thermisch bedingten Leistungsabsenkung kam es jedoch zu keiner Zeit. Die Zen-3-CPU machte sich mit mindestens 3,6 GHz ans Werk. Die NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop behielt da mit 73 °C einen deutlich kühleren Kopf und arbeitete mit 1.567 MHz, was leicht über den Mindestvorgaben der kalifornischen Grafikschmiede liegt. Das XMG Core 15 AMD E21 kann damit seine maximale Leistung zu jeder Zeit abrufen. 

Die Temperaturen aus dem Inneren sind an der Oberfläche nur bedingt bemerkbar. Hier erreicht der 15-Zöller in der Spitze 42,3 °C und das im vierten Sektor an der Unterseite und damit direkt unterhalb der Kühlung für den Prozessor. Aber auch zwischen der CPU und GPU wird es mit 39 °C recht warm, was der sonst übliche Hotspot bei einem Notebook ist. Allgemein wir das Core 15 an der Unterseite wärmer als im Bereich von Tastatur und Touchpad. Im Schnitt haben wir 32,1 und 24,8 °C gemessen. Unter Last, wenn Prozessor und Grafikkarte weniger belastet werden, fallen die Maximalwerte auf 28,3 °C zurück, die Durchschnitts-Temperaturen liegen bei 24,8 und 25,8 °C. 

Dank automatischer Lüfterabschaltung bei Nichtgebrauch arbeitet das XMG Core 15 AMD E21 im normalen Office-Betrieb meist passiv und damit völlig lautlos. Wenn die Hardware jedoch unter Last gesetzt und die Kühlung herausgefordert wird, steigt die Geräuschkulisse deutlich. Dann werden im Spielebetrieb rund 47,7 dB(A) und im Worstcase-Szenario, das wir gewohnt mittels Prime95 und Furmark simuliert haben, ein Spitzenwert von bis zu 53,6 dB(A) erreicht. 

Für ein Gaming-Notebook dieser Leistungsklasse sind das durchaus übliche Werte. 

Akku

Für unterwegs steckt im XMG Core 15 AMD E21 ein 62 Wh starker Akku. Der schafft es immerhin, das Gerät bis zu 387 Minuten und damit fast 6,5 Stunden lang mit Strom zu versorgen. Dieser durchaus gute Wert liegt vor allem daran, dass der 15-Zöller bei Nichtgebrauch der dedizierten Grafiklösung automatisch auf die in der CPU integrierte Vega-Grafik umstellt, die deutlich sparsamer unterwegs ist. Wird die Ryzen-CPU mitsamt der GeForce-Grafik jedoch gefordert, sinken die Laufzeiten deutlich. Dann ist schon nach 117 Minuten und damit nach nicht ganz zwei Stunden Schluss. 

Aufgeladen wird der integrierte Stromspeicher über ein externes Netzteil mit einer Ausgangsleistung von 180 W. Der Ladevorgang dauert nicht ganz zwei Stunden. Voll aufgeladen genehmigt sich der Gaming-Bolide dann je nach Leistungsszenario mit 17,8 bis 170,6 W im Spielebetrieb. Bei extremer Last können kurzzeitig aber auch bis zu 192,3 W erreicht werden. Die Hardware-Komponenten können also ordentlich zugreifen bei der Leistungsaufnahme. 


Cinebench 23

CPU

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Cinebench 20

CPU

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Cinebench 15

CPU

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Cinebench 11

CPU

Punkte
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PCMark 10

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Futuremark-Punkte
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7-Zip

MIPS
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Massenspeicher

Datenrate (Lesen/Schreiben)

7058.1XX


5108.2XX
7055.3XX


5102.5XX
7042.9XX


5130.8XX
6675.5XX


4983.1XX
3568.2XX


3235.8XX
3483.4XX


3267.6XX
3472.4XX


2503.7XX
2470.0XX


1812.1XX
2155.9XX


1154.2XX
1985.9XX


974.6XX
MB/s
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Speicherdurchsatz

Datenrate

GB/s
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Display

Helligkeit

cd/m2
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Kontrast

Wert:1
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Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

Grad Celsius
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Lautstärke

Idle/Load

dB(A)
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Leistungsaufnahme und Akkulaufzeit

Leistungsaufnahme

Idle/Load

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Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

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Akkulaufzeit

PCMark 10 – Modern Office / Gaming

Minuten
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Blender

bmw27

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Blender

classroom

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Corona

Benchmark

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Handbrake

UHD Demo Nature

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PCMark 10

Photo Editing Score

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PCMark 10

Video Editing Score

Futuremark-Punkte
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VeraCrypt

AES

GB/s
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V-Ray

CPU

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V-Ray

GPU

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Y-Cruncher

ST / nT

86.78XX


26.39XX
88.39XX


21.56XX
89.14XX


20.29XX
92.98XX


29.39XX
126.63XX


31.16XX
132.81XX


25.45XX
134.21XX


30.47XX
140.32XX


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Futuremark 3DMark

FireStrike

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Call of Duty: Black Ops Cold War

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Control

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Doom Eternal

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240.4XX


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207.8XX


141.1XX
207.5XX


143.5XX
197.2XX


139.1XX
152.5XX


106.1XX
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F1 2020

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Metro Exodus Enhanced

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Watch Dogs: Legion

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Das XMG Core 15 AMD E21 zeigt sich optisch sehr zurückhaltend. Auffällige Farbkombinationen, aggressive Design-Elemente oder nur dicke Lufteinlässe gibt es bei ihm nicht. Trotzdem stecken unter der Haube sehr schnelle Hardware-Komponenten. Der AMD Ryzen 7 5800H bietet in Kombination mit der schnellen NVMe-SSD und den 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher mit 3.200 MHz eine sehr hohe Arbeitsleistung im Alltag. Selbst aufwendigere Rendering-Vorgänge werden dank der acht Zen-3-Kerne schnell verarbeitet. Für die 3D-Beschleunigung gibt es eine dedizierte NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop, die mit hoher TGP betrieben wird und somit ebenfalls eine hohe Leistung erreicht. Selbst die native QHD-Auflösung kann sie mühelos in den neusten Spieletiteln befeuern. 

Dank der automatischen Grafik-Umstellung schaltet das XMG Core 15 AMD E21 bei Nichtgebrauch der dedizierten GeForce-Grafik auf die, in der CPU integrierte Vega-8-Lösung um. Das spart im Alltag erheblich Leistungsaufnahme ein, die dem Gerät in Verbindung mit dem 62 Wh starken Akku Laufzeiten von fast 6,5 Stunden bescheren. Unter Last mit zugeschalteter GeForce-Grafik sind allerdings nur noch rund zwei Stunden drin. Das Display ist sehr gut ausgeleuchtet und untermauert den Anspruch, nicht nur den Gamer als Zielgruppe zu haben. Es ist wie beworben ein Undercover-Gamer, der als guter Allrounder in allen Lebenslagen herhalten kann.

Tastatur und Touchpad sind solide, das Tongfang-Gehäuse gewohnt gut verarbeitet und zeugt von hoher Stabilität. Einzig unter Last kann das System etwas laut werden und Anschlüsse wie Thunderbolt fehlen komplett. Diesen gibt es nur bei der teureren Intel-Variante mit Tiger-Lake-CPU.

Auf Seiten der Software kann das Gerät ebenfalls überzeugen. Das neue Control Center ermöglicht viele Detail-Einstellungen, die inhaltlich die eines echten Desktop-Systems übertreffen können. So gibt es umfangreiche Einstellmöglichkeiten für die Lüftersteuerung oder die Power-Limits der CPU und das TGP der GPU. Hier hat sich im Vergleich zur Vorgänger-Generation einiges getan.  

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Alles in allem braucht sich das XMG Core 15 AMD E21 eigentlich nicht zu verstecken. Es ist ein schnelles Oberklasse-Gerät mit guter Leistung, guter Verarbeitung und einem guten Display. Mit einem Preis von rund 1.640 Euro für unsere Testkonfiguration macht man nichts falsch.

Positive Aspekte des XMG Core 15 AMD E21:

Negative Aspekte des XMG Core 15 AMD E21: