Gigabyte AORUS 15P KD im Test: Allrounder mit gutem Feature-Set

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gigabyte aorus 15p kd-teaserDas Gigabyte AORUS 15P kombiniert nicht nur die neuesten Tiger-Lake-H-Prozessoren mit einer GeForce-RTX-30-Grafik, sondern tut dies auch gleich auf vergleichsweiße engem Raum ohne dabei dick aufzutragen. Die Modellreihe besinnt sich zurück auf das Wesentliche und verzichtet auf eine aggressive Gaming-Optik oder eine aufwendige RGB-Beleuchtung, die weit über die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur hinausgeht. Nachdem wir im Juli bereits dem Spitzenmodell auf den Zahn fühlen konnten, folgt nun ein Test des kleinsten Serienablegers, welcher bereits für rund 1.750 Euro und damit für deutlich unter 2.000 Euro zu haben ist. 

Mit der Einführung der neuen Tiger-Lake-H-Prozessoren von Intel stellte Gigabyte sein gesamtes Sortiment auf die neuen CPUs um. Im Falle des AORUS 15P, welches sich optisch eher zurückhaltend zeigt und mit einer Bauhöhe von etwa 27 mm durchaus kompakt ausfällt, wird ausschließlich ein Intel Core i7-11800H verbaut. Er bietet acht Kerne und 16 Threads an, die sich mit einem Takt von bis zu 4,6 GHz ans Werk machen. Er ist das Brot-und-Butter-Modell unter den leistungsfähigen Notebook-CPUs und tritt in die Fußstapfen seiner Vorgänger wie dem Intel Core i7-10870H oder gar dem Core i7-970H, welche zu ihrer Zeit in großen Stückzahlen von Intel verkauft werden konnten. Kombiniert wird die CPU natürlich mit einer dedizierten GeForce-Grafik der Ampere-Generation, wobei man hier alle Modelle ab der GeForce RTX 3060 Laptop bis hin zur GeForce RTX 3080 Laptop verbaut und dabei stets auf hohe TGPs von bis zu 130 W setzt. Natürlich sind auch Techniken wie Resizable BAR oder Optimus mit am Start. 

Die neue Tiger-Lake-Plattform macht weitere Technologien wie Thunderbolt 4 oder PCI-Express 4.0 erst möglich und erlaubt so schnellere Schnittstellen und Speicherlösungen. Theoretisch lässt sich das Gigabyte AORUS 15P mit bis zu 64 GB DDR4-Arbeitsspeicher und zwei schnellen NVMe-SSDs bestücken, die jeweils bis zu 1 TB an Speicherplatz bereitstellen. Das Display misst stets 15,6 Zoll in seiner Diagonalen und löst nativ mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf. Je nach Geldbeutel gibt es mindestens ein 240-Hz-Modell, wobei gegen Aufpreis ein noch schnelleres 360-Hz-Panel zum Einsatz kommen kann. 

Das AORUS 15P ist also trotz seines schlichten Auftretens ein echter Gaming-Bolide der Oberklasse. Das alles verbaut man in einem hochwertigen Metallgehäuse, bietet noch eine RGB-hintergrundbeleuchtete Tastatur samt gläsernem Touchpad und einen leistungsstarken 99-Wh-Akku für unterwegs. Sogar DTS:X-Lautsprecher sind integriert.

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Nachdem wir bereits mit dem AORUS 15P YD das Flaggschiffmodell ausführlich auf den Prüfstand stellen konnten, folgt nun ein Test des kleineren Schwestermodells. Dieses kostet etwa 1.750 Euro und damit ein gutes Stück günstiger. Angetrieben wird es von einem Intel Core i7-11800H mit 16 GB RAM und einer NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop. Die SSD bietet 1 TB Speicherplatz, das Display kommt auf eine Bildwiederholrate von 240 Hz. 

Wie sich das Einstiegsmodell des Gigabyte AORUS 15P im Praxis- und Spielealltag schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten. Wir haben den 15-Zöller ausgiebig getestet.

Preise und Verfügbarkeit
GIGABYTE AORUS 15P KD-72DE224SH
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 1.499,00 EUR



Beim AORUS 15P setzt Gigabyte ausschließlich auf den Intel Core i7-11800H. Er entspringt bereits der Tiger-Lake-Generation und findet sich derzeit in so einigen Notebooks der Gaming-Klasse wieder. Ausgestattet mit acht Kernen und 16 Threads macht er sich mit einem Basis- und Boost-Takt von 2,3 bis 4,6 GHz ans Werk und wird in der 45-W-TDP-Klasse geführt. Gefertigt wird er im 10-nm-Verfahren und kann auf einen 24 MB großen L3-Cache zurückgreifen. Der integrierte Speichercontroller kommt mit 3.200 MHz schnellen DDR4-Modulen im Dual-Channel-Modus zurecht. Unser Testgerät bietet hiervon 16 GB verteilt auf zwei Module an. 

Wie vergangene Tests bereits eindrucksvoll bewiesen haben, legt die Tiger-Lake-H-Generation vor allem bei der Single-Core-Performance zu, wurde aber auch bei der integrierten Grafiklösung gehörig aufgewertet. Hier setzt man nun auf die Xe-Architektur mit 32 Execution-Units und einem Takt von 350 bis 1.450 MHz. Bei einem Gaming-Notebook wie dem Gigabyte AORUS 15P ist diese allerdings nur im 2D-Betrieb aktiv. Für anspruchsvolle 3D-Aufgaben und natürlich für Spiele ist ein zusätzlicher, dedizierter Grafikchip integriert. 

Das Einstiegsmodell des Gigabyte AORUS 15P setzt hier auf eine NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop, die mit voller Max-P-Leistung und damit mit 115 W angesprochen wird. Sie basiert auf der aktuellen Ampere-Generation und baut auf der 13,3 Milliarden Transistoren starken GA106-GPU auf, die mit 3.840 Shadereinheiten und einem 6 GB großen GDDR6-Videospeicher bestückt ist. Letzterer macht sich standardmäßig mit 1.750 MHz ans Werk und bindet über einen 192 Bit breiten Datenkanal an, womit eine Bandbreite von bis zu 288 GB/s erreicht werden kann. Die GPU macht sich hingegen mit einem Basis- und Turbo-Takt von 1.267 bis 1.605 MHz ans Werk. In der Praxis werden bei unserem Testgerät sogar Taktraten von 1.627 MHz erreicht.

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Zur weiteren Ausstattung unseres Gigabyte AORUS 15P KD zählen eine 1 TB große NVMe-SSD, die per PCI-Express 4.0 angebunden wird und damit im Vergleich besonders hohe Datenübertragungsraten im Lesen und Schreiben erzielt. Ein zweites Laufwerk oder gar eine ergänzende 2,5-Zoll-Festplatte gibt es allerdings nicht. Der 15,6 Zoll große IPS-Bildschirm arbeitet mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten und erreicht eine hohe Bildwiederholrate von 240 Hz. Dazu gibt es eine RGB-hintergrundbeleuchtete Tastatur mit Einzeltasten-Beleuchtung und hochwertige Lautsprecher mit DTS:X. 

Gegen Aufpreis gibt es aber auch Modelle mit NVIDIA GeForce RTX 3070 oder gar GeForce RTX 3080 Laptop sowie mit schnelleren Panels von bis zu 360 Hz. Bis zu 2.600 Euro muss man dann dafür auf den Ladentisch legen. Die Einstiegsversion ist da mit rund 1.750 Euro ein gutes Stück günstiger.

Gigabyte AORUS 15P KD
 
Prozessor: Intel Core i7-11800H
Prozessor - Kerne: 8
Prozessor - Grundtakt: 2,3 GHz
Prozessor - Turbotakt: 4,6 GHz
Prozessor - Fertigung 10 nm
Prozessor - Cache 24 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4-3200
Grafikkarte

NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop

Grafikkarte - Grafikspeicher 6 GB
Festplatte/SSD

1x 1 TB NVMe

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 7.042,9 / 5.130,8 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync nein
Display - Bildwiederholfrequenz 240 Hz
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 102
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 106 x 70 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DisplayPort 1 (mini)
USB 2.0:

-

USB 3.1 Gen1: 3
USB 3.1 Gen2: -
USB Typ-C: 1
Thunderbolt 4: 1
Audio: 1x 3,5 mm Klinke
Gehäuse 
 
Akku: 99 Wh
Material: Aluminium
Abmessungen: 357 x 244 27 mm
Gewicht 2,3 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 1.749 Euro
Garantie: 24 Monate

Preise und Verfügbarkeit
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Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 1.499,00 EUR



Bei der neuesten Modellgeneration hat Gigabyte lediglich die Hardware ausgetauscht und das Gehäuse nicht weiter angepasst. Kein Wunder, schließlich kam dieses erst Anfang des Jahres auf den Markt und ist damit nur wenige Monate alt. Demnach weist auch die neueste Generation so einige optische Parallelen zur beliebten AERO-Familie des Herstellers auf und erbt sogar dessen hervorragende Verarbeitungsqualität und Stabilität. Die befinden sich nämlich auch beim AORUS 15P auf einem hervorragenden Niveau. Selbst an den Verstrebungen der Kühlung oder im Bereich des Tastatur-Betts gibt das Aluminium-Chassis an keiner Stelle nach. Scharfe Ecken oder Kanten gibt es trotz der Materialwahl keine.

Insgesamt bringt es das Gigabyte AORUS 15P KD auf Abmessungen von 357 x 244 x 27 mm und stemmt rund 2,2 kg auf die Waage. Damit ist es nicht ganz so kompakt und leicht wie die teuren Thin-&-Light-Gamer, lässt sich aber natürlich noch immer schnell in den Rucksack stecken und mit zur nächsten LAN-Party nehmen. Im Gegenzug setzt Gigabyte auf schnelle Komponenten mit hohen TGP-Werten. Abstriche müssen hier keine gemacht werden. 

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Das Gehäuse ist CNC-gefräst und optisch äußerst schlicht gehalten. So kommt das gesamte Notebook in einem matten Schwarz daher. Einzig auf dem Bildschirmdeckel gibt es mit dem typischen AORUS-Logo ein bisschen farbliche Abwechslung, denn dieses wird im Betrieb sogar beleuchtet. Auffälliger ist natürlich die RGB-Beleuchtung der Tastatur, die sich für jede Taste einzeln konfigurieren lässt. Seine Gaming-Ambitionen kann das Gigabyte AORUS 15P jedoch nicht vollständig verstecken. An den Seiten, vor allem jedoch an der Rück- und Unterseite gibt es einige dicke Luftein- und -auslässe für die Kühlung der Hardware. Hier setzt man auf seine WindForce-Infinity-Kühlung mit zwei separaten Kühlkammern und jeweils zwei 7 cm großen Lüftern. Insgesamt gibt es fünf dicke Kupfer-Heatpipes für Prozessor und Grafikkarte.

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Gut durchdacht sind einige Features des Gigabyte AORUS 15P. So befindet sich beispielsweise die HD-Webcam hinter einem Kippschalter und kann bei Nichtgebrauch verdeckt werden, um sicherzugehen, dass diese nicht von irgendeiner Software ungewollt genutzt wird. Wird die FN-Taste an der Tastatur betätigt, leuchten nur noch die Tasten auf, die mit zusätzlichen Funktionen versehen sind. So findet man die entsprechende Taste für die Regulierung der Lautstärke, der Helligkeit von Tastatur und Bildschirm oder für die Steuerung der Bildausgabe besonders schnell. 

Anschlüsse

Auf Seiten der Anschlüsse und Schnittstellen ist das Gigabyte AORUS 15P sehr gut ausgestattet. Dank der Tiger-Lake-Plattform gibt es Thunderbolt 4 und somit eine schnelle und vor allem sehr breit nutzbare Schnittstelle. Im Netzwerk wird über einen schnellen 2,5-GBit/s-Port kommuniziert, drahtlos hingegen per WiFi 6 und Bluetooth 5.2. An der linken Geräteseite gibt es zwei Videoausgänge in Form von HDMI und miniDisplayPort, die Netzwerkschnittstelle und einen USB-3.1-Port nach Typ-A sowie eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern. Hier wären sicherlich zwei separate Buchsen praktikabler für Headsets gewesen. 

Auf der rechten Geräteseite gibt es zwei weitere USB-3.2-Schnittstellen nach Typ-A sowie den bereits erwähnten Typ-C-Port. Weiterhin vorhanden sind der Anschluss für das externe 230-W-Netzteil und ein integrierter SD-Kartenleser, welchen inzwischen leider immer häufiger von den Herstellern ausgespart wird. Alle Anschlüsse sind jeweils mittig, bzw. im vorderen Teil der Baseunit angebracht, wohingegen der hintere Part für die Frischluftzufuhr der Kühlung genutzt wird.

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Tastatur und Touchpad

Serientypisch setzt Gigabyte im Bereich der Tastatur auf einfache Chiclet-Tasten. Die sind jedoch dank ihres kurzen Hubs und des äußerst knackigen Feedbacks sehr gut für den Arbeitsalltag geeignet und machen selbst längere Schreibphasen auf dem Gigabyte AORUS 15P KD problemlos und vor allem angenehm möglich. Sie sind in der Regel 15 x 15 mm groß und im Abstand von 3 mm angebracht, was ein schnelles und treffsicheres Tippen ermöglicht. 

Da auch ein separater Nummernblock auf der rechten Seite mit dabei ist, fallen die Ränder zur Baseunit nicht wirklich groß aus – nahezu die gesamte Gerätebreite wird von der Tastatur ausgefüllt. Die Tastenkappen sind sehr gut ablesbar, wenngleich die Beschriftung teilweise etwas überladen wirkt. Für dunklere Umgebung hilft die RGB-Einzeltastenbeleuchtung, die recht gleichmäßig ausgeleuchtet und leuchtstark ist. Konfiguriert wird sie über das Control Center. 

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Das 160 x 70 mm große Touchpad ist leicht angeraut und bietet hervorragende Gleiteigenschaften bei einer obendrein sehr guten Präzision, die zu den Ecken und Kanten hin nicht weiter abnimmt. Selbst Multitouch-Gesten werden schnell und akkurat umgesetzt. Tasten für den linken und rechten Mausklick gibt es dank Clickpad jedoch nicht. Sie werden direkt im Mausersatz an entsprechender Stelle durchgeführt. Insgesamt verfügt das Gigabyte AORUS 15P KD über ein sehr gutes Touchpad. Ambitionierte Spieler werden aber weiterhin einen echten Gaming-Nager per USB anschließen. 


Display

Beim Display setzt Gigabyte auf ein richtiges Gaming-Modell. Der 15-Zöller löst nicht nur mit Full-HD und damit mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf, was die Hardware schont, sondern ist außerdem mit einer Bildwiederholrate von 240 Hz ausgesprochen schnell. Im Gegensatz zum Topmodell aus dem Juli ist das IPS-Panel jedoch nicht ganz so hell und gut ausgeleuchtet. In unseren Tests konnten wir einen Spitzenwert von 293 cd/m² messen, womit das Display gerade noch so für den Außeneinsatz und sehr helle Umgebungen geeignet ist. Hierfür sehen wir immer 300 cd/m² als Richtwert an. Zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen 37 cd/m², womit eine Homogenität von knapp unter 88 % erreicht wird. 

Das Kontrastverhältnis ist mit 1.063:1 gut, die Farbwiedergabe mit durchschnittlich etwa 7.740 K jedoch deutlich zu kühl abgestimmt. Zum Vergleich: Der Optimalwert läge bei rund 6.500 K. Damit ist der typische Blaustich, welchen wir von vielen Gaming-Boliden dieser Art her kennen, auch hier mit dabei. 

Gigabyte setzt auf ein mattes Display mit besonders schmalen Bildschirmrändern. Adaptive-Sync und damit die Synchronisation von Bildausgabe der Grafikkarte an die die des Monitors wird allerdings nur über einen externen Bildschirm unterstützt. 

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Die Software-Ausstattung

Keine Unterschiede zum Flaggschiffgerät, dem Gigabyte AORUS 15P YD aus unserem letzten Test, gibt es bei der Software. Auch bei der kostengünstigeren KD-Version setzt man auf eine saubere Installation ohne unnötige Demoversionen oder gar Bloatware. Als zentrale Anlaufstelle für alle wichtigen Einstellungen dient abermals das AORUS Control Center. Hier kann zum einen die Auslastung von Prozessor, Grafikkarte und Speicher ausgelesen werden, zum anderen aber auch die Übertragungsrate im Netzwerk oder die Geschwindigkeit der verbauten Lüfter. 

Ebenso kann Einfluss auf das Power-Limit und damit auf die Leistung von Prozessor und Grafikkarte genommen werden, was standardmäßig die KI übernimmt und je nach Anwendung automatisch umstellt. Aber auch die Farbtemperaturen des Displays können nachjustiert oder einzelne Komponenten wie WiFi, Webcam und Bluetooth ein- und ausgeschaltet werden. Natürlich erfolgt die Konfiguration der RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur über das Control Center und dort über den Fusion-Reiter. Weiterhin können Display-Helligkeit und Lautstärke reguliert werden. 

Einzig eine 30-Tages-Version von Microsoft Office 365 ist noch vorinstalliert. Beim Betriebssystem hat man sich natürlich für Windows 10 Home entschieden. Ein Upgrade auf Windows 11 wird es Anfang Oktober sicherlich geben. 

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Temperaturen

Auch beim kleinsten Vertreter des neuen Gigabyte AORUS 15P gibt es keinerlei Probleme bei der Kühlung. Der Intel Core i7-11800H erreicht unter Last zwar bis zu 80 °C, kann mit einem Takt von mindestens 2,5 GHz seine volle Leistung jedoch jeder Zeit abrufen. Gleiches gilt für die NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop, die mit 76 °C Frequenzen von bis zu 1.627 MHz erreicht und damit sogar im Vergleich zu anderen Geräten eine äußerst hohe Geschwindigkeit erreicht. 

Die teils hohen Temperaturen im Inneren machen sich jedoch stellenweise an der Oberfläche bemerkbar. Hier erreicht unser Testmuster des Gigabyte AORUS 15P KD bis zu 53,6 °C in der Spitze und damit durchaus sehr hohe Werte. Ein Schoß-Betrieb ist nicht zu empfehlen. Dieser Wert liegt wie so häufig im zweiten Quadranten an der Unterseite und damit genau dort, wo die Kühlung von Prozessor und Grafikkarte zusammenkommt. Allgemein wird der 15-Zöller an der Unterseite etwas wärmer als im Bereich von Tastatur und Touchpad. Im Schnitt sind es 35,2 °C und 29,3 °C unter Last. Im Bereich der Tastatur werden Höchstwerte von bis zu 37,5 °C erreicht. Im normalen Office-Betrieb, wenn CPU und GPU weniger gefordert sind, sinken die Temperaturen deutlich. Dann sind in der Spitze nur noch 29 °C drin, die Durchschnittswerte fallen auf 27,1 und 26,4 °C. 

Damit wird das kleine Schwestermodell an der Oberfläche wärmer als das Topmodell aus unserem Juli-Test. Erkauft wird das durch ein deutlich niedrigeres Betriebsgeräusch. Wir haben in der Spitze Werte von bis zu 50,6 dB(A) gemessen, im Spielebetrieb sind es meist nur 49,3 dB(A). Zum Vergleich: Mit GeForce RTX 3080 Laptop waren es bis zu 57,6 dB(A). Im 2D-Betrieb bleibt das System mit 34,7 dB(A) flüsterleise, alternativ lässt sich sogar ein passiver Modus aktivieren. Dann arbeitet das Gigabyte AORUS 15P KD komplett lautlos. 

Für ein Gaming-Laptop dieser Leistungsklasse sind das keine schlechten Werte.

Akku

Für unterwegs steckt auch im Gigabyte AORUS 15P KD ein leistungsstarker 99-Wh-Akku. Er schaff es, das Gerät bis zu 474 Minuten lang mit Strom zu versorgen, was nicht ganz acht Stunden entspricht. Gegenüber dem Spitzenmodell mit schnellerer Hardware ist das ein leichter Anstieg um etwa eine halbe Stunde. Wenn der Intel Core i7-11800H und die NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop jedoch unter Last gesetzt werden, sinkt die Laufzeit deutlich. Dann wird der Bildschirm schon nach 138 Minuten schwarz. Wieder voll einsatzbereit ist der Stromspeicher, welcher über ein externes 230-W-Netzteil und proprietären Anschluss geladen wird, nach etwas mehr als anderthalb Stunden. 

Dann zieht das System je nach Leistungsszenario 17,9 bis 230,4 W aus der Steckdose, wobei im Spielebetrieb nur etwa 187,9 W erreicht werden. Das ist für ein Gerät dieser Preis- und Leistungsklasse ebenfalls keine Überraschung.


Cinebench 23

CPU

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Cinebench 20

CPU

Punkte
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Cinebench 15

CPU

Punkte
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Cinebench 11

CPU

Punkte
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PCMark 10

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7-Zip

MIPS
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Massenspeicher

Datenrate (Lesen/Schreiben)

7058.1XX


5108.2XX
7055.3XX


5102.5XX
7042.9XX


5130.8XX
6675.5XX


4983.1XX
3483.4XX


3267.6XX
3472.4XX


2503.7XX
2470.0XX


1812.1XX
2155.9XX


1154.2XX
MB/s
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Speicherdurchsatz

Datenrate

GB/s
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Display

Helligkeit

cd/m2
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Kontrast

Wert:1
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Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

Grad Celsius
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Lautstärke

Idle/Load

dB(A)
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Leistungsaufnahme

Idle/Load

Watt
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Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

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Akkulaufzeit

PCMark 10 – Modern Office / Gaming

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bmw27

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Corona

Benchmark

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UHD Demo Nature

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VeraCrypt

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Video Editing Score

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V-Ray

CPU

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V-Ray

GPU

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Y-Cruncher

ST / nT

88.39XX


21.56XX
89.14XX


20.29XX
92.98XX


29.39XX
126.63XX


31.16XX
134.21XX


30.47XX
140.32XX


29.9XX
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Futuremark 3DMark

FireStrike

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FireStrike Extreme

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Time Spy

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Time Spy Extreme

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Call of Duty: Black Ops Cold War

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Control

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Doom Eternal

1.920 x 1.080 – Ultra

240.4XX


164.3XX
207.8XX


141.1XX
197.2XX


139.1XX
152.5XX


106.1XX
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F1 2020

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Metro Exodus Enhanced

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Watch Dogs: Legion

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Im Vergleich zum Topmodell muss man beim kleineren und preisgünstigeren Gigabyte AORUS 15P KD lediglich Abstriche bei den Hardware-Komponenten und dem Display machen. Statt einer NVIDIA GeForce RTX 3080 Laptop gibt es nur noch eine GeForce RTX 3060 Laptop, statt eines 360 Hz schnellen Displays ein 240-Hz-Modell. Beides ist jedoch verschmerzbar, denn das Gigabyte AORUS 15P KD ist weiterhin sehr flott und schafft es, alle aktuellen Spiele ruckelfrei auf den Bildschirm zu zaubern – der hohen TGP-Werte und der gamerfreundlichen Full-HD-Auflösung sei Dank. 

Doch nicht nur Spieler kommen ihre Kosten. Auch die NVMe-SSD mit ihren 1 TB Speicherplatz ist dank PCI-Express-4.0-Anbindung ausgesprochen schnell und ermöglicht eine Leserate von über 7 GB/s. Hinzu kommen dank der Tiger-Lake-Plattform Features wie Thunderbolt 4 oder 3.200 MHz schneller RAM-Speicher mit 16 GB. Eine ergänzende 2,5-Zoll-Festplatte gibt es aus Platzgründen jedoch nicht. Der Intel-Prozessor überzeugt mit einer hohen Single-Core-Performance und bietet acht Kerne mit 16 Threads an. Der Akku sorgt für Laufzeiten von bis zu acht Stunden, das Display ist relativ hell und kontrastreich, leidet allerdings unter einem starken Blaustich. Mit 240 Hz ist es noch immer reaktionsfreudiger als die meisten anderen Gaming-Notebooks. 

Die weitere Ausstattung, wie die hochwertigen DTS:X-Lautsprecher, die alltagstaugliche Chiclet-Tastatur mit RGB-Einzeltastenbeleuchtung oder WiFi 6 und 2,5-GBit/s-Ethernet können sich ebenfalls sehen lassen. Lobenswert ist außerdem das umfangreiche Control Center auf Seiten der Software, welches viele Einstellungsmöglichkeiten bietet und einige AI-Funktionen bereitstellt, die für eine intelligente Nutzung und Auslastung der Hardware sorgen. Der Verarbeitung des optisch sehr schlicht gehaltenen Metallgehäuses ist hervorragend und auf dem Niveau deutlich teurerer Modelle des Herstellers, wie beispielsweise der beliebten AERO-Familie. Die Ähnlichkeiten ist jedoch nicht abzustreiten.

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Alles in allem ist das Gigabyte AORUS 15P KD ein sehr gutes Gaming-Notebook mit einer hohen Alltags- und Spiele-Leistung, das oben drein mit einer sehr guten Verarbeitung punkten kann. Regulär werden für diese Ausstattungsvariante etwa 1.750 Euro fällig.

Positive Aspekte des Gigabyte AORUS 15P KD:

Negative Aspekte des Gigabyte AORUS 15P KD:

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