Dreht mit Tiger Lake-H richtig auf: Das Gigabyte AERO 15 OLED XD im Test

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gigabyte aero 15 xd oled-teaserMit der Einführung der neuen Tiger-Lake-H-Prozessoren hat auch das Gigabyte AERO 15 ein Hardware-Update erfahren. Wie sich die neue Generation mit OLED-Bildschirm, Intel Core i7-11800H und NVIDIA GeForce RTX 3070 Laptop in der Praxis schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Test auf den nachfolgenden Seiten. Wir haben das fast 2.400 Euro teure Gigabyte AERO 15 OLED XD getestet.

Das AERO 15 von Gigabyte geht in die nächste Generation. Pünktlich zum Start der Tiger-Lake-H-Prozessoren der 45-W-Klasse haben die Taiwanesen den schlichten, aber edlen Alleskönner aktualisiert und überwiegend mit neuen Komponenten bestückt. Das Flaggschiffmodell gibt es auch weiterhin mit einem hochauflösenden OLED-Bildschirm von Samsung, der nativ mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten auflöst, den DCI-P3-Farbraum zu 100 % abdeckt und DisplayHDR 400 zertifiziert ist. Damit will man sogar den professionellen Anwender aus der Kreativ-Branche ansprechen. Unter der Haube gibt es allerdings auch für den ambitionierten Spieler leistungsstarke Hardware.

So lässt sich die OLED-Generation mit einer NVIDIA GeForce RTX 30 bestücken, wobei Gigabyte die ersten Ampere-Vertreter von der GeForce RTX 3060 Laptop bis hin zur GeForce RTX 3080 Laptop verbaut und das vor allem mit Blick auf die doch kompakten Abmessungen und die geringe Bauhöhe von unter 20 mm mit einer vergleichsweise hohen TGP von 105 W macht. Die größte Neuerung findet sich beim Prozessor, denn hier kommen nun die Tiger-Lake-H-Modelle zum Einsatz. Konkret setzt man auf den Intel Core i7-11800H, verbaut im teuersten Ableger aber auch den Core i9-11980HK mit offenem Multiplikator. 

Dazu gibt es bis zu 64 GB DDR4-Arbeitsspeicher mit 3.200 MHz und Platz für zwei schnelle M.2-SSDs mit PCI-Express-Anbindung, die dank der neuen Plattform sogar die vierte Generation unterstützen, was die Bandbreite weiter erhöht. Aber auch Thunderbolt 4 findet nun Einsatz, weitere moderne Schnittstellen wie HDMI 2.1, mini-DisplayPort oder ein integrierter SD-Kartenleser runden das Paket weiter ab. Ebenfalls nicht fehlen bei einem Gerät dieser Klasse dürfen ein integrierter Fingerabdrucksensor und vor allem ein leistungsstarker Akku mit 99 Wh sowie natürlich ein hochwertiges Aluminium-Chassis, welches sich optisch sehr zurückhaltend und edel zeigt und ganz klar der Thin-&-Light-Klasse zuzuordnen ist. 

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Für unseren Test versorgt uns Gigabyte mit dem AERO 15 OLED XD und damit mit dem mittleren Ableger. Dieser wird vom besagten Intel Core i7-11800H angetrieben, der von einer NVIDIA GeForce RTX 3070 Laptop mit 8 GB GDDR6-Videospeicher unterstützt wird. Auf Seiten des Arbeits- und Massenspeichers gibt es insgesamt 32 GB DDR4-RAM und 1 TB an Flashspeicher. Das Display misst 15,6 Zoll in seiner Diagonalen und löst nativ mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten auf. Preislich muss man dafür rund 2.400 Euro auf den virtuellen Ladentresen legen. 

Wie sich die neueste Generation des beliebten Alleskönners im Arbeits- und Spielealltag schlägt, das klären wir in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten. 


Herzstück des neuen Gigabyte AERO 15 OLED XD ist ein Intel Core i7-11800H. Er wurde erst vor wenigen Tagen offiziell vorgestellt, beerbt den Intel Core i7-10975H und Core i7-10970H und scheint sich unter den leistungsfähigeren Notebook-Geräten zum neuen Brot-und-Butter-Modell zu entwickeln. Er bietet insgesamt acht Kerne und 16 Threads an, die sich mit einem Takt von 2,3 bis 4,6 GHz ans Werk machen und von Intel in der 45-W-TDP-Klasse einsortiert werden.

Das Tiger-Lake-Modell läuft im 10-nm-Verfahren vom Band, kann auf einen 24 MB großen L3-Cache zurückgreifen und unterstützt 3.200 MHz schnellen DDR4-Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Betrieb. Damit soll die neue Tiger-Lake-Generation vor allem bei der Single-Core-Performance ordentlich zulegen. Ebenfalls deutlich aufgewertet hat Intel die integrierte Grafiklösung, welche beim Gigabyte AERO 15 OLED XD natürlich nur im 2D-Betrieb unter geringer Last zum Einsatz kommt. Hier setzt man auf die neue Xe-Architektur mit 32 EUs und einem Takt von 350 bis 1.450 MHz.

Für professionelle Anwendungen, aber auch für Spiele beschleunigt bei unserem heutigen Testgerät allerdings eine NVIDIA GeForce RTX 3070 Laptop der Ampere-Generation. Sie basiert auf der rund 17,4 Milliarden Transistoren starken GA104-GPU, die mit 5.120 Shadereinheiten und einem 8 GB großen GDDR6-Videospeicher bestückt ist, der über einen 256 Bit breiten Datenbus kommuniziert. Aufgrund der relativ hohen TGP von 105 W werden so Taktraten von 780 bis mindestens 1.290 MHz im Boost erreicht, während unserer Tests wurden die Mindestangaben mit 1.350 MHz unter absoluter Volllast problemlos übertrumpft. Der Speicher macht sich mit seinen gewohnten 1.500 MHz ans Werk. 

Dank der dedizierten RT- und Tensor-Cores werden nicht nur Raytracing-Inhalte zusätzlich beschleunigt, sondern auch weitere Techniken wie DLSS unterstützt, was das Thema Mobile-Gaming grafisch und leistungsmäßig auf das nächste Level gehoben hat. 

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Die restliche Ausstattung umfasst insgesamt 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher, der sich aus zwei Samsung-Modulen und einem Takt von jeweils 3.200 MHz zusammensetzt. Die SSD stammt ebenfalls von Samsung und bindet dank der neuen Tiger-Lake-Plattform per PCI-Express 4.0 an, was den Datenübertragungsraten einen deutlichen Schub gibt, wie wir im Laufe dieses Tests noch feststellen werden. Platz für ein ergänzendes 2,5-Zoll-Laufwerk gibt es nicht, eine zweite M.2-SSD lässt sich über PCIe 3.0 jedoch optional hinzustecken.

Beim Display ist Gigabyte ebenfalls in die Vollen gegangen: Der 15,6 Zoll große Bildschirm bietet moderne AMOLED-Technik, die sich bei den Schwarz- und Kontrastwerten gewohnt sehen lassen kann. Das Panel ist bereits ab Werk kalibriert und soll dank seiner hohen Farbtreue auch professionelle Anwender aus der Kreativ-Branche ansprechen. Die Auflösung beträgt hohe 3.840 x 2.160 Bildpunkte. 

Zur weiteren Grundausstattung des Gigabyte AERO 15 OLED XD zählen eine Chiclet-Tastatur mit RGB-Einzeltasten-Beleuchtung, ein Touchpad mit gläserner Oberfläche sowie eine Webcam unter dem Bildschirmrand, die sich zum Schutz der eigenen Privatsphäre hinter einem Kippschalter verstecken lässt. Moderne Anschlüsse wie USB Typ-C oder Thunderbolt 4 sowie WiFi 6 fehlen ebenfalls nicht. Für unterwegs bietet das Gerät einen kapazitätsstarken Akku mit 99 Wh.

Das alles hat jedoch seinen Preis: Stolze 2.399 Euro möchte Gigabyte für unsere Testkonfiguration haben. 

Gigabyte AERO 15 OLED XD
 
Prozessor:
Prozessor - Kerne: Intel Core i7-11800H
Prozessor - Grundtakt: 2,3 GHz
Prozessor - Turbotakt: 4,6 GHz
Prozessor - Fertigung 10 nm
Prozessor - Cache 24 MB
Arbeitsspeicher 32 GB - DDR4-3200
Grafikkarte

NVIDIA GeForce RTX 3070 - 105 W

Grafikkarte - Grafikspeicher 8 GB GDDR6
Festplatte/SSD

1x 1 TB NVMe

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 7.055,3 / 5.102,5 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: OLED
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 3.840 x 2.160
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync nein
Display - Bildwiederholfrequenz 60 Hz
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 102
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 106 x 65 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DisplayPort 1 (mini)
USB 2.0:

-

USB 3.1 Gen1: 3
USB 3.1 Gen2: 1
USB Typ-C: 1
Thunderbolt 4: 1
Audio: 1x 3,5 mm Klinke
Gehäuse 
 
Akku: 99 Wh
Material: Aluminium
Abmessungen: 356 x 250 x 19,9 mm
Gewicht 2,0 kg
Preis und Garantie 
 
Preis:
Garantie: 24 Monate

Mit Blick auf die verbauten Komponenten erweist sich das Gigabyte AERO 15 OLED XD als vergleichsweise kompakt und leicht und zählt damit eher zu den performanteren Thin-&-Light-Modellen, wie sie aktuell voll im Trend liegen. Die größten Konkurrenten sind hier das Razer Blade 15, das MSI GS66 Stealth Thin oder das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 SE. Das Vollmetallgehäuse bringt es auf Abmessungen von 356 x 250 x 19,9 mm und stemmt zusammen mit dem kapazitätsstarken 99-Wh-Akku etwa 2,0 kg auf die Waage. 

Optisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts weiter getan. Auch die Tiger-Lake-Generation kommt in einem sehr schlicht und fast durchgängig in dunklem Schwarz gehaltenen Gehäuse daher. Während die Basiseinheit in mattem Schwarz gehalten ist, zieren den Bildschirmdeckel ein paar carbon-ähnliche Design-Elemente sowie ein mittig angebrachtes AERO-Logo, welches im Gegensatz zu vielen anderen Geräten im Betrieb jedoch nicht beleuchtet wird. Das lässt zumindest ein bisschen an einen schnellen Sportwagen erinnern, dicke Lufteinlässe findet man kaum.

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Im Betrieb offenbart sich das Gerät allerdings doch als etwas farbenfroher, denn dann schaltet sich die RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur automatisch ein. Sie lässt sich über den Fusion-Reiter in der Control-Center-Software konfigurieren und sogar für jede Taste einzeln einstellen. Das ermöglicht nicht nur Regenbogeneffekte oder einen stetigen Farbwechsel, sondern natürlich auch eine einfarbige Hintergrundbeleuchtung.

Was die Stabilität und Verarbeitungsqualität anbelangt, so spielt das Gigabyte AERO 15 OLED XD ganz oben in der Liga mit. Alle Spaltmaße sind hervorragend herausgearbeitet, das Gehäuse gibt selbst auf stärkeren Druck an keiner Stelle nach und selbst scharfe Kanten sind mit Blick auf die dünnen Ecken und die Materialwahl bei unserem Testgerät nicht ausfindig zu machen. Die Display-Scharniere sind äußerst verwindungssteif und wackeln selbst bei stärkeren Erschütterungen beispielsweise in Bus oder Bahn nicht weiter nach. Ein Öffnen des Gerätes mit nur einer Hand ist jedoch relativ schwierig, die Magnete halten den 15-Zöller ausgesprochen fest zusammen. 

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Lobenswert: Die integrierte HD-Webcam lässt sich hinterhalb eines Kippschalters verstecken, womit ein ungewolltes Aufnehmen des Nutzers ohne dessen Wissen verhindert werden kann. Größter Nachteil hingegen: Die matte Oberfläche zeigt sich sehr anfällig gegenüber Fett- und Schmutzflecken. Schon nach kurzer Zeigt sind störende Fingerabdrücke und Gebrauchsspuren auf dem Gerät zu finden.

Anschlüsse

Dank der neuen Tiger-Lake-H-Plattform hat sich im Vergleich zum direkten Vorgänger auch bei den Anschlüssen etwas getan: So unterstützt das neue Gigabyte AERO 15 OLED XD ab sofort Thunderbolt 4, was eine höhere Geschwindigkeit und eine gute Flexibilität mit sich bringt. Doch auch die restliche Ausstattung kann sich sehen lassen: So bietet der 15-Zöller an der linken Seite mit HDMI 2.1 und miniDisplay-Port zwei Videoausgänge an und hält trotz der kompakten Bauhöhe sogar eine vollwertige Gigabit-LAN-Schnittstelle parat. Einen klassischen USB-3.2-Port nach Typ-A sowie eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss eines Headsets sind hier ebenfalls noch untergebracht.

Gegenüberliegend bietet das Gigabyte AERO 15 OLED XD zwei weitere USB-Schnittstellen nach Typ-A sowie den bereits erwähnten Typ-C-, bzw. Thunderbolt-4-Port. Ein SD-Kartenleser ist auf der rechten Seite ebenso integriert, wie der proprietäre Ladeanschluss für das externe 230-W-Netzteil. Drahtlos wird per WiFi 6 und Bluetooth kommuniziert. 

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Tastatur und Touchpad

Wie schon bei den Vorgängermodellen setzt Gigabyte im Bereich der Tastatur auf einfache Chiclet-Tasten, die mit 15 x 15 mm recht großzügig dimensioniert und in der Regel mit einem Tastenabstand von 3 mm angebracht sind. Sogar ein separater Nummernblock ist vorhanden, die Pfeiltasten wurden direkt im Layout eingefasst, wobei man auf ein klassisches Standard-Layout setzt, was eine potentielle Umgewöhnung verhindert. Die Tasten selbst sind zwar etwas leichtgängig, bieten jedoch bei mittlerem Hub einen recht knackigen Druckpunkt, was ein schnelles und treffsicheres Tippen ermöglicht. Wie bereits erwähnt, sind die Tasten RGB-hintergrundbeleuchtet. Mittels Software ist eine Makro-Programmierung möglich, Anti-Ghosting und ein Rollover mit bis zu 40 Fingern werden ebenfalls unterstützt. 

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Das Touchpad ist mit Abmessungen von 106 x 65 mm großzügig dimensioniert und mittig unterhalb der Tastatur angebracht. Im oberen, linken Eck ist wie schon beim Vorgänger-Modell ein Fingerabdruck-Sensor für Windows Hello und weitere Sicherheitsfunktionen integriert, womit Gigabyte den professionellen Ansatz weiter unterstreicht. Die Oberfläche ist gläsern und verfügt über sehr gute Gleiteigenschaften. Die Präzision ist sehr gut, Multitoch-Gesten werden problemlos und schnell umgesetzt. Gigabyte setzt auf ein Clickpad, womit dedizierte Maustasten für den linken und rechten Mausklick wegfallen.


Display

Das Display des neuen Gigabyte AERO 15 OLED ist abermals ein echtes Highlight. Während man bei den günstigeren Modellvarianten meist auf ein herkömmliches IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung gesetzt hatte, nutzt unser Testkandidat ein Samsung-Panel mit AMOLED-Technik. Das ermöglicht beste Kontrastwerte sowie einen sehr guten Schwarz-Wert. 

Schon dank der hohen UHD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten zeigt sich das Thin-Bezel-Display ausgesprochen scharf, kann aber auch mit guten Helligkeitswerten von bis zu 460 cd/m² positiv auffallen, was nicht nur einen Betrieb in sehr hellen Umgebungen problemlos möglich macht, sondern außerdem HDR-Inhalte ermöglicht, denn das Panel ist nun auch DisplayHDR 400 zertifiziert. Die Ausleuchtung ist mit einer Homogenität von fast 90 % ebenfalls sehr gut, zwischen dem dunkelsten und hellsten Quadranten liegen nur etwa 49 cd/m². 

Die Farbraumabdeckung umfasst den DCI-P3-Farbraum zu 100 %, die Farbwiedergabe ist mit durchschnittlich 6.889 K ebenfalls sehr gut und trifft fast das Optimum von 6.500 K. Damit müssen selbst Profis nicht weiter nachjustieren - das Gigabyte AERO 15 OLED XD ist hervorragend für den professionellen Grafikeinsatz gemacht. Spieler müssen jedoch auf Techniken wie G-Sync oder eine hohe Bildwiederholrate verzichten. 

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Die Software-Ausstattung

Keine Neuerungen gibt es bei der Software. Auch beim Gigabyte AERO 15 OLED XD dient das Control Center als zentrale Anlaufstelle für alle wichtigen Einstellmöglichkeiten des Notebooks. So lassen sich darüber nicht nur die Temperatur-Werte des Intel Core i7-11800H und der NVIDIA GeForce RTX 3070 Laptop auslesen, sondern auch die Speichernutzung des Arbeitsspeichers und der M.2-SSD. Die Batterieleistung lässt sich ebenso einsehen, wie die Lüftergeschwindigkeiten auslesen oder der Power-Plan anpassen. Über den Fusion-Reiter kann die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur geregelt werden.

Für die anderen Komponenten wie das WiFi 6 oder die LAN-Schnittstelle sind jeweils separate Tools installiert, genau wie für die Erstellung eines Wiederherstellungs-Mediums, wobei dieses noch immer in chinesischen Schriftzeichen dargestellt und nicht übersetzt wurde. Gigabyte setzt im Übrigen auf Windows 10 Pro, eine Demoversion von Office 365 ist ebenfalls bereits vorinstalliert, die 30 Tage im vollen Umfang getestet werden kann und danach eine gültige Lizenz erfordert.

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Temperaturen

Wie schon bei der Vorgänger-Generation hat auch unser erster Tiger-Lake-Ableger mit stellenweise hohen Temperaturen zu kämpfen. Der Intel Core i7-11800H erreicht in unseren Tests bis 84 °C, die NVIDIA GeForce RTX 3070 Laptop behält mit 76 °C einen kühleren Kopf. Zu einer Leistungsabsenkung kommt es dabei jedoch nicht, im Gegenteil: Beide Komponenten erreichen mit 3,0 GHz, bzw. 1.350 MHz jeweils die Mindestvorgaben ihrer Hersteller und können diese teilweise sogar übertrumpfen. 

Die schlanken 19,9 mm in der Höhe lassen aber nicht viel Platz für die Kühlung. An der Oberfläche des Vollmetallgehäuses, welches damit schon alleine wegen seiner Materialwahl zur Kühlung beiträgt, erreicht in der Spitze bis zu 48,8 °C, was wie so häufig im zweiten Quadranten an der Unterseite liegt und damit genau dort, wo die Kühlung von Prozessor und Grafikkarte zusammenkommt. Im Schnitt werden 33,5 und 28,9 °C erreicht, womit der 15-Zöller an der Unterseite etwas wärmer wird als im Bereich der Tastatur. Im normalen 2D-Betrieb fallen diese Werte auf 29,4 und 27,6 °C, in der Spitze sind es nur noch 33,4 °C. Das Gehäuse kühlt somit recht schnell wieder aus. 

Ein Leisetreter ist das System mit seinen beiden separaten Lüftern und Kühlkammern für CPU und GPU jedoch nicht. Zwar schalten sich die Lüfter bei geringer Last zeitweise komplett ab, womit das AERO 15 völlig lautlos gekühlt wird, jedoch drehen die Rotoren recht schnell auf etwa 37,4 dB(A) auf, was zwar nicht sonderlich laut, aber durchaus schon hörbar ist. Unter Last kann das Gerät richtig aufdrehen. In unserem Worstcase-Szenario, das wir gewohnt mittels Furmark und Prime95 simulieren und das die Kühlung an ihre Leistungsgrenze zwingt, haben wir bis zu 61,1 dB(A) gemessen, was fast einen neuen Negativ-Rekord dargestellt und unerträglich laut ist. 

Immerhin: Wird nur gespielt, bleibt die Kühlung deutlich laufruhiger, wenngleich die von uns ermittelten 55,1 dB(A) noch immer nicht wirklich leise sind, jedoch eher auf dem Niveau eines aktuellen High-End-Gaming-Boliden liegen. Hier hat das AERO 15 OLED XD im Generationsvergleich also leider ebenfalls zugelegt.

Akku

Mit einer TGP von bis zu 105 und 45 W für die NVIDIA GeForce RTX 3070 Laptop und den Intel Core i7-11800H ist die Hardware für den Akku kein Zuckerschlecken. Der 99 Wh starke Stromspeicher schafft es dennoch, das Gerät vergleichsweise lange mit Strom zu versorgen. Im normalen Office-Alltag hält das Gigabyte AERO 15 OLED XD immerhin 398 Minuten lang ohne Steckdose und damit etwas mehr als 6,5 Stunden lang durch. Wird die Hardware belastet, sinken die Laufzeiten deutlich. Dann wird der Bildschirm des 15-Zöllers schon nach 143 Minuten und damit nach etwa zwei Stunden schwarz und verlangt nach dem Netzteil. Damit sind die Laufzeiten trotz der weiter gesteigerten Rechenleistung nur geringfügig gesunken - den zahlreichen und ausgeklügelten Stromspartechniken sei Dank. Dazu bei trägt außerdem die vergleichsweise stromsparende OLED-Technik beim Display bei, welches ebenfalls als großer Verbraucher im Notebook gilt. 

Wieder voll einsatzbereit ist der 15-Zöller nach etwa zwei Stunden und wird über ein externes Netzteil mit einer Ausgangsleistung von 230 W versorgt. Dann genehmigt sich das System in der Regel mit 27,5 bis 184,6 W, wobei in der Spitze sogar bis zu 231,6 W erreicht werden können. Die Leistungsaufnahme ist damit minimal im Generationsvergleich angestiegen. Das Netzteil verfügt über ausreichende Reserven. 


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Die Änderungen des Gigabyte AERO 15 OLED XD sind im Detail zu finden und betreffen überwiegend die Hardware. Dank des Intel Core i7-11800H dreht die neue Modellgeneration vor allem bei der Single-Core-Performance gehörig auf, was sich vor allem bei professionellen Anwendungen bemerkbar macht. Hinzu kommt die schnelle NVMe-SSD, die dank der Tiger-Lake-Plattform per schnellem PCIe 4.0 anbindet. Lese- und Schreibraten von über 7.000 respektive 5.000 MB/s sind gigantisch, eine hohe Speicherleistung gibt es dank Dual-Channel, 3.200 MHz und 32 GB auch beim Arbeitsspeicher.

Professionelle Anwendungen kann außerdem die GeForce-Grafik beschleunigen. Unser Testgerät wird hier von einer NVIDIA GeForce RTX 3070 Laptop mit 8 GB VRAM befeuert, die trotz der kompakten Bauweise des AERO 15 mit vergleichsweise hohen TGP-Raten von bis zu 105 W betrieben wird. Damit ist sogar ein Spielen problemlos möglich, Techniken wie DLSS ermöglichen sogar Raytracing-Effekte oder hohe Auflösungen, die dank der dedizierten RT- und Tensor-Cores mit beschleunigt werden. Damit bietet das Gigabyte AERO 15 OLED XD also in allen Lebenslagen eine hervorragende Leistung. 

Ein absolutes Highlight ist das Display. Dank der AMOLED-Technik werden hervorragende Kontrast- und Schwarzwerte erreicht, die hohe Helligkeit erlaubt nicht nur den Betrieb in hellen Umgebungen, sondern ermöglicht auch HDR-Inhalte. Das Samsung-Panel ist Display HDR 400 zertifiziert. Kreativ-Anwender erfreuen sich über eine 100-%ige Abdeckung des DCI-P3-Farbraums und gute Farbwiedergabe von durchschnittlich etwa 6.800 K, womit ein nachträgliches Nachjustieren fast schon entfällt. Der Bildschirm ist bereits ab Werk kalibriert. Hinzu kommt die hohe native Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten, die für eine gestochen scharfe Darstellung sorgt, aber eben auch die Hardware fordert. 

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Dank der neuen Tiger-Lake-Plattform werden moderne Anschlüsse wie Thunderbolt 4 oder WiFi 6 zum Standard, einen Kartenleser und ein vollwertiger LAN-Anschluss sowie zwei aktuelle Videoausgänge gehören ebenso dazu. Ebenfalls lobenswert ist die Existenz eines integrierten Fingerabdruck-Sensors sowie einer hochauflösenden Webcam, die sogar hinter einem Kippschalter versteckt werden kann. Etwas Punktabzug gibt es bei der Tastatur und vor allem den Temperatur- sowie Lautstärke-Werten. An der Oberfläche haben wir bis zu 48,8 °C gemessen, in der Spitze erreicht das System bis zu 61,1 dB(A), wobei es meist knapp über 55 dB(A) sind. Leise ist anders. Immerhin: Zu einer Absenkung der Leistung kommt es in keinem Fall.

Das Gehäuse ist vergleichsweise kompakt, portabel und leicht, leistet sich in Sachen Verarbeitungsqualität keinen Ausrutscher. Im Gegenteil: Wie schon bei den Vorgängermodellen spielt auch das neue Gigabyte AERO 15 OLED XD ganz oben in der Liga der am besten verarbeiteten Geräte mit. Die Akkulaufzeiten gehen mit Blick auf die Hardware in Ordnung, fallen im Generationsvergleich zugunsten der höheren Leistung jedoch leicht zurück

Das Gigabyte AERO 15 OLED zählt damit auch in der neuen Modellgeneration zu den besten Notebooks am Markt, schwächelt allerdings bei den Temperatur- und Lautstärke-Werten. Rund 2.400 Euro muss man dafür derzeit auf den Ladentisch legen.

Positive Aspekte des Gigabyte AERO 15 OLED XD:

Negative Aspekte des Gigabyte AERO 15 OLED XD: