ASUS ROG Zephyrus Duo 15 im Test: Das Gaming-Notebook mit dem Zweit-Display

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asus rog zephyrus duo 15 gx550l review-teaserDas ASUS ROG Zephyrus Duo 15 GX550 bietet nicht nur äußerst schnelle Hardware fürs Gaming, sondern bleibt dabei auch noch äußerst kompakt. Das Highlight ist jedoch ganz klar der zweite Bildschirm direkt über der Tastatur, der das Gerät zu einem echten Hingucker macht. Ob das rund 4.500 Euro teure Konzept in der Praxis aufgeht, das klärt dieser Hardwareluxx-Test auf den nachfolgenden Seiten.

In den letzten Jahren wurden Gaming-Notebooks überwiegend schlichter und schlanker – lediglich vereinzelt gab es noch ungewöhnliche Konzepte. Ein solcher Kandidat ist nun wieder das ASUS ROG Zephyrus Duo 15. Dieses hat das ASUS ZenBook Pro Duo, aber auch die erste Generation des ROG Zephyrus zum Vorbild genommen und kombiniert somit ein kompaktes und edles Design mit einem ungewöhnlichen Formfaktor sowie einem zweiten Bildschirm. 

Denn während bei der ersten Zephyrus-Generation lediglich die Tastatur nach vorne rutschte und der dadurch frei gewordene Bereich der Kühlung zugutekommen sollte, nutzt man bei diesem Modell eben diesen Bereich jetzt für einen zweiten Bildschirm – ähnlich wie man dies beim ASUS ZenBook Pro Duo macht. Doch anstatt einfacher Ultrabook-Hardware, kommen pfeilschnelle High-End-Komponenten zum Einsatz, die sogar ambitionierte Spielerherzen höher schlagen lassen.

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Das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 GX550 wird je nach Geldbeutel wahlweise von einem Intel Core i7-10875H oder einem Core i9-10980HK mit jeweils acht Comet-Lake-H-Kernen, bis zu 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher und einer schnellen NVMe-SSD, die sich sogar als Zweiergespann kombinieren lässt, befeuert. Um die 3D-Beschleunigung kümmert sich entweder eine NVIDIA GeForce RTX 2070 Super oder eine GeForce RTX 2080 Super, wobei ASUS in beiden Fällen auf das sparsame und effiziente Max-Q-Design setzt.

Der Hauptbildschirm misst stets 15,6 Zoll in seiner Diagonalen und bietet wahlweise die FHD- oder UHD-Auflösung und arbeitet je nach Panel mit 60 bis sogar 300 Hz. Der zweite Bildschirm ist mit 14,1 Zoll deutlich kleiner, ist dafür kapazitiv und mit 3.840 x 1.100 Bildpunkten ebenfalls sehr hochauflösend. 

Für unseren Test versorgte uns ASUS mit seinem Topmodell, das im freien Handel derzeit stolze 4.500 Euro kostet. Wie sich der Gaming-Bolide mit seinem Zusatz-Display in der Praxis schlägt und was man mit ihm alles anstellen kann, das klären wir in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten. 

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ROG Zephyrus Duo 15 GX550LXS
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



Herzstück unseres ASUS ROG Zephyrus Duo 15 GX550LXS ist ein Intel Core i9-10980HK. Er ist das derzeitige Topmodell unter den mobilen Comet-Lake-Prozessoren von Intel und kann mit einer hohen Multi- und Single-Core-Performance aufwarten. Zur Verfügung stehen ihm nämlich acht Rechenkerne mit 16 Threads, die sich mit einem Takt von 2,4 bis 5,3 GHz ans Werk machen und so gegenüber der Vorgänger-Generation vor allem beim Takt noch einmal deutlich zulegen. Trotzdem wird auch dieses Modell weiterhin in der 45-W-TDP-Klasse einsortiert. Dank HK-Kürzel lässt sich der Achtkerner aufgrund des nach oben hin geöffneten Multiplikators theoretisch sehr einfach übertakten. Ein 16 MB großer L3-Cache rundet das CPU-Gesamtpaket weiter ab. 

Auf Seiten des Arbeitsspeichers stehen insgesamt 32 GB zur Verfügung. Zwar setzt ASUS auf zwei Module, die per schnellem Dual-Channel zusammengeschaltet werden, jedoch ist nur ein Modul im SO-DIMM-Format gehalten, während der zweite Riegel fest mit dem Mainboard verlötet ist. Dafür arbeitet der RAM mit 3.200 MHz vor allem für eine Intel-Plattform sehr schnell. 

Bei der Grafikkarte setzt ASUS bei unserem Testmuster ebenfalls auf das aktuelle Topmodell. Die NVIDIA GeForce RTX 2080 Super Max-Q ist die derzeit schnellste mobile Grafikkarte auf Turing-Basis, die NVIDIA derzeit im Notebook anbietet. Sie stellt insgesamt 3.072 Shadereinheiten und einen 8 GB großen GDDR6-Videospeicher, welcher über ein 256 Bit breites Interface anbindet, bereit und bringt für hardwarebeschleunigtes Raytracing auch die dedizierten Tensor- und RT-Cores mit sich. 

Die Max-Q-Variante wird allerdings leicht im Takt beschnitten, um insgesamt sparsamer und effizienter zu bleiben, was bei einem solch dünnen Gaming-Notebook wie dem ASUS ROG Zephyrus Duo 15 durchaus notwendig ist. Bei unserem Testmuster wurden die Taktraten mit 735/1.080/1.375 MHz angegeben – in der Praxis können je nach Auslastung und Temperatur noch höhere Werte erreicht werden. 

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Für den Massenspeicher hat ASUS gleich zwei NVMe-SSDs verbaut, die per RAID-0-Verbund zusammengeschaltet wurden, womit die Daten auf jeweils beide Modelle aufgeteilt werden, was die Datenübertragungsraten erheblich steigert. Insgesamt stehen somit üppige 2 TB Speicherplatz zur Verfügung – ein ergänzendes 2,5-Zoll-Laufwerk ist aus Platzgründen jedoch nicht vorgesehen. 

Der Bildschirm bietet 15,6 Zoll in seiner Diagonalen und löst in unserem Fall mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten bei 60 Hz auf. Der zweite Bildschirm darunter ist mit 14,1 Zoll etwas kleiner und wurde somit lediglich in der Höhe der Auflösung beschränkt. Der Touchscreen arbeitet nativ nämlich mit 3.840 x 1.100 Bildpunkten. Für die Stromversorgung unterwegs ist ein 90-Wh-Akku fest verbaut, ASUS liefert zwei Netzteile – ein zusätzliches Kompakt-Netzteil für unterwegs – sowie zahlreiche weitere Dreingaben wie einen eigenen Rucksack. 

Damit kostet das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 GX550 stolze 4.500 Euro

ASUS ROG Zephyrus Duo 15 GX550LXS
 
Prozessor: Intel Core i9-10980HK
Prozessor - Kerne: 8
Prozessor - Grundtakt: 2,4 GHz
Prozessor - Turbotakt: 5,3 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 16 MB
Arbeitsspeicher 32 GB - DDR4-3200
Grafikkarte

NVIDIA GeForce RTX 2080 Super Max-Q

Grafikkarte - Grafikspeicher 8 GB
Festplatte/SSD

2x 1 TB NVMe RAID 0

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 3.549,6 / 3.349,2 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 3.840 x 2.160
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync ja
Display - Bildwiederholfrequenz 60 Hz
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 16 x 16 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 84
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 60 x 78 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: x
DisplayPort x
USB 2.0:

x

USB 3.1 Gen1: 3
USB 3.1 Gen2: 1
USB Typ-C: 1
Thunderbolt 3: 1
Audio: 2x 3,5 mm Klinke
Gehäuse 
 
Akku: 90 Wh
Material: Aluminium
Abmessungen: 360 x 268 x 20 mm
Gewicht 2,5 kg
Preis und Garantie 
 
Preis:etwa 4.499 Euro
Garantie: 24 Monate

Preise und Verfügbarkeit
ASUS ROG Zephyrus Duo 15 GX550LXS
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Auf den ersten Blick ist das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 im geschlossenen Zustand ein herkömmliches Notebook ohne viel Schnickschnack: Auf der Unterseite des Metallgehäuses gibt es einige sportliche Ecken und Kanten sowie zahlreiche Lüftungsschlitze für die Kühlung, die Oberseite ist hingegen mit ihrem leicht schimmerndem Aluminiumdeckel sehr schlicht und edel gehalten. Dass es sich um einen leistungsstarken Gaming-Boliden handelt, verrät jedoch das ROG-Logo auf dem Bildschirmdeckel. 

Insgesamt erweist sich der 15-Zöller mit Abmessungen von 360 x 268 x 20 mm als sehr kompakt und zielt damit zumindest in Sachen Bauhöhe und Größe auf Konkurrenten wie das MSI GS65 Stealth Thin oder das Gigabyte AERO 15 sowie natürlich auf das hauseigene ROG Zephyrus M ab. Mit einem Gewicht von etwas über 2,5 kg ist es jedoch kein Fliegengewicht, was vor allem an der dicken Kühlung sowie natürlich am kapazitätsstarken 90-Wh-Akku liegt.

Beim Aufklappen kommt das eigentliche Highlight zum Vorschein: Das ASUS ScreenPad. Hierfür sind Tastatur und Touchpad ganz an die untere Seite des Topcases gerückt, wodurch freier Platz für ein zweites Display entstanden ist. Dieser zweite Bildschirm fährt beim Aufklappen des ASUS ROG Zephyrus Duo 15 automatisch nach oben und wird mit einem Öffnungswinkel von etwa 15 Grad aus dem Gehäuse geklappt. Das verbessert nicht nur die Ergonomie und damit die Ablesbarkeit sowie die Bedienung des Zweitdisplays, sondern schafft außerdem einen zusätzlichen Spalt, der für die Kühlung der Hardware verwendet werden kann.

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Das ScreenPad bietet eine Diagonale von 14,1 Zoll und bietet in etwa die halbe UHD-Auflösung mit 3.840 x 1.100 Bildpunkten, womit das IPS-Panel vor allem mit Blick auf seine Größe äußerst hochauflösend ist und sich damit über eine große Pixeldichte erfreut. Obendrein ist die Oberfläche kapazitiv, womit die Eingabe per bloßem Fingertab oder Multi-Touchgeste oder gar per Touchpen ermöglicht wird. Unter Windows 10 wird das Display als zweiter Monitor geführt, der direkt unter dem Hauptmonitor angebracht ist. So lassen sich theoretisch alle Programme und Tools durch einfaches Fenster-Verschieben auf dem zweiten Display darstellen. Nativ werden aber auch andere, nützliche Helferlein wie das Einblenden eines Nummernblocks oder die Ausgabe der ROG-Armoury-Crate-Tools ermöglicht. 

Die Möglichkeiten sind vielfältig und können den Alltag vor allem in Sachen Multitasking oder einer einfachen Bedienung über erweiterte Menüs deutlich vereinfachen. Im Spiele-Alltag lassen sich zum Beispiels Maps auf das Display auslagen, wie in Overwatch oder CS:GO – das hilft aber in schnellen Gefecht-Situationen nur bedingt.

Was die Verarbeitung anbelangt, so liegt diese wie man es von ASUS eigentlich gewöhnt ist, auf höchstem Niveau. Das Aluminium-Gehäuse ist äußerst stabil, gibt selbst auf stärkeren Druck hin an keiner Stelle nach, scharfe Kanten oder unsauber herausgearbeitete Spaltmaße gibt es bei unserem Testmuster ebenso wenig. Selbst die Display-Scharniere sind äußerst verwindungssteif. Lediglich die Oberfläche ist etwas anfällig für Fett-, Staub- und andere Schmutzflecken. 

Anschlüsse

Anschlussseitig hat das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 einiges zu bieten. Auf der Rückseite direkt hinter dem Hauptbildschirm befindet sich nicht nur ein HDMI-Ausgang, sondern auch eine vollwertige Gigabit-Ethernet-Schnittstelle sowie eine zusätzliche USB-3.1-Schnittstelle nach Typ-A. Schade, dass ASUS die Buchse für das externe Netzteil nicht auch dorthin verfrachten konnte, denn das wäre für ein sauberes Kabalmanagement auf dem Schreibtisch deutlich besser gewesen.

Der Anschluss für das externe 240-W-Netzteil befindet sich auf der unteren Hälfte der linken Geräteseite. Für unterwegs liefert ASUS im Übrigen ein weniger leistungsstarkes, dafür kompakteres 65-W-Netzteil mit, das die Typ-C-Buchse nutzt und für einfache Office-Arbeiten ausreicht, ohne den internen Stromspeicher anzapfen zu müssen. Gegenüberliegend stellt der 15-Zöller eine Typ-C-Buchse mit Thunderbolt-3-Funktionalität sowie zwei handelsübliche Typ-A-Buchsen bereit. Die obere Hälfte ist jeweils von zahlreichen Lüftungsschlitzen durchzogen, um die Kühlung der Hardware zu verbessern. 

Einen Kartenleser vermisst man beim ASUS ROG Zephyrus Duo 15 gänzlich, drahtlos wird per schnellem WiFi 6 und Bluetooth 5.1 kommuniziert.

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Tastatur und Touchpad

Dadurch dass die Tastatur beim ASUS ROG Zephyrus Duo 15 ganz nach unten gerückt ist, gibt es keinerlei Handballenauflage (liegt jedoch bei), was die Ergonomie vor allem beim Tippen doch etwas unangenehm macht. Obendrein sind die Chiclet-Tasten sehr leichtgängig, der Hub ist äußerst kurz, der Druckpunkt dafür sehr knackig. Insgesamt lässt es sich auf der Tastatur dank der 15 x 15 mm großen Tastenkappen durchaus treffsicher und schnell schreiben. 

Negativ anzumerken ist aber, dass ASUS nicht auf ein Standard-Layout setzt und die graue Beschriftung aufgrund des geringen Kontrasts stellenweise nur sehr schwer abzulesen ist. Dafür ist eine vollwertige RGB-Beleuchtung integriert, die das Ablesen erleichtert und obendrein für etwas farbliche Abwechslung im ansonsten sehr schlicht gehaltenen Design sorgt. Die Konfiguration erfolgt wahlweise über das ROG-Armoury-Crate-Tool, welches sich sogar mittels einer einzigen Taste direkt über die Tastatur starten lässt, oder per FN-Tastenkombination und vorgefertigte Profile.

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Das Touchpad ist mit Abmessungen 60 x 78 mm etwas schmal und damit quasi um 90 ° gedreht. Trotz Clickpad ist es mit zusätzlichen, dedizierten Maustasten ausgestattet. Ebenfalls lobenswert: Auf Wunsch lässt sich über einen einfachen Tastendruck der fehlende Nummernblock einblenden und damit nachrüsten. Dann funktioniert das Touchpad aber nicht mehr als solches. 

Die Gleiteigenschaften des Mausersatzes sind sehr gut, die Präzision ebenfalls – Multitouchgesten lassen sich aufgrund des ungewöhnlichen Formats aber nur mit etwas Umgewöhnung durchführen. Ambitionierte Spieler sollten sich besser einen echten Gaming-Nager besorgen und diesen per USB anschließen. 


Wie der Name bereits vermuten lässt und wie schon an anderer Stelle in diesem Artikel erwähnt, verfügt das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 über einen 15,6 Zoll großen Hauptbildschirm. Diesen gibt es wahlweise mit nativer Full-HD-Auflösung und 1.920 x 1.080 Bildpunkten oder optional mit höherer UHD-Auflösung und 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Unser Testgerät ist mit Letzterem ausgerüstet.

Das blickwinkelstabile IPS-Panel von AU Optronics arbeitet mit einer Bildwiederholrate von 60 Hz und ist mit einer maximalen Helligkeit von 399 cd/m² für den Außeneinsatz und sehr helle Umgebungen sehr gut geeignet. Die Ausleuchtung könnte insgesamt jedoch besser sein, liegen zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert immerhin noch 46 cd/m². Die Homogenität liegt bei knapp über 88 %. Das Kontrastverhältnis ist mit 1.189:1 ebenfalls sehr gut. Nachbesserungsbedarf gibt es bei der Farbwiedergabe, denn mit durchschnittlich 7.505 K ist das Display sehr kühl eingestellt. Optimal wären 6.500 K gewesen. Im BIOS kann zwischen Optimus und G-Sync gewechselt werden.

Display

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Zweites Display schafft viele Möglichkeiten

Das zweite Display ist ähnlich hell und hochauflösend und bietet obendrein Touchscreen-Funktionalität. Dadurch werden die Möglichkeiten sehr vielfältig: Zusätzliche Bedienelemente wie beispielsweise in Photoshop lassen sich dann auf dem unteren Zweitdisplay auslagern und bequem per Fingertab durchführen. Aber auch Chat-Programme, der E-Mail-Client oder die Spotify-Playlist können dahingehend ausgelagert werden und verbessern so die Übersicht beim Multitasking ungemein. Beim Spielen bringt das zweite Display jedoch nur wenige Vorteile. 

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Wichtige Einstellungen wie Helligkeit oder Skalierung des ASUS ScreenPads lassen sich direkt über ein separates Einstellungs-Menü auf dem Touchscreen erledigen, aber auch wichtige Helfer-Tools wie Armoury Crate oder ein zusätzlicher Nummernblock können über das ScreenPad dargestellt werden. Allgemein ist das Display als zweiter Monitor unter Windows konfiguriert und erlaubt so alle Programme durch einfaches Verschieben des Fensters darauf auszulagern.

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Die Software-Ausstattung

ASUS hat wieder einige Software-Dreingaben vorinstalliert. Als zentrale Anlaufstelle für alle wichtigen Konfigurations-Einstellungen dient das ROG-Armory-Crate-Tool. Dieses liest nicht nur die Geschwindigkeit und Auslastung von Prozessor und Grafikkarte aus, sondern informiert außerdem über deren Temperatur und Lüftergeschwindigkeiten. Letztere können über verschiedene Profile ebenfalls angepasst werden. Weiterhin kann per Aura Sync die RGB-Beleuchtung der Tastatur konfiguriert, oder wichtige Tools und Programme direkt per Schnellstart gestartet werden. Für das WiFi- und LAN-Modul sind ebenso Tools vorinstalliert, wie für das Auslesen wichtiger Garantie-Daten. Auf unnötige Software-Tools hat ASUS größtenteils verzichtet, lediglich eine 30-Tages-Testversion von McAfee ist mit dabei. 

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Temperaturen

Aufgrund seiner leistungsstarken Hardware und der doch eher geringen Abmessungen wird das ASUS ROG Zephyrus Duo 15 sehr heiß – sowohl im Inneren wie auch an der Oberfläche. Der Intel Core i9-10980HK erreicht in unseren Tests Temperaturen von bis zu 91 °C, die NVIDIA GeForce RTX 2080 Super Max-Q bleibt mit 76 °C etwas kühler. Die Taktraten liegen dann zumindest für den Prozessor unterhalb das Basistaktes, denn bei uns lagen mindestens 2,2 GHz an. Beim 3D-Beschleuniger waren es mit 1.395 MHz jedoch deutlich mehr als mindestens von NVIDIA und ASUS versprochen wurden. 

Die hohen Temperaturen im Inneren machen sich an der Oberfläche bemerkbar. In der Spitze werden hier Werte von bis zu 56,3 °C erreicht, was bei Unachtsamkeit schon zu Verbrühungen an der Haut führen kann. Diesen Wert haben wir wie so oft an der Unterseite im zweiten Quadranten gemessen und damit genau dort, wie die Kühlung von Prozessor und Grafikkarte zusammenkommt. 

Allgemein wird das Chassis an der Unterseite wärmer als im Bereich des Topcase. Im Schnitt sind es unter Last stolze 42,7 °C, im Bereich der Tastatur sind es immerhin noch 39,4 °C. Im normalen Office-Betrieb kühlt sich das Gehäuse zwar etwas aus, wird jedoch sehr langsam wieder kühl. Die Höchstwerte fallen auf 45,6 °C zurück, die Durchschnittstemperaturen auf 39,6 und 35,0 °C.

Für ein Gaming-Notebook dieser Leistungsklasse, bleibt die Kühlung jedoch vergleichsweise laufruhig. Im Spielebetrieb haben wir nur knapp 50,2 dB(A) gemessen. Das ist zwar nicht wirklich leise und durchaus mehr als hörbar, verglichen mit vielen anderen Gaming-Notebooks jedoch minimal weniger. Im Worstcase, den wir gewohnt mittels Prime95 und Furmark simulieren, steigt die Geräuschkulisse nur unwesentlich weiter an. Dann sind es in der Spitze bis zu 50,4 dB(A). Im normalen Office-Betrieb arbeitet das System mit 35,1 dB(A) sehr leise, die Lüftersteuerung ist jedoch etwas unruhig und dreht gerne für einen kurzen Moment auf etwa 40,6 dB(A) an. Hier sollte ASUS ebenfalls nachbessern.

Akku

Für unterwegs hat ASUS seinem ROG Zephyrus Duo 15 einen 90 Wh starken Akku spendiert. Die durchaus hitzige und stromhungrige Hardware in Form des Intel Core i9-10980HK und der NVIDIA GeForce RTX 2080 Super Max-Q zollen hierbei jedoch ihren Tribut. Im normalen Office-Betrieb wird der Bildschirm schon nach 211 Minuten und damit nach etwas mehr als 3,5 Stunden schwarz. Wird die Hardware belastet, passiert das schon nach 91 Minuten und damit nach anderthalb Stunden. Etwas mehr Laufzeit lässt sich herausholen, wenn man das Zweit-Display aktiviert, was aber einer der Hauptaugenmerkmale des 15-Zöllers ist. 

Wieder voll einsatzbereit ist der mobile Stromspeicher nach etwas mehr als zwei Stunden. ASUS liefert im Übrigen zwei Netzteile mit: Ein 240-W-Gerät und ein kompakteres 65-W-Modell, welches für unterwegs gedacht ist und die Typ-C-Schnittstelle über Power-Delivery nutzt. Das sollte reichen, um unterwegs zumindest die Office-Arbeiten verlängern zu können. 

Dann genehmigt sich der High-End-Bolide bis zu 201,6 W, was für ein Gerät dieser Leistungsklasse durchaus nicht schlecht ist. Im Leerlauf sind es jedoch stolze 47,7 W, was überwiegend den beiden Displays zuzuschreiben ist. Das Netzteil sollte also immer mit in der Tasche stecken.


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