Aorus 7 SA im Test: Solides Gaming-Notebook ohne extra Schnickschnack

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gbt aorus7 test-teaserBei seinem Aorus 7 SA kehrt Gigabyte zurück zum Wesentlichen, ohne dabei auf typische und essenzielle Gaming-Features zu verzichten. Wie sich der etwa 1.200 Euro teure Gaming-Laptop mit Intel Core i7-9750H, NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti, 512-GB-SSD und 144-Hz-Panel samt RGB-Tastatur sowie schlichtem Kunststoff-Gehäuse in der Praxis schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten. 

In den letzten Jahren haben Gaming-Notebooks in Sachen Gehäuse und Gewicht zwar ordentlich abgespeckt, wurden von vielen Herstellern aber auch ziemlich vollgestopft mit Features, die bis hin zu mechanischen Tasten, einer aufwendigen RGB-Beleuchtung rund um das Gehäuse oder integrierten Infrarot-Sensoren für eine Spiele-Steuerung per Augenzwinkern reichten. Das machte entsprechende Geräte ziemlich teuer, die damit gut und gerne die magische 3.000-Euro-Marke beim Preis knacken konnten. 

Bei seinem Aorus 7 besinnt sich Gigabyte zurück auf das Wesentliche, ohne dabei jedoch typische Gaming-Features zu streichen. Statt einem teuren Metallgehäuse, kommt ein günstiges, aber nicht weniger schlecht verarbeitetes Kunststoff-Gehäuse zum Einsatz. Schnelle Hardware bis hin zu einem Sechskern-Prozessor der Core-i7-Klasse mit dedizierter Turing-Grafikkarte und schneller PCI-Express-SSD gibt es ebenso, wie ein schnelles IPS-Panel mit schmalen Bildschirmrändern und eine Gamer-Tastatur mit RGB-Beleuchtung. Killer-Netzwerkchips sind ebenfalls mit von der Partie, wobei man auf Thunderbolt 3 verzichtet muss. Dafür liegt der Preis in Deutschland bei nur knapp unter 1.200 Euro.

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Da das Aorus 7 SA erst in diesen Tagen den deutschen Handel erreicht, versorgte uns Gigabyte zunächst mit einer Variante aus Großbritannien. Die bietet im Vergleich zur deutschen Version eine 1 TB große HDD sowie die Installation von Windows 10 zusätzlich, ist ansonsten jedoch identisch zur deutschen Verkaufsversion. Während die UK-Variante für nicht ganz 1.300 britische Pfund und damit umgerechnet etwa 1.400 Euro angeboten wird, wird die deutsche Version mit Intel Core i7-9750H, NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti, 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher und 512-GB-SSD ab 1.199 Euro in die Läden kommen und voraussichtlich schon ab nächster Woche verfügbar sein. Wer sich das Gerät schnappen möchte, sollte also mindestens noch eine Windows-Lizenz mit einkalkulieren. 

Wie sich der 17-Zöller im Gaming-Alltag schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten.

Bitte beachten: In Deutschland gibt es das Gerät nur ohne zusätzliche 2,5-Zoll-HDD und Windows-10-Betriebssystem.

Preise und Verfügbarkeit
Aorus 7-SA-7DE1130SD (SA-7DE1130SD)
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



Herzstück des Aorus 7 SA ist ein Intel-Prozessor der neunten Core-Generation. Konkret ist ein Intel Core i7-9750H mit sechs Coffee-Lake-Kernen und einer Geschwindigkeit von 2,6 bis 4,5 GHz verbaut, der eine maximale Leistungsaufnahme von 45 W TDP besitzt. Er ist das derzeit beliebteste Prozessor-Modell in aktuellen Gaming-Notebooks, könnte jedoch in Kürze einen Nachfolger erhalten, wie es kürzlich aus der Gerüchteküche schallte. 

Bei der Grafikkarte setzt der 17-Zöller zugunsten eines geringeren Preises auf eine GeForce-GTX-Grafik, die auf dedizierten RT- und Tensor-Cores verzichten muss. Dafür greift Gigabyte auf die GeForce GTX 1660 Ti zurück, die schnellste GTX-Grafikkarte im Notebook. Die bietet natürlich noch immer mehr als ausreichend Rechenpower für den anspruchsvollen Spiele- und Arbeitsalltag, zumal ein gamerfreundliches Full-HD-Panel verbaut ist.

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Dazu gibt es 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher von Samsung, dessen zwei Module natürlich per Dual-Channel-Modus zusammengeschaltet werden und sich mit einer Geschwindigkeit von 2.666 MHz ans Werk machen. Für das Betriebssystem ist eine 512 GB große NVMe-SSD vorinstalliert, wobei man bei Gigabyte auf die Intel 760p setzt. Die zusätzliche 2,5-Zoll-HDD mit 1 TB an Speicher von Seagate wird es für die deutsche Version jedoch nicht geben – die bleibt unter anderem den Verkaufsmodellen in Großbritannien vorbehalten.

Das Display misst 17,3 Zoll in seiner Diagonalen und bietet eine native Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Dank IPS-Technik zeigt es sich sehr blickwinkel-stabil, ist mit einer Bildwiederholfrequenz von 144 Hz aber auch sehr schnell. Mit Strom versorgt wird der Gaming-Bolide über ein externes Netzteil mit einer Ausgangsleistung von 180 W; für unterwegs gibt es einen wechselbaren 48-Wh-Akku. 

Damit kostet unsere Testkonfiguration des Aorus 7 SA rund 1.300 britische Pfund, bzw. etwa 1.400 Euro. Die deutsche Variante ohne zusätzlicher HDD und Windows 10 wird hierzulande in den nächsten Tagen schon ab 1.199 Euro verfügbar sein. 

Bitte beachten: In Deutschland gibt es das Gerät nur ohne zusätzliche 2,5-Zoll-HDD und Windows-10-Betriebssystem.

Gigabyte Aorus 7 SA
 
Prozessor: Intel Core i7-9750H
Prozessor - Kerne: 6
Prozessor - Grundtakt: 2,6 GHz
Prozessor - Turbotakt: 4,5 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 12MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4-2666
Grafikkarte

NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti

Grafikkarte - Grafikspeicher 6 GB GDDR6
Festplatte/SSD

1x 512 GB NVMe

1x 1 TB SATA III (nicht in Deutschland)

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 3.040,3 / 1.545,3 MB/s

HDD: 163,8 / 142,7 MB/s (nicht in Deutschland)

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync nein
Display - Bildwiederholfrequenz 144 Hz
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 103
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 111 x 64 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 1 (mini)
USB 2.0:

1

USB 3.1 Gen1: 1
USB 3.1 Gen2: 1
USB Typ-C: 1
Thunderbolt 3: -
Audio: 2x 3,5 mm Klinke
Gehäuse 
 
Akku: 48 Wh
Material: Kunststoff + Aluminium
Abmessungen: 399 x 282 x 29,2 mm
Gewicht 2,5 kg
Preis und Garantie 
 
Preis:etwa 1.400 bzw. 1.200 Euro
Garantie: 24 Monate

Preise und Verfügbarkeit
Aorus 7-SA-7DE1130SD (SA-7DE1130SD)
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Anders als viele Gaming-Notebooks dieser Preis- und Leistungsklasse, kann das Aorus 7 mit einem großen 17,3-Zoll-Bildschirm aufwarten. Die Portabilität ist dank der schmalen Bildschirmränder und des passablen Gewichts von knapp über 2,5 kg noch immer gut. Die Geräte-Abmessungen belaufen sich auf 399 x 282 x 29,2 mm. Zwar greift Gigabyte aus Kostengründen nicht auf ein Metallgehäuse zurück; der Verarbeitungsqualität und Haptik tut dies aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Selbst die Luftstreben an der Unterseite sind äußerst stabil und auch das Topcase gibt selbst auf stärkeren Druck hin an keiner Stelle überwiegend nach. Scharfe Kanten gibt es ebenfalls keine. Die beiden Display-Scharniere könnten zwar minimal verwindungssteifer sein, dafür lässt sich das Gerät mit nur einer Hand problemlos öffnen. Für ein Gerät dieser Preis- und Leistungsklasse ist das sehr ordentlich.

Dabei zeigt sich das Aorus 7 SA äußerst schlicht. Gigabyte hat sich für ein komplett mattschwarzes Design entschieden, das lediglich am Bildschirmdeckel mit zwei optischen Bügelfalten und dem Aorus-Logo auf sich aufmerksam macht und somit zumindest ein paar Farbakzente setzt. Beleuchtet sind im Betrieb aber weder das Logo noch die beiden Streifen. Außerdem positiv: Der Bildschirmdeckel und der Bereich um die Tastatur und das Touchpads herum sind leicht glänzend und lassen zumindest den Anschein auf Aluminium wirken. Jedoch ist die Oberfläche sehr anfällig für Fett- und Schmutzflecken.

Eine Wartungsklappe an der Unterseite, über die man einfachen Zugriff auf den Speicher haben hätte können, gibt es zwar nicht, dafür ist der 48-Wh-Akku austauschbar. Für das zusätzliche 2,5-Zoll-Laufwerk muss man bei der deutschen Fassung also die komplette Unterseite abnehmen. Die beiden Speicherbänke sind jedoch schon ab Werk komplett belegt. Dicke Lufteinlässe sucht man beim Aorus 7 SA vergebens. Luftein- und -Auslässe gibt es lediglich an der Unterseite sowie wie im hinteren Bereich der Seiten.

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Für zusätzliche Farbvielfalt sorgen die zahlreichen Aufkleber im Bereich des Topcases und vor allem die Tastatur, denn das Aorus 7 SA ist mit einer RGB-Hintergrundbeleuchtung ausgerüstet, die im Betrieb farbenfroh aufleuchten kann. Ebenfalls auffällig sind die schlanken Bildschirmränder von deutlich unter 5 mm, was bislang in der Regel nur bei höherpreisigen Gaming-Notebooks der Fall war.

Anschlüsse

Anschlussseitig hat der 17-Zöller eigentlich alles zu bieten, was der anspruchsvolle Gamer benötigt. Ein vollwertiger Nager lässt sich über eine USB-2.0-Buchse anschließen, für schnelle, externe Speichermedien gibt es aber auch zwei USB-3.1-Ports nach Typ-A. Auf Typ-C muss ebenfalls nicht verzichtet werden, wobei die Schnittstelle nicht das flexible und schnelle Thunderbolt-3-Protokoll beherrscht. Dafür gibt es je eine HDMI- und mini-DisplayPort-Schnittstelle für die Videoausgabe und damit für den Anschluss weiterer Displays. 

Gigabit-LAN mit Killer-Technik zur Netzwerk-Integration ist ebenso vorhanden, wie ein drahtloses WLAN- und Bluetooth-Modul. Zwei 3,5-mm-Klikenbuchsen für den Anschluss eines Headsets sowie ein integrierter Kartenleser runden das Gesamtpaket weiter ab. Die Platzierung der Anschlüsse ist gut, sind sie allesamt an den beiden Seitenteilen komplett nach vorne gewandert, klobige und weniger häufig genutzte Schnittstellen befinden sich hingegen hinter dem Bildschirm. Dort ist auch der Anschluss für das externe 180-W-Netzteil zu finden.

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Tastatur und Touchpad

Die Chiclet-Tastatur bietet bei mittlerem Hub ein sehr gutes Feedback, was auch längere Schreibphasen auf dem Gigabyte Aorus 7 SA möglich macht. Das Layout entspricht dem Standard, wobei die Pfeiltasten direkt integriert wurden und nicht leicht versetzt sind. Vielschreiber von Zahlen erfreuen sich außerdem über einen separaten Nummernblock, wobei die Tasten hier meist etwas kleiner sind. In der Regel setzt Gigabyte auf einen Tastenabstand von 4 mm bei einer Tastengröße von 15 x 15 mm. 

Die RGB-Hintergrundbeleuchtung ist im Vergleich zu den teuren High-End-Modellen des Herstellers fast schon rudimentär. Bestimmen lässt sich nämlich nur die Farbe in fünf verschiedenen Helligkeitsstufen. Einzelne Tasten, wie beispielsweise die WASD-Tasten, lassen sich nicht gesondert hervorheben. Dafür sind die Tastenbeschriftung sehr gut ablesbar und die LEDs gleichmäßig hell.

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Für den Mausersatz gibt es beim Aorus 7 SA ein 111 x 64 mm großes Touchpad, das leicht nach links versetzt direkt unterhalb der Tastatur positioniert ist. Dank der nur sehr leicht angerauten Oberfläche sind die Gleiteigenschaften hervorragend, wobei die Präzision in den Ecken leicht abnimmt. Eingaben bis hin zu Multitouch-Gesten werden jedoch schnell und präzise umgesetzt. Für den linken und rechten Mausklick hält der Gaming-Bolide jeweils separate Maustasten bereit, die jedoch zur Mitte hin etwas leichtgängig sind. Ein Fingerabdruck-Sensor fehlt.


Display

Das Gigabyte Aorus 7 SA verfügt über ein 17,3 Zoll großes Display, das sich dank IPS-Technik als sehr blickwinkelstabil erweist und nativ mit einer gamer-freundlichen Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten aufwarten kann. Für Spieler gibt es obendrein eine hohe Bildwiederholrate von 144 Hz, wobei auf G-Sync verzichtet werden muss. Wie bei vielen aktuellen Gaming-Notebooks ist der Bildschirm des Aorus 7 SA sehr blaustichig, denn im Schnitt haben wir bei unserem Testmuster fast 8.300 K gemessen. Die maximale Helligkeit geht mit 307 cd/m² in Ordnung, die Ausleuchtung ist mit etwas mehr als 89 % gut. Zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen 33 cd/m². Die Kontrastwerte liegen bei guten 1.023:1. Ein weiteres Highlight sind die schmalen Bildschirmränder und die matte Beschichtung.

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Die Software-Ausstattung

Auch wenn die deutsche Verkaufsversion des Aorus 7 SA ohne Festplatte und Betriebssystem ausgeliefert wird, hält Gigabyte eine Vielzahl an Tools für den 17-Zöller bereit. Bei unserer britischen Version setzen die Taiwaner gewohnt auf eine saubere Installation und verzichten damit auf unnötige Demos oder gar Bloatware-Programme. Das Control Center dient abermals als zentrale Anlaufstelle, wobei dieses im Vergleich zu den teuren High-End-Modellen des Herstellers deutlich abgespeckt wurde. Die RGB-Hintergrundbeleuchtung lässt sich nicht mehr für jede Taste einzeln und nur noch in der Farbe sowie Helligkeitsstufe bestimmen. Flexikey ist weiterhin mit an Bord, genau wie eine Lüftersteuerung und die Anpassung des Power-Modus. Die Temperaturen des Intel Core-i7-9750H und der NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti sowie deren Auslastung können ebenfalls ausgelesen werden.

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Temperaturen

Was die Temperaturen anbelangt, so zeigt sich das Gigabyte Aorus 7 SA von einer sehr guten Seite – kein Wunder, schließlich ist dank des großen 17-Zoll-Formfaktors ausreichend Platz für die Kühlung und die Wärmeverteilung vorhanden. Zwar erreichen Prozessor und Grafikkarte im Inneren unter absoluter Volllast durchaus hohe Temperaturen, jedoch machen sich diese an der Oberfläche kaum bemerkbar. Während unserer Tests erreichte der Intel Core i7-9750H bis zu 82 °C, die Turing-Grafikkarte blieb mit 79 °C nur unwesentlich kühler. Beide Komponenten können jedoch stets ihre maximale Leistung abrufen, denn mit 2,6 GHz, bzw. 1.665 MHz liegt man jeweils im Bereich der Basis-Taktraten, die von den beiden Herstellern angegeben werden. Gedrosselt wird also nicht.

Selbst unter absoluter Volllast, die wir gewohnt mittels Furmark und Prime95 simuliert haben, fallen die Oberflächen-Temperaturen vergleichsweise niedrig aus. Im Schnitt haben wir im Bereich des Topcases gerade einmal 25,6 °C gemessen, an der Unterseite hingegen etwa 26,9 °C. Der Spitzenwert liegt mit 36,9 °C an der Unterseite direkt unterhalb des Prozessors. Gekühlt wird die Hardware im Übrigen über ein ausgeklügeltes Heatpipe-System, bei dem Prozessor und Grafikkarte jeweils über einen eigenen Radiallüfter und separate Lufteinlässe verfügen. Im normalen Office- und 2D-Betrieb liegen die Temperaturen mit durchschnittlich etwa 24,1 und 23,9 °C nur geringfügig darunter, das Gerät kühlt also nur sehr langsam ab.

Während gerade die teuren Gaming-Notebooks auf einen Hybrid-Modus setzen und im Leerlauf bis zum Erreichen eines bestimmten Temperatur-Levels passiv und damit völlig lautlos gekühlt werden, arbeitet die Kühlung beim Aorus 7 SA durchgehend, ist mit einem Schallpegel von 35,4 dB(A) aber noch sehr leise. Unter Last drehen die beiden Lüfter für CPU und GPU deutlich auf. Wird gespielt, sind es in der Spitze bis zu 51,1 dB(A), im absoluten Worstcase können es jedoch bis zu 54,1 dB(A) sein. Der Kühlungsvorteil macht sich bei der Lautstärke im Vergleich mit den richtigen High-End-Boliden also nicht bemerkbar. Schnellere Geräte sind ähnlich laut, bzw. leise.

Akku

Das Aorus 7 SA ist mit einem 48-Wh-Akku ausgerüstet. Der ermöglicht Laufzeiten von etwa 63 bis 379 Minuten und reicht damit für etwa eine bis etwa 6,3 Stunden. Zwar sind die Office-Zeiten dank der Abschaltung der dedizierten GeForce-Grafikkarte vor allem mit Blick auf das große und damit nicht gerade sparsame Display sehr gut, jedoch geht dem 17-Zöller unter Last sehr schnell die Puste aus. Andere Geräte bieten hier trotz potenterer Hardware bessere Laufzeiten, was vor allem am kapazitätsschwachen Akku liegt. Zum Vergleich: Das Gigabyte Aero 15 ist mit 94 Wh ein echter Langläufer. Immerhin: Der Akku ist austauschbar – mit Zweitakku kann man also viel länger unterwegs mit dem Aorus 7 SA sein. 

Aufgeladen wird der Stromspender über ein externes 180-W-Netzteil und ist nach etwa 2,5 Stunden wieder voll einsatzbereit. Das ist ebenfalls ein vergleichsweise langer Wert. Dann genehmigt sich der 17-Zöller je nach Leistungsumfeld zwischen 10,8 und 149,4 W. In der Spitze können es direkt nach dem Anwerfen der Tools sogar über 200 W werden, was deutlich über den Spezifikationen des Netzteils liegt.


Cinebench 20

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 10

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


7-Zip

MIPS
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate (Lesen/Schreiben)

3276.8XX


3038.9XX
3040.3XX


1545.3XX
1774.1XX


1720.3XX
MB/s
Mehr ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

Grad Celsius
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Lautstärke

Idle/Load

dB(A)
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme und Akkulaufzeit

Leistungsaufnahme

Idle/Load

Watt
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Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 10 – Modern Office / Gaming

Minuten
Mehr ist besser


Blender

bmw27

Sekunden
Weniger ist besser

Blender

classroom

Sekunden
Weniger ist besser

Corona

Benchmark

Sekunden
Weniger ist besser

Handbrake

UHD Demo Nature

Sekunden
Weniger ist besser

VeraCrypt

AES

GB/s
Mehr ist besser

V-Ray

CPU

Sekunden
Weniger ist besser

V-Ray

GPU

Sekunden
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Futuremark 3DMark

FireStrike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

FireStrike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

FireStrike Ultra

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Time Spy

Futuremark-Punkte
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Futuremark 3DMark

Time Spy Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Anno 1800

1.920 x 1.080 – Hoch

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Anno 1800

Native Display-Auflösung – Hoch

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Battlefield V

1.920 x 1.080 – Hoch

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Battlefield V

Native Auflösung – Hoch

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Call of Duty: Modern Warfare

1.920 x 1.080 – Extra Settings

84.8XX


59.5XX
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Call of Duty: Modern Warfare

Native Auflösung – Extra Settings

84.8XX


59.5XX
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FIFA 20

1.920 x 1.080 – Hoch

138.4XX


111.1XX
134.2XX


111.0XX
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FIFA 20

Native Auflösung – Hoch

138.4XX


111.1XX
134.2XX


111.0XX
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Project Cars 2

1.920 x 1.080 – Ultra

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Project Cars 2

Native Auflösung – Ultra

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Shadow of Tomb Raider

1.920 x 1.080 – Hoch

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Shadow of Tomb Raider

Native Auflösung – Hoch

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The Witcher 3

1.920 x 1.080 – Sehr Hoch

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The Witcher 3

Native Auflösung – Sehr Hoch

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Beim Aorus 7 SA kürzt Gigabyte an der richtigen Stelle, um letztendlich ein sparsames aber sehr gutes Gaming-Notebook zu kreieren. Mit einem Preis von 1.199 Euro in Deutschland macht es selbst den großen Konkurrenten von ASUS und MSI Konkurrenz, bietet dafür aber einen waschechten Corei-i7-Prozessor, wohingegen die Konkurrenz meist nur einen Core i5-9300H oder einen Ryzen-Prozessor bietet. Damit zieht das Gerät in Sachen Leistung vorbei. Für den Spiele-, aber natürlich auch Arbeitsalltag bietet der Gaming-Bolide mehr als ausreichend Leistung. Die NVMe-SSD ist sehr schnell, die GeForce GTX 1660 Ti ermöglicht Full-HD-Gaming bei aktuellen Spielen problemlos. Die teuren RTX-Dreingaben werden sinnvoll eingespart. 

Gespart wird außerdem bei Gehäuse und Tastatur. Das ist beides jedoch weniger schlimm, denn die Verarbeitungsqualität kann sich sehen lassen, das schlichte Design ist zeitlos. Die Chiclet-Tastatur ermöglicht mit ihrem mittleren Hub ein angenehmes Tippgefühl, eine farbenfrohe RGB-Beleuchtung zur Abwechslung gibt es ebenfalls. Die lässt sich jedoch nicht mehr für jede Taste einzeln konfigurieren. Eine moderne Typ-C-Schnittstelle ist an Bord, die arbeitet jedoch nicht nach dem Thunderbolt-3-Protokoll, was für die meisten Spieler zu verschmerzen ist. Dafür sind ohnehin ausreichend Video-Ausgänge und USB-Ports sowie ein Kartenleser integriert.

Das Display ist sehr blaustichig und könnte insgesamt etwas heller sein, bietet dafür jedoch eine Bildwiederholrate von 144 Hz, wobei man auf natives G-Sync verzichten muss. Ganz so kompakt und leicht wie die trendigen Gaming-Notebooks ist das Aorus 7 SA zwar nicht, ist vor allem mit Blick auf sein großes 17-Zoll-Display aber noch immer relativ portabel. Die Oberflächen-Temperaturen sind äußerst niedrig, die Kühlung mit bis zu 51,1 dB(A) im Spielebetrieb jedoch etwas laut. Zudem stört, dass die Kühlung durchgehend arbeitet.

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Dass Gigabyte in Deutschland auf die zusätzliche 2,5-Zoll-Festplatte und das Betriebssystem verzichtet, drückt den Gerätepreis, erhöht jedoch den Aufwand und das nötige Wissen beim Käufer. Dennoch wird mit einem Preis von rund 1.200 Euro sehr viel geboten. Unsere UK-Version mit Windows 10 Home und 1-TB-HDD kostet knapp 200 Euro mehr, was jedoch auch am starken britischen Pfund liegt. 

Wir zücken unseren Preis-Leistungs-Award:

Positive Aspekte des Gigabyte Aorus 7 SA:

Negative Aspekte des Gigabyte Aorus 7 SA:

Preise und Verfügbarkeit
Aorus 7-SA-7DE1130SD (SA-7DE1130SD)
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