Microsoft Surface Laptop 3 im Test: Ein edler Minimalist bei Optik und Anschlüssen

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microsoft surface alptop-3 test-teaserBei der neuesten Generation seines Surface Laptop hat Microsoft an vielen Stellen geschraubt und mehr als nur simple Produktpflege betrieben, innerhalb der die Hersteller von Zeit zu Zeit lediglich die Hardware auf den neusten Stand bringen. So verbaut man ab sofort auch Ryzen-Prozessoren aus dem Hause AMD und hat das Gehäuse komplett überarbeitet, behält jedoch die edle und schlichte Optik des mobilen Alltagsbegleiters bei. Dieser Minimalismus zeigt sich jedoch auch an anderer Stelle, wie unser Test des Microsoft Surface Laptop 3 zeigt.

Schon seit einigen Jahren überlässt Microsoft das Hardware-Feld nicht mehr nur seinen Partnern, sondern baut auch eigene Geräte, die innerhalb der Surface-Familie verkauft werden und natürlich auf die hauseigene Software rund um Windows 10 und Office 365 setzen. Sie sind meist mehr als nur Beispielgeräte für die Hersteller und erfreuen sich bei den Anwendern wachsender Beliebtheit, was sich innerhalb der Quartalszahlen stetig bemerkbar macht. 

Im Oktober stellte Microsoft jeweils die neueste Generation seines Surface Pro und Surface Laptops vor. Während man bei seinem beliebten Convertible eher Produktpflege betrieb und lediglich die Hardware-Innereien auf den neuesten Stand brachte, fielen die Änderungen beim Surface Laptop 3 größer aus. So setzt die dritte Generation des edlen Consumer-Notebooks ab sofort auf ein hochwertiges Metallgehäuse und lässt sich teilweise sogar mit den neuen Ryzen-Prozessoren von AMD bestücken, die bei den Herstellern bislang eher ein unliebsames Dasein fristeten und kaum anzutreffen waren. 

Den Surface Laptop 3 gibt es zunächst in zwei verschiedenen Varianten: Einmal mit 13 Zoll großem Bildschirm und einmal in einer größeren Version mit 15-Zoll-Display, die beide natürlich kapazitiv und mit eher ungewöhnlichem 3:2-Format ausgerüstet sind. Unterschiede gibt es aber auch bei der Hardware-Ausstattung. Denn während das kleine Modell ausschließlich von Intel-CPUs der zehnten Core-Generation betrieben wird, lassen sich die größeren Schwestermodelle auch mit AMDs Ryzen-Prozessoren bestücken. Konkret setzt man auf den Intel Core i5-1035G7, den Core i7-1065G7 sowie auf den AMD Ryzen 5 3580U und Ryzen 7 3780U. Um die 3D-Beschleunigung kümmert sich jeweils die im Prozessor integrierte Lösung und damit entweder eine Intel Iris Plus Graphics oder eine Vega 9 bis 11. 

Dazu gibt es bis zu 32 GB (LP)DDR4(X)-Arbeitsspeicher und eine schnelle PCI-Express-SSD mit Kapazitäten von 128 GB bis 1 TB. Die Konnektivität reicht über USB Typ-C bis hin zu WiFi 6 und Bluetooth 5, wobei das teilweise plattformabhängig ist. Eine Chiclet-Tastatur mit weißer LED-Hintergrundbeleuchtung, ein Touchpad mit Glasoberfläche, eine Webcam für Windows Hello sowie ein leistungsstarker Akku, der für Laufzeiten von bis zu 11,5 Stunden sorgen soll, zählen ebenfalls zur Grundausstattung des Microsoft Surface Laptop 3.

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All das verpackt Microsoft in einem edlen Metallgehäuse, das wahlweise in mattem Schwarz oder in Platin-Farbe erhältlich ist. Damit ist der Konzern von der viel kritisierten Alcantara-Oberfläche weggerückt, wobei es diese bei den Einstiegsgeräten der 13-Zoll-Version noch immer gibt. Preislich muss man dafür mindestens 900 Euro auf den Ladentisch legen, kann für das Topmodell aber auch über 3.000 Euro bezahlen – der Surface Laptop ist quasi das MacBook von Microsoft.

Für unseren Test erhielten wir von Microsoft die rund 1.650 Euro teure Commercial-Version der 15-Zoll-Variante mit Core-i7-Prozessor, 256-GB-SSD und 16 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung gestellt. Wie sich der edle Alltagsbegleiter in der Praxis schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Test auf den nachfolgenden Seiten.

Preise und Verfügbarkeit
Microsoft Surface Laptop 3 (PLZ-00025)
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 1.833,55 EUR



Herzstück unserer Commercial-Version des Microsoft Surface Laptop 3 ist der Intel Core i7-1065G7. Er entspringt bereits der zehnten Core-Generation und läuft in 10 nm vom Band, mit deren Fertigungstechnik Intel noch immer zu kämpfen hat. Konkret handelt es sich bei diesem Prozessor-Modell um einen Vertreter der Ice-Lake-Familie, mit der Intel nach vielen Jahren Optimierung der Skylake-Architektur auf die neuen Sunny-Cove-Kerne umschwenkte und damit ein breiteres Front-End sowie tieferes Back-End integrierte, das zahlreiche Optimierungen wie neue Befehlssätze und ein natives Thunderbolt 3 bereithält. Konkret bietet der Intel Core i7-1065G7 vier CPU-Kerne, die dank SMT-Support acht Threads zur gleichen Zeit verarbeiten können. Dabei machen sie sich mit einer Geschwindigkeit von 1,3 bis 3,9 GHz ans Werk und können auf einen 8 MB großen L3-Cache zurückgreifen.

Da Microsoft bei seinem Surface Laptop 3 auf eine dedizierte Grafiklösung verzichtet, kommt die in der Ice-Lake-CPU integrierte GPU zum Einsatz. Die Gen11-Grafikeinheit stellt einen Zwischenschritt zur ersten, wirklich neuen GPU-Architektur namens Xe im kommenden Jahr dar und bietet im Maximalausbau bis zu 64 Execution Units, die mit einem maximalen Takt von 1,1 GHz betrieben und somit einen Rechenleistung von 1,12 TFLOPS bei FP32-Berechnungen, bzw. von 2,25 TFLOPS bei einfacher Genauigkeit erreichen können. 

Beim Intel Core i7-1065G7 kommt dieser Maximalausbau tatsächlich zum Einsatz. Ihren Videospeicher zwackt sich die Intel Iris Plus Graphics 950 jedoch direkt vom Hauptspeicher ab, was bei unserem Testgerät standardmäßig 1.024 MB sind, wobei das Sample insgesamt 16 GB LPDDR4X-Arbeitsspeicher mit schnellen 3.733 MHz mit Dual-Channel-Modus bietet.

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Windows 10 Pro installiert Microsoft auf einer 256 GB großen M.2-SSD vor, die natürlich per schnellem PCI Express angeschlossen wird und so besonders hohe Datenübertragungsraten verspricht. In den Einstiegslösungen verbaut Microsoft teilweise nur die Hälfte an Speicher, in den Topmodellen gibt es auf bis zu 1 TB. Die Speicherupgrades lässt sich Microsoft wie Apple teuer bezahlen. Platz für ein zusätzliches Datengrab im 2,5-Zoll-Format gibt es im Surface Laptop 3 nicht. 

Das Display misst 15 Zoll in seiner Diagonalen und löst mit 2.496 x 1.664 Bildpunkten auf, womit der Laptop gegenüber den Convertibles der Surface-Pro-Reihe etwas weniger hochauflösend ist. Aber auch er bietet Touch-Fähigkeiten für bis zu zehn Finger, erlaubt die Nutzung des Surface-Pens und ermöglicht damit handschriftliche Notizen und Skizzen. Natürlich setzt Microsoft auf ein blickwinkelstabiles IPS-Panel, das große Farbräume, hohe Kontrastwerte und Helligkeiten erreichen soll. Für die Stromversorgung gibt es unterwegs einen 45,8 Wh starken Akku, der fest verbaut ist. Uns lag die mattschwarze Farbvariante des Surface Laptop 3 vor.

All das kostet derzeit rund 1.650 Euro im freien Handel. Zwar vertreibt Microsoft die Geräte auch selbst, im Company-Store sind die Preise in der Regel jedoch deutlich höher. Ein Blick in den Preisvergleich kann sich also lohnen.

Microsoft Surface Laptop 3 Commercial
 
Prozessor: Intel Core i7-1065G7
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 1,3 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,9 GHz
Prozessor - Fertigung 10 nm
Prozessor - Cache 8 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - LPDDR4X-3733
Grafikkarte

Intel Iris Plus Graphics 950

Grafikkarte - Grafikspeicher 1 GB (vom Hauptspeicher)
Festplatte/SSD

1x 256 GB NVMe

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 2.041,7 / 822,1 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 2.496 x 1.664 
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Display - Touch: ja
Display - G-Sync nein
Display - Bildwiederholfrequenz 60 Hz
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 16 x 16 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 80
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Abmessungen: 115 x 76 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: x
DVI: x
DisplayPort x
USB 2.0:

x

USB 3.1 Gen1: 1
USB 3.1 Gen2: 1
USB Typ-C: 1
Thunderbolt 3: x
Audio: 1x 3,5-mm-Klinke
Gehäuse 
 
Akku: 45,8 Wh
Material: Aluminium
Abmessungen: 339,5 x 244 x 14,69 mm
Gewicht 1,54 kg
Preis und Garantie 
 
Preis:ab etwa 1.650 Euro
Garantie: 24 Monate

Preise und Verfügbarkeit
Microsoft Surface Laptop 3 (PLZ-00025)
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 1.833,55 EUR



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Abgesehen vom leicht spiegelndem Windows-Logo auf dem Bildschirm-Deckel verzichtet Microsoft auf weitere optische Spielereien, womit der Surface Laptop 3 ein echter Design-Minimalist ist. Insgesamt kann das Chassis mit seiner edlen und schlichten Optik überzeugen, die ansonsten in mattem Schwarz gehalten ist. Die 15-Zoll-Version wird aber auch in Platin-ähnlicher Farbvariante angeboten, die deutlich heller ist. Große Lüftungsschlitze gibt es keine, im Gegenteil: Das Gehäuse ist vollständig abgeschlossen, den Luftaustausch erledigt die Kühlung über den Bereich zwischen Topcase und Bildschirm sowie an dortiger Unterseite – ähnlich wie das Apple bei seinen aktuellen MacBook-Geräten im Unibody-Design macht.

Eine Wartungsklappe, über die man schnellen und einfachen Zugriff erhalten hätte, gibt es beim Surface Laptop 3 nicht, jedoch lässt sich die gesamte Unterseite einfacher abnehmen als noch bei den Vorgängern. Unter den kleinen Gummi-Füßchen sind die dafür notwendigen Schrauben versteckt. Schade, dass Microsoft den Arbeitsspeicher fest verlötet, was dessen Austausch nahezu unmöglich macht.

Die Verarbeitung ist auf höchstem Niveau: Stabilitätsprobleme, scharfe Kanten oder unsauber herausgearbeitete Spaltmaße gibt es bei unserem Muster keine. Zudem lässt sich der 15-Zöller problemlos mit nur einer Hand öffnen, stabil sind die Scharniere aber trotzdem.

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Minimalistisch bleibt auch das Topcase. Vor allem die Tastatur-Beschriftung beschränkt sich auf das Nötigste, dedizierte Tasten für den linken oder rechten Mausklick oder gar einen Fingerabdruck-Sensor wie bei den Ansteck-Tastaturen der Surface-Pro-Reihe gibt es nicht. Die Hintergrundbeleuchtung ist einfarbig in Weiß gehalten und lässt sich lediglich in drei Helligkeitsstufen anpassen. Auf störende Aufkleber hat Microsoft ebenfalls verzichtet.

Anschlüsse

Nicht nur bei der Optik zeigt sich der Microsoft Surface Laptop 3 sehr minimalistisch. Bei der Anschlussvielfalt halten sich die Redmonder ebenfalls sehr zurück und geben ihrem neuesten Notebook-Sprössling gerade einmal vier Anschlüsse mit auf den Weg. Das sind zum einen ein Typ-C-Port auf der linken Geräteseite sowie eine reguläre USB-Typ-A-Schnittstille inklusive einer 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern. Das macht die Nutzung einer zusätzlichen Docking-Station fast schon notwendig und zwingt den Anwender zum teuren Zubehör-Kauf. Doch Vorsicht: Trotz Ice-Lake-CPU unterstützt der Typ-C-Port kein Thunderbolt 3. Immerhin: Das Gerät ließe sich über diesen Port aufladen, dafür hat Microsoft jedoch seinen proprietären Surface-Anschluss vorgesehen. Einen integrierten Kartenleser dürften ebenfalls einige Produktiv-Anwender schmerzlich vermissen.

Microsoft hat die Chance, in Sachen Anschlussvielfalt vieles besser zu machen als sein direkter Konkurrent, vertan.

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Tastatur und Touchpad

Bei der Tastatur setzt der Surface Laptop weiterhin auf einfache Chiclet-Tasten, die über einen kurzen Hub von 1,3 mm verfügen, sich im Praxistest zwar als sehr leichtgängig erweisen, dafür ein knackiges und präzises Schreibgefühl ermöglichen. Zwar setzt Microsoft auf ein Standard-Layout mit einfacher Beschriftung, jedoch sind die Pfeiltasten eng aneinander gerückt und auch der Power-Button ist ungewohnt neben der Enft-Taste platziert, was im Alltag immer wieder für Verwirrung sorgt. Trotz der 15-Zoll-Ausrichtung gibt es keinen separaten Nummernblock, dagegen sind die Tasten mit 16 x 16 mm vergleichsweise groß und im großzügigen Abstand von in der Regel 4 mm angebracht.

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Das Touchpad ist im Generationsvergleich etwa 20 % größer geworden und misst nun 115 x 76 mm. Dank der nur leicht angerauten Glas-Oberfläche sind die Gleiteigenschaften nahezu perfekt, die Umsetzung der Eingaben bis hin zu komplexen Multitouchgesten erfolgt schnell und präzise. Microsoft setzt auf ein einfaches Clickpad und verzichtet damit auf separate Maustasten. Der Druckpunkt ist deutlich fester als bei der Tastatur.

Schade ist zudem, dass ein Fingerabdruck-Sensor fehlt. Eine für Windows Helo kompatible HD-Webcam ist im oberen Bildschirmrand des Displays jedoch integriert. 


Display

Den Surface Laptop 3 gibt es wahlweise mit 13 oder 15 Zoll großem Bildschirm. Unser Testgerät besitzt die größere Bildschirmdiagonale und bietet damit die höhere Auflösung, denn nativ löst das Panel mit 2.496 x 1.664 Bildpunkten und kommt so auf eine Pixeldichte von 201 ppi. Auffällig ist das eher quadratische Bildformat mit einem Verhältnis von 3:2, was laut Microsoft vor allem im produktiven Arbeitseinsatz für einen besseren Überblick sorgen soll. Im Gegensatz zu vielen anderen Geräten dieser Preis- und Leistungsklasse bietet es jedoch vergleichsweise breite Bildschirmränder.

In unserem Test erreicht das blickwinkelstabile IPS-Panel zwar sehr helle 417 cd/m² und ist damit auch für den Außeneinsatz und besonders helle Umgebungen bestens geeignet, jedoch könnte die Ausleuchtung besser sein, denn die Homogenität liegt nur bei knapp über 82 % – den hellsten und dunkelsten Wert trennen stolze 74 cd/m². Gerade nach unten hin wird das Display etwas dunkel, liegt jedoch immer über 300 cd/m². Dafür weiß das Kontrastverhältnis mit sehr guten 1.326:1 gefallen. 

Das Sharp-Display, welches so im Übrigen in allen Surface-Laptop-3-Modellvarianten mit 15 Zoll zum Einsatz kommt, verfügt insgesamt über gute Farbtemperaturen. Im Schnitt haben wir 6.604 K gemessen, womit sogar fast der Optimalwert von 6.500 K getroffen wird. Hier gilt ebenfalls: Nach unten hin wird das Display nicht nur dunkler, sondern auch farblich kühler. 

Weitere Besonderheiten wie beispielsweise Adaptive-Sync oder eine hohe Bildwiederholrate gibt es nicht, was in Anbetracht der Zielgruppe jedoch zu erwarten ist. 

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Die Software-Ausstattung

Abgesehen von einer 30-tägigen Testversion der Office-Suite Office 365 kommt der Microsoft Surface Laptop 3 fast nackig daher, denn weitere Software-Tools sucht man auf unserem Testgerät vergebens. Auch ein Tool für die Steuerung der einzelnen Hardware-Komponenten oder das Auslesen der Temperaturen und Auslastungs-Werte von CPU, GPU und Netzwerk ist nicht vorhanden. Hier wäre das neue Command Center von Intel sicherlich sehr hilfreich gewesen. Insgesamt hat sich Microsoft für eine sehr saubere Installation von Windows 10 Pro entschieden. Doch Obacht: Die Pro-Version mit erweiterten Remote-Funktionen gibt es nur bei der Commercial-Version, die Modellvarianten der Consumer-Reihe mit AMD-Prozessor müssen mit der leicht abgespeckten Home-Version auskommen. 

Temperaturen

Der Intel Core i7-1065G7 ist mit seiner konfigurierten TDP von sparsamen 15 W sehr effizient und auch eine dedizierte Grafiklösung gibt es beim Microsoft Surface Laptop 3 nicht, womit die Temperaturen vor allem an der Oberfläche des Metallgehäuses nicht wirklich hoch ausfallen. Im Inneren herrschen jedoch bis zu 93 °C. Im Schnitt haben wir unter absoluter Volllast, die wir gewohnt mittels Prime95 und Furmark simulieren, bis zu 32,4 °C gemessen, in der Spitze sind es rund 41 °C. Die wärmste Stelle liegt wie so häufig im zweiten Quadranten an der Unterseite.

Im Leerlauf liegen die Temperaturen mit durchschnittlich 30,1 und 30,3 °C etwas darunter, womit das Gehäuse nur sehr langsam auskühlt. Die Maximal-Temperaturen liegen hier jedoch nur noch bei etwa 33 °C. Auch wenn die Ice-Lake-CPU sehr heiß wird, kann sie ihre maximale Leistung fast durchgängig abrufen. Die vier Rechenkerne machen sich im Worstcase mit einer Geschwindigkeit von 1.200 MHz ans Werk, was nur geringfügig unter dem spezifizierten Leistungsniveau von 1,3 GHz liegt. Die integrierte GPU arbeitet bei Vollauslastung immerhin noch mit 800 MHz. 

Die vergleichsweise hohen Hardware-Temperaturen kommen jedoch der Lautstärke zugute, denn während unserer Tests bleibt das Ultrabook mit 43,8 dB(A) im Alltag vergleichsweise laufruhig, kann in Extrem-Situationen jedoch fast 46 dB(A) erreichen, womit der 15-Zöller schon deutlich hörbar ist. Das Rauschen ist jedoch angenehm, da die Kühlung nicht wie bei vielen anderen Geräten stetig auf- und abregelt, sondern mit konstanter Geschwindigkeit arbeitet. Ebenfalls lobenswert: Bis zum Erreichen eines bestimmten Temperatur-Levels arbeitet der Microsoft Surface Laptop passiv und damit völlig lautlos – und das selbst bei durchgängiger Office-Arbeit. 

Akku

Auf den ersten Blick mag der Microsoft Surface Laptop 3 akkuseitig mit 45,8 Wh schwachbrüstig bestückt sein. In der Praxis werden jedoch hohe Laufzeiten erreicht und die vom Hersteller versprochenen mindestens 11,5 Stunden sogar übertroffen. Im einfachen Idle-Test hält unser Testmuster bei einer Bildschirmhelligkeit von etwa 120 cd/m² satte 900 Minuten lang durch, was fast 15 Stunden entspricht. Im Office-Test des aktuellen 3DMark-Benchmarks sind es immer noch knapp über 14 Stunden. Hier scheinen die Stromspartechniken der fortschrittlichen Ice-Lake-CPU vollends zu greifen. 

Wird die Hardware jedoch voll belastet, sinken die Laufzeiten deutlich. Dann wird der Bildschirm beim Surface Laptop 3 schon nach 162 Minuten schwarz, was einer Laufzeit von knapp unter drei Stunden entspricht. Aufgeladen wird der Akku über ein externes 65-W-Netzteil und ist nach etwa anderthalb Stunden wieder voll einsatzbereit. Es gibt jedoch auch eine Schnelllade-Funktion, bei der sich der Akku binnen einer Stunde auf eine Kapazität von 80 % bringen lässt. 

Im Leerlauf zieht der 15-Zöller etwa 7,2 W aus der Steckdose und erweist sich damit als äußerst sparsam, was die obigen Laufzeiten unterstreicht. Unter Last kann der Energiehunger fast 66 W erreichen, was gerade noch so den Anforderungen des Netzteils entspricht. Für ein Ultrabook dieser Leistungsklasse gehen diese Werte in Ordnung. 


Cinebench 20

CPU

Punkte
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Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 11

CPU

Punkte
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PCMark 10

Home

Futuremark-Punkte
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PCMark 8

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
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7-Zip

MIPS
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Massenspeicher

Datenrate (Lesen/Schreiben)

MB/s
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Speicherdurchsatz

Datenrate

GB/s
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Display

Helligkeit

cd/m2
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Kontrast

Wert:1
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Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

Grad Celsius
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Lautstärke

Idle/Load

dB(A)
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Leistungsaufnahme und Akkulaufzeit

Leistungsaufnahme

Idle/Load

Watt
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Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

Minuten
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Akkulaufzeit

PCMark 10 – Modern Office / Gaming

Minuten
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Blender

bmw27

Sekunden
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Blender

classroom

Sekunden
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Corona

Benchmark

Sekunden
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Handbrake

UHD Demo Nature

Sekunden
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VeraCrypt

AES

GB/s
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V-Ray

CPU

Sekunden
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Futuremark 3DMark

FireStrike

Futuremark-Punkte
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Futuremark 3DMark

FireStrike Extreme

Futuremark-Punkte
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Futuremark 3DMark

FireStrike Ultra

Futuremark-Punkte
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Futuremark 3DMark

Time Spy

Futuremark-Punkte
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Futuremark 3DMark

Time Spy Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Der Microsoft Surface Laptop 3 ist ein echter Minimalist. Und das nicht nur mit Blick auf das schlichte, jedoch sehr edle Gehäuse, sondern auch bei der Anschluss-Vielfalt. Hier hat Microsoft die Chance vertan, vieles besser als der direkte Kontrahent zu machen. Jeweils ein USB-Typ-A- und -Typ-C-Port sind deutlich zu wenig und machen zusätzliches Zubehör, welches man selbst teuer verkauft, zur Pflicht. Hinzukommt, dass der Typ-C-Port kein Thunderbolt 3 beherrscht und damit weniger flexibel ist. Immerhin ließe sich das Gerät mit passendem Netzteil darüber laden, Microsoft sieht hierfür jedoch seinen eigenen Surface-Connect-Anschluss vor. Ansonsten wird nur noch eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern geboten – der Wegfall des integrierten Kartenlesers dürfte vor allem im Produktiv-Einsatz vielen Anwendern fehlen. 

Hardwareseitig kann das Gerät auf ganzer Linie überzeugen. Der Intel Core i7-1065G7 und die integrierte Iris-Plus-Graphics sind für den Alltag und intensivere Aufgaben bestens gerüstet und erlauben dank ihrer guten Effizienz sehr lange Laufzeiten. Je nach Szenario sind deutlich über zehn Stunden drin, unter Last geht dem 45,8-Wh-Akku schnell die Puste aus. Der Arbeitsspeicher ist ausgesprochen schnell, die Lesegeschwindigkeit der PCI-Express-SSD ebenso, wobei die Schreibleistung deutlich unter der Lese-Performance liegt, was im Alltag aber weniger stört. Einzig ein Spielen ist mit dem Surface-Laptop nicht möglich. Dabei bleibt das Gerät ausgesprochen laufruhig und arbeitet in der Regel passiv und somit völlig lautlos.

Das Display ist sehr hochauflösend, kontrastreich und hell, könnte jedoch besser ausgeleuchtet sein. Dafür stimmen die Farbtemperaturen, was für eine gute Vorab-Kalibrierung spricht. Obendrein ist der Bildschirm kapazitiv, unterstützt den Surface-Pen mit seinen 4.096 Druckstufen und ermöglicht so das Anfertigen von handschriftlichen Notizen und Skizzen. 

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Die hohe Leistung, die guten Oberflächen-Temperaturen, die leise Geräuschkulisse und die sehr gute Verarbeitung haben jedoch ihren Preis: Für unsere Commercial-Variante mit Core-i7-Prozessor, 16 GB RAM und 256-GB-SSD will Microsoft rund 1.650 Euro haben. Vor allem die Updgrade-Preise beim Speicher schlagen mit hohen Aufschlägen zu Buche – auch hier macht man es der MacBook-Konkurrenz gleich. Mit einer besseren Konnektivität hätte man sich deutlich absetzen können. Schade! 

Positive Aspekte des Microsoft Surface Laptop 3:

Negative Aspekte des Microsoft Surface Laptop 3:

Preise und Verfügbarkeit
Microsoft Surface Laptop 3 (PLZ-00025)
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 1.833,55 EUR