MSI Prestige 15 im Test: Mit Comet Lake U und Max-Q zum Kreativ-Liebling

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msi prestige 15 review-teaserDas MSI Prestige 15 kombiniert einen Ultrabook-Prozessor der Comet-Lake-Generation mit einer Turing-Grafikkarte der Max-Q-Reihe und macht so Jagd auf die anspruchsvollen Content-Ersteller, die auch von unterwegs aus auf eine hohe Rechenleistung zugreifen wollen. Dazu kommen eine schnelle NVMe-SSD, massig Arbeitsspeicher und ein hochauflösendes IPS-Panel mit besonders schmalen Bildschirmrändern sowie natürlich ein schickes und edles Metallgehäuse. Wie sich das MSI Prestige 15 A10SC in der Vollausstattung schlägt, das erfährt man in diesem Hardwareluxx-Test auf den nachfolgenden Seiten.

Was der MSI Prestige P100 9SF, welchen wir erst vor wenigen Tagen bei uns auf dem Prüfstand hatten, im Desktop-Segment ist, ist das MSI Prestige 15 auf dem Notebook-Markt: Ein schnelles und edles Gerät für anspruchsvolle Kreativ-Köpfe, die auch von unterwegs aus ihre Arbeiten rund um die Foto- und Film-Bearbeitung erledigen möchten. MSI zielt damit ganz klar auf die großen Platzhirsche wie das Dell XPS 15, den Microsoft Surface Laptop oder natürlich auf das Apple MacBook Pro 15 ab. Doch während viele Geräte hier einen schnellen H-Prozessor mit einer aktuellen Turing-Grafiklösung kombinieren, setzt MSI auf einen Ultrabook-Prozessor mit effizienter Max-Q-Grafik. 

Zu verstecken braucht sich diese Konfiguration jedoch nicht. Im Gegenteil: MSI setzt auf die neue Comet-Lake-U-Generation, die erstmals sechs CPU-Kerne ins Ultrabook brachte und sich mit einer TDP von 15 bis 25 W trotzdem als sehr sparsam erweist. Gleiches gilt für die Grafiklösung, denn hier setzt MSI auf eine NVIDIA GeForce GTX 1650 Max-Q, welche zwar ebenfalls technisch 1:1 ihrem Desktop-Gegenstück entspricht, dank Takt-Optimierungen jedoch sparsamer arbeitet und nur geringfügig langsamer ist. Die Kombination beider Komponenten ist also sehr reizvoll.

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Die restliche Ausstattung des MSI Prestige 15 kann sich ebenfalls sehen lassen: MSI verbaut bis zu 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher und eine flotte NVMe-SSD mit bis zu 1 TB an Speicher. Ein zweites M.2-Laufwerk ließe sich ebenfalls unterbringen. Das Display ist beim Prestige 15 namensgebend und misst 15,6 Zoll in seiner Diagonalen, wobei die Taiwaner wahlweise auf ein Full-HD-Panel oder auf ein hochauflösendes UHD-Display mit nativen 3.840 x 2.160 Bildpunkten setzen. Moderne Anschlüsse bis hin zu Thunderbolt 3 und WiFi 6 gibt es ebenso wie eine Chiclet-Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung und ein großzügig dimensioniertes Touchpad. 

Unsere Komplettausstattung mit Intel Core i7-10710U, NVIDIA GeForce GTX 1650 Max-Q, 32 GB RAM, 1 TB SSD und 4K-Bildschirm kostet damit rund 2.069 Euro. Mit Full-HD-Display und halb so viel Speicher werden in einer zweiten Konfiguration immerhin noch etwa 1.570 Euro aufgerufen. 

Wie sich das MSI Prestige 15 A10SC-014 im Praxisalltag schlägt, klären wir auf den nachfolgenden Seiten. 

Preise und Verfügbarkeit
MSI Prestige 15 A10SC-014 Carbon Grey
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 1.980,00 EUR



Herzstück unseres Testmusters ist ein Intel Core i7-10710U, welcher erst im September als sparsamer Ultrabook-Prozessor von Intel auf die Hersteller-Geräte losgelassen wurde. Bei ihm handelt es sich um das aktuelle Flaggschiff der Comet-Lake-U-Generation, das im Gegensatz zu den kleineren Geschwistermodellen nicht mehr nur vier Kerne und acht Threads bietet, sondern derer gleich sechs bzw. zwölf. Damit finden sich nun erstmals auch in sparsamen Ultrabook-Geräten sechs CPU-Kerne wieder. Der Basistakt beläuft sich auf 1,1 GHz, während der Boost für einen Kern maximal 4,7 GHz erreichen kann. Werden alle Kerne belastet, macht sich der Intel Core i7-10710U laut Datenblatt mit einer Geschwindigkeit von 3,9 GHz ans Werk. Die TDP gibt Intel mit sparsamen 15 bis 25 W an, wobei unser Gerät auf 15 W beschränkt ist. 

Für die Grafikbeschleunigung setzt MSI nicht nur auf die GT2-Grafik der Comet-Lake-U-CPU, sondern spendiert dem Prestige-Gerät außerdem einen dedizierten Grafikchip. MSI vertraut auf eine NVIDIA GeForce GTX 1650, die ebenfalls in der energieeffizienten und sparsamen Max-Q-Ausführung daherkommt. Sie baut auf der TU117-GPU der Turing-Generation auf, verzichtet jedoch auf die dedizierten Tensor- und RT-Cores und damit auf die RTX-Fähigkeiten der größeren Modelle. Sie stellt insgesamt 1.024 Shadereinheiten bereit und kann auf einen 4 GB großen GDDR5-Videospeicher samt 128-Bit-Anbindung zurückgreifen. Taktmäßig bietet der Chip einen Basis- und Turbo-Takt von 1.020 bzw. mindestens 1.245 MHz. Die TGP wird von NVIDIA mit 35 W angegeben. 

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Dazu gibt es 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher in Dual-Channel-Ausführung und mit 2.666 MHz sowie eine 1 TB fassende M.2-SSD, welche dank des NVMe-Protokolls natürlich per PCI-Express schnell angebunden wird. Da uns MSI mit der Vollausstattung versorgte, hat es auch das Display in sich. Dieses löst nativ mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten auf und ist ein blickwinkelstabiles IPS-Panel mit besonders schmalen Bildschirmrändern, die die schlanke Bauweise des MSI Prestige 15 erst ermöglichen. Für die Stromversorgung unterwegs zeichnet sich ein 82 Wh starker Akku verantwortlich. Vorinstalliert ist Windows 10 Pro.

All das gibt es ab rund 2.069 Euro. Mit der Hälfte an Speicher und weniger hoch auflösendem Full-HD-Panel bezahlt man für das MSI Prestige 15 hingegen rund 1.569 Euro

MSI Prestige 15 A10SC-014
 
Prozessor: Intel Core i7-10710U
Prozessor - Kerne: 6
Prozessor - Grundtakt: 1,1 GHz
Prozessor - Turbotakt: 4,7 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 12 MB
Arbeitsspeicher 32 GB - DDR4-2666
Grafikkarte

NVIDIA GeForce GTX 1650 Max-Q

Grafikkarte - Grafikspeicher 4 GB GDDR5
Festplatte/SSD

1 TB NVMe

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 1.774,1 / 1.720,3 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 3.840 x 2.160 Pixel
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync nein
Display - Bildwiederholfrequenz 60 Hz
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 16 x 16 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 84
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 140 x 65 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DisplayPort -
USB 2.0:

-

USB 3.1 Gen1: -
USB 3.1 Gen2: 4
USB Typ-C: 2
Thunderbolt 3: 2
Audio: 1x 3,5 mm Klinke
Gehäuse 
 
Akku: 82 Wh
Material: Aluminium
Abmessungen: 356,8 x 233,7 x 15,9 mm
Gewicht 1,6 kg
Preis und Garantie 
 
Preis:2.069 Euro
Garantie: 24 Monate

Preise und Verfügbarkeit
MSI Prestige 15 A10SC-014 Carbon Grey
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 1.980,00 EUR



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All das verpackt MSI in einem 356,8 x 233,7 mm x 15,9 mm großen und rund 1,6 kg leichten Gehäuse und bleibt damit dank der sparsameren Hardware-Wahl kompakter und leichter als beispielsweise das Dell XPS 15. Gegenüber dem hauseigenen GS65 Stealth Thin, das sich ebenfalls an anspruchsvolle Unterwegs-Anwender richtet, ist das Äußere weniger verspielt. MSI setzt vor allem an den Kanten und im Bereich des Touchpads auf leicht blau-schimmernde Farbakzente, wobei das Aluminium-Chassis überwiegend in einem sehr dunklen Farbton gehalten ist. Damit unterstreicht MSI die Ansprüche der gewünschten Zielgruppe. Seine Gaming-Ambitionen kann das Prestige-Gerät jedoch nicht verbergen, denn wie schon beim MSI Prestige P100 ist auch hier das Drachenlogo wieder mit von der Partie, welches leicht schimmernd den Gehäuse-Deckel schmückt. 

Dicke Lufteinlässe gibt es bei der 15-W-CPU und der 35-W-GPU keine. Lediglich am hinteren Ende und an der Unterseite sind einige Lufteinlässe für die Kühlung von Prozessor und Grafikkarte angebracht. Auf eine Wartungsklappe, über die man einfachen Zugriff auf den Speicher gehabt hätte, gibt es beim MSI Prestige 15 nicht. Für ein Upgrade muss der gesamte Unterboden abgenommen werden. Der Akku ist ebenfalls fest verbaut.

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MSI setzt auf ein Unibody-Gehäuse, das trotz seiner kompakten Abmessungen mit einer hohen Verarbeitungsqualität und Stabilität punkten kann. Das Aluminium-Chassis gibt selbst auf stärkeren Druck hin lediglich im Bereich des Tastaturbetts leicht nach, scharfe Kanten oder unsaubere Spaltmaße waren bei unserem Testmuster nicht auszumachen. Das Display-Scharnier ist jedoch etwas steif, die matte, dunkle Oberfläche äußerst anfällig für Fett- und Schmutzflecken.

Anschlüsse

Anschlussseitig schließt sich MSI beim Prestige 15 dem Trend an und tendiert zur Verknappung. Denn aufgrund der kompakten Bauweise gibt es keine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle und auch den Kensington-Lock hat MSI ausgespart. Immerhin: Während andere Hersteller den Kartenleser komplett streichen, hat MSI einen microSD-Kartenslot verbaut. Dazu gib es jeweils zwei USB-Typ-A- und -Typ-C-Schnittstellen, wobei letztere Thunderbolt 3 verstehen und eine der beiden als Ladeanschluss fungiert. Für die Videoausgabe gibt einmal HDMI, für den Anschluss eines Kopfhörers eine 3,5-mm-Klinken-Kombibuchse. 

Lobenswert: Um den Kritiken zu entgehen, liefert MSI einen Adapter mit, welcher einen normalen SD-Kartenleser, aber auch Gigabit-Ethernet und zwei zusätzliche USB-Schnittstellen bereitstellt. Drahtlos kommuniziert der 15-Zöller im Übrigen per WiFi 6 und Bluetooth 5.0. 

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Tastatur und Touchpad

Für seine Kreativanwender hat MSI das Tastatur-Layout angepasst und ist vom uns häufig kritisierten Layout etwas abgerückt. Zwar gibt es in der unteren Zeile nun auch eine linke Windows-Taste, die Return-Taste ist jedoch weiterhin sehr klein und die Pfeiltasten direkt integriert. Einen separaten Nummernblock gibt es ebenfalls nicht. Dafür sind die Tasten ausreichend groß und erlauben bei mittlerem Hub ein härteres Feedback als bei den hauseigenen SteelSeries-Modellen. Im Vergleich mit der Kreativ-Konkurrenz muss MSI hier jedoch leicht zurückstecken. Die einfarbige LED-Hintergrundbeleuchtung ist dagegen sehr hell und gleichmäßig verteilt.

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Das Touchpad hat MSI mittig unterhalb der Tastatur angebracht und es großflächig dimensioniert. Mit Abmessungen von 140 x 65 mm fällt es deutlich größer aus, als bei so manch anderen Geräten. Dafür sind die Tasten für den linken und rechten Mausklick dank Clickpad direkt integriert. Ihr Feedback ist jedoch zu leichtgängig und das Klickgeräusch zu leise. Die Umsetzung der Eingaben funktioniert dagegen schnell und präzise, nimmt zu den Rändern hin kaum ab und selbst die Gleiteigenschaften stimmen dank angerauter Glas-Oberfläche. Im Test kam es aufgrund der großen Fläche jedoch immer wieder zu Fehleingaben, weil die Handfläche direkt auf dem Touchpad auflag und als Eingabe erkannt wurde. Positiv anzumerken ist der integrierte Fingerabdruck-Sensor für Windows Hello, womit sich das Gerät mittels Fingerauflegen entsperren lässt.


Display

Die Vollausstattung des MSI Prestige 15 setzt auf einen 15,6 Zoll großen Bildschirm, welcher nativ mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten auflöst und sich dank IPS-Panel als sehr blickwinkelstabil zeigt. MSI setzt auf ein Sharp-Panel mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz, das dank einer maximalen Helligkeit von 412 cd/m² durchaus für den Außeneinsatz zu gebrauchen ist. Die Homogenität der Ausleuchtung beläuft sich allerdings auf nur 85 % – vor allem zu den Rändern hin, wird das Display deutlich leuchtärmer. Zwischen dem dunkelsten und hellsten Wert liegen 63 cd/m². Kontrastverhältnis und Farbtemperaturen stimmen dagegen. Wir haben 1.340:1 bzw. im Mittel rund 6.786 K gemessen. Andere Geräte dieser Preis- und Leistungsklasse weisen meist einen Blaustich jenseits der 7.000-K-Marke auf. 

Ein weiteres Highlight sind die schmalen Bildschirmränder und die matte Beschichtung. Auf weitere Features wie beispielsweise G-Sync oder eine hohe Bildwiederholrate muss jedoch verzichtet werden. Die gibt es nur bei den waschechten Gaming-Geräten des Herstellers.

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Die Software-Ausstattung

Wie bei all seinen Prestige-Geräten liefert MSI softwareseitig das Creator Center mit, welches so einige Features für den Content-Creator mit sich bringt. So lässt sich im Creator-Modus die Hardware-Priorität voll auf die gewünschte Software setzen, womit diese am Ende eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit ermöglichen soll. Unterstützt werden Anwendungen wie beispielsweise Audio Director 7 oder Power Director 17, aber auch Corel PaintShop Pro X9 und einige Programme der Creative Cloud von Adobe. Daneben zeigt das Tool die Auslastung von CPU, GPU, RAM und SSD übersichtlich auf, zeigt aber auch die Auslastung von Ethernet und WLAN sowie die Geschwindigkeit der beiden Lüfter an. Temperaturen kann das Creator Center jedoch nicht auslesen. Dafür kann Einfluss auf die Skalierung und die Farbtemperaturen sowie natürlich auf das aktuell anliegende Leistungs-Profil genommen werden. Die Webcam lässt sich ebenso abstellen wie die Windows-Taste, was unerwünschte Eingaben verhindern soll. 

Um den Akku zu schonen, lässt sich dessen Ladefunktionalität verändern: Entweder trägt das System dafür Sorge, dass der Akku immer voll einsatzbereit ist und damit selbst jenseits von 80 % Füllstand auf 100 % gebracht wird, oder erst bei unter 50 % wieder aufgeladen wird. Ein Recovery-Tool zur Erstellung eines Wiederherstellungs-Mediums für das Betriebssystem und die notwendigste Software gibt MSI seinem Prestige 15 ebenso mit auf den Weg, wie die True-Color-Software, welche gegenüber den Gaming-Geräten gehörig aufgemöbelt wurde. Sie erlaubt nicht nur das Einstellen der Farbtemperaturen für den Bildschirm nach vorgefertigten Profilen, sondern auch die händische Anpassung von Rot, Grün und Blau, aber auch der Helligkeit und des Kontrast- sowie Gamma-Wertes. 

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Temperaturen

Dank des sparsamen Ultrabook-Prozessors in Form des Intel Core i7-10710U und der effizienten NVIDIA GeForce GTX 1650 Max-Q gibt es beim MSI Prestige 15 keinerlei Probleme bei der Kühlung. Prozessor und Grafikkarte erreichen selbst unter absoluter Volllast, die wir wie gewohnt per Prime95 und Furmark simulieren, gerade einmal 75 und 66 °C, womit sie weit entfernt von einer thermischen Leistungsabsenkung liegen. In der Regel lagen bei unserem Testgerät Taktraten von mindestens 1,3 GHz bzw. 1.395 MHz an.

Die niedrigen Temperaturen im Inneren machen sich an der Oberfläche des Aluminium-Gehäuses bemerkbar, das aufgrund seiner Materialwahl ebenfalls zur Kühlung der Hardware beiträgt. Hier haben wir Höchsttemperaturen von bis zu 44,8 °C an der Unterseite im zweiten Quadranten und damit genau dort, wo die Kühlung von CPU und GPU zusammenkommt, gemessen. Im Schnitt liegen die Temperaturen in dieser Disziplin nur bei 30,6 bzw. 31,2 °C, wobei das MSI Prestige 15 an der Unterseite leicht wärmer wird. Im normalen Office-Betrieb kühlt sich das System jedoch weniger stark ab, denn die Durchschnitts-Werte sinken nur auf 29,5 bzw. 29,4 °C ab, wobei die Höchstwerte bei bis zu 35,9 °C liegen. 

Ebenfalls überzeugen kann die Lautstärke. Zwar hätten wir uns im Leerlauf ein völliges Abschalten der Lüfter bis zu einem bestimmten Temperatur-Niveau gewünscht und damit ein völlig lautloses Arbeiten, jedoch sind die von uns gemessenen 36,5 dB(A) noch immer als sehr leise zu bezeichnen. Wird die Hardware voll ausgelastet und die Kühlung damit an die ihre Grenzen gezwungen, steigt die Lautstärke auf bis zu 43,1 dB(A) an, wobei in der Praxis abgesehen von unserem Worstcase-Szenario eher 43,1 dB(A) erreicht werden. Andere Geräte erweisen sich als deutlich lauter.

Akku

Was die Laufzeiten anbelangt, so kann das MSI Prestige 15 ebenfalls überzeugen, was wieder einmal mehr am sparsamen Ultrabook-Prozessor und der Max-Q-Grafik liegt. Im normalen Office-Betrieb wird der 15,6 Zoll große Bildschirm erst nach 495 Minuten schwarz und reicht damit für mehr als acht Stunden. Wird die Hardware stark belastet, sinkt die Laufzeit jedoch deutlich. Dann sind nur noch 156 Minuten und damit etwa 2,6 Stunden drin. 

MSI spendiert gegenüber der Konkurrenz zwar nur einen 82 Wh starken Akku, der wird jedoch aufgrund der sparsamen Komponenten kompensiert. Wieder voll einsatzbereit ist er über das externe 90-W-Netzteil nach etwa anderthalb Stunden. Aufgeladen wird er im Übrigen direkt über Typ-C. Dann genehmigt sich das MSI Prestige 15 mit zwischen 16,2 und 77,9 W, was für die gebotene Hardware durchaus in Ordnung geht und gegenüber den H-Modellen ausgesprochen sparsam ist. 


Cinebench 20

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 10

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


7-Zip

MIPS
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate (Lesen/Schreiben)

1774.1 XX


1720.3 XX
MB/s
Mehr ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

dB(A)
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme und Akkulaufzeit

Leistungsaufnahme

Idle/Load

Watt
Weniger ist besser

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 10 – Modern Office / Gaming

Minuten
Mehr ist besser


Blender

bmw27

Sekunden
Weniger ist besser

Blender

classroom

Sekunden
Weniger ist besser

Corona

Benchmark

Sekunden
Weniger ist besser

Handbrake

UHD Demo Nature

Sekunden
Weniger ist besser

VeraCrypt

AES

GB/s
Mehr ist besser

V-Ray

CPU

Sekunden
Weniger ist besser

V-Ray

GPU

Sekunden
Weniger ist besser


Futuremark 3DMark

FireStrike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

FireStrike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

FireStrike Ultra

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Time Spy

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Time Spy Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Mit dem Prestige 15 beweist MSI endgültig, dass man nicht nur pfeilschnelle Gaming-Geräte bauen kann, sondern auch edle Notebooks für den anspruchsvollen Content-Creator. Waren die ersten Versuche – beispielsweise mit dem GS65 Stealth Thin – mit Blick auf die Gehäuse-Stabilität nicht ganz so rosig, macht man nun alles richtig. Zwar gefällt uns die Gehäuse-Verarbeitung der Konkurrenz wie beispielsweise dem Dell XPS 15 noch einen Ticken besser, doch gibt es beim Prestige 15 nur noch sehr wenig auszusetzen. Scharfe Kanten oder schlecht herausgearbeitete Spaltmaße gibt es keine und selbst die Stabilität ist trotz der geringen Bauhöhe gut. Einzig im Bereich der Tastatur lässt sich das Gerät etwas stärker eindrücken. In Sachen Optik erweist sich der 15-Zöller als edler Schönling, der mit seinen leicht blau schimmernden, jedoch ansonsten dunklen Farbansätzen und dem eher schlichten Drachen-Emblem auf dem Bildschirmdeckel zu gefallen weiß. 

Die Kombination aus Ultrabook-Prozessor und dedizierter Max-Q-Grafik erweist sich ebenfalls als sinnvoll. Da man auf das neue Comet-Lake-U-Flaggschiff von Intel mit sechs CPU-Kernen vertraut, hat das Gerät gegenüber den bisherigen H-Modellen zumindest in Sachen Multicore weniger das Nachsehen, ist aufgrund der geringen Taktraten jedoch bei Single-Thread-Anwendungen minimal langsamer. Für die Praxis bietet das System zusammen mit den üppigen 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher und der flotten NVMe-SSD eine sehr hohe Performance im Alltag. Die NVIDIA GeForce GTX 1650 Max-Q ist ebenfalls sehr schnell, muss jedoch auf die dedizierten RT- und Tensor-Cores der RTX-Karten verzichten, was die Unterstützung in professionellen Anwendungen schmälert. Hier setzt MSI mit seinem Creator Center softwareseitig selbst an und bringt eigene Optimierungen mit.

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Das Display ist ebenfalls sehr gut, wenngleich die Ausleuchtung insgesamt etwas besser sein könnte. Die Helligkeitswerte eignen sich aber auch für den Außeneinsatz, das Kontrastumfang ist groß und die Farbtemperaturen gut. Wer will kann hier sogar noch softwareseitig einiges optimieren. Hinzu kommt die hohe Auflösung von nativ 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Das schafft Platz auf dem Desktop und für zahlreiche Bedienelemente für Photoshop, Premiere und Co. 

Die Hardware erlaubt nicht nur eine hohe Performance im Alltag, sondern erweist sich obendrein als sehr effizient. In unserem Test sorgte der 82-Wh-Akku für Laufzeiten von 2,6 bis etwas über 8 Stunden. Die Temperaturen halten sich im Rahmen und selbst die Lautstärke geht in Ordnung. Schade nur, dass es im normalen Office-Betrieb keinen Passiv-Modus gibt. Leichten Punktabzug gibt es bei Tastatur und Touchpad, aber auch den Anschlüssen, denn SD-Kartenleser, Gigabit-LAN oder gar Kensington-Lock werden nativ nicht geboten. MSI liefert jedoch einen Adapter mit, genau wie ein zusätzliches Taschen-Sleeve für unterwegs. Damit stimmt der Lieferumfang. 

Preislich muss man dafür derzeit etwa 2.069 Euro investieren, bekommt dafür ein tolles Gerät. Wir sehen von den kleineren Mängeln ab und gratulieren mit unserem Excellent-Hardware-Award zu einem echt guten Kreativ-Notebook von MSI!

Positive Aspekte des MSI Prestige 15 A10SC-014:

Negative Aspekte des MSI Prestige 15 A10SC-014:

Preise und Verfügbarkeit
MSI Prestige 15 A10SC-014 Carbon Grey
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 1.980,00 EUR