SCHENKER KEY 15: Ein guter Allrounder mit Max-Q im Test

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schenker key 15 test-teaserIn den letzten Jahren wurden Notebooks nicht nur effizienter und schneller, sondern vor allem auch kompakter. Spätestens seit den Max-Q-Grafikkarten von NVIDIA macht sich dieser Trend auch im Gaming-Bereich bemerkbar und erlaubt damit richtige Allround-Geräte, mit denen es sich einerseits angenehm arbeiten, andererseits aber auch spielen lässt. Trotzdem verstecken solche Alleskünstler ihre Gaming-Power in einem schlichten Gehäuse. Ein solches Modell ist das SCHENKER KEY 15, welches wir uns nun für diesen Test einmal näher angeschaut haben.  

Spätestens seit den Max-Q-Grafikkarten von NVIDIA gibt es sehr kompakte Gaming-Notebooks, die selbst den anspruchsvollen Spieler zufrieden stellen können. Trotzdem bleiben entsprechende Geräte wie das ASUS ROG Zephyrus GX501 optisch sehr schlicht und elegant. Für sie muss man aber tief in die Tasche greifen, was den einen oder anderen sicherlich vom Kauf abhalten dürfe. Wenn wir ehrlich sind, dann bedarf es nicht immer der höchsten Hardware-Ausstattung. Auch auf einem Intel Core i7-7700HQ und einer NVIDIA GeForce GTX 1070 oder gar GeForce GTX 1060 Max-Q lässt sich hin und wieder durchaus sehr ordentlich spielen. Eine Kombination aus beidem erlaubt echte Allround-Geräte zu vertretbaren Preisen.

Ein solches will das SCHENKER KEY 15 sein, welches man erst zu Beginn des Jahres ankündigte. Ein äußerst kompakter 15-Zöller, der seine Spieleleistung fast schon in einem schlichten Gehäuse mit edler Optik versteckt. Wer sich mit der Einstiegs-Konfiguration zufriedengibt, bezahlt für das SCHENKER KEY 15 derzeit knapp 1.500 Euro und erhält dafür einen Intel Core i7-7700HQ, eine NVIDIA GeForce GTX 1060 mit 6 GB Videospeicher, 8 GB DDR4-Arbeitsspeicher und eine 500-GB-Festplatte. Beim Display gibt es in der Basiskonfiguration ein Full-HD-Panel. 

Wie man es von Schenker Technologies gewohnt ist, kann man das SCHENKER KEY 15 beliebig konfigurieren. Denn im Clevo-Barebone lassen sich auch flotte NVMe-SSDs oder gar eine NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q unterbringen. Ein hochauflösendes 4K-Display mit einer nativen Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten ist ebenfalls denkbar. Aufgrund der flachen Bauweise werden bei der Hardware-Auswahl lediglich Grenzen bei der TDP gesetzt, auch optische Laufwerke können aus Platzgründen nicht verbaut werden. 

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Für unseren Test versorgte uns Schenker Technologies fast schon mit der Maximal-Ausstattung. Unser Testmuster wird von einem Intel Core i7-7700HQ und einer NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q angetrieben und kann auf einen 16 GB großen DDR4-Arbeitsspeicher sowie auf eine üppige 512-GB-SSD mit PCI-Express-Anbindung zurückgreifen. Eine herkömmliche 2,5-Zoll-Festplatte ist nicht verbaut. Beim Display entschied sich der Leipziger Build-to-Order-Anbieter für die hochauflösende 4K-Variante. Alles zusammen bezahlt man so für unsere Testkonfiguration 2.223 Euro

Clevo-Barebone mit guter Verarbeitung

Die gesamte Hardware bringt Schenker Technologies wieder einmal mehr in einem Clevo-Barebone unter. Konkret setzt man auf das  P955HR-Chassis. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen der Taiwanesen handelt es sich dabei nicht um ein einfaches Plastik-Gehäuse, sondern um ein hochwertiges Metall-Case. Das kommt vor allem der Stabilität zugute. Denn selbst auf stärkeren Druck hin, gibt das Gehäuse an keiner Stelle nach – selbst die sonst anfälligen Lüftungsschlitze auf der Unterseite und die Lautsprecher-Rillen zwischen Bildschirm und Tastatur sind äußerst druckresistent.

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Punktabzug gibt es im Bereich des Bildschirmdeckels. Dieser lässt sich zu leicht eindrücken und erzeugt im geschlossenen Zustand obendrein störende Klickgeräusche. Insgesamt bringt es das SCHENKER KEY 15 auf Abmessungen von 380 x 255 x 18 mm und ist somit etwas dünner als sein wohl größter Konkurrent aus unserem letzten Test: Das Gigabyte Aero 15X. Mit einem Gewicht von etwa 2,2 kg ist es obendrein für einen 15-Zöller vergleichsweise leicht.

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Größere Patzer bei der Verarbeitung konnten wir während unserer Tests keine feststellen. Alle Spaltmaße sind hervorragend herausgearbeitet, einzig am Mettalrahmen hatte unser Testmuster schon eine kleine Schramme. 

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Bei der Tastatur setzt das SCHENKER KEY 15 auf schlanke Chichlet-Tasten, die auch längere Schreibarbeiten problemlos erledigen lassen. Seinen Gaming-Charakter wird das Gerät trotz seines ansonsten schlichten Auftretens jedoch nicht los: Die Tastatur verfügt über eine RGB-Hintergrundbeleuchtung, die sich in drei Zonen unterteilen und mit allerlei Farben und Effekten beleuchten lässt. 

Natürlich ist aber auch eine einfarbige Beleuchtung machbar. Einzelne Tasten können nicht separat beleuchtet werden, um beispielsweise wichtige Spieler-Tasten wie "WASD" farblich hervorheben zu können. Die Intensität und Farbtreue der RGB-Hintergrundbeleuchtung nimmt nach unten hin etwas ab – das sind wir jedoch von den Tastaturen anderer Hersteller ebenfalls gewohnt. 

Gute Tastatur, passables Touchpad

Wie bereits erwähnt, ist auch ein längeres Arbeiten auf dem SCHENKER KEY 15 problemlos machbar. Die Tasten sind mit 15 x 15 mm großzügig dimensioniert und in der Regel im Abstand von 3 mm angebracht. Für Zahlenliebhaber gibt es außerdem einen eigenen Nummernblock. Der Druckpunkt ist bei mittlerem Hub angenehm, das Feedback sehr gut.

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Das Touchpad ist leicht nach links gerückt und bringt es auf Abmessungen von 108 x 61 mm, die Gleiteigenschaften könnten jedoch besser sein. Dafür stimmen Präzision und Geschwindigkeit. Selbst Multitouch-Gesten werden umgehend umgesetzt. Die Tasten für den linken und rechten Mausklick werden dediziert ausgegeben. Sie sind etwas leichtgängig machen ihren Job jedoch gut. In der oberen linken Hälfte ist zudem ein Fingerabdruck-Sensor integriert, der per Windows Hello ein einfaches und sicheres Einloggen in das Betriebssystem ermöglicht.

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Die beiden Display-Scharniere dürften jedoch etwas verwindungssteifer sein. Das Display mag sich so zwar mit nur einer Hand sehr einfach öffnen lassen, in wackeligen Umgebungen wie beispielsweise im Zug oder Flugzeug, wackelt der Bildschirm deswegen aber stark nach.

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Anschlussseitig hat das SCHENKER KEY 15 trotz seiner kompakten Bauweise einiges zu bieten. Externe Displays können wahlweise per HDMI oder mini-DisplayPort angeschlossen werden, wobei es von Letzterem gleich zwei Anschlüsse auf der linken Geräteseite gibt. Zwei USB-3.1-Schnittstellen nach Typ-A gibt es ebenso wie zwei moderne Typ-C-Schnittstellen, welche jedoch nicht über das Thunderbolt-3-Protokoll verfügen. 

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Auf der rechten Seite gibt es eine weitere USB-3.1-Schnittstelle sowie eine Gigabit-Ethernet-Buchse für die Integration ins Netzwerk. Über die beiden 3,5-mm-Klinkenbuchsen lässt sich ein Headset anschließen, ein 6-in-1-Kartenleser ist ebenfalls integriert. 

Schlichte Kühlung

Obwohl unser SCHENKER KEY 15 von einem Intel Core i7-7700HQ und einer NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q angetrieben wird, zeigt sich die Kühlung von der durchaus sehr potenten und hitzigen Hardware gänzlich unbeeindruckt. Lediglich an der Rückseite sowie im hinteren Teil der Anschlüsse und auf der Unterseite bietet das Gerät ein paar Lüftungsschlitze für die Kühlung von Prozessor und Grafikkarte. Das war vor wenigen Jahren noch anders, als Geräte dieser Preis- und Leistungsklasse mit dicken Lufteinlässen nur so protzten.

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Mit Strom versorgt wird das SCHENKER KEY 15 über ein externes 180-W-Netzteil. Für unterwegs muss ein 53,2 Wh starker Akku genügen. 


Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim SCHENKER KEY 15 keinerlei Abstriche bei der Verarbeitungsqualität gemacht werden müssen. Wie es um die Leistungsfähigkeit der Hardware bestellt ist und wie die Kühlung ausfällt, schauen wir uns nun näher an.

Systemleistung

Herzstück des SCHENKER KEY 15 ist ein Intel Core i7-7700HQ auf Kaby-Lake-Basis. Während Intel teilweise schon die stromsparenden U-Modelle und die Desktop-CPUs auf eine neue Generation umgestellt hat, wartet man im Bereich der Gaming-Notebooks und der H-Prozessoren noch immer auf einen Refresh. Gerüchten zufolge soll es aber endlich Ende März bzw. Anfang April soweit sein. 

Der Intel Core i7-7700HQ verfügt jedenfalls über vier Rechenkerne, die sich mit einem Basis- und Turbo-Takt von 2,8 bis 3,8 GHz ans Werk machen und auf einen klassenüblichen, 6 MB großen L3-Cache zurückgreifen können. Die Zwischenspeicher in erster und zweiter Reihe bringen es hingegen auf 1 MB bzw. auf einen 32 KB großen Daten- und Instruktionscache. Dank SMT-Support kann die zweitschnellste Intel-CPU für Notebooks acht Threads gleichzeitig bearbeiten. 

Die maximale Leistungsaufnahme wird von Intel mit 45 W TDP angegeben, was in der Praxis von unserem SCHENKER KEY 15 auch erreicht wird.

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An den Speichercontroller bindet Schenker Technologies zwei SODIMM-Riegel an, die beide nach dem DDR4-Standard arbeiten und sich mit einer Geschwindigkeit von 2.400 MHz ans Werk machen. Dank der schnellen Dual-Channel-Anbindung erreicht das SCHENKER KEY 15 damit Bandbreiten von bis zu 27,28 GB/s, was für die Geräteklasse durchaus gut ist. Die M.2-SSD wird per schnellem PCI-Express angebunden und liest Daten durchschnittlich mit satten 3.034,7 GB/s aus. Geschrieben wird immerhin noch mit 1.925,3 GB/s. Auf eine zusätzliche Magnetspeicherfestplatte als Datengrab hat Schenker Technologies bei unserem Testgerät verzichtet, gegen Aufpreis lassen sich solche Laufwerke mit einer Bauhöhe von 7 mm aber hinzukonfigurieren.

Damit bringt es das SCHENKER KEY 15 im Komprimierungstest von 7-Zip auf sehr gute 21.021 MIPS und leistet somit etwas mehr als so manch anderes Gaming-Notebook dieser Preis- und Leistungsklasse. Der Intel Core i7-7700HQ schließt die beiden Rendervorgänge von Cinebench R11.5 und R15 im Multicore-Setting mit 7,8 bzw. 738 Punkten ab. Damit leistet das SCHENKER KEY 15 vor allem für ein Allround-Notebook viel.

Cinebench 15

CPU

738 XX


156 XX
736 XX


157 XX
Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Auch wenn das SCHENKER KEY 15 aufgrund seines schlichten Auftretens nicht gerade den Eindruck erweckt, verfügt es doch über eine gewaltige Grafikleistung. Ambitionierte Spieler dürfen sich hier über eine NVIDIA GeForce GTX 1060 oder GeForce GTX 1070 Max-Q freuen. Sie bei unserer Testkonfiguration in der Max-Q-Variante zur Verfügung. 

Die soll im Vergleich zur regulären Variante aufgrund reduzierter Taktraten nur etwa 10 bis 15 % langsamer arbeiten, gegenüber einer GeForce GTX 1060 aber trotzdem noch gut zulegen. Unsere Tests aus der Vergangenheit konnten das stets beweisen. Die NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q basiert jedenfalls auf der 7,2 Milliarden Transistoren starken GP104-GPU, welche wie die meisten aktuellen Pascal-Chips im 16-nm-FinFET-Verfahren bei TSMC hergestellt wird und fast 1:1 ihrem Gegenstück aus dem Desktop entspricht. 

Während es Letzterer auf 1.920 Shadereinheiten bringt, stehen dem Max-Q-Vertreter derer 2.048 zur Verfügung. Die Taktraten wurden dafür deutlich abgesenkt. Erreicht die Desktop-Variante im Basis und Boost noch 1.506 bzw. 1.683 MHz, sind es bei der Notebook-Lösung in der Regel noch 1.443 respektive 1.645 MHz. Die Max-Q-Variante muss sich mit Geschwindigkeiten von 1.215 bzw. 1.379 MHz zufreidengeben, die von unserem SCHENKER KEY 15 mit etwa 1.544 MHz deutlich überboten werden. Im absoluten Worstcase-Szenario aber sinkt die Taktrate kurzzeitig auf bis zu 847 MHz ab.

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Beim Speicherausbau gibt es gegenüber der regulären Variante und der Desktop-Schwester keinerlei Abstriche. Auch die NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q kann hier auf einen 8 GB großen GDDR5-Videospeicher zurückgreifen, welcher über ein 256 Bit breites Interface angeschlossen wird, sich mit einem Takt von 2.002 MHz ans Werk macht und somit eine Bandbreite von bis zu 256 GB/s erreicht. 

Für aktuelle Spieletitel steht damit mehr als genug Leistung zur Verfügung – zumindest dann, wen man nicht unbedingt in der nativen Bildschirmauflösung spielen möchte. Titel wie "Grand Theft Auto 5", "The Witcher 3" oder "Project Cars 2" laufen in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten mit deutlich über 60 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm und sind damit  sehr gut spielbar. Wer jedoch in 3.840 x 2.160 Pixeln spielen möchte, der muss teilweise die Bildqualität reduzieren. Vereinzelt sind dann nämlich nur noch etwa 30 FPS möglich. Für ein Allround-Notebook ist die Performance insgesamt aber beachtlich.

Call of Duty: WWII

1.920 x 1.080 – Extra Settings

107.6 XX


86 XX
89.9 XX


64 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

1.920 x 1.080 - High Settings

79.3 XX


51 XX
77.2 XX


53 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

1.920 x 1.080 - High Settings

85.4 XX


52 XX
70 XX


46 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Die Software-Ausstattung

Wie man es von Schenker Technologies gewohnt ist, ist die Software-Ausstattung auch beim SCHENKER KEY 15 ordentlich. Unnötige Demoversionen oder gar Bloatware-Programme sind auf unserem Testmuster nicht vorinstalliert. Alle wichtigen Tools zur Steuerung der Hardware sind jedoch mit von der Partie. 

Ein Highlight ist das Control Center. Darüber lässt sich nicht nur das Power-Profil des Notebooks einstellen und damit Einfluss auf die Leistungsaufnahme und Lautstärke nehmen, sondern auch die Lüftergeschwindigkeiten separat einstellen und die Geschwindigkeiten und Auslastung der Hardware auslesen. Die Steuerung der RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur erfolgt über ein separates Tool.

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Niedrige Oberflächen-Temperaturen

Trotz der sehr kompakten Bauweise und der durchaus hitzigen und potenten Hardware wie dem Intel Core i7-7700HQ und der NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q, fallen die Oberflächen-Temperaturen auf dem SCHENKER KEY 15 erfreulich niedrig aus. Im Schnitt haben wir selbst unter absoluter Volllast zwischen 31 und 33 °C gemessen. Die wärmste Stelle liegt mit 42,2 °C im zweiten Quadranten auf der Unterseite und damit exakt zwischen Grafikkarte und Prozessor. Auf dem Topcase und somit im Bereich der Tastatur liegt die Maximal-Temperatur mit 36,5 °C ein gutes Stück tiefer. Im Leerlauf fallen die Temperaturen mit durchschnittlich 29 °C natürlich deutlich niedriger aus. Andere Geräte erreichen teils höhere Werte. 

Trotz der guten Oberflächen-Temperaturen wird es im Inneren stellenweise sehr heiß. Für den Intel Core i7-7700HQ haben wir eine Höchsttemperatur von 92 °C gemessen. Trotzdem konnte er stets seine höchste Performance abrufen, denn während unserer Tests senkte er seinen Takt auf maximal 2,8 GHz ab, was exakt dem Basis-Takt, den Intel angibt, entspricht. Die NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q bleibt mit 70 °C zwar deutlich kühler, drosselt ihren Takt im Worstcase-Szenario, das wir gewohnt mit Prime95 und Furmark simulieren, auf etwa 850 MHz ab. In der Praxis wird ein solch niedrigerer GPU-Takt aber nicht erreicht. Wir konnten unsere Spielebenchmarks mit 1.544 MHz durchführen. 

Ein Leisetreter ist das SCHENKER KEY 15 bei weitem nicht. Zwar arbeitet das Gerät wenige Minuten nach dem Systemstart und bei äußerst geringer Last sowie guter Temperaturen gerne auch passiv und somit völlig lautlos, in der Regel aber säuselt das Kühlsystem im Leerlauf mit etwa 35,8 dB(A) vor sich hin, was durchaus noch als flüsterleise bezeichnet werden darf. Im Spiele-Betrieb aber steigt die Lautstärke deutlich an. Dann sind bis zu 53,6 dB(A) möglich. Unter absoluter Volllast werden sogar bis zu 54,5 dB(A) erreicht. 

Das entspricht nicht wirklich den Vorgaben, die NVIDIA bei Max-Q macht. Silent-Fans sollten hier einen großen Bogen um das Gerät machen.

Gute Ausdauer im Akku-Betrieb

Für unterwegs ist ein 53,2 Wh starker Akku im SCHENKER KEY 15 integriert. Der hält im Office-Betrieb immerhin gut 377 Minuten und damit deutlich über sechs Stunden durch. Wird jedoch gespielt, dann sinkt die Laufzeit rapide ab. Dann wird der Bildschirm schon nach etwa 97 Minuten und damit nach etwa anderthalb Stunden schwarz. Verglichen mit anderen Geräten dieser Leistungsklasse kann sich vor allem aber die Laufzeit im Office-Modus sehen lassen. Das SCHENKER KEY 15 ist ein wirklich guter Allrounder: Unterwegs hält der Akku fürs Arbeiten relativ lange durch, fürs Spielen sollte man ihn jedoch an die Steckdose anschließen.

Der Akku ist nach etwa zwei Stunden voll aufgeladen. Dann genehmigt sich das Gerät zwischen 12,1 und 175,5 W. Im Spielemodus bei "The Witcher 3" sind es nur 147,9 W. 


Display

Das Display unseres SCHENKER KEY 15 löst mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten auf und misst 15,6 Zoll in seiner Diagonalen. Dabei ist das IPS-Panel mit 307 cd/m² auch für den Außeneinsatz geeignet, die Ausleuchtung geht insgesamt noch in Ordnung. Die Homogenität liegt bei nicht ganz 89 %, zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen etwa 32 cd/m². Das Kontrastverhältnis ist mit 529:1 jedoch wenig überzeugend. Verbaut ist ein AUO22EB-Panel auf IPS-Basis aus dem Hause Au Optronics. 

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Während viele Gaming-Notebooks mit einem leichten Blaustich zu kämpfen haben, entspricht das IPS-Panel des SCHENKER KEY 15 fast den Optimalwerten. Wir haben in unseren Tests eine durchschnittliche Farbtemperatur von 6.503 K gemessen und damit fast eine Punktlandung auf dem Optimalwert gelandet, der bei 6.500 K liegt. 

Auf sonstige Gamer-Feinheiten wie eine schnelle Reaktionsgeschwindigkeit von 120 Hz oder G-Sync-Support muss man jedoch verzichten. Das SCHENKER KEY 15 gibt es außerdem zu einem etwas günstigeren Preis mit Full-HD-Panel.

Fazit

Das SCHENKER KEY 15 ist genau das, was es sein möchte: Ein guter Allrounder mit dem man nicht nur seine alltäglichen Office-Arbeiten mühelos erledigen kann, sondern gelegentlich auch das eine oder andere Spiel spielen kann. Dank des Intel Core i7-7700HQ und der NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q gelingt das in der Praxis sehr gut. Wer sich mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten begnügt, kann alle aktuellen Grafikkracher problemlos in den höchsten Einstellungen spielen. Für die native Displayauflösung unseres Testmusters gilt das leider nicht für jeden Titel. Dann kann die durchschnittliche Bildwiederholratte schon mal auf bis zu 30 FPS absinken. 

Programme und Spiele sind binnen weniger Sekunden geladen, das Betriebssystem ist schnell gestartet, was vor allem an der NVMe-SSD mit Übertragungsraten von über 3.000 MB/s liegt. Der Flashspeicher fällt mit 512 GB zwar sehr üppig aus, Spieler sollten jedoch einen zusätzlichen Magnetspeicher für die eigene Spielesammlung mit hinzu konfigurieren. Das kann man bei Schenker Technologies wie üblich machen. Upgrades für die Grafikkarte, den Speicher und das Display sind denkbar.

Das Gehäuse ist optisch sehr schlicht und weiß dank seines stabilen Metallrahmens durchaus zu gefallen. Die eigentliche Rechenpower wird schlicht verpackt und somit fast schon versteckt. Große Mängel bei der Verarbeitungsqualität konnten wir nicht feststellen. Einzig die Display-Scharniere dürfen verwindungssteifer ausfallen. 

Punktabzug gibt es beim Display. Dieses ist zwar relativ hell und sehr gut kalibriert was die Farbtemperaturen anbelangt, ist jedoch nicht wirklich kontrastreich. Die Lautstärke und das Temperatur-Verhalten könnten ebenfalls besser ausfallen. Werte von über 50 dB(A) sind heute nicht mehr vertretbar, im Inneren herrschen Temperaturen von teilweise über 90 °C. Anschlussseitig fehlt eigentlich nur Thunderbolt 3.

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Alles in allem ist das SCHENKER KEY 15 ein sehr gutes Allround-Notebook, das sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken darf. Es ist eine günstigere Alternative zum derzeit leider nur sehr schlecht erhältlichen Aero 15X von Gigabyte

Positive Aspekte des SCHENKER KEY 15:

Negative Aspekte des SCHENKER KEY 15:


SCHENKER KEY 15
 
Prozessor: Intel Core i7-7700HQ
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,8 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,8 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4-2400
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-Q

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 8 GB
Festplatte/SSD

1x 512 GB M.2-SSD

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 3.034,7 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 3.840 x 2.160
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync nein
Display - Bildwiederholfrequenz 60 Hz
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 103
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 108 x 61 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 2 (mini)
Thunderbolt: -
VGA: -
USB 2.0:

1

USB 3.1 Gen1: 3
USB 3.1 Gen2: 2
USB Typ-C: 2
Thunderbolt 3: -
Firewire -
eSATA: -
Audio: 2x 3,5 mm Audio
Gehäuse 
 
Akku: 53,2 Wh
Material: Aluminium
Abmessungen: 380 x 255 x 18 mm
Gewicht 2,2 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: 2.223 Euro
Garantie: 24 Monate

Cinebench 11

CPU

8.19 XX


1.74 XX
8.18 XX


1.78 XX
7.8 XX


1.73 XX
Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

738 XX


156 XX
736 XX


157 XX
Punkte
Mehr ist besser

PCMark 10

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


7-Zip

MIPS
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate (Lesen/Schreiben)

3198.6 XX


1667.8 XX
3034.7 XX


1925.3 XX
552.7 XX


490.7 XX
MB/s
Mehr ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

47.2 XX


37.8 XX
48.9 XX


34.6 XX
53.6 XX


35.8 XX
dB(A)
Weniger ist besser

Leistungsaufnahme und Akkulaufzeit

Leistungsaufnahme

Idle/Load

142.5 XX


13.8 XX
147.9 XX


12.1 XX
197.7 XX


15.9 XX
Watt
Weniger ist besser

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

377 XX


97 XX
198 XX


47 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 8 - Home/Creative

179 XX


190 XX
114 XX


123 XX
Minuten
Mehr ist besser


Futuremark 3DMark

FireStrike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

FireStrike Extreme

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

FireStrike Ultra

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Time Spy

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Assassins Creed: Origins

1.920 x 1.080 – Sehr hohe Settings

75.6 XX


67 XX
68.1 XX


59 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Assassins Creed: Origins

Native Auflösung – Sehr hohe Settings

75.6 XX


67 XX
26.8 XX


23 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Call of Duty: WWII

1.920 x 1.080 – Extra Settings

107.6 XX


86 XX
89.9 XX


64 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Call of Duty: WWII

Native Auflösung – Extra Settings

107.1 XX


86 XX
34.6 XX


29 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

1.920 x 1.080 - High Settings

79.3 XX


51 XX
77.2 XX


53 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

77.2 XX


53 XX
48.6 XX


31 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Project Cars 2

1.920 x 1.080 – Ultra Settings

94.7 XX


85 XX
83.7 XX


78 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Project Cars 2

Native Auflösung – Ultra Settings

94.7 XX


85 XX
35.1 XX


31 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

1.920 x 1.080 - High Settings

85.4 XX


52 XX
70 XX


46 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

Native Auflösung – High Settings

85.4 XX


52 XX
27.2 XX


20 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Wolfenstein 2

1.920 x 1.080 – Extreme Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Wolfenstein 2

Native Auflösung – Extreme Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser