Razer Blade Pro mit Core i7-7700HQ und GeForce GTX 1060 im Test

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razer blade pro 1060 teaserOb Gaming-Notebook oder Gaming-Smartphone: Razer ist schon lange kein Hersteller mehr, der nur Mäuse und Tastaturen für den ambitionierten PC-Spieler auf den Markt bringt. Nachdem wir vor nicht ganz zwei Jahren mit dem Razer Blade das erste Gaming-Notebook des Herstellers ausführlich auf den Prüfstand gestellt hatten, legen wir nun mit der 2017er-Ausgabe nach. Diese verfügt auf den ersten Blick zwar über das gleiche Design, ist aber mit einer deutlich schnelleren Hardware bestückt und kann mit dem einen oder anderen Feature, welches Gamer-Herzen definitiv höher schlagenlassen dürfte, aufwarten. 

Vor nicht ganz zwei Jahren testeten wir den ersten Ableger der Blade-Familie von Razer. Damals gab es durchaus schon schnelle Hardware in einem kompakten Gehäuse mit sehr guter Verarbeitung und schickem Design, bei bei der 2017er-Ausgabe der Blade-Pro-Geräte hat sich dies jedoch nicht geändert. Im Gegenteil: Razer verbaut einen aktuellen Kaby-Lake-Prozessor der Core-i7-Familie und kombiniert diesen mit einer schnellen und effizienten Pascal-Grafikkarte. Dazu gibt es eine flotte SSD mit PCI-Express-Anbindung für das Betriebssystem und die wichtigsten Programme sowie eine herkömmliche Magnetspeicherfestplatte als Datengrab für die eigene Spielesammlung. Eine schicke RGB-Hintergrundbeleuchtung für die Tastatur gibt es ebenso wie Killer-Netzwerkchips, ein hochwertiges Soundsystem und moderne Anschlüsse bis hin zu Thunderbolt 3 sowie ein CNC-gefrästes Unibody-Gehäuse. 

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Das Razer Blade Pro gibt es zunächst einmal in zwei verschiedenen Ausführungen, die sich unterschiedlicher nicht sein könnten. Während das Flaggschiff-Modell von einem Intel Core i7-7820HK samt einer NVIDIA GeForce GTX 1080 angetrieben wird, wird die günstigere Variante von einem Intel Core i7-7700HQ und einer NVIDIA GeForce GTX 1060 befeuert. Dazu gibt es je nach Ausführung 16 oder 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher, mindestens eine 256-GB-SSD im M.2-Format und eine zusätzliche Festplatte. Zwar verfügen beide Modelle über ein 17,3 Zoll großes Display, die hohe 4K-Auflösung und das IGZO-Panel gibt es jedoch nur für das Topmodell. Die günstigere Variante muss hier mit einem Full-HD-Bildschirm auf IPS-Basis auskommen, zeigt sich dafür mit 120 Hz aber sehr reaktionsschnell. Unterschiede gibt es außerdem bei der Tastatur: Hier setzt Razer bei seinem Spitzenmodell auf mechanische Tasten, während die günstigere Variante mit herkömmlichen Chiclet-Tasten bestückt ist.

Für beide Geräte aber muss man tief in die Tasche greifen: Die Basis-Versionen beider Modelle schlagen mit mindestens 2.399 und 4.499 Euro zu Buche. Für unseren Test stellte uns Razer das Blade Pro mit Core i7-7700HQ, GeForce GTX 1060, 16 GB RAM, 256-GB-SSD und 2-TB-HDD sowie mit mattem FHD-Panel zur Verfügung. Im Razer-Shop kostet diese Variante 2.399,99 Euro

Apple ist das Design-Vorbild

Gegenüber dem normalen Razer Blade aus dem Jahr 2015 wurde das Razer Blade Pro gehörig aufgewertet. Statt Haswell und Maxwell gibt es nun Kaby Lake und Pascal. Gerade letztere Hardware-Architektur verspricht ein ordentliches Leistungsplus und kommt locker an die Leistung eines Desktop-Rechners heran. Aber auch das Display und damit die Abmessungen wurden deutlich größer. Kam damals noch ein 14-Zoll-Panel zum Einsatz, gibt es das Razer Blade Pro ausschließlich mit 17,3-Zoll-Bildschirm. Insgesamt bringt es das Testmuster auf Abmessungen von 424 x 281 x 22,5 mm und ist damit vergleichsweise kompakt – vor allem, was die Bauhöhe anbelangt. Ein Fliegengewicht ist es mit 3,07 kg jedoch nicht, die Variante mit GeForce GTX 1080 bringt es sogar auf fast 3,5 kg. 

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Als Design-Vorlage dient auch beim Razer Blade Pro unbestritten die MacBook-Reihe von Apple. Auch Razer setzt bei seinen Flaggschiff-Geräten auf ein hochwertiges, CNC-gefrästes Metall-Gehäuse im Unibody-Design. Dieses ist jedoch nur in Schwarz erhältlich und auf dem Bildschirm-Deckel thront das giftgrüne Schlangen-Logo des Herstellers, welches allerdings nicht beleuchtet wird. Die Verarbeitungsqualität scheint man erfreulicherweise ebenfalls direkt von Apple übernommen zu haben. Das Gehäuse ist ungemein stabil, was sogar für das mittig angebrachte Display-Scharnier gilt. Der Bildschirm lässt sich zwar problemlos mit nur einer Hand öffnen, bleibt dafür dann aber auch sehr stabil in seiner geöffneten Position und wackelt bei Erschütterungen nicht störend nach, wie bei so manch anderem Gaming-Notebook dieser Preis- und Leistungsklasse. Einziger Nachteil: Aufgrund der matten, schwarzen Oberfläche ist das Razer Blade Pro sehr anfällig gegenüber Fettflecken. 

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Im Bereich des Topcases hat man sich jedoch etwas Eigenes einfallen lassen. Während Apple das Touchpad direkt unterhalb der Tastatur positioniert, ist dieses beim Razer Blade Pro auf die rechte Seite und damit direkt neben die eigentliche Tastatur gerückt worden. Trotz der 17,3-Zoll-Ausrichtung muss deswegen auf den sonst üblichen Nummernblock verzichtet werden. ASUS und Acer haben das bei ihrem ROG Zephyrus GX501 und dem Predator Triton 700 cleverer gelöst. Auch sie haben das Touchpad an diese Stelle rücken lassen, ermöglichen aber ein Einblenden des Nummernblocks direkt im Touchpad. Beim Razer-Gerät ist dies leider nicht möglich. 

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Im Gegensatz zum Topmodell kommt unser Testmuster mit einer herkömmlichen Chiclet-Tastatur daher, die Variante mit GeForce GTX 1080 gibt es hingegen mit mechanischen Tasten. Das tut der Qualität aber keinen Abbruch. Der Hub ist zwar sehr gering, dafür fällt das Tasten-Feedback sehr knackig aus. Die Beschriftung ist gut lesbar, das Layout Standard. Eine RGB-Hintergrundbeleuchtung gibt es natürlich weiterhin, die sich bequem per Software einstellen lässt. Möglich sind 16,7 Millionen unterschiedliche Farben und zahlreiche Beleuchtungseffekte. Sehr schick: Der Rahmen des Touchpads ist ebenfalls beleuchtbar.

Tastatur und Touchpad mit ungewöhnlicher Anordnung

Das Touchpad ist mit 105 x 86 mm großzügig dimensioniert, verfügt über sehr gute Gleiteigenschaften und setzt Eingaben stets präzise und äußerst schnell um. Multitouchgesten werden ebenfalls verstanden. Die neue Anordnung mag zwar für Rechtshänder sinnvoll sein, erfordert aber einiges an Umgewöhnung. In den ersten Stunden mit dem Razer Blade Pro erwischt man sich immer wieder dabei, direkt unter der Tastatur zu wischen, um den Mauszeiger auf dem Bildschirm zu bewegen. Für Linkshänder ist die neue Anordung aber definitiv nicht zu empfehlen.

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Direkt über dem Touchpad gibt es außerdem fünf Multimedia-Tasten. Besonders praktisch ist das mittig angebrachte Scroll-Rad, worüber sich standardmäßig die Lautstärke der integrierten Lautsprecher, welche links und rechts im Topcase untergebracht sind, regeln lässt. Klickbar ist das Rädchen ebenfalls. Die Tasten der Tastatur sind in der Regel 15 x 15 mm groß und im Abstand von 3 mm angebracht, womit das Razer Blade Pro hier dem Standard entspricht. 

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Aufgrund der neuen Anordnung von Tastatur und Touchpad ist nach oben und unten hin im Bereich des Topcases viel Platz. Den nutzt Razer bei seinem Blade Pro unter anderem für zahlreiche Aufkleber, die stolz zeigen, welche Hardware-Power trotz des schicken und schlichten Designs, aber auch trotz der kompakten Abmessungen tatsächlich im Inneren steckt. Besonders hervorgehoben werden der Intel-Core-i7-Prozessor der siebten Core-Generation, die GeForce GTX 1060 sowie der Hybrid-Speicher, welcher sich aus einer 256-GB-SSD mit PCI-Express-Anbindung und einer zusätzlichen 2-TB-Festplatte zusammensetzt.

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Alle vorhandenen Anschlüsse sind an den beiden Seiten aufgeführt. Auf der linken Seite stellt das Razer Blade Pro neben dem Anschluss für das externe Netzteil, die Gigabit-Ethernet-Buchse mit Killer-Funktionalität und zwei USB-3.1-Schnittstellen bereit. Letztere sind passend zum Razer-Logo auf dem Bildschirmdeckel ebenfalls giftgrün eingefärbt. 

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Gegenüberliegend gibt es einen dritten USB-Typ-A-Port, einen HDMI-Ausgang und eine Typ-C-Schnittstelle mit Thunderbolt 3 sowie einen Speicherkartenleser. Ganz hinten gibt es noch einen Kensington-Lock zum Diebstahlschutz. 

Schlichte Kühlung, kompaktes Netzteil

Große Lufteinlässe gibt es beim Razer Blade Pro keine. Für die Kühlung zeichnen sich lediglich zwei Lüfter verantwortlich, die ihre Frischluft über jeweils drei kleine Einlässe beziehen und die Abwärme auf der Rückseite direkt hinter dem Bildschirm wieder aus dem Gerät befördern. Ähnlich macht das Apple bei seinen MacBook-Geräten, muss aber aufgrund der deutlich leistungsschwächeren Grafikeinheit aber auch mit weniger Abwärme kämpfen. Ob das Razer Blade Pro damit genauso leise seine Dienste verrichtet, wagen wir schon jetzt zu bezweifeln. Im Laufe des Artikels klären wir aber auch diese Frage. 

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Ein optisches Laufwerk gibt es ebenso wenig wie eine Wartungsklappe, über die man einen einfachen Zugriff auf Komponenten wie SSD, HDD oder Arbeitsspeicher hätte bekommen können. Hierfür muss die komplette Unterseite des Razer Blade Pro abgenommen werden. Mit Strom versorgt wird der 17-Zöller unterwegs von einem 73,5 Wh starken Akku, zu Hause an der Steckdose erfolgt diese über ein externes 165-W-Netzteil, welches vergleichsweise kompakt ausfällt.


Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim Razer Blade Pro keinerlei Abstriche bei der Verarbeitungsqualität gemacht werden müssen. Wie es um die Leistungsfähigkeit der Hardware bestellt ist und wie die Kühlung ausfällt, schauen wir uns nun näher an.

Systemleistung

Herzstück des Razer Blade Pro ist in unserem Fall ein Intel Core i7-7700HQ, welcher wie alle aktuellen Intel-Prozessoren fürs Notebook im 14-nm-Verfahren produziert wird und der Kaby-Lake-Architektur entspringt. Das Razer Blade Pro gibt es in der Spitzenversion aber auch mit leicht schnellerem Intel Core i7-7820HK und offenem Multiplikator. Die CPU unseres Testmodells verfügt jedenfalls über vier Kerne, die dank SMT-Support jeweils zwei Threads gleichzeitig abarbeiten können und sich mit einem Basis- und Turbo-Takt von 2,8 bis 3,8 GHz ans Werk machen. Dazu gibt es einen klassenüblichen Cache-Aufbau. Der L3-Cache fasst hier 6 MB, wohingegen der L2-Cache 1 MB zur Seite stellt, wobei sich hier jeder Core 256 KB teilen muss. Der Daten- und Instruktionscache in erster Reihe stellt jeweils 32 KB an Daten bereit. Die maximale Leistungsaufnahme für den Intel Core i7-7700HQ gibt die Chipschmiede mit 45 W TDP an. 

razerblade pro cpuz

An den Speichercontroller der Kaby-Lake-CPU bindet Razer bei unserem Blade Pro zwei SODIMM-Module im schnellen Dual-Channel-Modus an und lässt diese mit 2.400 MHz arbeiten. Damit kommt unser Testmuster auf eine passable Speicherbandbreite von 24,42 GB/s. Die M.2-SSD bringt es immerhin auf eine durchschnittliche Lesegeschwindigkeit von 1.547 MB/s, die Schreibrate bricht allerdings auf rund 304 MB/s ein. Damit erreicht unser Razer Blade Pro im Komprimierungstest von 7-Zip 21.134 MIPs. Die beiden Cinebench-Benchmarks schließt das Razer Blade Pro mit 8,19 und 739 Punkten ab und liegt damit im guten Durchschnitt. Ausreißer nach unten und oben hat es damit nicht gegeben. 

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Die 2 TB große Festplatte ist natürlich ein gutes Stück langsamer. Sie bringt es auf eine Datenübertragungsrate von rund 140 MB/s. Noch mehr Speicher kann dank schneller Schnittstellen wie USB 3.1 Gen2 extern angeschlossen werden. Ein gutes Beispiel wäre hier die Samsung SSD T5.

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Trotz der kompakten Abmessungen darf bei einem waschechten Gaming-Notebook natürlich auch die passende Grafikkarte nicht fehlen. Bei unserer Geräteausstattung kommt eine NVIDIA GeForce GTX 1060 zum Einsatz. Sie basiert wie das Desktop-Modell auf der rund 4,4 Milliarden Transistoren starken GP106-GPU, welche wie die meisten aktuellen Pascal-Chips im 16-nm-FinFET-Verfahren bei TSMC vom Band läuft und sich wie gewohnt aus Graphics Processing Clustern, Streaming Multiprozessoren und ALUs zusammensetzt. Insgesamt bringt es die mobile Variante der NVIDIA GeForce GTX 1060 hier auf 1.280 Shadereinheiten und 80 TMUs. Um die TDP-Grenzen im Notebook einhalten zu können, hat NVIDIA die Taktraten allerdings etwas nach unten korrigieren müssen. Während die GeForce GTX 1060 sich im Desktop mit Geschwindigkeiten von 1.507 bzw. 1.708 MHz ans Werk macht, muss die mobile Variante mit einem Basis- und Turbo-Takt von 1.405 respektive 1.671 MHz auskommen. In der Praxis wird dies von unserem Testmodell auch erreicht und das selbst im absoluten Worst-Case-Szenario, bei dem wir Prozessor und Grafikkarte gleichzeitig voll auslasten und damit höchste Anforderungen an das Kühlsystem stellen. Im Schnitt soll die mobile Variante leistungsmäßig aber nur um etwa 10 % gegenüber dem Desktop-Ableger zurückfallen. 

Keine weiteren Einbußen gibt es beim Speicherausbau. Hier kann auch die mobile GeForce GTX 1060 auf einen 6 GB großen GDDR5-Videospeicher zurückreifen, welcher wie gewohnt über einen 192 Bit breiten Datenbus angebunden wird. Zusammen mit einem Takt von 2.002 MHz erreicht der Grafikchip so eine Speicherbandbreite von theoretisch 192,2 GB/s. 

razer blade pro gpuz

Aktuelle Spieletitel wie Grand Theft Auto 5, DiRt Rally, The Witcher 3 oder Shadow of Mordor stellen für die NVIDIA GeForce GTX 1060 und damit für das Razer Blade Pro keine Probleme dar. Vor allem, da unsere Testversion nur mit einem Full-HD-Display mit einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten ausgerüstet ist. So laufen unsere Benchmarks mit durchschnittlich zwischen 54,6 und 170,9 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm und sind damit allesamt problemlos spielbar. Wer extern einen Monitor mit höherer Auflösung anschließen möchte, für den Bedarf es aber ein bisschen mehr Power – der sollte besser zum Flaggschiff-Modell des Razer Blade Pro mit NVIDIA GeForce GTX 1080 und Intel Core i7-7820HK greifen.

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

Native Auflösung – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Die Software-Ausstattung

Eines der wichtigsten Tools, das auf dem Razer Blade Pro vorinstalliert ist, ist "Razer Synapse". Darüber lassen sich alle wichtigsten Einstellungen zur Tastatur und dem Beleuchtungssystem tätigen. So lässt sich zum Beispiel einstellen, ob die F-Tasten in erster Linie als Funktionstasten oder als Multimedia-Tasten genutzt werden sollen. Das Scrollrad lässt sich als Trackpad zweckentfremden, die Windows-Taste deaktivieren und natürlich der Beleuchtungseffekt sowie die Farbe der Hintergrundbeleuchtung einstellen. Lobenswert: Im Akku-Betrieb lässt sich die Hintergrundbeleuchtung sogar dimmen, um Strom zu sparen. Das Energieprofil kann über das Tool genauso eingestellt werden, wie die Lüftergeschwindigkeit der Kühlung des Razer Blade Pro.

Für Spieler wichtig: Einzelne Tasten der Tastatur lassen sich mit Makros belegen, die vollständig programmierbar sind. Ansonsten sind natürlich alle wichtigen Tools für das Sound-System, die Killer-Netzwerkchips und die Thunderbolt-3-Schnittstelle vorinstalliert. Unnötige Software-Programme oder gar Bloatware gibt es beim Razer Blade Pro nicht – sehr lobenswert! Nicht einmal eine 30-Tages-Version für Microsoft Office 365 oder eine Demoversion eines Virenscanners sind vorinstalliert.

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Dank Matall-Gehäuse: Gute Oberflächen-Temperaturen

Ein Intel Core i7-7700HQ und eine NVIDIA GeForce GTX 1060 sind für die Kühlung eigentlich alles andere als eine leichte Aufgabe, vor allem dann, wenn die Hardware in einem schlanken Gehäuse ohne viele Lufteinlässe verbaut ist, wie eben beim Razer Blade Pro. Trotzdem können sich die Oberflächen-Temperaturen bei unserem Testmuster selbst unter Volllast sehen lassen. Wer Prozessor und Grafikkarte mit Prime95 und Furmark voll an ihre Leistungsgrenzen treibt und die Kühlung damit ordentlich fordert, der lässt die Oberflächen-Temperaturen auf durchschnittlich 27,92 und 29,38 °C ansteigen, was verglichen mit anderen Gaming-Notebooks dieser Leistungsklasse doch erstaunlich wenig ist. Den höchsten Wert haben wir auf der Unterseite im zweiten Quadranten und damit exakt zwischen Grafikkarte und Prozessor gemessen. Hier heizt sich die Oberfläche auf bis zu 35,1 °C auf. Andere Geräte erreichen gut und gerne 10 °C mehr. Im Leerlauf liegen die Temperaturen im Schnitt etwa 2 °C darunter.

Sorgen bei den Temperaturen braucht man sich bei Prozessor und Grafikkarte nicht zu machen. Der Intel Core i7-7700HQ erreicht unter Volllast eine Temperatur von bis zu 82 °C, die NVIDIA GeForce GTX 1060 bleibt mit 72 °C sogar ein gutes Stück darunter. Zu einem Thermalthrottling kommt es damit nicht. Die CPU arbeitet stets mit mindestens 2,8 GHz, die GPU mit 1.392 MHz – beides entspricht dem Basistakt beider Komponenten und somit voll den Vorgaben der Chip-Hersteller. 

Erstaunlich sind nicht nur die Temperatur-, sondern auch die Lautstärke-Werte. Im normalen Windows-Betrieb arbeitet unser Razer Blade Pro mit 34,6 dB(A) flüsterleise und ist damit deutlich laufruhiger als so manch anderes Gaming-Notebook mit dieser Ausstattung. Unter Volllast aber drehen die beiden Lüfter im Inneren dann doch gehörig auf. Dann erreicht das Razer Blade Pro eine Geräuschkulisse von satten 53,4 dB(A) und ist damit alles andere als ein Leisetreter und gesellt sich damit ins obere Mittelfeld bei den Lautstärke-Messungen. In Anbetracht der schlanken Abmessungen und der guten Temperaturen, ist das aber sicherlich zu verschmerzen, zumal der ambitionierte Spieler ohnehin ein Headset auf dem Kopf haben dürfte. 

bench temp oberseite

Passables Durchhaltevermögen im Akku-Betrieb

Mit Strom versorgt wird das Razer Blade Pro stationär über ein externes 165-W-Netzteil. Unterwegs muss ein 73,5 Wh starker Akku genügen. Trotz der leistungsfähigen Hardware und vor allem des großen 17,3-Zoll-Bildschirms, welcher mit zu den größten Verbrauchern zählen dürfte, kann man unser Testmuster im Office-Betrieb rund sechs Stunden lang ohne Steckdose betreiben. Der Bildschirm wird in dieser Disziplin erst nach 390 Minuten schwarz. Wer spielt, drückt die Laufzeiten jedoch deutlich. Dann sind nur knapp zwei Stunden bzw. 133 Minuten drin. 

Ist der Akku voll aufgeladen, was nach etwa zwei Stunden der Fall ist, genehmigt sich das Razer Blade Pro je nach Leistungszustand zwischen 15,4 und 163,2 W und zeigt sich damit vergleichsweise sparsam. Aufgrund der leistungsstarken Hardware sind das durchaus passable Werte.


Gut ausgeleuchtetes Display

Das Display leistet Durchschnittliches. Die Helligkeit liegt bei maximal 348 cd/m² und ist damit nur bedingt für den Außeneinsatz in hellen Umgebungen geeignet. Die Ausleuchtung ist mit einer Homogenität von über 93 % jedoch sehr gut – zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen nur 27 cd/m². Das Kontrastverhältnis ist mit 1.592:1 wiederum hervorragend. 

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Einen leichten Blaustich weist das Au-Optronics-Panel ebenfalls auf – vor allem in der unteren Bildschirmhälfte. Während der Optimalwert bei rund 6.500 K liegt, haben wir durchschnittlich 6.969 K gemessen – in der Spitze wird aber eine kühle Farbtemperatur von bis zu 7.127 K erreicht. Ansonsten misst das Display 17,3 Zoll in seiner Diagonalen, löst mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf und erweist sich mit 120 Hz als sehr reaktionsschnell. Einzig auf G-Sync muss man verzichten. 

bench display

Fazit

Razer macht bei seinem Blade Pro vieles richtig. Auch wenn das Design an die Geräte aus Cupertino erinnern mag, weiß es aufgrund seiner eleganten Schlichtheit doch zu gefallen. Hinzu kommen die hochwertige Verarbeitung und die deutlich höhere Spieleperformance. Der verbaute Intel Core i7-7700HQ und die NVIDIA GeForce GTX 1060 sind ausreichend schnell, um alle aktuellen Spieletitel problemlos in der nativen Display-Auflösung darzustellen. Die liegt nämlich nur bei 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Dafür ist das 17,3-Zoll-Panel sehr gut ausgeleuchtet, sehr kontrastreich und vor allem dank 120-Hz-Technologie auch sehr schnell, jedoch etwas blaustichig und vielleicht ein wenig zu dunkel. 

Tastatur und Touchpad sind gut, die Anordnung ist jedoch ungewöhnlich. Schade, dass Razer den Nummernblock nicht direkt im Touchpad einblendet und diesen ersatzlos gestrichen hat. Das können das ASUS ROG Zephyrus GX501 oder das Acer Predator Triton 700 besser. Trotz der kompakten Abmessungen liegen die Temperaturen stets im grünen Bereich und das Gerät kann dadurch durchgehend seine volle Leistung abrufen. Sogar die Akku-Laufzeiten stimmen. Im Office-Betrieb hält das Gerät rund sechs Stunden durch, im Spielebetrieb sinkt die Laufzeit aber nur noch auf knapp zwei Stunden. Einer der größten Kritikpunkte ist die Lautstärke, was in Anbetracht der kompakten Abmessungen und der performanten Hardware im Vorfeld schon zu erwarten war. Zwar ist das Gerät im Leerlauf mit etwa 36,3 dB(A) noch flüsterleise, unter Volllast jedoch erreicht es einen Geräuschpegel von bis zu 53,4 dB(A) und ist damit alles andere als ein Leisetreter.

Preislich muss man für das Razer Blade Pro tief in die Tasche greifen. Rund 2.400 Euro möchte Razer für unsere Testkonfiguration haben. Das geht bei anderen Herstellern deutlich günstiger, oder aber bei der Hardware-Auswahl schneller. Das kann Razer zwar auch bei seinem größeren Blade Pro – das Spitzenmodell wird von einem Intel Core i7-7820HK und einer NVIDIA GeForce GTX 1080 befeuert – jedoch reißt diese Ausstattung noch einmal ein deutlich tieferes Loch in den Geldbeutel.

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Insgesamt bleibt auch das Razer Blade Pro quasi das MacBook unter den Gaming-Notebooks. Wir zücken aufgrund der soliden Leistung unseren Excellent-Hardware-Award. Herzlichen Glückwunsch!

 razer blade pro 2017 award

 

Positive Aspekte des Razer Blade Pro:

Negative Aspekte des Razer Blade Pro:


Razer Blade Pro
Hardware 
 
Prozessor: Intel Core i7-7700HQ
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,8 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,8 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4-2400
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 1060

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 6 GB
Festplatte/SSD

1x 256 GB M.2-SSD
1x 2 TB HDD

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 1,54 GB/s
HDD: 141,9 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 86
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 105 x 86 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort -
Thunderbolt: -
VGA: -
USB 2.0:

-

USB 3.0: 3
USB Typ-C: 1 (USB 3.1 Gen 1)
Firewire -
eSATA: -
Audio: 1x 3,5 mm Audio
Gehäuse 
 
Akku: 75,3 Wh
Material: Aluminium
Abmessungen: 424 x 281 x 22,5 mm
Gewicht 3,07 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: 2.399 Euro
Garantie: 24 Monate

 


Systemleistung (1)

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Systemleistung (2)

PCMark 7

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

MB/s
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

ms
Weniger ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

bench display

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

58 XX


93 XX
64 XX


96 XX
69 XX


83 XX
71 XX


87 XX
71 XX


86 XX
72 XX


76 XX
72 XX


94 XX
73 XX


86 XX
73 XX


92 XX
73 XX


82 XX
73 XX


84 XX
74 XX


89 XX
74 XX


98 XX
74 XX


98 XX
74 XX


70 XX
74 XX


99 XX
74 XX


98 XX
75 XX


86 XX
75 XX


98 XX
76 XX


89 XX
76 XX


98 XX
76 XX


92 XX
77 XX


88 XX
80 XX


89 XX
80 XX


91 XX
81 XX


92 XX
82 XX


81 XX
82 XX


91 XX
84 XX


75 XX
84 XX


91 XX
86 XX


71 XX
87 XX


92 XX
87 XX


82 XX
87 XX


79 XX
91 XX


95 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

44.2 XX


33.8 XX
44.7 XX


34.9 XX
45.4 XX


32.7 XX
46.1 XX


36.2 XX
46.1 XX


34.5 XX
46.3 XX


34.3 XX
46.6 XX


35.6 XX
46.6 XX


35.4 XX
46.7 XX


38.5 XX
46.7 XX


33.9 XX
46.7 XX


34.2 XX
46.9 XX


34.3 XX
48.3 XX


33.6 XX
48.4 XX


37.1 XX
48.7 XX


33.9 XX
48.7 XX


33.8 XX
48.8 XX


38.9 XX
48.9 XX


34.1 XX
49.2 XX


33.8 XX
49.3 XX


36.6 XX
49.3 XX


37.6 XX
49.3 XX


0 XX
49.3 XX


34.6 XX
49.6 XX


35.2 XX
49.8 XX


35.9 XX
49.9 XX


33.5 XX
50.1 XX


35.5 XX
50.7 XX


35.8 XX
50.9 XX


43.7 XX
51.1 XX


36.2 XX
51.1 XX


33.6 XX
51.3 XX


33.9 XX
51.3 XX


38.7 XX
52.1 XX


36.2 XX
52.1 XX


34.3 XX
52.3 XX


34.1 XX
52.8 XX


33.7 XX