Microsoft Surface Laptop im Test: Stoff reicht nicht

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Mit dem Surface Laptop feiert Microsoft gleich zwei Premieren. Nicht nur, dass man damit zum ersten Mal ein klassisches Notebook anbietet: Es ist auch der erste Rechner mit Windows 10 S. Doch was im Vorfeld für Neugierde sorgte, entpuppt sich im Test als durch und durch konservative Zusammenstellung mit einem Hauch von Extravaganz, den die Konkurrenz nicht fürchten muss.

Dass es gleich zu Beginn einen mehr als deutlichen Hinweis auf die Bewertung gibt, liegt an der engen Verwandschaft mit Surface Pro und Surface Book. Nicht nur optisch hat Microsoft das Surface Laptop unübersehbar an die beiden Schwestermodelle angelehnt, auch Kernelemente wie die Kompatibilität zum Surface Pen oder das 3:2-Format wurden übernommen. Überraschungen - in positiver wie negativer Hinsicht - gibt es darüber hinaus nur wenige.

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Zur Auswahl stehen vier Konfigurationen. Den Einstieg markiert das Surface Laptop mit Core i5-7200U, 4 GB RAM und einer 128 GB fassenden SSD für 1.149 Euro. Darüber rangiert das für den Test berücksichtigte Modell mit gleichem Prozessor und jeweils doppelter Speicherkapazität für 1.449 Euro. Einen Core i7-7500U verbaut Microsoft nur in den beiden größten Konfigurationen. Für 1.799 Euro gibt es dazu 8 GB RAM und eine 256-GB-SSD, für 2.499 Euro 16 GB RAM und eine 512-GB-SSD. Hinzu kommen mit Bordeaux Rot, Platin Grau, Kobalt Blau und Graphit Gold vier Farbvarianten, die frei Wahl hat man allerdings nur im Falle des 1.449 Euro teuren Version.

Angesichts der Tatsache, dass Windows 10 S in erster Linie für den Einsatz in Bildungseinrichtungen und vergleichbarem vorgesehen ist, erscheinen die Preise sehr hoch. Allerdings sieht Microsoft sein Surface Laptop mehr als Aushängeschild für diese Plattform, die Masse der Windows-10-S-Rechner dürfte weit günstiger werden. Immerhin heißt der wichtigste Konkurrenz Chromebook. Hinzu kommt, dass der Wechsel zu Windows 10 Pro mit wenigen Schritten möglich ist und das Notebook damit in einen vollwertigen Windows-Rechner verwandelt wird. Allerdings ist das mit zusätzlichen Kosten verbunden, knapp 50 Euro müssen für das Upgrade bezahlt werden. Nur wer sich bis Ende 2017 dafür entscheidet, wechselt kostenlos. Offiziell ist der Sprung von Windows 10 S zu Windows 10 Pro nicht rückgängig zu machen. Tatsächlich bietet Microsoft selbst aber entsprechende Images an.

Sämtliche Tests wurden unter Windows 10 Pro durchgeführt. Grund hierfür ist eine Einschränkung in Windows 10 S. Denn die neue Version des Betriebssystems erlaubt lediglich die Installation von Programmen aus dem Windows Store. Die genutzten Benchmarks sind dort allerdings nicht gelistet. Microsoft selbst sagt, dass das Surface Laptop unter Windows 10 S eine bessere Laufzeit sowie in einigen Situationen, beispielsweise beim Systemstart, eine höhere Leistung respektive kürzere Reaktionszeiten erreichen soll. Beides konnte im Test allerdings nicht festgestellt werden.

Weniger Schnittstellen gehen kaum

Auf einen der größten Kritikpunkt stößt man bereits vor dem ersten Einschalten des Surface Laptop. Denn in Bezug auf die Schnittstellen zeigt Microsoft sich weder spendabel noch der Zukunft zugewandt. Klammert man den Netzteilanschluss Surface Connect aus, stehen nur drei physische Anschlüsse zur Verfügung: Eine Audio-Buchse, ein Mini-DisplayPort sowie einmal USB 3.1 Gen 1 Typ-A, Weder Thunderbolt 2 oder 3 noch USB Typ-C wurden berücksichtigt, was Mitte 2017 und angesichts des Preises nur zu Unverständnis führt. Wer mehr Ports benötigt, muss zum Surface Dock für 229 Euro greifen, das aber nur für den stationären Einsatz vorgesehen ist, oder nach einer kompatiblen Alternative für unterwegs zu suchen. Warum Microsoft es nicht einfach wie Huawei beim MateBook X macht und eine günstige Lösung mit den wichtigsten Anschlüssen beilegt, ist ein Rätsel.

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Etwas besser sieht es bei den drahtlosen Schnittstellen aus. Hier bietet das Surface Laptop immerhin Dual-Band-WLAN mit ac-Unterstützung sowie Bluetooth 4.0.

Für Sicherheit soll ein TPM-Chip sorgen, das Anmelden erleichtert die Windows-Hello-kompatible Webcam. Im Test bot die eine gute, aber keine wirklich überzeugende Leistung. Das lag vor allem der Erkennungsgeschwindigkeit, die Eingabe eines Passworts oder der Windows-PIN dürfte in vielen Fällen die schnellere Methode sein.

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Besser gefallen die direkt unterhalb der Tastatur verbauten Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Audio-Premium-Zertifizierung. Diese erreichen eine mehr als ausreichende Lautstärke. Mitte und Tiefen sind vergleichsweise deutlich vorhanden, Verzerrungen gibt es auch bei maximalem Pegel nicht. Dennoch sollten Musikliebhaber eher zum Kopfhörer greifen, bauartbedingt gibt es natürlich unüberwindbare Grenzen bezüglich der Qualität.

Für Video-Telefonate und ähnliches reichen sie aber ebenso mehr als aus wie auch das Mikrofon-Array. Das nimmt die Stimme des Nutzers zuverlässig auf und filtert auch das ein oder andere Nebengeräusch heraus. Weniger gut gefällt hingegen die 720p-Webcam. Die bietet nur in gut ausgeleuchteten Umgebungen eine zufriedenstellende Qualität, in anderen Situationen kommt es schnell zu Bildrauschen und anderen Problemen.

Der Stoff, aus dem nicht die Träume sind

Das Design des Surface Laptop kann schlicht mit nüchtern beschrieben werden. Microsoft hat sich im Wesentlichen an der Optik des Surface Pro 4 und Surface Book orientiert, hier und da aber auch kleinere Eigenheiten integriert. Darunter fallen die Antennen-Isolatoren am rechten und linken Rand, der Übergang vom seitlichen Rand zum Boden oder auch die Lüftungsschlitze unterhalb des Display-Scharniers. Nicht zuletzt die leichte Keilform sorgt darüber hinaus dafür, dass das Surface Laptop aus jedem Blickwinkel ein wenig anders erscheint.

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Echte Eyecatcher gibt es allerdings nur zwei. So bleibt das Auge am Windows-Logo auf dem Deckel hängen, natürlich aber auch am stoffbezogenen Innenraum, der Handballenablage und den Bereich rund um die Tastatur bedeckt. Microsoft setzt hier wie auch schon beim Signature Cover auf Alcantara. Der Mikrofaserstoff kommt üblicherweise in der Bekleidungs- und Automobilindstrie zum Einsatz und gilt als hochwertige Alternative zu Leder. Dem Surface Laptop verleiht es einen Hauch von Extravaganz, die mit dem restlichen Gehäuse-Design bricht. Während das aber lediglich eine Frage des eigenen Geschmacks ist, erübrigen sich Diskussionen bezüglich der Haltbarkeit und Hygiene.

Denn so hochwertig der Stoffbezug auch sein mag, unterliegt er dennoch einem gewissen Verschleiß und ist zudem deutlich schlechter als eine Alumnium- oder Kunststoffoberfläche zu säubern. Wer sein Notebook häufig nutzt, dürfte früher oder später mit Schmutzablagerungen, Verfärbungen und anderem konfrontiert werden.

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Von diesem Manko abgesehen präsentiert sich das Surface Laptop als qualitativ sehr hochwertig. Abgesehen vom Alcantara setzt Microsoft vor allem auf Aluminium sowie Gorilla Glass, das den Touchscreen vor Beschädigungen schützt. Das 308,0 x 223,2 x 14,5 mm große und knapp 1,3 kg schwere Notebook ist abgesehen von einem leicht schief eingesetzten Touchpad hervorragend verarbeitet, was nicht zuletzt am Unibody-Konzept liegt. Verformungen oder Geräusche lassen sich selbst mit hohem Kraftaufwand nicht provozieren, selbst der Deckel lässt sich nur minimal verwinden - dem Gorilla Glass sei Dank. Das Display-Scharnier packt gut zu und gleicht auch gröbere Stöße zufriedenstellend aus, gleichzeitig ist aber dennoch das Anheben des Deckels ohne Festhalten der Bodeneinheit möglich - keine Selbstverständlichkeit.

Einen Kritikpunkt gibt es am Ende aber dennoch. Denn während Microsoft auf eine hohe Verarbeitungsqualität geachtet hat, wurde die Wartbarkeit völlig ignoriert. Eine entfernbare Bodenplatte gibt es nicht, statt dessen wird auf sehr viel Klebstoff gesetzt. Auch das führte im Juni dazu, dass die Experten von iFixit dem Surface Laptop mit 0 Punkten die schlechtmöglichste Note in Bezug auf die Reparierbarkeit verliehen.

Dem Touchscreen und Surface Pen treu geblieben

Entgegen des allgemeinen Trends spendiert Microsoft dem Surface Laptop einen Touchscreen und schafft somit fast schon so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal. Denn klassische Notebooks kamen zuletzt nur noch selten mit berührungsempfindlichen Bildschirm auf den Markt - oftmals sogar nur gegen Aufpreis. Beibehalten hat man aber auch die Unterstützung des Surface Pen, der nicht ohne Grund zu den besseren seiner Art zählt. Unterschieden wird zwischen 4.096 Druckstufen, die integrierte Technik erkennt zudem das Kippen für Schattierungen. Leider gehört der Surface Pen aber nicht zum Lieferumfang des Surface Laptop, weshalb er im Test nicht berücksichtigt wurde. Mit knapp 110 Euro ist er zudem alles andere als günstig.

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Ein Stück weit entschädigt das Display im Microsoft-typischen 3:2-Format. Auf die 13,5 Zoll des IPS-Panels, das im Falle des Testgeräts von Panasonic stammt, verteilen sich 2.256 x 1.504 Pixel. Der verbaute Touch-Sensor erkennt zehn Eingaben zur gleichen Zeit, Gorilla Glass sorgt für den Schutz des Panels, aber auch für mehr Reflexionen.

Die Testwerte fallen sehr unterschiedlich aus. Zunächst klingt eine maximale Helligkeit von 408 cd/m² als ausreichend, der Einsatz im Freien ist aber nur bedingt möglich. Hier sollte ein schattiger Ort gesucht werden, direkte Sonneneinstrahlung kann die Hintergrundbeleuchtung nicht ausgleichen. Hinzu kommt, dass die Homogenität nur bei rund 85 % liegt, vor allem zu den vier Rändern hin nimmt die Helligkeit ab; bei komplett schwarzem Bildschirminhalt ist das Clouding mit bloßem Auge erkennbar. Besser gefällt das Kontrastverhalten. Hier erreicht das Surface Laptop 1.316:1 - ein für ein Notebook sehr guter Wert.

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Nachholbedarf gibt es hingegen bei der Farbdarstellung. Denn ab Werk erstrahl das Display mit einem kräftigen Blaustich, durchschnittlich wurden 7.400 Kelvin gemessen. Wer - entsprechendes Equipment vorausgesetzt - selbst Hand anlegt, kann bessere, aber immer noch nicht optimal 6.800 Kelvin herausholen. Besser sieht es bei den Farbräumen aus. AdobeRGB wird zu 60 % abgedeckt, sRGB zu 92 %. Subjektiv werden Farben kräftig, aber nicht übertrieben dargestellt, wer häufig Fotos bearbeitet, dürfte nur wenig zu kritisieren haben.

Etwas seltsam wirkt, dass Microsoft dem Surface Laptop einen „ultradünnen Rahmen" attestiert. Mit etwa 11 mm rechts links sowie 9 mm oben ist der Rahmen deutlich breiter als beispielsweise beim Dell XPS 13 oder Huawei MateBook X. Das ist per se kein gravierender Nachteil, aber letztlich eine falsche Behauptung sowie der Grund dafür, dass Microsofts Notebook größer als das MateBook X ist. Einem Plus von 3 % bei der Display-Fläche stehen 13 % mehr Grundfläche entgegen.


Die SSD bremst das Surface Laptop

Die Mischung aus Core i5-7200U, 8 GB RAM (LPDDR3) und einer 256 GB fassenden SSD hatten wir erst vor wenigen Tagen in Form des MateBook X auf dem Prüfstand. Einziger großer Unterschied: Während Huawei auf eine lautlose Kühlung auf PCM-Basis vertraut, setzt Microsoft auf den klassischen Lüfter.

Entsprechend gibt es kleine, aber feine Unterschiede bezüglich der Leistungsfähigkeit. Denn immer, wenn der i5-7200U mit seinen zwei Kernen, Hyper-Threading und Taktraten von 2,5 bis 3,1 GHz über einen längeren Zeitraum gefordert wird, kann sich das Surface Laptop einen Vorteil verschaffen. In fast allen anderen Fällen liegen beide Notebooks auf einem Niveau. In Cinebench 11 und 15 (Multi-Thread) erreicht Microsofts Rechner für diese Klasse gute 3,59 und 324 Punkte. Im CPU- und RAM-lastigen 7-Zip-Benchmark reicht es nur für knapp 8.500 Punkte, Federn lässt das Surface Laptop auch in allen PCMark-Tests. In den Settings Home und Creative (PCMark 8) erreicht es etwa 2.100 und 2.400 Punkte, in PCMark 7 4.600 Punkte. Diese nur durchschnittlichen Werte gehen auf das Konto der SSD.

Das von Toshiba bezogene SATA-Laufwerk erreicht maximal lediglich 393 und 242 MB/s beim Lesen und Schreiben. Im Alltag machen sich diese vergleichsweise geringen Übertragungsraten kaum bis gar nicht bemerkbar. Wer allerdings häufiger mit sehr großen Dateien arbeitet, dürfte ein schnelleres Laufwerk vermissen. Warum Microsoft auf eine NVMe-SSD verzichtet hat, ist unklar. Erwarten darf man eine solche in diesem Preisbereich mittlerweile.

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Nur geringen Einfluss hat der Massenspeicher hingegen in Benchmarks wie dem 3DMark. Hier schlägt sich das Surface Laptop wacker, auch wenn die in den Prozessor integrierte Grafikeinheit vom Typ Intel HD Graphics 620 natürlich nicht für Spiele und ähnliches eignet. Wer sich die Zeit dennoch so vertreiben möchte, muss mit reduzierten Auflösungen und Detailgraden leben - und selbst dann ist eine flüssige Wiedergabe nicht immer garantiert.

Unter hoher Last offenbart sich dann eine der versteckten Stärken des Surface Laptop. Denn das Kühlsystem arbeitet im Vergleich mit so manch anderem Ultrabook sehr effizient. Wer den CPU-Part des i5-7200U über einen längeren Zeitraum zu 100 % fordert, kann dauerhaft die Vorteile des Turbos nutzen. Zwar wurden die maximalen 3,1 GHz nur etwa eine Minute lang gehalten, die danach anliegenden 2,8 GHz sind aber immer noch klar über dem Nominaltakt von 2,5 GHz. Mit 38,6 dB(A) ist der Lüfter dann zwar hörbar, aufgrund der tiefen Frequenzen aber nicht besonders störend; konzentriertes Arbeiten ist immer noch möglich.

Erst wenn als Systemressourcen einschließlich der GPU abgerufen werden, geht dem Surface Laptop die Luft aus. Innerhalb von rund zwei Minuten pendelt sich der CPU-Takt bei etwa 1,1 GHz ein, die GPU arbeitet mit mindestens 650 MHz weiter. Der Prozessor erreichte in einem solchen Szenario im Test in der Spitze 73 °C, die Package Power wurde auf rund 11 W reduziert. Hier zeigt sich, dass Microsoft bezüglich der Temperatur eine vorsichtige Strategie verfolgt. Deutlich wird das auch am Gehäuse, dass selbst nach sehr langen Volllastphasen nicht mehr als knapp 42 °C auf der Unter- und knapp 40 °C auf der Oberseite erreichte. Bei geringer Last konnten punktuell maximal knapp 28 und 27 °C gemessen werden - obwohl der Lüfter in solchen Situationen gar nicht arbeitet.

Von viel bis wenig Ausdauer ist alles dabei

Die zweite nicht sofort zu erkennende Stärke betrifft die Ausdauer des Surface Laptop. Denn Microsoft hat einen hohen Optimierungsgrad erreicht, der sich vor allem im Leerlauf und bei geringer Last bemerkbar macht. Der minimale Energiebedarf bei einer Display-Helligkeit von 120 cd/m² lag im Test bei gerade einmal 4,5 W. Ein Wert, der selbst bei Core-m-Geräten mit Full-HD-Display sehr selten ist. In Verbindung mit dem 45,2 Wh fassenden Akku ergibt das Laufzeiten bei geringer Last (Battery Eater Reader's Test) von mehr als 14,5 Stunden.

Allerdings kann das Surface Laptop auch eine ganz andere Seite zeigen. Wird mehr Leistung gefordert, schnellt der Energiebedarf in die Höhe. So reichte es im PCMark 8 je nach Setting nur noch für 4 bis 4,5 Stunden, bei hoher Last (Battery Eater Classic) war das Ende nach gerade einmal 2 Stunden erreicht. Allerdings kann der Akku auch problemlos binnen einer Stunde - oder noch schneller - geleert werden. Das zeigt zumindest die Messung der Energiebedarfs in einer solchen Situation, ganze 42 W genehmigte sich das Notebook in der Spitze. Ein Wert, den man von einem Ultrabook ohne dedizierte GPU so nicht erwartet.

Zwar dürfte eine solch energieintensive Nutzung nur sehr selten bei einem derartigen Notebook sein, es gibt aber noch ein ganz anderes Problem. Denn das mitgelieferte Netzteil stellt ausgangsseitig lediglich 38 W zur Verfügung. Für den Alltag bedeutet das, dass der Akku schon bei mittlerer Last nur noch langsam geladen wird. Immerhin: Ein USB-Port erlaubt das gleichzeitige Laden eines Smartphones direkt am Netzteil.

Tastatur und Touchpad mit altbekannten Stärken und Schwächen

In puncto Druckpunkt und Hub hat Microsoft die Tastatur des Surface Laptop im Vergleich zum Surface Book unverändert übernommen. In weiten Teilen bot sich das an. Denn dem Surface Book attestierten wir im Test ein knackiges Schreibgefühl. Dass tatsächlich nichts verändert wurde, zeigt sich aber bei der damaligen Kritikpunkt an der etwas schwammigen Leer- und Eingabetaste; dieses Manko gibt es noch wie vor. Allerdings hat man auch die gute, insgesamt vierstufige Hintergrundbeleuchtung übernommen, die in dunklen Umgebungen hilfreich ist.

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Mit 15 x 15 mm fallen die wichtigen Tasten ausreichend groß aus, der Abstand von 3 mm minimiert Fehleingaben. Die Beschriftung der Tasten ist eindeutig, die LED in der Fn-Taste erleichtert das Erkennen des gerade aktivierten Modus'. Im Falle der Farbvariante Platin Grau stellt sich die Frage, ob eine cremeweiße Beschriftung auf grauem Untergrund die beste alle Möglichkeiten war - Stichwort Kontrast.

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Aber auch das Touchpad meint man bereits vom Surface Book zu kennen. Mit 105 x 70 mm ist die Größe gleichgeblieben, auch die guten Gleiteigenschaften sowie die hohe Erkennungsrate sind nicht neu. Hinzu kommen die beiden integrierten Tasten, die über einen gut gewählten Hub und Druckpunkt verfügen. Aber: Wie auch beim Surface Book fehlt beim Surface Laptop eine optische Trennung zwischen beiden Tasten.


Fazit

Unterstellt man Microsoft, dass das Surface Laptop als Leuchtturm für Windows 10 S gedacht ist, bleibt zu hoffen, dass sich möglichst viele Partner nicht zu sehr an ihm orientieren. Denn trotz der unbestreitbar vorhandenen Erfahrung, die das Unternehmen inzwischen als Hersteller von PCs gesammelt hat, bietet das neue Modell überraschend viele Schwächen.

Die größte betrifft die Kommunikation mit der Außenwelt. Wer Zubehör nutzen will, muss mit einer einzigen USB-Schnittstelle auskommen, was selbst im schulischen Umfeld schnell zu Problem werden kann. Und warum man dann auch nur auf USB 3.1 Gen 1 und nicht Thunderbolt 3 setzt, ist ein weiteres Rätsel. Und weitere offenbaren sich, wenn man länger darüber nachdenkt: Warum gibt es keinen Kartenleser, obwohl das Gehäuse dafür mehr als genügend Platz bietet und der Anschluss von externen Medien ja grundsätzlich möglich ist? Warum schafft Microsoft es nicht, zumindest ein rudimentäres Dock beizulegen?

Antworten liefert man nicht, man kann aber Vermutungen anstellen. Eine wäre, dass das Budget schlicht nicht ausgereicht hat. Darauf deutet nicht nur das zu schwach konzipierte Netzteil hin, sondern auch die Tatsache, dass der Surface Pen nicht zum Lieferumfang gehört. Und dann gibt es da noch die Annahme von Microsoft-Experte Paul Thurrot. Ihm zufolge lagen die Pläne für das Surface Laptop schon lange in der Schublade, eine Realisierung war zunächst gar nicht mehr geplant. Das würde zumindest das Fehlen von Thunderbolt 3 erklären.

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Doch abschreiben sollte man das Notebook nicht. Schließlich verfügt es auch über einige Stärken. Da wären zum Beispiel das insgesamt gute Display, dem man nur ein wenig mehr Helligkeit wünscht, aber auch die für ein derartiges Gerät klar überdurchschnittliche Leistung, die für Office und vergleichbares mehr als ausreicht; trotz der lahmen SSD. Freuen darf man sich aber auch über eine lange Zeit lautlose Kühlung, deren Lüfter auch bei vollen Touren nicht übermäßig stört sowie gute Laufzeiten, sofern man das System nicht zu sehr fordert. Verarbeitung, Tastatur und Touchpad sind ebenfalls punkte, die positiv auffallen.

Doch für eine klare Empfehlung ist das zu wenig. Lohnen könnte sich das Surface Laptop nur für diejenigen, die ein Notebook in Verbindung mit einem Stylus wie dem Surface Pen nutzen wollen. Dann bliebe aber zu klären, ob das Surface Book nicht die bessere Alternative wäre - oder ein Surface Pro respektive das Surface Pro 4.

Lautet die Zielvorgabe hingegen hochwertiges Business-Notebook ohne echte Touch-Ambitionen, kommen diverse Konkurrenten ins Spiel. Da wäre zum einen das Huawei MateBook X mit vergleichbarer Leistung und mehr Schnittstellen, zum anderen das Apple MacBook Pro, das mit vergleichbarer Ausstattung aber mit 1.749 Euro zu Buche schlägt. Deutlich kompakter fällt Dells XPS 13 aus, das es mit und ohne Touchscreen für etwa 1.300 und 1.500 Euro gibt.

Positive Aspekte des Microsoft Surface Laptop:

Negative Aspekte des Microsoft Surface Laptop:


Microsoft Surface Laptop (DAG-00010)
Hardware
Prozessor: Intel Core i5-7200U
Prozessor - Kerne: 2
Prozessor - Threads: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,5 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,1 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 3 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - LPDDR3
Grafikkarte

Intel HD Graphics 620

Grafikkarte - Grafikspeicher -
Festplatte

1x 256 GB SSD

Optisches Laufwerk -
Monitor
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 13,5 Zoll
Display - Auflösung: 2.256 x 1.504 Pixel
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Display - Touch: ja
Eingabegeräte
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 79
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Abmessungen: 105 x 70 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse
HDMI: -
DVI: -
DisplayPort 1 (Mini-DisplayPort)
Thunderbolt: -
VGA: -
USB 2.0: -
USB 3.1 Typ-A: 1 (Gen 1)
USB 3.1 Typ-C: -
Firewire -
eSATA: -
Audio: 1
WLAN 802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth: 4.0
Gehäuse
Akku: 45,2 Wh
Material:

Aluminium, Gorilla Glass, Alcantara

Abmessungen: 308,0 x 223,2 x 14,5 mm
Gewicht 1,3 kg
Preis und Garantie
Preis (UVP): 1.449 Euro
Garantie: 24 Monate

Cinebench 11

CPU

3.18 XX


2.55 XX


2.41 XX


1.71 XX


1.64 XX


0.68 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

289 XX


218 XX


168 XX


Punkte
Mehr ist besser

7-Zip

8310 XX


7734 XX


7660 XX


7258 XX


4962 XX


2607 XX


MIPS
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

513 XX


470 XX


454 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser


PC Mark 7

maximal

4818 XX


4716 XX


4284 XX


3946 XX


3839 XX


2445 XX


Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8 - Home

maximal

2395 XX


2232 XX


2173 XX


2128 XX


1898 XX


Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8 - Creative

2336 XX


2265 XX


2182 XX


2094 XX


1690 XX


Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Ice Storm

maximal

42791 XX


38820 XX


35365 XX


34898 XX


27395 XX


27379 XX


22767 XX


19086 XX


14094 XX


10940 XX


Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Cloud Gate

maximal

4560 XX


4533 XX


2975 XX


2937 XX


2871 XX


1281 XX


Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Fire Strike

maximal

615 XX


333 XX


295 XX


Punkte
Mehr ist besser


Helligkeit

381 XX


362 XX


321 XX


cd/m2
Mehr ist besser

Lautstaerke

Idle/Load

47.9 XX


31.1 XX
47.8 XX


34.7 XX
46.6 XX


0.0 XX
45.6 XX


32.1 XX
44.7 XX


31.6 XX
44.4 XX


34.7 XX
44.2 XX


33.4 XX
42.8 XX


31.0 XX
42.6 XX


0.0 XX
42.2 XX


35.1 XX
41.9 XX


32.2 XX
41.9 XX


30.6 XX
41.6 XX


29.4 XX
40.8 XX


0.0 XX
40.3 XX


0.0 XX
40.2 XX


33.6 XX
39.8 XX


0.0 XX
39.7 XX


31.4 XX
39.0 XX


31.7 XX
38.9 XX


0.0 XX
38.8 XX


31.7 XX
38.6 XX


0.0 XX
38.1 XX


0.0 XX
38.0 XX


32.8 XX
37.8 XX


0.0 XX
36.2 XX


31.7 XX
35.9 XX


31.9 XX
35.1 XX


32.3 XX
33.8 XX


28.4 XX
33.4 XX


32.5 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
dB(A)
Weniger ist besser

Temperaturen

CPU/GPU

100 XX


100 XX
99 XX


85 XX
88 XX


88 XX
87 XX


96 XX
85 XX


78 XX
83 XX


83 XX
83 XX


83 XX
83 XX


83 XX
81 XX


81 XX
79 XX


79 XX
79 XX


79 XX
76 XX


76 XX
75 XX


75 XX
75 XX


75 XX
74 XX


74 XX
73 XX


73 XX
73 XX


73 XX
71 XX


71 XX
71 XX


71 XX
71 XX


71 XX
69 XX


69 XX
68 XX


68 XX
67 XX


67 XX
67 XX


67 XX
67 XX


65 XX
67 XX


67 XX
66 XX


66 XX
64 XX


64 XX
62 XX


62 XX
59 XX


59 XX
51 XX


51 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser


Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

991 XX


98 XX
875 XX


123 XX
852 XX


196 XX
847 XX


178 XX
808 XX


194 XX
804 XX


424 XX
730 XX


137 XX
730 XX


282 XX
727 XX


314 XX
716 XX


123 XX
716 XX


191 XX
703 XX


133 XX
699 XX


213 XX
685 XX


202 XX
646 XX


127 XX
623 XX


141 XX
620 XX


119 XX
615 XX


235 XX
549 XX


93 XX
532 XX


109 XX
520 XX


117 XX
512 XX


121 XX
505 XX


110 XX
504 XX


137 XX
496 XX


77 XX
469 XX


197 XX
461 XX


191 XX
434 XX


162 XX
425 XX


208 XX
417 XX


200 XX
399 XX


215 XX
392 XX


126 XX
382 XX


115 XX
372 XX


202 XX
347 XX


128 XX
340 XX


135 XX
286 XX


71 XX
286 XX


173 XX
278 XX


196 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PC Mark 8 - Home/Creative

513 XX


526 XX
340 XX


352 XX
331 XX


318 XX
312 XX


264 XX
292 XX


260 XX
289 XX


285 XX
278 XX


299 XX
277 XX


283