Gigabyte P56XT: Die neue Oberklasse mit 15,6 Zoll und GeForce GTX 1070 im Test

Veröffentlicht am: von

gigabyte p56xt teaserNach dem farbenfrohen Gigabyte Aero 15 oder dem Gigabyte P57X v7 als neues Oberklasse-Modell für den Gamer, begrüßen wir heute in unserem Testlabor einen weiteren Gaming-Boliden, der nicht unter der Gaming-Marke Aorus verkauft wird und damit auch anspruchsvolle Nutzer mit Multimedia-Ambitionen ansprechen soll. Das Gigabyte P56XT wurde erst zur Computex im Juni vorgestellt und kam erst vor wenigen Tagen in Deutschland offiziell in den Markt. Wie sich der 15-Zöller schlägt, erfährt man in diesem Hardwareluxx-Artikel auf den nachfolgenden Seiten. 

Kleine Abweichungen in der Typen-Bezeichnung können viel ausmachen. Während bei AMD das erst kürzlich wiedergekehrte "XT"-Kürzel auf eine schnelle Ausbaustufe hindeutet, handelt es sich bei der "XL"-Variante um einen beschnittenen und damit langsameren Ableger – so unterscheidet sich die neue AMD Radeon RX Vega 64 von der Radeon RX Vega 56. Doch auch im Notebook-Segment können kleinere Abweichungen viel ausmachen.

So auch bei Gigabyte, wie wir am Beispiel der P-Series einmal näher aufzeigen wollen. Die Geräte der P57-Familie gibt es ausschließlich mit 17,3-Zoll-Display, die P56-Modelle sind hingegen mit einem 15,6-Zoll-Bildschirm etwas kleiner. Während die "W"-Varianten meist mit einer NVIDIA GeForce GTX 1060 bestückt werden, kommt bei den Versionen mit "X"-Kürzel im Namen die jeweils schnellstmögliche Grafikkarte der jeweiligen Produktfamilie zum Einsatz. Im Falle des P57X v7 ist das die NVIDIA GeForce GTX 1070. Dann gibt es noch das Kürzel "T", welches meist direkt dahinter angehängt wird und auf eine vollwertige Typ-C-Schnittstelle mit Unterstützung für das Thunderbolt-3-Protokoll hinweist. Einen solchen Ableger begrüßen wir nun bei uns in der Hardwareluxx-Redaktion.

» zur Galerie

Während das P57X v7 kürzlich von uns ausführlich getestet wurde, versorgte uns Gigabyte nun auch mit dem kleineren Schwestermodell, welches man erst im Rahmen der diesjährigen Computex im Juni präsentierte und welches sich leistungs- und größenmäßig zwischen dem P55 und P57 einordnet. Das Gigabyte P56XT gibt es zunächst in einer einzigen Basis-Version. Diese wird von einem Intel Core i7-7700HQ angetrieben, dem wahlweise 8 oder 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen, welcher sich theoretisch auf bis zu 32 GB aufrüsten lässt. Dazu gibt es eine leistungsfähige NVIDIA GeForce GTX 1070 mit 8 GB GDDR5-Videospeicher und eine Kombination aus schneller SSD sowie herkömmlicher Magnetspeicher-Festplatte. Optional ist sogar ein optisches Laufwerk möglich. Beim Display verbaut man beim P56XT zwar ausschließlich 15,6-Zoll-Panels, stellt diese aber wahlweise in einer Auflösung mit 1.920 x 1.080 oder gar 3.840 x 2.160 Bildpunkten bereit. Der Akku zeigt sich wie von Gigabyte gewöhnt kapazitätsfreudiger und bringt es auf eine vergleichsweise hohe Kapazität von 91 Wh, was dem Gerät zu einer langen Laufzeit verhelfen dürfte. Zu den weiteren Highlights zählen moderne Anschlüsse wie eben Thunderbolt 3 und ein für diese Geräteklasse eher kompaktes Kunststoffgehäuse. 

Unsere Testversion setzt hier natürlich auf den Intel Core i7-7700HQ, die NVIDIA GeForce GTX 1070 und kann auf einen 256 GB großen SSD- sowie einen 1 TB fassenden HDD-Speicher zurückgreifen. Beim Display setzt man auf ein Full-HD-Panel. All das gibt es für derzeit etwa 2.100 Euro. 

Schlichtes Kunststoff-Gehäuse ohne Mängel

Sowohl was die Optik anbelangt als auch die Verarbeitungsqualität und Stabilität: Das Gigabyte P56XT orientiert sich an seinen größeren Schwestermodellen. Wie schon beim Gigabyte P57X v7, welches wir erst vor kurzem im Test hatten, setzt man auch hier auf ein reines Kunststoff-Gehäuse, das überwiegend in Schwarz gehalten und hier und da mit kleineren orangefarbenen Akzenten auf sich aufmerksam macht. Diese Farbakzente finden sich jeweils an den beiden Seitenteilen in Form von kleinen Farbstreifen. Die Schlichtheit verrät, dass Gigabyte damit nicht nur den ambitionierten Spieler ansprechen möchte, sondern eben auch den anspruchsvollen Multimedia-Nutzer. 

» zur Galerie
 

Der Stabilität tut die günstige Materialwahl keinen Abbruch. Auch das Gehäuse des P56XT ist sehr gut verarbeitet, scharfe Ecken und Kanten gibt es keine, Spaltmaße sind sehr gut herausgearbeitet und selbst auf stärkeren Druck hin, gibt das Chassis an keiner Stelle nach. Einzig der Bildschirmdeckel lässt sich stärker eindrücken. Die beiden Display-Scharniere sind verwindungssteif und wackeln nicht. Insgesamt bringt es das Gigabyte P56XT auf Abmessungen von 382,8 x 270 x 30 mm und stemmt ein Gewicht von rund 2,6 kg auf die Waage. Für einen 15-Zöller ist das weder dick noch dünn, aber auch nicht ausgesprochen schwer oder leicht: Das Gerät siedelt sich in beiden Disziplinen im Mittelfeld an.

» zur Galerie

Klassischer Aufbau im Bereich des Topcases: Direkt unterhalb des Bildschirms hat Gigabyte die Tastatur angebracht. Hier setzt man auf Chiclet-Tasten im klassischen Layout und verbaut trotz der 15-Zoll-Ausrichtung sogar einen eigenen Nummernblock. Direkt darunter ist leicht nach links versetzt das Touchpad. Rechts daneben gibt es einen Aufkleber, welcher noch einmal die wichtigsten Merkmale des Gigabyte P56XT aufzeigt – darunter nicht nur die wichtigsten Leistungsdaten, sondern auch die RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur und Thunderbolt 3 gesondert hervorhebt.

» zur Galerie

Die zweigeteilte Zielgruppe wird sogar bei der Tastatur deutlich. Zwar verzichtet man auf die gesonderte Hervorhebung der für Spieler wichtigen WASD-Tasten, eine vor allem bei Gamern beliebte RGB-Hintergrundbeleuchtung gibt es aber trotzdem. Die Tastatur des Gigabyte P56XT lässt sich nicht nur in vielerlei unterschiedlichen Farben beleuchten, sondern auch mit unterschiedlichen Effekten versehen. Dabei können einzelne Teilbereiche konfiguriert werden oder jede Taste einzeln.

Die Tasten sind in der Regel 15 x 15 mm groß und wurden im Abstand von 3 mm angebracht. Ihr Druckpunkt ist gut, jedoch sind sie wie schon beim Gigabyte P57X v7 aus unserem letzten Test etwas leichtgängig, was schnell zu Ermüdungserscheinungen in den Händen führen kann.

Schwächen beim Touchpad

Punktabzug gibt es vor allem beim Touchpad. Dieses ist mit 106 x 78 mm zwar ausreichend groß dimensioniert, die Gleiteigenschaften und die Präzision bei der Umsetzung der Eingaben könnten jedoch besser sein. Im Test gab es immer wieder kleinere Aussetzer und Ruckler beim Mauszeiger auf dem Bildschirm. Multitouchgesten werden zwar verstanden, doch während das Scrollen im Browser mittels zwei Fingern noch gut funktioniert, lassen sich Bilder mit der Pinch-to-Zoom-Geste nicht reibungslos zoomen. Die Tasten für den linken und rechten Mausklick werden nicht dediziert ausgegeben, sie werden direkt im Touchpad betätigt, was allerdings eines tiefen Tastendrucks bedarf. Spieler mögen zwar ohnehin einen Gaming-Nager per USB anschließen, Multimedia-Nutzer dürften beim Touchpad aber schnell die Geduld verlieren. 

» zur Galerie

Direkt unterhalb der Tastatur hält das Gigabyte P56XT eine Vielzahl an Kontroll-LEDs bereit, die Auskunft über die Auslastung der Festplatte, über den allgemeinen Betriebszustand und über das WiFi- und Bluetooth-Modul geben.

» zur Galerie

Direkt darunter findet sich das optische Laufwerk. Bei unserem Testmuster hat sich Gigabyte hier für einen handelsüblichen DVD-Brenner entschieden, wobei das Laufwerk auch hotswapable ist und sich mithilfe eines Einbaurahmens auch gegen ein 2,5-Zoll-Laufwerk mit SATA-Anbindung tauschen lässt.

» zur Galerie

Anschlussseitig hat das Gigabyte P56XT einiges zu bieten. Für Multimedia-Nutzer seht sogar ein älterer, analoger D-Sub-Ausgang bereit, der einen Anschluss an einen Beamer ermöglicht. Daneben gibt es an der rechten Seite einen miniDisplayPort- und HDMI-Ausgang sowie zwei USB-3.1-Schnittstellen, wobei jeweils eine als Typ-A und Typ-C ausgegeben wird. Wie bereits im Einleitungsteil dieses Artikels angedeutet, unterstützt Letztere das Thunderbolt-3-Protokoll und erlaubt damit schnelle Datenübertragungsraten von satten 40 GBit/s sowie den Anschluss einer externen Grafikbox, wie beispielsweise der hauseigenen Aorus GTX 1070 Gaming Box, welche erst im Rahmen der Computex 2017 vorgestellt wurde und in Kürze auch von uns getestet wird.

» zur Galerie

Gegenüberliegend hält das Gigabyte P56XT die Gigabit-Ethernet-Schnittstelle, zwei weitere USB-Schnittstellen nach Typ-A und zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen für den Anschluss eines Headsets parat. Sogar ein SD-Kartenleser hat es in das Notebook geschafft. Lobenswert: Besonders breite und dicke Anschlüsse wurden von Gigabyte jeweils am hinteren Ende des Seitenteils positioniert, was den Kabelsalat auf dem Schreibtisch deutlich vereinfacht.

Sportliche Kühlung

Obwohl im Inneren ein Intel Core i7-7700HQ und eine NVIDIA GeForce GTX 1070 stecken, die beide recht hitzige Komponenten sein können, sucht man dicke Lufteinlässe beim Gigabyte P56XT fast schon vergebens. Die gibt es überwiegend auf der Unterseite, direkt unterhalb von Prozessor und Grafikkarte, aber auch direkt hinter dem Bildschirmdeckel an der Rückseite. Eine Wartungsklappe, mit der man schnellen Zugriff auf die wichtigsten Komponenten hätte erhalten können, gibt es nicht. 

» zur Galerie

Der Akku ist fest ebenfalls verbaut. Dafür liefert er satte 91 Wh und zeigt sich damit kapazitätsfreudiger als so manch anderes Gaming-Notebook dieser Preis- und Leistungsklasse. Ob er das Notebook eine Zeit lang ohne Steckdose mit Strom versorgen kann, wird sich zeigen.


Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim Gigabyte P56XT keinerlei Abstriche bei der Verarbeitungsqualität gemacht werden müssen. Wie es um die Leistungsfähigkeit der Hardware bestellt ist und wie die Kühlung ausfällt, schauen wir uns nun näher an.

Systemleistung

Wie bei nahezu jedem aktuellen Gaming-Notebook der Ober- und High-End-Klasse, bildet auch hier ein Intel Core i7-7700HQ das Herzstück. Der Kaby-Lake-Prozessor setzt auf vier Rechenkerne, die sich mit einem Basis- und Turbo-Takt von 2,8 bis 3,8 GHz ans Werk machen und dank SMT-Support jeweils zwei Threads und damit in der Summe acht Threads gleichzeitig bearbeiten können. Gegenüber dem Skylake-Vorgänger ist das immerhin ein Zugewinn des Taktes von rund 200 MHz und das obwohl Intel die maximale Leistungsaufnahme weiterhin mit 45 W angibt. Zum Vergleich: Der Intel Core i7-7700K im Desktop genehmigt sich mit 91 W deutlich mehr.

Dazu gibt es einen klassenüblichen 6 MB L3-Cache sowie einen 1 MB großen L1-Cache, wobei sich hier jeder Core 256 KB teilen muss. Der Daten- und Instruktions-Cache in erster Reihe stellt 32 KB an Datenspeicher zur Verfügung. 

cpuz

An den Speichercontroller der Kaby-Lake-CPU bindet Gigabyte bei seinem P56XT natürlich zwei SODIMM-Module im schnellen Dual-Channel-Modus an. Zusammen mit einem Takt von 2.400 MHz wird so eine Speicherbandbreite von sehr guten 24,31 GB/s erreicht. Zur Verfügung stehen bei unserem Testmuster 16 GB an Arbeitsspeicher. Theoretisch sind per Aufrüstung bis zu 32 GB möglich. Zusammen mit der SSD, welche es in unseren Tests auf eine durchschnittliche Leserate von 2.028 MB/s bringt, werden im Komprimierungstest von 7-Zip fast 21.000 MIPS erreicht. Andere Geräte dieser Preis- und Leistungsklasse schaffen nur rund 20.000 MIPS. Der Intel Core i7-7700HQ liegt auf üblichem Leistungsniveau und schließt die beiden Rendervorgänge der Cinebench-Benchmarks mit 8,16 und 741 Punkten ab.  

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Die 256 GB Speicherplatz der SSD dürften selbst für das Betriebssystem und die wichtigsten Programme schnell eng werden, weshalb Gigabyte seinem P56XT ein zusätzliches Magnetspeicher-Laufwerk mit einer Kapazität von 1 TB spendiert hat. Das 2,5-Zoll-Laufwerk ist natürlich nicht mehr ganz so flott unterwegs, gibt mit einer durchschnittlichen Datenübertragungsrate von knapp unter 140 MB/s für seine Art aber eine sehr gute Performance ab. 

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Für Spieler viel wichtiger ist die Grafiklösung. Hier hat Gigabyte bei seinem P56XT hoch gegriffen und die derzeit zweitschnellste Notebook-Grafikkarte verbaut. Die NVIDIA GeForce GTX 1070 setzt wie ihr Desktop-Modell auf die GP104-GPU und soll ihrem Desktop-Ableger leistungsmäßig in nichts nachstehen. Möglich wird dies dank einer hohen Anzahl an Shadereinheiten. Während die Desktop-Variante derer 1.920 zur Verfügung stellt, stehen der mobilen Fassung 2.048 Rechenwerke zur Seite. Die Taktraten für Chip und Speicher hat NVIDIA allerdings deutlich nach unten korrigiert. Im Basis und Boost sollen immerhin noch 1.443 bzw. mindestens 1.645 MHz erreicht werden. In der Praxis waren bei unserem Testgerät sogar über 1.700 MHz drin, wobei im absoluten Worst-Case-Szenario der Takt auf nur etwa 1.202 MHz absinkt. 

Beim Speicherausbau gibt es gegenüber der Desktop-Variante keinerlei Anpassungen. Beide Ableger können auf einen 8 GB großen GDDR5-Videospeicher zurückgreifen, welcher über ein 256 Bit breites Interface angeschlossen wird. Zusammen mit einem Takt von 2,0 GHz erreicht die NVIDIA GeForce GTX 1070 so eine Speicherbandbreite von bis zu 256 GB/s. Gefertigt wird der Chip im 16-nm-FinFET-Verfahren bei TSMC.

gpuz

Aktuelle Spieletitel wie Grand Theft Auto 5, DiRt Rally, The Witcher 3 oder Shadow of Mordor stellen für die NVIDIA GeForce GTX 1070 und damit für das Gigabyte P56XT keine Probleme dar. Spiele wie Grand Theft Auto 5 oder The Witcher 3 laufen mit flüssigen 80 bis 265 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm. Zu beachten ist dabei allerdings, dass unser Testmuster über eine native Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten verfügt und es das Gigabyte P56XT auch mit hochauflösenderem 4K-Display gibt. Anspruchsvollere Spieletitel wie Total War Attilla werden immerhin noch mit knapp 50 FPS dargestellt, was meist noch für einen ruckelfreies Spielevergnügen bei diesem Titel sorgt. 

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

Native Auflösung – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Die Software-Ausstattung

Wie schon bei seinem Aero 15 oder dem Gigabyte P57X v7 hat Gigabyte auch bei seinem P56XT auf die Installation unnötiger Software-Programme verzichtet und bereits einige Tools und Helfer vorinstalliert – darunter beispielsweise Adobes Acrobat Reader, Cyber Link PowerDVD 12 oder eine 30-Tages-Version von Microsoft Office 365 und eine Jahreslizenz für das Streaming-Tool XSplit Gamecaster. 

Ein Higlight ist der Smart Manager. Über ihn lassen sich so einige Einstellungen für den Gaming-Boliden tätigen. So lässt sich nicht nur die Lautstärke regeln oder die Helligkeit des Displays anpassen, sondern auch der Leistungszustand per vorgefertigtem Windows-Profil festlegen. Die integrierte HD-Webcam lässt sich ebenso abstellen, wie die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur regulieren und die Geschwindigkeit des Mauszeigers anpassen oder das Touchpad ein- und ausstellen. Auch Einfluss auf die Lüftersteuerung kann genommen werden. Lobenswert: Wer das Gerät im Silent-Modus einsetzt, zwingt die beiden Lüfter der Kühlung dazu, in Leerlaufphasen bei passenden Temperaturen sogar komplett ihre Arbeit einzustellen, womit das Gigabyte P56XT dann zeitweise komplett lautlos betrieben wird. Standardmäßig aber wird das Gerät im Gaming-Modus ausgeliefert. Über einen einzigen Klick lässt sich die Kühlung aber auch auf das Maximum beschleunigen.

Ansonsten hat Gigabyte ein Tool vorinstalliert, womit sich die Treiber mit nur wenigen Mausklicks auf den neusten Stand bringen lassen. Das ist zwar sehr komfortabel, aufgrund langsamer Download-Server aber dauert dies sehr lange. Zu guter Letzt ist ein Tool zur Erstellung eines Wiederherstellungs-Datenträgers vorhanden, welches allerdings wie schon bei den anderen Gigabyte-Modellen, welche wir kürzlich im Test hatten, lieblos übersetzt ist und an vielen Stellen noch mit chinesischen Schriftzeichen glänzt. 

» zur Galerie

Teilweise hohe Oberflächen-Temperaturen

Eine NVIDIA GeForce GTX 1070 und ein Intel Core i7-7700HQ sind für die Kühlung keine leichte Aufgabe. Das gilt auch für das Gigabyte P56XT. Unter absoluter Volllast, die wir gewohnt mit Prime95 und Furmark simulieren, erreichen die Temperaturen im Inneren für Prozessor und Grafikkarte bis zu 77 bzw. 88 °C. Zu einem Thermalthrottling kommt es aber nicht, wenngleich die Grafikkarte ihren Takt etwas unterhalb des Niveaus ihres Basis-Taktes ansetzt. In der Praxis werden solch hohe Werte aber nicht erreicht, deutlich höhere Taktraten bei der GPU sind möglich, wie wir bereits im GPU-Part dieses Artikels geschrieben haben. Die hohen Temperaturen im Inneren werden natürlich an das Gehäuse weitergegeben.

Hier haben wir teils hohe Werte jenseits der 50-°C-Marke gemessen. Im zweiten Quadranten auf der Unterseite und damit genau zwischen CPU und GPU haben wir mit 53,6 °C den höchsten Wert gemessen. Ein Betrieb des Gigabyte P56XT ist auf dem Schoß damit zumindest unter Volllast nicht zu empfehlen. Im Schnitt aber bleiben die Temperaturen deutlich darunter. Wir haben auf der Unterseite durchschnittlich etwa 33,9 und im Bereich des Topcases etwa 31,5 °C gemessen. Im normalen Office-Betrieb fallen die Temperaturen mit durchschnittlich 27,8 und 28,0 °C ein gutes Stück geringer aus. Hier liegen die Höchstwerte nur noch bei 31,8 °C – ebenfalls gemessen auf der Unterseite. 

Leise ist das Gigabyte P56XT damit allerdings nicht. Schon im Leerlauf säuselt die Kühlung im Gaming-Modus mit 38,9 dB(A) vor sich hin, unter Volllast steigt die Geräuschkulisse auf bis zu 53,4 dB(A) an, womit unser Testmuster leider alles andere als ein Leisetreter ist. Zumindest im Office-Betrieb lässt sich das System kurzzeitig passiv und damit völlig lautlos betreiben. Hierfür muss man über den Smart Manager lediglich in den Silent-Modus wechseln.

bench temp oberseite

Gute Ausdauer trotz schneller Hardware

Da Gigabyte auch seinem P56XT einen vergleichsweise kapazitätsstarken 91-Wh-Akku spendiert, fallen die Laufzeiten überdurchschnittlich aus, vor allem, wenn man bedenkt, dass mit dem Intel Core i7-7700HQ und der NVIDIA GeForce GTX 1070 sehr leistungsstarke Hardware im Inneren steckt. Zwar hauen die knapp über zwei Stunden Laufzeit im Spielebetrieb kaum jemandem vom Hocker, die sieben Stunden im Office-Modus können sich aber durchaus sehen lassen. Voll aufgeladen ist der Stromspender innerhalb von rund zwei Stunden. Denn genehmigt sich das Gigabyte P56XT je nach Lastzustand zwischen 15,2 und 193,6 W. Dem 15,6 Zoll großen Display sei Dank. 


Hervorragend ausgeleuchtetes Display

Unser Testgerät ist mit einem 15,6 Zoll großen Full-HD-Panel mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten bestückt. Das Gigabyte P56XT gibt es gegen Aufpreis aber auch mit höher auflösendem 4K-Panel. Unser Gerät ist jedenfalls sehr gut ausgeleuchtet. Wir attestieren ihm eine Homogenität der Ausleuchtung von satten 95 % – zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen gerade einmal 15 cd/m². Mit einer maximalen Helligkeit von 303 cd/m² ist der Gaming-Bolide zwar durchaus für den Außeneinsatz geeignet, in direkter Sonneneinstrahlung sollte man ihn allerdings nicht betreiben, dafür ist das Display am Ende doch einen Ticken zu dunkel. Das Kontrastverhältnis ist mit 1.029:1 ebenfalls sehr gut. 

» zur Galerie

Wie jedes aktuelle Gaming-Notebook kämpft aber auch das Display des Gigabyte P56XT mit einem starken Blaustich. Wir haben durchschnittliche Farbtemperaturen von fast 7.500 Kelvin gemessen. Der Optimalwert läge bei 6.500 Kelvin. Über den mitgelieferten Smart Manager kann man die Werte aber etwas anpassen. Weitere Features wie G-Sync oder ein reaktionsschnelles 120-Hz-Panel vermisst am Ende aber doch. 

bench display

Fazit

Das Gigabyte P56XT soll sich zwar zwischen den Geräten der P55- und P57-Familie einsortieren, braucht sich leistungsmäßig aber nicht vor ihnen zu verstecken. Dank der NVIDIA GeForce GTX 1070 und des Intel Core i7-7700HQ sind für das Gaming-Notebook aktuelle Grafikkracher selbst in den höchsten Einstellungen überhaupt kein Problem. Selbst hardwarehungrige Titel laufen ruckelfrei über den Bildschirm. Zu beachten ist allerdings, dass unser Testmuster hier mit einem Full-HD-Display mit einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten ausgerüstet ist. Den Gaming-Boliden gibt es gegen Aufpreis auch mit höher auflösendem 4K-Display – dann dürfte die Leistung am Ende doch etwas knapp werden.

Die Alltagsleistung weiß dank schneller SSD und Dual-Channel-RAM ebenfalls zu gefallen. Das Betriebssystem ist binnen weniger Sekunden geladen, Programme und Spiele starten meist ohne Verzögerung. Für zusätzlichen Datenspeicher gibt es außerdem eine 1-TB-HDD, die mit durchschnittlichen Datenübertragungsraten von rund 140 MB/s nicht gerade langsam ist. Ein optisches Laufwerk gibt es ebenfalls, kann dank Hot-Swap-Rahmen aber gegen einen SATA-Magnetspeicher ausgetauscht werden, womit der Speicherplatz weiter erweitert werden kann. Auf eine Wartungsklappe an der Unterseite muss man allerdings verzichten.

Die Unterseite wird im Volllast-Betrieb sehr heiß. Fast 54 °C haben wir in der Spitze gemessen. Die heißen Innen-Temperaturen von Prozessor und Grafikkarte werden somit direkt an das Gehäuse weitergegeben. Zu einem ThermalThrottling kommt es während unserer Tests selbst im Worst-Case-Szenario mit Prime95 und Furmark aber nicht. Ein Leisetreter ist das P56XT nicht. Je nach Betriebsmodus arbeitet das System mit etwa 38 bis 54 dB(A). Immerhin: Im Silent-Modus arbeitet das System je nach Temperatur und Last zeitweise auch passiv und damit völlig lautlos. 

Trotz der leistungsstarken Hardware kann sich die Akku-Leistung im Vergleich zu anderen Geräten dieser Preis- und Leistungsklasse messen. Wir haben zwischen zwei und sieben Stunden gemessen, was am starken 91-Wh-Akku liegt. Bei anderen Geräten wird der Bildschirm schon weitaus früher schwarz. Schwächen gibt es vor allem beim Touchpad. Dieses regiert nicht gerade präzise und teilweise nur mit Verzögerung.

» zur Galerie

Das Gigabyte P56XT ist ein solides Gaming-Notebook mit guter Ausstattung. Der Preis von rund 2.100 Euro geht in Ordnung. 

 

Positive Aspekte des Gigabyte P56XT:

Negative Aspekte des Gigabyte P56XT


Gigabyte P56XT
Hardware 
 
Prozessor: Intel Core i7-7700HQ
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,9 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,9 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4-2400
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 1070

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 8 GB
Festplatte/SSD

1x 256 GB SSD
1x 1 TB HDD

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 1,19 GB/s
HDD: 111,89 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 102
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 106 x 78 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 1 (mini)
Thunderbolt: 1 (über Typ-C)
VGA: -
USB 2.0:

-

USB 3.0: 3
USB Typ-C: 1 (USB 3.1 Gen 2)
Firewire -
eSATA: -
Audio: 2x 3,5 mm Audio
Gehäuse 
 
Akku: 91 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 382,8 x 270 x 30 mm
Gewicht 2,6 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ab 2.099 Euro
Garantie: 24 Monate

 


Systemleistung (1)

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Systemleistung (2)

PCMark 7

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

MB/s
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

ms
Weniger ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

bench display

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

58 XX


93 XX
64 XX


96 XX
69 XX


83 XX
71 XX


87 XX
71 XX


86 XX
72 XX


94 XX
72 XX


76 XX
73 XX


92 XX
73 XX


86 XX
73 XX


84 XX
73 XX


82 XX
74 XX


98 XX
74 XX


98 XX
74 XX


89 XX
74 XX


70 XX
74 XX


99 XX
74 XX


98 XX
75 XX


86 XX
75 XX


98 XX
76 XX


98 XX
76 XX


92 XX
77 XX


88 XX
80 XX


89 XX
80 XX


91 XX
81 XX


92 XX
82 XX


91 XX
82 XX


81 XX
84 XX


75 XX
84 XX


91 XX
86 XX


71 XX
87 XX


92 XX
87 XX


79 XX
87 XX


82 XX
91 XX


95 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

44.2 XX


33.8 XX
44.7 XX


34.9 XX
45.4 XX


32.7 XX
46.1 XX


34.5 XX
46.1 XX


36.2 XX
46.3 XX


34.3 XX
46.6 XX


35.6 XX
46.6 XX


35.4 XX
46.7 XX


38.5 XX
46.7 XX


33.9 XX
46.7 XX


34.2 XX
46.9 XX


34.3 XX
48.3 XX


33.6 XX
48.4 XX


37.1 XX
48.7 XX


33.9 XX
48.7 XX


33.8 XX
48.8 XX


38.9 XX
48.9 XX


34.1 XX
49.2 XX


33.8 XX
49.3 XX


37.6 XX
49.3 XX


0 XX
49.3 XX


34.6 XX
49.3 XX


36.6 XX
49.6 XX


35.2 XX
49.8 XX


35.9 XX
49.9 XX


33.5 XX
50.1 XX


35.5 XX
50.7 XX


35.8 XX
50.9 XX


43.7 XX
51.1 XX


36.2 XX
51.1 XX


33.6 XX
51.3 XX


38.7 XX
51.3 XX


33.9 XX
52.1 XX


36.2 XX
52.1 XX


34.3 XX
52.3 XX


34.1 XX
52.8 XX


33.7 XX
53.4 XX


38.9 XX
53.4 XX


33.7 XX
54.3 XX


34.8 XX
54.9 XX


35.9 XX
60.2 XX


34.4 XX
63.2 XX


36.4 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite

bench temp unterseite

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

581 XX


108 XX
555 XX


132 XX
515 XX


169 XX
514 XX


171 XX
489 XX


119 XX
420 XX


131 XX
403 XX


97 XX
397 XX


144 XX
385 XX


109 XX
370 XX


151 XX
343 XX


174 XX
338 XX


169 XX
324 XX


73 XX
321 XX


123 XX
317 XX


67 XX
307 XX


102 XX
295 XX


122 XX
294 XX


114 XX
291 XX


105 XX
285 XX


100 XX
250 XX


99 XX
241 XX


75 XX
237 XX


120 XX
233 XX


74 XX
228 XX


116 XX
210 XX


104 XX
198 XX


106 XX
196 XX


56 XX
181 XX


116 XX
180 XX


86 XX
178 XX


115 XX
171 XX


112 XX
167 XX


79 XX
157 XX


87 XX
144 XX


104 XX
89 XX


135 XX
85 XX


205 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 8 - Home/Creative

292 XX


319 XX
278 XX


294 XX
261 XX


270 XX