Huawei MateBook X im Test: Raumfahrt-Technik ist keine Patentlösung

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Vor einem Jahr wagte Huawei mit dem MateBook den ersten Ausflug in die Welt der 2-in-1-Devices. Nun folgt mit dem MateBook X das erste reinrassige Notebook. Den Erfolg sollen gleich mehrere Besonderheiten garantieren, darunter der Einsatz einer Weltraum-Technik sowie ein Detail, auf das bislang überraschenderweise kein anderer Notebook-Hersteller gekommen ist.

Das MateBook X ist dabei nur eines von drei im Mai vorgestellten Modellen. Mit dem MateBook E präsentierte Huawei einen minimal überarbeiteten Nachfolger des letztjährigen MateBook, mit dem MateBook D zudem einen Allrounder im 15-Zoll-Format. Letzterer wird in Deutschland nicht angeboten, obwohl das Gesamtpaket stimmig wirkt. Interessant ist zudem, das Huawei sich beim MateBook X auf eine einzige Konfiguration beschränkt und mit dem MateDock 2 ein wichtiges Zubehör gleich mit den in Karton legt.

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Beides führt allerdings dazu, dass der Preis nicht zugunsten einer schwächeren Ausstattung gedrückt werden kann - unverbindliche 1.399 Euro verlangt Huawei. Zum Testzeitpunkt wurde das Notebook von einigen Händler jedoch schon für etwa 1.200 Euro gelistet.

Office-Ausstattung mit zu wenig Schnittstellen

Dafür bekommt man eine Ausstattung, die durchaus als ausreichend bezeichnet werden kann, wenn es um ein typisches Office-Gerät geht. Denn Huawei paart Intels Core i5-7200U mit 8 GB an Arbeitsspeicher, einer 256 GB fassenden SSD und einem 13,3 Zoll großem Display.

Die Beschränkung auf zwei Anschlüsse vom Typ USB 3.1 Gen 1 Typ-C sowie ein Audio-Buchse erlauben das Design eines schlanken Gehäuses, schränken den Einsatz aber auch etwas ein. Zubehör, das auf eine Typ-A-Buchse angewiesen ist, oder auch externe Displays, sind auf das MateDock 2 angewiesen. Über dieses wird das MateBook X um je einmal USB 3.1 Gen 1 Typ-A und Typ-C, VGA sowie HDMI erweitert. Das reicht im Alltag in den vermutlich meisten Fällen aus, nur beim Einsatz einer Kamera wird es kniffelig. Mangels Kartenleser - auch im MateDock 2 steckt keiner - führt kein Weg an einer Verbindung per USB-Kabel vorbei; meist verbunden mit geringen Übertragungsraten. Störend ist aber auch, dass das fest am MateDock 2 sitzende Anschlusskabel nur etwa 9 cm lang ist.

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Zu beachten ist darüber hinaus, dass Huawei den beiden Typ-C-Ports keine Flexibilität spendiert hat. So lässt sich das MateBook X nur über die linke Buchse laden, dann aber auch über ein eventuell angeschlossenes MateDock 2, Display-Signale lässt aber nur der rechte Anschluss passieren. Der Einsatz von Thunderbolt 3 anstelle von USB 3.1 Gen 1 Typ-C wäre somit die deutlich bessere Wahl gewesen.

Drahtlos lässt sich das Notebook per WLAN (802.11ac) in Netzwerke einbinden, dank 2x2-MIMO-Antennen-Design werden stabile Datenraten erreicht. Headsets und anderes Zubehör lassen sich auch per Bluetooth (4.1) anbinden.

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Hörenswert sind die Stereo-Lautsprecher, die direkt oberhalb der Tastatur sitzen. Laut Huawei handelt es sich dabei um das erste Dolby-Atmos-System in einem Notebook, die Erwartungen sind entsprechend hoch. Und tatsächlich kann das MateBook X eine für ein derartiges Gerät beachtliche Stereo-Blase erzeugen, selbst Raumklang wird zumindest an Ansätzen geboten. Allerdings dürften Mitten und vor allem die Tiefen stärker ausgeprägt sein, hier dürfte die geringe Bauhöhe des Gehäuses aber ihren Tribut fordern. Die maximale Lautstärke ist ausreichend, Verzerrungen waren im Test nur vereinzelt zu vernehmen. Die oberhalb des Displays verbaute Webcam liefert lediglich bei guten Lichtverhältnissen brauchbare Ergebnisse, in anderen Situationen neigt zu schnell zu Bildrauschen und Artefaktbildung.

Eine Besonderheit ist der Fingerabdrucksensor. Den hat Huawei unauffällig in den Power-Button des MateBook X integriert und mit Windows Hello gekoppelt. Wird das Gerät mit dem hinterlegten Finger per Druck auf die Taste gestartet, erfasst der Sensor gleichzeitig den Abdruck. Dieser wird zwischengespeichert und nach dem Hochfahren an Windows weitergereicht, um die Anmeldung am Gerät abzuschliessen. Das gelang im Test sehr zuverlässig und vor allem schnell und komfortabel.

Schlichtes Gehäuse ohne Schwächen

Dabei ist der die kreisrunde Kombination aus Power-Taste und Fingerabdrucksensor gleichzeitig auch ein Design-Element, das auflockernd wirkt. Denn der Rest des nahezu komplett aus Aluminium bestehenden Gehäuse fällt eher nüchtern aus. Als Eyecatcher fungieren höchstens noch die umlaufenden Fasen sowie der Huawei-Schriftzug auf beiden Seiten des Deckels. Mit 286,0 x 211,0 x 12,5 mm fällt das MateBook X sehr kompakt aus, die Linienführung lässt es - auch aufgrund der leichten Keilform - allerdings noch kleiner wirken. Insgesamt kann die Optik als in sich stimmig und zurückhaltend beschrieben werden. Wer ein schlichtes Arbeitstier sucht, wird sich damit anfreunden können.

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Erfreulich ist, dass die geringen Ausmaße sowie das Gewicht etwas weniger als 1,1 kg nicht zulasten der Stabilität gehen. Selbst mit hohem Krafteinsatz lässt sich die Handballenablage nur minimal verformen, gleiches gilt für den Deckel. Bei letzterem zeigt sich unter anderem das verwendete Gorilla Glass als sehr verwindungssteif. Zusätzlich stellen auch grobe Stöße kein Problem für das Display dar. Das Zentralscharnier hält es sicher an Ort und Stelle. Gleichzeitig ist aber dennoch das Öffnen des Deckels mit nur einer Hand möglich, was in dieser Gewichtsklasse nicht selbstverständlich ist. An anderer Stelle beweist Huawei allerdings weniger Detailverliebtheit. Denn die eigentlich obligatorische, um das Display herum verlaufende Gummilippe fehlt. Somit kann Schmutz im zugeklappten Zustand zwischen Display und Tastatur gelangen.

An der Verarbeitung lässt sich nichts kritisieren. Weder gibt es scharfe Kanten, noch ungleiche Spaltmaße. Und auch Geräusche sind dem Gehäuse nicht zu entlocken.

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Die Bodenplatte lässt sich nach dem Entfernen von nur drei Torx-Schrauben leicht abnehmen. Was zunächst löblich wirkt, entpuppt sich aber am Ende als völlig überflüssig. Denn Nachrüsten lässt sich nichts, sowohl Arbeitsspeicher als auch SSD sind fest verlötet.

Ein anderer Kritikpunkt ist das Fehlen von Status-LEDs, die im geschlossenen Zustand erkennbar sind. So ist ohne Aufklappen des Deckels weder erkennbar, ob das Gerät abgeschaltet oder nur das Display deaktiviert ist oder ob der Akku voll geladen ist. Letzteres ist aber auch mit geöffnetem Deckel nicht ersichtlich. Dann lässt sich zumindesz anhand der LEDs in Caps-Lock- und Fn-Taste der Zustand des Systems ablesen.

3:2 trifft schmalen Rahmen

Weniger Fläche als ein Blatt Papier im Format DIN A4 soll das MateBook X einnehmen, wie Huawei auf der Vorstellung mehrfach betonte. Tatsächlich stimmt das, gerade einmal 60,3 cm² nimmt das Gerät ein - das Papier kommt auf 62,5 cm². Möglich wird das durch zwei Maßnahmen. Zum einen setzt Huawei auf das 3:2-Format, zum anderen fallen der linke und rechte Rand des 13,3 Zoll großen Displays mit etwa 5 mm sehr schmal aus; der obere misst 8 mm.

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Während die schmalen Rahmen überall für positive Reaktionen sorgen dürften, sind Diskussionen bezüglich des Formats vorprogrammiert. Das bietet zwar mehr Zeilen als ein 16:9-Panel, letzteres hat aber ebenfalls Vorteile. Klar ist hingegen, dass die Schärfe dank 2.160 x 1.440 Pixeln mehr als ausreicht. Störend ist hingegen die spiegelnde Oberfläche, die aufgrund des fehlenden Touch-Sensors aber überflüssig ist.

Die Messwerte attestieren dem IPS-Panel des MateBook X eine insgesamt hohe Qualität. Die maximale Helligkeit beträgt 415 cd/m², die Homogenität fällt mit knapp 93 % überzeugend aus. Auffällig ist hier lediglich die obere linke Ecke: Dass diese dunkler als der Rest, fällt aber nur bei sehr genauem Hinsehen auf. In hellen Umgebungen, beispielsweise im Freien, reicht die Hintergrundbeleuchtung oftmals nicht aus, um Spiegelungen zu vermeiden.

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Ab Werk erreicht das Display eine durchschnittliche Farbtemperatur von 6.700 Kelvin, womit weiß minimal in Richtung Blau abdriftet, kritisch ist dies aber nicht. Den sRGB-Farbraum deckt das MateBook X zu 92 % ab, bei AdobeRGB sind es immerhin noch 57 %. Subjektiv werden Farben kräftig, aber nicht überzogen dargestellt. Nicht ganz so gut schneidet das Notebook im Punkt Kontrast ab, hier wird lediglich ein Verhältnis von 887:1 erreicht. Grund hierfür ist der Schwarzwert, der bei - für ein IPS-Panel - eher mäßigen 0,45 cd/m² liegt; gut wären Werte kleiner als 0,35.


Core i5-7200U trifft auf lautlose Kühlung

Anders als beim MateBook E hat sich Huawei beim MateBook X für einen vollwertigen Prozessor der Core-i5-Reihe entschieden. Zur Wahl steht dabei lediglich der Core i5-7200U der Kaby-Lake-Generation. Der verfügt über zwei Kerne nebst Hyper-Threading und erreicht nominell 2,5 GHz, im Turbo-Modus sogar bis zu 3,1 GHz. Andere Details wie der 3 MB große Level-3-Cache, die Fertigung im 14-nm-Verfahren sowie die TDP von 15 W sind inzwischen altbekannt. Wie schon bei den Vorgängern i5-6200U und i5-5200U handelt es sich hierbei um so etwas wie den „Brot und Butter"-Prozessor - einen Business-Allrounder, der auch in anderen Bereichen nicht sofort überfordert ist.

Zusammen mit dem 8 GB großen Arbeitsspeicher (LPDDR3) sowie der 256 GB fassenden SSD verspricht das für Office und Co. mehr als ausreichend Leistung. Doch genaueres Hinschauen lohnt sich.

So steckte im Testgerät mit dem Liteon-Modell CB1-SD256 ein grundsätzlich NVMe-taugliches Laufwerk, doch mit maximalen Übertragungsraten von etwa 680 und 470 MB/s beim Lesen und Schreiben entpuppte sich dies als vergleichsweise langsam. Das mag im Alltag meistens keine Rolle spielen, wer häufig große oder viele Dateien verschiebt, dürfte sich aber ärgern.

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Das führt natürlich dazu, dass das MateBook X in Benchmarks wie PCMark 8 etwas abgestraft wird. Dennoch landet es mit etwa 2.500 Punkten noch im oberen Drittel. Zu einem guten Teil liegt das aber auch am Prozessor. Mit 3,6 und 319 Punkten in der Multi-Thread-Wertung (Cinebench 11 und 15) entpuppt der sich als sehr flott, was sich in CPU-lastigen Szenarien als großer Vorteil entpuppt. Die integrierte GPU vom Typ HD Graphics 620 mit ihren 24 Execution Units und einem maximalen Takt von 1 GHz ist hingegen schnell überfordert. Eine wichtige Rolle übernimmt sie lediglich dann, wenn es um bestimmte Video-Formate und -Codecs geht; hier spielt Kaby Lake grundsätzlich seine Stärken gegenüber den Vorgängern aus, was Leistung und Effizienz angeht.

Ärgerlich ist nur, dass das volle Potential nicht auf Dauer abgerufen werden kann. Je nach Auslastung werden die Taktraten von CPU und GPU nach etwa 15 bis 40 Sekunden teils deutlich reduziert. Unter CPU-Volllast unterschritten die beiden Kerne den Nominaltakt nach 40 Sekunden, das untere Ende war bei 1,6 GHz erreicht. Wurde zusätzlich die GPU ausgelastet, wurde die CPU sogar auf 700 MHz ausgebremst, die GPU blieb mit 400 MHz knapp über den von Intel genannten unteren Grenze.

Grund für dieses Verhalten ist das Kühlsystem. Dabei handelt es sich um eine PCM-basierende Lösung, die bislang vornehmlich in der Raumfahrt zum Einsatz kam. Im Detail handelt es sich dabei im MateBook X um winzige Kapseln, in denen Phasenwechselmaterial (phase changing material, PCM) eingelagert ist und die über Heatpipes mit den verschiedenen Bauteilen verbunden sind. Das PCM schmilzt bei höheren Temperaturen und nimmt somit die von den Komponenten freigesetzte Energie in Form von Abwärme auf. Sinkt die Temperatur anschließend wieder, wechselt das Material zurück in seine ursprüngliche Form. Das macht nach Ansicht Huaweis einen Lüfter überflüssig, das Notebook verfügt somit über eine lautlose Kühlung.

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Das führt allerdings dazu, dass das PCM die aufgenommene Energie in Form von Wärme lediglich an das Gehäuse weiterleiten kann, das diese wiederum an die Umgebung abgibt. Ist dieses Potential ausgeschöpft, kommt die Kette zum Stillstand, was letztendlich zur Drosselung des Prozessors führt, um Schäden durch zu hohe Temperaturen zu vermeiden. Dieses Limit hat Huawei gut gewählt, so zumindest der Eindruck nach dem Test. Denn selbst nach langen Volllastphasen wurden am Gehäuse keine kritischen Temperaturen erreicht, in der Spitze konnten 46 und 42 °C an der Ober- und Unterseite gemessen werden. Der Core i5-7200U erreichte gleichzeitig 75 °C.

Was bedeutet das für die Praxis? Im Produktiv-Einsatz mit Office, dem Browser, dem Bearbeiten von einzelnen Fotos und ähnlichem werden weder Prozessor noch Kühlsystem überfordert. Zwar kann nicht erwartet werden, dass der Core i5-7200U permanent im Turbo-Modus rechnet, der Nominaltakt wird allerdings nicht oder nur zumindest sehr kurz unterschritten. Wer das MateBook X hingegen auch für das ein oder andere Spiel oder Video-Schnitt nutzen will, muss mit Einschränkungen rechnen. Ganz davon abgesehen, dass Benchmarks wie 3DMark mit knapp 52.000 und 900 Punkten (Setting Ice Storm und Fire Strike) dem MateBook X nur eine sehr eingeschränkte Spieletauglichkeit bescheinigen.

Ausdauer durchschnittlich, Ladegerät schwach

Das nur 12,5 mm dünne Gehäuse des MateBook X führt natürlich dazu, dass vergleichsweise wenig Raum für den Akku zur Verfügung steht. Entsprechend fällt die Kapazität mit 40,2 Wh alles andere als überbordend aus. Huawei selbst spricht im übrigen von 41,4 Wh, diesen Wert konnten die im Test genutzten Diagnose-Tools aber nicht bestätigen.

Einen signifikanten Unterschied macht dies am Ende aber nicht aus, auch der versprochene Wert würde das Notebook nicht an die Spitze der Rangliste katapultieren. Bei geringer Last (Battery Eater Reader's Test) hielt das MateBook X knapp 12 Stunden durch, was für einen Platz im oberen Mittelfeld reicht. Im Office-typischen Betrieb (PCMark 8) musste nach etwa 3,5 Stunden zum Ladegerät gegriffen werden, bei hoher Last (Battery Eater Classic) war das Ende nach gut 3 Stunden erreicht.

Damit ist das MateBook X sicherlich kein Ausdauerwunder, in vielen Fällen dürfte ein typischer Arbeitstag oder Tag an der Uni aber auch ohne zwischenzeitliches Laden zu überstehen sein. Selbst längere Zugfahrten oder Flüge lassen sich ohne Steckdose überbrücken. Im Zweifelsfall sollte das Netzteil aber immer mitgeführt werden - auch, da es sich mit rund 90 g nicht zu schwer macht. Allerdings fällt es mit einer Maximalleistung von 40 W etwas zu schwach aus. Im abgeschalteten Zustand lässt sich das Gerät so zwar in weniger als zwei Stunden vollständig laden, im gleichzeitigen Betrieb kann es aber knapp werden. Schon bei einer Display-Helligkeit von 120 cd/m² genehmigt sich das MateBook X bis zu 27 W, bei maximaler Helligkeit konnten bis zu 37 W gemessen werden.

Eingabegeräte mit Luft nach oben

Trotz der geringen Grundfläche des Gehäuses ist es Huawei gelungen, eine normalgroße Notebook-Tastatur zu verbauen. Alle wichtigen Tasten fallen mit 16 x 16 mm angenehm groß aus, der Abstand von 3 mm verringert das Risiko von Fehleingaben. Das Tippgefühl überzeugt hingegen nicht in Gänze. Zwar ist der Druckpunkt gut gewählt und bei allen Tasten nahezu identisch, der Hub ist jedoch zu knapp bemessen. Das sorgt für ein etwas hölzernes Schreiben und gerade bei den größeren Tasten für zu wenig Feedback.

Dafür ist die Beschriftung der Tasten tadellos, selbst die Sonderfunktionen lassen sich ohne Studium einer Anleitung sofort nutzen. In dunklen Umgebungen hilft die insgesamt dreistufige weiße Hintergrundbeleuchtung, die sehr gleichmäßig ausfällt.

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Auf die größte Schwäche des MateBook X stößt man, wenn das Touchpad genutzt wird. Nicht nur, dass dies mit einer Fläche von 96 x 60 mm nicht sonderlich groß ausfällt. Die tatsächlich nutzbare Zone ist abermals kleiner. Denn in den vier Ecken wollte das Testgerät partout keine Eingaben abseits eines Klicks erkennen. Hinzu kommt, dass Tippgesten nur für das Simulieren eines linken Mausklicks erkannt wurden und das Pad selbst im unteren Bereich etwas wacklig wirkt - fast könnte man von zweistufigen Tasten sprechen.

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Die bieten im übrigen einen gut gewählten Druckpunkt sowie Hub und arbeiten sehr präzise. Eine optische Unterteilung fehlt leider.


Fazit

Mit dem MateBook X geht Huawei ein Wagnis ein. Glaubt man den Branchenexperten, boomen im Bereich des Mobile Computing nach wie vor 2-in-1-Geräte wie das MateBook des vergangenen Jahres oder dessen Nachfolger, das MateBook E. Hinzu kommt, dass vor allem größere Unternehmen ihre Bestellungen oftmals bündeln - wer die Server- und Desktop-PCs liefert, soll dann auch die Notebooks bereitstellen. Dies vor Augen musste man sich Details einfallen lassen, die all diese Nachteile sowie die nach wie vor geringe Erfahrung in diesem Geschäft vergessen machen.

Herausgekommen ist dabei ein Notebook, das überraschend gut gefällt. Die hohe Verarbeitungsqualität sowie das Gespür für Gehäusedesign konnte Huawei glücklicherweise 1:1 von seinen Smartphones übernehmen. Weitaus wichtiger ist jedoch, dass auch das Display überzeugt, auch wenn es vor allem beim Kontrast noch Luft nach oben gibt. Die lautlose Kühlung sorgt für störungsfreies Arbeiten, das geringe Gewicht für wenig Belastung beim Transport.

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Doch stellenweise wirkt es auch so, als ob Huawei beim MateBook X zu viel gewollt hat. Das gilt natürlich vor allem für das technische interessante Kühlsystem auf PCM-Basis, das unter Volllast überfordert ist und zu einer merklichen Drosselung des Prozessors führt. Häufiger dürfte jedoch das Angebot an Schnittstellen stören. Wer das zum Lieferumfang gehörende MateDock 2 nicht mitschleppen möchte, muss mit WLAN, Bluetooth und zweimal USB 3.1 Gen 1 Typ-C auskommen. Völlig aufgeschmissen sind diejenigen, die einen Kartenleser benötigen oder bevorzugen. Dass ein solcher nicht einmal im Dock steckt, irritiert.

Das verbesserungsfähige Touchpad kann mit ein wenig Wohlwollen als gewöhnungsbedürftig beschrieben werden, das auf 40 W begrenzte Netzteil ärgert den Nutzer nur dann, wenn unter hoher Last gleichzeitig geladen werden soll.

Eine uneingeschränkte Empfehlung gibt es am Ende aber nicht. Dafür müssten zumindest Laufzeiten und Touchpad besser ausfallen. Dennoch verdient sich das MateBook X eine gute Note. Denn technisch bietet das Gerät einige interessante Ansätze wie die Dolby-Atmos-Lautsprecher, den Fingerabdrucksensor oder eben die nicht ganz ausgereifte PCM-Kühlung.

Das MateBook X hat aber noch einen ganz anderen Vorteil: Die Zahl der direkten Mitbewerber ist äußerst klein - wenn es denn überhaupt einen gibt. Denn die Kombination aus vollwertigem Core-i-Prozessor, lautloser Kühlung und geringem Gewicht bietet derzeit kein anderes klassisches Notebook. Kann man mit einem Lüfter leben, wird vor allem das ASUS ZenBook 3 interessant, das im Test aber nicht völlig überzeugen konnte. Darf das Gewicht bis zu 1,2 kg betragen, kommen Varianten des HP Spectre 13 sowie natürlich das Dell XPS 13 ins Spiel.

Positive Aspekte des Huawei MateBook X:

Negative Aspekte des Huawei MateBook X:


Huawei MateBook X
Hardware 
Prozessor: Intel Core i5-7200U
Prozessor - Kerne: 2
Prozessor - Threads: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,5 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,1 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 3 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - LPDDR3
Grafikkarte

Intel HD Graphics 620

Grafikkarte - Grafikspeicher -
Festplatte

1x 256 GB SSD

Optisches Laufwerk -
Monitor 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 13,3 Zoll
Display - Auflösung: 2.160 x 1.440 Pixel
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
Tastatur - Tastengröße: 16 x 16 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 79
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Abmessungen: 96 x 60 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
HDMI: - (1 über MateDock)
DVI: -
DisplayPort 1 (über USB Typ-C)
Thunderbolt: -
VGA: - (1 über MateDock)
USB 2.0: -
USB 3.1 Typ-A: - (1 über MateDock)
USB 3.1 Typ-C: 2 (Gen 1)
Firewire -
eSATA: -
Audio: 1
Gehäuse 
Akku: 40,2 Wh
Material:

Aluminium

Abmessungen: 286,0 x 211,0 x 12,5 mm
Gewicht 1,1 kg
Preis und Garantie 
Preis (UVP): 1.399 Euro
Garantie: 24 Monate

Cinebench 11

CPU

3.18 XX


2.55 XX


2.41 XX


1.71 XX


1.64 XX


0.68 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

289 XX


218 XX


168 XX


Punkte
Mehr ist besser

7-Zip

8310 XX


7734 XX


7660 XX


7258 XX


4962 XX


2607 XX


MIPS
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

513 XX


470 XX


454 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser


PC Mark 8 - Home

maximal

2395 XX


2232 XX


2173 XX


2128 XX


1898 XX


Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8 - Creative

2336 XX


2265 XX


2182 XX


2094 XX


1690 XX


Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Ice Storm

maximal

42791 XX


38820 XX


35365 XX


34898 XX


27395 XX


27379 XX


22767 XX


19086 XX


14094 XX


10940 XX


Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Cloud Gate

maximal

4560 XX


4533 XX


2975 XX


2937 XX


2871 XX


1281 XX


Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Fire Strike

maximal

615 XX


333 XX


295 XX


Punkte
Mehr ist besser


Helligkeit

381 XX


362 XX


321 XX


cd/m2
Mehr ist besser

Lautstaerke

Idle/Load

47.9 XX


31.1 XX
47.8 XX


34.7 XX
46.6 XX


0.0 XX
45.6 XX


32.1 XX
44.7 XX


31.6 XX
44.4 XX


34.7 XX
44.2 XX


33.4 XX
42.8 XX


31.0 XX
42.6 XX


0.0 XX
42.2 XX


35.1 XX
41.9 XX


32.2 XX
41.9 XX


30.6 XX
41.6 XX


29.4 XX
40.8 XX


0.0 XX
40.3 XX


0.0 XX
40.2 XX


33.6 XX
39.8 XX


0.0 XX
39.7 XX


31.4 XX
39.0 XX


31.7 XX
38.9 XX


0.0 XX
38.8 XX


31.7 XX
38.1 XX


0.0 XX
38.0 XX


32.8 XX
37.8 XX


0.0 XX
36.2 XX


31.7 XX
35.9 XX


31.9 XX
35.1 XX


32.3 XX
33.8 XX


28.4 XX
33.4 XX


32.5 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
dB(A)
Weniger ist besser

Temperaturen

CPU/GPU

100 XX


100 XX
99 XX


85 XX
88 XX


88 XX
87 XX


96 XX
85 XX


78 XX
83 XX


83 XX
83 XX


83 XX
83 XX


83 XX
81 XX


81 XX
79 XX


79 XX
79 XX


79 XX
76 XX


76 XX
75 XX


75 XX
75 XX


75 XX
74 XX


74 XX
73 XX


73 XX
73 XX


73 XX
71 XX


71 XX
71 XX


71 XX
71 XX


71 XX
69 XX


69 XX
68 XX


68 XX
67 XX


67 XX
67 XX


67 XX
67 XX


65 XX
67 XX


67 XX
66 XX


66 XX
64 XX


64 XX
62 XX


62 XX
59 XX


59 XX
51 XX


51 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser


Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

991 XX


98 XX
852 XX


196 XX
847 XX


178 XX
808 XX


194 XX
804 XX


424 XX
730 XX


282 XX
730 XX


137 XX
727 XX


314 XX
716 XX


123 XX
716 XX


191 XX
703 XX


133 XX
699 XX


213 XX
685 XX


202 XX
646 XX


127 XX
623 XX


141 XX
620 XX


119 XX
615 XX


235 XX
549 XX


93 XX
532 XX


109 XX
520 XX


117 XX
512 XX


121 XX
505 XX


110 XX
504 XX


137 XX
496 XX


77 XX
469 XX


197 XX
461 XX


191 XX
434 XX


162 XX
425 XX


208 XX
417 XX


200 XX
399 XX


215 XX
392 XX


126 XX
382 XX


115 XX
372 XX


202 XX
347 XX


128 XX
340 XX


135 XX
286 XX


71 XX
286 XX


173 XX
278 XX


196 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PC Mark 8 - Home/Creative

513 XX


526 XX
340 XX


352 XX
331 XX


318 XX
312 XX


264 XX
292 XX


260 XX
289 XX


285 XX
278 XX


299 XX
277 XX


283 XX
272 XX


265 XX
259 XX


281 XX
259 XX


276 XX
240 XX


247 XX
230 XX


233 XX
226 XX


225 XX
226 XX


246 XX
225 XX


203 XX
223 XX


235 XX
222 XX


200 XX
218 XX


194 XX
213 XX


219 XX
211 XX


208 XX
211 XX


188 XX
210 XX


215 XX
208 XX


212 XX
208 XX


205 XX
206 XX


210 XX
198 XX


210 XX
194 XX


183 XX
186 XX


194 XX
173 XX


176 XX
172 XX


197 XX
171 XX


163 XX
168 XX


173 XX
166 XX


181 XX
157 XX


147 XX
148 XX


153 XX
137 XX


146 XX
Minuten
Mehr ist besser

Stromverbrauch

Idle/Load

12.3 XX


5.2 XX
13.4 XX


5.9 XX
13.7 XX


6.3 XX