Dell XPS 13 2-in-1 im Test

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Seit der Vorstellung der ersten Generation im Januar 2015 hat sich das XPS 13 mit Infinity Display zu einem der beliebtesten Notebooks seiner Klasse entwickelt. Zwei Jahre später, auf der CES 2017, stellte Dell mit dem XPS 13 2-in-1 einen Ableger vor, der einiges anders macht. Das anders aber nicht immer besser sein muss, zeigt der Test.

Das besondere an der Generation 9343 - so die genaue Modellnummer der ersten Infinity-Display-Version des XPS 13 - waren die schmalen Rändern links, rechts und oberhalb des Bildschirms, was im damaligen Test zu einer klaren Empfehlung führte. Das dahintersteckende Display entwickelte Dell seinerzeit gemeinsam mit Sharp, was auch dazu führte, dass der texanische PC-Hersteller sich zwei Jahre lang die Exklusivrechte sichern konnte. Inzwischen bietet auch Lenovo entsprechend bestückte Notebooks an, dennoch ist und bleibt auch die aktuelle Generation des XPS 13 ein Hingucker.

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Dass man auf Basis dessen weitere Ableger anbietet, erscheint deshalb wie ein logischer Schritt. Die Idee: Das Einsatzgebiet durch den Einsatz von 360-Grad-Scharnieren erweitern, schließlich gelten 2-in-1-Geräte derzeit als äußerst gefragt. Angeboten werden in Deutschland derzeit vier Konfigurationen, die sich zwischen 1.399 und 1.899 Euro bewegen. Die Unterschiede beschränken sich auf Prozessor, RAM, SSD-Größe und Display-Auflösung - Gehäuse, Schnittstellen und Akku fallen in allen Fällen identisch aus. Für den Test stand die zweitkleinste Version für 1.599 Euro zur Verfügung, allerdings mit englischem Tastatur-Layout; andere Unterschiede gegenüber dem deutschen Modell gab es nicht.

Kaum kleiner und kaum leichter

Die schmalen Bildschirmränder führen natürlich auch beim XPS 13 2-in-1 dazu, dass das Gehäuse deutlich kompakter als für ein Notebook der 13-Zoll-Klasse üblich ausfällt.

In Breite und Tiefe kommt es mit 304,0 x 199,0 mm aus, womit es praktisch die gleiche Grundfläche wie das konventionelle XPS 13 (304,0 x 200,0 mm) benötigt. Ebenfalls nur im direkten Vergleich dürfte die abweichende Bauhöhe auffallen. An der dicksten Stelle misst das Convertible gerade einmal 8,0 mm, an der dicksten 13,7 mm - das XPS 13 bringt es auf 9,0 bis 15,0 mm. Und auch beim Gewicht halten sich Unterschiede in Grenzen, das XPS 13 2-in-1 ist mit 1,24 kg rund 50 g leichter. Dass das neue Modell etwas kleiner und leichter ist, liegt aber nicht an einem optimierten Innenaufbau - mehr dazu jedoch später.

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Parallelen gibt es aber nicht nur bei Größe und Gewicht, auch hinsichtlich Design und Materialien hat Dell fast alles beibehalten. Deckel und Bodenplatte bestehen aus Aluminium, die Display-Einrahmung aus Kunststoff, die Tastatureinfassung mitsamt Handballenablage und umlaufenden seitlichen Rahmen aus Kohlefaser.

Das sorgt wie auch beim XPS 13 für ein sehr zurückhaltendes, aber auch hochwertiges Erscheinungsbild. Optisch auffällig sind lediglich die familien-typische Keilform sowie die farblich abgesetzten Scharniere, die ebenfalls aus Aluminium bestehen. Den Deckel ziert das Dell-Logo, am Boden ist der XPS-Schriftzug platziert.

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Die Verarbeitung des Testmusters fiel tadellos aus, selbst mit hohem Kraftaufwand konnten Gehäuse und Display-Deckel nicht nennenswert verformt werden; bei letzterem liegt das auch am verwendeten Gorilla Glass. Aber es gibt auch noch zwei Kritikpunkte. Aufgrund des geringen Gewichts der Bodeneinheit in Kombination mit dem Widerstand der Scharniere lässt sich das XPS 13 2-in-1 nicht mit einer Hand öffnen. Und der Schwerpunkt des Geräts liegt zu weit hinten - je nach Öffnungswinkel kippt es bei Nutzung des Touchscreens ein wenig.

Wer selbst Handanlegen möchte, erhält nach dem Entfernen von acht Torx-Schrauben Zugriff auf die Innereien. Mehr als SSD und WLAN-Modul lassen sicher allerdings nicht verändern, der Arbeitsspeicher ist fest verlötet.

Das XPS 13 mit weniger Anschlüssen

Zweimal USB 3.1 Gen 1, einmal Thunderbolt 3 sowie eine Audio-Buchse und ein SD-Kartenleser: Fast alles, was man sich für ein kompaktes Arbeits-Notebook an Anschlüssen wünscht, bringt das XPS 13 mit.

Schade nur, dass sich diese Auflistung auf das Standardmodell bezieht. Beim 2-in-1 hat Dell die Ausstattung in puncto Ein- und Ausgänge nahezu komplett verändert. Geblieben sind lediglich die Audio-Buchse und einmal Thunderbolt mitsamt der dazugehörigen Typ-C-Buchse am linken Rand. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es zusätzlich ein zweites Mal USB Typ-C - hier allerdings nur mit USB 3.1 Gen 1 dahinter. Über diese zweite Buchse liefert das XPS 13 2-in1 ein DisplayPort-Signal aus und lässt sich auch laden - genauso wie über den Thunderbolt-Anschluss. Anstelle von SD-Karten können lediglich die kleineren microSD-Karten beschrieben und ausgelesen werden.

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Grund für den Verzicht auf Typ-A-Buchsen ist die Gehäusedicke, die - deutlich sichtbar - gerade einmal für die Audio-Buchse ausreicht. Hier hilft lediglich der Einsatz eines Adapters von Typ-C auf Typ-A, ein Exemplar legt Dell dem XPS 13 2-in-1 bei. Warum man allerdings nicht gleich zweimal auf Thunderbolt 3 setzt, bleibt unbeantwortet.

Aber natürlich hat Dell auch an die Drahtlos-Fraktion gedacht. So ist ac-WLAN im 2x2-Design (Intel 8265) ebenso vorhanden wie auch Bluetooth 4.2. NFC oder LTE bietet man auch optional nicht an.

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Verändert hat man aber auch die Webcam. Es bleibt zwar bei 720p-Auflösung, allerdings gibt es eine neue Platzierung. Anstatt links unterhalb des Displays sitzt der Sensor nun fast mittig unter der Anzeige. Das sorgt bei Video-Chats für etwas weniger Irritationen beim Gegenüber, es bleibt aber gewöhnungsbedürftig.

Beibehalten hat man hingegen die Platzierung der beiden Lautsprecher. Die sitzen auch beim XPX 13 2-in-1 im linken und rechten Rand auf Höhe der Handballenablage. Der maximale Pegel dürfte für alle Anwendungsfälle ausreichen, die Klangqualität ist hingegen eher unterdurchschnittlich. Denn vor allem im tiefen Bereich können die Lautsprecher fast nichts bieten, auch bei mittleren Frequenzen wäre mehr sehr wünschenswert.

Ein Vorteil gegenüber dem herkömmlichen XPS 13: Das Convertible erlaubt die Authentifizierung dank Windows Hello - entweder per Fingerabdrucksensor oder per Infrarot-Kamera. Beides funktionierte im Test gut, aber nicht perfekt.

Tastatur und Touchpad wie gewohnt

Die leichten Anpassungen, die Dell an der Tastatur vorgenommen hat, dürften selbst Kenner nur im direkten Vergleich zwischen XPS 13 und XPS 13 2-in-1 erkennen. So befinden sich die Tasten für Bild-Auf und Bild-Ab nun direkt neben den Pfeiltasten, zudem wird die Display-Helligkeit nun über letztere geregelt. Mit 15 x 15 mm fallen die wichtigsten Tasten nun auch minimal größer aus. Geblieben ist es beim Hub von 1,3 mm sowie dem gut gewählten Druckpunkt, der allerdings beim Testmuster nicht überall gleich ausgeprägt war. Die Beschriftung ist hingegen wieder über jeden Zweifel erhaben, auch für die Nutzung der Sonderfunktionen ist kein Studium der Anleitung notwendig.

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Beim Arbeiten in schlecht beleuchteten Umgebungen hilft die insgesamt dreistufige Hintergrundbeleuchtung, die sehr gleichmäßig, aber selbst in der höchsten Stufe nicht sonderlich hell ausfällt.

Nichts geändert hat Dell am Touchpad. Das bietet mit 105 x 60 mm nicht nur die gleiche Fläche wie im XPS 13, sondern stimmt auch in puncto Bedienbarkeit überein. Die Gleiteigenschaften sowie die Erkennung von Eingaben überzeugen. Gleiches gilt für Druckpunkt und Hub der beiden integrierten Tasten, die zumindest optisch voneinander getrennt sind - allerdings nur durch einen sehr unauffälligen Strich.


Ein insgesamt dünneres Gehäuse, dann noch das etwas dickere Display und dennoch soll im XPS 13 2-in-1 ebenso wie im XPS 13 je nach Konfiguration ein Core i5 oder Core i7 stecken. Tatsächlich stimmt das, aber auch Dell dürfte Intel die gleichen Fußfesseln wie allen anderen Partnern verpasst haben. Denn dass tatsächlich nur der inzwischen als Core i vermarktete Core m zum Einsatz kommen, verrät der obligatorische Aufkleber am Gehäuse nicht. Zugute halten muss man Dell jedoch, dass sowohl auf der Produktseite des Geräts als auch im Konfigurator nur stellenweise der Eindruck erweckt wird, man hätte es mit einem vergleichsweise leistungsstarken Prozessor zu tun.

Mit Core i7-7Y75, aber schneller als erwartet

Im Test sorgte der verbaute Core i7-7Y75 allerdings aus einem ganz anderen Grund für Fragezeichen. Denn der Zweikerner mit Hyper-Threading erreichte in vielen Benchmarks höherer Werte, als eigentlich zu erwarten waren. So attestierte der 3DMark eine Leistung, die teilweise höher als bei Notebooks mit Core i7-7500U ausfielen. Die Ursache hierfür ist eine ungewöhnliche Entscheidung seitens Dell. Auf Nachfrage erklärte der Hersteller, dass es sich um einen regulären Core i7-7Y75 mit einer TDP von 4,5 W handelt, eben dieser Wert aber überschritten werden dürfe, um länger mit höheren Taktraten arbeiten zu können.

Allerdings deutet einiges darauf hin, dass Dell schlicht die TDP-up-Option gezogen hat, die aber vor den üblichen Analyse-Tools verborgen wird. Dafür spricht beispielsweise der Basistakt von 1,6 GHz, standardmäßig arbeitet der CPU-Part des Prozessors nur mit 1,3 GHz. Ebenso fällt die CPU Package Power unter Last höher als für einen 4,5-W-Prozessor üblich aus - unter Volllast pendelte die sich bei gut 7 W ein.

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Im Alltag spielt das aber keine nennenswerte Rolle. Mit 2,7 und 159 Punkten in Cinebench 11 und 15 (Multi-Thread-Wertung) landet das XPS 13 2-in-1 im unteren Mittelfeld, ähnlich sieht es im 7Zip-Test aus. Etwas besser schneidet das Convertible in den Office-nahen Tests PCMark 7 und 8 ab, vor allem dank der schnellen SSD. Das von Toshiba gelieferte NVMe-Laufwerk mit seinen 256 GB erreicht beim Lesen und Schreiben maximal knapp 1.200 und 670 MB/s und hat einen großen Anteil daran, dass sich das XPS 13 2-in-1 schneller anfühlt, als man es erwarten würde. Dennoch gibt es klare Grenzen, auch wenn der 3DMark-Score in allen drei berücksichtigten Szenarien höher als üblich ausfällt. Spiele laufen nur dann halbwegs flüssig, wenn sie auf minimaler Detail-Stufe und reduzierter Auflösung gestartet werden, umfangreiche Video- und Bildbearbeitung sind ebenfalls nicht das Metier des Geräts.

Für Office, kleinere Bildkorrekturen und vergleichbare Aufgaben ist das XPS 13 2-in-1 aber gut gerüstet. Der höhere CPU-Takt macht sich im direkten Vergleich bemerkbar - wenn auch nur für kurze Zeit. Mehr als die verbauten 8 GB Arbeitsspeicher (LPDDR3-1866) dürften sich angesichts der Systemleistung aber nur in weniger Ausnahmefällen lohnen.

Kühl und gebremst

Den Vorteil der geringen TDP macht Dell sich beim Kühlsystem zunutze. Das kommt wie in fast allen Core-m-Systemen ohne Lüfter aus und arbeitet entsprechend ohne Geräuschentwicklung. Dadurch erwärmt sich das XPS 13 2-in-1 zwar stärker als viele Konkurrenten, kritische Werte erreichen Gehäuse und Prozessor aber nicht; letzterer wies nach längeren Volllastphasen 80 °C aus. Auf der Oberseite des Gehäuses konnten dann durchschnittlich 34 °C gemessen werden, auf der Unterseite 38 °C, die punktuellen Spitzen lagen bei 43 und 45 °C. Bei geringer Last blieb das Notebook deutlich kühler, im Schnitt wurden dann 27 und 28 °C erreicht.

Dennoch muss über das Thema Drosselung gesprochen werden. Wer das System voll ausreizt, muss schon nach knapp einer halben Minute mit einem CPU-Takt von 800 MHz auskommen, was weit weniger als der Basistakt ist. Die GPU bewegt sich mit 450 MHz hingegen gerade noch im grünen Bereich. Ganz klar: Hier bremst die TDP. Deutlich wird das, wenn nur der CPU-Part voll ausgereizt wird. Hier wird der Takt nach der gleichen Zeitspanne auf 1,6 GHz begrenzt - exakt der Basistakt der TDP-up-Variante des Prozessors.

Kurzatmig unter Last

Leichtes Spiel sollte der Akku des XPS 13 2-in-1 haben, hätte Dell nicht auch hier eingespart. Denn von den 60 Wh des klassischen XPS 13 sind gerade einmal 46 übrig geblieben. Das ist zwar etwas mehr als beispielsweise im Acer Swift 7, in einem Notebook der 13-Zoll-Klasse zu so einem Preis sollte an vorderste Stelle aber eine 5 stehen.

Immerhin weiß das Convertible jedoch mit der gespeicherten Energie umzugehen, wie die Benchmarks zeigen. Bei geringer Last im Battery Eater Reader's Test hielt es mit einer Ladung mehr als 15 Stunden durch, unter etwas anspruchsvolleren Bedingungen (Battery Eater Classic) immerhin noch knapp vier. Bei hoher Last, simuliert mit den PCMark-Settings Home und Creative, musste nach rund zwei bis zweieinhalb Stunden zum Netzteil gegriffen werden.

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Hält man sich die verbauten Komponenten vor Augen, sind vor allem die Laufzeiten unter höherer und hoher Last keine Überraschung - die Bedarfswerte belegen dies. Im Leerlauf kommt das XPS 13 2-in-1 mit gerade einmal 4,2 W aus, unter Volllast genehmigt es sich 16,5 W. Selbst rein rechnerisch ist die Marke von drei Stunden bei hoher Last so nicht zu knacken. Das führt dazu, dass dem Gerät im Sachen Laufzeit nur eine durchschnittliche Note verliehen werden kann. Je geringer die Last ausfällt, desto eher überzeugt es. Wer hingegen abseits einer Steckdose häufiger mehr als Word und Excel nutzen möchte, dürfte enttäuscht sein.

Das mitgelieferte Netzteil bietet ausgangsseitig maximal 30 W und lädt den Akku unter Volllast des Systems nur noch sehr langsam. Und obwohl USB Typ-C- als Anschluss verwendet wird, verzichtet Dell auf USB PD.

 


 

Das helle Display ist nicht neutral

Konzeptbedingt gibt es beim XPS 13 2-in-1 eine Option weniger als beim klassischen Schwestermodell - Touch ist immer mit dabei. Wählen muss man aber nach wie vor zwischen zwei Auflösungen, die allerdings an bestimmte Konfigurationen gekoppelt sind. Full HD gibt es nur in den beiden kleineren Ausstattungsvarianten, QHD+ (3.200 x 1.800 Pixel) hingegen nur in den beiden größeren; im Testgerät steckte ein Full-HD-Panel.

Dell selbst verspricht für beide Varianten eine maximale Helligkeit von 400 cd/m², einen Kontrast von 1.000:1 sowie die Abdeckung von 72 % eines nicht näher genannten Farbraumes.

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Bei letzterem für es sich um sRGB handeln, das legen zumindest die Messungen nahe; ermittelt wurden 74 %.

Die versprochene Helligkeit erreichte das Testgerät hingegen nur stellenweise. Im oberen Drittel konnten durchschnittlich 385 cd/m² gemessen werden, in der Bildschirmmitte hingegen 439 cd/m². Der Gesamtdurchschnitt lag bei 404 cd/m², die Homogenität bei guten 86 %. Mit 2.709:1 lag der gemessene Kontrast weit über dem, was Dell verspricht.

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Leider setzt Dell wieder auf eine tief ins System integrierte automatische Helligkeits- und Kontrastregulierung. Soll diese deaktiviert werden, reicht das Setzen der entsprechenden Option im BIOS oder in Windows nicht aus. Stattdessen ist der Download eines Tools nötig.

Ein ganz anderes Manko: Mit durchschnittlich fast 8.000 Kelvin bietet das Display des XPS 13 2-in-1 ab Werk einen unübersehbaren Farbstich.

Schade ist zudem, dass der grundsätzlich unterstützte Active Pen mit seinen 2.048 Druckstufen nicht zum Lieferumfang gehört. Mit etwa 50 Euro ist dessen Straßenpreis aber akzeptabel.

Fazit

Eine überzeugende Basis ist keine Garantie für ein gutes Produkt. Das gilt für das XPS 13 2-in-1 fast ausnahmslos. Dells Überlegung, aus dem Bestseller XPS 13 einen Verwandlungskünstler zu machen, ist grundsätzlich begrüßenswert. Allerdings entpuppt sich die Herangehensweise im Test als die falsche. Vollwertige Schnittstellen und ein leistungsstarker Prozessor werden ohne Not geopfert, nur damit am Ende des Gehäuse nicht dicker wird. Gerade in diesem Punkt zeigt sich, dass die Prozessoren der Core-m-Reihe - auch wenn sie inzwischen unter falschem Namen als Core i vermarktet werden - eine Sackgasse sind. Einer lautlosen Kühlung sollte nicht alles geopfert werden, die geringe TDP sollte nicht als Anlass für eine Verkleinerung des Akkus genommen werden.

Das Ergebnis ist ein abgesehen vom Display mit seinen schmalen Rändern, ein generisches Core-m-Convertible: gute Laufzeiten bei geringer Last, eine ausreichende Performance für Office, Internet und ähnliches sowie Einschränkungen hinsichtlich der Konnektivität. Dazu kommen die obligatorische Kritik an der Drosselung des Prozessors sowie der Farbstich des Displays.

Auf der Haben-Seite stehen hingegen fast ausnahmslose Punkte, die Dell (beinahe) unverändert vom klassischen XPS 13 übernommen hat. Das Gehäuse überzeugt hinsichtlich der Verarbeitungsqualität, Tastatur und Touchpad kommen fast ohne Schwächen aus und das Display ist ausreichend hell und kontrastreich. Passive Kühlung und gute Laufzeiten bei geringer Last wurden bereits genannt.

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Eine Empfehlung kann am Ende trotz der zweifelsohne vorhandenen Stärken nicht ausgesprochen werden. Das liegt zum Teil den Mängeln, zum anderen aber ausgerechnet auch am XPS 13. Mit gleicher Speicherbestückung und Touch-Screen wird es von Dell für unverbindliche 1.549 Euro angeboten - 50 Euro weniger als für die Testkonfiguration des XPS 13 2-in-1. Das ist nur dann überlegen, wenn die Kühlung unbedingt passiv erfolgen soll, mehrere Aufstellmodi oder die Unterstützung des Active Pen vorhanden sein müssen. Alles andere macht das XPS 13 nicht schlechter, in der Regel eher deutlich besser.

Soll es dennoch ein XPS 13 2-in-1 werden, sollte das günstigste Modell nicht in den Kreis der Kandidaten aufgenommen werden. Nur 4 GB RAM sowie eine 128 GB fassende SSD sind für den produktiven Einsatz zu wenig. Ob die beiden höchsten Konfigurationen in Frage kommen, hängt vor allem von der benötigten Display-Auflösung ab. Das dort verbaute QHD+-Panel dürfte die Laufzeiten spürbar verringern. Eine Alternative wäre das ASUS ZenBook Flip UX360CA, das mit 8 GB RAM und 256 GB fassender SSD bereits für etwa 1.000 Euro angeboten wird. Verzichten muss man dann auf Thunderbolt 3, zudem erreicht die SSD nur geringere Übertragungsraten.

Positive Aspekte des Dell XPS 13 2-in-1 (XPS 13-9365):

Negative Aspekte des Dell XPS 13 2-in-1 (XPS 13-9365):


Dell XPS 13 2-in-1 (XPS 13-9365)
Hardware 
Prozessor: Intel Core i7-7Y75
Prozessor - Kerne: 2
Prozessor - Threads: 4
Prozessor - Grundtakt: 1,3 GHz (1,6 GHz beim Testgerät)
Prozessor - Turbotakt: 3,6 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 4 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - LPDDR3
Grafikkarte

Intel HD Graphics 615

Grafikkarte - Grafikspeicher -
Festplatte

1x 256 GB SSD

Optisches Laufwerk -
Monitor 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 13,3 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080 Pixel
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Display - Touch: ja
Eingabegeräte 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 3 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 82
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Abmessungen: 105 x 60 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
HDMI: -
DVI: -
DisplayPort 2 (über USB Typ-C und Thunderbolt 3)
Thunderbolt: 1 (Thunderbolt 3)
VGA: -
USB 2.0: -
USB 3.1 Typ-A: -
USB 3.1 Typ-C: 1 (Gen 1)
Firewire -
eSATA: -
Audio: 1
Gehäuse 
Akku: 46 Wh
Material:

Aluminium, Kohlefaser

Abmessungen: 304,0 x 199,0 x 13,7 mm
Gewicht 1,2 kg
Preis und Garantie 
Preis (UVP): 1.599 Euro
Garantie: 12 Monate

Cinebench 11

CPU

3.18 XX


2.55 XX


2.41 XX


1.71 XX


1.64 XX


0.68 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

7-Zip

8310 XX


7734 XX


7660 XX


7258 XX


4962 XX


2607 XX


MIPS
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

513 XX


470 XX


454 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser


PC Mark 7

maximal

4818 XX


4716 XX


4284 XX


3946 XX


3839 XX


2445 XX


Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8 - Home

maximal

2395 XX


2232 XX


2173 XX


2128 XX


1898 XX


Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8 - Creative

2336 XX


2265 XX


2182 XX


2094 XX


1690 XX


Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Ice Storm

maximal

42791 XX


38820 XX


35365 XX


34898 XX


27395 XX


27379 XX


22767 XX


19086 XX


14094 XX


10940 XX


Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Cloud Gate

maximal

4560 XX


4533 XX


2975 XX


2937 XX


2871 XX


1281 XX


Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Fire Strike

maximal

615 XX


333 XX


295 XX


Punkte
Mehr ist besser


Helligkeit

381 XX


362 XX


321 XX


cd/m2
Mehr ist besser

Lautstaerke

Idle/Load

47.9 XX


31.1 XX
47.8 XX


34.7 XX
46.6 XX


0.0 XX
45.6 XX


32.1 XX
44.7 XX


31.6 XX
44.4 XX


34.7 XX
44.2 XX


33.4 XX
42.8 XX


31.0 XX
42.6 XX


0.0 XX
42.2 XX


35.1 XX
41.9 XX


30.6 XX
41.9 XX


32.2 XX
41.6 XX


29.4 XX
40.8 XX


0.0 XX
40.3 XX


0.0 XX
40.2 XX


33.6 XX
39.8 XX


0.0 XX
39.7 XX


31.4 XX
39.0 XX


31.7 XX
38.9 XX


0.0 XX
38.8 XX


31.7 XX
38.1 XX


0.0 XX
38.0 XX


32.8 XX
37.8 XX


0.0 XX
36.2 XX


31.7 XX
35.9 XX


31.9 XX
35.1 XX


32.3 XX
33.8 XX


28.4 XX
33.4 XX


32.5 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
0.0 XX


0.0 XX
dB(A)
Weniger ist besser

Temperaturen

CPU/GPU

100 XX


100 XX
99 XX


85 XX
88 XX


88 XX
87 XX


96 XX
85 XX


78 XX
83 XX


83 XX
83 XX


83 XX
83 XX


83 XX
81 XX


81 XX
79 XX


79 XX
79 XX


79 XX
76 XX


76 XX
75 XX


75 XX
74 XX


74 XX
73 XX


73 XX
73 XX


73 XX
71 XX


71 XX
71 XX


71 XX
71 XX


71 XX
69 XX


69 XX
68 XX


68 XX
67 XX


67 XX
67 XX


67 XX
67 XX


67 XX
67 XX


65 XX
66 XX


66 XX
64 XX


64 XX
62 XX


62 XX
59 XX


59 XX
51 XX


51 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser


Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

991 XX


98 XX
852 XX


196 XX
847 XX


178 XX
808 XX


194 XX
804 XX


424 XX
730 XX


282 XX
730 XX


137 XX
727 XX


314 XX
716 XX


123 XX
703 XX


133 XX
699 XX


213 XX
685 XX


202 XX
646 XX


127 XX
623 XX


141 XX
620 XX


119 XX
615 XX


235 XX
549 XX


93 XX
532 XX


109 XX
520 XX


117 XX
512 XX


121 XX
505 XX


110 XX
504 XX


137 XX
496 XX


77 XX
469 XX


197 XX
461 XX


191 XX
434 XX


162 XX
425 XX


208 XX
417 XX


200 XX
399 XX


215 XX
392 XX


126 XX
382 XX


115 XX
372 XX


202 XX
347 XX


128 XX
340 XX


135 XX
286 XX


173 XX
286 XX


71 XX
278 XX


196 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PC Mark 8 - Home/Creative