Acer Predator 17 mit NVIDIA GeForce GTX 1070 im Test

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acer predator17Nachdem Acer gegen Ende des letzten Jahres seine ersten Gaming-Notebooks der Predator-Familie ankündigte und mit ihnen durchaus einen gelungenen Markteinstieg feiern konnte, hat man die Geräte inzwischen auf die neuen Pascal-Grafikkarten von NVIDIA umgestellt. Pünktlich zum deutschen Marktstart haben wir das Acer Predator 17 mit NVIDIA GeForce GTX 1070 zu uns in die Redaktion beordert und dem 17-Zöller einen ausführlichen Test unterzogen. Wie sich das rund 2.300 Euro teure Gerät schlägt, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten.

Für die Notebook-Hersteller ist der Gaming-Markt eines der wichtigsten Marktsegmente, das sich entgegen der anderen noch immer positiv entwickelt und stets wachsende Umsatzzahlen verspricht. Dazu beigetragen hat nicht nur die wachsende Begeisterung an Computerspielen, sondern auch Intel, NVIDIA und AMD höchstpersönlich, die ihre Hardware in den letzten Jahren und Monaten trotz der beengten Platzverhältnisse im Notebook stets beschleunigen und effizienter machen konnten. Mit seinen neuesten Pascal-Grafikkarten machte hier NVIDIA erst kürzlich den nächsten Schritt und brachte die GeForce GTX 1080, GTX 1070 und die GeForce GTX 1060 fast ohne technische Veränderungen zu ihren Schwestermodellen aus dem Desktop-Segment ins Notebook. Das motivierte einige Hersteller zu einem weiteren Hardware-Upgrade. Nachdem Acer zum Weihnachtsgeschäft im letzten Jahr seine ersten Gaming-Geräte der Predator-Reihe ins Leben rief, hat man die damaligen Maxwell-Chips nun gegen eine moderne Pascal-GPU ausgetauscht und dem Acer Predator 15 sowie dem Acer Predator 17 einen Refresh unterzogen. 

Nachdem wir im Dezember mit dem Acer Predator 15 das kleinere Modell testen durften und Acer damit einen durchaus gelungenen Einstieg in das Gaming-Segment attestierten, hat man uns nun mit dem größeren Familienmitglied versorgt – und das sogar fast in der Vollausstattung. Unser Testmuster des Acer Predator 17 wird von einem Intel Core i7-6700HQ sowie einer NVIDIA GeForce GTX 1070 mit 8 GB Videospeicher angetrieben, kann auf 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher zurückgreifen und besitzt eine 256-GB-SSD sowie eine zusätzliche 1-TB-Festplatte. Dazu gibt es auch wieder die üblichen Features, wie Killer-Netzwerk, eine RGB-hintergrundbeleuchtete Tastatur, Makro-Tasten, ein abschaltbares Touchpad, die Frost-Core-Technologie und natürlich ein IPS-Panel mit G-Sync-Support. Wie sich das rund 2.300 Euro teure Gerät schlägt, klären wir in diesem Artikel.

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Unauffälliges Gamer-Gehäuse

Die Zeiten, in denen Gaming-Notebooks nicht nur dick und klobig ausfielen, sondern obendrein mit einer sehr aggressiven Design-Struktur ausgerüstet waren, scheinen vorbei zu sein. Wie MSI, Gigabyte oder Schenker Technologies und MIFCOM setzt auch Acer auf ein eher schlichtes Gehäuse ohne viel Schnickschnack. Bei der Grundfarbe setzt man auf schlichtes Schwarz, verziert es aber mit einigen Rottönen. Auf dem Display-Deckel thront mittig das Predator-Logo, welches im Betrieb rot beleuchtet wird. Links und rechts davon gibt es zwei LED-Streifen, welche ebenfalls im eingeschalteten Zustand aufleuchten. 

Bei der Materialwahl hat sich Acer durchgehend für Kunststoff entschieden, diesen aber zusätzlich mit einer Softtouch-Oberfläche überzogen. Dies verleiht dem Gehäuse einen hochwertigen Eindruck und verbessert obendrein den Halt. Doch auch darüber hinaus kann die Verarbeitungsqualität das Acer Predator 17 überzeugen. Das Gehäuse gibt an keiner Stelle nach, die Spaltmaße sind sehr gut ausgearbeitet, spitze Kanten gibt es keine. Die Display-Scharniere sind sehr verwindungssteif. 

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Mit Abmessungen von 423 x 321,5 x 39,7 mm ist das Acer Predator 17 nicht nur etwas breiter und in der Tiefe größer als sein kleines Schwestermodell, sondern auch in der Bauhöhe dicker. Für ein Gaming-Notebook dieser Preis- und Leistungsklasse sind solche Abmessungen üblich, die meisten Käufer dürften das Notebook ohnehin als Desktop-Replacement einsetzen. Dafür spricht auch das Gewicht von gut 4,2 kg. 

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Die rot-schwarze Farbgebung setzt sich auch auf dem Topcase des Acer Predator 17 fort. Hier sind die für Spieler wichtigen WASD- und Pfeiltasten farblich entsprechend hervorgehoben, die Ränder des Touchpads leuchten im Betrieb ebenfalls Rot auf – zumindest dann, wenn man das Touchpad nicht mittels des Druckknopfes direkt darüber abgestellt hat. Schaltet man den 17-Zöller ein, ist die Farbschlichtheit schnell verflogen. Die Tastatur des Acer Predator 17 verfügt über eine integrierte RGB-Hintergrundbeleuchtung und leuchtet standardmäßig in allen möglichen Farben auf. Wer das nicht mag, kann das über die Predator-Sense-Software ändern. 

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Die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur wird dabei in vier verschiedene Zonen aufgeteilt – jede davon kann mit einer separaten Farbe beleuchtet werden. Auswählen lassen sich nicht nur vorgefertigte Farben, sondern dank RGB-LEDs fast jede beliebige andere. Über die Software lassen sich außerdem die aktuell anliegenden Taktraten für Grafikkarte und Prozessor auslesen, aber auch deren Temperatur-Werte. Wichtig für Spieler sind außerdem die fünf Makro-Tasten links neben der Tastatur. Auch sie werden über die Sense-Software konfiguriert. Die oberste Taste dient zum Hin- und Herschalten zwischen den verschiedenen Profilen und leuchtet pro Profil in einer anderen Farbe auf.

Gute Tastatur, Schwächen beim Touchpad

Die Tasten der Tastatur fallen mit 16 x 16 mm erfreulich groß aus, der Tastenabstand ist mit 4 mm ideal. Zwar könnte der Hub größer sein, dafür fühlt sich der Tastendruck sehr gut an. Ein längeres Spielvergnügen ist damit problemlos machbar, genau wie das Tippen längerer Texte. Entgegen anderer Hersteller hat sich Acer für ein Standard-Layout entschieden und macht damit den Umstieg auf die Notebook-Tastatur besonders einfach. Lobenswert: Aufgrund der 17-Zoll-Ausrichtung des Acer Predator 17 gibt es auch einen eigenen Nummernblock. Das dürfte vor allem Vieltipper von Zahlen freuen. 

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Kleinere Schwächen weist das Acer Predator 17 allerdings beim Touchpad auf. Zwar werden die beiden Tasten für den linken und rechten Mausklick dediziert ausgegeben, jedoch sind die Tasten dafür viel zu leichtgängig, das Feedback schwammig. Die Gleiteigenschaften könnten besser sein, die Umsetzung ist aber präzise und kann mit Multitouch-Gesten für das Scrollen oder Vergrößern von Bildern umgehen. 

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Anschlussseitig hat das Acer Predator 17 so ziemlich alles zu bieten, was das Gamer-Herz benötigt. Auf der linken Seite lässt sich zum einen das externe 230-W-Netzteil anschließen, zum anderen gibt es zwei USB-3.0-Schnittstellen nach Typ A, zwei vergoldete 3,5-mm-Klinkenbuchsen für den Anschluss eines Headsets und einen SD-Kartenleser. Direkt daneben ist standardmäßig das optische Laufwerk – in unserem Fall ein DVD-Brenner – untergebracht. Dieses kann auf Wunsch gegen die Frost-Core-Technologie, einen zusätzlichen Lüfter, ausgetauscht werden. Doch dazu später ein wenig mehr. 

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Gegenüberliegend gibt es zwei weitere USB-Typ-A-Schnittstellen, zusätzlich einen modernen Typ-C-Anschluss. Dieser arbeitet nach USB 3.1 und kann auch als Thunderbolt-3-Anschluss herhalten. Für die Videoausgabe stehen jeweils ein HDMI- und DisplayPort-Ausgang bereit. Ganz am Ende ist direkt neben einem Kensington-Lock zum Diebstahlschutz eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle mit Killer-Funktion untergebracht. Damit werden die Spieldaten im Netzwerk priorisiert bearbeitet, was dem Pin zugutekommen soll. Dieser Technik hatten wir unlängst einen eigenen, umfangreichen Hintergrundartikel gewidmet. 

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Auf der Rückseite des Acer Predator 17 befinden sich lediglich die Ein- und Auslässe für die Kühlung – weitere Anschlüsse und Schnittstellen sind dort nicht untergebracht. Die Lüfter können kurzzeitig in entgegengesetzter Drehrichtung arbeiten, was Staubablagerungen entgegenwirken soll. Insgesamt ist die Anordnung der Anschlüsse sinnig durchdacht. Die USB-Schnittstellen für Maus und zusätzliche Speichermedien befinden sich möglichst weit hinten, die meist genutzten Ports wie der für das Netzteil oder das Ethernet-Kabel sind hingegen ganz in Richtung des Bildschirms angeordnet. Das mindert den Kabelsalat auf dem Schreibtisch.

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Auf der Unterseite hat Acer für satte und kräftige Bässe einen eigenen Subwoofer verbaut. Ebenfalls lobenswert: Das Notebook verfügt über eine Wartungsklappe, worüber man mit wenigen Handgriffen schnell an den Arbeitsspeicher, die Festplatte und an die SSD herankommt und diese leicht austauschen kann. Fest verbaut ist der Akku. Hier setzt Acer auf ein 8-Zellen-Modell mit 6.000 mAh bzw. 90 W. Er soll das Notebook bis zu drei Stunden lang mit Strom versorgen können.

Unauffällige Kühlung mit Upgrade-Funktion

Der Intel Core i7-6700HQ und die NVIDIA GeForce GTX 1070 sind im Notebook-Segment High-End und stellen trotz stetig verbesserter Effizienz noch immer einen großen Arbeitsaufwand für die Kühlung dar. Trotzdem ist die Kühlung des Acer Predator 17 eher unauffällig. Zwar gibt es auf der Rückseite zwei dicke Luftein- und -auslässe, dafür sind abgesehen von der Unterseite keine weiteren Hinweise auf die Kühlung am restlichen Gehäuse zu finden. Acer versteckt sie gut. Wer will, kann das optische Laufwerk ausbauen und durch einen zusätzlichen Lüfter erweitern, um die Kühlung für Grafikkarte und Prozessor weiter zu verbessern. In der Praxis können die Temperaturen aber nur minimal im unteren, einstelligen Temperatur-Bereich reduziert werden – die Lautstärke verbessert oder verschlechtert sich dadurch nicht. Die Frost-Core-Technologie ist also eher als netter Zusatz anzusehen, oder für diejenigen gedacht, die wirklich lange und vor allem in wärmeren Umgebungen vor ihrer Daddelkiste sitzen.

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Die Frost-Core-Technologie gab es auch schon beim Acer Predator 15 der Maxwell-Generation. Damals konnten wir ähnliche Werte ermitteln.

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim Acer Predator 17 keinerlei Abstriche bei der Verarbeitungsqualität gemacht werden müssen. Wie es um die Leistungsfähigkeit der Hardware bestellt ist und wie die Kühlung ausfällt, schauen wir uns nun näher an.

Systemleistung

Wie in so ziemlich jedem aktuellen Gaming-Notebook oder im Predator 15 der Vorgänger-Generation werkelt im Inneren des Acer Predator 17 ein Intel Core i7-6700HQ. Dieser entspringt noch der Skylake-Architektur und wird damit im 14-nm-Prozess gefertigt. Die HQ-Modelle auf Kaby-Lake-Basis dürften erst zu Beginn des nächsten Jahres erscheinen, bislang gibt es die siebte Core-Generation von Intel ausschließlich für schlanke Ultrabooks. Der Intel Core i7-6700HQ jedenfalls verfügt über vier Rechenkerne bzw. acht Threads, die sich mit einem Basis- und Turbo-Takt von 2,6 bis 3,5 GHz ans Werk machen. Dazu gibt es einen klassenüblichen 6 MB großen L3-Cache. Der L2-Cache fasst hingegen 1 MB an Daten, wobei jedem Core hier 256 KB zur Verfügung stehen. In erster Reihe steht weiterhin ein 32 KB großer Daten- und Instruktionscache zur Verfügung. Die Leistungsaufnahme gibt Intel mit 45 W an – diese wird beim Acer Predator 17 auch bis zum Anschlag unter Last ausgenutzt. Schneller geht es im Notebook eigentlich nur noch mit dem Intel Core-i7-6820HK mit nach oben hin geöffnetem Multiplikator für einfacheres Overclocking, wie er beispielsweise im EVGA SC17 zum Einsatz kommt.

PREDATOR CPUZ

Der Speichercontroller der Skylake-CPU kann wahlweise mit dem aktuellen DDR4-Standard umgehen, oder aber noch mit älteren DDR3-Modulen. Da sich die Preise beider Technologien entsprechend angenähert haben, setzt inzwischen fast jeder Notebook-Hersteller auf den neusten Standard. Acer geht hier sogar einen Schritt weiter und erhöht die Geschwindigkeit. Denn während die meisten anderen Notebook-Hersteller 2.133 MHz schnelle Module verwenden, kommen im Predator 17 gleich 2.400 MHz schnelle Speicherriegel zum Einsatz. Das lässt die Speicherbandbreite auf über 24 GB/s ansteigen. Im Komprimierungstest von 7-Zip bleibt man allerdings der 20.000-MIPS-Marke fern. Wir haben hier nur knapp 19.000 MIPS gemessen. In den beiden Cinebench-Benchmarks liegt das Notebook mit 7,22 bzw. 659 Punkten auf dem Niveau, welches wir für einen Intel Core i7-6700HQ erwarten würden.

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Die SSD von LiteOn setzt zwar auf das M.2-Steckkartenformat muss allerdings auf PCI-Express-Anbindung und das NVMe-Protokoll verzichten. Die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit fällt damit auf knapp unter 530 MB/s zurück. Andere Gaming-Geräte dieser Preis- und Leistungsklasse wie beispielsweise das MSI GS63VR 6RF Stealth Pro überzeugen hier mit Datenübertragungsraten von über 2 GB/s. In der Praxis aber dürfte man die geringere Leistung nicht bemerken, zumal die eigene Spielesammlung aufgrund der begrenzten und teuren SSD-Kapazität ohnehin auf einer zusätzlichen Magnetspeicherfestplatte abgelegt werden dürfte. So ist es jedenfalls beim Acer Predator 17. Die verbaute 2,5-Zoll-HDD bringt es hier auf rund 90 MB/s, stellt dafür weitere 1 TB an Speicher bereit. 

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Viel wichtiger für den Spieler als der Arbeitsspeicher und die Festplatte ist natürlich die Grafikkarte und die war auch der Grund, weswegen sich Acer für einen Refresh der Produktfamilie entschieden hat. Statt einer Maxwell-Grafikkarte gibt es nun ein aktuelles Pascal-Modell. Bei unserem Testgerät hat Acer hoch gegriffen und eine NVIDIA GeForce GTX 1070 verbaut. Das Predator 17 gibt es allerdings auch in einer günstigeren Version mit kleinerer GeForce GTX 1060.

Die NVIDIA GeForce GTX 1070 soll ihrem Desktop-Schwestermodell in nichts nachstehen und wurde erst vor wenigen Wochen ins Notebook geschickt. NVIDIA spricht von einem Leistungsverlust von gerade einmal rund 10 %. Damit dies funktioniert, hat man zwar die Taktraten deutlich nach unten korrigiert, allerdings ein klein wenig an der Zahl der Shadereinheiten gedreht. Während die Desktop-Lösung auf insgesamt 1.920 Shadereinheiten kommt, stehen der mobilen Version 2.048 Rechenwerke bereit. Die Taktraten für Chip und Speicher fallen mit 1.443 bzw. 2.002 MHz deutlich geringer aus. Zumindest der Grafikprozessor soll je nach Lastzustand und Temperatur im Boost einen Takt von mindestens 1.645 MHz erreichen können. In der Praxis liegen diese bei unserem Modell meist auch an – abgesehen vom absoluten Worst-Case-Szenario mit Prime95 und Furmark. 

Beim Speicherausbau gibt es gegenüber der Desktop-Variante keine weiteren Anpassungen. Beide Ableger können auf einen 8 GB großen GDDR5-Videospeocher zurückgreifen, welchen NVIDIA über ein 256 Bit breites Interface anbindet. Zusammen mit den 2,0 GHz wird so eine Speicherbandbreite von bis zu 256 GB/s erreicht. Gefertigt wird der Chip im fortschrittlichen 16-nm-FinFET-Verfahren bei TSMC. 

GPUZ

Aktuelle Spieletitel wie Grand Theft Auto 5, DiRt Rally, The Witcher 3 oder Shadow of Mordor sind für die NVIDIA GeForce GTX 1070 und damit für das Acer Predator 17 überhaupt kein Problem – vor allem, wenn man ohnehin in der nativen Display-Auflösung und damit in Full HD spielt. Dann sind je nach Benchmark und Spiel zwischen knapp 40 und über 200 FPS möglich. Das Prädikat "Gaming Notebook" hat sich das Acer Predator 17 redlich verdient.

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

Native Auflösung – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Gute Oberflächen-Temperaturen

Obwohl zumindest der Intel Core i7-6700HQ in Extrem-Bedingungen Temperaturen von bis zu 96 °C erreicht, dadurch aber trotzdem nicht throttelt und stets seine maximale Leistung abrufen kann, können sich die Oberflächen-Temperaturen durchaus sehen bzw. fühlen lassen. Selbst unter absoluter Volllast erreichen die nur knapp unter 40 °C. Während das Topcase durchschnittlich 27 °C erreicht, wird die Unterseite mit fast 28 °C minimal wärmer. Im Leerlauf liegen die Durchschnitts-Temperaturen gut zwei bis drei Kelvin darunter. Die Grafikkarte bleibt mit 64 °C deutlich kühler als der Skylake-Prozessor und das trotz der eigentlich höheren TDP von fast 120 W. Hier haben Acer und NVIDIA also ganze Arbeit geleistet.

Trotzdem bleibt unser Testmuster vergleichsweise laufruhig. Zwar sind die 49,9 dB(A) unter Last nicht wirklich leise, verglichen mit anderen Notebooks dieser Preis- und Leistungsklasse jedoch vergleichsweise ruhig. Andere Geräte durchbrechen hier gerne die 50-dB(A)-Marke. Im normalen Windows-Betrieb ist das Acer Predator 17 sogar flüsterleise. Wir haben gerade einmal 33,5 dB(A) gemessen. 

bench temp oberseite

Mal viel, mal wenig Akku-Leistung

Laut Acer soll der 8-Zellen-Akku mit seinen 6.000 mAh und 90 Wh ein Spielevergnügen von rund drei Stunden bieten. Dies konnten wir nicht nachstellen, in unseren Tests war bereits nach knapp zwei Stunden Schluss. Anders im Office-Betrieb: Hier konnten wir das Acer Predator 17 fast fünf Stunden lang ohne Steckdose betreiben. Aufgeladen ist der Akku in knapp drei Stunden. Für ein Gaming-Notebook ist die Akkulaufzeit damit nicht schlecht, was vor allem an den zahlreichen Stromspartechniken von Skylake und Pascal liegt.


Helles, kontraststarkes Display mit mangelnder Ausleuchtung

Etwas Federn lassen muss das Acer Predator 17 allerdings beim Display. Zwar setzt man hier auf ein blickwinkelstabiles IPS-Panel, das einen maximalen Helligkeitswert von 326 cd/m² erreicht und damit eigentlich sehr hell ist, jedoch ist die Ausleuchtung nicht ganz so gut wie erhofft. Zwischen dem hellsten und dunkelsten Werten liegen gut 50 cd/m², die Homogenität der Ausleuchtung nur bei knapp unter 85 %. Dafür ist das Kontrastverhältnis des LG-Panels mit 1.031:1 sehr gut. 

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Wie die meisten aktuellen Gaming-Notebooks besitzt auch das Display des Acer Predator 17 einen sichtbaren Blaustich. Wir haben durchschnittlich rund 7.900 K ermittelt - mit einem Colorimeter kann aber natürlich recht leicht nachgearbeitet werden. Hervorzuheben ist außerdem, dass der 17,3 Zoll große Bildschirm NVIDIAs G-Sync-Technologie unterstützt, dafür aber mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auflöst. Wer bereits mit NVIDIAs Technik gespielt hat, wird die Vorteile von G-Sync auch im mobilen Bereich nicht mehr missen wollen. 

bench display

Fazit

Mit dem Acer Predator 15 ist Acer im letzten Jahr ein überzeugender Einstieg in den Gaming-Markt gelungen, wie wir im Dezember in unserem Test feststellen konnten. Der Refresh knüpft daran hervorragend an. Dank der neuen Pascal-Grafikkarte legt man vor allem bei der Spieleleistung, aber auch bei der Effizienz noch einmal eine Stufe obendrauf. Das Acer Predator 17 ist dank der NVIDIA GeForce GTX 1070 mit ihren 8 GB GDDR5-Videospeicher für alle aktuellen Grafikkracher bestens geeignet. Nahezu jedes Spiel lässt sich problemlos in den höchsten Einstellungen spielen, vor allem, wenn man sich ohnehin auf die native Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkte beschränkt. Acer verzichtet zwar auf einen hochauflösenden 4K-Bildschirm, spendiert seinem Gerät dafür NVIDAs G-Sync-Technologie, was das Gaming-Erlebnis ebenfalls verbessert.

Dank des schnellen Core-i7-Prozessors und der SSD sowie natürlich des 2.400 MHz schnellen Arbeitsspeichers kann sich die Alltagsleistung ebenfalls sehen lassen. Programme starten meist ohne Verzögerung, das Betriebssystem ist binnen Sekunden geladen. Schade nur, dass man auf eine schnelle SSD mit PCI-Express-Anbindung und NVMe-Protokoll verzichtet, unser M.2-Laufwerk erreicht lediglich Übertragungsraten von knapp 530 MB/s. In der Praxis dürfte das aber die wenigsten stören. Obwohl die Kühlung leise arbeitet und der Prozessor sehr heiß wird, können sich die Oberflächen-Temperaturen sehen lassen. Selbst unter Volllast werden die Hände nicht unnötig aufgewärmt und damit schwitzig. Immerhin: Trotz der hohen CPU-Temperatur kam es während unserer Tests nicht zu einem Thermal-Throttling, womit das Gerät stets die höchste Leistung abrufen konnte. 

Federn lassen muss der Acer Predator 17 beim Touchpad und dem Display. Letzteres ist zwar durchaus hell und kontrastreich, jedoch hätten wir uns eine gleichmäßigere Ausleuchtung gewünscht. Beim Touchpad hingegen bessere Gleiteigenschaften. Insgesamt aber ist das Acer Predator 17 ein solides Gaming-Gerät, das jeden Zocker rundum glücklich machen dürfte. Er muss dafür aber tief in die Tasche greifen: Satte 2.300 Euro möchte Acer für unsere Testkonfiguration haben – das ist etwas mehr als bei anderen Herstellern.

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Positive Aspekte des Acer Predator 17:

Negative Aspekte des Acer Predator 17:

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



Acer Predator 17
Hardware 
 
Prozessor: Intel Core i7-6700HQ
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,6 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,5 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4-2400
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 1070

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 8 GB
Festplatte/SSD

1x 256 GB SSD + 1 TB HDD

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 528,2 MB/s – HDD: 102,17 MB/s

Optisches Laufwerk DVD-Brenner
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync ja
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 16 x 16 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 104
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 106 x 67 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 1
Thunderbolt: 1 (Typ-C Kombo)
VGA: -
USB 2.0:

-

USB 3.0: 4
USB Typ-C: 1 (USB 3.1 Gen 2)
Firewire -
eSATA: -
Audio: 2x 3,5 mm Audio
Gehäuse 
 
Akku: 90 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 423 x 321,5 x 39,7 mm
Gewicht 4,2 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ab 2.299 Euro
Garantie: 24 Monate

Systemleistung (1)

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Systemleistung (2)

PCMark 7

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

MB/s
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

ms
Weniger ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

30.12 XX


29.56 XX


28.91 XX


28.88 XX


27.6 XX


26.48 XX


25.77 XX


25.67 XX


25.59 XX


25.49 XX


25.28 XX


25.21 XX


24.04 XX


19.32 XX


16.76 XX


GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

bench display

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

58 XX


93 XX
64 XX


96 XX
69 XX


83 XX
72 XX


94 XX
72 XX


76 XX
73 XX


86 XX
73 XX


82 XX
73 XX


84 XX
74 XX


99 XX
74 XX


70 XX
74 XX


98 XX
74 XX


98 XX
75 XX


98 XX
76 XX


92 XX
76 XX


98 XX
80 XX


89 XX
82 XX


91 XX
82 XX


81 XX
84 XX


91 XX
84 XX


75 XX
87 XX


82 XX
91 XX


95 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

44.2 XX


33.8 XX
46.1 XX


36.2 XX
46.1 XX


34.5 XX
46.6 XX


35.6 XX
46.6 XX


35.4 XX
46.7 XX


38.5 XX
46.7 XX


34.2 XX
46.7 XX


33.9 XX
46.9 XX


34.3 XX
48.8 XX


38.9 XX
48.9 XX


34.1 XX
49.2 XX


33.8 XX
49.3 XX


0 XX
49.3 XX


37.6 XX
49.3 XX


34.6 XX
49.9 XX


33.5 XX
50.1 XX


35.5 XX
50.9 XX


43.7 XX
51.1 XX


33.6 XX
52.1 XX


36.2 XX
52.1 XX


34.3 XX
54.3 XX


34.8 XX
60.2 XX


34.4 XX
63.2 XX


36.4 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite

bench temp unterseite

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

581 XX


108 XX
489 XX


119 XX
403 XX


97 XX
397 XX


144 XX
343 XX


174 XX
324 XX


73 XX
295 XX


122 XX
291 XX


105 XX
285 XX


100 XX
241 XX


75 XX
237 XX


120 XX
210 XX


104 XX
198 XX


106 XX
196 XX


56 XX
181 XX


116 XX
180 XX


86 XX
178 XX


115 XX
171 XX


112 XX
167 XX


79 XX
157 XX


87 XX
89 XX


135 XX
85 XX


205 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 8 - Home/Creative

261 XX


270 XX
253 XX


260 XX
204 XX


187 XX
178 XX


155 XX
173 XX


118 XX
166 XX


156 XX
166 XX


138 XX
163 XX


139 XX
163 XX


156 XX
155 XX


138 XX
154 XX


178 XX
149 XX


139 XX
145 XX


167 XX
130 XX


120 XX
122 XX


139 XX
121 XX


123 XX
119 XX


121 XX
116 XX


122 XX
114 XX


133 XX
113 XX


97 XX
93 XX


94 XX
86 XX


115 XX
85 XX


88 XX
Minuten
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme

Idle/Load

84.8 XX


11.5 XX
88.6 XX


10.8 XX
112.7 XX


27.6 XX
116.5 XX


13.2 XX
128.9 XX


13 XX
137.6 XX


15.1 XX
158.7 XX


15.2 XX
159.4 XX


21.9 XX
170.9 XX


16.6 XX
172.8 XX


15.1 XX
175.7 XX


36 XX
177.7 XX


16.8 XX
196.6 XX


14.6 XX
201.2 XX


23.6 XX
203.7 XX


24.7 XX
205.7 XX


24 XX
234 XX


25.3 XX
249.6 XX


23.9 XX
264.6 XX


24.9 XX
265 XX


30.3 XX
278.5 XX


36.5 XX
304.7 XX


58.9 XX
312.1 XX


32.1 XX
313 XX


36.2 XX
Watt
Weniger ist besser


Gamingleistung

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Ice Storm

170509 XX


169245 XX


160471 XX


151814 XX


145421 XX


140638 XX


106307 XX


96313 XX


91111 XX


90717 XX


89382 XX


88796 XX


83923 XX


81695 XX


79265 XX


76904 XX


60615 XX


58520 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

Performance

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Tomb Raider

1.280 x 720 - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

1.280 x 720 - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

1.280x720 - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

1.280x720 - High Settings

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