Seite 4: Abschließende Beurteilung und Fazit

Wer keine Kompromisse eingehen möchte, der ist beim MacBook von Apple falsch. Wer ein komplett passiv gekühltes Notebook mit möglichst geringen Abmessungen und ebenso niedrigem Gewicht sucht, der ist allerdings auf dem richtigen Weg.

Keinerlei Kompromisse müssen beim Umgang im alltäglichen Einsatz eingegangen werden. Browser-Fenster, Mails und andere Office-Anwendungen huschen über das Display. Hatte die 1. Generation hier hin und wieder noch so ihre Schwierigkeiten, ist das bei der 2. Generation nicht mehr der Fall. Das von uns verwendete MacBook war allerdings auch mit einem Intel Core m5 ausgestattet, der auf bis zu 2,7 GHz kommt. Hinzu kommen 8 GB LPDDR3 Arbeitsspeicher und die besagte SSD mit 512 GB. In dieser Kombination landen wir bei einem stattlichen Preis von 1.799 Euro. Sicherlich kein Schnäppchen, wer alltäglich auf sein Arbeitsgerät angewiesen ist, schaut nicht zwangsläufig und ausschließlich nur auf den Preis.

Allzu technisch sollte dieser Test nicht werden und dennoch wollen wir an dieser Stelle auf die Messungen zum Display verweisen, an dem sich zwischen der 1. und 2. Generation nichts getan hat. Auch haben wir mit dem neuen Modell einige Benchmarks gemacht und können damit die beiden Generationen miteinander vergleichen. Sowohl die Single- wie auch die Multi-CPU-Leistung sind deutlich gestiegen und auch die integrierte GPU ist deutlich schneller.

Wenig Gedanken muss man sich um die Akkulaufzeit machen. Über einen kompletten Arbeitstag reicht die Akkukapazität, wenn auf allzu arbeitsintensive Foto- und Videobearbeitung verzichtet wird. Während des Videoschnitts sind 2-3 Stunden aber ebenfalls problemlos möglich und ein kurzes Zwischenladen auf der nächsten Steckdose hilft sicherlich auch.

MacBook (Early 2016)
MacBook (Early 2016)

Eine schnelle SSD, ein ausreichend schneller Prozessor, schnelles WLAN, eine gute Tastatur, ein sehr gutes Trackpad – in vielen Punkten ist das MacBook bestens aufgestellt. Immer wieder reduziert wird das MacBook allerdings auf den einzig vorhandenen Typ-C-Anschluss. Dieser dient nicht nur als letzter verbliebener Anschluss für Peripherie, sondern auch als Port, um den Akku aufzuladen. Apple möchte einen neuen Nutzer etablieren, der vollständig auf zusätzliche Hardware verzichten kann, bzw. wenn dann auf Bluetooth setzt.

Die mechanischen Vorteile des USB Typ-C-Steckers liegen dabei auf der Hand. Er kann beliebig in den Port gesteckt werden und ist damit deutlich leichter in der Handhabung. Auch in mechanischer Hinsicht, in Hinblick auf das Verhalten beim Ein- und Ausstecken, bietet Typ-C einige Vorteile. Wer den MagSafe-Anschluss gewohnt ist, wird sich allerdings etwas umstellen müssen. Die magnetischen Stecker waren in der Handhabung nahezu ideal und mussten nur in die Nähe des Anschlusses geführt werden. Weiterer Vorteil war eine gewisse Sicherheit, dass das MacBook nicht vom Tisch gezogen wurde, sollte einmal jemand über das Kabel stolpern. Der USB Typ-C sitzt sehr fest im Anschluss und zieht das MacBook gleich mit vom Tisch, wenn daran gezogen wird.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Bei den kompakten Abmessungen eines MacBooks sind klassische USB- oder RJ45-Anschlüsse nicht mehr denkbar. Damit kann man sich arrangieren. Wer jedoch immer und ständig einen Adapter verwenden muss (weil eine Ethernet-Verbindung notwendig ist), der sollte sich womöglich nach einem Dock (oder einem entsprechend ausgestatteten Notebook) umschauen, denn schließlich will das MacBook hin und wieder auch geladen werden. Aber wir wollen das Thema nicht immer wieder ausbreiten. Entweder der Nutzer des MacBooks kann diesen Kompromiss eingehen oder eben nicht. Die eventuell notwendigen Adapter sollte man aber immer dabei haben, was das in der Tasche benötigte Volumen eben doch wieder etwas vergrößert.

Ob man solche Kompromisse auch für 1.799 Euro eingehen sollte? Klar, warum nicht! Argumente wie Abmessungen, Gewicht und eine gleichzeitig nur selten zu beanstandende Leistung sind stark. Ob sie den einen USB-Typ-C-Anschluss rechtfertigen können, hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab und kann nur abhängig vom potentiellen Käufer entschieden werden.