ASUS ROG G752VT: Gutes Gaming-Notebook mit hervorragendem Gehäuse

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asus rog g752 test teaserMit seinem wassergekühlten und nicht gerade schwachbrüstigen ROG GX700 hatte ASUS in den letzten Wochen für Schlagzeilen gesorgt. Auch wenn das High-End-Notebook während der DreamHack 2016 in Leipzig trotz seines stolzen Preises von fast 4.500 Euro gegen Bargeld über den Ladentresen geschoben wurde, dürfte es nur wenige Abnehmer finden – zu hoch ist der Preis, zu gering schätzen wir den Mehrwert der Wasserkühlung ein, was es allerdings noch in einem ausführlichen Test zu beweisen gilt. Mit einem Preis von rund 1.900 Euro deutlich günstiger, aber womöglich nicht weniger langsam, ist das ASUS ROG G752VT, welches wir ausführlich getestet haben.

Auch wenn unsere Leser durchaus bereit sind, für ihr Hobby viel Geld in die Hand zu nehmen und für eine Grafikkarte gerne einmal mehr als 500 Euro bezahlen, dürfte das GX700 trotz seiner technischen Raffinessen, wie der vollwertigen GeForce GTX 980 oder der externen Wasserkühlung, auf ein nicht ganz so großes Käuferinteresse stoßen. Schließlich wird auch großen Wert auf ein halbwegs vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis gelegt. Ein Preis um die 1.500 bis 2.500 Euro für ein Gaming-Notebook klingen da schon deutlich verlockender. Das ASUS ROG G752VT, welches wir uns für diesen Test vorgenommen haben, siedelt sich genau in dieser Preisklasse ein. Erwarten kann man bei der Spieleleistung trotzdem noch immer einiges, denn unter der Haube stecken eine aktuelle Skylake-CPU samt einer GeForce-GTX-Grafik von NVIDIA. Dazu gibt es für die eigene Spielesammlung nicht nur eine zusätzliche 2,5-Zoll-Festplatte als Datengrab; auf Wunsch lässt sich das Notebook auch mit einer schnellen SSD für das Betriebssystem und die wichtigsten Programme ausrüsten. 

Die ASUS-ROG-G752-Reihe, welche zur IFA 2015 im September in einer überarbeiteten Fassung präsentiert wurde, startet in Deutschland bei etwa 1.500 Euro. Dann gibt es mit dem Intel Core i7-6700HQ einen Quadcore-Prozessor der Skylake-Generation, 8 GB DDR4-Arbeitsspeicher und eine 1-TB-Festplatte. Für die Grafikbeschleunigung zeichnet sich hier allerdings noch eine NVIDIA GeForce GTX 965M verantwortlich, welche zumindest für Full HD ausreichend schnell ist. Das Display misst 17,3 Zoll in seiner Diagonalen und löst mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf. DVD-Brenner, Kartenleser, Webcam, ein hochwertiges Soundsystem sowie ein schickes Gamer-Gehäuse gehören ebenfalls zur Grundausstattung.

Wer mehr Leistung benötigt und gerne auch G-Sync haben möchte, womit sich störende Ruckler und Tearing-Effekte minimieren lassen, der muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Das ASUS ROG G752VT gibt es auch mit schnellerer GeForce GTX 970M oder gar GeForce GTX 980M und lässt sich zudem mit einem Intel Core i7-6820HK bestücken – sogar ein hochauflösendes 4K-Panel ist möglich. Aufrüstoptionen für eine zusätzliche SSD mit bis zu 512 GB Speicher und satten 32 GB Arbeitsspeicher stehen ebenfalls zur Verfügung. Für die Vollausstattung bezahlt man dann allerdings schon rund 2.600 Euro. 

Unsere Testkonfiguration ist dabei genau in der Mitte angesiedelt und bereits ab etwa 1.900 Euro zu haben. Hier kümmern sich ein Intel Core i7-6700HQ und eine NVIDIA GeForce GTX 970M mit 3 GB Videospeicher um die Spieleberechnung. Dazu gibt es eine 1-TB-Festplatte sowie eine zusätzliche 256-GB-SSD mit NVMe-Protokoll. Auf G-Sync müssen wir hier ebenfalls nicht verzichten.

Schickes aber großes Gehäuse

Verpackt wird die Gaming-Hardware in einem eher schlicht gehaltenen Gehäuse. Während der Bildschirm-Deckel von gebürstetem Aluminium überzogen ist, ist die Unterseite komplett aus Kunststoff, wobei sie farblich an den Look des Deckels angepasst wurde. Die Tastatur wurde ebenfalls in einem Bett aus Kunststoff eingelassen, ist dank Soft-Touch-Oberfläche aber auch sehr rutschfest. An den Seiten setzt ASUS hingegen wieder auf gebürstetes Aluminium und sorgt so für farbliche Akzente und etwas Abwechslung. Direkt auf dem Bildschirmdeckel ist ein ROG-Logo angebracht, welches im Betrieb orange leuchtet, genau wie die beiden seitlichen Farbstreifen. Zwischen den Scharnieren am hinteren Ende des Notebooks ist der Schriftzug "Republic of Gamers" zu finden, welcher kupferfarben hervorgehoben wird. Nettes Gimmick: Auf der Geräte-Unterseite findet sich ein kleines Plastik-Fenster, welches einen vorsichtigen Einblick in das Innere gewährt.

Insgesamt aber ist das ASUS ROG G752VT mit einer Tiefe von fast 333 mm nicht gerade kompakt und braucht auf dem Schreibtisch einiges an Platz. Andere Geräte der 17-Zoll-Klasse wie beispielsweise das MSI GT72 oder das Alienware 17 sind hier deutlich kompakter. Dafür kann sich die Verarbeitungsqualität sehen lassen. Das Gehäuse gibt an keiner Stelle nach, die zahlreichen Lufteinlässe an der Rückseite sind ebenfalls sehr stabil und auch der Bildschirm hält sicher im aufgeklappten Zustand seine Position. Einzig der Bildschirmdeckel lässt sich ein klein wenig eindrücken.

asus rog g752 test 02
ASUS ROG G752VT

Mit einem Gewicht von rund 4,1 kg ist es bei weitem kein Leichtgewicht. Wer das Notebook allerdings als Desktop-Replacement einsetzen möchte und lediglich nur wenige Tage im Jahr mit zur LAN-Party schleppt, für den ist das sicherlich zu verschmerzen. 

asus rog g752 test 05
ASUS ROG G752VT

Die Tastatur kann auf ganzer Linie überzeugen. Die für Gamer wichtigen WASD-Tasten sind farblich hervorgehoben, dank 17,3-Zoll-Ausrichtung steht sogar ein Nummernblock mit voller Tastengröße zur Verfügung. Die Tasten sind mit 16 x 16 mm großzügig dimensioniert, bieten insgesamt einen sehr guten Druckpunkt, der Hub ist angenehm. Lobenswert ist zudem, dass ASUS auf das Standard-Layout setzt und sich nicht wie MSI für eine ungewohnte Anbringung verschiedener Funktionstasten entschieden hat. Dank einer dreistufig regelbaren Hintergrundbeleuchtung lässt es sich auch zu nachtschlafender Zeit und in dunkleren Umgebungen problemlos darauf spielen. Das Touchpad ist leicht nach links gerückt, bietet dafür aber auf einer Fläche von 119 x 68 mm sehr gute Gleiteigenschaften und arbeitet insgesamt sehr präzise – an die Qualität der Touchpads eines MacBooks kommt ASUS hier schon nahe heran. Die Tasten für den linken und rechten Mausklick sind dediziert ausgegeben und trapezförmig an das Touchpad angeschlossen. Der Druckpunkt ist gut, das Feedback ebenfalls. Einen Fingerprint-Sensor wie bei einigen Clevo-Barebones von Schenker Technologies oder MIFcom gibt es jedoch nicht. 

asus rog g752 test 07
ASUS ROG G752VT

Dafür zusätzliche Makrotasten. Spieler können hier auf fünf verschiedene Funktionstasten zurückgreifen, die sich mithilfe einer eigenen Software konfigurieren und belegen lassen. Zudem ist ein Wechsel des Bildschirms bzw. der Bildausgabe über eine eigene Taste möglich. Ansonsten informiert das ASUS ROG G752VT über sechs kleine LEDs direkt unterhalb des Touchpads über den aktuellen Betriebszustand aus – sie informieren über Festplatten-Aktivität, die Akku-Ladung und den aktuellen Betriebszustand des Notebooks. Auch kann überprüft werden, ob der Flugmodus aktiviert ist, bei dem alle Sendefunktionen komplett abgeschaltet werden.

Dicke Kühlung

Optisch und auch technisch hat das ASUS ROG G752VT viel mit dem wassergekühlten Flaggschiff gemein. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Kühlung aufwendig ausfällt. Zwar sind die Anschlüsse für die externe Wasserkühlung weggefallen, die zahlreichen Lüftungsschlitze auf der Rückseite gibt es beim kleinen Schwestermodell aber weiterhin. Über sie ziehen die Kühlsysteme für Prozessor und Grafikkarte die nötige Frischluft nach Innen und befördern die Abwärme darüber auch wieder nach draußen. 

asus rog g752 test 16
ASUS ROG G752VT

Die Anschlüsse für das ROG G752VT hat ASUS deswegen komplett auf die linke und rechte Seite verteilt, was den Kabelsalat auf dem Schreibtisch verschlimmert, denn dicke und große Stecker wie zum Beispiel für die Netzwerkverbindung, ein externes Display oder aber für das Netzteil können nicht hinter dem Bildschirm versteckt werden.

asus rog g752 test 13
ASUS ROG G752VT

Den Großteil der Anschlüsse hat ASUS auf der rechten Seite angebracht. Ganz am hinteren Ende finden sich hier der Anschluss für das externe 180-W-Netzteil und die Ethernet-Verbindung. Danach folgen ein HDMI- und DisplayPort-Anschluss sowie zwei USB-3.0-Schnittstellen. Sogar eine USB-3.1-Typ-C-Buchse mit Thunderbolt-3-Support hat ASUS untergebracht. Für den Anschluss eines Headsets stehen zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen und ein S/PDIF-Anschluss zur Verfügung.

Viele Anschlüsse mit Blu-ray-Laufwerk

Auf der gegenüberliegenden Seite finden sich immerhin noch zwei weitere USB-Buchsen und ein Kensington-Lock für den Diebstahlschutz. Dazu gibt es einen SD-Kartenleser und ein optisches Laufwerk. Unser Testmuster liest und beschreibt hier nicht nur DVDs und CDs, sondern kann auch Blu-ray-Medien auslesen. 

asus rog g752 test 14
ASUS ROG G752VT

Für satte Bässe hat ASUS auf der Unterseite sogar einen eigenen Subwoofer verbaut, die beiden Stereo-Lautsprecher sind hingegen direkt über den hinteren Kühlrippen angebracht. Insgesamt ist die Klangausgabe sehr präzise und etwas kraftvoller als bei anderen Notebooks dieser Preis- und Leistungsklasse. Schnelles WLAN, G-Sync-Support, Killer-Netzwerkchips und einen mit 67,5 Wh eher schwachbrüstig dimensionierten Akku gehören hier ebenfalls zur Grundausstattung. Letzterer ist leider nicht austauschbar, immerhin lassen sich über die Wartungsklappe Festplatte, SSD und RAM mit wenigen Handgriffen ersetzen – an CPU und GPU kommt man aber nur sehr schwer heran.

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim ASUS ROG G752 nur wenige Abstriche gemacht werden müssen. Wie bei jedem anderen Notebook-Test gilt auch hier: Unsere Testkonfiguration sollte lediglich als Vorschlag angesehen werden, denn in vielen Bereichen gibt es die G752-Familie auch mit anderen Komponenten.

Systemleistung

Herzstück unseres rund 1.900 Euro teuren Testmusters ist ein Intel Core i7-6700HQ, welcher der aktuellen Skylake-Generation entspringt und damit im fortschrittlichen 14-nm-Verfahren vom Band läuft. Die Quadcore-CPU macht sich dabei mit einer Geschwindigkeit von 2,6 GHz ans Werk, kann dank Turbo-Boost aber auch Frequenzen von bis zu 3,5 GHz erreichen. Zudem wird das HyperThreading-Feature unterstützt, womit die CPU bis zu acht Threads gleichzeitig bearbeiten kann. Dazu gibt es einen klassenüblichen 6 MB großen L3-Cache sowie einen 1 MB großen Zwischenspeicher in zweiter Reihe, wobei jeder Rechenkern hier auf 256 KB zurückgreifen darf. Die maximale Leistungsaufnahme des Intel Core i7-6700HQ wird von Intel mit 45 W TDP angegeben. 

asus g752 cpuz

Während manche Hersteller trotz Skylake beim Arbeitsspeicher noch auf den älteren DDR3-Standard setzen, spendiert ASUS seinem ROG G752VT zwei DDR4-Module. Diese arbeiten im schnellen Dual-Channel-Modus und machen sich mit einer Taktrate von 2.133 MHz ans Werk. Damit erreicht unser Testmuster eine Speicherbandbreite von fast 25,5 GB pro Sekunde, was das Gaming-Notebook in dieser Disziplin auf die Leistung eines aktuellen Desktop-Rechners katapultiert. Die Kapazität beläuft sich bei unserem Modell auf 16 GB.

Im Cinebench-R15-Benchmark bringen es das ASUS ROG G752VT und der Intel Core i7-6700HQ damit auf 678 Punkte. Im älteren R11.5-Benchmark werden hingegen 7,41 Punkte erreicht – beides Werte, die einem üblichen Intel Core i7-6700HQ entsprechen. Ein Intel Core i7-6820HK oder gar ein Intel Core i7-6700K erreichen hier aber noch deutlich höhere Punktzahlen.

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Überzeugend ist auch die Leistung der SSD. Die M.2-SSD mit NVMe-Anbindung liest Daten mit einer Geschwindigkeit von fast 2,3 GB pro Sekunde aus, geschrieben wird allerdings nur mit knapp 1,3 GB pro Sekunde. Verglichen mit handelsüblichen 2,5-Zoll-Laufwerken sind das fast schon Spitzenwerte, wobei sich das Laufwerk auch beim Vergleich mit anderen M.2-Laufwerken nicht zu verstecken braucht – vor allem im Hinblick auf die Schreibleistung. Das Acer Predator 15, welches wir erst im Dezember auf den Prüfstand stellten, schreibt hier mit nur etwa 945 MB pro Sekunde. Als Datengrab für die Spielesammlung ist die 256-GB-SSD aber nicht wirklich ausreichend. Hierfür hat ASUS unserem Testmuster eine zusätzliche 2,5-Zoll-Magnetspeicherfestplatte spendiert. Die ist mit etwa 83 MB/s aber nicht ganz so flott unterwegs. Insgesamt bringt es das ASUS ROG G752VT im Komprimierungstest von 7-Zip damit auf gut 18.365 Punkte. Andere Gaming-Notebooks wie beispielsweise das Schenker Technologies XMG U716 durchbrechen hier aber auch die 20.000er-Marke. 

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Weitaus wichtiger in einem Gaming-Notebook ist die Grafiklösung. Hier reicht die Bandbreite von der NVIDIA GeForce GTX 965M bis hin zur GeForce GTX 980M. Bei unserer Testkonfiguration entschied sich ASUS für die mittlere Lösung und verbaut die GeForce GTX 970M. Sie basiert wie die beiden Desktop-Vertreter auf der zweiten Generation der Maxwell-Architektur und baut auf dem GM204-Chip auf, welcher allerdings leicht beschnitten wurde.

Statt der eigentlich zwölf SMM-Cluster stehen der GeForce GTX 970M noch zehn zur Verfügung, womit statt der vollen 1.536 Shadereinheiten nur 1.280 Rechenkerne geboten werden. Jeder dieser Shadercluster kann aber weiterhin auf acht Textureinheiten zurückgreifen, womit der Grafiklösung 80 TMUs bereitstehen. Beim Speicher hat NVIDIA im Vergleich zur GeForce GTX 980M ebenfalls einen Gang zurückgeschaltet und einen 64-Bit-Controller gestrichen, womit nur noch drei Speichercontroller und damit ein 192 Bit breites Interface zur Verfügung steht. Daran angeschlossen werden 3.072 MB GDDR5-Videospeicher. Ansonsten hält sich ASUS bei seinem ROG G752VT strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede und lässt Chip und Speicher mit seinen gewohnten 924 bzw. 1.253 MHz arbeiten. Je nach Temperatur und Lastzustand erreicht der Grafikprozessor dank Turbo Boost aber auch höhere Frequenzen von mindestens 1.038 MHz. 

asus g752 gpuz

Damit lassen sich aber noch immer alle aktuellen Spiele problemlos spielen, vor allem wenn man dies ohnehin über das integrierte Full-HD-Display des ASUS ROG G752VT tut. Insgesamt spielt unser Testnotebook in der gehobenen Leistungsklasse mit und siedelt sich in den oberen Plätzen des breiten Mittelfelds der Gaming-Geräte an. Einzig den Modellen mit GeForce GTX 980M oder gar der vollwertigen GeForce GTX 980M, wie sie beispielsweise beim Schenker Technologies U726 zum Einsatz kommt, muss sich das Gerät geschlagen geben. 

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

211.7 XX


207.7 XX


154.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


117.6 XX


117.4 XX


116.8 XX


71.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Spiele wie Grand Theft Auto 5 laufen trotz einer besseren Bildqualität und einer größeren Sichtweite als noch auf der Konsole mit flüssigen 63 FPS über den Bildschirm. Auch The Witcher 3 und das inzwischen schon etwas betagte Tomb Raider können problemlos in der nativen Auflösung gespielt werden. Einzig beim hardwarehungrigen Total War: Attila sind nur knapp 45 Bilder pro Sekunde drin.

Ausgesprochen kühl

Trotz der starken Hardware macht das ASUS ROG G752VT bei den Oberflächen-Temperaturen eine gute Figur und bleibt hier ausgesprochen kühl. Selbst unter Volllast konnten wir auf der Handballenauflage oder der Geräte-Unterseite keine Temperaturen jenseits der 35-°C-Marke messen. Im Schnitt bleibt das Gerät hier mit knapp über 24 bzw. 26 °C sehr kühl. In der Spitze sind es gerade einmal 31,8 °C, welche wir im ersten Sektor auf der Geräteunterseite gemessen haben. Allerdings wird der Intel Core i7-6700HQ vergleichsweise warm und erreicht während unserer Tests einen Spitzenwert von 84 °C – gethrottelt wurde allerdings nicht. Die Grafikkarte bleibt da mit 73 °C schon deutlich kühler. Trotz der niedrigen Oberflächen-Temperaturen bleibt das ASUS ROG G752VT erfreulich laufruhig. Im 2D- und 3D-Betrieb bleibt unser Testmuster mit einem Schallpegel von 34,3 bzw. 46,9 dB(A) vergleichsweise leise – andere Geräte drehen hier gerne mal auf bis zu 50 dB(A) auf.

bench temp oberseite

Keine Ausdauer

Aufgrund der aufwendigen Kühlung konnte ASUS keinen starken Stromspender verbauen. Im ASUS ROG G752VT findet sich gerade einmal ein Akku mit 67,5 Wh wieder. Der hält im Leerlauf nur knapp über zwei Stunden durch, unter Last sinkt die Laufzeit auf unter 90 Minuten. Andere Gaming-Notebooks zeigen sich hier etwas langläufiger. Die Leistungsaufnahme liegt mit etwa 176 W noch innerhalb der Spezifikation des 180-W-Netzteils. Im normalen Windows-Betrieb genehmigt sich unser Testmuster knapp 36 W. 


Helles Display mit guter Ausleuchtung

Das verbaute IPS-Panel des ASUS ROG G752VT bietet nicht nur eine gute Blickwinkel-Stabilität und satte Farben, sondern ist auch ausgesprochen hell. Im Test haben wir fast 360 cd/m² gemessen, womit auch ein Spielen im Freien möglich ist. Die Ausleuchtung des LG-Panels ist gut – die Homogenität liegt nur geringfügig unter 90 % – zwischen dem hellsten und dunkelsten Werten liegen etwa 38 cd/m².

asus rog g752 test 04
ASUS ROG G752VT

Der Kontrast ist mit einem Verhältnis von 1.130:1 hervorragend, die Farbtemperaturen sind im Schnitt mit 6.921 Kelvin als gut zu bezeichnen, wobei das Display stellenweise doch etwas blaustichig ist. Alles in allem aber kann das Display des ASUS ROG G752VT überzeugen.

bench display

Fazit

Das ASUS ROG G752VT ist ein sehr gut verarbeitetes Gaming-Notebook der gehobenen Preisklasse. Verglichen mit dem MSI GT72 oder dem Acer Predator 17 mit ähnlicher Ausstattung bezahlt man nicht nur 100 bis 150 Euro mehr, sondern bekommt teilweise auch weniger – das MSI GT72 bietet beispielsweise auch ein schnelles SSD-Raid. Dafür stimmen die Verarbeitungsqualität und die Kühlung des ASUS-Modells. Das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet, gibt an kaum einer Stelle nach und auch das Design weiß aus seinem Mix aus Kupferfarben und gebürstetem Aluminium sowie mit beleuchtetem Logo zu gefallen. Auch wenn der Prozessor unter Last vielleicht etwas zu heiß werden mag, fallen die Oberflächen-Temperaturen ausgesprochen gering aus und auch die Lautstärke hält sich in Grenzen. Während andere Gaming-Notebooks dieser Preis- und Leistungsklasse gerne mal die 50-dB(A)-Marke durchbrechen, bleibt das ASUS ROG G752VT mit 46,9 dB(A) ein gutes Stück leiser – im normalen Windows-Betrieb sind es sogar unter 34 dB(A).

Ebenfalls überzeugen kann das Display. Das LG-Panel ist sehr kontrastreich, gut ausgeleuchtet und insgesamt sehr hell, stellenweise jedoch etwas blaustichig. Tastatur und Touchpad können ebenso gefallen. Abstriche muss man bei den Laufzeiten hinnehmen. Aufgrund der starken Hardware und des schwachbrüstigen 67,5-Wh-Akkus kommt unser Testmuster gerade einmal zwei Stunden ohne Steckdose aus. Wer spielt, kann das sogar nur knapp 90 Minuten lang tun. Die Spieleleistung ist auf hohem Niveau, alle aktuellen Titel lassen sich in den höchsten Einstellungen spielen, die Alltagsleistung ist dank NVMe-SSD sehr gut.

Wir zücken unseren Excellent-Hardware-Award.

asus rog 752vt award

Positive Aspekte des ASUS ROG G752VT:

Negative Aspekte des ASUS ROG G752VT:

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



ASUS ROG G752VT
Hardware 
 
Prozessor: Intel Core i7-6700HQ
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,6 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,5 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 970M

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 3 GB
Festplatte/SSD

1x 256 GB SSD + 1 TB HDD

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 2.240 MB/s - HDD: 83,0 MB/s

Optisches Laufwerk Blu-ray
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync ja
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 16 x 16 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 109
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 119 x 68 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 1
Thunderbolt: 1 über Typ-C
VGA: -
USB 2.0:

-

USB 3.0 4
Firewire -
eSATA: -
Audio: 2x 3,5 mm + 1x optisch
Gehäuse 
 
Akku: 67,5 Wh
Material: Kunststoff + Aluminium
Abmessungen: 426,7 x 332,7x 42,9 mm
Gewicht 4,1 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 1.899 Euro
Garantie: 24 Monate

Systemleistung (1)

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Systemleistung (2)

PCMark 7

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

2530 XX


2512 XX


2340 XX


2240 XX


2220 XX


2174 XX


528.9 XX


526.5 XX


525.9 XX


515.8 XX


MB/s
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

ms
Weniger ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

30.12 XX


27.6 XX


26.48 XX


25.77 XX


25.67 XX


25.59 XX


25.49 XX


25.21 XX


19.32 XX


16.76 XX


GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

bench display

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

72 XX


94 XX
72 XX


76 XX
73 XX


86 XX
73 XX


84 XX
74 XX


98 XX
74 XX


70 XX
74 XX


98 XX
75 XX


98 XX
76 XX


92 XX
80 XX


89 XX
82 XX


81 XX
84 XX


75 XX
87 XX


82 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

46.1 XX


36.2 XX
46.1 XX


34.5 XX
46.6 XX


35.6 XX
46.6 XX


35.4 XX
46.7 XX


33.9 XX
46.9 XX


34.3 XX
48.9 XX


34.1 XX
49.2 XX


33.8 XX
49.3 XX


34.6 XX
50.1 XX


35.5 XX
52.1 XX


34.3 XX
54.3 XX


34.8 XX
60.2 XX


34.4 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite

bench temp unterseite

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

489 XX


119 XX
403 XX


97 XX
343 XX


174 XX
285 XX


100 XX
237 XX


120 XX
210 XX


104 XX
198 XX


106 XX
196 XX


56 XX
181 XX


116 XX
180 XX


86 XX
171 XX


112 XX
167 XX


79 XX
89 XX


135 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 8 - Home/Creative

261 XX


270 XX
253 XX


260 XX
173 XX


118 XX
163 XX


156 XX
154 XX


178 XX
145 XX


167 XX
122 XX


139 XX
121 XX


123 XX
119 XX


121 XX
116 XX


122 XX
114 XX


133 XX
93 XX


94 XX
86 XX


115 XX
Minuten
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme

Idle/Load

84.8 XX


11.5 XX
137.6 XX


15.1 XX
158.7 XX


15.2 XX
159.4 XX


21.9 XX
172.8 XX


15.1 XX
175.7 XX


36 XX
196.6 XX


14.6 XX
203.7 XX


24.7 XX
234 XX


25.3 XX
264.6 XX


24.9 XX
265 XX


30.3 XX
278.5 XX


36.5 XX
313 XX


36.2 XX
Watt
Weniger ist besser


Gamingleistung

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

29805 XX


27678 XX


27493 XX


26452 XX


24182 XX


23109 XX


20705 XX


20487 XX


20439 XX


13977 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Ice Storm

169245 XX


160471 XX


151814 XX


140638 XX


96313 XX


89382 XX


88796 XX


83923 XX


81695 XX


79265 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

Performance

17678 XX


15380 XX


13601 XX


12268 XX


11618 XX


11238 XX


9698 XX


9604 XX


5577 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Tomb Raider

1.280 x 720 - High Settings

357.4 XX


355.6 XX


268.9 XX


265.7 XX


259.3 XX


256 XX


209.9 XX


202.9 XX


202.6 XX


125.6 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

211.7 XX


207.7 XX


154.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


117.6 XX


117.4 XX


116.8 XX


71.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

1.280 x 720 - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

1.280x720 - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

1.280x720 - High Settings

148.4 XX


145.15 XX


143.59 XX


131.4 XX


111.6 XX


107.1 XX


106.5 XX


101.7 XX


85.1 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

Native Auflösung - High Settings

141.7 XX


128.3 XX


120.33 XX


118.6 XX


107.4 XX


95.3 XX


81.4 XX


50.4 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

1.280 x 720 – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser