Schenker Technologies XMG U716 im Test

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xmg u716 test teaserNachdem wir im Oktober mit dem Schenker Technologies XMG U726 einen ersten Gaming-Boliden mit NVIDIAs vollwertiger GeForce GTX 980 in unseren Testlabors begrüßen konnten, folgte im Dezember die Vorstellung eines weiteren Modells. Das Schenker Technologies XMG U716 lässt sich ebenfalls mit der High-End-Grafikkarte und einer schnellen Desktop-CPU ausrüsten, fällt allerdings ein gutes Stück kompakter aus. Dafür werkelt statt der 200-W-TDP-Version der Grafikkarte nur noch ein auf 185 W begrenzter Ableger. In unserem Vergleichstest zur NVIDIA GeForce GTX 980 für Notebooks machte sich dies in den Benchmarks allerdings kaum bemerkbar. Wie sich das Schenker Technologies XMG U716 in Sachen Gehäuse, Akku-Laufzeit und Display schlägt, klären wir auf den nachfolgenden Seiten. 

Das Schenker Technologies XMG U726, welches wir im Oktober auf den Prüfstand stellen konnten, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein richtig dickes Ding. Nicht nur aufgrund seiner selbst für High-End-Notebooks nicht gerade schlanken Abmessungen, sondern vor allem auch im Hinblick auf die Hardware. Im Inneren werkelt neben einer aktuellen Desktop-CPU der Skylake-Generation auch eine vollwertige NVIDIA GeForce GTX 980, die leistungsmäßig ihren Desktop-Geschwistern in nichts nachsteht. Um die Geräteabmessungen allerdings etwas zu reduzieren, haben die Leipziger ein weiteres Clevo-Barebone in ihrem Sortiment aufgenommen.

Die Geräte der XMG-U716-Reihe sind mit 418 x 295,3 x 39,9 mm und einem Gewicht von rund 3,9 kg zwar noch immer nicht wirklich kompakt und leicht, dafür aber ein gutes Stück schlanker als die Modelle der XMG-U726-Serie. Trotzdem können noch immer reine Desktop-Prozessoren der Skylake-Familie bis hin zum Topmodell des Intel Core i7-6700K sowie die NVIDIA GeForce GTX 980 mit einer TDP-Klasse von 185 W verbaut werden. Dazu gibt es vier DDR4-Speicherbänke für bis zu 64 GB Arbeitsspeicher, Platz für jeweils zwei 2,5-Zoll- und M.2-Laufwerke und ein 17,3-Zoll-Display, welches wahlweise die Full-HD- oder 4K-Auflösung bietet. Wer sich für die Full-HD-Variante entscheidet, bekommt obendrauf ein Panel mit NVIDIAs G-Sync-Technologie, während die höher auflösende Version auf diese Technik verzichten muss. Dazu gibt es eine Reihe von modernen Anschlüssen wie USB 3.1 Typ-C mit bis zu 10 Gbit/s und Thunterbolt-3-Unterstützung, Gigabit-LAN, HDMI 2.0 und USB 3.0. Gefunkt wird per Wireless-LAN nach AC-Standard und über Bluetooth 4.0. Der Akku mit einer Kapazität von 82 Wh soll immerhin für eine Laufzeit von zwei Stunden sorgen.

Preislich startet die XMG-U716-Reihe von Schenker Technologies bei 2.699 Euro, wobei sich dieser sehr schnell in die Region von über 3.500 Euro treiben lässt.

Unsere Testversion kostet knapp über 3.200 Euro, wird dafür aber auch von einem schnellen Core-i7-Prozessor angetrieben und verfügt über einen üppigen Speicherausbau. Aufgrund der schlechten Verfügbarkeit der K-Prozessoren von Intel entschied sich Schenker Technologies bei unserer Testkonfiguration für einen nicht weniger schnellen Intel Core i7-6700 und stellt diesem 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher, eine 256-GB-SSD im M.2-Format mit NVMe-Protokoll und eine zusätzliche 2,5-Zoll-Magnetspeicherfestplatte mit 1 TB zur Seite.

Clevo-Barebone mit leichten Mängeln

Bei seinem XMG U716 hat sich Schenker Technologies abermals für ein Barebone von Clevo entschieden. Das P775DM1 macht im Gegensatz zu vielen anderen Gehäusen der Taiwaner einen modernen Eindruck, ist insgesamt aber noch immer sehr schlicht gehalten. Auf dem Bildschirm-Deckel gibt es einen Mix aus Aluminium und Kunststoff mit vielen zum Design passenden Einkerbungen sowie einem mittig angebrachten, aber unbeleuchteten XMG-Logo. Beim Topcase setzt man ebenfalls zu großen Teilen auf Kunststoff, senkt die Tastatur in ihrem Kunststoffbett aber leicht ab. Auffällig sind die großen Onkyo-Lautsprecher zwischen den beiden Scharnieren direkt unterhalb des Bildschirms. Dazwischen gibt es verschiedene Status-LEDs sowie den Power-Button, welche designtechnisch mithilfe von silberfarbenem Aluminium abgegrenzt werden.

Optisch mag die Schlichtheit zwar durchaus gefallen, die Verarbeitungsqualität kann jedoch nicht auf ganzer Linie überzeugen. Die Lüftungsschlitze der Wartungsklappe auf der Unterseite lassen sich zu leicht eindrücken und können somit schnell beschädigt werden. Gleiches gilt für die Lüftungsschlitze auf der Rückseite. Dafür verzichten Clevo und Schenker Technologies auf die schmutzempfindliche Soft-Touch-Oberfläche und auch die Verwindungssteifigkeit der beiden Scharniere stimmt.

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Schenker Technologies XMG U716

Mit Abmessungen von 418 x 295,3 x 39,9 mm und einem Gewicht von rund 3,9 kg ist das Schenker Technologies XMG U716 aber noch immer ein richtiger Klopper. Als Desktop-Replacement mit durchaus sehr potenter Hardware ist das aber weniger schlimm.

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Schenker Technologies XMG U716

Bei der Tastatur können das Clevo-Barebone und somit das Schenker Technologies XMG U716 vollends überzeugen. Die für Gamer wichtigen WASD-Tasten sind optisch hervorgehoben, das Layout ist insgesamt klassisch gehalten und erfordert somit beim Umstieg auf das Desktop-Replacement keinerlei Umgewöhnung. Die Tasten sind mit 15 x 15 mm angenehm groß, der Druckpunkt erstklassig und der Hub sehr angenehm. Auch längere Texte lassen sich problemlos darauf schreiben – dank des Nummernblocks können auch längere Excel-Arbeiten mühelos gemeistert werden. Ein Arbeiten und Spielen in dunkleren Umgebungen ist dank der integrierten Hintergrundbeleuchtung, welche sich in mehreren Stufen regeln lässt, ebenfalls möglich.

Lobenswert: Zwar ist die Hintergrundbeleuchtung ab Werk auf ein leuchtendes Blau eingestellt, kann über die Flexikey-Software aber auch in verschiedenen Zonen unterteilt und unterschiedlich beleuchtet werden. Die Tastatur verfügt über eine RGB-Hintergrundbeleuchtung. Bei der Software verzichten die Leipziger im Übrigen auf verschiedene Demo-Versionen und weitere Dreingaben. Nur das Nötigste ist vorinstalliert.

xmg u716 test 04
Schenker Technologies XMG U716

Etwas Federn lassen muss unser heutiger Testkandidat allerdings beim Touchpad. Dieses ist nicht nur ungewohnt weit nach links gerückt, sondern verfügt auch über vergleichsweise schlechte Gleiteigenschaften. Zwar versteht es sich mit Multitouch-Gesten, diese werden jedoch wenig präzise umgesetzt. Hinzu kommen immer wieder kleinere Aussetzer und Ruckler. Lobenswert sind die beiden dediziert ausgegebenen Tasten für den linken und rechten Mausklick, wenngleich diese etwas zu leichtgängig sind. Zwischen den beiden Maustasten gibt es zudem einen Fingerprint-Sensor. Insgesamt bringt es das Tochpad auf Abmessungen von 180 x 63 mm.

Vollgepackt mit Anschlüssen und Hardware

Das fast 4 cm dicke Gehäuse bietet eine Vielzahl an Anschlüssen und schreckt glücklicherweise auch nicht vor der Implementierung moderner und aktueller Anschlüsse zurück. So finden sich nicht nur eine Thunderbolt-3-Schnittstelle (über USB 3.1 Typ-C), sondern auch ein HDMI-2.0-Ausgang sowie zwei Displayort-1.2-Anschlüsse. Im Gegensatz zum größeren Schenker Technologies XMG U726 verfügt das das XMG U716 sogar über eine eSATA/Kombi-Schnittstelle. Dazu gibt es zwei weitere USB-3.0-Schnittstellen, Gigabit-LAN mit Killer-Technologie, einen SD/MMC-Kartenleser und vier Audio-Schnittstellen sowie natürlich den Anschluss für das externe Netzteil, welches insgesamt sehr klobig ausfällt – kein Wunder: Die leistungsstarke Desktop-Hardware muss zunächst einmal mit Strom versorgt werden.

xmg u716 test 12
Schenker Technologies XMG U176

Auf der Rückseite hält das Schenker Technologies XMG U716 zwischen den riesigen Lüftungsschlitzen an der linken und rechten Seite den Anschluss für das Netzteil sowie einen HDMI- und zwei DisplayPort-Ausgänge bereit. Damit können etwaige Zusatz-Displays und natürlich die Stromversorgung bequem über die Geräte-Rückseite angeschlossen werden und stören somit nicht auf dem Schreibtisch.

xmg u716 test 15
Schenker Technologies XMG U716

Auf der linken Seite haben Clevo und Schenker Technologies die LAN-Schnittstelle untergebracht, gefolgt von zwei USB-3.0-Schnittstellen, der Typ-C-Buchse, dem Kartenleser und des eSATA-Kombi-Anschlusses. Auf der gegenüberliegenden Seite finden sich die Audio-Buchsen und ein weiterer USB-Port sowie der Kensington-Lock. Damit ist die Positionierung der Anschlüsse durchaus durchdacht gewählt – sowohl Links- wie auch Rechtshänder dürften sich darüber freuen. Einzig ein optisches Laufwerk könnte man vielleicht vermissen – in Zeiten von schnellen USB-Sticks, externen SSDs und natürlich schneller Internetverbindungen im Hinblick auf Steam, uPlay und Origin ist das aber ohnehin zu verschmerzen.

Starke High-End-Hardware

Unter der Haube dreht das Schenker Technologies XMG U716 so richtig auf. Hier stecken ein leistungsstarker Intel Core i7-6700 aus dem Desktop-Segment sowie satte 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher und zwei Laufwerke für die Datenunterbringung im Inneren. Highlight ist aber die NVIDIA GeForce GTX 980 mit einer TDP von maximal 185 W. 

xmg u716 test 07
Schenker Technologies XMG U716

Für hochwertigen Sound hat sich Schenker Technologies die Expertise von Onkyo mit ins Boot geholt. Neben den großen Stereo-Lautsprechern zwischen Display und Tastatur gibt es auf der Geräte-Unterseite auch einen zusätzlichen Subwoofer für satte Bässe. Schnelles WLAN, G-Sync-Support, Killer-Netzwerkchips und ein 82 Wh starker Akku, welcher sich einfach tauschen ließe, gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Lobenswert: Über eine Wartungsklappe auf der Unterseite gelangt man schnell zu den wichtigsten Hardware-Komponenten. Die 2,5-Zoll-Laufwerke, der Arbeitsspeicher und die M.2-Module lassen sich damit schnell austauschen. Sogar die Grafikkarte könnte theoretisch dank MXM-Modul gewechselt werden – hierfür muss dann allerdings das gesamte Kühlsystem auseinandergenommen werden – insgesamt sieben Heatpipes kümmern sich um den Abtransport der Abwärme.


Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim Schenker Technologies XMG U716 nur wenige Abstriche gemacht werden müssen. Wie bei jedem anderen Notebook-Test gilt auch hier: Unsere Testkonfiguration sollte lediglich als Vorschlag angesehen werden, denn in vielen Bereichen gibt es die XMG-U716-Familie auch mit anderen Komponenten.

Systemleistung

Herzstück unseres Testmusters ist ein Intel Core i7-6700, welcher bereits der aktuellen Skylake-Generation entspringt, damit im fortschrittlichen 14-nm-Verfahren vom Band läuft und eigentlich in Desktop-Systemen heimisch ist. Er stellt insgesamt vier Rechenkerne zur Verfügung, die sich mit einer Geschwindigkeit von 3,4 bis 4,0 GHz ans Werk machen und dank SMT-Support bis zu acht Threads gleichzeitig bearbeiten können. Dazu gibt es einen 8 MB großen L3-Cache, welcher im Vergleich zu den HQ-Prozessoren, welche eigentlich in Notebooks verbaut werden, um ein gutes Drittel größer ausfällt. Im Vergleich zum K-Modell muss man allerdings auf den nach oben hin geöffneten Multiplikator verzichten, was die Overcklocking-Fähigkeiten der CPU etwas einschränkt. Die maximale Leistungsaufnahme gibt Intel mit 65 W an. Zum Vergleich: HQ-Prozessoren zeigen sich mit bis zu 45 W deutlich genügsamer und stellen damit geringere Anforderungen an das Kühlsystem.

schenker xmg u716 cpuz

Bei seinem XMG U716 nutzt Schenker Technologies den DDR4-Speichercontroller des Skylake-Prozessors und verbaut zwei Module mit einer Geschwindigkeit von 2.133 MHz. Den schnellen Dual-Channel-Modus gibt es allerdings erst gegen Aufpreis, denn standardmäßig verbaut man in der Basisversion ein einziges Modul. Unser Testmuster hat hier einen 16 GB großen Arbeitsspeicher vorzuweisen.

Damit bringt es das System auf eine Speicherbandbreite von über 25 GB/s und liegt damit auf dem Niveau aktueller Desktop-Systeme. Gleiches gilt für die Leistung des Prozessors. Im Cinebench-R11.5- und -R15-Benchmark erreicht der Intel Core i7-6700 in unseren Tests 8,95 bzw. 806 Punkte und sticht die üblichen Notebook-Prozessoren mit Leichtigkeit aus. Ein Intel Core i7-6700HQ bringt es hier gerade einmal auf rund 7,2 bzw. 650 Punkte.

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Überzeugend ist auch die Leistung der SSD mit NVMe-Protokoll. Schenker Technologies entschied sich hier für die Samsung SSD 950 Pro mit 256 GB. Diese bringt es auf eine gewaltige Leserate von über 2,3 GB/s. Geschrieben wird allerdings nicht ganz so schnell. Hier erreicht das M.2-Laufwerk nur etwa 945 MB/s. Verglichen mit anderen SSDs liegt die Performance aber noch immer weit über dem Durchschnitt. Vor allem die zusätzliche Magnetspeicherfestplatte sieht dagegen alt aus. Sie liest Daten gerade einmal mit einer Geschwindigkeit von rund 87 MB/s aus. Als Datengrab für die Spielesammlung ist das aber noch immer ausreichend, fällt die Kapazität mit 1 TB doch viel größer aus. Insgesamt bringt es das Schenker Technologies XMG U716 damit im Komprimierungstest von 7-Zip auf starke 23.257 MIPs. Kleinere Gaming-Notebooks können hier froh sein, die 20.000er-Marke zu durchbrechen.

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Highlight des Schenker Technologies XMG U716 ist aber die Grafikkarte. Hier setzt man auf eine vollwertige NVIDIA GeForce GTX 980, die ihren Desktop-Geschwistern in nichts nachsteht. Wie die normalen PCI-Express-Karten baut auch der Notebook-Ableger auf dem 5,2 Milliarden Transistoren starken GM204-Chip auf, welcher mit 2.048 Shadereinheiten den Vollausbau darstellt. Dabei kommen vier Graphics-Processing-Cluster mit jeweils vier SMM (Maxwell-Streaming-Multiprozessoren) zu je 32 ALUs zum Einsatz. An jeden dieser SMM-Cluster sind zudem acht TMUs gekoppelt, womit insgesamt 128 Textureinheiten zur Verfügung stehen. Den Rotstift weggelassen hat NVIDIA auch beim Speicherausbau. Hier vertraut man weiterhin auf vier Speichercontroller mit 64 Bit, bindet darüber mit 8 GB allerdings die doppelte Speichermenge als üblich an. Dazu kommen 64 Rasterendstufen. Mit einem Speichertakt von 1.750 MHz erreicht die NVIDIA GeForce GTX 980 damit 224 GB/s und überflügelt die M-Version als bislang schnellsten Notebook-Chip um gut 64 GB/s. Der Grafikchip macht sich in unserem Fall mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.227 MHz ans Werk, was ebenfalls an die Boost-Frequenzen der Desktop-Lösungen heranreicht.

gpuz gtx980 nb 185w

Beim kleineren XMG U716 begrenzt Schenker Technologies die TDP von ehemals 200 auf nun 185 W. Wie unsere ersten Benchmark-Ergebnisse gezeigt haben, ist dieser Umstand allerdings zu verschmerzen. Große Unterschiede zwischen den beiden Versionen der GeForce GTX 980 ergeben sich damit nicht. In Spielen liegt die Differenz meist im niedrigen einstelligen Bereich, wohingegen in synthetischen Benchmarks der Vorsprung der 200-W-TDP-Version mit etwa 10 % höher ausfällt.

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

211.7 XX


207.7 XX


154.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


117.6 XX


116.8 XX


71.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Dieser geringe Leistungsunterschied ist auch in unseren Benchmarks ersichtlich. In der Regel sortiert sich das Schenker Technologies XMG U716 knapp hinter dem größeren Bruder ein, gehört aber mit Abstand noch immer zu den schnellsten Gaming-Notebooks am Markt. Aktuelle Spieletitel können damit problemlos in der nativen Full-HD-Auflösung gespielt werden. Trotz einer besseren Bildqualität und einer größeren Sichtweite läuft GTA V mit fast 90 FPS fast dreimal so schnell über den Bildschirm als auf einer Microsoft Xbox One oder Sony PlayStation 4. Die sonst eher anspruchsvollen Titel The Witcher 3 und Total War: Attila laufen mit fast 60 Bildern pro Sekunde ebenfalls sehr flüssig. 

Gute Kühlung

Dass die NVIDIA GeForce GTX 980 maximal eine Verlustleistung von 185 W TDP erreichen darf, macht sich zumindest bei der Kühlung des Schenker Technologies XMG U716 bemerkbar. Denn obwohl unser Testmuster im Vergleich zum XMG U726 etwas schlanker ausfällt und dies zu größten Teilen auf Kosten der Kühlung gehen dürfte, bleibt die Grafikkarte mit 72 °C deutlich kühler. Im Schenker Technologies XMG U726 erreicht die NVIDIA GeForce GTX 980 noch über 85 °C. Der Intel-Prozessor wird mit 76 °C etwas wärmer, zu einem Thermalthrottling kommt es während unserer Tests nicht, wobei die CPU nur selten ihren maximalen Boost-Takt von 4,0 GHz erreicht. In der Regel arbeitet der Intel Core i7-6700 mit seinem Basistakt von 3,4 GHz. Im Vergleich zum größeren Schwester-Modell wird das Schenker Technologies XMG U716 allerdings etwas lauter. Im normalen Windows-Betrieb schalten sich die Lüfter je nach Lastzustand nur sporadisch zu und erreichen dann eine Geräuschkulisse von angenehmen 34,6 dB(A). Im Spielebetrieb dreht das Kühlsystem merklich auf, bleibt der magischen 50-dB(A)-Marke aber leicht entfernt. Wir haben in dieser Disziplin 49,3 dB(A) gemessen. 

xmg u716 test 14
Schenker Technologies XMG U716

Probleme bei der Kühlung gibt es damit nicht. Auch die Oberflächen-Temperaturen halten sich beim Schenker Technologies XMG U716 in Grenzen. Im Schnitt bleibt unser Testmuster auf der Unterseite etwas kühler als auf der Handballen-Auflage – etwa 1 °C trennen die beiden Geräteseiten voneinander. Die Spitzenwerte haben wir jedoch auf der Unterseite gemessen. Hier wurde das Notebook bis zu 36,2 °C warm.

bench temp oberseite

Keine Ausdauer

Aufgrund der potenten und alles andere als sparsamen Hardware, ist das Schenker Technologies XMG U716 im Akku-Betrieb kein Dauerläufer. Im Leerlauf hält der 82 Wh starke Stromspender immerhin noch knapp drei Stunden durch. Unter Last werden allerdings keine zwei Stunden mehr erreicht. Mithilfe von NVIDIAs Battery Boost können die Laufzeiten in Spielen aber noch deutlich verbessert werden, indem die maximale Framerate begrenzt und die Grafikkarte damit gedrosselt wird. Gerade Spiele, welche ohnehin schon mit einer hohen Framerate über den Bildschirm laufen, profitieren. Ist der Akku voll aufgeladen, zieht unser Testgerät im Leerlauf etwa 36,5 W aus der Steckdose, unter Last werden sogar satte 278,5 W erreicht.


Helles Display mit gutem Kontrast

Das verbaute IPS-Panel bietet eine gute Blickwinkel-Stabilität, satte Farben und ist dabei erfreulich hell. Wir haben Werte von bis zu 323 cd/m² gemessen, womit auch ein Spielen im Freien möglich ist. Die Ausleuchtung des LG-Panels ist gut – die Homogenität liegt bei etwas mehr als 91 % und zwischen dem hellsten und dunkelsten Werten legen lediglich 29 Candela.

xmg u716 test 08
Schenker Technologies XMG U716

Der Kontrast ist mit einem Verhältnis von 1.094:1 hervorragend, die Farbtemperaturen sind im Schnitt mit 6.400 Kelvin als gut zu bezeichnen. Alles in allem kann das Display des Schenker Technologies XMG U716 überzeugen.

bench display

Fazit

Wie schon sein großer Bruder ist auch das Schenker Technologies XMG U716 ein extremes Gerät. Trotz der geringeren Abmessungen, des leichteren Gewichts und der zumindest in der Theorie leicht beschnittenen Grafikkarte braucht es sich nicht vor ihm zu verstecken. Die Leistung liegt nahezu auf gleichem Niveau – alle aktuellen und kommenden Spiele werden sich dank der vollwertigen GeForce GTX 980 und der schnellen Desktop-CPU problemlos darauf spielen lassen. Ihr übriges tut die schnelle SSD mit NVMe-Protokoll dazu, welche hohe Arbeitsgeschwindigkeiten im Windows-Betrieb ermöglicht.

Das verbaute LG-Panel bietet gute Helligkeitswerte, ist kontraststark und insgesamt sehr gut ausgeleuchtet. Etwas Federn lassen muss das XMG U716 aber bei Touchpad und Gehäuse. Zwar stimmt die Verarbeitungsqualität im Großen und Ganzen, jedoch lassen sich die Wartungsklappe und auch einige der Lüftungsschlitze zu weit eindrücken, womit ein schnelles Abbrechen provoziert werden kann. Die Gleiteigenschaften des Touchpads sind schlecht, die Umsetzung der Eingaben unpräzise und auch kurze Aussetzer und Ruckler stehen auf der Tagesordnung. Der ambitionierte Spieler wird dieses aber ohnehin deaktivieren und eine echte Gamer-Maus anschließen.

Lobenswert ist, dass Schenker Technologies abermals auf den Einsatz von Bloatware verzichtet und seinen Notebooks neben einer frischen Windows-Installation nur die nötigste Software mit auf den Weg gibt. Vorinstalliert sind lediglich Tools für die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur, für die Konfiguration des Killer-Netzwerkchips, und Soundsystems sowie ein Intel-Tool fürs Overclocking. Letzteres ist aufgrund unseres Intel Core i7-6700 aber nur eingeschränkt möglich. Die Lautstärke ist für ein Gaming-Notebook dieser Preis- und Leistungsklasse ordentlich, Probleme gibt es bei der Kühlung trotzdem nicht.

Wer sich für das Schenker Technologies XMG U716 entscheidet, der muss tief in die Tasche greifen. Über 3.200 Euro werden für unsere Beispielkonfiguration fällig. Den Aufpreis zum größeren Modell, welcher bei rund 100 Euro liegt, kann man sich in unseren Augen aber getrost sparen.

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Positive Aspekte des Schenker Technologies XMG U716:

Negative Aspekte des Schenker Technologies XMG U716:


Schenker Technologies XMG U716
Hardware 
 
Prozessor: Intel Core i7-6700
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 3,4 GHz
Prozessor - Turbotakt: 4,0 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 8 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 980

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 8 GB
Festplatte/SSD

1x 256 GB SSD + 1 TB HDD

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 554,3 MB/s - HDD: 120,1 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 16 x 16 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 103
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 106 x 65 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 2
Thunderbolt: 1 über Typ-C
VGA: -
USB 2.0:

-

USB 3.0 4
Firewire -
eSATA: 1 (Über USB)
Audio: 3x 3,5 mm + S/PDIF
Gehäuse 
 
Akku: 82 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 418 x 295,3 x 39,9 mm
Gewicht 3,9 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 3.206 Euro
Garantie: 24 Monate

Systemleistung (1)

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Systemleistung (2)

PCMark 7

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

2530 XX


2512 XX


2340 XX


2220 XX


2174 XX


528.9 XX


526.5 XX


525.9 XX


515.8 XX


MB/s
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

ms
Weniger ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

30.12 XX


27.6 XX


26.48 XX


25.77 XX


25.67 XX


25.59 XX


25.21 XX


19.32 XX


16.76 XX


GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

bench display

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

72 XX


76 XX
72 XX


94 XX
73 XX


86 XX
74 XX


98 XX
74 XX


70 XX
74 XX


98 XX
75 XX


98 XX
76 XX


92 XX
80 XX


89 XX
82 XX


81 XX
84 XX


75 XX
87 XX


82 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

46.1 XX


34.5 XX
46.1 XX


36.2 XX
46.6 XX


35.6 XX
46.6 XX


35.4 XX
46.7 XX


33.9 XX
48.9 XX


34.1 XX
49.2 XX


33.8 XX
49.3 XX


34.6 XX
50.1 XX


35.5 XX
52.1 XX


34.3 XX
54.3 XX


34.8 XX
60.2 XX


34.4 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite

bench temp unterseite

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

489 XX


119 XX
403 XX


97 XX
343 XX


174 XX
285 XX


100 XX
237 XX


120 XX
210 XX


104 XX
198 XX


106 XX
196 XX


56 XX
181 XX


116 XX
180 XX


86 XX
171 XX


112 XX
167 XX


79 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 8 - Home/Creative

261 XX


270 XX
253 XX


260 XX
173 XX


118 XX
163 XX


156 XX
154 XX


178 XX
145 XX


167 XX
122 XX


139 XX
121 XX


123 XX
119 XX


121 XX
116 XX


122 XX
114 XX


133 XX
86 XX


115 XX
Minuten
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme

Idle/Load

84.8 XX


11.5 XX
137.6 XX


15.1 XX
158.7 XX


15.2 XX
159.4 XX


21.9 XX
172.8 XX


15.1 XX
196.6 XX


14.6 XX
203.7 XX


24.7 XX
234 XX


25.3 XX
264.6 XX


24.9 XX
265 XX


30.3 XX
278.5 XX


36.5 XX
313 XX


36.2 XX
Watt
Weniger ist besser


Gamingleistung

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

29805 XX


27678 XX


27493 XX


26452 XX


24182 XX


23109 XX


20705 XX


20439 XX


13977 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike

11429 XX


11073 XX


8688 XX


8658 XX


8631 XX


6716 XX


4025 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Ice Storm

169245 XX


160471 XX


151814 XX


140638 XX


89382 XX


88796 XX


83923 XX


81695 XX


79265 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

Performance

17678 XX


15380 XX


13601 XX


12268 XX


11618 XX


11238 XX


9604 XX


5577 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Tomb Raider

1.280 x 720 - High Settings

357.4 XX


355.6 XX


268.9 XX


265.7 XX


259.3 XX


256 XX


202.9 XX


202.6 XX


125.6 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

211.7 XX


207.7 XX


154.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


117.6 XX


116.8 XX


71.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

1.280 x 720 - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

1.280x720 - High Settings

98.07 XX


89.4 XX


83.6 XX


80.12 XX


79.6 XX


63.5 XX


62.8 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

1.280x720 - High Settings

148.4 XX


145.15 XX


143.59 XX


131.4 XX


111.6 XX


106.5 XX


101.7 XX


85.1 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

Native Auflösung - High Settings

141.7 XX


128.3 XX


120.33 XX


118.6 XX


107.4 XX


95.3 XX


50.4 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

1.280 x 720 – High Settings

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