Acer Predator 15 im Test: Gelungener Einsteig in den Gaming-Markt

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acer predator 15 test teaserMit seinen Predator-Notebooks steigt Acer nun endgültig in den Markt der Gaming-Notebooks ein. Zwar hatte man mit den Black-Edition-Geräten der V15-Reihe schon einige mobile Spielekisten im Programm, die wurden jedoch maximal von einer NVIDIA GeForce GTX 960M angetrieben und eignen sich damit nur bedingt für den ambitionierten Spieler. Die neuen Predator-Modelle gibt es immerhin bis zur deutlich leistungsstärkeren GeForce GTX 980M und werden mit einer potenten Skylake-CPU, einer schnellen SSD samt großer 2,5-Zoll-Festplatte sowie mit zahlreichen weiteren Gaming-Features ausgestattet. Wenige Tage nach dem Marktstart steht das Acer Predator 15 bei uns auf dem Teststand.

Schon seit einigen Jahren zeigt Acer große Ambitionen im eSports-Bereich. Unter anderem unterhalten die Taiwaner ein eigenes Profi-Team, welches vor allem in FIFA 16 sehr erfolgreich ist und schon einige Weltmeistertitel gewinnen konnte. Diese Zusammenarbeit nutzt man, um seine Gaming-Produkte stets zu verbessern und diese an die Bedürfnisse der Spieler anzupassen. Der Headset-Halter aus den Desktop-Systemen ist hier sicherlich eines der bekanntesten Beispiele. Bislang gab es die Predator-Geräte lediglich als Desktop-Rechner. Im Rahmen der IFA 2015 weitete man die Produktfamilie auf weitere Geräte-Klassen aus und kündigte mit dem Predator 15 und dem Predator 17 seine ersten offiziellen Gaming-Notebooks an – sogar ein Tablet speziell für Spieler stellte man vor.

Alle Predator-Notebooks werden allesamt von einem aktuellen Skylake-Prozessor angetrieben und lassen sich mit schnellen GeForce-Grafikkarten der Maxwell-Generation kombinieren. Das Angebot reicht bis hin zur NVIDIA GeForce GTX 980M. Dazu gibt es bis zu 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher, schnelle SSDs für das Betriebssystem und die wichtigsten Programme sowie eine herkömmliche Magnetspeicher-Festplatte mit ausreichend Speicher für die eigene Spielesammlung. Eine beleuchtete Tastatur inklusive Makro-Tasten und gekennzeichneten Gamer-Tasten, einen zusätzlichen Lüftereinschub für niedrigere Temperaturen und ein 15,6 bis 17,3 Zoll großes Display gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Ab etwa 1.800 Euro sind die Predator-Notebooks seit Beginn des Monats erhältlich.

Unsere Testversion wird im Handel derzeit zu einem Preis von rund 2.199 Euro angeboten, hält dafür aber so einiges für den ambitionierten Spieler bereit. Angetrieben wird unser Muster von einem Intel Core i7-6700HQ, insgesamt 16 DDR4-Arbeitsspeicher und einer NVIDIA GeForce GTX 980M mit 4.096 MB VRAM. Windows 10 sowie die wichtigsten Programme hat Acer auf einer 256 GB großen SSD installiert, eine 2,5-Zoll-Festplatte mit 1 TB Speicher gibt es ebenfalls. Im Gegensatz zu anderen Herstellern legt Acer großen Wert auf eine saubere Windows-Installation und verzichtet auf unnötige Software-Tools.

Installiert sind einige für Spieler durchaus nützliche Tools. Darunter ist nicht nur der XSplit Gamecaster, womit sich Spielesequenzen aufnehmen und live ins Internet streamen lassen, sondern auch die hauseigene PredatorSense-Software. Darüber können nicht nur die aktuellen Temperaturen von Grafikkarte und Prozessor ausgelesen werden, sondern auch die Hintergrundbeleuchtung eingestellt und die Makro-Tasten konfiguriert werden. Die Geschwindigkeit der Lüfter kann ebenfalls bestimmt werden, genau wie das DustDefender-Feature. Ist dieses aktiviert, kehrt das Notebook die Rotationsrichtung der Lüfter regelmäßig für ein paar Sekunden um und setzt die Drehzahlen auf das Maximum. So soll das Acer Predator 15 vor Staubablagerungen geschützt werden. Für die Killer-Netzwerk-Chips und das Audio-System hält Acer ebenfalls umfangreiche Konfigurations-Tools bereit.

Schwarz-rotes Design

Während sich andere Hersteller wie Schenker Technologies oder MIFcom bei ihren Gehäusen die Hilfe eines Drittanbieters ins Haus holen und meist auf ein Barebone von Clevo zurückgreifen, hat sich Acer für seine Predator-Geräte für eine Eigenentwicklung entschieden. Hier setzt man ausschließlich auf schwarz-rote Designelemente, ist allerdings deutlich mutiger als die Konkurrenz. Auf der Geräte-Rückseite gibt es dicke Lüftungsschlitze, auf dem Bildschirmdeckel ziert das Predator-Logo, welches im Betrieb rot beleuchtet wird. Acer setzt ausschließlich auf Kunststoff, wobei der Gaming-Bolide vollständig von einer Soft-Touch-Oberfläche überzogen ist. Mit Abmessungen von 391 x 299,5 x 38,5 ist der 15-Zöller nicht gerade handlich und verglichen mit anderen Geräten etwas größer und vor allem dicker. Beim Gewicht reicht man mit 3,4 kg eher an einen 17-Zöller heran.  

acer predator 15 test 04
Acer Predator 15

Dafür kann sich die Verarbeitungsqualität sehen lassen. Das Gehäuse gibt an keiner Stelle nach, die Scharniere sind sehr stabil.

acer predator 15 test 07
Acer Predator 15

Dass das Acer Predator 15 ein waschechtes Gaming-Notebook ist, wird bei der Tastatur deutlich. Hier sind nicht nur die wichtigsten Gamer-Tasten wie die Pfeil- oder WASD-Tasten farblich hervorgehoben, auch fünf zusätzliche Makro-Tasten, die sich über die eigene PredatorSense-Software konfigurieren lassen, stehen bereit. Über eine Umschalttaste kann sogar durch verschiedene Profile geschaltet werden. Die Beleuchtung ist allerdings sehr farbenfroh, denn während der linke Teil der Tastatur passend zur äußeren Farbgestaltung des Predator 15 rot leuchtet, erstrahlt der Nummernblock in blauer Farbe. Warum Acer diesen farblich noch einmal abgrenzen wollte, erschließt sich uns nicht.

Die Tasten bieten dafür einen guten Hub, sind mit 15 x 15 mm ausreichend groß und auch der Druckpunkt ist erstklassig. Gamer und Vielschreiber kommen hier voll auf ihre Kosten.

acer predator 15 test 09
Acer Predator 15

Anders beim Touchpad. Dieses ist mit Abmessungen von 106 x 65 mm zwar ausreichend groß dimensioniert und besitzt durchaus gute Gleiteigenschaften, jedoch werden die Eingaben weniger präzise umgesetzt und geraten teilweise sogar ins Stocken. Die Tasten für den linken und rechten Mausklick werden dediziert ausgegeben, beide sind vom Druckpunkt her jedoch viel zu schwammig. Gamer werden ohnehin zu einer zusätzlichen Maus greifen. Lobenswert: Dann lässt sich das Touchpad über eine kleine Taste auf der rechten Seite komplett abschalten. Diese kleine Umschalt-Taste bringt im Übrigen eine weitere Farbe mit sich: Grün.

Viele moderne Anschlüsse

Bei den Anschlüssen wird Acer dem Anspruch vieler Gamer gerecht. Hier finden sich gleich vier USB-3.0-Schnittstellen, zwei Video-Ausgänge, eine Ethernet-Buchse und sogar ein USB-3.1-Typ-C mit Thunderbolt-3-Unterstützung. Nicht ganz so üppig fällt die Audio-Ausgabe aus. Hier gibt es lediglich zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen – das reicht immerhin für den Anschluss eines Headsets.

acer predator 15 test 14
Acer Predator 15

Auf der linken Seite hat Acer die beiden 3,5-mm-Klinkenbuchsen, zwei USB-3.0-Ports und den Kartenleser untergebracht. Die Platzierung ist vorteilhaft, denn alle Anschlüsse sind an die hintere Stelle gerückt, was den Kabelsalat auf dem Schreibtisch reduziert. Das optische Laufwerk lässt sich auf Wunsch gegen eine zusätzliche Lüftereinheit tauschen. Dann wird die Kühlung des Acer Predator 15 bei etwa gleicher Lautstärke optimiert und CPU und GPU auch von vorne mit Frischluft versorgt. In der Praxis bringt das aber gerade einmal zwei bis drei Grad. Die Einheit liefert Acer bei all seinen Predator-Notebooks kostenlos mit. Ab Werk war bei unserem Testgerät ein Blu-ray-Brenner verbaut.

acer predator 15 test 16
Acer Predator 15

Auf der rechten Seite hat Acer ganz am Rand die Ethernet-Buchse platziert. Diese arbeitet mit Gigabit-Geschwindigkeit, lässt sich zur Verbesserung der Ausfallsicherheit aber auch der Performance mit dem drahtlosen Killerchip koppeln. Fällt die drahtlose Verbindung zum Router aus, schaltet das Acer Predator 15 automatisch auf die Ethernet-Verbindung um, um die Multiplayer-Runde nicht kampflos zu beenden. Für externe Monitore gibt es einen HDMI- und DisplayPort-Ausgang. Das Acer Predator 15 unterstützt darüber NVIDIAs G-Sync-Technologie, das eingebaute Display kann dies allerdings nicht. Ganz links gibt es noch einen USB-3.1-Anschluss, welcher zudem als Thunderbolt-3-Anschluss genutzt werden kann und Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 GBit/s überträgt. Dazwischen stellt das Acer Predator 15 zwei weitere USB-Ports zur Verfügung.

Starke High-End-Hardware

Unsere Version des Acer Predator 15 wird von einem Intel Core i7-6700HQ samt 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Modus und von einer NVIDIA GeForce GTX 980M mit 4 GB Videospeicher angetrieben. Damit entspricht das Acer-Gerät dem aktuellen Gaming-Standard. Schneller wären nur ein Intel Core i7-6820HK und die erst kürzlich vorgestellte NVIDIA GeForce GTX 980 gewesen, welche 1:1 dem Desktop-Modell entspricht. Dazu gibt es eine LiteOn-SSD sowie eine 2,5-Zoll-Festplatte.

acer predator 15 test 11
Acer Predator 15

Das Acer Predator 15 glänzt nur so vor Features. Beworben werden anderem das FrostCore-Feature, womit sich das DVD-Laufwerk gegen eine zusätzliche Kühleinheit tauschen lässt, das Killer-DoubleShot-Pro-Feature, bei dem WLAN und Ethernet zusammenarbeiten, die hochwertigen Lautsprecher – auf der Unterseite gibt es einen eigenen Subwoofer – die oben genannte PredatorSense-Software sowie die Thunderbolt-Schnittstelle und G-Sync über externe Monitore.

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim Acer Predator 15 keinerlei Abstriche gemacht werden müssen. Wie bei jedem anderen Notebook-Test gilt auch hier: Unsere Testkonfiguration sollte lediglich als Vorschlag angesehen werden, denn in vielen Bereichen gibt es die Predator-Familie auch mit anderen Komponenten.

Systemleistung

Herzstück unseres Testmusters ist ein Intel Core i7-6700HQ, welcher bereits der aktuellen Skylake-Generation entspringt und damit im fortschrittlichen 14-nm-Verfahren vom Band läuft. Dieser stellt insgesamt vier Rechenkerne zur Verfügung, die sich mit einer Geschwindigkeit von 2,6 bis 3,5 GHz ans Werk machen und dank SMT-Support bis zu acht Threads gleichzeitig bearbeiten können. Dazu gibt es einen klassenüblichen 6 MB großen L3-Cache. Die maximale Leistungsaufnahme gibt Intel mit 45 W an.

acer predator 15 cpuz

Nicht jeder Hersteller nutzt den DDR4-Speichercontroller der Skylake-CPU voll aus. Bei seinem Predator 15 aber hat sich Acer für den neuen Speicherstandard entschieden und verbaut zwei Module mit jeweils 8 GB Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Modus. Damit erreicht unser Testmuster eine Speicherbandbreite von über 25 GB/s. Im Cinebench-R11.5- und -R15-Benchmark werden hingegen 663 bzw. 7,21 Punkte erreicht, womit der Intel Core i7-6700HQ nicht nur hinter seinen Broadwell-Nachfolger fällt, sondern auch leicht hinter vergleichbare Notebooks. Groß sind die Unterschiede allerdings nicht.

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Zusammen mit der 256-GB-SSD kann sich die Performance auch im Alltag sehen lassen. Das LiteOn-Laufwerk liest Daten mit einer Geschwindigkeit von rund 530 MB/s aus und erreicht mittlere Zugriffszeiten von schnellen 0,12 ms. Die zusätzliche 2,5-Zoll-HDD ist nicht ganz so flott unterwegs, bringt es aber immer noch auf eine durchschnittliche Leserate von 90 MB/s, was für das Laden von Spielen durchaus ausreichend ist. Die Modelle anderer Hersteller bringen es hier aber auf Performance-Werte im dreistelligen Bereich. Damit erreicht das Acer Predator 15 im Komprimierungstest von 7-Zip 18.934 MIPS. 

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Viel wichtiger in einem Gaming-Notebook ist die Grafikkarte. Während im 2D-Betrieb auf die integrierte Skylake-Grafik zurückgestellt wird, schaltet sich im 3D-Betrieb eine diskrete NVIDIA-Grafikkarte zu. Bei unserem Modell ist das eine NVIDIA GeForce GTX 980M mit 4 GB GDDR5-Videospeicher, welche abgesehen von der Non-M-Variante zu den schnellsten Notebook-Grafikkarten zählt.

acer predator 15 gpuz

Sie basiert wie der Desktop-Ableger auf der GM104-GPU, welche der zweiten Generation der Maxwell-Architektur entspringt. Zur Verfügung stehen allerdings nur 12 der sonst üblichen 14 Shadercluster, womit sich die Zahl der Recheneinheiten auf 1.536 ALUs beläuft. An jeden dieser Shadercluster sind weiterhin acht Textureinheiten angeschlossen, womit der NVIDIA GeForce GTX 980M in der Summe 96 TMUs zur Verfügung stehen. Beim Speicher entschied sich Acer für einen 4-GB-Ausbau, wobei es auch Karten mit der doppelten Speichermenge gibt. Die GDDR5-Chips binden über einen 256 Bit breiten Datenbus an und weisen insgesamt 64 ROPs auf. 

Bei den Taktraten hält man sich strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede und lässt Chip und Speicher mit 1.038 bzw. 1.253 MHz arbeiten, wobei zumindest der GM204-Grafikchip dank Turbo-Boost auch Frequenzen von mindestens 1.127 MHz erreichen kann. Damit spielt das Acer Predator 15 in der oberen Hälfte unserer Leistungsbenchmarks mit – einzig Notebooks mit vollwertiger NVIDIA GeForce GTX 980 wie beispielsweise das Schenker Technologies XMG U726 sind schneller. 

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

207.7 XX


154.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


117.6 XX


116.8 XX


71.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

In Kombination mit der Core-i7-CPU kann sich die Leistung durchaus sehen lassen. Aktuelle Spieletitel können problemlos in der nativen Full-HD-Auflösung gespielt werden. In GTA V werden trotz höherer Sichtweite und größerem Detailreichtum als auf der Konsole Bildraten von über 65 FPS erreicht. DiRt Rally und Tomb Raider laufen teilweise mit über 100 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm. Bei The Witcher 3 und Total War Attila sinkt die Bildrate auf etwa 45 FPS ab, beide Titel lassen sich aber noch immer problemlos spielen.

Gute Kühlung

Wer die PredatorSense-Software das erste Mal startet, muss sich in Acht nehmen, denn dann werden die Drehzahlen der Lüfter automatisch auf das Maximum gesetzt, womit das Acer Predator 15 alles andere als ein Leisetreter ist. Wer das Häkchen richtig setzt, wird aber von einer angenehmen Geräuschkulisse belohnt. Unter Windows säuseln die Lüfter mit etwa 35 dB(A) angenehm laufruhig vor sich hin, unter Last drehen sie deutlicher auf und halten das Gaming-Notebook auf einem Niveau von etwa 46 dB(A). Damit liegt das Acer Predator 15 in Sachen Lautstärke im guten Durchschnitt. Die großen Gehäuse-Abmessungen machen sich hier also bezahlt. 

acer predator 15 test 20
Mit dem FrostCore-Einleger kann die Kühlung des Acer Predator 15 verbessert werden.

Probleme bei der Kühlung gibt es nicht. Zwar wird der Prozessor mit 94 °C vergleichsweise warm, zu einem Thermal-Throttling kam es während unserer Tests jedoch nicht – die Skylake-CPU arbeitet durchgehend mit ihrer vollen Leistung. Die NVIDIA GeForce GTX 980M bleibt deutlich kühler und erreicht etwa 72 °C.

Die Oberflächen-Temperaturen können sich ebenfalls sehen lassen, wobei die Handballen-Auflage sowohl im 2D- wie auch im 3D-Betrieb etwas wärmer wird als die Unterseite. Unter Last haben wir Temperaturen von durchschnittlich 22,9 bzw. 23,7 °C gemessen. Für ein Gaming-Notebook dieser Leistungsklasse durchaus keine schlechten Werte. Die Temperaturen liegen bei etwa 20,8 bis 30,8 °C.

bench temp oberseite predator15

Gute Akkuleistung

Auch wenn das Acer Predator 15 mit seinem schweren Gewicht und dem durchaus dicken und großen Gehäuse zu keinem täglichen Weg-Begleiter werden dürfte, kann die Akku-Leistung überzeugen. Im Leerlauf reicht der 90 Wh starke Stromspender für etwa acht Stunden aus, unter Last sinkt die Laufzeit aber auf etwa zwei Stunden. Schuld daran ist nicht nur der durchaus potente Akku, welcher in über drei Stunden vollständig aufgeladen ist, sondern auch die Leistungsaufnahme. Das Acer Predator 15 genehmigt sich im Leerlauf nur knapp über 15 W, im Spielebetrieb zieht das Gerät hingegen fast 160 W aus der Steckdose.


Helles Display mit gutem Kontrast

Das verbaute IPS-Panel bietet eine gute Blickwinkel-Stabilität, satte Farben und ist dabei erfreulich hell. Wir haben Werte von bis zu 337 cd/m² gemessen, womit auch ein Spielen im Freien möglich ist. Die Ausleuchtung des LG-Panels könnte aber besser sein – die Homogenität liegt hier bei gerade einmal knapp über 85 % und zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen gut 50 cd/m².

acer predator 15 test 03
Acer Predator 15

Der Kontrast ist mit einem Verhältnis von 806:1 gut, die Farbtemperaturen liegen im Schnitt bei 6.900 Kelvin.

bench display predator15

Fazit

Mit dem Predator 15 ist Acer ein guter Einstand im High-End-Bereich der Gaming-Notebooks gelungen. Die ausgewählte Hardware ist für aktuelle Spiele schnell genug, die Kühlung ist nicht zuletzt dank der zusätzlichen Kühleinheit FrostCore gut und vergleichsweise leise. Das Gehäuse ist zwar dick, groß und vor allem schwer, kann dafür mit einer sehr guten Verarbeitung punkten. Die Tastatur ist gut, wenngleich mit vielen unterschiedlichen Farben beleuchtet, die eigentlich nicht zum sonst schwarz-roten Gaming-Design passen. Das Touchpad dagegen ist wenig präzise und wird von ständigen Aussetzern begleitet – ambitionierte Gamer dürften ohnehin eine separate Maus anschließen, dann lässt sich das Touchpad mittels eines einzigen Tastendrucks abschalten. Lobenswert!

Überraschend langläufig zeigt sich das Acer Predator 15 bei der Laufzeit. Zwar reicht der integrierte Akku, welcher sich leider nicht austauschen lässt, im Spielebetrieb nur für etwa 60 bis 90 Minuten, dafür hält unser Testnotebook dank NVIDIAs Optimus-Technologie im 2D-Betrieb etwa acht Stunden ohne Steckdose durch. Im 3D-Modus kommt der Stromspender immerhin noch knapp zwei Stunden ohne Steckdose aus. Bei der Software hält Acer von den sonst üblichen Testprogrammen Abstand und beschränkt sich auf das Wesentliche. Über die hauseigene PredatorSense-Software sind die wichtigsten Einstellungen des Notebooks schnell zugänglich und lassen sich intuitiv einstellen. Das Display mit seinen 15,6 Zoll und einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten könnte besser ausgeleuchtet sein, ist dafür erfreulich hell.

Preislich legt man für unsere Testkonfiguration rund 2.200 Euro auf den Ladentisch – gerechtfertigt, wie wir finden.

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Positive Aspekte des Acer Predator 15:

Negative Aspekte des Acer Predator 15:

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



Acer Predator 15
Hardware 
 
Prozessor: Intel Core i7-6700HQ
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,6 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,5 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 980M

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 4 GB
Festplatte/SSD

1x 256 GB SSD + 1 TB HDD

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD: 554,3 MB/s - HDD: 120,1 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 114
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Abmessungen: 106 x 65 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 1
Thunderbolt: 1 über Typ-C
VGA: -
USB 2.0:

-

USB 3.0 4
Firewire -
eSATA: -
Audio: 2x 3,5 mm
Gehäuse 
 
Akku: 60 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 391 x 299,5 x 38,5 mm
Gewicht 3,4 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 2.199 Euro
Garantie: 24 Monate

Systemleistung (1)

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Systemleistung (2)

PCMark 7

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

2530.0 XX


2512.0 XX


2220 XX


2174.0 XX


528.9 XX


526.5 XX


525.9 XX


515.8 XX


MB/s
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

ms
Weniger ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

30.12 XX


27.6 XX


26.48 XX


25.77 XX


25.59 XX


25.21 XX


19.32 XX


16.76 XX


GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

bench display predator15

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

72 XX


94 XX
73 XX


86 XX
74 XX


98 XX
74 XX


70 XX
74 XX


98 XX
75 XX


98 XX
76 XX


92 XX
80 XX


89 XX
82 XX


81 XX
84 XX


75 XX
87 XX


82 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

46.1 XX


36.2 XX
46.1 XX


34.5 XX
46.6 XX


35.4 XX
46.6 XX


35.6 XX
46.7 XX


33.9 XX
48.9 XX


34.1 XX
49.2 XX


33.8 XX
50.1 XX


35.5 XX
52.1 XX


34.3 XX
54.3 XX


34.8 XX
60.2 XX


34.4 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite predator15

bench temp unterseite predator15

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

343 XX


174 XX
285 XX


100 XX
237 XX


120 XX
210 XX


104 XX
198 XX


106 XX
196 XX


56 XX
180 XX


86 XX
171 XX


112 XX
167 XX


79 XX
119 XX


489 XX
97 XX


403 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 8 - Home/Creative

261 XX


270 XX
253 XX


260 XX
173 XX


118 XX
163 XX


156 XX
154 XX


178 XX
145 XX


167 XX
122 XX


139 XX
121 XX


123 XX
119 XX


121 XX
114 XX


133 XX
86 XX


115 XX
Minuten
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme

Idle/Load

84.8 XX


11.5 XX
137.6 XX


15.1 XX
158.7 XX


15.2 XX
159.4 XX


21.9 XX
172.8 XX


15.1 XX
196.6 XX


14.6 XX
203.7 XX


24.7 XX
234.0 XX


25.3 XX
264.6 XX


24.9 XX
265.0 XX


30.3 XX
313.0 XX


36.2 XX
Watt
Weniger ist besser


Gamingleistung

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

29805 XX


27678 XX


27493 XX


24182 XX


23109 XX


20705 XX


20439 XX


13977 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Ice Storm

169245 XX


160471 XX


151814 XX


89382 XX


88796 XX


83923 XX


81695 XX


79265 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

Performance

17678 XX


15380 XX


12268 XX


11618 XX


11238 XX


9604 XX


5577 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Tomb Raider

1.280 x 720 - High Settings

357.4 XX


268.9 XX


265.7 XX


259.3 XX


256.0 XX


202.9 XX


202.6 XX


125.6 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

207.7 XX


154.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


117.6 XX


116.8 XX


71.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

1.280 x 720 - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

1.280x720 - High Settings

98.07 XX


83.6 XX


80.12 XX


79.6 XX


63.5 XX


62.8 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

1.280x720 - High Settings

148.4 XX


145.15 XX


143.59 XX


111.6 XX


106.5 XX


101.7 XX


85.1 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

Native Auflösung - High Settings

141.7 XX


128.3 XX


120.33 XX


107.4 XX


95.3 XX


50.4 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

1.280 x 720 – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser