Razer Blade: Das MacBook unter den Gaming-Notebooks im Test

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razer blade 2015 test teaserDrei Generationen des Razer Blade lang mussten sich Spieler in Deutschland gedulden, bis sie endlich das Gaming-Ultrabook auch hierzulande begutachten und kaufen konnten. Völlig überraschend kündigte Razer vor wenigen Tagen auf der Dreamhack in Schweden an, die Geräte ab Dezember auch in Europa zu verkaufen. Wir nahmen diese freudige Nachricht zum Anlass, um das Razer Blade 2015 einmal näher unter die Lupe zu nehmen.

Das Razer Blade gehört sicherlich zu den interessantesten Gaming-Notebooks der letzten Jahre. Mit einer Bauhöhe von gerade einmal knapp 18 mm sind die Geräte erstaunlich dünn und mit einem Gewicht von rund 1,9 bis 2,0 kg erfreulich leicht. Trotzdem steckt im Inneren richtige High-End-Hardware, um auch die aktuellsten Grafikkracher bedenkenlos spielen zu können. Hinzu kommen ein schlichtes Design und auf Wunsch ein hochauflösendes QHD+-Display mit Touch-Funktion. 

Das Razer Blade wird derzeit in vier verschiedenen Varianten angeboten, die sich eigentlich nur beim Display und der Speicherausstattung unterscheiden. Während das günstigste Modell hier mit einem entspiegelten Full-HD-Display auskommen muss und auf 8 GB Arbeitsspeicher sowie eine 256 GB große SSD vertrauen darf, gibt es die teureren Modelle ausschließlich mit hochauflösendem QHD+-Display und einer nativen Auflösung von 3.200 x 1.800 Bildpunkten, welches obendrein berührungsempfindlich ist und Multi-Touch-Gesten versteht. Bei der Displaygröße gibt es das Razer Blade ausschließlich in 14 Zoll – größere Bildschirmdiagonalen gibt es erst beim Razer Blade Pro. Dazu gibt es dann eine Verdoppelung des Arbeitsspeichers auf 16 GB sowie drei verschiedene Ausführungen der SSD, welche von 128 über 256 bis hin zu 512 GB reichen.

Beim Prozessor setzen alle Modelle noch auf eine Haswell-CPU und eine zusätzliche diskrete Grafiklösung. Razer hat sich hier für einen Intel Core i7-4720HQ samt einer NVIDIA GeForce GTX 970M mit 3 GB GDDR5-Videospeicher entschieden. Die ersten Modelle in Deutschland wird es allerdings nur mit nordischem bzw. US-Tastaturlayout geben, Varianten mit anderer Tastenbelegung sollen aber schnellstmöglich nachgeliefert werden. Immerhin einen Adapter für das Netzteil liefert Razer bei seinen Blade-Geräten hierzulande mit. Das alles hat allerdings seinen Preis. Je nach Display und Speicherausstattung werden beim Online-Händler Amazon zwischen 2.430 und satten 3.280 Euro fällig. In unserem Preisvergleich werden derzeit leider noch keine Preise genannt.

Für unseren Test versorgte uns Razer mit seiner preisgünstigsten Version. Diese setzt auf ein mattes 14-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten, verzichtet auf einen Touchscreen, hält dafür allerdings eine SSD mit einer Kapazität von 256 GB bereit und ist mit einem 8 GB großen DDR3L-Arbeitsspeicher bestückt. Den Intel Core i7-4720HQ und die NVIDIA GeForce GTX 970M gibt es natürlich auch hier. Preislich werden dafür rund 2.430 Euro fällig.

Exzellente und edle Hardware-Verpackung

All das bringt Razer in einem 345,0 x 235,0 x 17,9 mm schlanken Aluminium-Gehäuse unter. Die Optik erinnert stark an das Apple MacBook, ist im Gegensatz zum Apple-Gerät aber mattschwarz eloxiert. Auf dem Display-Rahmen ziert ein im Betrieb giftgrün beleuchtetes Razer-Logo, welches mittig zwischen zwei kleinen Bügelfalten eingelassen wurde. Die Verarbeitungsqualität ist exzellent: Spaltmaße sind nicht sichtbar, die Verwindungssteife ist erstklassig. Auch bei stärkerem Druck auf das Gehäuse gibt es an keiner Stelle nach. Zudem ist das Gaming-Ultrabook mit einem Gewicht von gerade einmal 1,9 kg erstaunlich leicht und wiegt damit viel weniger als ein leistungsmäßig vergleichbares 15,6-Zoll-Gerät.

 

razer blade 2015 test 05
Razer Blade

Prozessor und Grafikkarte verfügen über eine TDP von fast 150 W, womit Razer bei einer Bauhöhe von nur 17,9 mm an die Grenzen des physikalisch Machbaren geht und dem Razer Blade ein ausgeklügeltes Kühlkonzept spendieren musste. Seine Frischluft bezieht das Blade über die Unterseite und befördert die Abwärme am unteren Display-Rahmen wieder nach Außen.

razer blade 2015 test 10
Razer Blade

Auch die Chiclet-Tastatur kann sich sehen lassen. Diese besitzt allerdings noch ein US-Tastaturlayout und bringt deswegen einige Eigenheiten mit sich. Die Enter-Taste ist deutlich kleiner, die Tasten für Umlaute fehlen komplett und auch die Pfeiltasten sind vor allem im Hinblick auf Gaming viel zu klein geraten. Dafür besitzen sie einen guten Druckpunkt. Ebenfalls nicht verzichtet werden muss auf eine Hintergrundbeleuchtung, welche in mehreren Stufen geregelt werden kann und Razer-typisch in giftgrüner Farbe erstrahlt. Einen Nummernblock gibt es aufgrund der 14-Zoll-Ausrichtung nicht – dafür war schlichtweg kein Platz.

razer blade 2015 test 09
Razer Blade

Das Synaptics-Touchpad ist ebenfalls erstklassig. Die Gleiteigenschaften sind hervorragend und auch Multi-Touch-Gesten werden problemlos umgesetzt. Zudem ist es mit Abmessungen von 106 x 65 mm ausreichend groß dimensioniert. Lobenswert: Die Tasten für den linken und rechten Mausklick werden dediziert ausgegeben, der Druckpunkt ist jedoch etwas schwammig.

Wenige Anschlüsse – schlechte Erweiterbarkeit

Mit drei USB-3.0-Schnittstellen, einer 3,5-mm-Klinkenbuchse und einem HDMI-Port hat das Razer Blade anschlussseitig nur sehr wenig zu bieten. Die Anbindung an das Netzwerk und ins Internet erfolgt ausschließlich über Wireless-LAN – eine Ethernet-Buchse hat Razer wohl aufgrund der geringen Bauhöhe aussparen müssen. Ein Adapter von USB auf Ethernet wäre im Lieferumfang sicherlich nicht verkehrt gewesen. 

razer blade 2015 test 16
Razer Blade

Auf der linken Seite hält das Razer Blade zwei USB-3.0-Schnittstellen und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse, welche als Mikrofon-Ein- und Audio-Ausgang genutzt werden kann, bereit. Bei den USB-Ports hat Razer abermals Liebe zum Detail bewiesen. Diese sind wie schon das Logo oder die Beschriftung und Hintergrundbeleuchtung der Tastatur nicht blau oder schwarz, sondern ebenfalls im Razer-grün eingefärbt worden. Ansonsten gibt es auf der linken Seite nur noch den Anschluss für das externe 150-W-Netzteil.

razer blade 2015 test 17
Razer Blade

Auf der gegenüberliegenden Seite hat Razer lediglich einen dritten USB-3.0-Port sowie einen HDMI-Ausgang angebracht. Ein Kensington-Lock ist hier aber ebenfalls noch zu finden. Auf einen Kartenleser, eine Ethernet-Buchse oder einen Display-Port-Ausgang muss verzichtet werden. Andere Gaming-Notebooks haben hier deutlich mehr zu bieten.

Aufrüster haben es beim Razer Blade ebenfalls schwer. Der Akku ist fest verbaut und nicht austauschbar. Prozessor, Grafikkarte und sogar der Arbeitsspeicher sind fest verlötet und können damit nicht erweitert werden. Platz für eine zusätzliche 2,5-Zoll-Festplatte als Datengrab oder für die Spielesammlung gibt es ebenfalls nicht, lediglich die SSD kann getauscht werden.

Starke High-End-Hardware

Das Razer Blade gibt es ausschließlich mit potenter Gaming-Hardware. Hier vertraut man noch auf einen älteren Intel Core i7-4720HQ, welcher vor wenigen Monaten noch in nahezu jedem High-End-Notebook verbaut, inzwischen aber von der Broadwell- und Skylake-Generation überholt wurde. Diese sind sich leistungsmäßig zwar sehr ebenbürtig, jedoch hat sich bei den neueren Modellen vor allem im Hinblick auf die Effizienz einiges getan. Ein Update auf die Skylake-Generation des Razer Blade ist zu erwarten. Bei der Grafikkarte vertraut man mit der NVIDIA GeForce GTX 970M auf die zweitschnellste Mobil-Grafikkarte mit Maxwell-Architektur – abgesehen von der erst kürzlich vorgestellten Non-M-Version, der GeForce GTX 980.

razer blade 2015 test 19
Razer Blade

Das Razer Blade protzt nicht mit zahlreichen Aufklebern und zeigt damit nicht, welche Leistung eigentlich in ihm steckt. Auf dem Gehäuse ist lediglich ein Intel-Aufkleber mit Hinweis auf einen schnellen Core-i7-Prozessor vorhanden. Links und rechts neben der Tastatur hat Razer im Übrigen zwei Stereo-Lautsprecher untergebracht. Diese klingen bei voller Lautstärke jedoch etwas blechern – hier dürften sich die schlanken Geräte-Abmessungen abermals bemerkbar machen, schließlich besitzt des Razer Blade damit einen deutlich kleineren Resonanzkörper.


Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim Razer Blade keinerlei Abstriche gemacht werden müssen. Wie bei jedem anderen Notebook-Test gilt aber auch hier: Unsere Testkonfiguration sollte lediglich als Vorschlag angesehen werden, denn in vielen Bereichen gibt es die Blade-Familie auch mit anderen Komponenten, hauptsächlich aber nur mit mehr Arbeitsspeicher, einer größeren SSD und einem höher auflösenden Display.

Systemleistung

Obwohl der Intel Core i7-4720HQ schon zwei Generationen auf den Buckel hat und noch im 22-nm-Verfahren vom Band läuft, ist er noch immer einer der schnellsten Notebook-Prozessoren. Zur Verfügung stehen insgesamt vier native Rechenkerne, die dank Hyper-Threading-Feature acht Threads gleichzeitig bearbeiten und auf einen 6 MB großen L3-Cache zurückgreifen können. Dabei macht sich die Haswell-CPU mit einem Basistakt von 2,6 GHz ans Werk, einzelne Kernen können sich dank Turbo-Boost aber auch auf bis zu 3,6 GHz übertakten. Dazu gibt es einen 32 KB großen Daten- und Instruktionscache je Core sowie einen 256 KB großen L2-Cache. Die TDP gibt Intel mit 47 W an, was ein so schlankes Gaming-Notebook wie das Razer Blade vor eine große Herausforderung hinsichtlich der Kühlung stellt.

razer blade 2015 cpu

Im Cinebench-R11.5-Benchmark erreicht unsere Konfiguration des Razer Blade eine Punktzahl von satten 7,45 Punkten, womit ein Intel Core i7-6700HQ mit seinen durchschnittlich etwa 6,0 Punkten auf die hinteren Ränge verwiesen wird. Einzig dem Intel Core i7-6820HK oder den Desktop-Ablegern der Skylake-Generation muss sich die Haswell-CPU geschlagen geben. Im neueren Cinebench-R15-Benchmark werden ebenfalls sehr gute 682 Punkte erzielt. An die Speicherleistung von Skylake aber kommt der Haswell-Prozessor nicht heran. Die beiden DDR3L-Module bringen es mit einer Taktfrequenz von 1.600 MHz und Zugriffszeiten von CL11 im Dual-Channel-Modus auf eine Speicherbandbreite von knapp über 19,3 GB/s. DDR4 durchbricht hier schon die 20-GB/s-Schallmauer. 

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Bei der SSD entschied sich Razer für ein 256-GB-Modell aus dem Hause LiteOn, welches über mSATA angebunden wird. Dieses liest Daten mit einer Geschwindigkeit von rund 516 MB/s aus, beim Schreiben bricht die Performance allerdings auf 445 MB/s leicht ein. Die mittleren Zugriffszeiten liegen bei schnellen 0,12 ms. Damit schafft es das Razer Blade im Komprimierungstest von 7-Zip auf 20.213 MIPS. Eine zusätzliche 2,5-Zoll-Magnetspeicher-Festplatte aber dürften vor allem Spieler schmerzlich vermissen, kommt man mit aktuellen Titeln wie Grand Theft Auto 5 oder The Witcher 3 doch schnell an die Kapazitätsgrenze der SSD.

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Im normalen Windows-Betrieb schaltet das Razer Blade dank Optimus-Unterstützung auf die stromsparende integrierte Grafikeinheit des Intel Core i7-4720HQ zurück. Die Intel HD Graphics wäre für Spiele jedoch viel zu langsam, weshalb man dem Haswell-Prozessor eine deutlich potentere, diskrete Grafiklösung zur Seite stellt. Die NVIDIA GeForce GTX 970M zählt als High-End-Ableger mit zu den schnellsten mobilen Grafikkarten.

razer blade gpuz

Wie die Desktop-Ableger basiert auch die NVIDIA GeForce GTX 970M auf der GM204-GPU, welche bereits der aktuellen Maxwell-Architektur der zweiten Generation entspringt. Im Vergleich zur NVIDIA GeForce GTX 980 und GeForce GTX 970 wurde der Chip allerdings leicht beschnitten. Der NVIDIA GeForce GTX 970M stehen nur noch zehn SMM-Cluster zur Verfügung, womit die Zahl der Recheneinheiten von 1.536 auf 1.280 ALUs sinkt. Jedem Shadercluster erhalten bleiben acht Textureinheiten. In der Summe stehen somit 80 TMUs zur Verfügung. 

Beim Speicherausbau fährt man bei der GeForce GTX 970M ebenfalls einen Gang zurück und streicht einen 64-Bit-Controller. Damit stehen noch drei Controller und somit ein 192 Bit breites Speicherinterface zur Verfügung, woran NVIDIA und Razer einen 3.072 MB großen GDDR5-Videospeicher angeschlossen haben. Bei den Taktraten aber hält man sich strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede und lässt Chip und Speicher mit 924 bzw. 1.253 MHz arbeiten. Je nach Temperatur und Lastzustand aber kann zumindest der Grafikprozessor dank Turbo Boost noch höhere Frequenzen von mindestens 1.038 MHz erreichen.

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

207.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


117.6 XX


116.8 XX


71.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Die Performance der NVIDIA GeForce GTX 970M kann sich vor allem in Kombination mit der schnellen Core-i7-CPU sehen lassen. Aktuelle Spieletitel stellt das Razer Blade in seiner nativen Full-HD-Auflösung meist ohne Ruckler dar. GTA V läuft trotz höherem Detailreichtum und größerer Sichtweite mit über 60 FPS fast doppelt so schnell über den Bildschirm als auf der Konsole. In DiRt Rally werden sogar fast 100 Bilder pro Sekunde erreicht und auch The Witcher 3 und Total War Attila laufen mit rund 40 FPS nahezu ruckelfrei.

Sehr laute Kühlung

Die über 150 W von Prozessor, Grafikkarte, Mainboard und den restlichen Komponenten des Razer Blade müssen erst einmal abgeführt werden. Dass dies bei einer Bauhöhe von gerade einmal 17,9 mm kein leises Unterfangen werden wird, darauf haben wir uns bereits vor den Tests eingestellt. In der Tat ist das Razer Blade unter Volllast alles andere als ein Leisetreter und erreicht eine Geräuschkulisse von über 60 dB(A). Damit werden selbst richtige High-End-Notebooks und Desktop-Replacements mit noch dickerer Hardware mühelos überboten. Das Razer Blade ist im Lastbetrieb eines der lautesten Geräte. Im Leerlauf arbeiten die Lüfter mit 34,4 dB(A) deutlich laufruhiger, jedoch ist dies nicht immer so. Liegt etwas Last auf dem Prozessor für eine etwas längere Zeit an – beispielsweise beim Videostreaming – dann dreht das Kühlsystem für mehrere Sekunden hörbar auf und sorgt für einen Geräuschpegel von etwa 40,0 dB(A). Wer nur im Internet surft, Mails beantwortet und Textverarbeitung erledigt, bei dem bleibt das Razer Blade flüsterleise.

Das Razer Blade kann nicht nur sehr laut, sondern auch sehr warm werden. In unserem Extrem-Test heizten sich Prozessor und Grafikkarte auf bis zu 98 bzw. 74 °C auf. Zu einem Thermal-Throttling führte das während unserer Tests erstaunlicherweise nicht, jedoch erreichte der Prozessor nicht mehr seinen höchsten Boost-Takt und dümpelte meist auf dem Niveau des Basistaktes herum.

Die hohen Temperaturen sorgen zumindest auf der Geräte-Unterseite für teilweise sehr hohe Oberflächen-Temperaturen. Hier haben wir stellenweise über 40 °C gemessen. Auf dem Schoß sollte das Razer Blade hinsichtlich seines Kühlkonzepts aber ohnehin nicht genutzt werden. Sehen lassen aber können sich die Idle-Werte auf der Handballenauflage mit durchschnittlich 26 °C. Hier ist ein angenehmes Arbeiten durchaus möglich. 

bench temp oberseite razer blade

Erstaunliche Akkuleistung

Trotz der schlanken Abmessungen und der durchaus stromhungrigen Hardware kommt das Razer Blade zumindest im Office-Betrieb erstaunlich lange ohne Steckdose aus. Dank Optimus-Technologie schaltet das Notebook auf die deutlich effizientere Intel HD Graphics zurück und auch die Taktraten und Spannungen der Haswell-CPU schalten automatisch ein paar Gänge zurück. Damit zieht das Razer Blade im Leerlauf knapp 15 W aus der Steckdose bzw. dem 70 Wh starken Akku. Das Razer Blade hält in unserem Leerlauf-Test über sechseinhalb Stunden durch. Setzt man das Gerät allerdings unter Last, dann steigt die Leistungsaufnahme auf fast 180 W – die Laufzeit sinkt auf nur noch anderthalb Stunden.


Gutes Display

Keinen Schnitzer hat sich Razer beim Display erlaubt, welches bei den älteren Generationen immer wieder einer der größten Kritikpunkte war. Unser Testmuster ist hier mit einem IPS-Panel aus dem Hause LG ausgerüstet, welches eine native Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten bietet und 14 Zoll in seiner Diagonalen misst. Mit Helligkeitswerten von bis zu 320 cd/m² ist ein Arbeiten und Spielen im Freien durchaus möglich, wenngleich die Ausleuchtung nicht ganz so gut wie bei anderen Gaming-Notebooks dieser Leistungs- und vor allem Preisklasse ist. Zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen fast 50 cd/m², insgesamt beträgt die Homogenität runde 85 %. 

razer blade 2015 test 03
Razer Blade

Der Kontrast ist mit einem Verhältnis von 954:1 sehr gut, die Farbtemperaturen liegen im Schnitt bei 5.900 Kelvin.

bench display razer blade

Fazit

Keine Frage: Das Razer Blade ist eines der besten Gaming-Notebooks, welches wir bislang auf den Prüfstand stellen durften. Optisch mag es zwar ein wenig an die MacBook-Reihe von Apple erinnern, dafür aber stimmen Optik und Verarbeitungsqualität, welche durchaus als erstklassig zu bezeichnen sind. Trotz einer Bauhöhe von gerade einmal 17,9 mm ging Razer an die Grenzen des Machbaren und verbaute mit dem Intel Core i7-4720HQ und der NVIDIA GeForce GTX 970M richtige High-End-Hardware, die alleine schon eine Abwärme von etwa 150 W erreicht und damit große Anforderungen an das Kühlsystem stellen. Dieses schafft es zwar, das Notebook so gut auf Temperatur zu halten, dass CPU und GPU nicht throtteln, jedoch ist das Razer Blade unter Volllast mit einem Geräuschpegel von über 60 dB(A) alles andere als ein Leisetreter. Mit 34,4 dB(A) im Surf-Betrieb aber ist es zumindest im Leerlauf flüsterleise.

Im Leerlauf gilt das auch für die Leistungsaufnahme. Über sechseinhalb Stunden hielt unser Testmuster in dieser Disziplin ohne Steckdose durch. Im Hinblick auf die potente Hardware und die eigentlich sehr kompakten Abmessungen ist das verglichen mit anderen Gaming-Notebooks ein hervorragender Wert. Anders unter Volllast: Dann reichen die 70 Wh des Akkus nur noch für etwa anderthalb Stunden aus. Durch Limitierung der Bildraten mithilfe von Battery Boost aber kann die Laufzeit sicherlich noch etwas verbessert werden. Der Bildschirm ist mit 14 Zoll für einige Gamer sicherlich zu klein, dafür gibt es ein helles und mattes IPS-Panel mit guten Kontrast- und Farbwerten.

Die SSD ist mit einer durchschnittlichen Datenrate von rund 545 MB/s ausreichend schnell, mit 256 GB jedoch nicht sonderlich kapazitätsstark. Ein zusätzliches 2,5-Zoll-Laufwerk gibt es nicht. Die schlechte Erweiterbarkeit ist einer der größten Kritikpunkte, denn nicht einmal der Arbeitsspeicher oder der Akku lassen sich tauschen, noch gibt es eine Ethernet-Buchse für das Netzwerk und die Internet-Anbindung – WLAN muss hier genügen, genau wie drei USB-3.0-Schnittstellen, eine 3,5-mm-Klinkenbuchse und ein HDMI-Port. Bei einem stolzen Preis von rund 2.340 Euro für unsere Konfiguration hat Razer hier zu stark gegeizt, denn ein Adapter von USB auf LAN hätte dem Gerät sehr gut gestanden.

award razerblade 2015

Leistungsmäßig gibt es nicht viel zu meckern, alle aktuellen Spiele lassen sich in der nativen Full-HD-Auflösung problemlos spielen. Der Intel Core i7-4720HQ hat inzwischen aber schon zwei Generation auf dem Buckel – ein Update auf die aktuelle Skylake-Reihe dürfte sicherlich im nächsten Jahr folgen. Vielleicht sogar schon zur CES Anfang Januar. Spätestens dann wird es auch ein deutsches Tastatur-Layout geben. Preislich aber dürften die Geräte weiterhin sehr teuer sein.

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Positive Aspekte des Razer Blade 2015:

Negative Aspekte des Razer Blade 205:


Razer Blade 2015
Hardware 
 
Prozessor: Intel Core i7-4720HQ
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,6 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,6 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - DDR3L
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 970M

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 3 GB
Festplatte/SSD

256 GB SSD

Festplatte - Geschwindigkeit

515,8 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 14,0 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 16 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 80
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Abmessungen: 106 x 65 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort -
Thunderbolt: -
VGA: -
USB 2.0:

-

USB 3.0 3
Firewire -
eSATA: -
Audio: 1x 3,5 mm
Gehäuse 
 
Akku: 70 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 345 x 235 x 17,9 mm
Gewicht 1,9 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 2.340 Euro
Garantie: 24 Monate

Systemleistung (1)

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Systemleistung (2)

PCMark 7

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

2530.0 XX


2512.0 XX


2220 XX


2174.0 XX


526.5 XX


525.9 XX


515.8 XX


MB/s
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

ms
Weniger ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

30.12 XX


27.6 XX


26.48 XX


25.77 XX


25.59 XX


19.32 XX


16.76 XX


GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

bench display razer blade

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

73 XX


86 XX
74 XX


98 XX
74 XX


98 XX
74 XX


70 XX
75 XX


98 XX
76 XX


92 XX
80 XX


89 XX
82 XX


81 XX
84 XX


75 XX
87 XX


82 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

46.1 XX


36.2 XX
46.1 XX


34.5 XX
46.6 XX


35.4 XX
46.7 XX


33.9 XX
48.9 XX


34.1 XX
49.2 XX


33.8 XX
50.1 XX


35.5 XX
52.1 XX


34.3 XX
54.3 XX


34.8 XX
60.2 XX


34.4 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite razer blade

bench temp unterseite razer blade

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

343 XX


174 XX
285 XX


100 XX
237 XX


120 XX
210 XX


104 XX
198 XX


106 XX
196 XX


56 XX
180 XX


86 XX
171 XX


112 XX
167 XX


79 XX
97 XX


403 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 8 - Home/Creative

253 XX


260 XX
173 XX


118 XX
163 XX


156 XX
154 XX


178 XX
145 XX


167 XX
122 XX


139 XX
121 XX


123 XX
119 XX


121 XX
114 XX


133 XX
86 XX


115 XX
Minuten
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme

Idle/Load

84.8 XX


11.5 XX
137.6 XX


15.1 XX
159.4 XX


21.9 XX
172.8 XX


15.1 XX
196.6 XX


14.6 XX
203.7 XX


24.7 XX
234.0 XX


25.3 XX
264.6 XX


24.9 XX
265.0 XX


30.3 XX
313.0 XX


36.2 XX
Watt
Weniger ist besser


Gamingleistung

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

29805 XX


27678 XX


27493 XX


24182 XX


20705 XX


20439 XX


13977 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike

11429 XX


8688 XX


8658 XX


8631 XX


6716 XX


4025 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Ice Storm

169245 XX


160471 XX


151814 XX


89382 XX


83923 XX


81695 XX


79265 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

Performance

17678 XX


15380 XX


12268 XX


11618 XX


9604 XX


5577 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Tomb Raider

1.280 x 720 - High Settings

357.4 XX


265.7 XX


259.3 XX


256.0 XX


202.9 XX


202.6 XX


125.6 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

207.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


117.6 XX


116.8 XX


71.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

1.280 x 720 - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

1.280x720 - High Settings

98.07 XX


83.6 XX


80.12 XX


79.6 XX


63.5 XX


62.8 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

94.83 XX


79.5 XX


75.1 XX


72.5 XX


59.4 XX


42.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

1.280x720 - High Settings

148.4 XX


145.15 XX


143.59 XX


111.6 XX


101.7 XX


85.1 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

Native Auflösung - High Settings

141.7 XX


128.3 XX


120.33 XX


107.4 XX


95.3 XX


50.4 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

1.280 x 720 – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser