Neues Aldi-Notebook im Test: Das Medion P7644 ist mehr Allrounder als High-Performance

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medion erazer p7644 test teaserPassend zur Weihnachtszeit verkauft Aldi Süd ab dem 19. Dezember ein neues Notebook. Das Medion Erazer P7644 oder einfach nur Medion P7644 wird als echtes High-Performance-Gerät angepriesen, welches ab kommendem Samstag bereits ab 899 Euro zu haben sein wird. Tatsächlich stecken im neuen Aldi-Gerät ein Skylake-Prozessor der Core-i7-Klasse, eine schnelle SSD gepaart mit einer kapazitätsstarken HDD sowie ein großzügig bemessener 17,3-Zoll-Bildschirm mit Full-HD-Auflösung. Bei der Grafikkarte vertraut man allerdings nur auf eine NVIDIA GeForce GTX 950M mit 2.048 MB DDR3-Videospeicher. Ob man sich das Weihnachts-Notebook guten Gewissens unter den Christbaum legen kann, erfährt man auf den nachfolgenden Seiten.

Nachdem Aldi Süd Mitte Oktober ein preisgünstiges und durchaus attraktives Arbeits-Notebook verkauft hat, legt man pünktlich zur Weihnachtszeit im Dezember noch einmal nach. Das Medion P7644, welches sich eigentlich innerhalb der Erazer-Familie einfügt, wird ab dem 19. Dezember bei Aldi Süd angeboten und dabei als High-Performance-Notebook beworben, welches mit einem Preis von 899 Euro vergleichsweise günstig angeboten werden soll. Tatsächlich ist ein aktueller Skylake-Prozessor der Core-i7-Klasse verbaut, dem eine flotte SSD mit 250 GB sowie eine 1 TB fassende Magnetspeicher-Festplatte samt 8 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Für die Grafikausgabe zeichnet sich im 2D-Betrieb die stromsparende Skylake-Grafik verantwortlich, dank Optimus-Technologie schaltet sich im 3D-Betrieb jedoch ein leistungsstärkerer, diskreter Grafikchip hinzu. Gamer sollten sich allerdings keine allzu großen Hoffnungen machen, denn Aldi und Medion setzen lediglich auf ein Mittelklasse-Modell. Konkret kommt eine NVIDIA GeForce GTX 950M mit 2.048 MB Videospeicher zum Einsatz.

Dazu gibt es einen 17,3 Zoll großen Bildschirm, welcher eine native Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten bietet. In puncto Schnittstellen hat das Medion (Erazer) P7644 eigentlich alles zu bieten, was ein modernes Notebook haben muss. Hier stehen vier USB-Ports, wovon allerdings zwei als USB 2.0, einer als USB 3.0 und der vierte als USB 3.1 Typ-C ausgeführt werden, sowie einmal HDMI, VGA, Ethernet und eine 3,5-mm-Kombi-Audio-Buchse zur Verfügung. Wireless-LAN nach 802.11ac-Standard sowie Bluetooth 4.0 gibt es ebenso wie zwei Stereo-Lautsprecher, eine HD-Webcam, einen SD-Kartenleser und einen austauschbaren Akku mit 47,5 Wh. Sogar ein optisches Laufwerk in Form eines DVD-Brenners hat es geschafft. All dies bringt man in einem rund 2,9 kg schweren Gehäuse unter, welches optisch sehr schlicht gehalten ist.

Kein Gamer-Gehäuse

Bei einem als High-Performance-Notebook ausgezeichneten Gerät dürfte man eigentlich ein aggressives Gamer-Design, wie es viele andere Hersteller gerne bieten, erwarten. Doch dem ist beim Medion (Erazer) P7644 nicht so. Aldi Süd und Medion setzen auf ein schlichtes Kunststoff-Gehäuse, welches vollständig im matten Schwarz gehalten ist – einzig das Medion-Logo ziert den Deckel. Dafür ist das Notebook teilweise mit einer Soft-Touch-Oberfläche überzogen, was dem Gerät eine gewisse Standfestigkeit auf dem Schreibtisch verleiht und zudem für etwas Grip auf der Handballen-Auflage sorgt. An der Verarbeitungsqualität gibt es eigentlich nichts auszusetzen, die Spaltmaße sind kaum sichtbar, die Scharniere am Bildschirm könnten allerdings ein klein wenig verwindungssteifer ausfallen.

medion erazer p7644 test 03
Medion Erazer P7644

Der Akku mit seinen 47,5 Wh lässt sich nur nach dem Herausdrehen zweier Schrauben entnehmen. Über einen Service-Deckel gelangt man dafür schnell zu den Speicherbänken oder der Festplatte. Wer später aufrüsten will, kann dies binnen weniger Minuten tun. Dies ist im Hinblick auf die 250-GB-SSD und die große 1-TB-HDD nicht unbedingt notwendig – eher beim Arbeitsspeicher, denn hier setzt man auf lediglich ein Modul und verzichtet damit auf den schnellen Dual-Channel-Modus.

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Medion Erazer P7644

Dank des 17,3 Zoll großen Bildschirms bietet das Medion (Erazer) P7644 bei der Tastatur genügend Platz für einen zusätzlichen Nummernblock. Dies dürfte vor allem Vielschreiber von Zahlen erfreuen. Das große Gehäuse bietet allerdings auch Platz für ein optisches Laufwerk. Dieses liest und beschreibt CDs und DVDs.

medion erazer p7644 test 08
Medion Erazer P7644

Auf eine Hintergrundbeleuchtung haben Medion und Aldi Süd bei ihrem Weihnachts-Notebook verzichtet – Gamer dürften zudem eine Hervorhebung der WASD-Tasten vermissen - ob das in der Praxis wirklich stört ist hingegen eine andere Frage. Die Tasten sind mit 14 x 14 mm zwar angenehm groß, allerdings viel zu leichtgängig. Das Touchpad ist dagegen mit 105 x 64 großzügig bemessen, verzichtet allerdings auf eigene Tasten für den linken und rechten Mausklick – eine optische Abgrenzung vom Touchpad fehlt. Dafür reagiert es flott und bietet gute Gleiteigenschaften für die Finger.

Viele verschiedene Anschlüsse schlecht platziert

In puncto Anschluss-Vielfalt gibt es eigentlich nicht viel zu bemängeln. Hier stehen viele aktuelle Anschlüsse wie USB 3.1 Typ-C, USB 3.0, USB 2.0, HDMI und Gigabit-LAN bereit, aber auch ältere Ports wie VGA und 3,5-mm-Klinke.

medion erazer p7644 test 14
Medion Erazer P7644

Die Anschlüsse sind allerdings alles andere als praktikabel untergebracht – nahezu alle Ports sind auf den Seiten nach vorne gerückt und machen damit ein gutes Kabelmanagement auf dem Schreibtisch nahezu unmöglich. Auf der rechten Seite bietet das Medion (Erazer) P7644 zwei USB-2.0-Ports, den 3,5-mm-Klinken-Anschluss sowie das optische Laufwerk. Immerhin: Der Kensington-Lock ist auf Höhe des Scharniers platziert.

medion erazer p7644 test 16
Medion Erazer P7644

Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich ebenfalls ganz vorne der USB-3.1-Typ-C-Anschluss, eine USB-3.0-Schnittstelle, ein HDMI-Port, die Gigabit-Ethernet-Buchse und ein älterer D-Sub-Ausgang. Letzterer ist vor allem im Business-Bereich ziemlich praktisch, da die meisten Beamer noch immer auf eine solche Schnittstelle setzen. Nach zahlreichen Lüftungsschlitzen gibt es noch den Anschluss für das externe Netzteil.

Insgesamt hätten wir uns nicht nur mindestens einen weiteren USB-3.0-Port gewünscht, sondern vor allem auch eine andere Aufteilung der Anschlüsse. Wer kabelgebunden ins Netz geht, einen Drucker anschließt, das Notebook an einem externen Bildschirm betreibt und vielleicht noch eine externe Festplatte anschließt, braucht links und rechts auf dem Schreibtisch einiges an Platz. Zumindest die Video-Ausgänge und die Ethernet-Buchse wären am hinteren Bildschirmrand besser aufgehoben.

Diskussionswürdige Ausstattung

Stolz präsentiert das Medion (Erazer) P7644 auf der Handballen-Auflage seinen Core-i7-Prozessor und seine zusätzliche NVIDIA-GeForce-GTX-Grafik – wohl ein Grund, weswegen das Gerät als High-Performance-Notebook angepriesen wird. Wer jedoch genauer hinschaut stellt fest, dass die Auswahl der Komponenten etwas fragwürdig ist. Der verbaute Intel Core i7-6500U kostet bei Intel – abgesehen von eventuellen Rabatten und weiteren Sonderkonditionen – rund 400 US-Dollar. Dieser ist ein Zweikern-Prozessor mit einem Takt von 2,5 bis 3,1 GHz. Die TDP liegt bei sehr guten 15 W. In Hinblick auf Preis und Leistung wäre allerdings ein Core-i5 der H-Reihe die bessere Wahl gewesen. Diese sind mit 35 bis 45 W zwar nicht ganz so sparsam, bieten dafür aber die doppelte Kernanzahl und sind bereits ab etwa 250 US-Dollar zu haben. Sicherlich mag die höhere Leistungsaufnahme größere Anforderungen an das Kühlsystem stellen, aber bei einer Dicke von 28 mm sollte dies eigentlich kein allzu großes Problem darstellen. Acer schafft dies beispielsweise bei seiner Nitro-Reihe auch und das trotz optischen Laufwerk und vergleichbarer Bauhöhe.

Das gesparte Geld hätte man dann in eine potentere Grafikkarte stecken können, denn für Gamer ist die GeForce GTX 950M mit ihrem DDR3-Speicher nur eingeschränkt zu empfehlen. Ansonsten setzen Medion und Aldi Süd noch auf den älteren DDR3-Standard und verbauen gerade einmal ein einziges Modul.

medion erazer p7644 test 10
Medion Erazer P7644

Für einen Preis von 899 Euro bekommt man nichtsdestotrotz einiges geboten.


Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim Medion (Erazer) P7644 im Großen und Ganzen keine Abstriche gemacht werden müssen. Wie bei jedem anderen Test-Notebook gilt auch hier: Unsere Testkonfiguration sollte lediglich als Vorschlag angesehen werden, denn in vielen Bereichen gibt es die Erazer-Familie direkt im Onlineshop von Medion auch mit anderen Komponenten. 

Systemleistung

Wie bereits erwähnt hätten Medion und Aldi Süd sich besser für einen preisgünstigeren, dafür schnelleren Skylake-H-Prozessor entscheiden sollen, wenngleich dies einen Mehraufwand für die Kühlung bedeuten würde. Trotzdem hat man sich für einen U-Prozessor mit einer TDP von nur 15 W entschieden. Im Medion (Erazer) P7644 steckt ein Intel Core i7-6500U mit zwei nativen Rechenkernen und SMT-Support, womit die Skylake-CPU bis zu vier Threads gleichzeitig bearbeiten kann. Dabei macht sie sich mit einer Geschwindigkeit von 2,5 GHz ans Werk, kann dank Turbo-Boost je nach Lastzustand und Temperatur Taktraten von bis zu 3,1 GHz erreichen. Dazu gibt es einen 4 MB großen L2-Cache sowie einen 256 KB großen Zwischenspeicher pro Kern in zweiter Reihe. Gefertigt wird das Modell wie alle anderen aktuellen Prozessoren von Intel im 14-nm-Verfahren.

medion erazer p7644 cpuz

Leistungsmäßig muss der Ultrabook-Prozessor im Vergleich zu anderen Notebooks dieser Preis- und Leistungs-Klasse Federn lassen und fällt hinter die H-Modelle der Core-i5-Reihe zurück. Im Cinebench-R11.5-Bechmark bringt es der Intel Core i7-6500U auf 3,47 Punkte. Zum Vergleich: Ein Intel Core i5-6440HQ erreicht hier schon fast 6,0 Punkte und rechnet damit trotz kleinerer Familienzugehörigkeit ein gutes Stück schneller. Gleiches gilt für den neueren R15-Benchmark, wo die beiden CPUs rund 200 Punkte voneinander trennen. Unser Testmuster bringt es in dieser Disziplin auf 310 Punkte. Die Leistung des 8 GB fassenden Arbeitsspeichers fällt ebenfalls etwas zurück. Medion setzt noch auf den älteren DDR3-Standard und verbaut zudem nur ein einziges Modul, womit auf den schnelleren Dual-Channel-Modus und damit auf ein kleines Leistungsplus verzichtet werden muss. Das 1.600 MHz schnelle Speichermodul bringt es auf eine Bandbreite von knapp über 10 GB/s.

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Dank der 256 GB großen SSD kann sich die Leistung im Alltag aber sehen lassen. Das Betriebssystem ist binnen Sekunden gestartet, Programme und Spiele starten nahezu ohne Verzögerung. Das SATA-III-Modell bringt es auf eine durchschnittliche Leserate von knapp über 500 MB/s und auf eine mittlere Zugriffszeit von 0,26 ms. Mit 78,8 MB/s deutlich langsamer ist die zusätzlich verbaute 2,5-Zoll-Festplatte. Diese stellt mit 1 TB aber deutlich mehr Speicherplatz zur Verfügung, was im Hinblick auf aktuelle Spieletitel durchaus sinnvoll ist und wozu auch die Performance mehr als ausreichend ist.

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Laut Medion und Aldi Süd ist das P7644 ein High-Performance-Gerät. Gamer sollten jedoch nicht zu viel erwarten. Zwar ist eine diskrete Grafikkarte vorhanden, die ist für aktuelle Spieletitel allerdings nur eingeschränkt zu empfehlen und eignet sich als Modell der unteren Mittelklasse lediglich für ältere Titel, ohne dass die Qualitätsstufe zurückgefahren werden muss.

medion erazer p7644 gpuz

Wie die GeForce GTX 960M baut auch die NVIDIA GeForce GTX 950M auf der GM107 auf und besitzt 640 Shadereinheiten, womit beide Modelle am besten mit einer GeForce GTX 750 (Ti) aus dem Desktop-Segment zu vergleichen sind. Unterschiede zwischen den beiden mobilen Grafikchips gibt es lediglich innerhalb der Taktraten und des Speicherausbaus. Während die GeForce GTX 960M ausschließlich auf schnellen GDDR5-Videospeicher setzt, gibt es das kleinere Modell auch mit älteren und deutlich langsameren Speicherchips. Medion und Aldi Süd haben sich hier für die günstigere und leistungsärmere Variante entschieden. Zur Verfügung stehen dem Medion P7644 2.048 MB DDR3-Videospeicher, welcher über einen 128 Bit breiten Datenbus anbindet. Zusammen mit einem Takt von 900 MHz erreicht das Modell somit eine Speicherbandbreite von 28,8 GB/s. 

Bei den Taktraten hält man sich strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede und lässt den GM107-Chip mit 933 MHz arbeiten, garantiert allerdings auch einen Boost-Takt von mindestens 1.124 MHz. Ansonsten stehen 40 Textureinheiten und 16 Rasterendstufen zur Verfügung.

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

207.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


116.8 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Bei der Spieleleistung muss man bei aktuellen Titeln und der nativen Full-HD-Auflösung allerdings schon Abstriche machen. Während Grid 2 bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten mit über 65 Bildern pro Sekunde ruckelfrei läuft, tut sich das Medion (Erazer) P7644 bei neueren Titeln wie Grand Theft Auto 5 oder The Witcher 3 schwer. Hier sind je nach Titel gerade einmal rund 15 FPS drin. Wer die Auflösung auf 720p herunterschraubt, kann zumindest GTA V mit 30 FPS einigermaßen spielen, ohne zusätzlich den Detailgrad oder die Sichtweite reduzieren zu müssen. Für ein Notebook, welches ein High-Performance-Gerät sein möchte, ist das zu wenig.

Heißer Prozessor

Ob im Dell XPS 13 oder im Acer Aspire V15 Nitro: Der Intel Core i7-6500U wird trotz seiner niedrigen TDP von 15 W sehr warm. Dies gilt auch für den Prozessor des Medion P7644. Während unserer Tests erreichte die Prozessor-Temperatur unter Volllast einen Spitzenwert von 81 °C. Gedrosselt wurde allerdings nicht, die Skylake-CPU arbeitete durchgehend mit ihrer vollen Geschwindigkeit. Ebenfalls vergleichsweise warm wird die Grafikkarte. Die NVIDIA GeForce GTX 950M heizt sich bei unserem Testmuster auf bis zu 82 °C auf, wobei es auch hier nicht zu einem Absenken der Taktfrequenz kommt. 

Die Oberflächen-Temperaturen halten sich allerdings in Grenzen. Unter Last haben wir am Topcase Temperaturen von zwischen 21,2 und 28,1 °C gemessen, während es auf der Unterseite zwischen 21,1 und 33,6 ° waren. Im Schnitt haben wir knapp über 24 °C gemessen. Im normalen Windows-Betrieb liegen diese Werte mit etwa 22 bis 23°C nur geringfügig darunter. Damit sind die Oberflächen-Temperaturen erfreulich gering. 

Ein Leisetreter ist das Medion P7644 allerdings nicht, wenngleich sich das Gerät im 3D-Betrieb etwas laufruhiger zeigt als andere Gaming-Notebooks. Wir haben im 2D- und 3D-Betrieb 36,2 und 46,2 dB(A) gemessen.

bench temp oberseite medion p7644

Wenig Akkuleistung

Um den Preis des Medion P7644 auf 899 Euro drücken zu können, musste beim Akku gespart werden. Trotz des 17,3 Zoll großes Bildschirms kommt nur ein Stromspender mit 47,5 Wh zum Einsatz. Damit hält unser Testmuster im Leerlauf immerhin fast 4,5 Stunden durch, unter Last kommt es allerdings nur etwa halb so lange ohne Steckdose aus. Je nach Leistungszustand und mit vollem Akku zieht das Medion P7644 mit 11,5 bis 84,8 W erfreulich wenig aus der Steckdose.


Schlecht ausgeleuchtetes Display

Ebenfalls gespart hat man beim Display. Hier kommt zwar ein mit 17,3 Zoll großzügig bemessener Bildschirm mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten zum Einsatz, das Panel von AU Optronics ist mit rund 300 cd/m² nicht gerade hell. Wer das Notebook bei Sonnenschein mit auf die Terrasse nimmt, muss hier Einschränkungen hinnehmen. Hinzu kommt, dass die Ausleuchtung vor allem zu den Rändern und Ecken hin nicht gerade gleichmäßig ist. Die Homogenität der Ausleuchtung liegt gerade einmal bei knapp über 71 % – das können andere Displays deutlich besser. Im Schnitt erreichten die meisten Testgeräte in den vergangenen Wochen Werte von über 85 %. Vor allem bei Schwarzwerten sind die Unterschiede bei der Ausleuchtung gut sichtbar. Zwischen dem hellsten und dunkelsten Sektor liegen satte 87 cd/m².

medion erazer p7644 test 07
Medion Erazer P7644

Immerhin ist das Display des Medion (Erazer) P7644 sehr kontrastreich. Wir haben bei unserem Testmuster ein Kontrastverhältnis von satten 1.451:1 gemessen. Stellenweise weist das Display mit Farbtemperaturen von über 7.000 Kelvin allerdings einen leichten Blaustich auf.

bench display medion p7644

Fazit

Anders als beworben ist das Medion (Erazer) P7644, welches ab dem 19. Dezember bei Aldi Süd angeboten wird, kein High-Performance-Gerät. Zwar kann die Leistung im Alltag dank SSD durchaus überzeugen, verglichen mit anderen Geräten aber bietet es sowohl im Hinblick auf die Prozessor-Leistung wie auch bei der Spieletauglichkeit zu wenig. Spieler müssen bei der verbauten GeForce GTX 950M mit ihrem 2.048 MB großen DDR3-Videospeicher bei aktuellen Spieletiteln Abstriche bei der Grafikqualität hinnehmen, um diese in der nativen Full-HD-Auflösung ausführen zu können. Das P7644 ist mehr ein gutes Allround-Notebook. Die Anschluss-Vielfalt ist mit HDMI, VGA, USB 3.1 Typ-C, USB 3.0, Gigabit-Ethernet, Bluetooth 4.0 und Wireless-LAN 802.11ac sehr üppig, die Anschlüsse sind jedoch allesamt zu weit vorne untergebracht, was ein sauberes Kabelmanagement auf dem Schreibtisch schwierig macht.

Das Display ist mit 17,3 Zoll zwar sehr groß, jedoch ist es etwas dunkel und die Ausleuchtung schlecht. Gespart hat man zudem beim Akku. Dieser erlaubt gerade einmal Laufzeiten von 1,5 bis 4,5 Stunden. Bei einer Dicke von 28 mm hätten Medion und Aldi Süd besser zu einem Core-i5-Prozessor der HQ-Klasse greifen sollen. Dann wären zwar die Anforderungen an die Kühlung höher, jedoch hätte die CPU mit vier nativen Kernen deutlich mehr Power zu einem günstigeren Preis gehabt. Trotzdem aber ist das Medion P7644 mit einem Preis von 899 Euro preislich attraktiv und kein schlechtes Gerät. Bei anderen Herstellern bezahlt man für eine ähnliche Ausstattung gut 200 Euro mehr.

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Wer nur gelegentlich spielt, mit den Display-Mängeln leben kann, kann sich das neue Aldi-Notebook durchaus unter den Weihnachtsbaum legen. 

Positive Aspekte des Medion Erazer P7644:

Negative Aspekte des Medion Erazer P7644:


Medion Erazer P7644
Hardware 
 
Prozessor: Intel Core i7-6500U
Prozessor - Kerne: 2
Prozessor - Grundtakt: 2,5 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,1 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 4 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - DDR4
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 950M

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 2 GB
Festplatte/SSD

256 GB SSD + 1 TB HDD

Festplatte - Geschwindigkeit

1x 1256 GB SSD - 504,54 MB/s
1x 1 TB HDD - 92,00 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 14 x 14 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 103
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 105 x 64 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort -
Thunderbolt: -
VGA: 1
USB 2.0:

2

USB 3.0 1 + USB 3.1 Typ-C
Firewire -
eSATA: -
Audio: 1x 3,5 mm
Gehäuse 
 
Akku: 47,3 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 420 x 289 x 28 mm
Gewicht 2,4 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 899 Euro
Garantie: 24 Monate

Systemleistung (1)

Cinebench 11

CPU

9.58 XX


9.09 XX


8.78 XX


8.69 XX


7.43 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

4740 XX


4496 XX


4468 XX


4382 XX


3248 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Systemleistung (2)

PCMark 7

7456 XX


7430 XX


7417 XX


6405 XX


6017 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

2530.0 XX


2512.0 XX


2220 XX


2174.0 XX


525.9 XX


MB/s
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

0.08 XX


0.11 XX


0.16 XX


0.17 XX


0.23 XX


ms
Weniger ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

30.12 XX


27.6 XX


26.48 XX


25.77 XX


25.59 XX


GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

bench display medion p7644

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

73 XX


86 XX
74 XX


98 XX
74 XX


70 XX
75 XX


98 XX
76 XX


92 XX
80 XX


89 XX
82 XX


81 XX
87 XX


82 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

46.1 XX


34.5 XX
46.1 XX


36.2 XX
46.7 XX


33.9 XX
48.9 XX


34.1 XX
49.2 XX


33.8 XX
50.1 XX


35.5 XX
52.1 XX


34.3 XX
54.3 XX


34.8 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite medion p7644

bench temp unterseite medion p7644

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

285 XX


100 XX
237 XX


120 XX
210 XX


104 XX
198 XX


106 XX
196 XX


56 XX
180 XX


86 XX
171 XX


112 XX
167 XX


79 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 8 - Home/Creative

163 XX


156 XX
154 XX


178 XX
145 XX


167 XX
122 XX


139 XX
121 XX


123 XX
119 XX


121 XX
114 XX


133 XX
86 XX


115 XX
Minuten
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme

Idle/Load

84.8 XX


11.5 XX
159.4 XX


21.9 XX
196.6 XX


14.6 XX
203.7 XX


24.7 XX
234.0 XX


25.3 XX
264.6 XX


24.9 XX
265.0 XX


30.3 XX
313.0 XX


36.2 XX
Watt
Weniger ist besser


Gamingleistung

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

29805 XX


27678 XX


27493 XX


24182 XX


20705 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike

11429 XX


8688 XX


8658 XX


8631 XX


6716 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Ice Storm

169245 XX


160471 XX


151814 XX


89382 XX


81695 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

Performance

17678 XX


15380 XX


12268 XX


11618 XX


9604 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Tomb Raider

1.280 x 720 - High Settings

357.4 XX


265.7 XX


259.3 XX


256.0 XX


202.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

207.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


116.8 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

1.280 x 720 - High Settings

68.6 XX


68.3 XX


59.7 XX


53.1 XX


45.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

Native Auflösung - High Settings

66.4 XX


58.4 XX


58.2 XX


52.5 XX


44.1 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

1.280x720 - High Settings

98.07 XX


83.6 XX


80.12 XX


79.6 XX


63.5 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

94.83 XX


79.5 XX


75.1 XX


72.5 XX


59.4 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

1.280x720 - High Settings

148.4 XX


145.15 XX


143.59 XX


101.7 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

Native Auflösung - High Settings

141.7 XX


128.3 XX


120.33 XX


107.4 XX


95.3 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

1.280 x 720 – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser