MIFcom XG5-S mit schneller Desktop-CPU und Notebook-Grafik im Test

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mifcom xg5s test teaserNicht jeder Gamer hat auf seinem Schreibtisch den Platz für einen leistungsstarken Spielerechner samt Monitor oder möchte sich an seinen Bürostuhl binden – schließlich lässt sich ein waschechter Desktop-Prozessor in Kombination mit einer flotten Gamer-Grafikkarte auch problemlos in einem Notebook unterbringen. Ein solches Gerät ist das MIFcom XG5-S, welches den Intel Core i7-6700K als aktuelles Skylake-Flaggschiff mit einer NVIDIA GeForce GTX 980M kombiniert und dabei 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher, eine pfeilschnelle M.2-SSD mit NVMe-Protokoll, eine zusätzliche Magnetspeicher-Festplatte als Datengrab und einen 15,6 Zoll großen Bildschirm samt G-Sync-Unterstützung bereithält. Wie sich das Gerät in der Praxis schlägt, erfährt man in unserem heutigen Test.

Auch wenn die Prozessoren und Grafikkarten in den letzten Jahren immer effizienter wurden, finden sich in Notebooks noch immer angepasste Komponenten, um die Leistungsaufnahme im Hinblick auf die Akku-Laufzeit und die Abwärme im Hinblick auf die Kühlung möglichst gering zu halten. Schließlich ist die Kühlung aufgrund der deutlich geringeren Abmessungen in einem Notebook noch immer der größte Flaschenhals und auch ein größerer Stromspender wäre nicht gerade förderlich für das Gewicht. Gegenüber einem vollwertigen Desktop-Rechner müssen bei Notebooks also noch immer Abstriche bei der Leistung gemacht werden.

Trotzdem finden sich schon seit mehreren Jahren immer wieder Geräte auf dem Notebook-Markt ein, die mit einer vollwertigen Desktop-CPU ausgerüstet sind. Auch NVIDIA hat es kürzlich vorgemacht und mit der GeForce GTX 980 einen waschechten Desktop-Chip in das Notebook gebracht, der 1:1 der Desktop-Variante entspricht, allerdings aufgrund einer aufwendigen Selektion sehr teuer ist. Einen guten Mittelweg aus Desktop- und Notebook-Hardware geht hier MIFcom mit seiner XG5-S-Familie. Hier setzt man auf einen echten Desktop-Prozessor und stellt diesem einen schnellen Notebook-Grafikchip zur Seite. Auf Wunsch können auch eine flotte M.2-SSD mit NVMe-Protokoll, eine zusätzliche HDD als Datengrab und massig Arbeitsspeicher sowie ein Display mit G-Sync-Technik verbaut werden. Moderne Anschlüsse wie USB-Typc-C gibt es ebenfalls.

Die XG5-S-Familie von MIFcom lässt sich nahezu beliebig konfigurieren. Auf Seiten des Prozessors stehen zahlreiche Desktop-Modelle, vom Intel Core i5-6500 bis hin zum Core i7-6700K zur Auswahl. Bei der Grafik lässt meine seine Kunden immerhin aus einer NVIDIA GeForce GTX 970M oder GeForce GTX 980M auswählen. Dazu können jeweils zwei 2,5-Zoll- und M.2-Laufwerke verbaut werden, während beim Arbeitsspeicher ein Ausbau von bis zu 32 GB möglich ist. Beim Display bietet man allerdings nur Panels mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten an, integriert auf Wunsch aber auch NVIDIAs G-Sync-Technologie, welche störende Ruckler und Tearing-Effekte minimiert, indem die Bildwiederholrate des Monitors an die der Grafikkarte angepasst wird. In der 15,6-Zoll-Klasse bietet MIFcom seine X-Serie in insgesamt sieben Basismodellen an, die Preisspanne reicht von 1.495 bis hin zu 2.149 Euro. Wer von allen Aufrüst-Optionen Gebrauch macht, kann den Preis aber schnell in die Höhe treiben – über 4.000 Euro kostet ein voll ausgestattetes Gerät. Für unseren Test begnügen wir uns mit einer rund 2.650 Euro teuren Konfiguration.

Guter Service

Dafür erhalten Käufer auch ein umfangreiches Service-Paket. Dazu gehören eine zweijährige Garantie, die auf bis zu drei Jahre erweitert werden kann sowie ein Pick-Up-&-Return-Service sowie eine mögliche Fernwartung. Der technische Support läuft unbegrenzt über die Garantiezeit hinaus. Weiteres Highlight ist die 0-Pixelfehler-Garantie. Auch wenn jedes Gerät vor Auslieferung dahingehend überprüft wird, können solche Fehler im Display auch später auftreten. Treten innerhalb von 14 Tagen Pixelfehler auf, wird das Display kostenlos von MIFcom getauscht. Auf Wunsch liefert man seine Notebooks mit einer A+-Installation aus, welche mit den aktuellen Treibern, Updates und Patches sowie einigen weiteren Einstellungen versehen ist. Installiert wird ausschließlich das Betriebssystem – auf unnütze und nervige Bloatware wird verzichtet. Zudem können individuelle Installationswünsche wie Partitioniersvorgaben vom Kunden bei der Bestellung angegeben werden.

Schlichte Hardware-Verpackung

Bei seiner X-Familie der 15-Zoll-Klasse hat sich MIFcom wieder einmal mehr die Hilfe von Clevo geholt und setzt beim Grundgerüst auf ein Barebone der Taiwaner. Das P751DM blieb optisch zwar größtenteils unverändert, bekam dafür einen USB-3.1-Typ-C-Port spendiert. Bei diesem kann der Stecker nicht nur verdrehsicher eingesteckt werden, er unterstützt auch den Thunderbolt-3-Standard. Viel mehr hat sich jedoch unter der Haube getan. Statt eines Z97-Chipsatzes kommt nun der aktuelle Sunrise-Point-Chipsatz Z170 zum Einsatz und statt konventionellem DDR3-RAM lassen sich nun bis zu vier DDR4-Module mit einer Geschwindigkeit von 2.133 MHz verbauen. Der Prozessor wird nicht wie in vielen anderen Geräten fest verlötet, sondern ist gesockelt und lässt sich damit theoretisch einfach austauschen. Unser Intel Core i7-6700K bildet mit einer TDP von 91 W allerdings schon das aktuelle Flaggschiff. 

Insgesamt bringt es der 15-Zöller auf Abmessungen von 368 x 262 x 35,7 mm und stemmt 3,4 kg auf die Waage. Verglichen mit den eigenen Gehäusen von MSI ist das MIFcom XG5-S damit nicht nur etwas schwerer, sondern vor allem auch ein gutes Stück dicker. Dafür kommt teilweise auch waschechte und deutlich schnellere Desktop-Hardware zum Einsatz. Während MIFcom bislang auf eine Hersteller-Kennzeichnung auf dem Gehäuse-Deckel verzichtete und seinen Schriftzug lediglich am Bildschirm-Rahmen zeigte, hat man mit der Skylake-Generation ein kleines Facelifting vorgenommen. Den Deckel ziert nun das neue Logo des Herstellers. Ansonsten ist das Gerät für ein Gaming-Notebook aber weiterhin sehr schlicht gehalten. 

mifcom xg5s test 03
MIFcom XG5-S

Die Verarbeitungsqualität befindet sich auf hohem Niveau. Alle Spaltmaße sind gleichmäßig aufgeführt und auch hinsichtlich der Materialgüte gibt es nichts auszusetzen. MIFcom hat das Kunststoff-Gehäuse vollständig mit einer Soft-Touch-Oberfläche überzogen, was dem Notebook auf dem Schreibtisch eine gewisse Standfestigkeit verleiht. Auch das Top-Case gibt auf stärkeren Druck nur minimal nach. An den von Alienware verwendeten Kunststoff oder an die Alu-Lösungen der Konkurrenz aber reicht auch die neue Generation des Clevo-Barebones nicht heran. 

mifcom xg5s test 07
MIFcom XG5-S

Vor der Konkurrenz nicht zu verstecken brauchen sich Clevo und MIFcom bei der Tastatur. Auch wenn sich beispielsweise MSI mit SteelSeries hier einen starken Partner geholt hat, kann das Clevo-Keyboard sehr gut mithalten. Auch dieses ermöglicht ein erstklassiges Tippverhalten, der Anschlag der Tasten ist knackig und präzise, der Hub angenehm. Damit verlieren auch Gamer in hektischen Situationen nicht die Kontrolle. Hinzu kommt, dass Clevo im Gegensatz zum letzten Jahr wieder zum Standard-Layout zurückgekehrt ist, was den Umstieg vom Desktop auf das Notebook deutlich vereinfacht. 

mifcom xg5s test 11
MIFcom XG5-S

Beleuchtet werden kann die Tastatur ebenfalls und das nicht nur in einer einzigen Farbe. Per Software kann das Keyboard in drei Zonen und in zahlreichen Farbtönen konfiguriert werden.

Typ-C und Thunderbolt sind mit an Bord

Aufgrund der Dicke konnte eine Vielzahl an Anschlüssen im MIFcom XG5-S untergebracht werden. Sogar ein moderner USB-3.1-Typ-C-Anschluss mit Thunderbolt 3 ist mit von der Partie. 

mifcom xg5s test 13
MIFcom XG5-S

Auf der Rückseite finden sich drei Ausgänge für den Anschluss externer Displays. Hier sind zwei herkömmliche DisplayPort-Ausgänge und ein HDMI-Port vorhanden. Letzterer wird sogar in Version 2.0 ausgegeben und erlaubt damit theoretisch eine hohe 4K-Auflösung mit 60 Hz. Etwas fummelig ist dagegen das Anschluss für das externe 230-W-Netzteil. Der Stecker kann nur in einer bestimmten Richtung an das Notebook angeschlossen werden.

mifcom xg5s test 14
MIFcom XG5-S

Ein Großteil der Anschlüsse befindet sich auf der linken Seite. Hier gibt es zwei USB-3.0-Schnittstellen und einen Kombi-Port für USB 3.0 und eSATA sowie den bereits erwähnten Typ-C-Anschluss. Leider hat es Clevo wieder nicht geschafft, die Ethernet-Buchse für das Gigabit-LAN auf der Geräte-Rückseite zu positionieren, was im Hinblick auf das Kabelmanagement auf dem Schreibtisch die deutlich bessere Wahl gewesen wäre. Ansonsten ist an dieser Stelle noch der Kartenleser zu finden.

Auf der gegenüberliegenden Seite bietet das MIFcom XG5-S vier 3,5-mm-Klinken-Buchsen für den Anschluss eines Headsets sowie für eine externe Soundanlage und stellt einen weiteren USB-Port zur Verfügung. Der Kensington-Lock ist hier ebenfalls untergebracht.

Üppige Ausstattung

Fünf Aufkleber machen auf die wichtigsten Highlights der X-Serie von MIFcom aufmerksam. Mit dabei ist unter anderem erneut ein 2.0-Sound-System von Onkyo, welches verglichen mit anderen Notebooks dieser Preis- und Leistungsklasse durchaus sehr gute Ergebnisse liefert. Unverändert blieb hingegen das mit 108 x 64 mm großzügig bemessene Touchpad, welches beim Gleitverhalten zwar einen Ticken besser sein könnte, dafür aber bei der Präzision durchaus überzeugen kann. Die Maustasten sind weiterhin dediziert ausgeführt, allerdings etwas zu leichtgängig und verfügen über einen zu weichen Druckpunkt.

Eine kleine Überraschung für ein Gaming-Notebook ist der Fingerprint-Reader, welcher zwischen den beiden Maustasten untergebracht wurde. Andere Geräte bieten ein solches Security-Merkmal leider nicht – schade, dass sich dieses noch nicht im Gaming-Bereich durchgesetzt hat.

mifcom xg5s test 06
MIFcom XG5-S

Unter der Haube bietet unser Testmuster einen Intel Core i7-6700K, 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher, eine SSD mit 256 GB Speicher, eine zusätzliche 1-TB-HDD und eine NVIDIA GeForce GTX 980M mit 8 GB GDDR5-Videospeicher. 


Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim MIFcom XG5-S im Großen und Ganzen keine Abstriche gemacht werden müssen. Wie bei jedem anderen Test-Notebook gilt auch hier: Unsere Testkonfiguration sollte lediglich als Vorschlag angesehen werden, denn in vielen Bereichen gibt es die X-Serie auch mit anderen Komponenten und ist sogar mit einem größeren 17,3-Zoll-Gehäuse erhältlich. Wie sich dieses schlagen könnte, zeigt unser Test zum Schenker XMG U706, welches über das gleiche Clevo-Gehäuse verfügt. 

Systemleistung

Während die meisten Notebooks auf einen leistungsmäßig abgespeckten Skylake-Prozessor setzen, kommt im MIFcom XG5-S eine waschechte Desktop-CPU zum Einsatz. Unser Testmuster ist hier mit dem aktuellen Flaggschiff ausgestattet. Der Intel Core i7-6700K läuft bereits wie alle anderen Prozessoren der US-Amerikaner im 14-nm-Fertigungsprozess vom Band und wurde weiter auf eine höhere Leistung sowie eine bessere Effizienz getrimmt. Der Vierkerner besitzt einen Grundtakt von 4,0 GHz, dankt Turbo-Aufschlag können je nach Temperatur und Leistungszustand einzelne Kerne auch mit einer Geschwindigkeit von bis zu 4,2 GHz arbeiten. Dazu gibt es einen 8 MB großen L3-Cache, die TDP gibt Intel mit 91 W an, was um den Faktor 2 über einem normalen Notebook-Prozessor der High-End-Klasse liegt. 

Dafür kann sich die Leistung durchaus sehen lassen und die ist im Notebook-Bereich ein echter Hingucker. Im Cinebench-R11.5-Bechmark erreicht der Intel Core i7-6700K satte 9,58 Punkte, während im neueren R15-Benchmark 878 Punkte erreicht werden. Damit spielt das MIFcom XG5-S klar bei der Prozessor-Leistung ganz vorne mit. Bemerkenswert: Obwohl die Kühlung im 15,6-Zoll-Gerät eigentlich aufwendiger sein sollte, ist die CPU etwas schneller als im größeren 17,3-Zoll-Barebone von Clevo, welches wir bereits in Form des Schenker Technologies XMG U706 testen konnten. Die Leistung des 16 GB fassenden Arbeitsspeichers fällt ebenfalls sehr hoch aus. Die beiden Module bringen es im Dual-Channel-Modus mit 2.133 MHz auf eine Speicherbandbreite von 26,48 GB/s, was ebenfalls etwas über Konkurrenz liegt.

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Doch damit nicht genug. Auch die verbaute M.2-SSD hat ein gewaltiges Leistungspotential. Dank NVMe-Protokoll bringt sie es in unseren Benchmarks auf eine Lesegeschwindigkeit von satten 2,22 GB/s. Damit ist das Betriebssystem binnen weniger Sekunden geladen und auch Programme und Spiele starten ohne größere Verzögerung. Die mittlere Zugriffszeit ist mit 0,08 ms hervorragend. Mit einer Kapazität von 256 GB stößt man allerdings schnell an die Grenzen, denn aktuelle Spiele wie Grand Theft Auto 5 belegen gerne mal alleine schon über 65 GB Speicherplatz. MIFcom hat hierfür eine zusätzliche 2,5-Zoll-Magnetspeicher-Festplatte mit 1 TB Speicher verbaut. Diese ist mit einer durchschnittlichen Leserate von knapp über 83 MB/s allerdings nicht ganz so flott wie die SSD – für Spiele reicht dies aber allemal aus. 

PCMark 8

Creative

5444 XX


5080 XX


4994 XX


4907 XX


0 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

In einem Gaming-Notebook viel wichtiger ist die Leistung der Grafikkarte. Auch hier hat MIFcom sehr hoch gegriffen und unser Testmuster schon mit einer NVIDIA GeForce GTX 980M versehen. Schneller wäre nur noch die erst kürzlich vorgestellte GeForce GTX 980 gewesen, welche bereits im Schenker Technologies XMG U726 verbaut wird und 1:1 dem Desktop-Modell entspricht. 

Auch die GeForce GTX 980M basiert bereits auf der zweiten Maxwell-Generation und baut auf dem GM204-Chip auf, welcher bereits im 28-nm-Verfahren gefertigt wird. Im Vergleich zum Desktop-Modell wurde der Chip allerdings leicht beschnitten. Ihm stehen nur noch zwölf SMM-Cluster zur Verfügung, womit nur noch 1.536 Shadereinheiten bereitstehen. An jeden dieser Shadercluster sind aber weiterhin acht Textureinheiten gebunden, womit die GPU insgesamt 96 TMUs aufweist. Beim Speicher entschied sich MIFcom für den Vollausbau und stellt dem Grafikchip satte 8.192 MB GDDR5-Videospeicher zur Seite, welcher über einen 256 Bit breiten Datenbus angebunden wird und bereits die Speicherkomprimierung der Maxwell-Architektur unterstützt. Weiterhin vorhanden sind 64 Rasterendstufen.

Bei den Taktraten hält sich der Hersteller strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede und lässt Chip und Speicher mit 1.038 respektive 1.253 MHz arbeiten. Einen Turbo wie beim Skylake-Prozessor gibt es aber auch hier. Je nach Temperatur und Power-Target garantiert NVIDIA einen Takt von mindestens 1.127 MHz. Damit spielt das MIFcom XG5-S auch hier in der oberen Hälfte unserer Leistungsbenchmarks mit.

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

207.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


116.8 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Sorgen über die Spieleleistung braucht man sich damit nicht zu machen. Alle aktuellen Spieletitel können problemlos gespielt werden – vor allem dann, wenn man den integrierten 15,6-Zoll-Bildschirm nutzt, mit dem ohnehin nur maximal 1.920 x 1.080 Bildpunkte dargestellt werden können. Ob es das Clevo P751DM demnächst auch mit höher auflösenden Panels geben wird, bleibt abzuwarten.

Heißer Prozessor

Der Intel Core i7-6700K bringt allerdings nicht nur eine gewaltige Rechenleistung mit sich, sondern stellt auch hohe Anforderungen an das Kühlsystem. Zwar schafft es das MIFcom XG5-S diesen unter Volllast nicht zum Absturz zu bringen, jedoch setzte bei Volllast bereits das Thermal Throttling ein, womit der Prozessor aufgrund der hohen Temperatur seine Taktraten reduzierte, um nicht zu überhitzen. Wir haben während unserer Tests bis zu 98 °C gemessen. Zu Abstürzen kam es dabei jedoch nicht. Solch hohe Temperaturen werden in der Praxis aber selten erreicht. Gethrottelt in Spielen wurde jedenfalls nicht – nur in unserem Extrem-Test.

Die Oberflächen-Temperaturen liegen dabei zwischen 23,3 und 38,6 °C, wobei die Unterseite im Schnitt mit 30,14 °C etwas wärmer wird als die Handballenauflage. Der Unterschied liegt bei etwa 0,5 °C. Dass sich das Kühlsystem beim Intel Core i7-6700K durchaus abmüht, macht sich zudem bei der Lautstärke bemerkbar. Die Lüfter erreichen unter Last einen Schallpegel von über 46 dB(A). Andere Gaming-Notebooks werden hier aber auch ein gutes Stück lauter. Im normalen Windows-Betrieb ist das MIFcom XG5-S mit 34,5 dB(A) deutlich laufruhiger. Ein ständiges Auf- und Abdrehen der Lüftersteuerung gab es während unserer Tests nicht – sie ist insgesamt sehr gut eingestellt.

bench temp oberseite mifcom xg5s

Wenig Akkuleistung

Aufgrund des stromhungrigen Prozessors und der leistungsfähigen Grafikkarte, ist das MIFcom XG5-S trotz des 80,2 Wh starken Akkus kein Langläufer. Unser Testmuster schafft im 3D-Betrieb gerade einmal Laufzeiten von etwa 120 Minuten und hält damit rund zwei Stunden ohne Steckdose durch. Im Idle-Modus reicht es immerhin für knapp 3,5 Stunden. Wer das Gaming-Notebook überwiegend zu Hause an der Steckdose betriebt, für den ist die kurze Akku-Laufzeit aber sicher zu verschmerzen. 

Je nach Leistungszustand werden bei vollem Akku zwischen 24,9 und 264,4 W aus der Steckdose gezogen. Auch hier macht sich die 91-W-CPU bemerkbar.


Durchschnittliches Display

Das verbaute LG-Panel leistet dagegen nur durchschnittliche Werte. Das 15,6-Zoll-Modell löst mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf und erreicht Helligkeitswerte von bis zu 304 cd/m². Zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen 46 cd/m², insgesamt liegt die Homogenität der Ausleuchtung bei knapp unter 85 % und kann damit als gut bezeichnet werden. 

mifcom xg5s test 12
MIFcom XG5-S

Der Kontrast ist mit einem Verhältnis von 903:1 ebenfalls gut, stellenweise ist das Display mit Farbtemperaturen von über 7.000 Kelvin allerdings etwas blaustichig – ein Problem, mit dem derzeit wohl viele Gaming-Notebooks zu kämpfen haben.

bench display mifcom xg5s

Fazit

Die Kombination aus schneller Desktop-CPU und flotter Notebook-Grafik trägt vor allem was die Leistung anbelangt Früchte. Dank des Intel Core i7-6700K gehört das MIFcom XG5-S bei der Prozessor-Leistung zu den aktuell schnellsten Geräten und alle aktuellen Spiele lassen sich mit der GeForce GTX 980M ruckelfrei darstellen – vor allem, wenn man ohnehin das integrierte Display nutzt. Dieses löst mit maximal 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf, kann insgesamt aber mit einem guten Kontrast und einer ausreichenden Ausleuchtung punkten. Allerdings ist es für helle Umgebungen etwas zu dunkel und weist stellenweise einen Blaustich auf – ein Problem, mit dem derzeit viele Gaming-Notebooks zu kämpfen haben. 

Doch die schnelle Desktop-CPU bringt auch ihre Probleme mit sich. Aufgrund der für Notebook-Verhältnisse gewaltigen Abwärme von rund 90 W, wird das MIFcom unter Last sehr laut, der Prozessor sehr heiß. Im Extremfall erreicht der Chip Temperaturen von über 95 °C und senkt zur Sicherheit seine Taktraten und Spannungen ab, was die Leistung reduziert. Die Kühlung des 15,6 Zoll großen Clevo-Gehäuses stößt also schon an ihre Grenzen. Überzeugen kann außerdem die M.2-SSD, die dank NVMe-Protokoll Datenübertragungsraten von über 2,2 GB/s ermöglicht und damit auch im Alltag ein schnelles Arbeiten zulässt. Zusätzlichen Speicherplatz gibt es auf einer herkömmlichen 2,5-Zoll-Festplatte, die allerdings deutlich langsamer unterwegs, für Spiele aber noch ausreichend schnell ist. Tastatur und Verarbeitungsqualität können ebenfalls überzeugen.

Mit einem Preis von über 2.600 Euro ist unsere Konfiguration kein Schnäppchen, bietet dafür aber Sparpotential bei Prozessor, Grafik und Speicherausstattung.

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Abgesehen von der heißen CPU und der kurzen Laufzeiten ist das MIFcom XG5-S ein sehr schnelles Gaming-Notebook mit sehr guter Verarbeitung. Wir zücken unseren Excellent-Hardware-Award:

mifcom xg5s award 

Positive Aspekte des MIFcom XG5-S:

Negative Aspekte des MIFcom XG5-S:


MIFcom XG5-S
Hardware 
 
Prozessor: Intel Core i7-6700K
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 4,0 GHz
Prozessor - Turbotakt: 4,2 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 8 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 980M

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 8 GB
Festplatte/SSD

256 GB SSD + 1 TB HDD

Festplatte - Geschwindigkeit

1x 1256 GB SSD - 2,22 GB/s
1x 1 TB HDD - 83,45 MB/s

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 14 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 103
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 107 x 62 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 2
Thunderbolt: 1
VGA: -
USB 2.0:

-

USB 3.0 4 + USB 3.1 Typ-C
Firewire -
eSATA: -
Audio: 4x 3,5 mm
Gehäuse 
 
Akku: 82,8 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 386 x 262 x 35,7 mm
Gewicht 3,4 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 2.647 Euro
Garantie: 24 Monate

Systemleistung (1)

Cinebench 11

CPU

9.58 XX


9.09 XX


8.78 XX


8.69 XX


7.43 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

5444 XX


5080 XX


4994 XX


4907 XX


0 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

4740 XX


4496 XX


4468 XX


4382 XX


3248 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Systemleistung (2)

PCMark 7

7456 XX


7430 XX


7417 XX


6405 XX


6017 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

2530.0 XX


2512.0 XX


2220 XX


2174.0 XX


525.9 XX


MB/s
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

0.08 XX


0.11 XX


0.16 XX


0.17 XX


0.23 XX


ms
Weniger ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

30.12 XX


27.6 XX


26.48 XX


25.77 XX


25.59 XX


GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

1111 XX


1087 XX


934 XX


903 XX


842 XX


Wert:1
Mehr ist besser

bench display mifcom xg5s

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

73 XX


86 XX
74 XX


70 XX
74 XX


98 XX
75 XX


98 XX
76 XX


92 XX
80 XX


89 XX
87 XX


82 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

46.1 XX


34.5 XX
46.7 XX


33.9 XX
48.9 XX


34.1 XX
49.2 XX


33.8 XX
50.1 XX


35.5 XX
52.1 XX


34.3 XX
54.3 XX


34.8 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite mifcom xg5s

bench temp unterseite mifcom xg5s

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

198 XX


106 XX
196 XX


56 XX
180 XX


86 XX
171 XX


112 XX
167 XX


79 XX
120 XX


237 XX
104 XX


210 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 8 - Home/Creative

163 XX


156 XX
145 XX


167 XX
122 XX


139 XX
121 XX


123 XX
119 XX


121 XX
114 XX


133 XX
86 XX


115 XX
Minuten
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme

Idle/Load

159.4 XX


21.9 XX
196.6 XX


14.6 XX
203.7 XX


24.7 XX
234.0 XX


25.3 XX
264.6 XX


24.9 XX
265.0 XX


30.3 XX
313.0 XX


36.2 XX
Watt
Weniger ist besser


Gamingleistung

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

29805 XX


27678 XX


27493 XX


24182 XX


20705 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike

11429 XX


8688 XX


8658 XX


8631 XX


6716 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Ice Storm

169245 XX


160471 XX


151814 XX


89382 XX


81695 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

Performance

17678 XX


15380 XX


12268 XX


11618 XX


9604 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Tomb Raider

1.280 x 720 - High Settings

357.4 XX


265.7 XX


259.3 XX


256.0 XX


202.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

207.7 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


116.8 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

1.280 x 720 - High Settings

68.6 XX


68.3 XX


59.7 XX


53.1 XX


45.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

Native Auflösung - High Settings

66.4 XX


58.4 XX


58.2 XX


52.5 XX


44.1 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

1.280x720 - High Settings

98.07 XX


83.6 XX


80.12 XX


79.6 XX


63.5 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

94.83 XX


79.5 XX


75.1 XX


72.5 XX


59.4 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

1.280x720 - High Settings

148.4 XX


145.15 XX


143.59 XX


101.7 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

Native Auflösung - High Settings

141.7 XX


128.3 XX


120.33 XX


107.4 XX


95.3 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

1.280 x 720 – High Settings

49.5 XX


48.6 XX


38.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

Native Auflösung - High Settings

72.7 XX


72.2 XX


56.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser