Test: Schenker XMG U706 - Performance-Monster mit Skylake-Desktop-CPU

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schenker u706 teaserSchenker Technologies nutzt den Herbst, um sein gesamtes Line-up zu aktualisieren. Grund dafür ist natürlich der Launch von Intels Skylake-Prozessoren, die nach und nach in allen Geräten Einzug halten. So auch beim neuen XMG U706, das auf den ersten Blick ein einfaches Facelift des überzeugenden Vorgängers ist, unter der Haube aber doch noch etwas mehr zu bieten hat. Ob am Ende ein ähnlich überzeugendes Modell wie vor einem Jahr herauskommt, klärt unser Test.

Für Built-to-Order-Anbieter wie Schenker Technologies aus Leipzig hat sich in den letzten Jahren einiges geändert. Früher konnten „einfach“ Barebones bezogen werden, die dann möglichst individuell mit verschiedensten Komponenten bestückt wurden. Durch die zunehmende Integration der Komponenten erweist sich dies im Bereich von Prozessor und Grafikkarte aber als immer schwieriger. Bei der P-Serie, den Vorzeige-Modellen aus Leipzig sind CPU und GPU in der Zwischenzeit fest verlötet, was die Konfigurationsmöglichkeiten deutlich einschränkt – bei der letzten Generation wurde beispielsweise nur noch eine Wahlmöglichkeit für den Prozessor angeboten. Die BTO-Fahne soll hingegen die U-Serie hochhalten. Waren U-Modelle früher einzig und allein Desktop-Replacement-Modelle, die alles waren, nur nicht mobil, hat sich auch hier etwas getan. Der Clevo-Barebone P771DM bietet zwar ebenfalls Platz für Desktop-Prozessoren fällt gleichzeitig aber deutlich flacher aus. Auf diesem Wege bietet das U706 eine Mobilität, wie sie bei Gaming-Notebooks noch im normalen Rahmen liegt, gleichzeitig aber die mehr Flexibilität, wenn es um die Prozessor-Auswahl geht.

Entsprechend bietet Schenker auch beim U706 wieder eine vergleichsweise große Auswahl an CPUs – unsere Testkonfiguration setzt auf einen Intel Core i7-6700K und damit das Top-Modell. Dank Skylake können SSDs nun direkt via PCI-Express angebunden werden, während beim Speicher natürlich DDR4 zum Einsatz kommt. Keine Änderungen gibt es bei den Grafikkarten – wie bereits vor einem Jahr kommt in unserem Setup eine GeForce GTX 980M zum Einsatz.

Unauffälliges Powerhouse

Liegt das U706 zunächst auf dem Schreibtisch, fallen zwei Dinge auf. Erstens: Auf den ersten Blick ist es kaum möglich das neue Modell vor Vorgänger zu unterscheiden. Zweitens: Es handelt sich um ein klassisches Schenker-/Clevo-Modell. Das gesamte Erscheinungsbild wird von mattschwarzem Softtouch-Kunststoff dominiert. Der fasst sich angenehm an, sieht schick aus, erweist sich aber leider als recht anfällig auf fettige Fingerabdrücke. Eine Besonderheit ist auf dem Deckel zu erkennen, denn anders als alle anderen deutschen BTO-Anbieter schafft es Schenker sich ein Stück weit zu differenzieren. Auf dem Deckel wurde ebenfalls in Schwarz ein XMG-Logo aufgebracht. Dass es sich um ein Gaming-Notebook mit Desktop-Prozessor handelt, sieht man dem U706 auf den ersten Blick nicht an, denn mit einer Bauhöhe von 38,7 mm ist es nicht höher als manch aktuelles Gaming-Modell, das MSI GT72 ist beispielsweise noch einmal einige Millimeter dicker. Gleiches gilt auch für das Gewicht. Mit 3,9 kg ist der 17-Zöller in der heutigen Zeit sicherlich kein Leichtgewicht mehr, schwerer als die Gaming-Konkurrenz ist man aber dennoch nicht, wenn man einmal von den Slim-Modellen absieht.

schenker u706 2
Schenker Technologies XMG U706

Von der P-Serie kann sich das U706 beim Design des Deckels leicht absetzen, denn es gibt zwei vertikal verlaufende Kanten, die das Design des 17-Zöllers ein wenig auflockern. Noch schlichter geht es zu, wenn der Deckel geöffnet wird, denn wenn man von der minimalen Vertiefung der Tastatur absieht, gibt es an dieser Stelle keine weiteren Auffälligkeiten.

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Schenker Technologies XMG U706

Die Verarbeitungsqualität befindet sich auf einem guten Niveau. Alle Spaltmaße sind gleichmäßig ausgeführt, das Top-Case gibt auch unter Last nur minimal nach. Nichts zu beanstanden gibt es auch hinsichtlich der Materialgüte, die als unauffällig eingestuft werden kann. An den von Alienware verwendeten Kunststoff oder die Alu-Lösungen der Konkurrenz reicht aber auch die neue Generation nicht heran. Nachdem Clevo hier vor einigen Jahren einen guten Schritt nach vorn gemacht hat, ist es langsam wieder einmal an der Zeit, dass es weiter vorangeht.

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Schenker Technologies XMG U706

Ein neuer Anschluss macht den Unterschied

Ein Blick auf das Anschlusspanel zeigt, dass es auch an dieser Stelle kaum Unterschiede gibt. Insgesamt gibt es vier USB-3.0-Anschlüsse, von denen drei auf der linken Seite des Chassis positioniert wurden. Einer davon wird mit einem betagten eSATA-Anschluss kombiniert. Ein Nachteil ist das natürlich nicht, wirklich relevant ist der Anschlussstandard in der heutigen Zeit aber auch nicht mehr. Deutlich interessanter ist der Anschluss, der zwischen den beiden USB-3.0-Anschlüssen und dem ebenfalls an dieser Stelle integrierten Card-Reader zu finden ist. Es wurde, Skylake macht es möglich, eine Thunderbolt-3-Schnittstelle integriert, die einen Typ-C-Anschluss besitzt. Die vierte USB-Schnittstelle wurde auf der rechten Seite untergebracht, sitzt aber so weit hinten, dass es in den meisten Fällen keine Probleme geben sollte, wenn auch eine Maus genutzt wird. Ebenfalls auf der rechten Seite wurden die vier Anschlüsse des Soundsystems untergebracht.

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Schenker Technologies XMG U706

Interessant wird noch einmal ein Blick auf die Rückseite des Notebooks, denn dort wurden gleich drei Monitor-Ausgänge untergebracht. Es gibt zwei DisplayPort-Ausgänge und einen HDMI-Out. Leider verpasst es Clevo erneut an dieser Stelle einen USB- oder RJ45-Anschluss auf der Rückseite unterzubringen, was das Kabelchaos auf dem Schreibtisch reduzieren würde.

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Schenker Technologies XMG U706

Mit der Außenwelt kann das Schenker Technologies XMG U706 entweder über einen RJ45-Anschluss per kabelgebundenem Gigabit-LAN oder kabellos nach dem AC-Standard kommunizieren. Für beide Kommunikationswege zeichnen sich Killer-NICs aus dem Hause Qualcomm verantwortlich.

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Schenker Technologies XMG U706

Erfreulicherweise unverändert

Im Bereich der Tastatur kann Clevo schon seit geraumer Zeit überzeugen, stellte sich mit seinem Tastaturlayout aber lange selbst ein Bein. Seit dem letzten Jahr hat sich das zum Glück aber geändert, denn aktuell kommt ein Standard-Layout zum Einsatz, was den Umstieg vom Desktop doch deutlich vereinfacht. Darüber hinaus kann das Keyboard noch immer mit einem erstklassigen Tippverhalten aufwarten. Der Anschlag ist knackig präzise, gleichzeitig aber nicht zu hart. Kombiniert wird das mit einem gut dimensionierten Hub, sodass auch in hektischen Gaming-Situationen nie die Kontrolle verloren geht. Der Steelseries-Gaming-Lösung, wie sie bei MSI-Notebooks genutzt wird, steht man damit in nichts nach. Gleichzeitig kann die Tastatur natürlich auch beleuchtet werden. Per Software kann das Keyboard in drei Zonen und in zahlreichen Farben konfiguriert werden.

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Schenker Technologies XMG U706

Nichts verändert hat sich beim gut dimensionierten Touchpad. Entsprechend könnte gerade das Gleitverhalten noch einen Tick besser sein, die Präzision geht aber in Ordnung. Die Maustasten sind bei diesem Modell noch dediziert ausgeführt und besitzen einen etwas zu weichen Druckpunkt. All das wird aber nur in wenigen Fällen stören, denn als DTR-System wird das U706 wohl in den meisten Fällen mit einer dedizierten Gaming-Maus kombiniert.

Eine kleine Besonderheit ist zwischen den Maustasten zu finden, denn dort sitzt ein Fingerprint-Reader – ein Security-Merkmal, das sich leider noch immer nicht im Gaming-Bereich durchgesetzt hat. 

schenker u706 14
Schenker Technologies XMG U706

Der aktuelle Produktzyklus hat es vorgegeben: Gaming-Notebooks, die auf die Skylake-Architektur aktualisiert werden – und das wird vermutlich fast jedes aktuelle Modell sein – kommen zwar mit einem neuen Prozessor daher, bei der Grafikeinheit gibt es aber kein Update. 

Die Systemleistung:

Skylake kommt aufgrund von Verzögerungen beim 14-nm-Fertigungsprozessor nur wenige Wochen nach Broadwell. Da im Schenker Technologies XMG U706 eine Desktop-CPU genutzt wird, wollen wir an dieser Stelle auf unseren ausführlichen Test zum Start der Desktop-Reihe verweisen. Die mit Skylake eingeführten Neuerungen könnten dabei insbesondere – auch bei den Desktop-CPUs - für den Einsatz im Notebook interessant sein. Während es hinsichtlich der Leistung keine größeren Fortschritte gibt, erweist sich die neue Architektur als deutlich effizienter. Ob sich das positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt, werden wir später klären.

In unserer Testkonfiguration kommt die größte CPU-Variante zum Einsatz, die Schenker aktuell anbietet, der Core i7-6700K. Der 4-Kerner, der wie alle Skylake-Prozessoren im 14-nm-Verfahren gefertigt wird, besitzt einen Grundtakt von 4,0 GHz. Vergleichsweise gering ist der Turbo-Aufschlag, denn dort werden maximal 4,2 GHz geboten. Der Cache beläuft sich auf 8 MB. Dass es sich bei unserer Konfiguration keinesfalls um ein klassisches Notebook-Setup handelt, zeigt spätestens ein Blick auf die TDP. Intel gibt sein aktuelles Skylake-Flaggschiff mit 91 W an. Da wird schnell klar: Auch wenn Intel bei Skylake an der Effizienz geschraubt hat: Wirklich Notebook-like wird sich das U706 keinesfalls verhalten, schließlich liegt die TDP um den Faktor 2 über normalen Gaming-Notebooks.

Dass das XMG U706 ein echter Performance-Hammer ist, zeigt sich dann auch schnell bei einem ersten Blick auf unsere Benchmarks. Mit 8,69 Punkten in Cinebench 11 und 743 Punkten in der 15er-Version gehört das XMG U706 zu den schnellsten Notebooks, die wir bislang auf dem Schreibtisch stehen hatten. Der große Bruder, das XMG U726 ist aufgrund der potenten Kühlung aber noch etwas flotter.

Cinebench 15

CPU

884 XX


811 XX


743 XX


Punkte
Mehr ist besser

Die brachiale Performance unsere Testkonfiguration, liegt aber nicht nur an der schnellen Desktop-CPU, sondern auch am Massenspeicher. Schenker verbaut in unserem XMG U706 eine Samsung SM951 die direkte via PCI-Express x4 angebunden wird. So erreicht unser 17-Zöller einen Datendurchsatz von rund 2,5 GB/s. Zu unnötigen Wartezeiten kommt es so keinesfalls mehr. Es zeigt sich also: Auch an dieser Stelle profitiert das System vom Upgrade auf Skylake.

PC Mark 8

Creative

5444 XX


4994 XX


4907 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Das ist aber auch anderer Stelle so: Zusammen mit Skylake wird erstmal großflächig DDR4-Speicher eingesetzt. Bislang wurde der neue Standard Consumer-seitig einzig bei Haswell-E eingesetzt – und da war an einen Notebook-Einsatz nicht weiter zu denken. Im Dual-Channel-Setup konnten wir einen Speicherdurchsatz von 30,12 GB/s ermitteln, auch hier gehört das Schenker U706 also wieder einmal zu den schnellsten Geräten.

Positiv bemerkbar machen sich all diese einzelnen Teilerfolge im PC Mark 8, denn auch hier kann der 17-Zöller mit einem exzellenten Ergebnis aufwarten.

Die Gaming-Leistung:

Die GeForce GTX 980M bietet 1.536 Shadereinheiten, die mit einem Takt von 1.038 MHz arbeiten. Je nach Notebook können die Hersteller in Abstimmung mit NVIDIA einen Boost-Takt festlegen - abhängig von der zur Verfügung stehenden Kühlung. Die 1.536 Shadereinheiten teilen sich in 12 Maxwell-Streaming-Multiprozessoren zu jeweils 128 Shadereinheiten in einem dieser Blöcke auf. Pro SMM stehen jeweils acht Textureinheiten bereit, sodass wir bei 12 x 8 auf 92 dieser Textureinheiten kommen. Die ROPs sind an das 256 Bit breite Speicherinterface gebunden, sodass wir auch hier wie in den Desktop-Varianten 32 dieser Renderbackends sehen. Wie NVIDIA bei einem "nur" 256 Bit breiten Speicherinterface dennoch die Speicherbandbreite bzw. deren Effizienz gesteigert haben will, haben wir ebenfalls bereits im Launch-Review zur den Desktop-Maxwells geklärt. Eine möglichst gute Speicherkomprimierung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Die GeForce GTX 980M lässt ihren 8.192 MB großen Speicher mit 1.250 MHz arbeiten, sodass die Speicherbandbreite bei 160 GB pro Sekunde liegt.

Darüber hinaus wird Battery-Boost geboten, ein Feature, das gerade dann helfen soll, wenn häufig fernab der Steckdose gespielt wird. Dank eines Frame-Limiters kann einerseits die Akkulaufzeit drastisch erhöht werden, andererseits bricht die Leistung nicht mehr so deutlich ein, wenn das Stromkabel gezogen wird. Dass beide Features sehr gut funktionieren, hat unser Test der GeForce GTX 970M gezeigt.

Tomb Raider

1920 x 1080 – High Settings

207.7 XX


145.7 XX


144.9 XX


in fps
Mehr ist besser

Total War Attila

native Auflösung - High Settings

66.4 XX


58.2 XX


52.5 XX


frames per second
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - high Settings

94.83 XX


79.5 XX


75.1 XX


frames per second
Mehr ist besser

DiRt Rally

native Auflösung - High Settings

141.7 XX


128.3 XX


120.33 XX


frames per second
Mehr ist besser

Die Kombination aus leistungsstarkem Skylake-Prozessor und der aktuell schnellsten (echten) Mobil-GPU führt in der Praxis zu erstklassigen Ergebnissen. Alle Spiele konnten bequem in der FullHD-Darstellung genossen werden, ohne dass die Frameraten in brenzliche Bereiche fielen. Dabei muss das XMG U706 unseren aktualisierten Benchmark-Parcours durchlaufen und zeigt, dass die GTX 980M auch mit aktuell anspruchsvollen Titeln gut zurecht kommt.

91 Watt werden sicher gehandelt

Unsere Testkonfiguration kann durchaus als Anspruchsvoll für das Kühlsystem bezeichnet werden. Allein die Grafiklösung stellt eine echte Herausforderung für das Kühlsystem normaler Notebooks dar. Damit nicht genug muss unser XMG U706 zusätzlich noch mit einer CPU zurechtkommen, die eine TDP von 91 Watt besitzt.

Positiv fällt zunächst einmal auf, dass das XMG U706 im Leerlauf lautlos agiert – anders als bei bisherigen Modellen war es bei unserer Konfiguration dieses Mal nicht der Fall, dass der Lüfter immer wieder einmal anläuft, was sich schnell als störend erweisen kann. Aber auch unter Last hält sich das maximale Geräuschniveau noch in Grenzen. Im normalen Gaming-Betrieb ist das U706 sicherlich kein Leisetreter, verglichen mit manch anderen Gaming-Notebooks hält sich die Geräuschbelästigung über einen langen Zeitraum aber noch in Grenzen. Erst nach rund 30 Minuten unter maximaler Volllast, hervorgerufen durch Prime95 und Furmark, muss die Lüftersteuerung weiter aufdrehen. Auch dann wird der 17-Zöller mit 49,2 dB(A) nicht lauter als viele Konkurrenten.

bench temp oberseite

Da überrascht es nicht wirklich, dass die Temperaturen nicht mehr ganz niedrig ausfallen können. Die GPU hat das Kühlsystem noch gut im Griff: Wärmer als 74 °C wird die GPU nicht. Anders sieht es schon beim Prozessor aus, der bis 98 °C warm wurde – und damit bereits den Takt reduzieren musste. Für den normalen Spieleeinsatz hat das aber keine Relevanz.

Normales Durchhaltevermögen trotz Desktop-CPU

Clevo weiß um den Stromhunger der Desktop-CPU und stattet sein Barebone mit einem 82 Wh fassenden Akku aus. Mit diesem Stromspeicher in der Hinterhand gelingt es dem U706 äquivalente Ergebnisse zum P706 zu liefern. Gerade unter Last zeigt sich aber, dass die stärkere CPU durchaus auch Nachteile haben kann – wirklich mobil ist unser Testkandidat damit keinesfalls. Allerdings werden nur die wenigsten Interessenten eines XMG U706 einen mobilen Einsatz im Sinn haben, handelt es sich doch um ein klassisches Desktop-Replacement-System.

Der größere Stromhunger der CPU macht sich auch bei einem Blick auf den Stromzähler bemerkbar. Unter maximaler Volllast werden zusätzliche 50 Watt gegenüber dem ähnlich ausgestatteten P706 benötigt. Aber auch im Leerlauf wird mit 30 Watt mehr verbraten, als es bei Gaming-Notebooks aktuell üblich ist.


Helles und kontrastreiches G-Sync-Display

Schenker setzt beim U706 auf ein 17,3-Zoll-Display, das mit der FullHD-Auflösung (1.920 x 1.080) Bildpunkten auflöst. Die Kombination aus Diagonale und Pixelanzahl passt gerade bei einem Gaming-Notebook gut, da so die GPU nicht zu stark beansprucht wird – das garantiert auch später noch ansprechende Frameraten. Gleichzeitig hatte Schenker aber auch keine andere Wahl, denn wer – wie Schenker - G-Sync verbauen will, ist bei Notebooks aktuell auf das FullHD-Format festgelegt. Dass G-Sync in der Praxis einen großen Komfortgewinn bedeutet, haben wir bereits mehrfach festgestellt – und so ist es natürlich auch beim XMG U706.

schenker u706 4
Schenker Technologies XMG U706

Gleichzeitig, kann das matte Panel mit guten Messwerten aufwarten. Es ist mit durchschnittlich 320 cd/m² mehr als ausreichend leuchtstark, um auch in hellen Umgebungen zu punkten – einzig eine direkte Lichtquelle sollte nicht im Hintergrund sein. Sehr gut kann die Homogenität der Ausleuchtung gefallen, die bei über 90 % liegt. Gute Messwerte konnten wir auch beim Kontrastverhältnis ermitteln, das 1087:1 beträgt. Ebenso müssen auch bei der Farbwiedergabe keine Abstriche in kauf nehmen, denn mit durchschnittlich 6.285 Kelvin liegt man recht nahe am Optimum.

bench display

Fazit

Das Schenker Technologies XMG U706 stellt das Gegenkonzept zur immer weiter voranschreitenden Komponenten-Integration bei Gaming-Notebooks dar – und ist damit ein Gegenentwurf zu vielen anderen Geräten, die aktuell auf den Markt kommen. Genau wie beim Vorgänger-Modell gelingt dem XMG U706 der Spagat zwischen einem klassischen Gaming-Notebook und einem DTR-System mit Desktop-CPU überraschend gut.

Das Gehäuse ist kaum größer, als es bei normal dimensionierten Gaming-Geräten der Fall ist, dass Slimline-Gamer auf der anderen Seite noch einmal deutlich mobiler sind, versteht sich von selbst. Das gilt auch für das Gewicht, denn 3,9 kg können auch Gaming-Notebooks mit einer mobilen CPU auf die Waage bringen. Gleichzeitig kann der von Clevo stammende Barebone mit einer schlichten Optik und einer ordentlichen Verarbeitungsqualität aufwarten. Die Schnittstellen sind gut positioniert und ausreichend vorhanden. An dieser Stelle gibt es auch den größten Unterschied zum Vorgänger-Modell, denn nun gibt es eine Kombobuchse im Typ-C-Format, die sowohl USB 3.1 als auch Thunderbolt 3 beherrscht. Keine Änderungen gibt es bei den Eingabegeräten. Die Tastatur kann weiterhin auf der ganzen Linie überzeugen, während das Touchpad gerne noch etwas präziser sein könnte.

Im großen Stil kann das U706 überzeugen, wenn es um die Leistung geht. Dank eines Core i7-6700K aus dem Desktop-Regal ist es eines der schnellsten Notebooks, das wir bislang im Test hatten. Da auch die SSD mit neuen Spitzenwerten aufwarten kann und die GeForce GTX 980M eine bewährt gute Performance an den Tag legt, wird für alle Lebenslagen, sei es nun produktiver oder spielerischer Art, mehr als genügend Power in die Waagschale geworfen, um so schnell nicht zum alten Eisen zu gehören. Wie immer gilt aber, dass es sich bei unserem Setup lediglich um eine Beispielkonfiguration handelt.

Der verbaute Desktop-Prozessor mit seinen 91 Watt stellt dabei größere Herausforderungen an das Kühlsystem. Das merkt man dem Gerät dann an, wenn es unter maximale Last gesetzt wird, denn der Barebone wird dann ordentlich laut und noch dazu muss der Prozessor gethrottelt werden. Im normalen Gaming-Einsatz kommt das nicht vor und auch die Kühlung arbeitet dann etwas ruhiger. Angenehm ist es, dass die Oberflächentemperaturen des Gehäuses immer im grünen Bereich sind und der Lüfter im Idle nun nicht mehr zwischendrin anspringt. Dank einer TDP von 91 W fällt der Stromverbrauch gerade unter Last deutlich höher aus, als bei der Mobile-Konkurrenz, aber auch im Leerlauf liegt der Stromhunger über dem, was Gaming-Notebooks aktuell benötigen.

Einen rundum überzeugen Eindruck hinterlässt das Display, das nicht nur G-Sync-Support bietet, sondern auch hell, kontrastreich und farbneutral ist. Das FullHD-Panel sorgt zudem dafür, dass die Gaming-Hardware nicht über Gebühr belastet wird, was sich auf lange Sicht auszahlen wird.

Alles in allem ist das Schenker Technologies XMG U706 ein Gaming-Powerhouse, wie es im Buche steht. Das XMG U706 ist aktuell eines der schnellsten Gaming-Notebooks und dabei trotz seiner Desktop-CPU nicht größer als viele Konkurrenten, Nachteile gibt es aber beim Stromverbrauch und der Wärmeentwicklung.

eh schenker u706

Positive Aspekte des Schenker Technologies XMG U706 Ultimate:

Negative Aspekte des Schenker Technologies XMG U706 Ultimate:


Schenker Technologies XMG U706
Hardware 
 
Prozessor: Intel Core i7-6700K
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 4,0 GHz
Prozessor - Turbotakt: 2,2 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 8 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 980M

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 8 GB
Festplatte/SSD

250 GB + 1 TB

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD + HDD

Optisches Laufwerk -
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Display - G-Sync ja
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 14 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 103
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 107 x 62 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 2
Thunderbolt: 1
VGA: -
USB 2.0:

-

USB 3.0 4 + USB 3.1 Typ-C
Firewire -
eSATA: -
Audio: 4x 3,5 mm
Gehäuse 
 
Akku: 82 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 418 x 282 x 38,7 mm
Gewicht 3,9 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 2.849 Euro
Garantie: 24 Monate

Systemleistung (1)

Cinebench 11

CPU

9.09 XX


8.78 XX


8.69 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

884 XX


811 XX


743 XX


Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8

Creative

5444 XX


4994 XX


4907 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8

Home

4740 XX


4496 XX


4382 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser


Systemleistung (2)

PC Mark 7

7456 XX


7430 XX


6405 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

2530.0 XX


2512.0 XX


1710.0 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

0.11 XX


0.16 XX


0.17 XX


ms
Weniger ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

30.12 XX


27.6 XX


25.77 XX


GB/Sek.
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

343 XX


339 XX


316 XX


cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

1111 XX


1087 XX


934 XX


Wert:1
Mehr ist besser

bench display

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

74 XX


98 XX
80 XX


89 XX
87 XX


82 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

46.7 XX


33.9 XX
49.2 XX


33.8 XX
54.3 XX


34.8 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite

bench temp unterseite

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

198 XX


106 XX
180 XX


86 XX
167 XX


79 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PC Mark 8 - Home/Creative

145 XX


167 XX
114 XX


133 XX
86 XX


115 XX
Minuten
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme

Idle/Load

234.0 XX


25.3 XX
265.0 XX


30.3 XX
313.0 XX


36.2 XX
Watt
Weniger ist besser


Gamingleistung

3D Mark - Cloud Gate

maximal

29805 XX


27493 XX


24182 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Fire Strike

maximal

11429 XX


8688 XX


8631 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Ice Storm

maximal

169245 XX


151814 XX


89382 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark 11

maximal

15380 XX


12268 XX


11618 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser


Tomb Raider

1280 x 720 - High Settings

357.4 XX


259.3 XX


256.0 XX


frames per second
Mehr ist besser

Tomb Raider

1920 x 1080 – High Settings

207.7 XX


145.7 XX


144.9 XX


in fps
Mehr ist besser

Total War: Attila

1280x720 - High Settings

68.6 XX


59.7 XX


53.1 XX


frames per second
Mehr ist besser

Total War Attila

native Auflösung - High Settings

66.4 XX


58.2 XX


52.5 XX


frames per second
Mehr ist besser

GTA V

1280x720 - high Settings

98.07 XX


80.12 XX


79.6 XX


frames per second
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - high Settings

94.83 XX


79.5 XX


75.1 XX


frames per second
Mehr ist besser

DiRt Rally

1280x720 - High Settings

145.15 XX


143.59 XX


frames per second
Mehr ist besser

DiRt Rally

native Auflösung - High Settings

141.7 XX


128.3 XX


120.33 XX


frames per second
Mehr ist besser