MSI GT72: Vollgepacktes Skylake-Notebook für Gamer im Test

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msi gt72 skylake test teaser

Nach unserem Test zum GE62 versorgte uns MSI mit einem weiteren Gaming-Notebook der High-End-Klasse. Abgesehen von der Hardware gibt es beim Gehäuse des MSI GT72 im Vergleich zum Broadwell- oder gar Haswell-Vorgänger jedoch nicht viel Neues. Mit dabei sind neben einer neuen Skylake-CPU nun auch USB 3.1 Typ-C, eine schnelle M.2-SSD mit NVMe-Protokoll und NVIDIAs G-Sync-Technologie. Wie sich das neue GT72 mit übertaktbarem Intel Core i7-6820HK und NVIDIA-GeForce-GTX-980M schlägt, erfährt man in diesem Artikel.

Das MSI GT72 konnte uns schon in der Vergangenheit immer wieder überzeugen – sowohl die Broadwell- wie auch die Haswell-Generation staubten dank einer hohen Spieleleistung, einer reichhaltigen Ausstattung und einer guten Verarbeitungsqualität unseren heiß begehrten Excellent-Hardware-Award ab. Nun hat MSI sein Erfolgsgerät auf Intels neue Skylake-Generation umgestellt. Zwar bleibt beim Gehäuse alles beim Alten und auch das von uns immer wieder kritisierte Tastatur-Layout ist weiterhin mit dabei, dafür bessert man vor allem bei der Hardware nach. Neben dem Intel Core i7-6820HK, welcher sich dank des nach oben hin geöffneten Multiplikators spielend leicht übertakten lässt, gibt es nun auch Unterstützung für NVIDIAs G-Sync-Technologie. Ebenfalls mit an Bord sind jetzt ein USB-3.1-Typ-C-Anschluss und eine schnelle M.2-SSD mit NVMe-Protokoll. Der NVIDIA GeForce GTX 980M hat man zudem ein Speicher-Upgrade auf satte 8.192 MB GDDR5-Videospeicher spendiert und einen neuen Sport-Modus integriert.

Unser Testsample wird dabei vom aktuellen Skylake-Topmodell angetrieben. Dem Intel Core i7-6820HK zur Seite stehen insgesamt 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher, was ebenfalls ein Novum für das GT72 ist, denn bislang setzte man noch auf den älteren DDR3-Standard. Dazu gibt es eine 256-GB-SSD im M.2-Format und NVMe-Support sowie eine zusätzliche 2,5-Zoll-Magnetspeicherfestplatte als Datengrab mit 1 TB Speicher. Ein DVD-Brenner ist weiterhin vorhanden, beim vorinstallierten Betriebssystem kommt nun Windows 10 zum Einsatz. Die beleuchtete SteelSeries-Tastatur samt Nummernblock gehört ebenfalls wieder zur Grundausstattung. Das Display ist ein 17-Zoll-Modell mit Full-HD-Auflösung, welches erstmals G-Sync unterstützt, womit sich die Bildwiederholrate des Monitors der der Grafikkarte anpasst. Das reduziert störende Tearing-Effekte und nervige Ruckler trotz hoher Bildraten.

Gutes aber klobiges Gehäuse

MSI war in den letzten Jahren stets bemüht, im Bereich der Gaming-Notebooks zu den Konkurrenten aufzuholen. Was im Bereich der Hardware und damit der Performance problemlos gelang, war bei den Gehäusen etwas schwieriger. Beim neuen GT72 der Skylake-Generation setzt man auf Altbewährtes, was man schon zwei Generationen vorher deutlich verbessert hat. Zwar bringt der 17-Zöller mit 3,8 kg noch immer einiges auf die Waage und ist mit einer Bauhöhe von 4,8 cm ein dicker Klopper, die Verarbeitung aber kann sich sehen lassen. Das Gerät wirkt sehr stimmig, was auch den "Bügelfalten" am Deckel zuzuschreiben ist. Im geschlossenen Zustand bleibt auch hier das altbekannte Gaming-Logo mit Drachen-Emblem der größte Eyecatcher, während der Rest im schlichten Schwarz gehalten ist.

msi gt72 skylake test 02
MSI GT72

Am schlichten Design ändert sich nichts, wenn der Deckel geöffnet wird, denn auch das Top-Case kann mit einer klaren Linien-Führung aufwarten. Im ausgeschalteten Zustand zieht einzig der dezent rot hinterlegte Bereich der Lautsprecher die Blicke auf sich und auch der Aufkleber mit den Leistungsdaten sticht hervor. Das schlichte Aussehen aber ändert sich spätestens dann, wenn das GT72 in Betrieb genommen wird.

msi gt72 skylake test 05
MSI GT72

Dann schaltet sich die Hintergrundbeleuchtung der SteelSeries-Tastatur hinzu, welche standardmäßig in Regenbogen-Farben aufleuchtet. Von Blau über Gelb bis Grün und Orange oder Rot – alle erdenklichen Farben sind möglich. Wer die schiere Farbenpracht nicht mag, kann die Hintergrundbeleuchtung auf eine einzige Farbe reduzieren. Dank der Größe von 17 Zoll gibt es auch einen Nummernblock, was vor allem diejenigen erfreuen dürfte, die häufig mit vielen Zahlen hantieren müssen. Die Tasten fallen hier allerdings deutlich kleiner aus, was ein schnelles Tippen erschwert.

msi gt72 skylake test 12
MSI GT72

Die Tastatur wurde erneut in Kooperation mit den Experten von SteelSeries entwickelt. Auf ihr lässt sich hervorragend tippen. Die in der Regel 15 x 15 mm großen Tasten besitzen einen sehr angenehmen Hub und können mit einem präzisen Druckpunkt aufwarten. Leider aber setzt MSI auch dieses Mal wieder auf ein ungewöhnliches Tastatur-Layout, bei dem zahlreiche Sondertasten an eine neue Position rücken. Beispielsweise ist die Windows-Taste zum Öffnen des Startmenüs in der letzten Zeile weit nach rechts gerutscht und auch die Kombination aus STRG + ALT+ ENTF zum Starten des Windows-Taskmanagers ist erst nach anfänglicher Suche möglich. Entsprechend langwierig fällt die Umgewöhnung aus und ein regelmäßiger Switch zwischen Desktop und Notebook wird unnötig erschwert. Schade, dass MSI sich unserer Kritik hier nicht angenommen hat. Dafür aber weiß das Touchpad zu gefallen. Dieses ist nicht nur ausreichend groß dimensioniert und sondern besitzt auch gute Gleiteigenschaften.

Viele moderne Anschlüsse

Aufgrund seiner Dicke und Größe konnte MSI sein GT72 abermals mit einer Vielzahl moderner Anschlüsse ausstatten. Auf der linken Seite bietet das Notebook neben vier USB-3.0-Schnittstellen einen Kartenleser und vier vergoldete 3,5-mm-Klinkenbuchsen für den Anschluss eines Headsets.

msi gt72 skylake test 14
MSI GT72

Auf der gegenüberliegenden Seite stehen zwei weitere USB-2.0-Ports sowie der Einlass für den DVD-Brenner zur Verfügung. Blu-ray-Disks spielt dieses zumindest in unserer Ausführung nicht ab. 

msi gt72 skylake test 13
MSI GT72

Weitere Anschlüsse sind an der Geräte-Rückseite zu finden, wo das Netzteil angeschlossen wird. Hier ist einer der beiden Mini-DisplayPorts einem USB-3.1-Typ-C-Anschluss gewichen. Einen HDMI-Port und die Ethernet-Buchse mit Gigabit-Geschwindigkeit und Killer-Technologie für die Priorisierung der Spiele-Daten gibt es an dieser Stelle weiterhin.

Üppige Ausstattung

Der Aufkleber offenbart, was im MSI GT72 steckt und mit welchen Features es ausgestattet ist. Mit dabei ist nun auch die bereits erwähnte G-Sync-Unterstützung, aber auch das SuperRAID 4. Zwei der insgesamt vier M.2-Slots unterstützen das NVMe-Protokoll für noch höhere Übertragungsraten für die SSD. Der Nahimic Audio Enhancer soll für einen überzeugenden virtuellen Raumklang sorgen und gleichzeitig Hintergrundgeräusche bei der Telefonie über das Internet herausrechnen. Die 2.1-Soundlösung samt Subwoofer auf der Geräte-Unterseite wurde abermals in Kooperation mit Dynaudio entwickelt. Dazu gibt es zahlreiche Software-Anwendungen wie den Xsplit Gamecaster oder die MSI eigene Gaming-App.

msi gt72 skylake test 07
MSI GT72

Neben der Tastatur hat MSI fünf weitere Schalt-Knöpfe untergebracht, womit sich das GT72 starten, die Tastatur-Hintergrundbeleuchtung einstellen oder aber die Geschwindigkeit der Lüfter automatisch auf das Maximum stellen lässt. Im neuen Sport-Modus übertaktet MSI den Intel Core i7-6820HK im Übrigen leicht, denn dann werden alle vier Rechenkerne standardmäßig mit den vollen 3,7 GHz angesteuert. Im Turbo-Modus ist das standardmäßig nicht der Fall. Der Prozessor rechnet dann mit maximal 3,6 GHz, reduziert allerdings bei voller Belastung auch leicht seine Geschwindigkeit.

MSI verfolgt mit dem GT72 der Skylake-Generation weiterhin seinem positiven Trend und bessert ein einigen Stellen nach.


Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim MSI GT72 im Großen und Ganzen keine Abstriche gemacht werden müssen. Wie bei jedem anderen Test-Notebook gilt auch hier: Unsere Testkonfiguration sollte lediglich als Vorschlag angesehen werden, denn in vielen Bereichen gibt es den 17-Zöller auch mit anderen Komponenten. 

Systemleistung

Das MSI GT72 ist nach dem GE62 bereits das zweite Gaming-Notebook der Taiwaner in unseren Testhallen, das auf die neue Skylake-Generation von Intel setzt. Während der kleinere Familien-Ableger hier noch von einem Intel Core i7-6700HQ angetrieben wird, verrichtet im größeren GT72 ein Intel Core i7-6820HK seine Dienste. Dieser besitzt zwar ebenfalls vier Rechenkerne, die dank HyperThreading-Unterstützung bis zu acht Threads gleichzeitig bearbeiten können, die Taktraten erreichen hier allerdings je nach Last und Temperatur Werte von 2,7 bis 3,6 GHz, was gut 100 MHz über dem kleinen Schwestermodell liegt. Allerdings fällt auch der L3-Cache mit einer Kapazität von 8 MB etwas größer aus. Beim Intel Core i7-6700HQ beläuft sich dieser noch auf 6 MB. Gefertigt wird auch der Intel Core i7-6820HK bereits im 14-nm-Verfahren und bietet Unterstützung für DDR3L, PLDDR3 und DDR4, wobei sich MSI für letzteren Speicherstandard entschieden hat und zwei Module im Dual-Channel mit 2.133 MHz betreibt. Damit erreicht das System eine Speicherbandbreite von 25,77 GB/s, was nur geringfügig über dem GE62 liegt.

Dank der höheren Taktraten kann das MSI GT72 im Vergleich zum GE62 in beiden Cinebench-Benchmarks noch einmal kräftig zulegen. Während es der Intel Core i7-6700HQ auf 7,43 bzw. 680 Punkte bringt, sind es beim Core i7-6820HK 811 respektive 8,78 Punkte. Damit wird der Intel Core i7-4720HQ, welcher bislang als Haswell-Ableger in den meisten Gaming-Notebooks Verwendung fand, überboten – genau wie die Broadwell-Generation.

Da der Intel Core i7-6820HK über einen nach oben hin geöffneten Multiplikator verfügt, haben wir es uns nicht nehmen lassen, die CPU ein klein wenig zu übertakten. Ohne Spannungserhöhung erreichten wir stabile 4,0 GHz. 4,1 GHz wären zwar ebenfalls für unsere Tests möglich gewesen, jedoch waren die Taktraten nicht primestable. Mit der Takterhöhung von 400 bzw. 300 MHz gegenüber dem Sport-Modus erreichten wir im Cinebench R11.5 8,98 Punkte, im FireStrike-Preset von 3DMark waren 8.688 Punkte zu holen. Noch höhere Taktraten werden aufgrund der Kühlung allerdings schwierig – hier sind wir auf das erste wassergekühlte Notebook von ASUS gespannt.

Cinebench 15

CPU

884 XX


811 XX


743 XX


680 XX


Punkte
Mehr ist besser

Eine brachiale Geschwindigkeit weist auch die neue M.2-SSD auf, die dank NVMe-Protokoll in unseren Benchmarks eine Lesegeschwindigkeit von satten 2,53 GB/s erreicht. Damit ist die Alltagsleistung hervorragend. Das Betriebssystem ist binnen weniger Sekunden geladen und auch Programme und Spiele starten fast ohne Verzögerung. Die mittlere Zugriffszeit ist mit 0,17 ms sehr gut. Mit 256 GB sollte auf dem Laufwerk allerdings nur die wichtigste Software installiert werden, denn aktuelle Spielekracher belegen hier gerne alleine schon über 60 GB Speicherplatz. Hierfür hat MSI in unserem Gerät eine 2,5-Zoll-HDD mit einem Terabyte Speicher verbaut. Die ist allerdings nicht ganz so schnell und erreicht nur eine Leserate von knapp 90 MB/s. Für Spiele ist das allerdings ausreichend. Wer mehr Power haben möchte, kann weitere M.2-SSDs verbauen, denn im GT72 haben insgesamt vier solche Modelle Platz. NVMe unterstützen allerdings nur zwei der Slots.

PCMark 8

Creative

5444 XX


4994 XX


4907 XX


0 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Viel wichtiger als die Leistung des Prozessors oder des Arbeitsspeichers und der SSD ist für Gamer die Grafikkarte. Hier entschied sich MSI für das aktuelle Flaggschiff der M-Familie, denn Konkurrenz macht dem mobilen Grafikprozessor einzig die erst kürzlich vorgestellte GeForce GTX 980. Das Schenker Technologies XMG U726 ist bereits mit einer solche Grafikkarte ausgestattet und das hatten wir erst vor wenigen Tagen im Test.

Die GeForce GTX 980M basiert auf der zweiten Maxwell-Generation und baut auf dem GM204-Chip auf, welcher so auch auf den beiden Desktop-Ablegern GeForce GTX 980 und GeForce GTX 970 zum Einsatz kommt. Allerdings wurde diese etwas beschnitten. Zur Verfügung stehen nur noch zwölf SSM-Cluster, woraus sich insgesamt 1.536 Shadereinheiten ergeben. Jeder dieser Shadercluster besitzt aber weiterhin acht Textureinheiten, womit in der Summe 96 TMUs bereitstehen. Beim Speicher setzen MSI und NVIDIA auf 8.192 MB GDDR5-Videospeicher, welcher über einen 256 Bit breiten Datenbus angebunden ist und die Speicherkomprimierung der Maxwell-Architektur unterstützt. Im Vergleich zum Broadwell-Vorgänger des GT72 hat MSI den Speicherausbau damit verdoppelt. Weiterhin mit dabei sind 64 Rasterendstufen.

Bei den Taktraten hält sich MSI strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede. Chip und Speicher machen sich mit einer Geschwindigkeit von 1.038 bzw. 1.253 MHz ans Werk. Je nach Temperatur und Lastzustand kann zumindest der Grafikchip auch höhere Taktraten im Boost fahren. MSI und NVIDIA geben hier mindestens 1.127 MHz an. Damit spielt das MSI GT72 natürlich ganz oben in den Leistungsbenchmarks mit, wenn man einmal von den dick ausgestatteten SLI-Geräten mit mehreren Grafikkarten absieht. 

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

207.7 XX


145.7 XX


144.9 XX


116.8 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Ein Spielen ist mit dem GT72 vor allem unter Verwendung des integrierten 17-Zoll-Displays mit Full-HD-Auflösung problemlos möglich. Einbrüche bei der Bildwiederholrate gibt es keine und selbst hardware-hungrige Spiele wie Grand Theft Auto 5 oder The Witcher 3 sind mit allen Details gut spielbar. 

Gute Kühlung

Leistungsfähige Gaming-Hardware muss nicht nur ausreichend hohe Bildraten auf den Bildschirm bringen, sondern obendrein sehr gut gekühlt werden, damit sie ihre volle Leistung dauerhaft entfalten kann. Probleme hat das MSI GT72 wie schon seine Vorgänger-Modelle hier nicht. Zwar werden Prozessor und Grafikkarte mit 89 bzw. 80 °C vergleichsweise heiß, zu Einbrüchen der Performance kam es dabei jedoch nicht. Der Prozessor reduzierte unter Volllast zwar seine Geschwindigkeit und rechnete mit etwa 3,2 bis 3,3 GHz, zum Thermal-Throttling aber kam es auch nach längerer Last-Zeit nicht. 

Sehen lassen können sich auch die Oberflächen-Temperaturen. Die Handballen-Auflage wird hier im 3D-Betrieb mit durchschnittlich etwa 25,6 °C zwar etwas wärmer als die Geräte-Unterseite mit etwa 24,2 °C, dafür gibt es nur sehr wenige heiße Stellen. Wir haben zwischen 20,1 und 35,5 °C gemessen. Im normalen Windows-Betrieb bleibt das MSI GT72 auf Skylake-Basis mit maximal 23,1 °C deutlich kühler. Die Lüfter mussten hierfür aber schon deutlich aufdrehen. Unter Volllast machten sich diese mit einem Schallpegel von bis zu 54,3 dB(A) ans Werk, womit unser Testmuster zu den lautesten Modellen gehört. Im 2D-Betrieb ist die Geräuschkulisse mit maximal 34,8 dB(A) schon deutlich angenehmer. Ein ständiges Auf- und Abdrehen der Lüftersteuerung gab es während unserer Tests nicht. Sehr löblich!

bench temp oberseite gt72

Kaum Akkuleistung

Aufgrund der leistungsfähigen und durchaus stromhungrigen Hardware-Ausstattung und vor allem auch wegen des 17 Zoll großen Bildschirms ist das MSI GT72 auf Skylake-Basis wie schon seine Vorgänger kein Dauerläufer im Akku-Betrieb. Der 86,6 Wh starke Stromspender schafft gerade einmal Laufzeiten von etwa 80 bis 167 Minuten. Als Desktop-Replacement, wie es das MSI GT72 eigentlich auch ist, ist das allerdings nicht weiter schlimm. 

Je nach Leistungszustand werden bei vollem Akku zwischen 25,3 und 234,0 W aus der Steckdose gezogen. Da das System im Leerlauf automatisch auf die integrierte Skylake-Grafiklösung umstellt, ist die Leistungsaufnahme im 2D-Betrieb verglichen mit anderen Geräten sehr gut, unter Last zählt das Gerät allerdings eher zu den stromhungrigsten seiner Art.


Helles Display mit guter Ausleuchtung

Deutlich besser als noch beim GE62 gefällt uns beim GT72 das Display. Hier setzt MSI auf ein 17,3 Zoll großes IPS-Panel aus dem Hause LG, welches mit einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten arbeitet. Dieses erreicht Helligkeitswerte von bis zu 339 cd/m² und ist damit ausgesprochen hell, was auch einen Betrieb in gut beleuchteten Umgebungen ermöglicht. Die dunkelste Stelle liegt mit 304 cd/m² ebenfalls noch über der 300-cd/m²-Marke. Insgesamt erreicht das Panel eine Homogenität von fast 90 % – ein durchaus guter Wert.

msi gt72 skylake test 11
MSI GT72

Auch die Kontrastwerte sind mit 1.111:1 sehr gut. Stellenweise ist das Display mit Farbtemperaturen von über 6.700 Kelvin zwar etwas blaustichtig, im Schnitt sind die Werte mit 6.568 Kelvin aber gut.

bench display gt72

Fazit

MSI knüpft mit der Umstellung seiner Gaming-Notebooks auf die neuen Skylake-Prozessoren an seine Erfolge an. Das GT72 ist ein sehr gutes Gaming-Notebook mit umfangreicher Ausstattung. Auch wenn dieses noch immer ein schwerer und sperriger Klopper ist, können die inneren Werte überzeugen. Die neueste USB-3.1-Typ-C-Schnittstelle und die äußerst schnelle M.2-SSD mit NVMe-Protokoll tun der neuen Generation richtig gut. Übertragungsraten von über 2,5 GB/s haben wir bislang selten in einem Notebook gesehen. Der Intel Core i7-6820HK schließt leistungsmäßig zu den bisherigen Broadwell-Prozessoren auf und ist in Kombination mit der NVIDIA GeForce GTX 980M durchaus in der Lage, alle aktuellen Grafikkracher in der nativen Display-Auflösung darzustellen. Mehr Leistung gibt es eigentlich nur mit der GeForce GTX 980, wie sie beispielsweise im Schenker Technologies XMG U726 verbaut wird.

Das Display ist ausgesprochen hell, die Kontrastwerte sind sehr gut – auch hier hat MSI noch einmal deutlich nachgebessert. Weiterhin ist nun NVIDAs G-Sync-Technologie mit an Bord. Zu gefallen wissen auch die SteelSeries-Tastatur mit ihrer farbenfrohen Beleuchtung, der 2.1-Sound mit Subwoofer, das Touchpad mit seinen guten Gleiteigenschaften und die Verarbeitungsqualität. Schade, dass die Akku-Laufzeit und die Geräuschkulisse keinen Schritt nach vorne gemacht haben. Hier gehört das MSI GT72 eher zu den schlechteren Modellen. Wer das Gerät allerdings als Desktop-Replacement einsetzen möchte, für den sind diese Kriterien weniger von Bedeutung.

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Wie schon beim Broadwell- und Haswell-Vorgänger zücken wir aufgrund der sehr guten Leistungswerte, der reichhaltigen Ausstattung und den vielen weiteren Verbesserungen abermals unseren Excellent-Hardware-Award! Herzlichen Glückwunsch!

msi gt72skylake award

Positive Aspekte des MSI GT72:

Negative Aspekte des MSI GT72:


MSI GT72 Skylake
Hardware 
 
Prozessor: Intel Core i7-6820HK
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,7 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,6 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR4
Grafikkarte

1x NVIDIA GeForce GTX 980M

Grafikkarte - Grafikspeicher 1x 8 GB
Festplatte/SSD

256 GB + 1 TB

Festplatte - Geschwindigkeit

1x 256 GB M.2-SSD - 2,53 GB/s
1x 1 TB HDD - 91 MB/s

Optisches Laufwerk DVD-Brenner
Display 
 
Display - Technik: IPS
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1.920 x 1.080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 102
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 113 x 65 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 1
Thunderbolt: -
VGA: -
USB 2.0:

0

USB 3.0 6 + USB 3.1 Typ-C
Firewire -
eSATA: -
Audio: 4x 3,5 mm
Gehäuse 
 
Akku: 86,6 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 428 x 294 x 48 mm
Gewicht 3,8 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 2.699 Euro
Garantie: 24 Monate

Systemleistung (1)

Cinebench 11

CPU

9.09 XX


8.78 XX


8.69 XX


7.43 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

884 XX


811 XX


743 XX


680 XX


Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Creative

5444 XX


4994 XX


4907 XX


0 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

PCMark 8

Home

4740 XX


4496 XX


4382 XX


3248 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Systemleistung (2)

PCMark 7

7456 XX


7430 XX


6405 XX


6017 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

2530.0 XX


2512.0 XX


2174.0 XX


525.9 XX


MB/s
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

0.11 XX


0.16 XX


0.17 XX


0.23 XX


ms
Weniger ist besser

Speicherdurchsatz

Datenrate

30.12 XX


27.6 XX


25.77 XX


25.59 XX


GB/s
Mehr ist besser


Display

Helligkeit

343 XX


339 XX


316 XX


313 XX


cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

1111 XX


1087 XX


934 XX


842 XX


Wert:1
Mehr ist besser

bench display gt72

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

73 XX


86 XX
74 XX


98 XX
74 XX


70 XX
80 XX


89 XX
87 XX


82 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

46.7 XX


33.9 XX
48.9 XX


34.1 XX
49.2 XX


33.8 XX
52.1 XX


34.3 XX
54.3 XX


34.8 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite gt72

bench temp unterseite gt72

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

198 XX


106 XX
196 XX


56 XX
180 XX


86 XX
171 XX


112 XX
167 XX


79 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PCMark 8 - Home/Creative

145 XX


167 XX
122 XX


139 XX
121 XX


123 XX
114 XX


133 XX
86 XX


115 XX
Minuten
Mehr ist besser

Leistungsaufnahme

Idle/Load

159.4 XX


21.9 XX
203.7 XX


24.7 XX
234.0 XX


25.3 XX
265.0 XX


30.3 XX
313.0 XX


36.2 XX
Watt
Weniger ist besser


Gamingleistung

Futuremark 3DMark

Cloud Gate

29805 XX


27493 XX


24182 XX


20705 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Fire Strike

11429 XX


8688 XX


8631 XX


6716 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark

Ice Storm

169245 XX


151814 XX


89382 XX


81695 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Futuremark 3DMark 11

Performance

15380 XX


12268 XX


11618 XX


9604 XX


Futuremark-Punkte
Mehr ist besser


Tomb Raider

1.280 x 720 - High Settings

357.4 XX


259.3 XX


256.0 XX


202.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

207.7 XX


145.7 XX


144.9 XX


116.8 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

1.280 x 720 - High Settings

68.6 XX


59.7 XX


53.1 XX


45.9 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Total War: Attila

Native Auflösung - High Settings

66.4 XX


58.2 XX


52.5 XX


44.1 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

1.280x720 - High Settings

98.07 XX


80.12 XX


79.6 XX


63.5 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

GTA V

Native Auflösung - High Settings

94.83 XX


79.5 XX


75.1 XX


59.4 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

1.280x720 - High Settings

145.15 XX


143.59 XX


101.7 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

DiRt Rally

Native Auflösung - High Settings

141.7 XX


128.3 XX


120.33 XX


95.3 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

1.280 x 720 – High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

The Witcher 3

Native Auflösung - High Settings

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser