Dell XPS 13 mit Infinity Display im Test

Veröffentlicht am: von

dell xps 13 9343 07 950x633Viele Worte muss man über das neue XPS 13 eigentlich nicht mehr verlieren. Schließlich war Dells kleines Notebook einer der Stars der diesjährigen CES, durchaus zurecht mit diversen Best-of-Show-Awards ausgezeichnet. Nun musste das System mit der internen Modellbezeichnung 9343 aber abseits des Scheinwerferlichts den Testparcours auf der Suche nach Schwachstellen durchlaufen. Werden die hohen Erwartungen erfüllt?

Denn wie die Vergangenheit zeigt, können zwischen Präsentation und Realität deutliche Lücken klaffen. Schlechter als versprochen ausfallende Laufzeiten, enttäuschende Displays statt brillanter Anzeigen, störende Lüfter statt nervenschonender Ruhe. Und tatsächlich: Nach den ersten Teststunden deutete sich genau dies auch beim XPS 13 an. Doch wie sich herausstellte, waren lediglich fehlerhafte Treiber sowie ein noch nicht ausgereiftes BIOS Schuld an den schlechten Werten. Ein paar Updates später sah es dann deutlich besser aus.

Klein, aber ausreichend groß

Doch vor den Messwerten steht das Gehäuse - eines von drei Highlights des neuen XPS 13. Das Notebook bringt es trotz 13,3 Zoll messenden Displays auf gerade einmal 304,0 x 200,0 x 15,0 mm, Apples MacBook Air in der 11-Zoll-Ausgabe misst immerhin auch schon 300,0 x 192,0 x 17,0 mm, Lenovos Yoga 3 Pro - das ebenfalls als sehr kompakt gilt - schafft 330,0 x 228,0 x 12,8 mm; der Vorgänger 9993 des neuen Modells brachte es auch 316,0 x 205,0 x 18,0 mm. Der Grund für die geringen Abmessungen des XPS 13 ist kein Hexenwerk, sondern nach Angaben der Texaner harte Ingenieursarbeit. Denn zusammen mit Sharp hat man etlichen Stunden in die Entwicklung eines Panels gesteckt, das mit einem möglichst dünnen Rahmen auskommt. Das Ergebnis sind rechts, links und oberhalb der Anzeige 5,2 mm, die den Bildschirm selbst vom äußersten Rand des Deckels trennen. Auswirkungen hat dieses Schrumpfen entsprechend auf das gesamte System. Denn wenn weniger Platz zur Verfügung steht, müssen Einbußen in Kauf genommen werden. Dell hat es an dieser Stelle jedoch geschafft, diese für den Nutzer so unauffällig wie möglich zu gestalten.

Ein mittlerweile bekannte Bild: Ds XPS 13 oben, ein MacBook Pro mit 13 Zoll unten
Ein mittlerweile bekannte Bild: Ds XPS 13 oben, ein MacBook Pro mit 13 Zoll unten

So bietet der Innenraum natürlich weniger Platz als bei einem 13-Zoll-Notebook üblich, die Tastatur bietet aber den gewohnten Komfort. Mit 14 x 14 mm fallen die wichtigsten Tasten zwar minimal kleiner (9993: 15 x 16 mm) aus, der Abstand fällt mit 4 mm aber identisch aus. Weitaus wichtiger ist jedoch, dass der Schreibkomfort das bekannt hohe Dell-Niveau erreicht. Der Druckpunkt ist bei allen Tasten identisch und vor allem nahezu ideal, ebenso überzeugt der Hub. Für weitere Pluspunkte sorgen die gleichmäßige und in zwei Stufen regulierbare Beleuchtung sowie die klare Beschriftung. Die erwähnten Abstriche betreffen im Falle der Tastatur die zu klein geratenen Tasten in der obersten Reihe sowie einige schmaler als üblich gestalteten Elemente, die aber in der Regel seltener genutzt werden.

Erstklassige Eingabegeräte: Tastatur mit hohem Komfort, Touchpad mit exzellenten Eigenschaften
Erstklassige Eingabegeräte: Tastatur mit hohem Komfort, Touchpad mit exzellenten Eigenschaften

Anders sieht es beim Touchpad aus, hier ist von Einbußen nichts zu erkennen, mit 105 x 600 mm fällt es sogar etwas größer als beim Vorgänger aus. Und auch hier hat Dell an der hohen Qualität festgehalten: Eingaben werden präzise erkannt, die Gleiteigenschaften sind hervorragend. Zudem verfügen die beiden integrierten Tasten über klar definierte Druckpunkte, einen optimalen Hub sowie eine optische Unterteilung. Für Linkshänder wichtig: Das Touchpad ist mittig platziert.

Neues altes Gehäuse

Mit der Verkleinerung des Gehäuses einher geht auch ein grundsätzlich neues Design. Wirkte das XPS 13 aus der Vogelperspektive bislang eher rund, fällt das Erscheinungsbild nun deutlich eckiger aus. Zwar sind die Enden nach wie vor abgerundet, die Radien sind jedoch deutlich geringer. Insgesamt wirkt das Notebook dadurch sachlicher, auch weil es kaum Eyecatcher gibt. Als solcher geht allenfalls der Einschalter nebst integrierter LED rechts neben der Tastatur durch. Kennern werden aber auch noch andere Unterschiede gegenüber dem Vorgänger auffallen. So verzichtet Dell beim neuen Modell auf den Aluminiumrahmen im Innenraum, dafür kommt das Leichtmetall nun anstelle von Kohlefaser am Boden zum Einsatz. Von der Seite betrachtet ist aus der Reihenfolge Aluminium, Aluminium, Kohlefaser nun Aluminium, Kohlefaser, Aluminium geworden. Aber nicht von allen Stilelementen hat Dell sich verabschiedet. Denn auch das neue XPS 13 weist die klare Keilform der Vorgänger auf, die dünnste Stelle misst lediglich 9 mm.

Neues Design mit Anleihen beim Vorgänger
Neues Design mit Anleihen beim Vorgänger

Wichtiger als die Optik ist jedoch die Material- und Verarbeitungsqualität. Durch das Festhalten an Aluminium und Kohlefaser bringt es das Notebook auf gerade einmal 1,2 kg (9993: 1,4 kg), wirkt aber dennoch robust und hochwertig. Letzteres vor allem aufgrund der Oberflächenbeschaffenheit. Die Kohlefaser-verstärkten Komponenten sind mit einer griffigen Oberfläche versehen, die sich aber nicht als Magnet für Fingerabdrücke oder Flecke entpuppt. Und trotz der diversen Übergänge zwischen den Bauteilen und Materialien gibt es an der Verarbeitung nichts auszusetzen. Weder gibt es ungleiche Spaltmaße noch erwähnenswerte Verformungen. Wie präzise hier gearbeitet wurde, zeigt der Fingertest: Beim Streichen über die Übergänge zwischen Aluminium und Kohlefaser sind diese kaum zu spüren. Damit wird ein Niveau erreicht, das durchaus als neuer Maßstab gelten darf. Will man dennoch etwas kritisieren, dann das nicht völlig mittig sitzende Scharnier - Jammern auf höchster Ebene.

Frosch-Webcam trifft aktuelle Schnittstellen

Einen ähnlichen Mangel gibt es aber auch in Hinblick auf die Ausstattung. Denn durch den schmalen oberen Display-Rand musste die Webcam in die untere linke Ecke wandern. Zwar reicht die gebotene Qualität der Kamera für Skype und Co. auch in dunkleren Räumen völlig aus, dem Gesprächspartner bietet sich jedoch eine eher ungewohnte Froschperspektive.

Ungewohnte Position: Die Webcam sitzt unten in der Ecke statt oben in der Mitte
Ungewohnte Position: Die Webcam sitzt unten in der Ecke statt oben in der Mitte

Davon abgesehen bietet das neue XPS 13 alles, was als Standard in dieser Preisklasse gelten sollte. Neben zwei USB-3.0-Ports steht ein Kartenleser, ebenso wie ein Mini-DisplayPort und eine Audio-Buchse zur Verfügung. Drahtlos kommuniziert werden kann per Bluetooth 4.0 und WLAN nach ac-Standard, dank 2x2-Anordnung sind hier bis zu 867 Mbit pro Sekunde möglich - falls der eingesetzte Router kompatibel ist. Auch gegen Aufpreis nicht erhältlich ist ein Mobilfunkmodem, ein traditioneller Kritikpunkt beim XPS 13. Ebenfalls altbekannt ist jedoch auch die überlegte Platzierung der Ein- und Ausgänge: Alle Ports liegen im hinteren Bereich der linken und rechten Seite. Weiter vorne sind hingegen die Lautsprecher platziert, die die übliche Ultrabook-Qualität liefern: Es fehlt etwas im mittleren und tiefen Bereich.

Wieder mit dabei ist auch die praktische Akkustandansanzeige, die auf Knopfdruck mittels fünf LEDs über den aktuellen Stand informiert.


Wer mil dem Kauf des neuen XPS 13 liebäugelt, hat - wie bei Dell üblich - die Wahl zwischen diversen Konfigurationen, die allerdings nicht alle im eigenen Online-Shop gelistet werden. Anders hingegen das Testmodell, das für 1.399 Euro angeboten wird. Neben einem Core i7-5500U werden 8 GB RAM sowie eine 256 GB fassende SSD verbaut. Gegen Aufpreis sind ein etwas schnellerer i7-5600U sowie eine 512 GB große SSD erhältlich, wer weniger ausgeben will, kann zum i5-5200U greifen. Der Einstieg beginnt dann bei 1.349 Euro.

Gerüstet für Office

Gegenüber dem im Medion Akoya E7416 verbauten Core i5-5200U unterscheidet sich der i7-5500U nur in wenigen Punkten. Dazu gehören der größere L3-Cache mit 4 statt 3 MB sowie die abweichenden Taktraten. Nominell arbeiten die beiden CPU-Kerne mit 2,4 GHz, im Turbo-Modus kann ein Kern bis zu 3,0 GHz erreichen; gleichzeitig sind maximal 2,9 GHz möglich. Die GPU ist hingegen abgesehen vom Maximaltakt - 950 statt 900 MHz - identisch, auch hier setzt Intel auf die HD Graphics 5500 (GT2). Der Rest in hingegen identisch: Gefertigt wird der Chip in 14 nm, Hyper-Threading ist ebenso mit an Bord wie die Virtualisierungstechniken VT-x und VT-d.

Eine weitere Parallele betrifft die Verlustleistung. Intel gibt auch hier 15 W an, Partner können die TDP allerdings auch auf 7,5 W absenken, der Basistakt liegt dann bei 600 MHz. Ob dies sinnvoll ist, hängt vor allem vom jeweiligen Gerät ab, ob die Drosselung einer knapp 400 US-Dollar teuren CPU aber die richtige Entscheidung ist, darf bezweifelt werden - vor allem angesichts der verfügbaren Core-M-Prozessoren.

Gerüstet für den Produktiveinsatz dank aktueller Schnittstellen und schneller CPU
Gerüstet für den Produktiveinsatz dank aktueller Schnittstellen und schneller CPU

Doch zurück zum XPS 13. In diesem hinterlässt der i7-5500U einen guten Eindruck. Cinebench spricht von für Ultrabook-Verhältnisse guten 3,04 und 294 Punkten (Cinebench 11 und 15), im Office-ähnlichen PCMark werden knapp 5.200 (PCMark 7) und etwa 2.600 Punkte (PCMark 8) erreicht. Im Vergleich schneidet Dells Neuling auch hier gut ab, für Word, Excel und Co. reicht die gebotene Leistung mehr als aus. Auch weil die SSD in der Spitze bis zu 526 MB pro Sekunde überträgt und sich somit nicht als Bremse entpuppt.

Erwartungsgemäß ungeeignet ist das XPS 13 hingegen für Spiele. Zwar sorgt die gegenüber der Haswell-Generation deutlich gesteigerte GPU-Leistung für höhere Bildwiederholraten, der Blick auf die 3DMark-Messungen offenbart jedoch die Unterschiede gegenüber dedizierten Grafiklösungen. Im Ice-Storm-Setting reicht es für annähernd 54.000 Punkte, im Fire-Strike-Szenario sind es 740 Punkte.

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Gute und schlechte Laufzeiten

Die eingangs erwähnte Verringerung des Platzangebots innerhalb des Gehäuses weckt zunächst die Befürchtung, Dell habe den Akku deutlich verkleinert - ähnlich, wie Lenovo es beim Yoga 3 Pro gemacht hat. Doch der Blick auf auf das Datenblatt sorgt für Entwarnung. Mit 52 Wh verfügt der Energiespeicher über eine Kapazität, die über dem Schnitt der 13-Zoll-Klasse liegt - obwohl es sich um ein 11-Zoll-Gehäuse handelt! Gegenüber dem Vorgänger blieb eine Verkleinerung des Akkus aber dennoch nicht aus, dieser bringt es auf 55 Wh.

Hält man sich zudem die weitaus höhere Display-Auflösung des neuen Modells vor Augen, wird die Effizienz des Broadwell-Prozessors deutlich. Denn bei geringer Last und einer Helligkeit von 120 cd/m² hält das Notebook mit einer Ladung knapp 11 Stunden durch, bei hoher Last sind es rund 2 Stunden. Zum Vergleich: Das XPS 13 des letzten Jahres brachte es auf rund 11,5 und 3,5 Stunden. Überraschend schlecht fallen die vom PCMark 8 ermittelten Laufzeiten aus. Hier schafft das XPS 13 lediglich 3,5 Stunden, was einen Platz am unteren Ende der Rangliste bedeutet. Den Grund hierfür war im Laufe des Tests nicht zu ermitteln, im manuellen Office-Test hielt das Gerät fast 6 Stunden durch.

Eine Erklärung für den schlechten Benchmark-Wert könnte der Spitzenverbrauch sein. Denn das XPS 13 genehmigt sich unter Last bis zu knapp 34 W. Im Leerlauf konnten maximal rund 12 W ermittelt werden, im Mittel begnügt sich das Notebook in einem solchen Szenario hingegen mit 5 bis 6 W.

Auch ohne Lüfter kühl

Seit dem Test des ersten Core M stehen Kühlung und Taktverhalten von Broadwell-Prozessoren unter genauer Beobachtung. Zwar gab es diesbezüglich schon bei Haswell-Modellen oftmals Auffälligkeiten. Das XPS 13 macht hier keine Ausnahme, um den größten Kritikpunkt vorwegzunehmen. Denn auch im Dell-Rechner wird die CPU unter hoher Last gedrosselt, wenn auch nicht so früh, wie bei anderen Broadwell-Modellen zu beobachten war.

Luftauslass auf der Unterseite: Das Kühlsystem bietet Schwächen
Luftauslass auf der Unterseite: Das Kühlsystem bietet Schwächen

Während die GPU mit mindestens 650 MHz im normalen Bereich arbeitet, wird der CPU-Part des Chips auf 800 MHz gebremst. Der Grund ist auch hier das Ausnutzen der thermischen Trägheit durch Intel, anders als bei den bislang getesteten Broadwell-Systemen erreicht die Prozessor im XPS 13 aber durchaus kritische Temperaturen. Denn nach langen Volllastphasen meldet das Notebook eine CPU-Temperatur von 100 Grad Celsius, die Grenze gibt Intel mit 105 Grad Celsius an. Dass der Auslöser nicht in erster Linie ein unzureichend konzipiertes Kühlsystem ist, zeigt die Wärmeentwicklung des Gehäuses. Denn hier werden in der Spitze punktuell 44 Grad Celsius erreicht, im Schnitt sind es 27 und 29 Grad Celsius an der Ober- und Unterseite. Dell scheint hier eine aggressive Strategie einzusetzen, dessen Ziel das Ausreizen der Prozessorleistung ist. Inwiefern dies zulasten der Haltbarkeit geht, kann nicht bewertet werden.

Offensichtlicher ist da schon, dass man sich Gedanken hinsichtlich der Lüftersteuerung gemacht hat. Denn im Leerlauf kommt dieser überwiegend nicht zum Einsatz, das XPS 13 ist dann unhörbar. Steigt die Last, wird auch der Lüfter aktiver, in der Masse der Zeit hält er sich dann mit etwa 32 bis 38 dB(A) aber noch zurück. Erst unter voller Last ist er dann unüberhörbar, mit 42,6 dB(A) und einer eher mittleren Tonlage bewegt er sich an der Grenze des Nervens.


Hell, scharf, kontrastreich

In seiner aktuellen Form möglich wird das neue XPS 13 erst durch das Display. Das gemeinsam mit Sharp entwickelte IGZO-Panel kommt mit dem genannten schmalen Rahmen aus und steht Dell in diesem Jahr exklusiv zur Verfügung. Ob sich dies lediglich auf genau dieses Modell bezieht oder auch auf andere Diagonalen und Auflösungen, ist nicht bekannt. Klar ist aber, dass man in Texas auch andere Notebooks mit einem Infinity Display - so die Marketingbezeichnung - ausstatten will, dies verriet man uns zumindest auf Nachfrage. Zumindest in den USA müssen Interessenten beachten, dass sich hinter Infinity Display nicht die Auflösung versteckt. Denn dort ist das XPS 13 sowohl mit Full-HD-Auflösung als auch mit 3.200 x 1.800 Pixeln (QHD+) erhältlich - hierzulande wird nur letztere angeboten.

bench display 360

Daraus ergeben sich mehr als ausreichend scharfe 276 ppi, mit denen Windows 8.1 aufgrund der eher mäßigen Skalierungsoptionen zu kämpfen hat; dieses Problem kennt man bereits von anderen Notebooks mit hochauflösenden Anzeigen. Qualitativ kann das Display beinahe vollständig überzeugen. Die Blickwinkel fallen sehr großzügig aus, Farben werden kräftig dargestellt und der Kontrast liegt bei sehr guten 2.595:1. Bei maximaler Einstellung erreicht die Hintergrundbeleuchtung zwischen 316 und 398 cd/m², die Homogenität liegt bei mittelmäßigen 79 Prozent.

Helles und scharfes Display mit tollem Kontrast, aber Problemen bei der Homogenität
Helles und scharfes Display mit tollem Kontrast, aber Problemen bei der Homogenität

Grund für diesen schlechten Wert ist ein einzelner Ausreisser. Denn die linke untere Ecke des Displays ist deutlich dunkler als der Durchschnitt (363 cd/m²). Ob es sich dabei um eine generelle Schwäche oder ein Problem des Testgeräts handelt, konnte Dell bislang nicht mitteilen, bei einer üblichen Helligkeit von 120 bis 150 cd/m² minimiert sich der Unterschied zwischen hellster und dunkelster Stelle jedoch deutlich. Ebenfalls nur Mittelmaß erreicht die Anzeige im Punkt Farbtemperatur. Hier bietet das XPS im Schnitt etwa 7.100 Kelvin, weiße Flächen driften entsprechend minimal ins Blaue ab; erkennbar jedoch erst im direkten Vergleich.

Ein weiterer Unterschied im Vergleich mit den US-Modellen: Hierzulande wird das Notebook lediglich mit Touch-Screen angeboten. Der eingesetzte Sensor arbeitete im Test präzise, der schmale Rand ist beim Nutzen der Windows-8-Gesten jedoch zunächst gewöhnungsbedürftig.

Fazit

Während so mancher Hersteller den Wechsel von Haswell zu Broadwell lediglich für eine leichte Modellpflege nutzt, hat Dell zum Rundumschlag ausgeholt - mehr als den Namen hat das XPS 13 mit seinen Vorgängern nicht mehr gemeinsam. Angesichts der guten Bewertungen, die die bisherigen Modelle erhalten haben, ein durchaus gewagter Schritt. Doch am Ende zeigt sich, dass Dell im Zuge der Entwicklung vieles richtig gemacht. Die Generation 2015 bietet mehr Leistung als in der Vergangenheit, ein in Summe besseres Display und dabei Maße, die man bislang so in der 13-Zoll-Klasse nicht kannte. Zudem hat man es geschafft, das hohe Niveau in Sachen Akkulaufzeit zu halten, ein Arbeitstag ohne Ladegerät sollte in der Regel durchaus zu überbrücken sein.

Die größten Schwächen: Unter voller Last stört der Lüfter, die CPU wird gedrosselt
Die größten Schwächen: Unter voller Last stört der Lüfter, die CPU wird gedrosselt

Zu guter Letzt bietet man aber auch in Hinblick auf Material- und Verarbeitungsqualität sowie Tastatur und Touchpad wieder Erstklassiges. hier muss sich das XPS 13 vor keinem Konkurrenten verstecken, im Gegenteil: Vor allem bei Verarbeitung und Haptik setzt Dell neue Maßstäbe. Punkte sammelt man aber auch durch den bei geringer Last lautlosen Betrieb des Notebooks und die aktuellen Schnittstellen - letztere darf man angesichts eines Preises von knapp 1.400 Euro aber auch erwarten.

Display und Verarbeitung sind die wichtigsten Pluspunkte
Display und Verarbeitung sind die wichtigsten Pluspunkte

Das gilt aber auch für ein unter Last nicht störendes Kühlsystem sowie eine konstante Leistung. Dass ersteres nicht gegeben ist, kann Dell direkt angelastet werden. Mehr als 41 dB(A) sind angesichts der Frequenzhöhen beim konzentrierten Arbeiten störend, die Drosselung der CPU muss einmal mehr Intel angelastet werden. Immerhin: Im XPS 13 wird die Leistung länger als in den bisher getesteten Broadwell-Systemen ausgereizt und im Alltag wird die Drosselung in dieser Form allenfalls selten auftreten, wie die Benchmarks zeigen. Vor dem Hintergrund der unter Last hohen Prozessortemperaturen ist die im Preis inbegriffene Garantie von nur einem Jahr jedoch ein Kritikpunkt, Werte um 100 Grad Celsius sind der Langlebigkeit nicht unbedingt zuträglich.

t award

Dennoch verdient das neue XPS 13 eine klare Empfehlung. Zum einen aufgrund des Displays, das angesichts der verringerten Gehäusemaße einen echten Fortschritt darstellt, zum anderen aufgrund des Komplettpakets. In Summe so überzeugt hat in den letzten Monaten kein Notebook, was Dells Rechner beinahe alternativlos macht - wer ein hochwertiges Ultrabook sucht und auch vor einer Investition von mehr als 1.000 Euro nicht zurückschreckt, kommt aktuell am XPS 13 nicht vorbei.

eh award

Als Konkurrenten in Betracht kommen allenfalls Lenovos Yoga 2 Pro (nur Haswell, geringere Auflösung, größeres Gehäuse) ab 900 Euro, Toshibas Kira (nur Haswell, geringere Auflösung, größeres Gehäuse) für 1.300 Euro sowie Acers Aspire R13 (geringere Auflösung, größeres Gehäuse, größere SSD) für 1.400 Euro.

Positve Aspekte des Dell XPS 13 (9343):

Negative Aspekte des Dell XPS 13 (9343):


Dell XPS 13 (9343)
Hardware 
Prozessor: Intel Core i7-5500U
Prozessor - Kerne: 2
Prozessor - Grundtakt: 2,4 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,0 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 4 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - DDR3
Grafikkarte

Intel HD Graphics 5500

Grafikkarte - Grafikspeicher -
Festplatte

1x 256 GB SSD

Optisches Laufwerk -
Monitor 
 
Display - Technik: IGZO
Display - Diagonale: 13,3 Zoll
Display - Auflösung: 3.200 x 1.800 Pixel
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Display - Touch: ja
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 14 x 14 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 81
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Abmessungen: 106 x 60 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: -
DVI: -
DisplayPort 1 (Mini)
Thunderbolt: -
VGA: -
USB 2.0: -
USB 3.0 2
Firewire -
eSATA: -
Audio: 1
Gehäuse 
 
Akku: 52 Wh
Material:

Aluminium, Kohlefaser

Abmessungen: 304,0 x 200,0 x 15,0 mm
Gewicht 1,2 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 1.499 Euro
Garantie: 12 Monate

Systemleistung

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

7-Zip

MIPS
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

MB/Sek.
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

ms
Weniger ist besser

PC Mark 7

maximal

Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8 - Home

maximal

Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8 - Creative

Punkte
Mehr ist besser

Gamingleistung

3D Mark - Ice Storm

maximal

Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Cloud Gate

maximal

Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Fire Strike

maximal

Punkte
Mehr ist besser

Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

bench display

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstaerke

Idle/Load

47.9 XX


31.1 XX
47.8 XX


34.7 XX
45.6 XX


32.1 XX
44.7 XX


31.6 XX
42.8 XX


31.0 XX
42.6 XX


0.0 XX
41.9 XX


30.6 XX
41.6 XX


29.8 XX
40.2 XX


33.6 XX
39.7 XX


31.4 XX
39.0 XX


31.7 XX
38.0 XX


32.8 XX
36.2 XX


31.7 XX
35.9 XX


31.9 XX
35.1 XX


32.3 XX
33.8 XX


28.4 XX
33.4 XX


32.5 XX
0.0 XX


0.0 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp unterseite

bench temp unterseite

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

991 XX


98 XX
847 XX


178 XX
730 XX


137 XX
703 XX


133 XX
699 XX


213 XX
646 XX


127 XX
532 XX


109 XX
512 XX


121 XX
504 XX


137 XX
496 XX


77 XX
469 XX


197 XX
461 XX


191 XX
434 XX


162 XX
425 XX


208 XX
399 XX


215 XX
286 XX


71 XX
286 XX


173 XX
278 XX


196 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PC Mark 8 - Home/Creative

331 XX


318 XX
289 XX


285 XX
278 XX


299 XX
259 XX


276 XX
240 XX


247 XX
230 XX


233 XX
226 XX


225 XX
226 XX


246 XX
222 XX


200 XX
218 XX


194 XX
213 XX


219 XX
210 XX


215 XX
208 XX


212 XX
208 XX


205 XX
206 XX


210 XX
171 XX


163 XX
157 XX


147 XX
Minuten
Mehr ist besser

Stromverbrauch

Idle/Load

13.7 XX


6.3 XX
14.3 XX


6.6 XX
16.4 XX


7.5 XX
17.8 XX


5.9 XX
20.1 XX


9.2 XX
27.5 XX


5.4 XX
28.2 XX


8.9 XX
29.6 XX


8.4 XX
29.8 XX


7.7 XX
29.9 XX


7.9 XX
30.6 XX


6.4 XX
31.1 XX


10.6 XX
33.9 XX


12.1 XX
39.7 XX


10.6 XX
40.7 XX


11.2 XX
41.9 XX


8.3 XX
57.6 XX


17.3 XX
61.5 XX


17.4 XX
Watt
Weniger ist besser