Medion Akoya E7416 mit Broadwell i5-5200U im Test

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medion akoya broadwell teaserWährend Intels Core M schon einige Tests über sich ergehen lassen musste, sind die leistungsstärkeren i-Ableger der Broadwell-Plattform noch eine große Unbekannte. Dank des 500 Euro teuren Medion Akoya E7416, das ab dem 29. Januar bei Aldi erhältlich sein wird, ist nun aber ein erster Blick möglich. Im Test zeigen wir, ob der i5-5200U nicht nur sparsamer, sondern auch stärker als sein Vorgänger ist.

Dass dabei ausgerechnet Medion als erster Hersteller ein solches Gerät für einen Test anbieten kann, ist keine große Überraschung. Denn Aldis Hoflieferant für Elektronik steht schon länger in dem Ruf, früh neue Komponenten zu verbauen, auch weil die Mutter Lenovo über einen gewissen Einfluss verfügt. Als besonderes Glück entpuppt sich dabei zudem die Wahl des Prozessors. Denn der i-5200U tritt die Nachfolge der „Brot- und Butter“-CPUs i5-4200U, -4300U und -4310U an und dürfte ebenso wie diese das wohl am häufigsten verbaute Modell werden.

Barebone mit Schwächen und Eyecatchern

Den Rahmen für Broadwell setzt ein Barebone unbekannter Herkunft. Auch auf Nachfrage wollte Medion den Hersteller nicht verraten, einzig Clevo als Lieferanten schloss man aus. Der 17-Zöller erreicht 420,0 x 279,0 x 28,0 mm sowie 2,6 kg und besteht vollständig aus Kunststoff. Im Vergleich mit Chassis in ähnlichen Preisbereichen verzichtet man auf glatte Oberflächen, was Optik und Haptik zugute kommen: Der leicht angeraute Werkstoff sieht nicht nur besser aus, sondern schmeichelt auch der Hand mehr als in der Vergangenheit. In puncto Design überzeugt das Gehäuse.

Ausgerechnet Medion bringt eines der ersten Broadwell-i5-Notebooks in den Handel
Ausgerechnet Medion bringt eines der ersten Broadwell-i5-Notebooks in den Handel

Ein Nachteil muss dies nicht sein, im Gegenteil. Denn die Optik ist harmonisch, kleinere Details wie beispielsweise die leicht versenkte Tastatur oder die Mesh-Nachbildung im oberen Bereich stellen Eyecatcher dar, ebenso die Gestaltung des Deckels, die farbliche Unterteilung von Ober- und Unterteil der Wanne oder die Gestaltung des Einschalt-Taste mitsamt Beleuchtung. Weitaus wichtiger ist jedoch, dass die Stabilität des Gehäuses gegenüber früheren Modellen deutlich verbessert werden konnte. Denn weder im Bereich der Handballenablage noch der Tastatur kommt es zu auffallenden Verformungen, auch mit Vorsatz sind keine Geräusche zu entlocken. Einzig beim Display hätte mehr Hand angelegt werden müssen, kritisch fällt die Verbiegbarkeit dort allerdings nicht aus.

Das Design ist dank kleinerer Details ansprechend
Das Design ist dank kleinerer Details ansprechend

Störender ist da schon die Verteilung der Schnittstellen. Denn alle acht Ein- und Ausgänge sind links und rechts unterhalb der Handballenablage platziert, was bei eingestecktem USB-Stick, Netzwerk- oder HDMI-Kabel schnell platzraubend wirken kann. Immerhin aber bietet Medion alle wichtigen Buchsen: Je zweimal USB 2.0 und 3.0, je ein VGA- und HDMI-Ausgang, ein kombinierter Audio-Anschluss und ein Ethernet-Port. Hinzu kommen ein SD-Kartenleser auf der Front, Bluetooth 4.0 sowie WLAN nach ac-Standard. Ebenfalls vorhanden sind ein vergleichsweise lauter DVD-Brenner, eher blechern klingende Lautsprecher mitsamt Dolby-Logo sowie eine HD-fähige Webcam, die aber selbst in hellen Räumen zu Bildrauschen neigt.

Druckpunkt und Hub der Tastatur gefallen, das Klappern sowie das schief eingesetzte Touchpad nicht
Druckpunkt und Hub der Tastatur gefallen, das Klappern sowie das schief eingesetzte Touchpad nicht

Dass Medion aber noch immer Luft nach oben hat, zeigen die Eingabegeräte. Zwar bietet die Tastatur einen mittlerweile ausreichend hohen Schreibkomfort dank eines ausgeprägten und gleichmäßigen Druckpunkts sowie eines guten Hubs, einen leicht „hölzernen“ Eindruck verhindert dies aber nicht - der in erster Linie durch ein Klappern bei nahezu jedem Anschlag entsteht. Zugute halten muss man jedoch die eindeutige und klare Beschriftung der Tasten sowie deren Größe. Selbst die Funktions- und Pfeiltasten bieten genügend Fläche. Dass man angesichts des Preises auf eine Hintergrundbeleuchtung verzichten muss, ist keine Überraschung. Erwarten darf man dafür jedoch, dass das Touchpad sauber eingepasst ist. Beim Testgerät war dies nicht der Fall. Nicht nur, dass die Fläche leicht entgegen dem Uhrzeigersinn verschoben war, die rechte untere Ecke lag sichtbar tiefer als der Rest. Auf die Funktionstüchtigkeit hatte dies jedoch keine Auswirkungen. Auch Multi-Touch-Gesten wurden korrekt erkannt und umgesetzt und Hub sowie Druckpunkt der integrierten Tasten konnten überzeugen. Als kleinerer Makel muss die fehlende optische Unterteilen der beiden Tasten festgehalten werden.


Dass der größte Teil des Budgets nicht in das Gehäuse des Akoya E7416 geflossen ist, zeigen nicht nur die kleineren Mängel, sondern auch Intels Preisliste. Denn für den neuen i5-5200U verlangt das Unternehmen aktuell 281 US-Dollar - und somit das gleiche wie für den Vorgänger. Auf die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Haswell und Broadwell sind bereits im Test des Lenovo Yoga 3 Pro eingegangen, an dieser Stelle deshalb nur eine kurze Zusammenfassung.

Die fünfte Core-Generation ist Intels Schema folgend ein „Tick“ - also lediglich die Strukturverkleinerung einer erprobten Architektur. Setzte man bei Haswell noch auf 22 nm, sind es nun 14. Die Vorteile dieses Schritts sind bekannt: Die Verlustleistung sinkt und damit auch die Wärmeentwicklung. Da Intel beim i5-5200U an der TDP von 15 W festhält, ist die Richtung klar: Das durch die Verkleinerung gewonnene Potential soll für eine Steigerung der Leistung genutzt werden.

Die Shot eines Dual-Core-Broadwells - der GPU hat Intel viel Platz gegönnt
Die Shot eines Dual-Core-Broadwells - der GPU hat Intel viel Platz gegönnt

Allerdings setzt man an dieser Stelle nicht auf einen höheren Turbo-Takt, sondern eine höhere Basis. Entsprechend erreicht der Prozessor nominell 2,2 statt nur 1,9 GHz wie noch der Vorgänger, gleichzeitig sind in der Spitze aber nur noch 2,7 (mit einem Kern) respektive 2,5 (mit beiden Kernen) statt 2,9 GHz möglich. In der Theorie bedeutet das: Die Grundleistung steigt gegenüber Haswell auf Kosten der Turbo-Werte. Damit weichen die i-Modelle ein Stück weit von den Core-M-Geschwistern ab. Denn während Intel bei letzteren auf einen geringen Grund- und einen hohen Turbo-Takt setzt, beim 5Y10 beispielsweise 0,8 und 2,0 GHz, und damit aufgrund der geringen TDP nur äußerst kurze Leistungsspitzen bieten kann, sollen erstere durch die enger beieinander liegenden Taktraten eine auf Dauer eher homogene Leistung auf hohem Niveau bieten. Kurzum: Wo ein Core M beim Programmstart, aber nicht beim Bearbeiten von Bildern oder Videos glänzen kann, soll ein Core i in allen Situationen punkten - der Preis dafür ist die höhere TDP.

  i5-5200U i5-4310U i5-4300U i5-4210U i5-4200U
Architektur Broadwell Haswell Haswell Haswell Haswell
Kerne / Threads 2 / 4 2 / 4 2 / 4 2 / 4 2 / 4
TDP / cTDP Down  15 W / 7,5 W 15 W / 11,5 W 15 W / 11,5 W 15 W / 11,5 W 15 W / 11,5 W
Strukturbreite 14 nm 22 nm 22 nm 22 nm 22 nm
L3-Cache 3 MB 3 MB 3 MB 3 MB 3 MB
Nominaltakt 2,2 GHz 2,0 GHz 1,9 GHz 1,7 GHz 1,6 GHz
Turbo-Takt
1 Kern
2,7 GHz 3,0 GHz 2,9 GHz 2,7 GHz 2,6 GHz
Turbo-Takt
2 Kerne
2,5 GHz 2,7 GHz 2,6 GHz 2,4 GHz 2,3 GHz
GPU HD 5500
(GT2)
HD 4400
(GT2)
HD 4400
(GT2)
HD 4400
(GT2)
HD 4400
(GT2)
GPU-Takt 0,3 - 0,9 GHz 0,2 - 1,1 GHz 0,2 - 1,1 GHz 0,2 - 1,0 GHz 0,2 - 1,0 GHz

Intel hat sich aber ein Hintertürchen offen gelassen. Denn auch die i-CPUs sind - wie schon einige Haswells - mit der sogenannten cTDP ausgestattet. Diese ermöglicht es dem Gerätehersteller, die maximale Verlustleistung des Prozessors zu verändern. Im Falle des i5-5200U bedeutet dies, dass neben 15 auch 7,5 festgelegt werden können. Wird der niedrigere Wert gewählt, sinkt der Nominaltakt auf 600 MHz. Ob dies sinnvoll ist, müssen spätere Tests mit entsprechend konfigurierten Prozessoren zeigen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Leistung dann nicht wesentlich über der eines Core M liegen dürfte, lediglich in Sachen GPU-Performance müsste das Plus signifikant ausfallen.

Dass brandneue Technik im Innern steckt, verschweigt Medion
Dass brandneue Technik im Innern steckt, verschweigt Medion

Denn auch in den i-Broadwells steckt die neue Grafikeinheit, allerdings nicht in Form der HD Graphics 5300. In Chips mit einer TDP von 15 W, so auch im i5-5200U, steckt die leistungsstärkere HD Graphics 5500, in Prozessoren mit höherer Verlustleistung hingegen die abermals stärkeren Modelle HD Graphics 6000 und 6100 - auch bekannt als Iris und Iris Pro. Gegenüber der 4000er Reihe unterscheiden sich die neuen GPUs vor allem in der höheren Anzahl an Exekution Units. Statt auf 10, 20 und 40 EUs setzt Intel nun auf 12 (GT1), 24 (GT2) und 48 (GT3). Schon im Core M zeigte sich, dass die Grafikleistung gegenüber Haswell deutlich gesteigert werden konnte, für Spiele und ähnliche fordernde Programme reichte es aber erneut nicht.

Ähnlich sieht es auch beim i5-5200U und somit beim Akoya E7416 aus. Zwar weist der 3DMark im Ice-Storm-Setting rund 44.000 Punkte und damit mehr als üblicherweise beim i5-4200U/-4300U aus, aktuelle Spiele benötigen allerdings weit mehr. Fällt der Blick auf die reine CPU-Leistung, gibt es zunächst eine kleine Überraschung. Denn im Cinebench reicht es für 2,83 und 255 Punkte (Version 11 und 15), der Vorsprung gegenüber dem Haswell-Vorgänger ist also nur gering; das „Tick“ trägt Broadwell aus Leistungssicht somit nicht ohne Grund.

Die weiteren Leistungsmessungen erlauben hingegen keinen eindeutigen Blick auf das Leistungsvermögen des neuen Prozessors. Denn Medion verschenkt einen großen Teil des Potentials durch die RAM-Bestückung: Zum einen stehen lediglich 4 GB zur Verfügung, zum anderen entfällt durch den Einsatz von nur einem Modul der Dual-Channel-Vorteil. Am Ende bremst aber auch die 500 GB fassende HDD. Denn in der Spitze erreicht diese einen Datendurchsatz von lediglich knapp 75 MB pro Sekunde. Dass es am Ende im PCMark 8 dennoch für befriedigende 2.100 bis 2.300 Punkte reicht, überrascht ein wenig. Der ältere PCMark 7, der die Leistung des Massenspeichers stärker berücksichtigt, spricht hingegen von schwachen 2.600 Punkten, 7Zip liefert mittelmäßige 6.700 Punkte.

Immerhin ermöglicht Medion den Tausch der HDD sowie die Erweiterung des Arbeitsspeichers. Wer jedoch selbst Hand anlegt, verliert den drei Jahre geltenden Garantieanspruch.

Sparsamer i5, kleiner Akku

Wie sparsam der i5-5200U arbeiten kann, weiß das Akoya E7416 geschickt zu verschleiern. Denn Vergleiche mit Ultrabook-ähnlichen Notebooks sind dank des 17-Zoll-Displays und dessen höherem Energiebedarf nur eingeschränkt möglich, gleichzeitig fällt der Akku für einen derart großen Rechner vergleichsweise klein aus. Mit 43 Wh bietet dieser eine Kapazität, die selbst von 13 Zöllern spielend überboten wird. Immerhin: Nach dem Lösen zweier Schrauben kann der Energiespeicher problemlos gewechselt werden.

Diesen belastet das System überraschend wenig. Im Leerlauf begnügen sich die Komponenten bei einer Display-Helligkeit von 120 cd/m² mit 7,7 W, unter voller Last werden 29,8 W benötigt. Auf den Prozessor selbst entfallen dabei gut 1 respektive kurzzeitig rund 21 W. Vor allem die Non-Last-Werte stechen dabei hervor, wird ein halbwegs aktueller Prozessor doch die meiste Zeit kaum gefordert. In einem kompakten Notebook mit ähnlicher Akkukapazität dürften deshalb Laufzeiten im Bereich von 10 oder 11 Stunden noch häufiger als zuletzt mit Haswell-Chips anzutreffen sein.

Der wechselbare Akku fällt klein aus, entsprechend sind die Laufzeiten nur durchschnittlich
Der wechselbare Akku fällt klein aus, entsprechend sind die Laufzeiten nur durchschnittlich

Beim Medion-Rechner reicht es hingegen aufgrund der restlichen Bauteile nur für gut 2 und knapp 8,5 Stunden unter Last und im Leerlauf, PCMark 8 spricht von 3,5 Stunden im Office-ähnlichen Einsatz. Absolut betrachtet sind dies durchschnittliche Werte, die den Einsatz einen gesamten Arbeits- oder Uni-Tag lang ohne Ladegerät eher unwahrscheinlich erscheinen lassen. Allerdings dürfte das Akoya E7416 aufgrund von Größe und Gewicht in einem solchen Umfeld eher selten anzutreffen sein.

Unermüdlicher Lüfter trifft bremsende CPU

Bezüglich der Temperaturentwicklung weicht der i5-5200U nicht von seinen Vorgängern ab, der Weg des Core M wird von ihm nicht eingeschlagen - angesichts der TDP von 15 W verständlich. Unverständlich ist hingegen, warum Medion das Kühlsystem nicht besser angepasst hat. Denn selbst im Leerlauf arbeitet der Lüfter durchgängig, mit einer Lautstärke von 32,3 dB(A) hörbar, aber nicht störend. Unter voller Last wird die Drehzahl dann nur moderat erhöht, das Ergebnis sind 35,1 dB(A) und ein eher sonorer Ton im tiefen Frequenzbereich. Wie überflüssig dies vor allem im Leerlauf ist, zeigen die Temperaturen. Das Gehäuse erreicht maximal rund 30 Grad an Ober- und Unterseite - nach langen Volllastphasen. Mit 43 und 64 Grad (Leerlauf/Last) ist zudem auch der Prozessor weit von kritischen Werten entfernt, zumindest bei wenig Arbeit könnte der Lüfter demzufolge komplett abgeschaltet werden.

Dass der Chip schnell gedrosselt wird, liegt am Ende aber nicht an der Kühlung des Akoya E7416. Wie schon beim Core M setzt Intel auch beim i5-5200U verstärkt auf die thermische Trägheit, vereinzelten Phasen mit Turbo-Takt folgen längere Passagen mit stark reduzierter Leistung. In Zahlen bedeutet dies: Die beiden CPU-Kerne arbeiten nur noch mit 1,0 GHz, die GPU bleibt mit 0,7 GHz noch im normalen Bereich (0,3 bis 0,9 GHz).


TN der schlechteren Art

Keine wirklich überzeugende Figur gibt das verbaute Display ab, angesichts des Preises war dies nicht anders zu erwarten. Nicht nur, dass das TN-Panel wenig blickwinkelstabil ist und auch hinsichtlich der Farbdarstellung nicht überzeugen kann - Nutzer müssen sich mit 1.600 x 900 Pixeln bei 17,3 Zoll begnügen. War dies vor zwei oder drei Jahren noch Stand der Dinge, dürften viele von Full HD auf 13 oder 15 Zoll mittlerweile verwöhnt sein. Während dies am Ende aber auch eine Frage des eigenen Geschmacks und des Einsatzgebietes ist, lässt sich an den überwiegend schlechten Messwerten nicht rütteln.

1.600 x 900 Pixel bei 17,3 Zoll sind wenig zeitgemäß
1.600 x 900 Pixel bei 17,3 Zoll sind wenig zeitgemäß

Das Kontrastverhältnis von gerade einmal 255:1 darf getrost als weit unterdurchschnittlich bezeichnet werden, die durchschnittliche Farbtemperatur von gut 7.400 Kelvin steht für einen unübersehbaren Blaustich bei weißen Flächen. Einzig die Ausleuchtung sorgt für Pluspunkte. Denn mit 255 bis 294 cd/m² bei maximaler Einstellung lässt sich auch in helleren Umgebungen problemlos arbeiten - auch dank der matten Oberfläche. Einen Touch-Sensor gibt es nicht, was die Nutzung des vorinstallierten Windows 8.1 erschwert.

bench display 360

Fazit

Auf den ersten Blick ist das Akoya E7416 ein typischer Vertreter der Gattung Warenhaus-Notebook: Niedriger Preis, kein zeitgemäßes Display, keine SSD - ein Zweitrechner, der auf dem Schreib- oder Küchentisch zum Browsen oder Briefeschreiben genutzt wird. Solche Aufgaben meistert Medions System problemlos, auch wenn 4 GB RAM hier mitunter schon zu wenig sein können, zahlreiche geöffnete Tabs im Browser und ähnliches brauchen Speicher. Dass der Kontrast schlecht und das Gehäuse mit kleineren Makeln versehen ist, spielt hier eine eher untergeordnete Rolle, für knapp 500 Euro erwarten wohl nur die wenigsten ein Premiumgerät. Und dennoch bietet das Notebook in Form des Prozessors eine Besonderheit. Denn als eines der ersten Modelle bietet das Akoya E7416 einen i5 auf Broadwell-Basis und steht damit auch im Mittelpunkt des Interesses derjenigen, für die ein solcher PC unter normalen Umständen kein Thema ist.

Display und Tastatur schwächeln, die Schnittstellen sind ungünstig platziert
Display und Tastatur schwächeln, die Schnittstellen sind ungünstig platziert

Zum Kauf verleitet werden dürfte diese Gruppe aber nicht. Denn die grundsätzlichen Schwächen des Geräts kann der Prozessor nicht ausbügeln, die Tastatur ist unabhängig vom Prozessor nicht ideal und auch die Schnittstellenpositionierung wird durch den Einsatz des i5-5200U nicht besser. Und ob dieser am Ende der erwartete große Wurf geworden ist, müssen weitere Tests zeigen. Bislang zeigt sich der Prozessor als genügsamer und etwas performanter als seine Vorgänger, die auch schon beim Core M beobachtete Drosselung des CPU-Takts sorgt jedoch für einen klaren Punktabzug. Zwar hält Intel das Versprechen, die Grundleistung durch die Anhebung des Nominaltakts gegenüber Haswell zu steigern, lange gehalten werden kann das Niveau jedoch nicht; mit 1.000 MHz wird der Takt schnell halbiert.

Warum die GPU dann jedoch noch mit über 75 Prozent der Maximalleistung arbeiten darf, bleibt vorerst Intels Geheimnis, eine veränderte Verteilung des thermischen Budgets wäre an dieser Stelle vermutlich eine bessere Wahl. Deutlich wird nach diesem ersten Test aber auch, dass die Grafikleistung merklich gesteigert werden konnte. Die HD Graphics 5500 wird zwar in aktuelleren Spielen keine ausreichenden Bildwiederholraten produzieren können, sie gewährt aber einen Ausblick auf das, was uns mit den höchsten Ausbaustufen - Iris und Iris Pro - erwartet.

Als Zweitrechner für kleinere Aufgaben reicht das Akoya E7416 dennoch völlig aus
Als Zweitrechner für kleinere Aufgaben reicht das Akoya E7416 dennoch völlig aus

Wer für wenig Geld einen Rechner mit vielen Schnittstellen und für weniger anspruchsvolle Aufgaben sucht, könnte mit dem Medion-Notebook die richtige Wahl treffen - wenn man mit den Nachteilen leben kann. Mit dem Broadwell-Prozessor hat man dann zumindest in einem Punkt die modernste Lösung. Erhältlich ist das Akoya E7416 ab dem 29. Januar für 499 Euro bei Aldi. Zu einem späteren Zeitpunkt dürfte der PC dann auch über den Medion-eigenen Online-Shop verkauft werden.

Positve Aspekte des Medion Akoya E7416 (MD 99460):

Negative Aspekte des Medion Akoya E7416 (MD 99460):


Medion Akoya E7416 (MD 99460)
Hardware 
Prozessor: Intel Core i5-5200U
Prozessor - Kerne: 2
Prozessor - Grundtakt: 2,2 GHz
Prozessor - Turbotakt: 2,7 GHz
Prozessor - Fertigung 14 nm
Prozessor - Cache 3 MB
Arbeitsspeicher 4 GB - DDR3
Grafikkarte

Intel HD Graphics 5500

Grafikkarte - Grafikspeicher -
Festplatte

1x 500 GB HDD

Optisches Laufwerk -
Monitor 
 
Display - Technik: TN
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1.600 x 900 Pixel
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 14 x 14 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 104
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 104 x 62 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort -
Thunderbolt: -
VGA: 1
USB 2.0: 2
USB 3.0 2
Firewire -
eSATA: -
Audio: 1
Gehäuse 
 
Akku: 43 Wh
Material:

Kunststoff

Abmessungen: 420,0 x 279,0 x 28,0 mm
Gewicht 2,6 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 499 Euro
Garantie: 36 Monate

Systemleistung

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

7-Zip

MIPS
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

MB/Sek.
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

ms
Weniger ist besser

PC Mark 7

maximal

Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8 - Home

maximal

Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8 - Creative

Punkte
Mehr ist besser

Gamingleistung

3D Mark - Ice Storm

maximal

Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Cloud Gate

maximal

Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Fire Strike

maximal

Punkte
Mehr ist besser

Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

Wert:1
Mehr ist besser

bench display

Lautstärke und Temperaturen

Lautstaerke

Idle/Load

47.9 XX


31.1 XX
47.8 XX


34.7 XX
45.6 XX


32.1 XX
44.7 XX


31.6 XX
42.8 XX


31.0 XX
41.9 XX


30.6 XX
41.6 XX


29.8 XX
40.2 XX


33.6 XX
39.7 XX


31.4 XX
39.0 XX


31.7 XX
38.0 XX


32.8 XX
36.2 XX


31.7 XX
35.9 XX


31.9 XX
35.1 XX


32.3 XX
33.8 XX


28.4 XX
33.4 XX


32.5 XX
0 XX


0 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp unterseite

bench temp unterseite

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

991 XX


98 XX
847 XX


178 XX
730 XX


137 XX
703 XX


133 XX
699 XX


213 XX
532 XX


109 XX
512 XX


121 XX
504 XX


137 XX
496 XX


77 XX
469 XX


197 XX
461 XX


191 XX
434 XX


162 XX
425 XX


208 XX
399 XX


215 XX
286 XX


173 XX
286 XX


71 XX
278 XX


196 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PC Mark 8 - Home/Creative

331 XX


318 XX
289 XX


285 XX
278 XX


299 XX
259 XX


276 XX
240 XX


247 XX
230 XX


233 XX
226 XX


225 XX
226 XX


246 XX
222 XX


200 XX
218 XX


194 XX
213 XX


219 XX
210 XX


215 XX
208 XX


205 XX
208 XX


212 XX
171 XX


163 XX
157 XX


147 XX
Minuten
Mehr ist besser

Stromverbrauch

Idle/Load

13.7 XX


6.3 XX
14.3 XX


6.6 XX
16.4 XX


7.5 XX
17.8 XX


5.9 XX
20.1 XX


9.2 XX
27.5 XX


5.4 XX
28.2 XX


8.9 XX
29.6 XX


8.4 XX
29.8 XX


7.7 XX
29.9 XX


7.9 XX
30.6 XX


6.4 XX
31.1 XX


10.6 XX
39.7 XX


10.6 XX
40.7 XX


11.2 XX
41.9 XX


8.3 XX
57.6 XX


17.3 XX
61.5 XX


17.4 XX
Watt
Weniger ist besser