MSI GT72 Dominator Pro mit GTX 880M im Test

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msi gt72 teaser kleinDen Weg, den MSI mit den letzten Modellen der GS-Serie bei seinen Gaming-Notebooks eingeschlagen hat, führt der in Taiwan ansässige Hersteller nun auch bei seiner GT-Serie fort. Das neue GT72, das uns für einen Test in der Maximalausstattung mit GeForce GTX 880 und einem Multi-SSD-Setup vorliegt, fällt deutlich seriöser aus und greift mit einem überzeugenden Gesamtkonzept die bisherigen Platzhirsche wie ASUS' ROG-Serie oder die Klassiker aus dem Hause Alienware an. Wir werfen einen ausführlichen Blick auf den neuen 17-Zöller.

Während viele Hersteller von Gaming-Notebooks in den letzten Jahren von einem leicht „prolligen" Äußeren auf einen seriösen, aber dennoch noch etwas verspielten Gaming-Look umgestellt haben, blieb MSI seinem bisherigen Look treu – etwas zu lange für unseren Geschmack. Spätestens im letzten Jahr gelang bei der GS-Serie, also den etwas lifestyle-orientierteren Geräten der gelungene Switch mit dem sehr flachen GS70. Nun ist auch die leistungsstärkere GT-Serie dran und wird mit einem gänzlich neuen Barebone bedacht. Wie bereits in der Vergangenheit ist davon auszugehen, dass wir das Barebone in den kommenden Monaten bei diversen Built-to-Order-Herstellern antreffen werden, denn MSI setzt seine Gehäuse nicht nur für sich selbst ein, sondern gibt sie auch an Drittanbieter weiter.

Wie üblich konnten wir für unseren Test auf die Maximalkonfiguration des MSI GT72 zurückgreifen, das mit einem Core i7-4700HQ,, 16 GB an Arbeitsspeicher und einer GeForce GTX 880M ausgestattet wurde. Soweit der Standard für hochwertige Gaming-Geräte, ein Highlight ist aber das Storage-System, das auf drei mSATA-SSDs zurückgreifen kann – maximale Datenraten sind so garantiert. Gleichzeitig überrascht es dann auch nicht wirklich, dass MSI einen gesalzenen Preis aufruft – rund 2500 Euro müssen investiert werden.

MSI GT72
Das Zubehör ist reichlich.

Positiver Nebeneffekt, wenn schon so viel Geld ausgegeben werden muss: MSI bietet einen exzellenten Lieferumfang. So gibt es ein SteelSeries-Headset und eine StealSeries-Maus sowie einen Notebook-Rucksack. Abgerundet werden die Dreingaben von einem Tastatur-Schutzcover, und einem Gaming-Dog-Tag – letztere Features sollte aber nur für die wenigsten Anwender eine Verlockung darstellen.

Endlich auf Augenhöhe

MSI war in den letzten Jahren stets bemüht, im Bereich der Gaming-Notebooks zu den Konkurrenten aufzuholen. Was im Bereich der Hardware und damit der Performance problemlos gelang, sah bei den Gehäusen leider oft etwas anders aus. Mit dem neuen GT72 ändert sich das nun grundlegend. Der 17-Zöller, der 3,8 kg auf die Waage bringt und 4,8 cm dick ist, ist noch immer ein dicker Klopper, sieht nun aber deutlich besser aus. MSI deutet auf dem Deckel zwar noch immer seine „Bügelfalten" an, alles in allem wirkt das Gerät nun aber deutlich stimmiger. Im geschlossenen Zustand ist somit das Gaming-Logo auf dem Deckel der größte Eye-Catcher.

msi gt72 3
Das Gehäuse ist nun deutlich schlichter.

Genau so sieht es aus, wenn der Deckel geöffnet wird, denn das Top-Case kann mit einer klaren Linien-Führung aufwarten, im ausgeschalteten Zustand zieht einzig der dezent rot hinterlegte Bereich der Lautsprecher die Blicke auf sich. Das ändert sich aber spätestens dann, wenn das GT72 in Betrieb genommen wird, dazu aber später mehr.

Die Zeiten, in denen MSI großflächig auf Glossy-Kunststoff setzte, sind nun endgültig vorbei. Das GT72 kann mit großen Aluminium-Flächen aufwarten, einzig die Seitenteile und die Bodeneinheit bestehen noch aus Kunststoff – der wurde allerdings matt ausgeführt. Die Verarbeitungsqualität und die Materialgüte liegen durch die Bank auf einem sehr hohen Niveau – hier hat MSI zur Spitzengruppe aufgeschlossen.

msi gt72 12
Das TopCase ist vergleichsweise schlicht ausgeführt.

MSI nutzt den vom Gehäuse üppig gebotenen Platz und spart nicht an Anschlüssen. So gibt es insgesamt sechs USB-3.0-Ports, die sich im Verhältnis 4:2 auf die linke und rechte Seite aufteilen. Die Ports der rechten Seite wurden dabei angenehm weit hinten auf dem Gehäuse positioniert. Auf der Rückseite bietet MSI neben dem standardmäßigen HDMI-Port auch direkt zwei Mini-Display-Port-Buchsen, sodass auch Multi-Display-Setups nichts im Wege steht. Ebenfalls auf der Rückseite bringt MSI den Stromanschluss und den RJ45-Port unter, der Gigabit-Netzwerk zur Verfügung stellt – in diesem Falle realisiert über eine Killer-NIC. Leider verzichtet MSI aber darauf an dieser Stelle ebenfalls einen USB-Anschluss unterzubringen – in Kombination mit einem USB-Hub könnte so beim stationären Betrieb das Kabelchaos minimiert werden. Abgerundet wird das Anschlusspanel von vier Klinkebuchsen auf der linken Seite. Kabellos richtet sich das GT72 nach den aktuellen Begebenheiten, es wird WLAN mit dem aktuellen AC-Standard geboten, während Bluetooth in der Version 4.0 zur Verfügung steht.

msi gt72 5
MSI spart nicht an USB-Ports.

Änderungen offenbart auch ein Blick auf die Bodeneinheit. Zum einen fällt eine großflächige Wabenstruktur auf, die einer besseren Belüftung dient, zum anderen ist recht schnell zu erkennen, dass MSI auf einen schnell wechselbaren Akku verzichtet hat. Wer den Stromspeicher tauschen möchte, muss dies von einem MSI-Servicetechniker durchführen lassen. Ein schnelles Umswitchen auf einen zweiten Akku entfällt damit, da der Akku bei den meisten Gaming-Notebooks (insbesondere bei der Gewichtsklasse einen GT72) als Interpretation einer USV angesehen werden kann, soll das nicht weiter stören.

msi gt72 7
Die Anschlüsse auf der rechten Seite sitzen recht weit hinten.

Auf Bewährtes setzt MSI im Bereich der Eingabegeräte, denn es wird erneut auf eine Kooperation mit den Eingabegeräte-Experten von Steelseries gesetzt. Die Tastatur lässt sich hervorragend tippen und kann mit einem sehr angenehmen Hub und einem präzisen Druckpunkt aufwarten. Leider setzt MSI aber wieder einmal auf ein katastrophales Tastaturlayout, bei dem zahlreiche Sondertasten an neue Positionen verfrachtet werden. Entsprechend langwierig fällt die Umgewöhnung aus und ein regelmäßiger Switch zwischen Desktop und Notebook wird damit nur unnötig erschwert. Weshalb MSI nun schon in der dritten Generation an entsprechenden Tastaturen festhält, ist für uns unverständlich. Gut gefallen kann das Touchpad, das nicht nur ausreichend groß dimensioniert wurde, sondern auch mit guten Gleiteigenschaften und einer hohen Präzision aufwarten kann.

msi gt72 10
Die Tastatur kann in mehreren Zonen beleuchtet werden.

Wie angekündigt: Ein wenig Bling-Bling muss eben doch noch sein. Entsprechend setzt MSI auf eine Tastaturbeleuchtung mit drei Zonen, die über eine Software den eigenen Wünschen entsprechend angepasst werden kann – es muss also nicht zwangsweise knallig bunt sein, sondern kann auch dezent gehalten werden. Die Einfassung des Touchpads steht als weiteres Beleuchtungselement ebenfalls für eine freie Konfiguration zur Verfügung.

msi gt72 14
Auf der linken Seite bringt MSI zusätzlich ein paar Sondertasten unter - hier kann auch die GPU deaktiviert werden.

MSI hat mit dem GT72 beinahe alles richtig gemacht – der positive Trend ist mehr als klar zu erkennen. Störend ist einzig das verunglückte Tastaturlayout.


 

Während sich die Hersteller beim Barebone klar differenzieren können, sieht es bei der Hardware meist etwas anders aus. Wird ein gewisser Preispunkt anvisiert, kommen meist die gleichen Komponenten zum Einsatz – so auch beim GT72. Allerdings kann sich MSI an einer Stelle doch noch ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten.

Anders sieht es beim Prozessor aus. Hier nutzt MSI den aktuell klassischen Intel Core i7-4710HQ,, den wir in der letzten Zeit bei den meisten Gaming-Geräten vorfinden konnten – wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um das Refresh-Modell der Core i7-4700HQ. Der Core i7-4710HQ ist nicht gesockelt, sondern fix mit dem Mainboard verbunden und kann entsprechend nicht getauscht werden. Das ermöglicht kompaktere Bauweisen, sodass beispielsweise mehr Platz für SSDs im Inneren geboten werden kann. Beim 4710HQ handelt es sich davon einmal abgesehen um eine nur leicht modifizierte Version des Core i7-4710MQ, der sich als „Brot-und-Butter"-Modell der Haswell-Generation etabliert hat. Die Unterschiede belaufen sich auf eine minimal schnellere Grafikeinheit des HQ-Modells, denn die GPU taktet im Turbo-Modus 50 MHz höher als beim M-Modell. Es wird die Haswell-Architektur genutzt, was zu einer TDP von 47 Watt führt. Die vier Kerne, die dank Hyperthreading acht Aufgaben gleichzeitig abarbeiten können, takten standardmäßig mit 2,5 GHz, im Turbo kann ein Kern kurzfristig auch mit 3,5 GHz zu Werke gehen. Der Cache beläuft sich auf 6 MB.

Cinebench 15

CPU

685 XX


661 XX


658 XX


655 XX


646 XX


643 XX


640 XX


638 XX


636 XX


636 XX


618 XX


602 XX


599 XX


Punkte
Mehr ist besser

In Kombiantion mit dem 16 GB fassenden Arbeitsspeicher ist es nicht verwunderlich, dass das GT72 mit einer der Klasse entsprechenden Leistung auftrumpfen kann. Das zeigen 7,14 Punkte im Cinebench 11 und 655 Punkte im Cinebench 15. Der Speicherdurchsatz liegt mit 20 GB/Sek. ebenfalls auf dem erwarteten Niveau.

Bei der Grafikeinheit setzt MSI auf eine GeForce GTX 880M, das aktuell noch schnellste Modell von NVIDIA. Die GeForce GTX 880M ist allerdings noch ein alter Bekannter, der lediglich um ein paar Megahertz beschleunigt wurde. Er ähnelt zu großen Teilen seinem Vor- und Vorvorgänger in Form der GeForce GTX 780M bzw. GeForce GTX 680MX. Während die letztjährige Version sich noch mit einem Chiptakt von 771 MHz ans Werk macht, rechnet die jüngste Variante mit 954 MHz etwas schneller. Dank GPU-Boost erhöht sich der Takt je nach Auslastung und Temperatur auf mindestens 993 MHz - ähnlich wie bei den Desktop-Modellen. Entgegen Gerüchten hat NVIDIA allerdings nicht den Videospeicher verdoppelt. Die GeForce GTX 880M soll weiterhin auf einen bis zu 4.096 MB großen GDDR5-Videospeicher zurückgreifen können, der dank eines 256 Bit breiten Interfaces und Taktraten von 1.250 MHz eine Speicherbandbreite von bis zu 160 GB pro Sekunde erreicht. Die Benchmarks zeigen, dass die alte Architektur der 880M nicht viel anhaben kann, denn in allen Bereichen werden erstklassige Werte erreicht.

So kann dem GT72 durch die Bank eine sehr hohe Performance attestiert werden. Aktuelle Games können ohne größere Einschränkungen durchwegs in der nativen FullHD-Auflösung dargestellt werden und ein entsprechender Puffer wird darüber hinaus geboten. 

Metro 2033

native Auflösung - High Settings - MSAA 4x - AF 4x

98.36 XX


95.24 XX


81.24 XX


53.33 XX


52.88 XX


52.4 XX


45.6 XX


40.33 XX


39.28 XX


38.67 XX


38.00 XX


34.07 XX


33.13 XX


25.43 XX


24.31 XX


23.60 XX


23.43 XX


23.33 XX


23.30 XX


19.67 XX


11.28 XX


frames per second
Mehr ist besser

Hitman Absolution

native Auflösung - high Settings - AF 4x

59.76 XX


57.68 XX


56.9 XX


56.47 XX


52.11 XX


51.5 XX


51.03 XX


47.75 XX


47.15 XX


46.61 XX


46.6 XX


41.81 XX


35.73 XX


33.95 XX


31.8 XX


31.52 XX


30.67 XX


30.06 XX


23.97 XX


20.04 XX


15.58 XX


8.26 XX


frames per second
Mehr ist besser
 

Bioshock Infinite

native Auflösung - High Settings

183.85 XX


168.57 XX


123.74 XX


87.9 XX


83.15 XX


82.40 XX


82.33 XX


60.52 XX


54.9 XX


54.55 XX


52.49 XX


52.45 XX


50.71 XX


46.77 XX


46.66 XX


40.33 XX


38.97 XX


37.03 XX


36.5 XX


35.77 XX


0.0 XX


0.0 XX


frames per second
Mehr ist besser

GRID 2

native Auflösung - High Settings

137.14 XX


132.92 XX


132 XX


113.74 XX


104.55 XX


101.83 XX


101.65 XX


93.54 XX


90.69 XX


88.53 XX


87.98 XX


86.67 XX


84.77 XX


80.26 XX


71.01 XX


62.42 XX


51.53 XX


15.77 XX


frames per second
Mehr ist besser

Interessant wird aber noch einmal ein Blick auf das Storage-Subsystem. MSI verbaut insgesamt vier Laufwerke – man erinnere sich: Die Zeiten, in denen maximal zwei Drives in einem Gehäuse dieser Größenklasse genutzt werden konnten, sind noch gar nicht so lange her. Bei drei der Laufwerke handelt es sich um mSATA-SSDs mit je 128 GB, die in einem RAID0-Verband kombiniert werden. Insgesamt stehen also 384 GB an extrem schnell angebundenem Massenspeicher zur Verfügung, denn in unseren Benchmarks erreichte das GT72 mehr als 1,2 GB/Sek – ein neuer Spitzenwert in unseren Tests. Allerdings sollte jedem User bewusst sein, dass diesem Performance-Boost eine weitere Steigerung der Datenunsicherheit entgegensteht, denn sobald eines der Laufwerke ausfällt, sind alle Daten verloren. Für große Datenmengen steht darüber hinaus eine HDD mit 750 GB zur Verfügung. Die erreicht aber natürlich nicht einmal 1/10 der Performance des SSD-Setups.

Massenspeicher

Datenrate

1280.0 XX


1024.1 XX


999.38 XX


930.88 XX


928.45 XX


898.45 XX


530.86 XX


528.55 XX


527.0 XX


521.0 XX


517.14 XX


515.75 XX


511.11 XX


509.23 XX


506.0 XX


504.79 XX


496.6 XX


484.0 XX


482.6 XX


86.55 XX


74.74 XX


53.74 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser

Verbessertes Kühlsystem

MSI nutzt das GT72-Update nicht nur dazu, dem Barebone eine frische Optik zu verpassen, sondern auch für die überfällige Überarbeitung des Kühlsystems. Ähnlich zu ASUS' G-Serie verfrachtet dieses die warme Luft nun ebenfalls nach hinten aus dem Gehäuse. Das führt dazu, dass das GT72 unter maximaler Volllast schon einmal ein gutes Stück leiser als die Vorgänger-Generation zu Werke geht. Der Vorsprung ist nicht nur messbar, sondern eindeutig auch hörbar. Die Top-Werte der G-Serie werden zwar noch nicht erreicht, MSI ist hier aber auf dem richtigen Weg. Einzig negativ fällt auf, dass das Kühlsystem auch im Leerlauf stetig dezent auf sich aufmerksam macht. Das sonore Geräusch lässt sich aber recht gut ausblenden.

Temperaturen

CPU/GPU

71 XX


94 XX
78 XX


92 XX
78 XX


96 XX
81 XX


89 XX
81 XX


92 XX
82 XX


76 XX
83 XX


80 XX
83 XX


96 XX
84 XX


89 XX
86 XX


96 XX
86 XX


89 XX
87 XX


91 XX
88 XX


89 XX
88 XX


96 XX
88 XX


81 XX
89 XX


89 XX
89 XX


76 XX
91 XX


86 XX
92 XX


83 XX
93 XX


91 XX
94 XX


90 XX
94 XX


96 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Erfreulich ist darüber hinaus, dass die Kühlung die Temperaturen stets im Griff hat. Das Gehäuse wird an keiner Stelle zu warm, und auch CPU und GPU arbeiten stets in noch vertretbaren Temperaturbereichen – der Throtteling-Efekt kann so verhindert werden.

Optimus nicht benötigt

MSI stattet das GT72 mit einem üppig dimensionierten Akku aus 84 Wh aus, wählt aber einen Sonderweg bei der Ansteuerung der GPU. Auch wenn die aktuelle GTX-Generation Optimus unterstützt, so hat MSI auf eine Integration verzichtet, da es ansonsten zu Problemen bei der Integration von Surround-Gaming kommen könnte. Es muss also per Hand umgeschaltet werden und das System neu gestartet werden. Was bei einem oft transportieren Gerät ein No-Go darstellen würde, stört uns bei einem Gerät für den Desktop-Einsatz weniger, zumal die aktuellen dedizierten Grafikeinheiten ebenfalls mit einem guten Idle-Stromverbrauch aufwarten können.

msi gt72 8
Der Akku kann beim neuen Design nicht ausgetauscht werden.

Entsprechend fallen die Akkulaufzeiten mit Blick auf die genutzte Hardwarekombination ordentlich aus. Im leerlaufähnlichen Betrieb und auch bei einer moderaten Nutzung kann das GT72 durchaus eine Zeit lang fernab der Steckdose genutzt werden. Allein aufgrund des Gewichts wird MSIs 17-Zöller zwar sicherlich nicht als regelmäßiger Begleiter in Cafes genutzt, dem Weg in den Garten steht aber nichts im Wege. Wird die GPU allerdings zusätzlich unter Last gesetzt, sollte eine Steckdose im Optimalfall nicht allzu weit entfernt sein.

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

503 XX


75 XX
313 XX


121 XX
313 XX


77 XX
301 XX


58 XX
281 XX


90 XX
270 XX


54 XX
270 XX


78 XX
265 XX


146 XX
257 XX


123 XX
247 XX


90 XX
242 XX


120 XX
235 XX


100 XX
234 XX


123 XX
210 XX


64 XX
196 XX


80 XX
195 XX


66 XX
184 XX


75 XX
168 XX


87 XX
161 XX


76 XX
145 XX


45 XX
144 XX


65 XX
138 XX


47 XX
115 XX


38 XX
Minuten
Mehr ist besser

Diese Erfahrungen werden von einem Blick auf die Strommesswerte untermauert. Im Leerlauf werden rund 20 Watt verbraten, unter Last sind es rund 135 Watt. Beide Werte liegen für ein Gaming-Notebook in der Klasse eines GT72 im grünen Bereich.


Hell aber blaustichig

MSI setzt beim GT72 auf ein FullHD-Panel im 17,3-Zoll-Format. Entsprechend wird bei der Nutzung fernab von Spielen viel Platz auf dem Desktop geboten, während Spiele mit einer hohen Bildschärfe aufwarten können – wie unsere Benchmarks gezeigt haben, stellt die Hardware dazu passend mehr als genügend Leistung bereit. Wie es bei den meisten 17-Zöllern aktuell allerdings noch üblich ist, setzt MSI auf ein TN-Panel. Damit einher gehen eingeschränkte Blickwinkel und eine nicht optimale Farbreproduktion. Im Gegenzug werden dem Nutzer dafür gute Reaktionszeiten geboten.

msi gt72 16
MSI nutzt ein mattes TN-Panel.

Beim Panel wird eine matte Beschichtung genutzt. In Kombination mit dem leuchtstarken, im Mittel rund 291 cd/m2 hellen Display, steht so auch der Nutzung in hellen Umgebungen nichts im Wege. Seinen Teil dazu trägt auch das gute Kontrastverhältnis bei, das bei 1036:1 liegt. Abstriche müssen hingegen bei der Homogenität akzeptiert werden, denn die liegt nur bei guten 80 Prozent – wer genau hinsieht, kann Unterschiede mit dem bloßen Auge erkennen. Ebenso kann uns die Farbdarstellung nicht vollends überzeugen, denn das Panel besitzt einen merklich in Richtung Blau verschobenen Weißpunkt – störend ist das in erster für Fotofans, die ihre Bilder am Notebook nachbearbeiten.

bench display

Fazit

Die neue GT72-Serie bietet ein vergleichsweise schlichtes, sehr hochwertiges Gehäuse, das mit einer flexiblen Beleuchtung und nicht zuletzt einem erstklassigen Anschlusspanel aufwarten kann – sechs USB 3.0-Buchsen findet man nur selten. Auch deren Positionierung kann in weiten Teilen gefallen, einzig eine Buchse auf der Rückseite hätten wir uns gewünscht. Ebenso weiß die Option zu gefallen, drei Displays zu verbinden. Dass der Akku nicht mehr getauscht werden kann, ist schade, stört uns aber nicht wirklich.

Die Tastatur, die einer Kooperation mit Steelseries entstammt, kann mit einem erstklassigen Tippverhalten aufwarten, stellt aber gleichzeitig doch einen Schwachpunkt dar, den wir beim GT72 finden konnten: Das Tastaturlayout ist wieder einmal fernab jedes Standards, was die Umgewöhnung nur verkompliziert. Zu gefallen weiß hingegen die flexible Beleuchtung.

Dass bei einem Gaming-Notebook der anvisierten Preisklasse die Performance auf der ganzen Linie überzeugen kann, überrascht nicht im Geringsten. Aktuelle Games können in der nativen Auflösung mit hohen Qualitätssettings problemlos gespielt werden – genügend Puffer ist darüber hinaus vorhanden. Neue Bestwerte können beim Triple-SSD-RAID gesetzt werden, die allerdings mit einer weiter sinkenden Datensicherheit einhergehen.

MSI hat das Gehäuse auch hinsichtlich der Kühlung optimiert, was sich in der Praxis bemerkbar macht. Das GT72 ist leiser als der Vorgänger, hat die Temperaturen dabei aber immer im Griff. Zur aktuellen Top-Klasse kann MSI damit nicht ganz aufschließen, die Geräuschentwicklung ist allerdings weniger störend als bei vielen Gaming-Konkurrenten.

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Im normal üblichen Bereich liegen ebenso Akkulaufzeit und Stromverbrauch. Unter Last darf von einem Notebook in der Klasse eines GT72 natürlich keine Top-Leistung erwartet werden, das Gebotene geht aber voll und ganz in Ordnung. Wer zweitweise nicht spielt, kann das GT72 durchaus auch mobil nutzen, braucht dann aber Muckis. Nicht wirklich gefallen kann MSIs Entscheidung, die Optimus-Technik außen vor zu lassen – bei einem DTR-System wird das aber vermutlich nur wenige Nutzer stören, noch dazu geht der Idle-Verbrauch auch bei aktiver GeForce mehr als in Ordnung.

Abgerundet wird der Auftritt von einem hellen und kontrastreichen FullHD-Display. Die Homogenität könnte etwas höher ausfallen, der ins bläuliche verschobene Weißpunkt stört aber in erster Linie Foto-Fans.

Alles in allem ist das MSI GT72 ein erstklassiges Gaming-Notebook, bei dem MSI vieles richtig gemacht hat und ein tolles Gehäuse mit einer leistungsstarken Hardware-Ausstattung kombiniert – wäre da nur nicht der Preis von 2655 Euro. Das hindert uns aber nicht daran, unseren Excellent-Hardware-Award zu vergeben.

eh msi gt72

 

Positive Aspekte des MSI GT72:

Negative Aspekte des MSI GT72:

 


MSI GT72
Hardware 
Prozessor: Intel Core i7-4710HQ
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,5 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,5 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR3
Grafikkarte

NVIDIA GeForce GTX 880M

Grafikkarte - Grafikspeicher 4 GB
Festplatte/SSD

3x 128 GB + 1x 750 GB

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD-RAID + HDD

Optisches Laufwerk -
Monitor 
 
Display - Technik: TN
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1920 x 1080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 107
Tastatur - Numblock: ja 
Touchpad - Abmessungen: 110 x 65 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 2
Thunderbolt: -
VGA: -
USB 2.0:

-

USB 3.0 6
Firewire -
eSATA: -
Audio: 4x 3,5 mm
Gehäuse 
 
Akku: 87 Wh
Material: Aluminium + Kunststoff
Abmessungen: 428 x 294 x 48 mm
Gewicht 3,8 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 2500 Euro
Garantie: 24 Monate

Systemleistung

Cinebench 11

CPU

7.44 XX


7.39 XX


7.19 XX


7.15 XX


7.14 XX


7.02 XX


6.98 XX


6.97 XX


6.96 XX


6.95 XX


6.95 XX


6.85 XX


6.79 XX


6.78 XX


6.58 XX


6.56 XX


6.4 XX


5.8 XX


5.23 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

685 XX


661 XX


658 XX


655 XX


646 XX


643 XX


640 XX


638 XX


636 XX


636 XX


618 XX


602 XX


599 XX


Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

1280.0 XX


1024.1 XX


999.38 XX


930.88 XX


928.45 XX


898.45 XX


530.86 XX


528.55 XX


527.0 XX


521.0 XX


517.14 XX


515.75 XX


511.11 XX


509.23 XX


506.0 XX


504.79 XX


496.6 XX


484.0 XX


482.6 XX


86.55 XX


74.74 XX


53.74 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser

Gamingleistung

 

3D Mark - Cloud Gate

maximal

23449 XX


23388 XX


20304 XX


18751 XX


18090 XX


17950 XX


16956 XX


16469 XX


16236 XX


14829 XX


14803 XX


14260 XX


13526 XX


12906 XX


12638 XX


12551 XX


12324 XX


12071 XX


11201 XX


9795 XX


9392 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Fire Strike

maximal

8764 XX


7952 XX


5406 XX


5367 XX


4899 XX


4306 XX


4210 XX


3770 XX


3738 XX


3697 XX


3454 XX


2556 XX


2465 XX


2345 XX


2331 XX


2303 XX


2189 XX


1994 XX


1836 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Ice Storm

maximal

146660 XX


146209 XX


133812 XX


124774 XX


113216 XX


107774 XX


105863 XX


103930 XX


103554 XX


102317 XX


102076 XX


97034 XX


94082 XX


89087 XX


86215 XX


79993 XX


64163 XX


62938 XX


45870 XX


15001 XX


14636 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

 

Metro 2033

1280 x 720 - High Settings - MSAA 4x - AF 4x

128.12 XX


120.81 XX


103.85 XX


88.67 XX


87.34 XX


82.26 XX


73.53 XX


72.33 XX


70.85 XX


70.00 XX


68.21 XX


62.33 XX


59.17 XX


57.99 XX


46.96 XX


44.9 XX


42.6 XX


42.4 XX


34.3 XX


29.28 XX


frames per second
Mehr ist besser

Metro 2033

native Auflösung - High Settings - MSAA 4x - AF 4x

98.36 XX


95.24 XX


81.24 XX


53.33 XX


52.88 XX


52.4 XX


45.6 XX


40.33 XX


39.28 XX


38.67 XX


38.00 XX


34.07 XX


33.13 XX


25.43 XX


24.31 XX


23.60 XX


23.43 XX


23.33 XX


23.30 XX


19.67 XX


11.28 XX


frames per second
Mehr ist besser

Hitman Absolution

1280x720 - high Settings - AF 4x

70.00 XX


69.01 XX


65.3 XX


65.01 XX


62.28 XX


62.12 XX


59.09 XX


56.77 XX


51.23 XX


51.02 XX


48.81 XX


48.43 XX


47.13 XX


46.82 XX


45.82 XX


45.75 XX


41.83 XX


40.62 XX


28.79 XX


27.88 XX


frames per second
Mehr ist besser
 

Hitman Absolution

native Auflösung - high Settings - AF 4x

59.76 XX


57.68 XX


56.9 XX


56.47 XX


52.11 XX


51.5 XX


51.03 XX


47.75 XX


47.15 XX


46.61 XX


46.6 XX


41.81 XX


35.73 XX


33.95 XX


31.8 XX


31.52 XX


30.67 XX


30.06 XX


23.97 XX


20.04 XX


15.58 XX


8.26 XX


frames per second
Mehr ist besser
 

Bioshock Infinite

1280x720 - High Settings

226.17 XX


210.86 XX


177.1 XX


132.56 XX


122.05 XX


121.81 XX


120.33 XX


117.99 XX


116.68 XX


102.0 XX


100.5 XX


97.39 XX


93.76 XX


78.42 XX


72.31 XX


69.05 XX


68.5 XX


67.36 XX


65.55 XX


61.56 XX


60.47 XX


frames per second
Mehr ist besser

Bioshock Infinite

native Auflösung - High Settings

183.85 XX


168.57 XX


123.74 XX


87.9 XX


83.15 XX


82.40 XX


82.33 XX


60.52 XX


54.9 XX


54.55 XX


52.49 XX


52.45 XX


50.71 XX


46.77 XX


46.66 XX


40.33 XX


38.97 XX


37.03 XX


36.5 XX


35.77 XX


0.0 XX


0.0 XX


frames per second
Mehr ist besser

GRID 2

1280x720 - High Settings

152.6 XX


147.18 XX


137.96 XX


128.91 XX


117.0 XX


113.78 XX


110.62 XX


106.97 XX


104.7 XX


103.9 XX


99.37 XX


94.86 XX


93.54 XX


91.37 XX


87.98 XX


73.68 XX


71.05 XX


62.28 XX


frames per second
Mehr ist besser

GRID 2

native Auflösung - High Settings

137.14 XX


132.92 XX


132 XX


113.74 XX


104.55 XX


101.83 XX


101.65 XX


93.54 XX


90.69 XX


88.53 XX


87.98 XX


86.67 XX


84.77 XX


80.26 XX


71.01 XX


62.42 XX


51.53 XX


15.77 XX


frames per second
Mehr ist besser

 

Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

1354 XX


1298 XX


1233 XX


1217 XX


1206 XX


1168 XX


1104 XX


1071 XX


1053 XX


1036 XX


1016 XX


1009 XX


939 XX


807 XX


784 XX


783 XX


732 XX


729 XX


573 XX


313 XX


Wert:1
Mehr ist besser

bench display

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

71 XX


94 XX
78 XX


92 XX
78 XX


96 XX
81 XX


89 XX
81 XX


92 XX
82 XX


76 XX
83 XX


80 XX
83 XX


96 XX
84 XX


89 XX
86 XX


96 XX
86 XX


89 XX
87 XX


91 XX
88 XX


89 XX
88 XX


96 XX
88 XX


81 XX
89 XX


89 XX
89 XX


76 XX
91 XX


86 XX
92 XX


83 XX
93 XX


91 XX
94 XX


90 XX
94 XX


96 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

53.2 XX


33.8 XX
53.2 XX


39.3 XX
52.3 XX


34.3 XX
52.1 XX


36.2 XX
51.8 XX


33.1 XX
51.7 XX


32.4 XX
51.0 XX


32.9 XX
50.5 XX


34.1 XX
49.9 XX


34.9 XX
49.8 XX


35.6 XX
49.2 XX


34.7 XX
48.9 XX


36.1 XX
48.5 XX


35.8 XX
48.4 XX


34.0 XX
48.2 XX


35.1 XX
47.9 XX


35.1 XX
47.7 XX


32.7 XX
47.6 XX


33.9 XX
47.2 XX


32.4 XX
45.7 XX


33.6 XX
45.1 XX


32.1 XX
44.9 XX


33.8 XX
42.3 XX


34.7 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite

bench temp unterseite

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

503 XX


75 XX
313 XX


121 XX
313 XX


77 XX
301 XX


58 XX
281 XX


90 XX
270 XX


54 XX
270 XX


78 XX
265 XX


146 XX
257 XX


123 XX
247 XX


90 XX
242 XX


120 XX
235 XX


100 XX
234 XX


123 XX
210 XX


64 XX
196 XX


80 XX
195 XX


66 XX
184 XX


75 XX
168 XX


87 XX
161 XX


76 XX
145 XX


45 XX
144 XX


65 XX
138 XX


47 XX
115 XX


38 XX
Minuten
Mehr ist besser

Stromverbrauch

Idle/Load

75.4 XX


27.0 XX
94.0 XX


9.3 XX
110.0 XX


19.6 XX
119.0 XX


17.4 XX
121.3 XX


15.0 XX
123.5 XX


19.6 XX
123.8 XX


17.8 XX
126.7 XX


14.9 XX
130.1 XX


22.1 XX
134.6 XX


16.5 XX
135.7 XX


21.6 XX
138.4 XX


22.4 XX
148.7 XX


22.9 XX
150.6 XX


22.4 XX
157.8 XX


19.6 XX
160.1 XX


37.1 XX
165.7 XX


14.8 XX
167.1 XX


16.9 XX
216.0 XX


24.0 XX
217.3 XX


18.2 XX
290.1 XX


75.5 XX
333.3 XX


45.4 XX
339.4 XX


47.6 XX
Watt
Weniger ist besser