Medion Erazer X7611 im Test

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medion x7611 3Aller guten Dinge sind drei. So oder so ähnlich verhält es sich mit dem Medion Erazer X7611, denn das ausgesprochen schlanke Gaming-Notebook haben wir uns bereits in Form des MSI GS70 und des Schenker Technologies XMG C703 genauer angesehen. Ob es bei Medion nennenswerte Abweichungen gibt, klären wir in unserem Test.

Die Miniaturisierung ist im PC-Segment im vollen Gange. Egal ob nun die Geräte selbst immer kleiner, leichter und flacher werden, wie es bei Ultrabooks der Fall ist, oder die Komponenten dank verkleinerter Fertigungsprozesse immer weniger Strom verbrauchen, der Trend ist klar vorgegeben. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Gaming-Notebooks langsam in eine entsprechende Richtung bewegen. Noch dominieren zwar die wirklich „dicken Kisten“ den Markt, es entwickelt sich aber in die richtige Richtung. Nachdem zuerst mit kleineren Diagonalen und einer gewohnt voluminösen Bauweise experimentiert wurde, hat sich das Blatt gewendet und die Gehäuse werden bei gewohnt großen Diagonalen flacher. Die Dimensionen von Ultrabooks werden zwar nicht erreicht, der Fortschritt ist aber klar ersichtlich. Das prominenteste Beispiel dieser Entwicklung ist sicherlich immer noch Razers Blade-Serie, die es so aber nicht in Deutschland zu kaufen gibt. Das ruft direkt den MSI GS70-Barebone auf den Plan, der mit seiner schlanken Bauweise auf sich aufmerksam macht. MSI-typisch nutzt man den Barebone aber nicht nur für eigene Geräte, sondern verkauft die Geräte auch an Dritte. So ist es möglich, dass uns das GS70 bereits in Form des Schenker Technologies XMG C703 und nun als Medion Erazer X7611 begegnet.

Kleinere Unterschiede gibt es bei der Ausstattung der jeweiligen Geräte. MSI spendiert seinem hauseigenen Modell eine Tastatur aus dem Hause Steelseries und nutzt als einziger Anbieter die Farbe „Gunmetal“, während ansonsten auf klassisches Schwarz gesetzt wird. Medion wiederum geht auch einen Sonderweg und legt als einziger Anbieter ein passendes USB-DVD-Laufwerk bei. Preislich gehört die Medion-Variante mit rund 1300 Euro zu den günstigeren Versionen.

Nicht neu, aber trotzdem überzeugend

Wirklich Neues ist beim X7611 nicht mehr zu finden, weshalb wir an dieser Stelle noch einmal auf die ausführlichen Tests des MSI GS70 und des Schenker Technologies XMG C703 verweisen wollen.

Medion X7611
Der Deckel wirkt recht labil

Das Highlight des X7611 ist ohne Frage sein Gehäuse, denn mit einer maximalen Bauhöhe von 22 mm fällt es für ein Gaming-Notebook im 17-Zoll-Format schlicht sensationell flach aus. Im direkten Vergleich wirken normale Gaming-Geräte mit ähnlich dimensionierten Displays beinahe plump. Auf diesem Wege kann der 17-Zöller auch ganz problemlos transportiert werden und dank des vergleichsweise überschaubaren Gewichts von 2,6 kg wird das Gewichtsbudget nicht übertrieben belastet. Farblich setzt Medion beim komplett aus Aluminium gefertigten Gehäuse auf ein klassisches Schwarz. Die Beschichtung erweist sich leider als ausgesprochen anfällig gegenüber Fingerabdrücken, sodass ein Putztuch im Optimalfall nie allzu weit entfernt sein sollte. Während die übrige Verarbeitungsqualität auf einem ansprechenden Niveau liegt, ist es aber erneut das sehr labile Display, das uns Kopfzerbrechen bereitet. Hier zeigt sich klar, dass es sich beim Erazer-Flachmann eben doch um ein waschechtes Leichtbaugerät handelt.

medion x7611 5
Schnittstellen gibt es reichlich

Trotz der flachen Bauweise müssen hinsichtlich der Konnektivität keine Einschränkungen akzeptiert werden. Gerade im Bereich der Monitoransteuerung geht man in die Vollen und verbaut neben der üblichen HDMI-Buchse zwei Display-Port-Anschlüsse. Noch schöner wäre es gewesen, wenn es sich direkt um Thunderbolt-Ports gehandelt hätte. Aber auch USB-seitig müssen keine Abstriche akzeptiert werden, denn es gibt vier Buchsen im aktuellen 3.0-Standard. Für das Soundsystem stehen drei Klinkeanschlüsse bereit, während auch RJ45 den Weg auf das flache Seitenteil gefunden hat. Aus Platzgründen kommt allerdings eine Klappversion zum Einsatz, bei der sich der Stecker beim Abziehen gerne verkantet. Bedingt durch die Kühlung müssen allerdings die meisten Ports recht weit vorne auf den Seitenteilen platziert werden, was zu Kabelchaos auf dem Schreibtisch führen kann.

medion x7611 8
Ein optisches Laufwerk liegt bei

Die extrem flache Bauweise stellt die Konstrukteure natürlich vor manches Hindernis, in erster Linie vor die Frage, wohin mit der entstehenden Abwärme. Das macht sich auch beim Layout des Top-Cases bemerkbar, denn die Tastatur sitzt vergleichsweise weit vorne im Gehäuse – der Platz dahinter wird für das Kühlsystem genutzt. An der Nutzbarkeit ändert das jedoch nichts, denn anders als beispielsweise beim Acer R7 wird dennoch eine ansehnliche Handballenauflage geboten. Anders als beim GS70 wird keine Steelseries-Tastatur geboten. Inwieweit der Unterschied spürbar ist, lässt sich bei dem erheblichen zeitlichen Abstand zwischen den Tests nur schwer sagen, es steht aber fest, dass sich die Tastatur prinzipiell gut tippen lässt. Der Druckpunkt könnte allerdings noch etwas definierter sein, der Hub wiederum weiß zu gefallen. MSI-typisch ist das Tastaturlayout allerdings ordentlich daneben gegangen. Zahlreiche Tasten haben ihren angestammten Platz eingebüßt und wurden neu angeordnet. Das erschwert die Eingewöhnung unnötig. Das Touchpad könnte ebenfalls einen etwas definierteren Druckpunkt vertragen, besitzt aber gute Gleiteigenschaften.

medion x7611 11
Die Tastatur hat ein wirres Layout

 


Bei der Hardware gibt es im Grunde genommen keine größeren Überraschungen. Sowohl CPU als auch GPU sind durch das Barebone fix, zu echten Unterschieden zwischen den verschiedenen Interpretationen des aktuellen MSI-Barebones kann es nur beim Storage-System kommen.

Das Herzstück des X7611 ist Intels Core i7-4700HQ, also natürlich ein Vertreter der Haswell-Generation. Beim 4700HQ handelt es sich um eine nur leicht modifizierte Version des Core i7-4700MQ,, der sich aktuell als „Brot-und-Butter“-Modell der Haswell-Generation etabliert. Die Unterschiede belaufen sich auf eine minimal schnellere Grafikeinheit des HQ-Modells, denn die GPU taktet im Turbo-Modus 50 MHz höher als beim M-Modell. Für das flache Gaming-Notebook deutlich wichtiger: Der 4-Kerner wird anders als der 4700MQ fest verlötet, was eine kompaktere Konstruktion ermöglicht. Darüber hinaus bietet das 4700HQ die aktuell solide Ausstattung. Es wird die Haswell-Architektur genutzt, was zu einer TDP von 47 Watt führt. Die vier Kerne, die dank Hyperthreading acht Aufgaben gleichzeitig abarbeiten können, takten standardmäßig mit 2,4 GHz, im Turbo kann ein Kern kurzfristig auch mit 3,4 GHz zu Werke gehen. Der Cache beläuft sich auf 6 MB. Dass die CPU für alltägliche Aufgaben mehr als genügend Leistung bereitstellt, das zeigt ein Blick auf Cinebench 11, denn es werden im Cinebench sehr gute 6,95 Punkte erreicht. Nach Schenker gelingt es auch Medion das „originale“ GS70 deutlich zu überbieten. An der „Sauberkeit“ der Installation kann das aber nicht liegen, denn Medion-typisch wurde einiges an Bloatware vorinstalliert.

Cinebench 11

CPU

7.44 XX


7.39 XX


7.02 XX


6.98 XX


6.97 XX


6.96 XX


6.95 XX


6.95 XX


6.78 XX


6.58 XX


6.56 XX


5.8 XX


5.23 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Bei der Grafik setzt Medion neben der integrierten HD4600 auf eine GeForce GTX 765M, also das zweitkleinste Modell der 7er GTX-Baureihe. Das basiert auf einer GK106-GPU und gehört entsprechend der im 28-nm-Verfahren gefertigten  Kepler-Generation an. Die GPU arbeitet mit 768 Shadereinheiten, die in fünf Blöcke à 192 Pipelines aufgeteilt wurden. Der Kern- und Shadertakt beläuft sich auf 850 MHz. Der GDDR5-Speicher wird über ein 192 Bit breites Interface angebunden und besitzt ein Volumen von 2 GB. Der Speichertakt beläuft sich auf 2 GHz. In unseren Tests zeigte die GTX 765M, dass sie durchaus in der Lage ist, verschiedene Games in der FullHD-Auflösung flüssig darzustellen – dann darf die Engine aber nicht allzu anspruchsvoll sein. Da in der Zwischenzeit allerdings auch die ersten Maxwell-Ableger in der 8er-Serie erschienen sind, darf man auf baldiges Update hoffen, schließlich ist die effizienzoptimierte Maxwell-Architektur wie gemacht für ein Gaming-Notebook mit der Bauform des Erazer X7611.

Metro 2033

native Auflösung - High Settings - MSAA 4x - AF 4x

98.36 XX


95.24 XX


81.24 XX


53.33 XX


52.88 XX


45.6 XX


40.33 XX


34.07 XX


33.13 XX


25.43 XX


24.31 XX


23.60 XX


23.43 XX


23.33 XX


23.30 XX


frames per second
Mehr ist besser

Hitman Absolution

native Aufloesung - high Settings - AF 4x

59.76 XX


57.68 XX


56.9 XX


52.11 XX


51.03 XX


47.15 XX


46.61 XX


41.81 XX


35.73 XX


31.8 XX


31.52 XX


30.67 XX


30.06 XX


23.97 XX


20.04 XX


15.58 XX


frames per second
Mehr ist besser
 

Bioshock Infinite

native Aufloesung - High Settings

183.85 XX


168.57 XX


123.74 XX


82.40 XX


82.33 XX


60.52 XX


54.9 XX


52.45 XX


50.71 XX


46.77 XX


46.66 XX


40.33 XX


38.97 XX


37.03 XX


36.5 XX


35.77 XX


frames per second
Mehr ist besser

GRID 2

native Aufloesung - High Settings

137.14 XX


132.92 XX


132 XX


104.55 XX


101.65 XX


90.69 XX


86.67 XX


84.77 XX


80.26 XX


71.01 XX


62.42 XX


51.53 XX


frames per second
Mehr ist besser

Gerade mit Blick auf die Größe kann Medions 17-Zöller aber mit einer ordentlichen Spieleleistung aufwarten – es zeigt sich aber eben doch, dass aufgrund des Formfaktors Abstriche akzeptiert werden müssen. So erreichte unser Testexemplar bei Anno 2070 46,79 fps, während es bei Bioshock Infinite 40,33 fps waren. Hier bewegt man sich also gerade so an der Untergrenze zum flüssigen Spielen. Nicht mehr möglich ist das hingegen bei Metro 2033 mit 31,8 fps – hier kommt es immer wieder zu Framedrops. Deutlich besser sieht es da bei Grid 2 aus, denn dort werden 84,77 fps erreicht. Da alle Benchmarkläufe aber mit der FullHD-Auflösung und hohen Details durchgeführt werden, besteht hier durchaus noch Potential für Optimierungen.

Die größten Unterschiede bei den verschiedenen Barebone-Versionen gibt es beim Storage-System. Während MSI direkt auf ein schnelles SSD-RAID gesetzt hat, begnügt man sich bei Medion mit einer einzelnen SSD mit einem Fassungsvermögen von 128 GB. So wird ein Datendurchsatz von 482,6 MB/Sek. erreicht, was ein ordentliches aber kein überragendes Ergebnis ist. Fernab von Benchmarks wird man davon nicht allzu mitbekommen, denn das X7611 fühlt sich zu jeder Zeit ausgesprochen flott an. Zusätzlich zur SSD, die nur für einige wichtige Programme ausreicht, gibt es noch ein mechanische HDD. Die bietet 1 TB und damit auch größeren Mediensammlungen eine Heimat. Geschwindigkeitsexzesse dürfen allerdings nicht erwartet werden.

Dass die gesamte Systemperformance in Ordnung geht, zeigt ein Blick auf die PC-Mark-Tests, denn hier bringt es der 17-Zöller auf 3115 Punkte im PC Mark 8 Home und 4103 Punkte im dazugehörigen Creative-Test.

Gute Kühlung auf kleinstem Raum

medion x7611 7
Die Kühlung nimmt viel Platz auf den Seitenteilen ein

Spielefähige Leistung auf kleinstem Raum gut gekühlt zu bekommen war schon immer eine der größten Schwierigkeiten im Notebook-Bereich – eine Tatsache, die auf das Erazer X7611 in einem deutlich größeren Umfang zutrifft, als bei normalen Gaming-Geräten im 17-Zoll-Format. Vor diesem Hintergrund ist es umso überraschender, dass unser Testkandidat mit einem überzeugenden Kühlsystem aufwarten kann. Im Leerlauf entsteht eine Lautstärke von 32,4 dB(A), während die Geräuschkulisse nach einer längeren Volllast-Phase auf 47,2 dB(A) anschwillt – auch das geht mit einem Blick auf die Gaming-Konkurrenz aber völlig in Ordnung. Umso erfreulicher ist es vor diesem Hintergrund, dass sowohl CPU als auch GPU mit 89 °C und 81 °C nicht allzu warm werden. Der Throtteling-Effekt konnte entsprechend auch unter extremen Bedingungen nicht herbeigeführt werden.  Einzig an der Unterseite ist etwas von den schlechten Voraussetzungen zu merken, denn hier wird die 50 °C-Marke mehrfach überschritten – auf den Oberschenkeln sollte der 17-Zöller im Volllast-Fall also nicht allzu lange abgestellt werden.

bench temp oberseite

Auch für unterwegs geeignet

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

503 XX


75 XX
313 XX


77 XX
301 XX


58 XX
281 XX


90 XX
270 XX


54 XX
270 XX


78 XX
265 XX


146 XX
257 XX


123 XX
242 XX


120 XX
235 XX


100 XX
210 XX


64 XX
195 XX


66 XX
168 XX


87 XX
161 XX


76 XX
144 XX


65 XX
138 XX


47 XX
115 XX


38 XX
Minuten
Mehr ist besser

Beim Erazer X7611 kommt ein Akku mit 5600 mAh zum Einsatz. Aus diesem Stromspeicher gelingt es dem 17-Zöller eine Akkulaufzeit zu generieren, die durchaus dem Mobilitätsgedanken zuträglich ist. Im Reader-Test von BatteryEater bringt es unser Testkandidat auf ordentliche 281 Minuten, während es im Classic-Test nur noch 90 Minuten sind. Bei einer normalen Belastung, wie sie von PC Mark 8 simuliert wird, sind es rund 120 Minuten, was zeigt, dass eine Steckdose schlussendlich nie allzu weit entfernt sein sollte. Auch als Begleiter für die Uni eignet sich der 17-Zöller damit nur bedingt.

 


 

Matt, aber etwas zu dunkel

Gerade bei einem prinzipiell recht mobilen Gerät kommt auch dem Display eine erhöhte Aufmerksamkeit zu. Medion setzt auf ein mattes TN-Panel, das mit der FullHD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten daherkommt. Während uns die Kombination aus Diagonale und Auflösung entgegenkommt und in einer angenehmen Darstellungsgröße resultiert, hat die TN-Technik natürlich mit den gewohnten, bauartüblichen Problemen zu kämpfen. Die Farben könnten noch etwas satter wirken und die Blickwinkel etwas größer ausfallen. Solange man aber allein vor dem Rechner sitzt, fällt Letzteres nicht weiter störend auf. Ein klein wenig anders als beim GS70 fällt die Einordnung der Panel-Technik aus. Während das Fehlen eines IPS-Displays bei einem rund 1700 Euro teuren Geräts störend ist, relativiert der deutlich günstigere Preis des X7611 das genutzte TN-Panel etwas, wenn auch nicht vollständig.

medion x7611 3
Flach im Profil

Messtechnisch liegen bei unserem Sample Licht und Schatten nah beieinander. Die durchschnittliche maximale Helligkeit liegt bei 250 cd/m2, was in einer normal beleuchteten Umgebung in Kombination mit einem matten Panel mehr als ausreichend ist,  allerdings die nötigen Reserven vermissen lässt, um auch einmal bei ungünstigen Lichtverhältnissen im Freien zu punkten. Noch dazu fallen manche Stellen des Panels auch deutlich dunkler aus (siehe Bild), was den Effekt abermals verstärkt. Deutlich besser gefällt uns da schon das Kontrastverhältnis, denn das liegt auf einem erstklassigen Niveau.

bench display

Vernünftiger, aber nicht unbedingt schlechter

Das Erazer X7611 kann getrost als Vernunftsversion des MSI GS70 angesehen werden. Der Preisunterschied liegt trotz beinahe identischem Barebone bei rund 400 Euro, die im täglichen Leben wirklich merklichen Unterschiede halten sich im Gegenzug aber in Grenzen.

So kommt auch die Medion-Version mit dem bekannten, optisch sehr ansprechendem 17-Zoll-Barebone daher, das mit gutem Gewissen als Gaming-Ultrabook bezeichnet werden kann. Aber nicht nur die Abmessungen, auch das Gewicht kann sich sehen lassen. Der ausgeprägte Leichtbau macht sich allerdings beim Displayrahmen bemerkbar, denn der wirkt recht labil. Trotz des flachen Gehäuses gelingt es den Konstrukteuren aber zahlreiche Anschlüsse zu verstauen, sodass nicht die geringsten Abstriche in dieser Disziplin in Kauf genommen werden müssen. Beinahe wirkt es anders herum: Drei digitale Display-Anschlüsse kommen einem etwas viel vor. Dass aufgrund der Bauform auf ein optisches Laufwerk verzichtet werden muss, kompensiert Medion geschickt, denn es befindet sich ein entsprechendes USB-Laufwerk im Lieferumfang. Dass Medion nicht auf die Steelseries-Tastatur des GS70 setzen kann, macht sich indes nicht direkt negativ bemerkbar, denn die verbaute Tastatur lässt sich gut tippen, besitzt aber leider ein katastrophales Layout.

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Durchaus überzeugend fällt die Leistung, insbesondere die Gaming-Leistung des Erazer X7611 vor dem Hintergrund des Formfaktors aus. Medion/MSI bieten eine ordentliche Performance auf kleinstem Raum, die es so vorher noch nicht gab. Das verschleiert aber dennoch nicht, dass bei der nativen FullHD-Auflösung bereits jetzt häufig die Detail-Einstellungen heruntergeschraubt werden sollten, um etwas Puffer bei Framedrops zu haben. Hier darf man auf eine Neuauflage mit Maxwell gespannt sein, denn NVIDIAs neue Architektur ist für ein Gerät wie das Erazer X7611 wie geschaffen. Schnörkellos verhält es sich mit der restlichen Ausstattung, denn sowohl Intels Haswell-Plattform, als auch aktuelle SSDs liefern stets eine überzeugende Leistung ab.

Nimmt man all diese Aspekte zusammen, ist es geradezu faszinierend, dass unser Testkandidat doch über eine überzeugende Kühlung verfügt, denn der 17-Zöller wird weder zu heiß, noch zu laut, noch kommt es zum Throtteling. Anders herum versteht sich aber von selbst, dass es nicht mehr allzu viel Platz für einen Akku gegeben hat, sodass das Erazer nur moderat lang fernab der Steckdose genutzt werden kann.

Etwas mehr hätten wir uns vom Display erwartet, denn die Bauform macht das X7611 zum Mobilisten, genau wie die matte Oberfläche. Leider kann die maximale Leuchtkraft des TN-Panels da nicht mithalten, die zwar ausreichend ist, aber nicht viele Reserven bietet. Der Kontrast wiederum weiß zu überzeugen.

Schlussendlich ist das Medion Erazer X7611 ein überzeugendes Gaming-Notebook im sehr schicken Gewand, dem am Ende aber schlichtweg etwas Leistung fehlt, um wirklich empfehlenswert zu sein. Preislich ist das X7611 dabei aber deutlich attraktiver als das „Original“ von MSI.

Positive Aspekte des Medion Erazer X7611:

Negative Aspelte des Medion Erazer X7611:


Medion Erazer X7611
Hardware 
Prozessor: Intel Core i7-4700HQ
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,4 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,4 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 8 GB - DDR3
Grafikkarte

NVIDIA GeForce GTX 765M

Grafikkarte - Grafikspeicher 2 GB
Festplatte/SSD

1x 128 GB + 1x 1000 GB

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD + HDD

Optisches Laufwerk DVD-Brenner (extern)
Monitor 
 
Display - Technik: TN
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1920x1080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 105
Tastatur - Numblock: ja (12 mm Breite)
Touchpad - Abmessungen: 105 x 70 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort -
Thunderbolt: 2
VGA: -
USB 2.0:

-

USB 3.0 4
Firewire -
eSATA: -
Audio: 3x 3,5 mm
Gehäuse 
 
Akku: 76,96 Wh
Material: Kunststoff
Abmessungen: 419 x 289 x 21,8 mm
Gewicht 2,6 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 1300 Euro
Garantie: 24 Monate

Systemleistung

Cinebench 11

CPU

7.44 XX


7.39 XX


7.02 XX


6.98 XX


6.97 XX


6.96 XX


6.95 XX


6.95 XX


6.78 XX


6.58 XX


6.56 XX


5.8 XX


5.23 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Massenspeicher

Datenrate

1024.1 XX


999.38 XX


930.88 XX


928.45 XX


530.86 XX


521.0 XX


515.75 XX


511.11 XX


509.23 XX


506.0 XX


504.79 XX


496.6 XX


484.0 XX


482.6 XX


86.55 XX


74.74 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

0.19 XX


0.2 XX


0.23 XX


0.23 XX


0.26 XX


0.26 XX


0.27 XX


0.27 XX


0.35 XX


0.35 XX


0.45 XX


0.51 XX


0.71 XX


17.0 XX


17.75 XX


ms
Weniger ist besser

PC Mark 7

6467 XX


6255 XX


6217 XX


6161 XX


6141 XX


6120 XX


6064 XX


6060 XX


6026 XX


6025 XX


5642 XX


5440 XX


5396 XX


4431 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8

Home

4886 XX


4884 XX


4339 XX


4216 XX


3997 XX


3808 XX


3657 XX


3571 XX


3500 XX


3450 XX


3278 XX


3269 XX


3115 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8

Creative

5340 XX


5061 XX


5043 XX


4983 XX


4717 XX


4698 XX


4410 XX


4313 XX


4262 XX


4246 XX


4200 XX


4103 XX


3741 XX


3472 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Gamingleistung

 

 

 

 

 

 

Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

1233 XX


1217 XX


1168 XX


1104 XX


1071 XX


1053 XX


1016 XX


939 XX


807 XX


784 XX


783 XX


732 XX


573 XX


313 XX


Wert:1
Mehr ist besser

bench display

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

71 XX


94 XX
78 XX


96 XX
78 XX


92 XX
81 XX


89 XX
82 XX


76 XX
83 XX


96 XX
83 XX


80 XX
84 XX


89 XX
86 XX


96 XX
87 XX


91 XX
88 XX


96 XX
88 XX


81 XX
89 XX


76 XX
89 XX


89 XX
92 XX


83 XX
94 XX


96 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstärke

Idle/Load

53.2 XX


39.3 XX
52.3 XX


34.3 XX
51.8 XX


33.1 XX
50.5 XX


34.1 XX
49.9 XX


34.9 XX
49.8 XX


35.6 XX
49.2 XX


34.7 XX
48.9 XX


36.1 XX
48.5 XX


35.8 XX
48.2 XX


35.1 XX
47.9 XX


35.1 XX
47.7 XX


32.7 XX
47.6 XX


33.9 XX
47.2 XX


32.4 XX
45.7 XX


33.6 XX
45.1 XX


32.1 XX
44.9 XX


33.8 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite

bench temp unterseite

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

503 XX


75 XX
313 XX


77 XX
301 XX


58 XX
281 XX


90 XX
270 XX


54 XX
270 XX


78 XX
265 XX


146 XX
257 XX


123 XX
242 XX


120 XX
235 XX


100 XX
210 XX


64 XX
195 XX


66 XX
168 XX


87 XX
161 XX


76 XX
144 XX


65 XX
138 XX


47 XX
115 XX


38 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PC Mark 8 - Home/Creative

224 XX


214 XX
190 XX


164 XX
186 XX


151 XX
172 XX


161 XX
158 XX


146 XX
153 XX


151 XX
141 XX


123 XX
133 XX


132 XX
126 XX


130 XX
124 XX


135 XX
123 XX


126 XX
121 XX


122 XX
120 XX


123 XX
111 XX


134 XX
107 XX


95 XX
106 XX


111 XX
66 XX


66 XX
Minuten
Mehr ist besser

Stromverbrauch

Idle/Load

75.4 XX


27.0 XX
94.0 XX


9.3 XX
119.0 XX


17.4 XX
123.8 XX


17.8 XX
126.7 XX


14.9 XX
130.1 XX


22.1 XX
134.6 XX


16.5 XX
138.4 XX


22.4 XX
148.7 XX


22.9 XX
160.1 XX


37.1 XX
165.7 XX


14.8 XX
167.1 XX


16.9 XX
216.0 XX


24.0 XX
217.3 XX


18.2 XX
290.1 XX


75.5 XX
333.3 XX


45.4 XX
339.4 XX


47.6 XX
Watt
Weniger ist besser