Schenker Technologies XMG P724 Pro mit GTX 880 SLI im Test

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schenker p724 teaserZwei GeForce GTX 880M, ein Intel Core i7-4940MX, zwei SSDs, zwei HDDs und 32 GB RAM. Das sind die beeindruckenden Eckdaten des brandneuen Schenker Technologies XMG P724 Pro. Dass da einige Benchmark-Rekorde in unserem Mobil-Parcours wackeln, versteht sich von selbst. Das wirft natürlich die Frage auf, ob das XMG P724 Pro in allen Bereichen so gut performen kann?

Mit dem Notebook spielen zu wollen, ist per se unvernünftig – darüber müssen wir gar nicht lange diskutieren. Jeder, der in der Lage ist, einen Taschenrechner zu bedienen, wird in kürzester Zeit herausfinden, dass es im Desktop eine höhere Leistung zum deutlich kleineren Preis gibt. Aber dennoch ist das mobile High-End-Gaming für einen Hersteller wie NVIDIA einer der größten Wachstumsmärkte. Irgendwas muss also dran sein, an den mobilen Hochframezahlgeneratoren. Zum einen wäre natürlich die Flexibilität, die ein stationäres System niemals bieten kann. Notebook zu – und es kann losgehen. Egal, ob in der Wohnung oder dem Haus, überall kann gespielt werden. Gleiches gilt natürlich in einem noch größeren Umfang für ambitionierte LAN-Party-Fans, denn ein Gerät der Klasse des hier getesteten XMG P724 Pro mag alles andere als leicht sein, ein vollständiges Desktop-System ist aber eben doch noch einmal eine ganze Stufe unhandlicher.

Die uns vorliegende, eingangs erwähnte, Konfiguration ist auch für hartgesottene Notebook-Tester eine dickes Ding, denn Schenker verbaut in Clevos 17-Zoll-Barebone P370SM praktisch alles, was Rang und Namen hat – und das bevorzugt mehrfach. Mit Vernunft hat das herrlich wenig zu tun, sondern vielmehr mit dem Streben, das aktuell Mögliche auszuloten. Der eigentlich überschaubare Einstiegspreis von 1399 Euro wird auf diesem Wege aber um das 3,5 fache übertroffen, denn am Ende kostet das XMG P724 Pro so rund 4500 Euro. Mit Vernunft hat das nach näherer Betrachtung nun gar nichts mehr zu tun, das soll uns jedoch nicht stören, denn selbige haben wir mit Beginn des Tests ausgeschaltet und wollen sie auch bis zu dessen Ende gekonnt zu ignorieren versuchen.

Innen neu, außen altbekannt

Schenker setzt beim XMG P724 Pro wie bei so vielen anderen XMG-Modellen auch, auf ein Barebone aus dem Hause Clevo, genauer gesagt das Modell Clevo P370SM. Das ist nicht wirklich neu und begleitete uns schon durch den Test des XMG P723 Pro – wirkliche Überraschungen bleiben also aus. Entsprechend kommt der 17-Zöller, ja das XMG P724 Pro ist für ein Dual-GPU-Gerät vergleichsweise klein, in einem mattschwarzen Gehäuse daher, dem sämtliche Eye-Catcher fehlen und das noch dazu auf eine recht konservative Formensprache setzt. Seinen Preis sieht man unserem Testkandidaten auf diesem Wege wirklich nicht an. Die schlichte Optik mag sicherlich schnell Freunde finden, es wird für Clevo langsam aber sicher Zeit über das Design seiner Barebones nachzudenken. Bis es so weit ist, muss allerdings auch festgehalten werden, dass die immer ähnliche Optik der Gaming-Boliden in der Zwischenzeit bereits ein wenig ikonisch ist.

Schenker P724

Beim Material bleibt Clevo sich treu und verbaut sowohl auf dem Deckel als auch im Bereich der Handballenauflage schwarzen Softtouch-Kunststoff. Der Deckel wird zusätzlich von einem schwarzen XMG-Logo aufgelockert, während das Top-Case zu großen Teilen aus schwarzem, gebürstetem Aluminium besteht. Beides passt bestens zur schlichten Optik, verleiht dem 17-Zöller aber eben auch einen biederen Anstrich. Qualitativ fällt der gewählte Lack hinter den Branchenprimus Alienware zurück. Das Material fasst sich weniger handschmeichelnd an. Alle Softtouch-Oberflächen haben dabei gemein, dass sie Staub fast magisch anziehen und fettige Fingerabrücke darstellen – wenn auch in einem geringeren Umfang, als es bei Glossy-Materialien der Fall ist. Die Verarbeitungsqualität des Barebones liegt auf einem guten Niveau, insgesamt betrachtet fällt die Qualität des Barebones deutlich hinter den Anspruch zurück, den die Hardware-Ausstattung erzeugt. Hier offenbart sich noch immer ein großer Makel von Built-2-Order-Produzenten, die auf die Barebones von externen Anbietern angewiesen sind.

schenker p724 6 s

Wie bei seinem P504/P704 setzt Schenker auch beim P724 auf eine reichhaltige Anschlussausstattung. Es werden insgesamt fünf USB-Anschlüsse geboten, von denen vier den 3.0-Standard besitzen und das fünfte Modell als Shared-Version mit dem betagten eSATA-Port ausgeführt wurde. Weiterhin gibt es anders als bei den Single-GPU-Barebones auch einen Thunderbolt-Anschluss, über den natürlich auch ein Display angeschlossen werden kann. Ein zweites Display kann digital über HDMI angeschlossen werden, ein analoger VGA-Port ist allerdings nicht vorhanden, was aber nicht mehr störend ist. Obligatorisch sind der RJ45-Anschluss (natürlich bis Gigabit-LAN) und der Card-Reader, für das Audio-System stehen vier Klinke-Buchsen zur Verfügung. Die Schnittstellenaufteilung gefällt uns beim SLI-Barebone noch einmal etwas besser als beim Single-GPU-Barebone. Alle Buchsen wurden recht weit hinten auf den Seitenteilen untergebracht und noch dazu wurden einige Anschlüsse (darunter auch zwei USB-Ports) auf der Rückseite verbaut, was für einen aufgeräumten Schreibtisch sorgt. Einzige Einschränkung: Die linke Seite bleibt frei von USB-Buchsen, wer also an dieser Stelle mehrere Peripherie stehen hat, muss Umwege mit dem Kabel in Kauf nehmen.

schenker p724 7 s

Wie so oft bei Clevo liegen Freund und Leid sehr dicht beieinander, wenn es um die Tastatur geht. Das Keyboard, das auf klassisch zusammenhängende Tasten setzt, kann mit einem exzellenten Tippgefühl aufwarten. Der Anschlag ist knackig präzise, der Hub genau richtig dimensioniert. Vor diesem Hintergrund gehört das Keyboard des P724 im Grunde genommen zum Besten, was es aktuell am Notebook-Markt gibt. Im Gegenzug versäumt es Clevo aber auch bei der Neuauflage, das chaotische Layout, bei dem viele Tasten an einem anderen Platz sitzen, zu entwirren. Das verlängert die Eingewöhnungszeit unnötig und erschwert den fliegenden Wechsel vom Desktop-System. Schade, denn auf dem Top-Case wäre eigentlich genügend Platz. Wie gewohnt ist darüber hinaus eine Tastaturbeleuchtung vorhanden, die in mehreren Farben und für mehrere Zonen justiert werden kann. Die Beleuchtung ist sehr gleichmäßig und erweist sich in dämmerigen Lichtverhältnissen als sehr praktisch. Das Touchpad wird gerade bei einem Gerät wie dem XMG P724 sicherlich so gut wie nie genutzt werden, hinterlässt in unserem Test aber einen guten Eindruck.

schenker p724 11 s

Geht es um die Hardware-Konfiguration, macht unserem XMG P724 so schnell niemand etwas vor. Los geht es bei noch überschaubaren 1399 Euro, mit dieser Konfiguration hat unser maximal ausgestatteter 17-Zöller aber nicht mehr viel gemeinsam. Ganz so extrem muss es natürlich nicht sein, etwas mehr Budget als der Einstiegspreis sollte aber in jedem Fall vorhanden sein, denn dann kommt das P724 nur mit einem kleinen i5-Prozessor, 4 GB an RAM und einer mechanischen HDD. Bei der Grafik kommt in der Standard-Konfiguration darüber hinaus kein NVIDIA-Modell zum Einsatz, sondern eine AMD Radeon R9 M290X. Ebenso fehlt auch das Betriebssystem. Das muss nichts per se Schlechtes sein, es zeigt sich aber, dass Schenkers Dual-GPU-17-Zöller alles andere als ein Spar-Modell ist.

Wo der Hammer hängt, zeigt direkt ein erster Blick auf den Prozessor, denn hier kommt Intels aktualisierte Haswell-Extreme-Edition, der Core i7-4940MX zum Einsatz, der den im letzten Sommer vorgestellten i7-4930MX beerbt und mit noch einmal 100 MHz mehr aufwarten kann. Entsprechend taktet der 4-Kerner, der dank der Hyper-Threading-Technik acht Aufgaben gleichzeitig abarbeiten kann, mit 3100 MHz. Im Turbo können kurzzeitig je nach thermischem Budget mit einem Kern sogar 4 GHz erreicht werden – bei der Auslastung von zwei bzw. vier Kernen sind es jeweils 100 MHz weniger. Darüber hinaus kann der Prozessor übertaktet werden, sodass das Leistungslimit noch nicht erreicht wurde. Gefertigt wird der Core i7-4940MX wie alle Haswell-Prozessoren im 22 nm-Verfahren, anders als bei der Ultrabook-Sparte gibt es bei den 4-Kernern allerdings keine größeren Fortschritte hinsichtlich der Akkulaufzeit zu vermelden. Das sollte aber gerade bei einem Prozessor wie dem 4940MX nicht im Geringsten stören, denn der besitzt mit 57 Watt ohnehin eine um 10 Watt höhere TDP als die meisten aktuellen 4-Kerner.

Das macht sich in den Benchmarks bemerkbar, denn das XMG P724 Pro setzt sich an die Spitze unserer Benchmark-Listen. Entsprechend werden im Cinebench 11 7,44 Punkte erreicht, während es bei der 15er Version ebenfalls sehr gute 685 Punkte sind. Der Speicherdurchsatz liegt auf einem für Haswell normalen Niveau. So zeigt sich einerseits, dass der 4940MX zwar „sauschnell" ist, wer aber nur ein wenig Vernunft walten lässt, wird zu einem kleineren Modell wie dem 4700MQ greifen. Der kostet nur einen Bruchteil der Extreme-CPU und ist im Alltag nicht spürbar langsamer.

gpuz

In die Vollen geht man aber nicht nur beim Prozessor, sondern auch bei der Grafiklösung. Dass NVIDIAs GeForce GTX 880M extrem schnell ist, zeigte sie bereits im Test des XMG P504 Pro – nun kommen zwei der GPUs zum Einsatz. Die GeForce GTX 880M ist allerdings noch ein alter Bekannter, der lediglich um ein paar Megahertz beschleunigt wurde. Er ähnelt zu großen Teilen seinem Vor- und Vorvorgänger in Form der GeForce GTX 780M bzw. GeForce GTX 680MX. Während die letztjährige Version sich noch mit einem Chiptakt von 771 MHz ans Werk macht, rechnet die jüngste Variante mit 954 MHz etwas schneller. Dank GPU-Boost erhöht sich der Takt je nach Auslastung und Temperatur auf mindestens 993 MHz - ähnlich wie bei den Desktop-Modellen. Entgegen Gerüchten hat NVIDIA allerdings nicht den Videospeicher verdoppelt. Die GeForce GTX 880M soll weiterhin auf einen bis zu 4.096 MB großen GDDR5-Videospeicher zurückgreifen können, der dank eines 256 Bit breiten Interfaces und Taktraten von 1.250 MHz eine Speicherbandbreite von bis zu 160 GB pro Sekunde erreicht.

3D Mark - Fire Strike

maximal

8764 XX


7952 XX


5367 XX


4899 XX


3770 XX


3454 XX


3103 XX


2556 XX


2465 XX


2345 XX


2303 XX


2189 XX


1994 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Mit dem Vorwissen des XMG P504 Pro im Gepäck überrascht es nicht im Geringsten, dass gleich zwei GPUs der GTX 880M durch die Bank für neue Rekorde sorgen. Das zeigt sich im 3D Mark-Test, denn hier werden im anspruchsvollen Fire-Strike-Test 8.764 Punkte erreicht. Aber auch unter realen Gaming-Bedingungen kann der 17-Zöller auf der ganzen Linie überzeugen und stellt bei jedem getesteten Spiel den aktuellen Benchmark-Rekord auf. In Metro 2033 werden beispielsweise 98,38 fps erreicht, während es in Hitman: Absolution 59,76 fps waren – also auch erfahrungsgemäß anspruchsvolle Engines laufen mit unserem Testgerät erfahrungsgemäß in höchsten Qualitätssettings – und Puffer ist auch noch vorhanden. Alles andere wäre bei einem SLI-Setup des aktuell größten Grafik-Chips aber auch eine Enttäuschung gewesen. Da aber auch mit „nur" einer GTX 880M mehr als ordentlich gezockt werden kann, ist die SLI-Ausstattung als purer Luxus zu verbuchen. Anders wird dies erst aussehen, wenn das P724 mit einem noch höher auflösenden Display angeboten wird.

Metro 2033

native Aufloesung - High Settings - MSAA 4x - AF 4x

98.36 XX


95.24 XX


81.24 XX


53.33 XX


45.6 XX


40.33 XX


34.07 XX


33.13 XX


25.43 XX


24.31 XX


23.60 XX


23.43 XX


23.30 XX


frames per second
Mehr ist besser

Hitman Absolution

native Aufloesung - high Settings - AF 4x

59.76 XX


57.68 XX


56.9 XX


52.11 XX


51.03 XX


46.61 XX


41.81 XX


35.73 XX


31.52 XX


30.67 XX


30.06 XX


23.97 XX


20.04 XX


15.58 XX


frames per second
Mehr ist besser
 

Bioshock Infinite

native Aufloesung - High Settings

183.85 XX


168.57 XX


123.74 XX


82.33 XX


60.52 XX


54.9 XX


52.45 XX


50.71 XX


46.77 XX


46.66 XX


38.97 XX


37.03 XX


36.5 XX


35.77 XX


frames per second
Mehr ist besser

GRID 2

native Aufloesung - High Settings

137.14 XX


132.92 XX


132 XX


104.55 XX


90.69 XX


86.67 XX


80.26 XX


71.01 XX


62.42 XX


51.53 XX


frames per second
Mehr ist besser

Aber nicht nur bei CPU und den GPUs greift Schenker bei unserer Konfiguration zu Superlativen, auch das Storage-System darf nicht hinten anstehen. Entsprechend werden direkt vier Laufwerke in das 17-Zoll-Barebone verbaut. Zwei SSDs in Form der Crucial und der M500 mit je 480 GB sorgen nicht nur für sehr viel Speicherplatz, sondern sind aufgrund der RAID0-Kombination auch extrem schnell. Wir hatten bereits mehrere Notebooks mit RAID0-SSD-Setups im Test, aber das M500-Duo ist das erste, das die 1 GB/Sek.-Marke durchbricht. Im Gegenzug steigt natürlich auch das Ausfallrisiko. Größere Datenmengen werden aber ohnehin nicht auf dem SSD-RAID gespeichert werden, sondern auf zwei großen mechanischen HDDs, die jeweils 1,5 TB fassen können. Die gehen zwar deutlich langsamer zu Werke, für Daten, die schnell bereit sein müssen, wird aber eben auch genügend Platz geboten. Abgerundet wird die Hardwareausstattung von 32 GB an Arbeitsspeicher – die Geschwindigkeit liegt an dieser Stelle auf dem für Haswell gewohnten Niveau. Alles in allem ist es da nicht überraschend, dass das XMG P724 mit erstklassigen Werten in den PC Mark-Tests aufwarten kann.

Laut und gebremst

Eine 57 Watt-CPU, zwei Grafikkarten und vier Laufwerke, das produziert im Betrieb natürlich eine nicht unerhebliche Abwärme. Entsprechend ist es kein Wunder, dass das XMG P724 unter maximaler Volllast ordentlich laut wird, mit einem Wert von 49,8 dB(A) gehört es dabei aber nicht zu den lautesten Vertretern seiner Klasse. Da beim Spielen ohnehin in den meisten Fällen der Ton läuft, ist das weniger störend als der auch im Leerlauf immer wieder anlaufende Lüfter – diese Eigenart teilen sich leider beinahe alle Clevo-Barebones.

schenker p724 13 s

Während das Kühlsystem die Temperaturen der beiden Grafikkerne bestens im Griff hat, sieht es beim Prozessor nicht ganz so gut aus. Der wird bis zu 96 °C warm, was in unseren Tests dazu führte, dass ein Kern throttelte. An dieser Stelle sei allerdings auch angemerkt, dass eine so extreme Last in der Praxis vermutlich äußerst selten vorkommt, sodass es im realen Betrieb zu keinerlei Einschränkungen kommt. 

Lautstaerke

Idle/Load

53.2 XX


39.3 XX
52.3 XX


34.3 XX
51.8 XX


33.1 XX
50.5 XX


34.1 XX
49.9 XX


34.9 XX
49.8 XX


35.6 XX
49.2 XX


34.7 XX
48.9 XX


36.1 XX
48.5 XX


35.8 XX
48.2 XX


35.1 XX
47.9 XX


35.1 XX
47.7 XX


32.7 XX
47.6 XX


33.9 XX
45.7 XX


33.6 XX
44.9 XX


33.8 XX
dB(A)
Weniger ist besser

 

Stromschleuder durch und durch

Stromverbrauch

Idle/Load

75.4 XX


27.0 XX
94.0 XX


9.3 XX
119.0 XX


17.4 XX
126.7 XX


14.9 XX
130.1 XX


22.1 XX
134.6 XX


16.5 XX
138.4 XX


22.4 XX
148.7 XX


22.9 XX
160.1 XX


37.1 XX
165.7 XX


14.8 XX
167.1 XX


16.9 XX
216.0 XX


24.0 XX
290.1 XX


75.5 XX
333.3 XX


45.4 XX
339.4 XX


47.6 XX
Watt
Weniger ist besser

Wird AMD aktuelle Dual-GPU-Grafikkarte für den Desktop herangezogen, die R9 295X2, mag der maximale Stromverbrauch von 339,4 Watt, den wir dem XMG P724 attestieren können, nichts Spektakuläres sein, vor dem Hintergrund, dass es sich um eine Zusammenstellung von rein auf den Mobilmarkt ausgelegten Komponenten handelt, ist das Ergebnis eine Ansage. Gemessen an der Performance geht der Load-Verbrauch aber durchaus in Ordnung. Störender ist es da schon, dass SLI-bedingt auf Optimus verzichtet werden muss, sodass stets die beiden NVIDIA-GPUs laufen. Entsprechend fällt der Idle-Verbrauch mit 47,6 Watt ausgesprochen hoch aus. Das wirkt sich auch auf die Akkulaufzeit aus, denn obwohl der Akku mit 89,21 Wh alles andere als klein ist, hält der 17-Zöller bei moderater Beanspruchung durch PC Mark 8 122 Minuten fernab der Steckdose durch. 

schenker p724 15 s

Das Display

Das Display ist neben dem Gehäuse einer der „Realitätsanker" des XMG P724 Pro. Aufgrund seiner extremen Konfiguration ist unser Testkandidat extrem teuer, grundsätzlich entstammt er aber doch einer anderen Preisklasse. Entsprechend kommt beim FullHD-Display im 17,3-Zoll-Format auch nur ein TN-Panel zum Einsatz. Rein gaming-technisch betrachtet kann das sogar Vorteile haben, vor dem Hintergrund eines absoluten Luxus-Geräts wäre aber doch ein IPS-Panel wünschenswert oder gar Pflicht gewesen. Die Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten stellt hingegen keine Einschränkung dar, auch wenn es mitunter noch höher aufgelöste Geräte gibt, denn die Darstellungsgröße ist über jeden Zweifel erhaben und die Grafikeinheiten werden nicht über Gebühr gefordert, was langfristig wichtig ist.

schenker p724 14 s

In unseren Messungen förderten wir eine maximale Helligkeit von 273 cd/m2 zutage, über das Panel gemittelt waren es 260,56 cd/m2. Das sind zwar keine Spitzenwerte, da das P724 aber sicherlich weniger im Freien genutzt wird als ein Ultrabook, geht das Gebotene in Ordnung. Genügend Reserven für den Einsatz in helleren Umgebungen sind in jedem Fall vorhanden. Da noch dazu ein mattes Panel geboten wird, macht es also auch weniger, wenn sich einmal ein Fenster im Rücken befindet. Ebenfalls überzeugend fällt das Kontrastverhältnis aus, das bei 784:1 liegt.

bench display

Die native Farbtemperatur lag bei unserem Testmuster mit 6354 Kelvin recht nah am Optimum, sodass auch Fotofans nur selten zum Colorimeter greifen müssen. Wer meist allein vor dem Rechner sitzt, den stören die raschen Farbveränderungen bei Verschiebungen des Blickwinkels nicht, als Multimedia-Notebook für größere Runden eignet sich das P724 Pro allerdings nicht.

Fazit

Das Schenker Technologies XMG P724 Pro ist rein komponententechnisch ein Leckerbissen der Sonderklasse, der in allen Lebenslagen mit einer herausragenden Performance aufwarten kann. Wird der Prozessor gefordert, liefert die verbaute Extreme Edition stets die aktuell bestmöglichen Ergebnisse. Gleiches gilt natürlich auch für die Grafiksektion, was bei zwei der aktuell schnellsten Grafikchips auch nicht verwunderlich ist. In allen Gaming-Benchmarks erreicht unsere Konfiguration damit mühelos absolute Spitzenwerte und bietet auch für die kommenden Jahre noch mehr als genügend Puffer. Eine erstklassige Performance liefert auch das SSD-Gespann ab, das die 1 GB/Sek.-Mauer durchbricht. Insgesamt betrachtet gilt damit: schneller war in unseren Tests noch kein Notebook. Das macht sich allerdings auch beim Stromverbrauch bemerkbar, denn unter Volllast wird auch manches Desktop-System locker in die Tasche gesteckt. Die Kühlung hat die verbauten Komponenten gut im Griff und wird nicht übertrieben laut. Da aufgrund der SLI-Konfiguration auch Optimus nicht genutzt werden kann, ist es nicht überraschend, dass die Laufzeiten nicht allzu lang ausfallen. Für eine rudimentäre Mobilität reicht es jedoch aus – und für mehr wird das P724 Pro ohnehin nicht angeschafft werden.

Vor diesem Hintergrund des Anwendungsprofils liefert auch das Display eine gute Leistung ab, es ist zwar nicht so hell wie die Gegenstücke vieler Ultrabooks, das P724 Pro ist aber auch ein Desktop-Replacement-System, das in den meisten Fällen in geschlossenen Räumen genutzt wird. Störender ist es vor dem Luxus-Hintergrund, dass ein TN-Panel verbaut wird, das mit nicht allzu großzügigen Blickwinkeln aufwarten kann.

Gemischte Gefühle hinterlassen die Eingabegeräte. Die Tastatur besitzt zwar einen hervorragenden Druckpunkt, das wirre Tastaturlayout, sorgt aber erneut für starke Abzüge in der B-Note. Dafür wird zum Ausgleich eine flexibel justierbare und sehr gleichmäßige Hintergrundbeleuchtung geboten. Das Touchpad besitzt ordentliche Gleiteigenschaften aber leider keinen allzu präzisen Druckpunkt.

Das Gehäuse ist ein alter Bekannter und wirkt mit seiner immer gleichen Optik in der Zwischenzeit ein wenig „von gestern". Im Gegenzug kann der schlichten Erscheinung aber eine durchaus zeitlose Optik attestiert werden. Mit der High-End-Konkurrenz in Form eines Alienware 18 kann das Case aber weder bei Materialgüte noch bei Verarbeitungsqualität mithalten. Sehr gut gefallen kann im Gegenzug die Schnittstellenbestückung. Es werden viele Ports geboten, die gut auf das Gehäuse aufgeteilt wurden.

Alles in allem ist das Schenker Technologies XMG P724 Pro ein Performance-Monster der Sonderklasse, für das aufgrund des extremen Preises aber auch eine gehörige Portion Unvernunft benötigt wird. Noch dazu fällt an zu vielen Stellen auf, dass es sich eben doch um ein günstiges Gerät handelt, bei dem lediglich die Ausstattung den Preis treibt.

Positive Aspekte des Schenker Technologies XMG P724:

Negative Aspekte des Schenker Technologies XMG P724:


Schenker Technologies P724
Hardware 
Prozessor: Intel Core i7-4940MX
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 3,1 GHz
Prozessor - Turbotakt: 4,0 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 8 MB
Arbeitsspeicher 32 GB - DDR3
Grafikkarte

2x NVIDIA GeForce GTX 880M

Grafikkarte - Grafikspeicher 2x 3 GB
Festplatte/SSD

2x 480 GB + 2x 1500 GB

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD @ RAID0 + HDD

Optisches Laufwerk Blu-ray
Monitor 
 
Display - Technik: TN
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1920x1080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte 
 
Tastatur - Tastengröße: 13 x 14 mm
Tastatur - Tastenabstand: 5 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 98
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 108 x 77 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse 
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort 1
Thunderbolt: 1
VGA: -
USB 2.0:

4

USB 3.0 1
Firewire -
eSATA: 1 shared
Audio: 4x 3,5 mm
Gehäuse 
 
Akku: 89,9 Wh
Material: Aluminium + Kunststoff 
Abmessungen: 481 x 286 x 49,7 mm 
Gewicht 3,9 kg
Preis und Garantie 
 
Preis: ca. 4500 Euro
Garantie: 24 Monate

 


Systemleistung

Cinebench 11

CPU

7.44 XX


7.39 XX


7.02 XX


6.98 XX


6.97 XX


6.96 XX


6.95 XX


6.9 XX


6.78 XX


6.58 XX


6.56 XX


5.8 XX


5.23 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

685 XX


646 XX


643 XX


640 XX


636 XX


602 XX


Punkte
Mehr ist besser

 

Massenspeicher

Datenrate

1024.1 XX


930.88 XX


928.45 XX


530.86 XX


521.0 XX


515.75 XX


511.11 XX


509.23 XX


506.0 XX


504.79 XX


496.6 XX


484.0 XX


86.55 XX


74.74 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

0.19 XX


0.2 XX


0.23 XX


0.23 XX


0.26 XX


0.26 XX


0.27 XX


0.35 XX


0.35 XX


0.45 XX


0.51 XX


0.71 XX


17.0 XX


17.75 XX


ms
Weniger ist besser

  

PC Mark 7

6467 XX


6255 XX


6217 XX


6161 XX


6141 XX


6120 XX


6064 XX


6060 XX


6025 XX


5642 XX


5440 XX


5396 XX


4431 XX


3304 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8

Home

4886 XX


4884 XX


4339 XX


4216 XX


4100 XX


3997 XX


3808 XX


3657 XX


3571 XX


3500 XX


3450 XX


3278 XX


3269 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8

Creative

5340 XX


5061 XX


5043 XX


4983 XX


4717 XX


4698 XX


4410 XX


4313 XX


4262 XX


4246 XX


4200 XX


3901 XX


3741 XX


3472 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

 

Gamingleistung

3D Mark - Cloud Gate

maximal

23449 XX


23388 XX


20304 XX


18090 XX


16236 XX


14803 XX


13526 XX


12906 XX


12638 XX


12551 XX


12071 XX


11201 XX


9392 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Fire Strike

maximal

8764 XX


7952 XX


5367 XX


4899 XX


3770 XX


3454 XX


3103 XX


2556 XX


2465 XX


2345 XX


2303 XX


2189 XX


1994 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Ice Storm

maximal

146660 XX


146209 XX


133812 XX


107774 XX


105863 XX


103930 XX


97034 XX


89087 XX


86215 XX


79993 XX


64163 XX


15001 XX


14636 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

 

Metro 2033

1280 x 720 - High Settings - MSAA 4x - AF 4x

128.12 XX


120.81 XX


103.85 XX


82.26 XX


73.53 XX


68.21 XX


59.17 XX


57.99 XX


46.96 XX


44.9 XX


42.6 XX


42.4 XX


29.28 XX


frames per second
Mehr ist besser

Metro 2033

native Aufloesung - High Settings - MSAA 4x - AF 4x

98.36 XX


95.24 XX


81.24 XX


53.33 XX


45.6 XX


40.33 XX


34.07 XX


33.13 XX


25.43 XX


24.31 XX


23.60 XX


23.43 XX


23.30 XX


frames per second
Mehr ist besser

Hitman Absolution

1280x720 - high Settings - AF 4x

65.3 XX


65.01 XX


59.09 XX


56.77 XX


51.02 XX


48.43 XX


47.13 XX


45.82 XX


45.75 XX


40.62 XX


28.79 XX


27.88 XX


frames per second
Mehr ist besser
 

Hitman Absolution

native Aufloesung - high Settings - AF 4x

59.76 XX


57.68 XX


56.9 XX


52.11 XX


51.03 XX


46.61 XX


41.81 XX


35.73 XX


31.52 XX


30.67 XX


30.06 XX


23.97 XX


20.04 XX


15.58 XX


frames per second
Mehr ist besser
 

Bioshock Infinite

1280x720 - High Settings

226.17 XX


210.86 XX


177.1 XX


120.33 XX


102.0 XX


100.5 XX


78.42 XX


72.31 XX


68.5 XX


67.36 XX


65.55 XX


61.56 XX


60.47 XX


frames per second
Mehr ist besser

Bioshock Infinite

native Aufloesung - High Settings

183.85 XX


168.57 XX


123.74 XX


82.33 XX


60.52 XX


54.9 XX


52.45 XX


50.71 XX


46.77 XX


46.66 XX


38.97 XX


37.03 XX


36.5 XX


35.77 XX


frames per second
Mehr ist besser

GRID 2

1280x720 - High Settings

152.6 XX


147.18 XX


128.91 XX


113.78 XX


110.62 XX


104.7 XX


103.9 XX


91.37 XX


73.68 XX


62.28 XX


frames per second
Mehr ist besser

GRID 2

native Aufloesung - High Settings

137.14 XX


132.92 XX


132 XX


104.55 XX


90.69 XX


86.67 XX


80.26 XX


71.01 XX


62.42 XX


51.53 XX


frames per second
Mehr ist besser

 

Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

1233 XX


1217 XX


1180 XX


1168 XX


1104 XX


1071 XX


1053 XX


1016 XX


807 XX


784 XX


783 XX


732 XX


573 XX


313 XX


Wert:1
Mehr ist besser

 

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

71 XX


94 XX
78 XX


96 XX
78 XX


92 XX
82 XX


76 XX
83 XX


96 XX
83 XX


80 XX
84 XX


89 XX
86 XX


96 XX
87 XX


91 XX
88 XX


96 XX
88 XX


81 XX
89 XX


89 XX
92 XX


83 XX
94 XX


96 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstaerke

Idle/Load

53.2 XX


39.3 XX
52.3 XX


34.3 XX
51.8 XX


33.1 XX
50.5 XX


34.1 XX
49.9 XX


34.9 XX
49.8 XX


35.6 XX
49.2 XX


34.7 XX
48.9 XX


36.1 XX
48.5 XX


35.8 XX
48.2 XX


35.1 XX
47.9 XX


35.1 XX
47.7 XX


32.7 XX
47.6 XX


33.9 XX
45.7 XX


33.6 XX
44.9 XX


33.8 XX
dB(A)
Weniger ist besser

bench temp oberseite

bench temp unterseite

 

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

503 XX


75 XX
313 XX


77 XX
301 XX


58 XX
270 XX


54 XX
270 XX


78 XX
265 XX


146 XX
257 XX


123 XX
242 XX


120 XX
235 XX


100 XX
210 XX


64 XX
195 XX


66 XX
168 XX


87 XX
144 XX


65 XX
138 XX


47 XX
115 XX


38 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PC Mark 8 - Home/Creative

224 XX


214 XX
190 XX


164 XX
186 XX


151 XX
158 XX


146 XX
153 XX


151 XX
141 XX


123 XX
133 XX


132 XX
126 XX


130 XX
124 XX


135 XX
123 XX


126 XX
121 XX


122 XX
111 XX


134 XX
107 XX


95 XX
106 XX


111 XX
66 XX


66 XX
Minuten
Mehr ist besser

Stromverbrauch

Idle/Load

75.4 XX


27.0 XX
94.0 XX


9.3 XX
119.0 XX


17.4 XX
126.7 XX


14.9 XX
130.1 XX


22.1 XX
134.6 XX


16.5 XX
138.4 XX


22.4 XX
148.7 XX


22.9 XX
160.1 XX


37.1 XX
165.7 XX


14.8 XX
167.1 XX


16.9 XX
216.0 XX


24.0 XX
290.1 XX


75.5 XX
333.3 XX


45.4 XX
339.4 XX


47.6 XX
Watt
Weniger ist besser