MSI GE70 mit GeForce GTX 860M im Test

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msi ge70 teaser kleinDas GS70 bedeutete für MSI einen Neuanfang im Notebook-Segment, denn nach Jahren der auffälligen und leicht prolligen Gaming-Maschinen wurde erstmalig ein schlichtes und zeitloses Gerät vorgestellt. Diese Richtung verfolgt man nun mit der Neuauflage des GE70 weiter, das gleichzeitig bereits mit der neuen GeForce GTX 860M auf "Maxwell"-Basis daherkommt, also auch technisch durchaus interessant ist und neue Frameraten-Rekorde in der gehobenen Mittelklasse verspricht.

MSI spielt schon seit geraumer Zeit eine nicht unwesentliche Rolle im mobilen Gaming-Segment, denn neben den eigenen Geräten ist man auch Lieferant für zahlreiche weitere Hersteller, sei es nun Medion oder aber verschiedene Built-to-Order-Anbieter wie Schenker Notebooks oder Deviltech – manche Schmankerl wie Steelseries-Tastaturen behält man sich aber stets für die eigenen Produkte vor. Nachdem man mit der GS-Reihe die neue Produktkategorie der Slim-Gamer eingeführt hat, steht nun eine Renovierung der normal dimensionierten Gaming-Reihen auf dem Programm, wobei wir zunächst einen genaueren Blick auf das GE70-2PEi716SR21B werfen. Midrange ist beim GE70 dabei ein weit gedehnter Begriff, denn bei einem Blick auf die Ausstattungsliste wirkt MSI 1.550 Euro teurer 17-Zöller so gar nicht abgespeckt – was sich schlussendlich auch beim Preis bemerkbar macht. Es gibt einen Intel Core i7-4700MQ, ein SSD-RAID, 16 GB an Arbeitsspeicher und eine GeForce GTX 860M – gut, zumindest letztere verströmt zumindest dem Namen nach kein High-End-Flair. Wer bei der übrigen Ausstattung spart, aber auf die GTX 860M pocht, der kann zu einme Preis von 1149 Euro in die GE70-Liga einsteigen.

Die neue Sachlichkeit

In den letzten Jahren machte der taiwanische Hersteller regelmäßig mit sehr auffälligen Gehäusen auf sich aufmerksam. Zwar erreichte keines der Modelle die „legendäre" Flammenoptik von Toshibas ersten Qosmio-Gamern, der intensive Einsatz von Farben, hochglänzende Materialien und einer zerklüfteten Linienführung ließen so manchen Design-Fan erschaudern. Der mit dem letzten GE70 eingeschlagene Weg wird nun aber auch 2014 fortgeschrieben. Das GE70 besitzt zwar immer noch den klassischen Farbmix aus Rot und Schwarz, der beschränkt sich aber lediglich auf ein rot umlaufendes Band beim Übergang von Top-Case zur Bodeneinheit. Ansonsten dominiert großflächig schwarzes Aluminium, das mit einer gebürsteten Oberfläche daherkommt und einen angenehm edlen Eindruck hinterlässt. Längst vergessen sind so die unsäglichen Glossy-Eskapaden der Vergangenheit. So ganz konnten die Designer dem hochglänzenden Werkstoff aber doch nicht den Rücken kehren, denn die Zwischenräume, die zwischen der Chiclet-Tastatur entstehen, glänzen noch immer, was alles andere als praktisch ist. Dabei orientiert man sich aber noch stark am letzten GE70-Modell, nun gibt es aber auch beim Deckel, der ebenfalls aus Aluminium besteht, Entwarnung. Es gibt lediglich zwei dezente Kanten, die dem Gerät insgesamt eine gefälligere Optik verleihen.

MSI GE70

Die Verarbeitungsqualität befindet sich auf einem guten Niveau, gerade der Übergang zwischen Top-Case und Base-Plate fällt etwas rau aus. Insgesamt gesehen macht das GE70 aber große Fortschritte gegenüber älteren Modellen. Auch an einen guten Sound hat MSI gedacht und setzt beim Boxensystem wie bei seinen High-End-Geräten üblich auf die Kooperation mit Dynaudio, was dem GE70 einen guten Klang beschert. 

msi ge70 14

Anschlusstechnisch bietet das GE70 alle aktuell relevanten Buchsen. USB-seitig werden insgesamt vier Buchsen geboten, von denen allerdings nur zwei über den aktuellen 3.0-Standard verfügen. Darüber hinaus gibt es die üblichen HDMI- und VGA-Ports sowie zwei Klinke-Anschlüsse. Für die Vernetzung ist eine Killer-E2200-Netzwerkkarte zuständig, die kabelgebundenes Gigabit-LAN zur Verfügung stellt und drahtlos sogar schon schnelles WLAN nach dem AC-Standard bietet. Die Verteilung der Anschlüsse über die beiden Seitenteile fällt gut aus, weniger allerdings deren Platzierung. Während die Anschlüsse auf der rechten Seite noch recht gefällig positioniert wurden, sodass auch manche Buchsen recht weit hinten sitzen, sieht es auf dem rechten Panel etwas anders aus. Da die Kühlung einen großen Teil des hinteren linken Bereichs einnimmt müssen alle Buchsen weit nach vorne wandern. Rechtshänder haben entsprechend kein Problem mit möglichen Überschneidungen zwischen Kabeln und dem angestammten Mausplatz – bei Linkshändern kann es unter Umständen anders aussehen.

msi ge70 16

Bei den Eingabegeräten geht MSI bei seinen eigenen Geräten schon länger einen eigenen Weg. Während die üblichen Barebone-Nutzer nur mit einer „normalen" Tastatur auskommen müssen (die im Falle des GS70 beispielsweise ebenfalls überzeugte) setzt MSI beim GE70 erneut auf ein Chiclet-Design aus dem Hause Steelseries. In wie weit die Kooperation mit dem Gaming-Experten zum endgültigen Ergebnis beigetragen hat, wird man nur schwer beurteilen können, fest steht aber, dass sich das Keyboard hervorragend tippen lässt. Sowohl der angenehm dimensionierte Hub, als auch der knackige Druckpunkt wissen auf der ganzen Linie zu überzeugen, sodass das GE70 mit einem erstklassigen Tippgefühl aufwarten kann. Nicht ganz so gut, sieht es hingegen beim Tastatur-Layout aus, das wie bereits in der Vergangenheit teils sehr wirr ist, da die Position zahlreicher Tasten vertauscht wurde. Schade, dass MSI nicht aus der Vergangenheit gelernt hat.

msi ge70 6

Aus optischen Gesichtspunkten kann die Tastatur punkten (zumindest dann, wenn man es bunt mag), denn das Keyboard besitzt eine Drei-Zonen-Beleuchtung. Die Beleuchtung fällt dabei sehr gleichmäßig aus, die Lesbarkeit der Tasten hängt aber natürlich von der jeweils gewählten Farbe ab.

Nur selten dürfte das Touchpad genutzt werden, wenn dem aber das Fall ist, sind keine Einschränkungen zu erwarten. Das Pad ist ausreichend dimensioniert und bietet gute Gleiteigenschaften sowie eine angenehme Präzision. Der Druckpunkt des Pads, das sich im Ganzen Klicken lässt, liegt auf einem normalen, aber nicht überragenden Niveau.

msi ge70 5

 


 

Haswell meets Maxwell

Geht es um die technischen Aspekte, treffen wir alte Bekannte, aber auch gänzlich neue Mitstreiter auf dem Komponenten-Markt, wie beispielsweise die GeForce GTX 860M auf "Maxwell"-Basis.

Etwas weniger exotisch geht es aber zunächst bei der eigentlichen Plattform-Wahl zu, denn wie sollte es auch anders sein, MSI greift auf Intels aktuell allgegenwärtige Haswell-Plattform von Intel zurück, also die vierte Core-Generation. Als Prozessor kommt ein alter Bekannter zum Einsatz, der Core i7-4700HQ. Beim 4700HQ handelt es sich um eine nur leicht modifizierte Version des Core i7-4700MQ, der sich aktuell als „Brot-und-Butter"-Modell der Haswell-Generation etabliert. Die Unterschiede belaufen sich auf eine minimal schnelle Grafikeinheit des HQ-Modells, denn die GPU taktet im Turbo-Modus 50 MHz höher als beim M-Modell. Für das flache GS70 deutlich wichtiger: Der 4-Kerner wird anders als der 4700MQ gesockelt ausgeführt, ist also fest auf das Mainboard gelötet, was eine kompaktere Konstruktion ermöglicht. Darüber hinaus bietet das 4700HQ die aktuell solide Ausstattung. Es wird die Haswell-Architektur genutzt, was zu einer TDP von 47 Watt führt. Die vier Kerne, die dank Hyperthreading acht Aufgaben gleichzeitig abarbeiten können, takten standardmäßig mit 2,4 GHz, im Turbo kann ein Kern kurzfristig auch mit 3,4 GHz zu Werke gehen. Der Cache beläuft sich auf 6 MB. In unseren Benchmarks kann der Prozessor mit einer guten Leistung aufwarten, denn im Cinebench 11 werden 6,97 Punkte erreicht, während es in der aktuellen 15er-Version 640 Punkte sind. Auf einem Haswell-typischen Level befindet sich der Speicherdurchsatz, des 16 GB großen DDR3L-Arbeitsspeicher, denn der liegt bei 19,47 GB/Sek.

Cinebench 11

CPU

7.39 XX


6.97 XX


6.96 XX


6.9 XX


6.58 XX


6.56 XX


5.8 XX


5.23 XX


Punkte
Mehr ist besser

Wirklich interessant ist aber die neue GPU, denn MSI setzt auf eine GeForce GTX 860M, also die aktuellste NVIDIA-Version. Einmal mit ebenfalls 640 CUDA-Cores auf "Maxwell"-Basis und einmal mit 1.152 Einheiten auf "Kepler"-Basis. Der Takt liegt hier je nach Ausführung bei 797 und 1.029 MHz. Dazu gibt es ebenfalls maximal 2 GB Speicher und ein 128 Bit breites Interface – leistungstechnisch sollte es zwischen den beiden Versionen keinen nennenswerten Unterschied geben, sehr wohl aber bei der Leistungsaufnahme. Mit der GeForce-800M-Reihe führt NVIDIA aber auch eine Reihe neuer Features ein, die teilweise auch abwärtskompatibel zu den älteren Modellen ist. Allen vorne heran ist hier "Battery Boost" zu nennen. Die Technologie soll dabei den Akku schonen und die Laufzeit je nach Spiel und Setting nahezu verdoppeln. Möglich soll dies durch eine klügere Nutzung der zur Verfügung stehenden Leistung werden. MSI nutzt für das uns vorliegende Sample einen Variante mit "Maxwell"-Chip, ob dies allerdings bei allen Geräten, die in den Handel kommen, der Fall sein wird, konnte man uns nicht mit Gewissheit sagen. Fest steht allerdings, dass NVIDIA bei seiner neuen GPU-Generation einen ordentlichen Schritt nach vorn gemacht hat. Die Leistungswerte der 860M liegen in etwa auf einem Niveau der GTX 770M. So erreicht unser Sample in Bioshock Infinite 54,92 fps, während beim weniger fordernden GRID 2 90,69 fps erreicht werden. Aber auch bei anspruchsvolleren Titeln hinterlässt das GTX 860M eine gute Leistung. Bei Hitman Absolution werden 46,61 fps erreicht, während, es bei Metro 2033 noch immer gute 40,33 fps sind. Die GTX 765M, wie sie beispielsweise im Alienware zum Einsatz kommt, wird auf diesem Wege deutlich übertroffen. Gute Ergebnisse wurden auch im 3D Mark 11 mit 5.382 Punkten sowie der aktuellen 3D Mark-Version (Ice Storm: 103.930 / Cloud Gate: 16.236 / Fire Strike: 3.770) erzielt.

3D Mark - Cloud Gate

maximal

23388 XX


20304 XX


16236 XX


14803 XX


12638 XX


12551 XX


11201 XX


9392 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Fire Strike

maximal

7952 XX


4899 XX


3770 XX


3103 XX


2556 XX


2465 XX


2189 XX


1994 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Ice Storm

maximal

146660 XX


133812 XX


107774 XX


103930 XX


97034 XX


79993 XX


15001 XX


14636 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser
 

Damit steht fest, dass das GE70 für alle aktuellen Spiele mehr als genügend Leistung liefert und je nach Anspruch der Engine auch für künftige Games noch Puffer geboten wird – davon einmal abgesehen, kann natürlich durch eine Reduzierung der Auflösung oder der Details noch einiges an Puffer erarbeitet werden.

Aber auch abseits der reinen Gaming-Leistung hat MSI aus Benchmarksicht noch einen Trumpf in der Hinterhand, das sogenannte Super-RAID, oder einfacher formuliert ein RAID0 aus zwei 128 GB fassenden SSDs. Auf diesem Wert werden auch ohne die direkte Anbindung an das PCI-Express-Interface Fabelwerte erreicht – dafür steigt das Ausfallrisiko aber erheblich. Unser GE70 konnte auf diesem Wege auf beachtliche 930 MB/Sek. Damit wird auch bei großen Datenmengen ein schneller Transfer ermöglicht und das System fühlt sich „sauschnell" an – allerdings wäre das auch bei einer einzelnen SSD der Fall, was wiederum die Frage nach dem Praxisnutzen auf den Plan bringt. Für große Datenmengen gibt es zusätzlich eine HDD mit einem Fassungsvermögen von 1 TB.

Alles in allem beschert die verbaute Hardware dem GE70 eine ansprechende Systemperformance, was PC Mark 7 mit 6.141 Punkten und PC Mark 8 mit 3.571 Punkten im Home-Test und sehr guten 4983 Zählern im Creative-Test honoriert.

PC Mark 7

6255 XX


6217 XX


6161 XX


6141 XX


6025 XX


5440 XX


5396 XX


3304 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8

Home

4886 XX


4884 XX


4339 XX


4100 XX


3997 XX


3657 XX


3571 XX


3269 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8

Creative

5340 XX


5061 XX


4983 XX


4313 XX


4262 XX


4200 XX


3901 XX


3741 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Gut gekühlt ist halb gewonnen

MSI hat bei seinem GE70 auf ein teils neu gestaltetes Gehäuse gesetzt, die Kühlung kann sich dabei aber nicht von der Konkurrenz distanzieren, liefert aber eine solide Leistung ab. Der Volllast-Test, der dem Gerät mit einer Kombination aus Furmark und Prime95 mehr zumutet, als es vermutlich in den allermeisten Einsatzgebieten erleben wird, lässt die Lüftergeschwindigkeit natürlich massiv ansteigen, sodass das GE70 lautstark auf sich aufmerksam macht. Unser Messgerät attestierte 48,5 dB(A) was für ein Gaming-Gerät aber noch im Rahmen liegt. Nicht ganz so überzeugend verkauft sich der 17-Zöller im Idle-Betrieb, denn hier läuft der Lüfter – wenn auch sehr leise – beinahe durchgehend.

Dafür hat das Kühlsystem die Temperaturen größtenteils im Griff, lediglich an einer Stelle auf der Unterseite wird das Gehäuse recht warm. A

 

 

bench temp oberseite

bench temp unterseite

Normales Durchhaltevermögen

msi ge70 1

Beim GE70 setzt MSI auf einen 47 Wh starken Akku, was natürlich nicht für Fabelwerte ausreicht. Im Battery Eater Classic-Test waren es so  64 Minuten, die der 17-Zöller fernab der Steckdose betrieben werden konnte, während die Laufzeit im Reader-Test mit 210 Minuten länger ausfällt. Im PC Mark 8 waren es 95 Minuten, die wir messen konnten. Gemessen am recht schwachen Akku sind das auf jeden Fall ordentliche Werte.

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

503 XX


75 XX
313 XX


77 XX
301 XX


58 XX
270 XX


54 XX
270 XX


78 XX
265 XX


146 XX
242 XX


120 XX
235 XX


100 XX
210 XX


64 XX
195 XX


66 XX
138 XX


47 XX
115 XX


38 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PC Mark 8 - Home/Creative

224 XX


214 XX
190 XX


164 XX
186 XX


151 XX
158 XX


146 XX
153 XX


151 XX
141 XX


123 XX
126 XX


130 XX
124 XX


135 XX
123 XX


126 XX
107 XX


95 XX
106 XX


111 XX
66 XX


66 XX
Minuten
Mehr ist besser

 


 

Leicht unterkühlt

MSI setzt bei seinem GE70 auf ein mattes 17-Zoll-Panel, das mit der FullHD-Auflösung daherkommt und entsprechend eine angenehme Darstellungsgröße ganz ohne Interpolation bieten kann. Darüber hinaus wird so die GPU auch beim Spielen in der nativen Auflösung nicht überfordert. Leider setzt MSI aber auf ein TN-Panel, was bekanntlich einige bauart-bedingte Nachteile mit sich bringt. Dies gilt insbesondere für die kleinen Blickwinkel, was nicht stört, wenn man alleine vor dem Rechner sitzt und den Umfang der Farbraumabdeckung. Darüber hinaus fällt beim GE70 – wenn auch leicht - ein Effekt auf, den wir in der letzten Zeit immer wieder wahrnehmen konnte, denn das Panel wirkt leicht „blurry".

msi ge70 10

Messtechnisch liegen bei dem Panel unseres Testgeräts Freud und Leid teils nah beieinander. Der Kontrastumfang fällt mit 1071:1 noch überzeugend aus und auch die maximale Helligkeit von 305 cd/m2 kann überzeugen. Im Mittel kommt das Testgerät auf 284,89 cd/m² , was bei einem matten Panel noch immer mehr als ausreichend ist, um auch in hellen Umgebungen problemlos ablesbar zu sein. Es zeigt aber, dass die Panelhomogenität mit rund 81 Prozent nur auf einem durchschnittlichen Niveau liegt. Nicht überzeugen kann die Farbwiedergabe, denn mit durchschnittlich 7982 Kelvin fällt das Panel deutlich zu blaustichig aus – hier sollte dringend nachjustiert werden, was in diesem Falle nicht nur für Hobbyfotografen gilt.

bench display

Fazit

MSI hat mit dem GE70 ein überzeugendes Gaming-Notebook im Portfolio, bei dem gerade im Bereich des Gehäuses große Fortschritte gemacht wurden – leider leistet sich der taiwanesische Konzern aber auch ein paar Ausrutscher.

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Mit den bisherigen MSI-Gaming-Notebooks im Hinterkopf fällt das GE70 auch auf den zweiten Blick ausgesprochen schlicht und zeitlos aus, hätte man auf den roten Streifen verzichtet, wäre der 17-Zöller beinahe schon wieder etwas bieder geraten. So gelingt es MSI die richtige Mischung zu finden – und wer es schreiend bunt mag, der kann noch immer die Gaming-Tastatur in drei Zonen und zahlreichen verschiedenen Farben konfigurieren. Die Materialanmutung fällt deutlich hochwertiger aus als noch bei den älteren Geräten und auch die Verarbeitungsqualität kann über weite Teile überzeugen. Anschlusstechnisch kann einzig bemängelt werden, dass es lediglich zwei USB-3.0-Ports gibt, während darüber hinaus alle wichtigen Anschlüsse vorhanden sind, WLAN steht zudem auch im aktuellen ac-Standard zur Verfügung. Sehr gut gefallen hat uns das Tipp-Verhalten der verbauten Tastatur, die in Kooperation mit Steelseries entstanden ist und zu den besseren der aktuellen Keyboards gehört. Leider ist es aber wieder einmal das Tastaturlayout, das einen Strich durch die Rechnung macht – es wurden die Positionen von zahlreiche Tasten vertauscht, was die Bedienung nur unnötig erschwert.

Performance-technisch kann das GE70 vollends überzeugen. Dass der Intel Core i7-4700HQ für alle Lebenslagen bestens gerüstet ist und auch vor komplexen Aufgaben nicht zurückschreckt, ist allseits bekannt. Neu ist die GeForce GTX 860M, die in unserem Muster auf der "Maxwell"-Technik basiert. Die Leistung der Grafikeinheit befindet sich gemessen an der internen Einordnung auf einem ordentlichen Niveau, wird doch in etwa die Leistung einer GeForce GTX 770M erreicht. Für den Anwender bedeutet dies, dass aktuelle Titel flüssig auch in einer hohen Auflösung wiedergegeben werden können. Darüber hinaus stattet MSI das GE70 mit 16 GB an Speicher und einem sehr flotten SSD-RAID aus, was natürlich der Datensicherheit abträglich ist. Wer darüber hinaus große Datenmengen speichern will, kann auf ein zusätzliches mechanisches Laufwerk zurückgreifen.

Auf einem normalen Gaming-Niveau befinden sich die Akkulaufzeit und die Lautstärke. Erstere ermöglicht bei leichter Last eine durchaus längere Nutzung fernab der Steckdose, unter Volllast kann das GE70 durchaus mobil genutzt werden, einen lechten Langläufer sollte man aber nicht erwarten. Der Lüfter offenbart das GE70 als klassisches Gaming-Gerät, denn unter Last dreht er ordentlich auf. Dabei wird er zwar nicht so laut, wie bei manch anderem Gaming-Experten, an die Fabelwerte eine G750 von ASUS reicht er aber nicht heran. Die Temperaturen hat MSI dabei jeder Zeit im Griff.

Alles in allem ist das MSI GE70 ein gutes Gaming-Notebook. MSI macht beim Gehäuse weitere Fortschritte, was sich beim Deckeldesign zeigt und profitiert in größerem Maße von der neuen NVIDIA-GPU. Abstriche müssen hingegen beim Display akzeptiert werden.

Positive Aspekte des MSI GE70-2PEi716SR21B:

Negative Aspekte des MSI GE70-2PEi716SR21B:


 

MSI GE70-2PEi716SR21B
Hardware  
Prozessor: Intel Core i7-4700HQ
Prozessor - Kerne: 4
Prozessor - Grundtakt: 2,4 GHz
Prozessor - Turbotakt: 3,4 GHz
Prozessor - Fertigung 22 nm
Prozessor - Cache 6 MB
Arbeitsspeicher 16 GB - DDR3
Grafikkarte

NVIDIA GeForce GTX 860M

Grafikkarte - Grafikspeicher 2 GB
Festplatte/SSD

2x 128 GB + 1 TB

Festplatte - Geschwindigkeit

SSD-RAID + HDD

Optisches Laufwerk Blu-ray-Brenner
Monitor  
 
Display - Technik: TN
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1920x1080
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Display - Touch: nein
Eingabegeräte  
 
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 102
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Abmessungen: 105 x 70 mm
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Anschlüsse  
 
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort -
Thunderbolt: -
VGA: 1
USB 2.0:

2

USB 3.0 2
Firewire -
eSATA: -
Audio: 2x 3,5 mm
Gehäuse  
 
Akku: 49 Wh
Material: Aluminium
Abmessungen: 418 x 269 x 39 mm
Gewicht 3,0 kg
Preis und Garantie  
 
Preis: ca. 1500 Euro
Garantie: 24 Monate

 

 Systemleistung

Cinebench 11

CPU

7.39 XX


6.97 XX


6.96 XX


6.9 XX


6.58 XX


6.56 XX


5.8 XX


5.23 XX


Punkte
Mehr ist besser

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

 

Massenspeicher

Datenrate

930.88 XX


928.45 XX


530.86 XX


515.75 XX


511.11 XX


509.23 XX


506.0 XX


504.79 XX


484.0 XX


74.74 XX


MB/Sek.
Mehr ist besser

Massenspeicher

Zugriff

0.2 XX


0.23 XX


0.27 XX


0.35 XX


0.45 XX


0.51 XX


0.71 XX


17.75 XX


ms
Weniger ist besser

  

PC Mark 7

6255 XX


6217 XX


6161 XX


6141 XX


6025 XX


5440 XX


5396 XX


3304 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8

Home

4886 XX


4884 XX


4339 XX


4100 XX


3997 XX


3657 XX


3571 XX


3269 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

PC Mark 8

Creative

5340 XX


5061 XX


4983 XX


4313 XX


4262 XX


4200 XX


3901 XX


3741 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

 

Gamingleistung

3D Mark - Cloud Gate

maximal

23388 XX


20304 XX


16236 XX


14803 XX


12638 XX


12551 XX


11201 XX


9392 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Fire Strike

maximal

7952 XX


4899 XX


3770 XX


3103 XX


2556 XX


2465 XX


2189 XX


1994 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark - Ice Storm

maximal

146660 XX


133812 XX


107774 XX


103930 XX


97034 XX


79993 XX


15001 XX


14636 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

3D Mark 11

maximal

12982 XX


12083 XX


5382 XX


5150 XX


4374 XX


4335 XX


4114 XX


3511 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

 

Metro 2033

1280 x 720 - High Settings - MSAA 4x - AF 4x

120.81 XX


103.85 XX


73.53 XX


57.99 XX


46.96 XX


44.9 XX


42.6 XX


29.28 XX


frames per second
Mehr ist besser

Metro 2033

native Aufloesung - High Settings - MSAA 4x - AF 4x

95.24 XX


81.24 XX


40.33 XX


33.13 XX


25.43 XX


24.31 XX


23.60 XX


23.30 XX


frames per second
Mehr ist besser

Hitman Absolution

1280x720 - high Settings - AF 4x

65.3 XX


59.09 XX


48.43 XX


47.13 XX


45.75 XX


40.62 XX


28.79 XX


27.88 XX


frames per second
Mehr ist besser
 

Hitman Absolution

native Aufloesung - high Settings - AF 4x

57.68 XX


56.9 XX


46.61 XX


35.73 XX


30.67 XX


30. Juni XX


23.97 XX


20. Apr XX


15.58 XX


frames per second
Mehr ist besser
 

Bioshock Infinite

1280x720 - High Settings

210.86 XX


177.1 XX


100.5 XX


78.42 XX


72.31 XX


65.55 XX


61.56 XX


60.47 XX


frames per second
Mehr ist besser

Bioshock Infinite

native Aufloesung - High Settings

168.57 XX


123.74 XX


54.9 XX


52.45 XX


46.77 XX


46.66 XX


38.97 XX


35.77 XX


frames per second
Mehr ist besser

GRID 2

1280x720 - High Settings

147.18 XX


132.13 XX


128.91 XX


113.78 XX


104.7 XX


73.68 XX


62.28 XX


frames per second
Mehr ist besser

GRID 2

native Aufloesung - High Settings

132.92 XX


132 XX


90.69 XX


86.67 XX


62.42 XX


51.53 XX


frames per second
Mehr ist besser

 

Display

Helligkeit

cd/m2
Mehr ist besser

Kontrast

1233 XX


1217 XX


1180 XX


1168 XX


1104 XX


1071 XX


783 XX


313 XX


Wert:1
Mehr ist besser

 

Lautstärke und Temperaturen

Temperaturen

CPU/GPU

71 XX


94 XX
78 XX


96 XX
78 XX


92 XX
82 XX


76 XX
83 XX


80 XX
84 XX


89 XX
86 XX


96 XX
87 XX


91 XX
88 XX


81 XX
88 XX


96 XX
94 XX


96 XX
Grad Celsius
Weniger ist besser

Lautstaerke

Idle/Load

53.2 XX


39.3 XX
52.3 XX


34.3 XX
51.8 XX


33.1 XX
50.5 XX


34.1 XX
49.8 XX


35.6 XX
49.2 XX


34.7 XX
48.9 XX


36.1 XX
48.5 XX


35.8 XX
48.2 XX


35.1 XX
47.9 XX


35.1 XX
47.6 XX


33.9 XX
45.7 XX


33.6 XX
dB(A)
Weniger ist besser

 

Stromverbrauch und Akkulaufzeit

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

503 XX


75 XX
313 XX


77 XX
301 XX


58 XX
270 XX


54 XX
270 XX


78 XX
265 XX


146 XX
242 XX


120 XX
235 XX


100 XX
210 XX


64 XX
195 XX


66 XX
138 XX


47 XX
115 XX


38 XX
Minuten
Mehr ist besser

Akkulaufzeit

PC Mark 8 - Home/Creative

224 XX


214 XX
190 XX


164 XX
186 XX


151 XX
158 XX


146 XX
153 XX


151 XX
141 XX


123 XX
126 XX


130 XX
124 XX


135 XX
123 XX


126 XX
107 XX


95 XX
106 XX


111 XX
66 XX


66 XX
Minuten
Mehr ist besser

Stromverbrauch

Idle/Load

333.3 XX


45.4 XX
290.1 XX


75.5 XX
167.1 XX


16.9 XX
165.7 XX


14.8 XX
148.7 XX


22.9 XX
138.4 XX


22.4 XX
134.6 XX


16.5 XX
130.1 XX


22.1 XX
126.7 XX


14.9 XX
119.0 XX


17.4 XX
94.0 XX


9.3 XX
75.4 XX


27.0 XX
Watt
Weniger ist besser