13 Zoll MacBook Air Mid 2013 im Test

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mba2013-logoAuf der WWDC präsentierte Apple neben OS X 10.9 Mavericks und iOS 7, beides wird erst im Herbst diesen Jahres erscheinen, auch noch etwas Hardware. Anstatt der MacBook Pros haben aber zunächst einmal die MacBook-Air-Modelle das Update auf die neuen "Haswell"-Prozessoren von Intel bekommen. Ein logischer Schritt, zumindest wenn man die Auswahl der "Haswell"-ULT-Modelle, die speziell auf Ultrabooks ausgelegt sind, betrachtet.

Offenbar ist die Zusammenarbeit zwischen Apple und Intel weiterhin sehr eng. Zwar konnten auf der Computex 2013 eine Woche vor der WWDC zahlreiche Hersteller von Ultrabooks entsprechende Modelle mit Intels "Haswell"-ULT-Prozessoren ankündigen, letztendlich lieferbar werden die meisten aber erst gegen Ende des Jahres sein. Ausnahme ist einzig das Acer S7, dass bereits im Juli ausgeliefert werden soll. Apple ist also in einer denkbar aussichtsreichen Situation, was die Auswahl der Prozessoren betrifft, und will diese gerade mit dem Fokus auf die Akkulaufzeit auch nutzen. Von 5 auf 9 Stunden soll diese beim kleinen 11-Zoll Modell angewachsen sein. Das große 13-Zoll MacBook Air kommt sogar von vormals 7 auf nun 12 Stunden. Ob diese Werte auch der Realität entsprechen, werden wir später sehen.

MacBook Air
13-Zoll MacBook Air Mid 2013

Folgende Konfigurationen sind aktuell verfügbar:

Apple MacBook Air Konfigurationen
  11 Zoll MacBook Air 13 Zoll MacBook Air
Preis 999 Euro 1199 Euro 1099 Euro 1299 Euro
Display-Größe 11,6 Zoll bei 1366x768 Pixel 13,3 Zoll bei 1440x900 Pixel
CPU 1,3 GHz Core i5
optional: 1,7 GHz Core i7
RAM 4 GB
optional 8 GB
SSD 128 GB 256 GB 128 GB 256 GB
Größe 30 x 19,2 x 1,7 cm 32,5 x 22,7 x 1,7 cm
Gewicht 1,08 kg 1,35 kg
Akkulaufzeit bis zu 9 Stunden bis zu 12 Stunden

 

Intel "Haswell" ULT

Wer sich mit den technischen Details der Intel "Haswell"-Prozessoren auseinandersetzen möchte, dem können wir unseren ausführlichen Artikel zu diesem Thema nahelegen. Zwar liegt der Fokus hier auf den Desktop-Modellen, in Sachen Architektur und den mit der Fertigung gewonnenen Einsparungen beim Verbrauch liegen diese aber recht nahe an den mobilen Varianten, auf deren 4-Kern-Modelle wir hier genauer eingegangen sind.

Für den interessierten Käufer gestaltet sich die Wahl des richtigen Prozessor-Modells als recht einfach. Sowohl das 11-Zoll wie auch das 13-Zoll MacBook Air starten in der Basis-Version mit dem Intel Core i5-4250U. Für 150 Euro Aufpreis gibt es dann noch den Intel Core i7-4650U. Beide Prozessoren unterscheiden sich in einiges Details wie dem maximalen Takt. Die wichtigsten Daten haben wir in einer Tabelle zusammengefasst.

Intel Core i5-4250U Intel Core i7-4650U
Anzahl der CPU-Kerne 2 2
Anzahl der Threads 4 4
Basis-Takt 1,30 GHz 1,70 GHz
Maximaler Single-Core-Turbo 2,60 GHz 3,30 GHz
Maximaler Dual-Core-Turbo 2,30 GHz 2,90 GHz
L3-Cache 3 MB 4 MB
TDP 15 Watt 15 Wat
Integrierte Grafikeinheit Intel HD 5000 Intel HD 5000
GPU-Takt 200 MHz (Turbo: 1000 MHz) 200 MHz (Turbo: 1100 MHz)

Beide Modelle beherrschen Erweiterungen wie VT-d, VT-x, VT-x EPT und AES-NI. Einzig der Core i7-4650U kann aber zusätzlich auch noch mit TXT und TSX-NI umgehen.

802.11ac - der neue WLAN-Turbo

Neben den "Haswell"-Prozessoren hat Apple auch noch den neuen Wireless-Standard 802.11ac in die neuen MacBook Airs eingebaut. Theoretisch soll damit eine Übertragungsraten von 1300 MBit/Sek. erreicht werden können. 802.11ac arbeitet ausschließlich im 5-GHz-Bereich und verwendet im Vergleich zu den nur 40 MHz breiten Kanälen von 802.11n nun 80 bzw. 160 MHz breite Kanäle. Hinzu kommt, dass pro Trägerfrequenz die Anzahl der übertragenen Daten vervierfacht wurde. Auch auf Seiten der Antennen hat sich einiges getan, denn 802.11ac ist auch dafür ausgelegt, durch das sogenannte "Beam Forming" unterstützt zu werden.

Beim "Beam Forming" handelt es sich um eine Technik, bei der die Verbindung vom Access Point zum Notebook über mehrere Antennen aufgebaut wird. Dabei werden die Antennen zeitversetzt eingesetzt, damit sich die Funkwellen am Ziel (in diesem Fall dem MacBook Air) überlagern und somit verstärken. Dazu muss der Access Point in etwa wissen, wo sich der Empfänger befindet. Gleiches gilt natürlich auch für die entgegengesetzte Richtung.

MacBook Air WLAN
Broadcom BCM4360 im neuen MacBook Air (Bild: iFixit)

Um das "Beam Forming" und auch die maximale Bandbreite von 1300 MBit/Sek. erreichen zu können, ist eine Konfiguration aus drei Antennen vorgesehen. Eine solche wird auch vom eingesetzten Broadcom BCM4360 unterstützt. Allerdings fehlt es dem MacBook Air an der dritten Antenne, so dass wir hier nur auf einen theoretischen Wert von 867 MBit/Sek. kommen. Dies entspricht aber immer noch eine maximal möglichen Übertragungsrate von über 100 MByte/Sek. Erst mit dem aktualisierten MacBook Pro mit Retina-Dispay oder dem nächsten iMac wird man von Apple wohl Hardware sehen, die auch die 3-Antennen-Konfiguration verwendet.

Offenbar ist der Einsatz des neuen WLAN-Chips mit 802.11ac nicht ganz problemlos, denn bereits kurz nach der Auslieferung der ersten MacBook-Air-Modelle meldeten sich zahlreiche Nutzer, die von Probleme mit dem WLAN berichteten. Betroffen ist aber nicht der neue Standard, sondern auch bereits bestehende Netzwerke nach den Standards 802.11n, g, b und a.

PCI-Express-SSD

Mit dem neuen MacBook Air wechselt Apple vom klassischen SATA-Interface für die SSD auf eine direkte Anbindung per PCI-Express 2.0. Die Anbindung über zwei PCI-Express-Lanes, die direkt vom On-Package PCH des "Haswell"-ULT-Prozessors kommen, hat eindeutige Vorteile gegenüber SATA. Während hier für SATA3 bzw. SATA 6 GBit/s das Ende der Fahnenstange bei derzeit 600 MB/Sek. erreicht ist, sind mit zwei PCI-Express-Lanes 1000 MB/Sek. möglich. SATA Express mit 8 bzw. 16 GBit/Sek. ist zwar vollständig standardisiert, wird aber vermutlich erst mit dem Series 9 Chipsatz von Intel Mitte kommenden Jahres in den Markt eingeführt werden. Bis dahin ist die Anbindung per PCI-Express die schnellste Möglichkeit Daten von einer SSD zu lesen und darauf zu schreiben.

MacBook Air SSD
PCI-Express-SSD im neuen MacBook Air (Bild: iFixit)

In der Praxis erreichten wir fast 800 MB/Sek. für das Lesen von Daten und mehr als 750 MB/Sek. für das Schreiben von Daten. Die deutlich höheren Übertragungsdaten machen sich auch im Alltagseinsatz bemerkbar. Das System wirkt noch einmal flinker und die Programmstarts brauchen noch weniger Zeit. In den SSD-Benchmarks kann das Bild aber auch ein anderes sein, denn je nachdem ob sequentielles oder zufälliges Lesen und Schreiben bei unterschiedlichen Dateigrößen ausgeführt wird, unterscheiden sich auch die Ergebnisse zu den vorher verwendeten SSDs. Insgesamt aber kann der Einsatz der PCI-Express-SSD, die wir auch im neuen Mac Pro wiedersehen werden, befürwortet werden.


Auf der nun folgenden Seite wollen wir uns das Gehäuse und das Design des neuen MacBook Air anschauen. Apple stellte uns ein 13-Zoll-Modell mit 1,3 GHz Intel Core i5, 4 GB Arbeitsspeicher und einer 256 GB SSD zur Verfügung.

MacBook Air
13-Zoll MacBook Air Mid 2013

Rein äußerlich hat sich beim neuen MacBook Air zunächst einmal wenig getan. Apple bleibt auch in der Version Mid 2013 der "alten" Optik treu.

MacBook Air
13-Zoll MacBook Air Mid 2013

Die setzt sich auch fort, wenn der Display-Deckel geöffnet wird. Gewohnt zu gefallen weiß die Tastatur, aber hier unterscheiden sich auch die Modelle der weiteren Ultrabook-Hersteller nicht mehr sonderlich. Ein gutes Tippgefühl stellt sich mit der Zeit auf fast jeder Tastatur ein.

MacBook Air
13-Zoll MacBook Air Mid 2013

Noch immer ein herausragendes Merkmal sind aber die Trackpads auf den MacBooks bei Apple. Während die anderen Hersteller wegen Windows 8 teilweise auf Touch-Displays umstellen, ist eine Touch-Bedienung für OS X noch nicht einmal angedacht. Gesten mit einem oder bis zu vier Fingern lassen sich auf dem Trackpad allerdings problemlos und einfach ausführen und wer den mechanischen Druck für den Tastendruck nicht mag, der nimmt einfach den Tab. In den Einstellungen lassen sich alle Gestern ein- und ausschalten.

MacBook Air
13-Zoll MacBook Air Mid 2013

Auf der linken Seite ist die einzige äußerliche Änderung zum Vorgänger zu erkennen, denn nun verbaut Apple ein zweites Mikrofon an der Seite, welches die Qualität deutlich verbessern soll. Weiterhin zu sehen ist von links nach rechts der MagSafe-2-Anschluss, um den Akku zu Laden, sowie einer der beiden USB-3.0-Anschlüsse nebst dem 3,5 mm Klinke-Anschluss für Kopfhörer (mit integriertem Mikrofon).

MacBook Air
13-Zoll MacBook Air Mid 2013

Auf der rechten Seiten finden wir den SD-Kartenslot (dieser fehlt beim 11-Zoll MacBook Air) sowie den zweiten USB-3.0-Anschluss. Der einzige Thunderbolt-Anschluss dient dem Anschluss von Displays oder Adaptern für Gigabit-Ethernet und FireWire.

Während sich also äußerlich fast nichts getan hat, verbaut Apple im Inneren die neuen "Haswell"-Prozessoren, die sich maßgeblich auf die Akkulaufzeit auswirken sollen. Hinzu kommt die Verwendung von 802.11ac und der PCI-Express-SSD. Welche Auswirkungen dies auf die Messwerte und Benchmarks hat, schauen wir uns nun an.


Folgende MacBooks werden in den Vergleichen enthalten sein:

  • 15" MacBook Pro (Early 2011) - 2,2 GHz Core i7, 4 GB DDR3, 750 GB HDD, Intel HD Graphics 3000 + AMD Radeon HD 6750M
  • 13" MacBook Pro (Mid 2012) - 2,9 GHz Core i7, 8 GB DDR3-1600, 750 GB HDD, Intel HD Graphics 4000 (512 MB)
  • 13" MacBook Pro Retina (Late 2012) - 2,5 GHz Core i5, 8 GB DDR3-1600, 256 GB SSD, Intel HD Graphics 4000
  • 13" MacBook Pro Retina (Early 2013) - 2,6 GHz Core i5, 8 GB DDR3-1600, 256 GB SSD, Intel HD Graphics 4000
  • 15" MacBook Pro Retina (Mid 2012) - 2,6 GHz Core i7, 8 GB DDR3-1600, 512 GB SSD, Intel HD Graphics 4000 + GeForce GT 650M
  • 15" MacBook Pro Retina (Early 2013) - 2,7 GHz Core i7, 8 GB DDR3-1600, 512 GB SSD, Intel HD Graphics 4000 + GeForce GT 650M
  • 13" MacBook Air (Early 2008) - 1,6 GHz C2D, 2 GB DDR2, 80 GB HDD, GMA X3100
  • 13" MacBook Air (Mid 2009) - 2,13 GHz C2D, 2 GB DDR2, 128 GB SSD, GeForce 9400M
  • 13" MacBook Air (Late 2010) - 1,86 GHz C2D, 2 GB DDR2, 256 GB SSD, GeForce 320M
  • 11" MacBook Air (Late 2010) - 1,4 GHz C2D, 2 GB DDR2, 128 GB SSD, GeForce 320M
  • 13" MacBook Air (Mid 2011) - 1,7 GHz Core i5, 4 GB DDR2, 128 GB SSD, Intel HD Graphics 3000
  • 11" MacBook Air (Mid 2012) - 1,7 GHz Core i5, 4 GB DDR3-1600, 128 GB SSD, Intel HD Graphics 4000 (384 MB)
  • 13" MacBook Air (Mid 2012) - 1,8 GHz Core i5, 4 GB DDR3-1600, 256 GB SSD, Intel HD Graphics 4000 (384 MB)
  • 13" MacBook Air (Mid 2013) - 1,3 GHz Core i5, 4 GB DDR3-1600, 256 GB SSD, Intel HD Graphics 5000 (1024 MB)

    Zu den ersten Benchmarks gehören Geekbench und der Xbench, die teilweise nur synthetische Werte auswerfen, aber auch praxisrelevante Daten liefern.

    Benchmarks: Geekbench

    Benchmarks: Geekbench

    Benchmarks: Geekbench

    Benchmarks: Geekbench

    In den beiden CPU-Benchmarks zeigt sich, dass der Core i5-4250U mit 1,3 GHz leicht hinter oder gleichauf mit dem 1,8 GHz Core i5 des Vorgängers ist. Einen Sprung bei der CPU-Performance haben aber weder Intel noch Apple angekündigt. Da ein MacBook Air aber ohnehin nicht für großartiges Video-Rendering oder ähnliches ausgelegt ist, reicht der verbaute Core i5-4250U für alltägliche Office-Anwendungen mehr als aus.

    Der Geekbench misst auch die Speicherperformance, nicht aber den maximalen Durchsatz. im Xbench-Benchmark werden wir später noch sehen, dass die Werte hier deutlich gestiegen sind, was ebenfalls der Gesamtperformance zuträglich ist.

    Benchmarks: Xbench

    Benchmarks: Xbench

    Beim Xbench schauen wir uns nur noch die Werte für den Quartz Composer sowie die Speicherbandbreite an. Letztgenannte erreicht durch den neuen Speichercontroller und den dazugehörigen LPDDR3-Speicher neue Höhen.


    Benchmarks: Cinebench R10

    Benchmarks: Cinebench R10

    Benchmarks: Cinebench R10

    Der Cinebench R10 unterstreicht die etwas geringere CPU-Performance im neuen MacBook Air. Beim OpenGL-Test macht sich dann die Intel HD Graphics 5000 bemerkbar, die sich bis zu 1024 MB Speicher des RAMs schnappen kann.

    Benchmarks: Cinebench R11

    Benchmarks: Cinebench R11

    In Cinebench R11 profitiert das MacBook Air Mid 2013 noch deutlicher, beim CPU-Test sehen wir das gleiche Bild wie bei den bisherigen CPU-Tests.


    Nun wollen wir uns die SSD-Performance in einigen Benchmarks anschauen.

    Benchmarks: Aja Systemtest

    Im Aja System Test erreicht die PCI-Express-SSD eine Leserate von fast 550 MB/Sek. und eine Schreibrate von 420 MB/Sek. Abhängig von den Dateigrößen lassen sich hier aber auch andere Werte erreichen.

    SSD Benchmark
    Benchmarks: Quickbench

    SSD Benchmark
    Benchmarks: Quickbench

    SSD Benchmark
    Benchmarks: Quickbench

    Der QuickBench stellt die SSD-Performance für unterschiedliche Dateigrößen dar. Für das Lesen von Daten sehen wir Werte von bis zu 800 MB/Sek. Beim Schreiben sind bis zu 775 MB/Sek. möglich.


    Benchmarks: Akkulaufzeit

    Benchmarks: Akkulaufzeit

    Benchmarks: Akkulaufzeit

    Im Vergleich zu den bisherigen Modellen des MacBook Pro und MacBook Air setzt das neue MacBook Air mit Intels "Haswell"-Prozessor neue Maßstäbe für die Akkulaufzeit. Je nach Anwendungsszenario erreichen wir bis zu 12 Stunden. Dies natürlich nur für das Betrachten von einfachen Webseiten und bei niedriger Display-Helligkeit. Abhängig vom Anwendungsfall kann die Akkulaufzeit stark variieren.

    Die höhere Akkulaufzeit wird nicht nur durch die neuen Prozessoren erreicht, sondern auch durch einen neuen Akku. Im 13-Zoll-Modell sitzt nun nicht mehr ein 6700-mAh-Akku mit 7,3 Volt sondern ein 7150-mAh-Akku mit 7,6 Volt.


    Um das schnellere WLAN beim MacBook Air mit 802.11ac testen zu können, stellte uns Apple auch noch die passende AirPort Extreme zur Verfügung.

    Diese ist ab sofort für 199 Euro direkt bei Apple erhältlich. Wer direkt eine Time Capsule zum schnellen Backup verwenden möchte, muss für 2 TB schon 299 Euro und für 3 TB 399 Euro auf den Tisch legen. Interessanterweise bietet die AirPort Extreme im Inneren bereits den Platz für eine 3,5"-Festplatte, lässt aber sämtliche Anschlusskabel missen.

    AirPort Extreme
    Neue AirPort Extreme

    Die neue AirPort Extreme misst an der Stirnfläche bzw. der Standfläche die üblichen 9,8 cm des AppleTV oder der AirPort Express. Allerdings ist aus einem flachen Access Point eine Art Turm mit einer Höhe von 16,8 cm geworden. Dies dürfte vor allem der Anordnung der Antennen geschuldet sein. In der Time Capsule ist so natürlich auch ausreichend Platz für die Festplatte.

    AirPort Extreme
    Neue AirPort Extreme

    Am grundsätzlichen Design hat sich aber wenig getan. Apple bleibt dem weißen Plastik treu, der schnell jedes Staubkorn erkennen lässt.

    AirPort Extreme
    Neue AirPort Extreme

    Eine einzige LED an der Front gibt dem Nutzer Auskunft über den Betriebszustand der AirPort Extreme. Eine grün leuchtende Diode zeigt den problemlosen Zustand an, während eine orange LED auf Probleme hinweist.

    AirPort Extreme
    Neue AirPort Extreme

    Auf der Rückseite bietet die neue AirPort Extreme den Netzteil-Anschluss (das Netzteil ist integriert) den WAN-Port, 3x Gigabit Ethernet und einen USB-2.0-Anschluss, über den sich Drucker und externe Festplatten anschließen lassen.

    AirPort Extreme
    Neue AirPort Extreme

    Die Frischluft bezieht die neue AirPort Extreme über den Standfuß, der ringsum ein paar Öffnungen lässt.

    AirPort Extreme
    Neue AirPort Extreme

    Über das AirPort-Dienstprogramm lässt sich die neue AirPort Extreme konfigurieren. In das heimische Netzwerk eingebunden ist sie mit einem einfachen Netzwerkkabel am WAN-Port. Natürlich aber ist es auch möglich einfach nur das bestehende WLAN zu erweitern. Ein Access Point mit 802.11ac sollte aber die richtige Anbindung in der Hinterhand haben, um das Potenzial bestmöglich auszunutzen.

    Neue AirPort Extreme

    Nach erfolgreicher Einrichtung finden sich AirPort Extreme und MacBook Air auf Anhieb. Per Alt-Klick auf das Netzwerk werden auch die dazugehörigen Details angezeigt. In unserem Fall stand die AirtPort Extreme in etwa 3 m Entfernung zum MacBook Air. Hier lag die Senderate bei 867 MBit/Sek.

    AirPort Extreme
    Neue AirPort Extreme

    In ersten Tests haben wir eine 5-GB-Datei von einem per Gigabit Ethernet angebundenen Mac Pro auf das MacBook Air übertragen und dabei eine Übertragungsrate von 24,2 MB/Sek. erreicht.

    AirPort Extreme
    Neue AirPort Extreme

    In umgekehrter Richtung erreichten wir kurzzeitig 28 MB/Sek. Mit dem geringen Abstand und ohne Mauer zwischen AirPort und MacBook Air hatten wir es hier natürlich mit Idealbedingungen zu tun. Dennoch waren die Werte etwas enttäuschend und nach kurzer Recherche stießen wir auf den Artikel zum MacBook Air von Anandtech, der die Problematik im Detail erläutert.

    Offenbar kommen wir mit den von uns gemessen Werten nicht an das Limit von 802.11ac heran, weil Apples Protokolle für die Übertragung von Daten (AFP und SMB) die maximale Größe eines TCP-Datenblocks auf 64 kByte begrenzt. Per FTP und HTTP kann die Blockgröße auf bis zu 256 kByte ansteigen, was dann auch die Übertragungsrate erhöht. Im Alltag aber gehören AFP und SMB zum Datenaustausch zwischen Macs und PCs zum Standard und so lange Apple an diesen beiden Protokollen keine Änderung vornimmt, wird man sich auch mit 24 bzw. 28 MB/Sek. zufrieden geben müssen. Bisher hat sich Apple noch nicht zu diesem Thema geäußert. Vielleicht wird OS X 10.9 Mavericks hier bereits eine Verbesserung bringen können.


    2008 war das MacBook Air eine Revolution. Extrem dünn, ein Unibody aus Aluminium und eine extrem stromsparende Intel-CPU waren die herausragenden Merkmale. Inzwischen haben andere Hersteller aufgeholt - Apple sogar überholt. Es gibt dünnere, leichtere, schnellere und vielleicht auch schickere Note- bzw. Ultrabooks, doch bis zum Erscheinen der Modelle mit "Haswell"-ULT-Prozessor von Acer, Sony, Samsung und Co. wird das neue MacBook Air das "Ultrabook" mit dem langlebigsten Akku sein. Weiterhin hervorragend sind die Verarbeitungsqualität, das Keyboard und das Trackpad, doch auch hier holen die anderen Hersteller auf bzw. sind schon auf gleichem Niveau (nicht beim Trackpad zutreffend).

    MacBook Air
    13-Zoll MacBook Air Mid 2013

    Bei der Performance geht Apple einige nachvollziehbare Kompromisse ein. So liegt die CPU-Leistung leicht unter dem Vorgänger. Bei einem Taktunterschied von 500 MHz zwischen den beiden Core-i5-Modellen ist dies aber beachtenswert. Bei der GPU-Performance macht das MacBook Air einen kleinen Sprung, Wunder darf man aber auch von der Intel HD Graphics 5000 nicht erwarten. Interessant wird es beim 802.11ac WLAN. Theoretisch erlaubt dies eine Bandbreite von 1300 MBit/Sek., beim MacBook Air ist aufgrund der Antennen-Konfiguration aber "schon" bei 867 MBit/Sek. Schluss. Doch auch diesen theoretischen Wert erreichen wir in den Praxistests mit AFP- und SMB-Sharing nicht. Hier muss Apple einfach seine Protokolle überarbeiten, denn was nützt es die Hardware zur schnellen Datenübertragung anzubieten, wenn bei 25 MByte/Sek. das Ende erreicht ist. Wir wollen die erreichten 25 MByte/Sek. aber nicht kleinreden, denn damit lassen sich noch immer auch größere Datenmengen problemlos übertragen. Wer noch immer eine kabelgebundene Lösung für die bessere Alternative hält, der kann das Gigabit-Ethernet per Thunderbolt-Adapter nachrüsten - mit allen Vor- und Nachteilen.

    Update:

    Inzwischen hat Apple seinen Entwicklern ein WiFi Update 1.0 zur Verfügung gestellt, das sich der Problematik der Verbindungsabbrüche annehmen soll. Unklar ist noch, ob damit auch der Limitierung bei der Datenübertragung ein Ende gesetzt ist.

    Herausragendes Merkmal des MacBook Air Mid 2013 ist aber sicherlich die Akkulaufzeit. 12,5 Stunden bei einfachem Surfverhalten ohne große Beanspruchung von CPU und GPU sind bisher nicht gesehene Werte für ein Notebook dieser Größe und dieses Gewichts. Selbst wer etwas anspruchsvollere Aufgaben an sein mobiles Gerät stellt, kommt mit fast neun bzw. sechs Stunden noch sehr weit. Möglich wird dies vor allem durch den Einsatz der "Haswell"-ULT-Prozessoren, die bei leicht verbesserter Performance (taktbereinigt) bis zu 30 Prozent Leistungsaufnahme einsparen. Die schnellere PCI-Express-SSD macht sich zunächst einmal nur in den Benchmarks bemerkbar. Den Nutzer interessieren nur der schnellere Programmstart sowie das Aufwachen aus dem Standby von etwa einer Sekunde.

    MacBook Air
    13-Zoll MacBook Air Mid 2013

    Als nächstes größeres Update steht beim MacBook Air sicherlich das Display an. Ein MacBook Air mit Retina-Display wäre eine nochmalige Aufwertung, die Apple aber sicherlich nur eingehen wird, wenn Leistung und Akkulaufzeit darunter nicht leiden. Von zahlreichen Nutzern ebenfalls immer wieder erwünscht ist ein SIM-Kartenslot, auf den Apple aber sicherlich aufgrund der Tethering-Option beim iPhone und iPad auch weiterhin verzichten wird.

    Mit der Aktualisierung der Modelle verbaut Apple im Standard-Modell mit 11 Zoll nun anstatt einer 64 eine 128 GB SSD - zum gleichen Preis von 999 Euro. Mit 256 GB kostet es 1199 Euro. Das 13-Zoll-Modell beginnt bei 1099 Euro, wurde also im Preis reduziert. Der Aufpreis zur 256 GB SSD liegt auch hier bei 200 Euro. Für beide Modelle besteht die Option auf den 1,7 GHz Intel Core i7 für 150 Euro sowie die Verdopplung des Arbeitsspeichers von 4 auf 8 GB für 100 Euro.

    Positive Aspekte des MacBook Air Mid 2013:

    • sehr gute Akkulaufzeit
    • schnelle PCI-Express-SSD
    • Aluminium-Unibody
    • sehr gute Verarbeitung
    • Thunderbolt-Port

    Negative Aspekte des MacBook Air Mid 2013:

    • eingeschränkte Leistung des 802.11ac-WLAN
    • kein SD-Kartenslot im 11-Zoll MacBook Air
    • kein SIM-Kartenslot